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Dienstag, 8. August 2006 13:33
In Jeans und T-Shirt
Die Priester können heute mit der Heiligen Messe jeden erdenklichen Unfug treiben. Ein alltäglicher Liturgiemißbrauch aus Bayern.
Hw. Helmut Hetzel aus der Erzdiözese Bamberg zelebriert auf einem Kinderlager die Heilige Messe
Hw. Helmut Hetzel aus der Erzdiözese Bamberg zelebriert auf einem Kinderlager die Heilige Messe
(kreuz.net, Herzogenaurach) Vergangene Woche veranstaltete die Pfarrjugend von Herzogenaurach ein Zeltlager. Dies berichtete die Lokalzeitung ‘Fränkischer Tag’.

Herzogenaurach ist eine mittelfränkische Stadt von 23.000 Einwohnern, die sich rund 20 Kilometer nordwestlich von Nürnberg in Mittelfranken befindet. Der Ort gehört kirchlich zum bayerischen Erzbistum Bamberg, das unter der Führung von Mons. Ludwig Schick steht.

An dem Zeltlager nahmen 120 Kinder unterschiedlichen Alters teil. Sie wurden von 30 Leitungspersonen, sowie dem Pastoralassistenten der Pfarrei betreut.

Das Zeltlager wurde auf einer Wiese am Waldrand aufgebaut. Im Zentrum standen ein großes Holzkreuz und eine Feuerstelle.

Am Mittwoch abend zelebrierte der designierte Pfarrer von Herzogenaurach, Hw. Helmut Hetzel (40), eine Messe.

Passend zum Zeltlager wählte er sich das Evangelium von der Speisung der 5000. Hw. Hetzel predigte mit moralisierendem Unterton, daß die Menschenmenge mit fünf Broten und zwei Fischen gesättigt wurde, weil Christus und seine Jünger das Wenige teilten.

Trotzdem seien noch Körbe mit Brot übriggeblieben: „Wenn Menschen etwas teilen, haben alle etwas davon!“ – laute die Botschaft dieser Bibelstelle. Weil Jesus angefangen habe zu teilen, seien alle satt geworden.

Man könne aber auch Gemeinschaft teilen, erklärte der Priester in bezug auf das Zeltlager und die dort herrschende Gemeinschaft unter den Kindern und den Leitern.

Der Priester zelebrierte die Messe in Jeans und T-Shirt. Anstatt der vorgeschriebenen liturgischen Gefäße benützte er ein alltägliches Tongeschirr. Die Hostien ersetzte er durch bröselnde Brotstücke.

Hw. Hetzel wird mit 1. September die Pfarrstelle von Herzogenaurach antreten.

Er war lange Zeit Ordinariatsrat, Domvikar und Diözesanjugendseelsorger.

Unter anderem war er auch Diözesanbeauftragter für den Weltjugendtag 2005.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 74 Lesermeinungen:
Mittwoch, 11. Oktober 2006 12:18
Tilman: Wer weiß schon genaues…
Wenn ich das alles hier soist es doch wirklich gut, daß letztendlich nur GOtt der HErr selber weiß, wie man ihm am besten begegnet. Jegliches Bemühen eines einzelnen unvollkommenen Christenmenschen um dieses Beste kann, wie ich meine, diesem Menschen zumindest nicht zum Nachteil gereichen.

Und als auf der Wiese nicht dabeigewesener Mensch denke ich dennoch angesichts des Photos, daß der alleine schon optische Unterschied zwischen der Wiese und einer Kirche auch mehr individuelle Anreize zu jeweils angemessener Kleidung geben wird, als sie so manches Dogma vorschreiben könnte.
Dienstag, 22. August 2006 00:52
Christian Hüller: Ad Angelina
Angelina, tragen Sie’s mit Humor.

Dies ist eine der größten Spott- und Hänselseiten, die’s im Netz gibt.

Die Leute, die hier länger mitmachen, sind das gewohnt und dementsprechend abgebrüht.

Manche finden sogar Gefallen daran.

Es ist aber in der Tat verwunderlich, wie ein ernsthaftes und wahrscheinlich sogar erfolgreiches Bemühen um die Jugend hier von manchen Pharisäern abgekanzelt wird.
Donnerstag, 17. August 2006 15:33
Angelina: BDKJ und KJG
Hier eine kleine Erläuterung:

„BDKJ“ ist die Abkürzung für „Bund der deutschen katholischen Jugend“ ! Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände.

„KJG“ ist die Abkürzung für „Katholische Junge Gemeinde“ !

Wahnsinn, wie das hier in einem „katholischen“ Forum abgeht…Echt traurig…
Donnerstag, 17. August 2006 10:28
Maledica: BDKJ und KJG
Bunde der Kommunistischen Jugend und Kommunistische Junge Genossen sind bestimmt keine KATHOLISCHEN Jugendorganisationen, sondern glaubensfeindliche Kirchenzerstörerpropagandisten!
Mittwoch, 16. August 2006 22:48
Angelina: Was muss ich da nur lesen?
Ich bin erschüttert, wie viel Kritik ich Helmut Hetzel gegenüber lesen muss! Es macht mich sogar richtig traurig, dass ich einer Kirche angehöre, die sich so den Mund über einen Menschen zerreißt! Aber wahrscheinlich war es vor ca. 2000 Jahren nicht anders, als Jesus immer schief angeschaut wurde und schließlich verurteilt wurde. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich erdreiste mich keinesfalls, Herrn Hetzel mit Jesus zu vergleichen. Vielmehr meine ich, dass wir Gläubige doch schon langsam dazugelernt haben könnten, andere Leute nicht einfach so an den Pranger zu stellen!
Ich bin selbst in der katholischen Kirche aufgewachsen, bin im Dekanatsvoratnd des BDKJ meiner Heimatstadt, bin in Bamberg auf diözesaner Ebene beim BDKJ tätig, bin im Diözesanausschuss der KJG, habe jahrelang ministriert, habe eine Jugendgruppe geleitet, leite selbst das Zeltlager unserer Pfarrjugend mit und habe auch schon viele Jugendgottesdienste mitgeplant und mit durchgeführt. Ist ein Priester ein schlechterer Priester, wenn er beim Gottesdienst kein Messgewand an hat? Ich glaube kaum. Zumal es absolut nicht wichtig ist, wie man gekleidet ist (er hatte doch eine Sola an, oder?), sondern vielmehr, was da für die einzelnen Gläubigen rüberkommt. Jeder Gottesdienst enthält eine Botschaft und die ist es wichtig zu vermitteln! Das allein zählt!
Vielleicht sollte man darüber zumindest mal nachdenken!
Ein großes Lob an Helmut Hetzel, der es immer wieder schafft, Jugendlichen den Glauben näher zu bringen!!!
Montag, 14. August 2006 20:43
Gotthard: So kann man also Karriere machen?!
Wer macht denn hier wo und wie Karriere?
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