Die Priester können heute mit der Heiligen Messe jeden erdenklichen Unfug treiben. Ein alltäglicher Liturgiemißbrauch aus Bayern.
(kreuz.net, Herzogenaurach) Vergangene Woche veranstaltete die Pfarrjugend von Herzogenaurach ein Zeltlager.
Dies berichtete die Lokalzeitung ‘Fränkischer Tag’.
Herzogenaurach ist eine mittelfränkische Stadt
von 23.000 Einwohnern, die sich rund 20 Kilometer nordwestlich von Nürnberg in Mittelfranken befindet.
Der Ort gehört kirchlich zum bayerischen Erzbistum Bamberg, das unter der Führung von Mons. Ludwig Schick
steht.
An dem Zeltlager nahmen 120 Kinder unterschiedlichen Alters teil. Sie wurden von 30 Leitungspersonen,
sowie dem Pastoralassistenten der Pfarrei betreut.
Das Zeltlager wurde auf einer Wiese am Waldrand aufgebaut.
Im Zentrum standen ein großes Holzkreuz und eine Feuerstelle.
Am Mittwoch abend zelebrierte der designierte
Pfarrer von Herzogenaurach, Hw. Helmut Hetzel (40), eine Messe.
Passend zum Zeltlager wählte er sich
das Evangelium von der Speisung der 5000. Hw. Hetzel predigte mit moralisierendem Unterton, daß die Menschenmenge
mit fünf Broten und zwei Fischen gesättigt wurde, weil Christus und seine Jünger das Wenige teilten.
Trotzdem seien noch Körbe mit Brot übriggeblieben: „Wenn Menschen etwas teilen, haben alle etwas davon!“ –
laute die Botschaft dieser Bibelstelle. Weil Jesus angefangen habe zu teilen, seien alle satt geworden.
Man könne aber auch Gemeinschaft teilen, erklärte der Priester in bezug auf das Zeltlager und die dort
herrschende Gemeinschaft unter den Kindern und den Leitern.
Der Priester zelebrierte die Messe in Jeans
und T-Shirt. Anstatt der vorgeschriebenen liturgischen Gefäße benützte er ein alltägliches Tongeschirr.
Die Hostien ersetzte er durch bröselnde Brotstücke.
Hw. Hetzel wird mit 1. September die Pfarrstelle
von Herzogenaurach antreten.
Er war lange Zeit Ordinariatsrat, Domvikar und Diözesanjugendseelsorger.
Unter anderem war er auch Diözesanbeauftragter für den Weltjugendtag 2005.
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71 Lesermeinungen
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Wer weiß schon genaues… Wenn ich das alles hier soist es doch wirklich gut, daß letztendlich nur GOtt
der HErr selber weiß, wie man ihm am besten begegnet. Jegliches Bemühen eines einzelnen unvollkommenen
Christenmenschen um dieses Beste kann, wie ich meine, diesem Menschen zumindest nicht zum Nachteil gereichen.
Und als auf der Wiese nicht dabeigewesener Mensch denke ich dennoch angesichts des Photos, daß der alleine
schon optische Unterschied zwischen der Wiese und einer Kirche auch mehr individuelle Anreize zu jeweils
angemessener Kleidung geben wird, als sie so manches Dogma vorschreiben könnte.
Ad Angelina Angelina, tragen Sie’s mit Humor. Dies ist eine der größten Spott- und Hänselseiten, die’s
im Netz gibt. Die Leute, die hier länger mitmachen, sind das gewohnt und dementsprechend abgebrüht.
Manche finden sogar Gefallen daran. Es ist aber in der Tat verwunderlich, wie ein ernsthaftes und wahrscheinlich
sogar erfolgreiches Bemühen um die Jugend hier von manchen Pharisäern abgekanzelt wird.
#72 Angelina 15:33:58 | Donnerstag, 17. August 2006
BDKJ und KJG Hier eine kleine Erläuterung: „BDKJ“ ist die Abkürzung für „Bund der deutschen katholischen
Jugend“ ! Der BDKJ ist der Dachverband der katholischen Jugendverbände. „KJG“ ist die Abkürzung für
„Katholische Junge Gemeinde“ ! Wahnsinn, wie das hier in einem „katholischen“ Forum abgeht…Echt traurig…
#71 Maledica 10:28:43 | Donnerstag, 17. August 2006
BDKJ und KJG Bunde der Kommunistischen Jugend und Kommunistische Junge Genossen sind bestimmt keine KATHOLISCHEN
Jugendorganisationen, sondern glaubensfeindliche Kirchenzerstörerpropagandisten!
Was muss ich da nur lesen? Ich bin erschüttert, wie viel Kritik ich Helmut Hetzel gegenüber lesen muss!
Es macht mich sogar richtig traurig, dass ich einer Kirche angehöre, die sich so den Mund über einen
Menschen zerreißt! Aber wahrscheinlich war es vor ca. 2000 Jahren nicht anders, als Jesus immer schief
angeschaut wurde und schließlich verurteilt wurde. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich erdreiste
mich keinesfalls, Herrn Hetzel mit Jesus zu vergleichen. Vielmehr meine ich, dass wir Gläubige doch schon
langsam dazugelernt haben könnten, andere Leute nicht einfach so an den Pranger zu stellen! Ich bin selbst
in der katholischen Kirche aufgewachsen, bin im Dekanatsvoratnd des BDKJ meiner Heimatstadt, bin in Bamberg
auf diözesaner Ebene beim BDKJ tätig, bin im Diözesanausschuss der KJG, habe jahrelang ministriert,
habe eine Jugendgruppe geleitet, leite selbst das Zeltlager unserer Pfarrjugend mit und habe auch schon
viele Jugendgottesdienste mitgeplant und mit durchgeführt. Ist ein Priester ein schlechterer Priester,
wenn er beim Gottesdienst kein Messgewand an hat? Ich glaube kaum. Zumal es absolut nicht wichtig ist,
wie man gekleidet ist (er hatte doch eine Sola an, oder?), sondern vielmehr, was da für die einzelnen
Gläubigen rüberkommt. Jeder Gottesdienst enthält eine Botschaft und die ist es wichtig zu vermitteln!
Das allein zählt! Vielleicht sollte man darüber zumindest mal nachdenken! Ein großes Lob an Helmut
Hetzel, der es immer wieder schafft, Jugendlichen den Glauben näher zu bringen!!!
So kann man also Karriere machen?! Wenn man mit diesen Klamotten Domvikar und was weiss ich alles wird,
dann wundert mich nix mehr. Es muss doch einem Priester gelegen sein, auch im Zeltlager eine anständige
Messe zu feiern. Dazu gehört auch eine angemessene liturgische Kleidung. Geht diesef feine auserwählte
Domsympathisant denn in diesem Aufzug auch ins Theater oder auf offizielle Bistums-Empfänge? Wohl bestimmt
nicht. Da muss man sich ja gut kleiden und „SCHICK“ aussehen!! Für die Messe reichts auch in Feldklamotten –
Jesus war ja schließlich auch kein reicher Mann – oder???
na und? Hallo, also ich finde nichts verwerfliches an dem, was hier geschildert wird! Es gibt außerdem
klare Instruktionen, was zu tun ist, wenn ein Messgewand nicht verfügbar ist oder es nicht möglich ist,
eines zu tragen. What shall’s?
@ Fragender ich hatte meinem vorherigen Post noch beigefühgt: Zweifellos hatte Jesus bei der Predigt
aber ein Pirett an, das ihn als Lehrender auszeichnet. Irgendwie ist dieser Nachsatz in den Weiten des
WWW verloren gegangen.
Jeans und T-Shirt ich habe gegen Gesetze überhaupt nichts, denn manche sind für das zwischenmenschliche
Leben notwendig. Beispiel: Straßenverkehr –- wenn es hier keine Regeln gäbe, würde jeder fahren wie
er wollte und das Leben anderer und sein eigenes unnötig gefährden. Aber Kirchengesetze –- hier geht
es ja nicht um Leben und Tod des Einzelnen, sondern um reine Machtausübung. Beispiel Zölibatsgesetz??
Sie würden anders denken, wenn Sie jemals einen Priester erlebt hätten, der daran kaputt gegangen ist.
Schauen Sie in unsere psychiatrischen Anstalten, wie erschreckend das ist, was Sie da vorfinden können.
Kath. Priester, die einen Selbstmordversuch hinter sich haben, weil sie mit der kirchlichen Machtausübung
nicht mehr zurecht gekommen sind, depressive Priester, die sich schuldig fühlen, weil sie den Ansprüchen
der kirchlichen Gesetze nicht mehr nachkommen konnten. Sie lesen richtig, sie geben nicht irgend einem
anderen die Schuld, nein, sich selbst, obwohl sie am allerwenigsten dazu können. So könnte ich weitermachen,
wenn ich mir das Kirchenrecht anschaue –- wieviel Unrecht, wieviel unnötiges Leid, haben diese Gesetze
schon ausgelöst. Ich frage nur, Kirche spricht von Liebe und handelt nicht danach und das gehört wohl
zu den Sünden, die nicht vergeben werden, zu den sog. Sünden wider den Heiligen Geist.
@Frau Bussmann Was haben Sie eigentlich immer gegen Gesetze und Autoritäten. Wie es diese im Staat gibt,
so gibt es sie auch in der Kirche. Wie soll menschliches Zusammenleben ohne diese funktionieren. Natürlich
braucht auch die Liturgie der Kirche eine feste Ordnung. Es geht schließlich um die Verehrung Gottes.
Und dort ist das Beste gerade gut genug. Willkür und unbeholfen wirkende „Kreativität“ haben dort nichts
verloren!! Ich glaube, dass die unterschiedlichen Standpunkte auch eine Generationenfrage sind. Sie sind
noch ganz im antirömischen Denken der (kirchlichen) 68er verhaftet. Ich denke, auch Ihr Jesusbild und
Ihr Liturgieverständnis ist durch die 68er Brille gesehen. Mit dem Zweiten Vatikanum hat Ihre Sicht von
Liturgie aber auch gar nichts gemeinsam. Lesen Sie mal Sacrosanctum Concilium! Schade, als Theologin,
die Sie doch sein wollen, könnte man etwas mehr an Einsicht in die Kirche und ihre Strukturen und Ordnungen
erwarten. Mal ehrlich, bei Ihren Ansichten wären Sie in einer protestantischen Freikirche vielleicht
besser aufgehoben als in der römisch-kath. Kirche.
Jeans und T-Shirt Wenn der von Paulus verkündete Jesus Christus heute wieder für alle sichtbar unter
uns wäre, dann würde er seufzen und sagen, hatte ich das nicht schon mal erlebt und angemahnt, diese
Gesetzeshörigkeit. Das Gesetz ist wichtiger als der Mensch. Viele Männer des katholischen Klerus behaupten
doch allen Ernstes „ich liebe Gott – ich liebe meinen Nächsten – ich liebe den Feind?“ Was seit Ihr doch
für Heuchler würde ER sagen. Wenn Sie liebe Mitleser und Mitschreiber sagen ich liebe meinen Nächsten
wie mich selbst, dann lassen Sie bitte die Priester in Ruhe, die anders den Gottesdienst feiern und nicht
sich nach den liturgischen Gesetzmäßigkeiten richten. Solche mutigen Leute braucht diese Kirche. Und
wer sagt, wer mit 4O Jahren noch Jeans trägt, kann nicht ganz „normal“ sein. Jesus Christus müsste ja
schon wieder sagen „Ihr Heuchler, Ihr Natternbrut.“ Wisst Ihr denn überhaupt warum dieser Priester Jeanshosen
trägt? Wenn Ihr über jemanden urteilt, geht erst einmal ein paar Meilen in seinen Schuhen und Ihr könnt
jeden Andersdenkenden und Andershandelnden besser verstehen. Solche Dinge sollten auch Psychologen tun,
bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden.
@Brigitte Bussmann alle Tischmessen, die ich bisher erlebt habe z.B. bei Erstkommunionen am Gründonnerstag
oder auch sonst war immer so, dass der Priester nur die Stola umhängen hatte, und alle saßen, incl.
der Priester um den Tisch herum. Der Priester trug kein Messgewand, sondern nur seinen ganz normalen Anzug.
Dies war auch in allen Diözesen gleich. Das sagt natürlich überhaupt nichts über die Zulässigkeit.
RS ist hier ganz deutlich. Und seit dem II Vatikanum soll ja der Mahlcharakter der Eucharistie betont
werden. Wo steht denn das bitte? !:) Auch hier wieder: Er wird betont, das ist leider richtig – und zwar
völlig unangemessenerweise. Aber die Lehre der Kirche ist das nicht. Werfen Sie bitte mal einen Blick
in den KKK. Der spricht von vielen Bezeichnungen für die Eucharistie, darunter auch „Mahl“ und „Opfer“.
Aber dass einer dieser Aspekte „betont“ werden soll, das sagt er nicht. Katholische Kirche ist viel zu
sehr eine Gesetzeskirche – genau wie es auch das Judentum immer war. Warum sind sie Mitglied einer solchen
Kirche? Um sie zu verändern? Wie boshaft. [kursiv]Darum ist es gut, dass manche Priester, wie auch in
unserem Beispiel Jeans und T-Shirt tragen, einfach um auch den jungen Menschen zu zeigen, ich bin einer
von euch und hebe mich nicht hervor.[kursiv] Hervorragend. Auch diese Botschaft wird von den jungen Leuten
verstanden: „Wozu braucht es Priester? Sie sind ja welche von uns und heben sich ohnehin nicht hervor“ –
so kommt es rüber.
Jeans, Brot 8u.s.w.! Ich erinnere mich an meine Zeit als Seminarist in einer deutschen Diözese in den
späten 8oer Jahren, als der Regens -m.E. vielleicht etwas übertrieben aber nicht ohne wahren Kern- gerne
sagte, wer älter als 40 sei und noch Jeanshosen trage, mit dem stimme etwas nicht. Der gleiche Regens
sagte übrigens immer wieder (hier stimme ich voll zu): „Wer nach allen Seiten offen sein will, der ist
nicht ganz dicht!“ Vielleicht sollten wir bezüglich der im Artikel erwähnten Messe einen noch gröberen
Verstoss nicht vergessen: Wie das Foto zeigt, hat der Zelebrant gegen alle Vorschriften der Kirche unerlaubte
Materie für die Hl. Messe genommen: Gewöhnliches Brot. Dies ist streng verboten und stellt einen wesentlich
schwereren Verstoss gegen die kirchliche Ordnung dar als die nicht den Vorschriften entsprechende Kleidung
des Liturgen, die ich jedoch ebenfalls klar ablehne: Mindestens Albe und Stola wären vorgeschrieben gewesen.
Jeans und T-Shirt Herr Stromberg, alle Tischmessen, die ich bisher erlebt habe z.B. bei Erstkommunionen
am Gründonnerstag oder auch sonst war immer so, dass der Priester nur die Stola umhängen hatte, und
alle saßen, incl. der Priester um den Tisch herum. Der Priester trug kein Messgewand, sondern nur seinen
ganz normalen Anzug. Dies war auch in allen Diözesen gleich. Natürlich gibt es nur einige wenige Priester,
die solche Messen veranstalten –- warum auch nicht, denn niemand war mehr gegen irgendwelche gesetzlichen
Vorschriften als der biblische Jesus. Wie gern wird immer das Letzte Abendmahl als erste Eucharistie bezeichnet,
die saßen noch nicht mal zu Tisch, sondern lagen. Das war eben die antike Form des Mahleinnehmens. Und
in unserer Kultur wird normalerweise gesessen, wenn ein Mahl eingenommen wird. Und seit dem II Vatikanum
soll ja der Mahlcharakter der Eucharistie betont werden. Beerdigungen können auch Laien halten in besonderen
Situationen, denn das habe ich sogar auch schon gemacht, außerdem halte ich sogar Wortgottesdienste und
öffentliche Segnungen. Katholische Kirche ist viel zu sehr eine Gesetzeskirche – genau wie es auch das
Judentum immer war. Darum ist es gut, dass manche Priester, wie auch in unserem Beispiel Jeans und T-Shirt
tragen, einfach um auch den jungen Menschen zu zeigen, ich bin einer von euch und hebe mich nicht hervor.
Ich kenne auch einen Priester der grundsätzlich die Messe in Jeans hält, darüber trägt er dann das
Messgewand.
Tischmessen Redemptionis sacramentum Nr. 77 zum Unsinn der „Tischmessen“: Teilnehmer haben bei der Messe
nicht an Tischen zu sitzen. www.vatican.va/…-sacramentum_ge.html
@Geist Ich habe ja auch gar nichts gegen eine Messe unter freiem Himmel. Was sollte dagegensprechen? Aber
ob eine Messe in einer Kathedrale oder unter freiem Himmel zelebriert wird: es gilt der gleiche Ordo missae,
das gleiche Missale, die gleichen Rubriken. Und eine Albe hätte der betreffende Priester wenigstens mitnehmen
können. Auch eine Messe im Freien ist keine Entschuldigung für liturgische Beliebigkeit und Nachlässigkeit.
Das ist auch eine Frage der kirchlichen Disziplin und Ordnung!
@Bernd Im übrigen würde ja z. B. auch kein Richter in T-Shirt und Jeans rechtsprechen, was ja wohl recht
albern wäre. Es würde das Gericht ins lächerliche ziehen. Der würde aber auch nicht auf der Wiese
bzw. unter freiem Himmel rechtsprechen, sondern eher im Gericht. Im Gegensatz gegen eine Messe unter
freiem Himmel spircht absolut nichts.
@Frau Bussmann Ganz so einfach ist es nun nicht. Bei Beerdigungen, Taufen und anderen sakramentalen Handlungen
trägt der Priester ein Rochett über dem Talar bzw. der Soutane. Die Stola wird bei sakramentalen Handlungen
keinesfalls über der Altagskleidung getragen. Dies gilt strenggenommen auch für das Sakrament der Buße,
auch wenn hierauf von manchen Klerikern aus Bequemlichkeit verzichtet wird. Auch bei „Tischmessen“ – Sie
meinen wohl Messen in einem besonderen Kreis -sollte ein Priester zumindest eine Albe mit Stola tragen.
Ich glaube nicht, dass es in der offiziellen liturgischen Gesetzgebung explizite Ausnahmen gibt, müsste
dies aber noch überprüfen. Sicherlich darf ein Priester nicht sitzend zelebrieren. Denn auch eine „Tischmesse“
ist schließlich kein Familienfest, sondern eine offizielle Handlung der Kirche, die den liturgischen
Bestimmungen der Kirche unterliegt. Dass sich hier ein besonderes Feld für liturgische Eigenmächtigkeiten
und „Spielchen“ zu eröffnen scheint, ist klar, hat mit der Gesetzgebung der Kirche nichts zu tun. Im
übrigen würde ja z. B. auch kein Richter in T-Shirt und Jeans rechtsprechen, was ja wohl recht albern
wäre. Es würde das Gericht ins lächerliche ziehen. Das gleiche gilt für kirchliche Handlungen.
In Jeans und T-Shirt Junge Athanasius, klar gibt es bei der Erteilung des Weihesakramentes noch mehr,
denn sie müssen sich auch vor den Bischof an die Altarstufen legen und somit ihren Gehorsam dem Bischof
gegenüber bekunden, aber das ist ja gar nicht die eigentliche Sache, um die es geht. Hier geht es ja
um den Priester, der es gewagt hat in Jeans eine Messe zu zelebrieren. Aber trotz allem hin und her ist
die Stola das äußere ständige Zeichen der Weihe, deshalb muss der Diakon oder Priester zum Zeichen
seiner Weihe immer die Stola tragen, wenn er ein mit der Weihe verbundenem Amt ausübt z.B. Beerdigung,obwohl
dies auch von Laien ausgeführt werden kann, folgendes gilt nur für den Priester;Tischgottesdienste,
Spendung des Bußsakramentes –-- wo hat bei beiden Letzteren der Priester denn ein Messgewand an? Er trägt
lediglich seine normale Bekleidung und hat die Stola um seinen Nacken gelegt und er sitzt bei dem Tischgottesdienst
die ganze Zeit, genau wie die Gemeinde um einen Tisch. Oh, Athanasius, tragen Sie mal bei der großen
Hitze im Freien ein Messgewand mit allem Drum und Dran. Sie kommen ganz schön ins Schwitzen, warum gönnt
dem Priester denn nur niemand, dass er sich auch legerer z.B. in einer Kinder- und Jugendfreizeit kleiden
darf, auch wenn er dann die Messe hält.
#50 Bernardin † 23:25:24 | Donnerstag, 10. August 2006
BUBI athanasius Mensch, Sie haben einen Sprung in der Schüssel! Ihre Antwort zeigt, a) wie primitiv sie
sind b) wie sie wenig wissen! Sie sind ein Frömmler!!!! Sie wissen schon, frömmler – hauptsache – nebensache!
Also Bubi, du musst noch viel lernen!
#49 Athanasius 22:41:29 | Donnerstag, 10. August 2006
@Mädchen Bussmann dass dem Weihesakrament zum Diakon und Priester als äußeres Zeichen die Stola umgelegt
wird. Bei den Priesterweihen und Diakonsweihen die ich kenne, wurde immer auch Dalmatik bzw. Kasel aufgelegt,
was in allen apostolischen Kirchen sowohl des Westens wie des Ostens so geschieht. die im Juli war, gern
ein Messgewand tragen würde um evtl. ein Hitzschlag zu erleiden. Da ist es doch besser legerer angezogen
zu sein. Blödsinn. Genau vor einer Woche war ich zu einer Wallfahrt in Rom, bei 35 C, und unser Priester
hat in gothischem Meßgewand das Heilige Meßopfer – selbstverständlich im alten Ritus – dargebracht
(etwa auf dem Altar des hl. Pius X. im Petersdom und auf dem Altar der hl. Cecilia in Transtiberium).
Er hat unter der Albe, unter seiner Soutane mit langen Ärmeln und dem goldenen Messgewand keinen Hitzschlag
erlitten. In Bayern ist es kühler. Und was soll das ganze Theater mit Kelch und weiß der Geier, genügt
es nicht einfach auch einen sauberen Becher zu haben, jedenfalls geht aus den Abendmahlsworten, je nach
Übersetzung, das Wort Becher hervor. Absolute Lüge. „Calix“ heißt Kelch, und alle Evangelien auf Griechisch
besagen Kelch, wie alle apostolische Liturgien. Vielleicht benutzen Sie die Hans Küng-Übersetzung, ich
aber eine erlaubte. „tut dies zu meinem Gedächtnis“ oder „tut dies zu meinem Gedenken.“ Also gut, wie
Moses das Paschalamm zum Gedächtnisopfer darbringen mußte, schrieb auch er feste Riten vor. So ist es
auch mit dem Opfer des Neuen Bundes.
#48 Benedikt 15:43:55 | Donnerstag, 10. August 2006
@ Fr. Bussmann Der Diakon trägt sie schräg zur Seite über der Brust, der Priester überkreuzt auf der
Brust, oder hängt die Stola, wenn er kein Messgewand trägt einfach um seinen Hals. Frau Bussmann wird
noch altrituell .
@Frau Bussmann In einer Notsituation, wie z. B. in einem Gefangenenlager oder im Krieg, reicht eine Stola
sicherlich, keine Frage. In Extremsituationen kann man sogar auf diese verzichten. Doch eine solche Notsituation
liegt in diesem Fall wirklich nicht vor. Wenn Sie einen zelebrierenden Priester in T-Shirt und Jeans schön
finden, ist das Ihre Sache. Auf mich wirkt es völlig lächerlich! Allerdings sollten Sie als Theologin
zumindest wissen, dass dies vehement der geltenden liturgischen Ordnung der Kirche widerspricht. Zumindest
eine Mantelalbe wäre angebracht gewesen, um die Freizeitkleidung zu überdecken. Und ich kenne genug
Priester, die auch während der großen und sehr unangenehmen Hitze in Albe und Kasel zelebrierten. Ein
Priester sagte mir, dass eine von manchen geschmähte römische Kasel bei dieser Hitze sogar viel angenehmer
sei als die größeren Kaseln. Im übrigen, liebe Frau Bussmann, haben Sie für kirchliche Kultur wohl
wenig übrig. Zu den übernatürlichen Werten treten auch immer die natürlichen Werte, die christliche
Kultur mit ihren verschiedenen literarischen, architektonischen, musikalischen u.a. Elementen. Hierzu
gehören auch die Hl. Gewänder. Mit Ihrem Argument „Dem lieben Gott ist das sowie so egal“ können Sie
natürlich alles aushebeln. Woher aber wissen Sie, dass Gott dieses gleichgültig ist? Es geht um die
Ehrfurcht vor dem erhabenen Geheimnis Gottes. Und diese zeigt sich auch (nicht nur natürlich) in der
Verwendung heiliger Gewänder, besonderer Gefäße, sakraler Musik etc.
Mit Jeans und T-Shirt Wer dieses Foto von dem zelebrierenden Priester als Unfug oder sogar als häretisch
betrachtet, weil die Hl. Messe durch das Outfit verunglimpft wird, scheint nicht begriffen zu haben, dass
dem Weihesakrament zum Diakon und Priester als äußeres Zeichen die Stola umgelegt wird. Der Diakon trägt
sie schräg zur Seite über der Brust, der Priester überkreuzt auf der Brust, oder hängt die Stola,
wenn er kein Messgewand trägt einfach um seinen Hals. Ich denke nicht, dass irgend jemand von den Kritikern,
bei dieser Hitze, die im Juli war, gern ein Messgewand tragen würde um evtl. ein Hitzschlag zu erleiden.
Da ist es doch besser legerer angezogen zu sein. Und was soll das ganze Theater mit Kelch und weiß der
Geier, genügt es nicht einfach auch einen sauberen Becher zu haben, jedenfalls geht aus den Abendmahlsworten,
je nach Übersetzung, das Wort Becher hervor. Wichtig sind nicht irgend welche äußeren Zeichen, sondern,
dass das dort geschehen ist von dem im Abendmahlsbericht steht, „tut dies zu meinem Gedächtnis“ oder
„tut dies zu meinem Gedenken.“ Gott ist es vollkommen egal, wie ein Priester gekleidet ist, wenn er die
Messe zelebriert, er kann über die Kleinkariertheit mancher Menschen nur Lächeln. Als wenn es nichts
Wichtigeres gäbe.
#45 Athanasius 02:20:38 | Donnerstag, 10. August 2006
@Gotthard Matthäus aber schon, oder? Oder hat man das Ihnen bei der ‘römisch-katholischen’ „Seminarausbildung“
in Ihrer deutschen Diozöse auch schon ausgeredet?
#44 Gotthard 00:36:24 | Donnerstag, 10. August 2006
Evangelisten daß Sie nicht glauben, daß die Evangelisten Apostel waren und daß die Apostel die Wahrheit
sprachen. von Lukas und Markus hat die Kirche noch NIE gesagt, sie seien Apostel gewesen … und von Paulus
mit seinem ältesten Abendmahlsbericht ist eine Teilnahme an selbigem NIE angenommen worden.
#43 Athanasius 22:13:25 | Mittwoch, 9. August 2006
Jeder weiss des doch dass diese selbstverständlich in einer pfarrkirche mit gut ausgerüsteter sakristei
anders ausschaut als auf der wiese, wird ja wohl einleuchten. Jede Wiese in Deutschland befindet sich
in überbrückbarer Entfernung von einer Sakristei. Wenn es die SJM schafft auf einem Berg Kasel und Albe
und Manipel heraufzuschaffen, dann auch auf der Wiese. Übrigens frage ich mir dazu, ob man Gelegenheitsumgestaltung
des Sakramentes betreiben darf. Hat Jesus das Sakrament nicht etwa nach dem ritualistischen Paschamahl
unter einem Dach eingesetzt? Anders gesagt: Waren Sie dabei? War einer derer, die das Ereignis schildern,
dabei? Nö. Keiner. Alles Hörensagen, aufgeschrieben Jahrzehnte später von Unbeteiligten. Gut, dann
wissen wir wieder, daß Sie nicht glauben, daß die Evangelisten Apostel waren und daß die Apostel die
Wahrheit sprachen. Kannten Sie nur die Didascalia Apostolorum oder die Schriften des Hl. Justin des Märtyrers,
die alle 3 bis 10 Jahre nach dem Tode des letzten Apostels schrieben, wüßten Sie wie die wirkliche Liturgie
Jesu aussgeschaut hat. Das können Sie auch in Herculanaeum bei Pompei nachschauen, wo es eine christliche
Hauskapelle aus 66 n. Chr. gibt, also aus dem Pontifikat Petri zu Rom noch, und wo der Altar an der Wand
gen Osten steht gekrönt von einem Wandkreuz oberhalb der Altarerhöhun. Kannten Sie die Geschichte, wüssten
Sie, wie wichtig liturgische Kleidung war für die frühe Kirche. Sie hat es ja entwickelt. Nicht das
Konzil von Trient oder die beschimpfte FSSPX.
Mw. Albrecht und Hetzel Danke für Deinen Beitrag, Clemens II. Es gibt wahrlich leider noch viel grauenhaftere
Liturgiemißbräuche. Das Besondere an diesem Fall ist aber, daß Mw. Helmut Hetzel lange Zeit Ordinariatsrat
in Bamberg war, Kreuz.net schrieb es. Damit wird der Abfall der inneren Bistumsleitung offenbar. Wenn
im Ordinariat offensichtlich der Glaube verloren gegangen ist, wird dies folgenschwere Konsequenzen für
das ganze Bistum nach sich ziehen müssen. Erzbischof Schick sollte sich langsam seiner Verantwortung
für die Seelen bewußt werden. Der Herr wird sie einst von ihm einfordern. Im Bild links Mw. Generalvikar
Alois Albrecht und rechts Mw. Helmut Hetzel images.eo-bamberg.de/…1113431600440143.jpg Das Ordinariat
jagt die Gläubigen aus der Kirche und gleichzeitig wettert Mw. Alois Albrecht über das Erstarken der
Piusbruderschaft. www.kreuz.net/article.1658.html An Isidorus Hispalensis: Es heißt Redemptionis Sacramentum.
Athanasius hat hier vollkommen recht, und kreuz.net hat recht, wenn es schreibt, daß in der katholischen
Kirche in Deutschland heute alles erlaubt ist außer der Tradition, und der unwürdige Firlefanz, der
mit der heiligen Eucharistie von vielen getrieben wird, ist blasphemisch, und daß vielen Kommentatoren
in diesem Forum offensichtlich das Gespür für Heiligkeit und die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten abgeht,
zeigt nur, wie sehr sie im unreinen mit Gott und sich selbst sind.
#37 Clemens II 09:50:30 | Mittwoch, 9. August 2006
Traurig aber wahr Zufällig ist mir dieser „katholische Priester bekannt. Bis vor kurzem war er sorgar
Domvikar an der Metropolitankirche zu Bamberg – also in einer sehr leitenden Person (wohingegen viele
Menschen unter ihm leidend waren). Er ist wesentliche für die „Umstrukturierung“ – besser wäre Demolarisierung –
der Pfarreien im Erzbistum Bamberg verantwortlich. Zudem war er zeitweise für die „Gestaltung“ der Fronleichnamsprozission
zustänig. Ergebnis: s.o. in Klammern
@ athanasius (1 oder 2 – ist ja ident, oder?) Meine Conclusio ist: der Kaplan will ein Statement machen,
und zwar, daß die Hl. Messe kein Opfer sind sondern Gemeinschaftsfeier mit bloß Brot und Wein dazu.
Das Weglassen der liturgischen Kleidung, läßt darauf schließen, daß er die weisen liturgischen Weisungen
der apostolischen Kirche verwirft und dazu die Instruktion zum Missále Romanum zutiefst ablehnt. Warum
ist man dann doch noch kath. Priester? Nur wegen der versicherten Altersrente, oder wegen der billigen
Unterkunft? und diese willkürlich aus vorwürfen zusammengesetzte „conclusio“ schließen sie aus dem
betrachten eines fotos, das sie im internet gesehen haben? und sie wollen noch ernst genommen werden?
was schließen sie noch mal aus dem von ihnen eingestellten foto vom wjt letzten sommer? eine erklärung
steht noch immer aus! übrigens: für mich kommt die ehrfurcht und angemessenheit der feier nicht allein
(und gar nicht einmal primär) durch die kleidung des priesters zum ausdruck, sondern dadurch, wie – auch
in einer ungewohnten umgebung (nämlich im freien) – gewohntes (nämlich die hl. messe) eine etwas andere,
aber dennoch würdige und gute form haben kann. dass diese selbstverständlich in einer pfarrkirche mit
gut ausgerüsteter sakristei anders ausschaut als auf der wiese, wird ja wohl einleuchten.
#35 deusexmachina 07:38:18 | Mittwoch, 9. August 2006
@AthanasiusII „Trug Er selber zum Paschamahl (quia pascha Domini est) etwa nicht das kostbare weiße Gewand
„aus einem Stück“? Hat er keine Casula der Hellener getragen?“ Gehn’s, san’S doch bittschön so freindlich
und reichn’S mia mol ehm des Foto riaba, des wo Sie do hom, von dem Amtmohl. Anders gesagt: Waren Sie
dabei? War einer derer, die das Ereignis schildern, dabei? Nö. Keiner. Alles Hörensagen, aufgeschrieben
Jahrzehnte später von Unbeteiligten. Insofern wäre ich mit solchen selbstbewusst-provokanten Fragen
vorsichtig, die Antwort könnte nämlich: „Vermutlich nicht“ lauten. Also, ‘mal ehrlich: Ein Priester
im vollen Ornat, mitten auf der grünen Wiese, das ist doch witzlos, gerade, weil es so dappig ausschaut.
„Würde“, auf die hier ja so großer Wert gelegt wird, hat immer auch mit dem Kontext zu tun. Wie man
von jedem beliebigen Witz weiß, wirkt selbst das hochoffiziellste Gebaren im falschen Kontext lediglich
noch komisch – das kann ja wohl kaum die Absicht sein.
@ Galen Diese Auswüchse sind doch dem NOM immanent. Es ist doch viel leichter, 10 Messen zu finden, in
denen der NOM entgegen den Vorschriften gefeiert als auch nur eine einzige, in der dies nicht der Fall
ist. Behaupten Sie jetzt etwa, dass sich ein Priester praktisch durch das Messbuch dazu angeleitet wird,
Verstöße zu begehen? Das Messbuch ein kleines zauberbuch oder was? So ein Unsinn.
#33 AthanasiusII 22:53:26 | Dienstag, 8. August 2006
Entschuldigung für meine unwürdige Wortwahl, aber die sinnlosen Antworten und Tiraden einiger zynischer
Antikatholiken unter katholischem Namen hier, machen einen wirklich fertig. Und nochmal: der Kaplan im
Bild war nicht im Gulag am Baikalsee, sondern auf einer boayrischen Wiesn, wo sich innerhalb von .5 km
warscheinlich eine barocke Kapelle mit prächtiger würdiger Ausstattung befindet, oder zumindest eine
Feldkapelle oder Wegkreuz. Meine Conclusio ist: der Kaplan will ein Statement machen, und zwar, daß die
Hl. Messe kein Opfer sind sondern Gemeinschaftsfeier mit bloß Brot und Wein dazu. Das Weglassen der liturgischen
Kleidung, läßt darauf schließen, daß er die weisen liturgischen Weisungen der apostolischen Kirche
verwirft und dazu die Instruktion zum Missále Romanum zutiefst ablehnt. Warum ist man dann doch noch
kath. Priester? Nur wegen der versicherten Altersrente, oder wegen der billigen Unterkunft?
Wider VII Diese Auswüchse sind doch dem NOM immanent. Es ist doch viel leichter, 10 Messen zu finden,
in denen der NOM entgegen den Vorschriften gefeiert als auch nur eine einzige, in der dies nicht der Fall
ist.
Antwort was würde wohl ein Staatsmann denken, wenn man ihm so entgegentritt? Was denkt sich wohl der
Liebe Gott, wenn ihm der Pater Hetzel so entgegentritt? Die Antwort hat uns Jesus selbst und längst gegeben…
#30 Athanasius 22:47:24 | Dienstag, 8. August 2006
Geist @Geist: Eins ist sicher: Sie sind nicht der Geist der Liturgie. Wahrscheinlich wóllen Sie es nicht
einmal kapieren, aber wenn Sie einigermaßen offen sind, empfehle ich zur Katechesis zum Liturgischen
Gewand und dessen Notwendigkeit (außen in Verfolgung oder Gulags) für die öffentliche Zelebration des
Hl. Altarsakramentes: RATZINGER, Joseph Alois S.R.E. Card., Der Geist der Liturgie, 2001. Kapittel „Die
liturgische Kleidung“. Er erklärt haarfein, auf sowohl biblischer als patristischer Grundlage, das Warum
des Liturgischen Gewandes (wobei es mir persönlich sch***ssegal ist, ob gotisch, barock, Karolus-Borromeus-Stylus,
casula, altrömisch oder byzantinisch-russisch).
@möchtegern-kathole was würde sich ein Staatsmann denken, wenn man ihm so entgegentritt? meinst du,
wenn jemand so angezogen, wie Hw.Hetzl entgegen tritt. Was soll er sich schon großartiges denken, bequeme
Kleidung ;) – Frage: Warum kann ich einem Staatsmann so nicht entgegentretten? (ist einbißchen off-topic;
ich weiß) Was sollen sich die Kinder denken – dass das mehr ne Party ist werden sie sich denken. warum
soll man bei der Kleidung an eine Party denken?? Aber die Kleidung ist eine Botschaft an den lieben Gott
(das gilt auch für die Gläubigen, die sich ordentlich zur Messe anziehen sollen) und eine Botschaft
an die anderen Menschen, was man von der Messe hält Du sagst, die Kleidung ist eine Botschaft an Gott
(gilt auch für Gläubige). Also nehmen wir an ich gehe so angezogen,wie Hw. Hetzl (natürlich ohne Stola
;) ,also mit Jean und T-shirt, zur Hl. Messe, das würde dann nach deiner Aussage heißen, dass ich weniger
von der Messe halte bzw. es eine andere Botschaft an Gott ist, als wenn ich in einem schönen Kleid oder
einem schönen Rock zur Hl. Messe gehe. Wenn ja, finde ich dies völlig absurd, weil warum sollte es so
sein?
noch relativ harmlos… die Lagermesse des Herrn Kaplan ist doch noch relativ harmlos. Da gibt es weitaus
schlimmere Entgleisungen im Gottesdienst. Ich selber habe schon Laolawellen in der Messfeier erleben müssen.
Aber es stimmt schon: Mit der Messe kann man heute machen was man will. Da gibt es keinen Bischof, der
ein Machtwort spricht. Die Herren haben einfach zuviel Angst, dass sie dann in den Medien verrissen werden.
Sie werden erst dann aktiv, wenn irgendwo ein Priester sich erdreistet, ohne Genehmigung die alte Messe
zu feiern. Das darf nicht sein, alles andere schon. Hoffentlich hat dieser Zustand bald ein Ende. Bitte
beteiligt euch alle an der Rosenkranzaktion der Piusbruderschaft, damit die Wahre Messe wieder in aller
Freiheit gefeiert werden kann. :(3
was würde sich … … ein Staatsmann denken, wenn man ihm so entgegentritt? Was denkt sich wohl der
Liebe Gott, wenn ihm der Pater Hetzel so entgegentritt? Was sollen sich die Kinder denken – dass das mehr
ne Party ist werden sie sich denken. Grundsätzlich ist die liturgiesche Kleidung irrelevant. Im Gulag
haben Priester würdig und gottwohlgefällig die Messe in Sacklumpen gefeiert, unterm Bett. Aber die Kleidung
ist eine Botschaft an den lieben Gott (das gilt auch für die Gläubigen, die sich ordentlich zur Messe
anziehen sollen) und eine Botschaft an die anderen Menschen, was man von der Messe hält. So mag jeder
sein Inneres nach aussen kippen, auch HW Hetzel.
@ Gotthard DAS wissen doch besonders gut die Tradis … von der Privatmesse über das Drei-Herren-Amt
bis hin zum Pontifikalamt… keine unterschiedlichen Typen? Darum geht es nicht. Ist es ein anderes Messopfer,
wenn es auf einem Feld oder in einer Domkirche dargebracht wird? Gestaltungsunterschiede gibt es, das
ist klar.
Typen Gibt es unterschiedliche Typen von Messen? DAS wissen doch besonders gut die Tradis … von der
Privatmesse über das Drei-Herren-Amt bis hin zum Pontifikalamt… keine unterschiedlichen Typen?
Was für liturgische Kleidung hatten Jesus und seine Schüler an? Die ganzen ur- und frühchristliche
Zeit gab’s keine liturgischen Gewänder. Klaus Gamber sagt ja, daß das letzte Abendmahl (einen Tag vor
(!) dem Paschafest) auf einem Triclinium (drei Bänke mit Liegespolstern, in der Mitte der niedrige Tisch)
gefeiert wurde. Ein intimes, gemütliches Mahl, das -wie jedes Mahl zu damaliger Zeit – halbreligiösen
Charakter hatte. Und da wurde richtiges Brot (Achtung! Brösel!) gegessen und richtiger Wein getrunken.
Also regt Euch nicht auf…
Nur die Stola über der Alltagskleidung Bedenkt, welche Botschaft damit rüberkommt: Der Herr ist es nicht
wert, dass ich einen riesigen Tamm-Tamm mache, eine Albe einpacke, ein Meßgewand, einen großen Kelch.
Ebenso beim Fronleichnamsfest: Der Herr ist es nicht wert, daß wir in der Nacht aufstehen, das Haus schmücken,
Tage vorher Birken, Tannen und Gräser sammeln, große Altäre aufstellen, prachtvolle Gewänder anziehen
und und und. Diese Botschaft wird von den Jugendlchen sehr wohl verstanden: Der Herr ist es eben nicht
wert. Geht doch auch so. Stola genügt doch wohl. Ein Fähnchen am Haus genügt doch wohl. Das ich nett
zu meinem Nachbarn bin, genügt doch wohl. An Weihnachten und Ostern in die Kirche – das genügt doch
wohl… Noch einmal: An ihren Früchten erkennen wir sie.
@ geist Wollen sie damit sagen, dass die heutige Generation nicht mehr richtig katechetisiert wird? Soll
wohl eine rhetorische Frage sein? Es geht bei der beanstandeten Messe um ein Jugendzeltlager, nicht das
Pontifikalamt im Hohen Dom zu Großprotzenburg finde ich auch Wo ist der Unterschied zwischen einer Messe
im Zeltlager und einer Messe im Dom? Gibt es unterschiedliche Typen von Messen?
@AnthanasiusII @AnthanasiusII Die Generation die aber richtig katechetisiert wurde, empfand in den 1970er
sicher wohl Abneigung zu solchen entehrenden „Messen“ und Liturgieveranstaltungen. Wollen sie damit sagen,
dass die heutige Generation nicht mehr richtig katechetisiert wird? Die Jugendlichen im Photo sind irregeführt
und desinformiert vom Klerus, aber die meisten Jugendlichen fühlen haargenau an, daß solche eine „Liturgie“
nicht stimmt. Toll finden die das sicher nicht, es sei denn, sie sind so gehirnwäscht von diesen Geistlichen,
daß man nicht einmal mehr weiß, das die Messe wenigstens Gebet ist. Woher wollen sie das wissen, waren
sie dabei? Was soll heißen, dass so eine „Liturgie“ nicht stimmt? Arme Kinder. Schuldige Priester diesen
Satz bzw. ähnliche Sätze können sie sich in Zukunft ersparen.
#19 AthanasiusII 17:22:52 | Dienstag, 8. August 2006
@leshandl Ach so, wer also die Gesetze der Kirche der Apostel folgen will, ist ein Pharisäer. Also alle
Päpste seit damals waren Pharisäer weil sie casulæ forderten? Hast Du auch gelesen, wen Jesus Pharisäer
nannten? Ja, diejenigen die eigene Traditionen (lies: Liturgien) erfanden, und dem Tempel (der Kirche)
Geld nahmen für eigenen Zwecke und persönlichen Wohlstand. Nicht ihre Lehre hat er kritisiert, nur ihren
Legalismus mit Ausnahme für sich selbst. Jesus-Christus hat aber Selber viele Gesetze erklärt und verkündet,
man solle vom Gesetz und den Propheten nichts abnehmen oder in den Hintergrund drängen. Theologisch war
Jesus sogar Folger der Pharisäer, denn die Saduzzäer leugneten die Auferstehung. Gebat nicht Jesus seinen
Jüngern alles zu tun, was die Pharisäer befahlen, nur nicht deren persönlicher Scheinheiligkeit Folge
zu leisten? Wo ist der Zusammenhang? Hat Jesus etwa die Tracht des Hohenpriesters kritisiert? Trug Er
selber zum Paschamahl (quia pascha Domini est) etwa nicht das kostbare weiße Gewand „aus einem Stück“?
Hat er keine Casula der Hellener getragen? Oder hat er dort in T-Shirt herumgesessen.
In „Jeans und T-Shirt“ @stimme der Vernunft Es geht bei der beanstandeten Messe um ein Jugendzeltlager,
nicht das Pontifikalamt im Hohen Dom zu Großprotzenburg :)3 finde ich auch @ anthanasius Bei uns hat
auf dem Ministrantenzeltlager der Kaplan auch nur einfach eine Stola umgelegt zur Lagermesse. Dabei kann
man also direkt sehen was für Früchte solche Veranstaltungen und liturgische Verdrehungen hervorbringen.
Was soll das heißen bzw. was willst du damit sagen? Das war bei unseren Ministrantenlagern nicht anders.
Wenn wir im Wald oder woanders eine Messe im Freien hatte, hat der Priester sich einfach eine Stola über
seine – ich nenne es jetzt einmal „Alltags- bzw. Freizeitkleidung“ gegeben. Ich finde nichts schlimmes
daran.
@ athanasius: ??? Wenn man aber eine „Messe“ […] so […] zelebriert, kapiert nicht, daß immer noch
dies die Folge war am letzten Ende. … und das „dies“ versehen mit einem link zu einem foto, das einen
schlafenden jugendlichen am marienfeld beim weltjugendtag in köln zeigt. mir wird der zusammenhang nicht
klar. der wjt ist eine folge von freiluftmessen auf sommerlagern? oder wie?
Warum nicht? Wie war das doch im Evangelium mit dem Pharisäer in der schönen Kleidung, der sich vorne
hinstellte „Oh Gott, ich danke Dir, dass ich nicht so bin wie diese …“. Mir kommt vor, hier wimmelt’s
von Pharisäern.
#15 AthanasiusII 17:00:54 | Dienstag, 8. August 2006
Joajoa Denn die jungen Leute merken das wohl gar nicht? Nein, ich weiß, die finden das ganz toll und
sind begeistert! Das ist nicht einmal der Fall. Die meisten Jugendlichen sind einfach nach einem ganzen
kurzen Leben in der Novus Ordo Chaotischen Liturgie und nach mangelnder Katechese, wenn überhaupt, unwissend.
Die wissen nicht worum es hier geht. Die Generation die aber richtig katechetisiert wurde, empfand in
den 1970er sicher wohl Abneigung zu solchen entehrenden „Messen“ und Liturgieveranstaltungen. Meine Tante
weiß es heute noch, wie sehr sie schockiert war von der Liturgierevolution als Kind und vor allem bei
Jugendfestivitäten, wie viele andere Jugendlichen. Man mag Jugendlich für dumm halten, aber das ist
so nicht. Die Jugendlichen im Photo sind irregeführt und desinformiert vom Klerus, aber die meisten Jugendlichen
fühlen haargenau an, daß solche eine „Liturgie“ nicht stimmt. Heute wie damals. Toll finden die das
sicher nicht, es sei denn, sie sind so gehirnwäscht von diesen Geistlichen, daß man nicht einmal mehr
weiß, das die Messe wenigstens Gebet ist. Arme Kinder. Schuldige Priester.
#14 Athanasius 16:55:48 | Dienstag, 8. August 2006
Produkt Bei uns hat auf dem Ministrantenzeltlager der Kaplan auch nur einfach eine Stola umgelegt zur
Lagermesse. Dabei kann man also direkt sehen was für Früchte solche Veranstaltungen und liturgische
Verdrehungen hervorbringen. Sie erweisen sich heir ständig als größter Feind der römisch-katholischen
Kirche und ihrer Glaubensoffenbarung.
@Stimme der Vernunft Das Beispiel mit Helmut Kohl trifft meine Überlegung nicht wirklich. Denn dabei
handelte es sich eher um ein Treffen im Rahmen eines Staatsbesuches, keinen offiziellen Empfang, der vom
Protokoll bestimmt ist. Dass Ihr Kaplan ähnliches getan hat, mag ja sein. Der liturgischen Gesetzgebung
der Kirche entsprach dies ebensowenig und rechtfertigt dies auch nicht. Ja, es handelt sich um ein Jugendlager.
Da kann man also die geltende liturgische Ordnung außer Kraft setzen? Denn die jungen Leute merken das
wohl gar nicht? Nein, ich weiß, die finden das ganz toll und sind begeistert! Wenn Sie das schön finden
und es Ihnen gefällt, bleibt Ihnen das belassen. Auf mich wirkt es einfach nur lächerlich und albern.
Für mich ist es neben der Tatsache, dass es ein Verstoß gegen die wohlgemerkt nachkonziliare liturgische
Ordnung ist, einfach ein dümmliches Anbiedern und ein fehlendes Gefühl für die Liturgie der katholischen
Kirche. Die nachkonziliare Liturgie wohlgemerkt… Nicht mehr und nicht weniger.
#12 Wiesbadener 16:28:54 | Dienstag, 8. August 2006
Weiterentwicklung Das Problem ist an sich nicht der liturgische „Missbrauch“, sondern die fehlenden Konsequenzen
seitens der Vorgesetzten. Das ist der viel wichtigere Grund. Die Weigerung der Bischöfe, gegen solche
Missbräuche einzuschreiten, ist doch nichts anderes als eine stillschweigende Billigung dieser Praktiken!
Insofern sollte man nicht mehr von „Missbräuchen“, sondern von alternativen Ausdrucksformen der Liturgie
sprechen, die, wenn nicht gefördert, zumindest geduldet werden. Hierzu ein Vergleich: Man stelle sich
mal ein Fussballspiel vor, bei dem ein Foul zwar ein Foul wäre, dies jedoch überhaupt nicht bestraft
werden würde. Die Weigerung des Schiedsrichters, einen Spieler für ein grobes Foul zu verwarnen ist
dann ein klares Signal an die anderen Spieler, dass er eine solche Spielweise durchgehen lässt. Praktisches
Beispiel: Niederlande gegen Portugal. Der Schiedsrichter zeigte zu Beginn des Spiels einem niederländischen
Spieler aufgrund eines absolut rotwürdigen Fouls „nur“ die gelbe Karte. Was danach auf dem Feld passierte,
kann man im Kicker lesen… Es geht also nicht um die „neue“ Messe, es geht nicht um einzelne Verfehlungen,
sondern um eine mehr oder minder offen zu Tage tretende Bestrebung verschiedener Bischöfe, die „neue“
Messe über die bisherigen Möglichkeiten hinaus „weiterzuentwickeln“. Die Diskussion sollte sich meines
Erachtens viel mehr mit der Frage beschäftigen, ob eine solche faktische „Weiterentwicklung“ an sich
zulässig sein sollte und welche Folgen diese hat.
@Stromberg Man stelle sich einen offiziellen Staatsempfang vor, bei dem die Politiker Jeans und T-Shirt
tragen. Das erinnert mich an Helmut Kohl in Pullover und Freizeithose bei Gorbatschov auf dessen Datscha
in Sibirien. Es geht bei der beanstandeten Messe um ein Jugendzeltlager, nicht das Pontifikalamt im Hohen
Dom zu Großprotzenburg. Bei uns hat auf dem Ministrantenzeltlager der Kaplan auch nur einfach eine Stola
umgelegt zur Lagermesse.
#10 23er Hansl 16:27:46 | Dienstag, 8. August 2006
Priesterpersönlichkeit Ich bewundere diesen Priester. Er ist offensichtlich eine starke Persönlichkeit
und kann daher auch ohne spektakuläre Bekleidung Christus bei der Feier der Eucharistie repräsentieren.
Bei manchen Petrus- und Piusbrüdern würde man glatt übersehen, dass da wer ist, hinter dem Tisch.
Jugend Viele der linken und anti-kirchlichen Beiträger hier, die oft auch noch ‘kath.’ Theologie studieren
oder studiert haben in den „ruhmreichen 1960er“, wóllen es nicht kapieren. Eine Feldmesse gehört só
zelebriert zu werden www.kreuz.net/…cle/article.3139.jpg. Dann gibt es SOLCHE FRÜCHTE jeunecatho.c.la/.
Wenn man aber eine „Messe“ (egal ob diese nun sakramental noch entfernt „gültig“ gewesen sein mag, sie
war sakrilegisch, nicht nur wegen der Materie und vor allem nicht núr wegens des Fehlen einer Albe+Kasel)
so wie der „katholische“ Pastor aus Bayern zelebriert, kapiert nicht, daß immer noch dies die Folge war
am letzten Ende www.youngandcatholic.com/…ploaded_images/drake wyd6 025-763608.jpg. Wenn nicht schlimmeres
www.traditio.com/comment/com0404g.jpg.
Ausgerechnet Kreuz-net beschwert sich über eine moralisierende Predigt? Hab ich irgendwas verpasst? Ansonsten
das üblich Geleiere über Äußerlichkeiten. Wurde eigentlich überpüft, ob der Altar den liturgischen
Bestimmungen genüge getan hat? Oder folgt darüber noch ein zweiter Bericht? Hätte man nicht einen Hochaltar
auf die Wiese setzen müssen, mit Kommunionbänken, und allem was dazu gehört? Leute, Leute, bleibt doch
mal auf dem Teppich, bzw. auf der Wiese. Wenn, dann solltet ihr das grundsätzliche Verbot von „Freiluftmessen“
fordern und Euch nicht an Kaseln und Alben aufhängen.
Redemptoris sacramentum Jede Diskussion erübrigt sich, wenn man sich folgenden Text anschaut: 126. Zu
verwerfen ist der Mißbrauch, daß geistliche Amtsträger entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher
die heilige Messe, auch wenn nur ein Amtsträger daran teilnimmt, ohne sakrale Gewänder feiern oder nur
die Stola über der monastischen Kukulle oder dem allgemeinen Ordensgewand oder der gewöhnlichen Kleidung
tragen. Die Ordinarien haben dafür Sorge zu tragen, daß Mißbräuche dieser Art so schnell wie möglich
korrigiert werden und in allen Kirchen und Oratorien ihres Jurisdiktionsbereiches eine angemessene Anzahl
liturgischer Gewänder, die gemäß den Normen hergestellt sind, vorhanden ist.
Unsinn! Ob man Anhänger der vorkonziliaren oder nachkonziliaren Liturgie ist, eine Zelebration in der
beschriebenen Art und Weise verstößt gegen nicht nur gegen die Rubriken von 1962, sondern auch eindeutig
gegen die des „Novus ordo“. Wer Gegenteiliges behauptet, hat schlicht und einfach keine Ahnung. Auch wenn
ich Mantelalben primitiv und dümmlich finde, hier hätte ich es durchaus verstanden, eine solche zu verwenden.
Aber eine einfache Kasel und Albe hätte man wohl auch mitnehmen können. Kinder haben an solchen Dingen
durchaus Freude, man muß ihnen solche Dinge bloß nahebringen. Nein, die liturgische Kleidung ist nicht
der Kern des christlichen Glaubens, aber zu den übernatürlichen Werten des Glaubens treten auch die
natürlichen Werte, die Kultur. Eine Zelebration in T-Shirt und Jeans ist nun nicht ungültig, aber ein
solcher Priester scheint nicht gerade viel von liturgischer Kultur und deren Weitergabe zu halten und
davon zu verstehen. Und das ist dann schon traurig, wenn selbst die, die es eigentlich besser wissen müßten,
den Sensus hierfür verloren haben. Liturgie ist nun mal kein Kinderspiel, sondern etwas Ernstes und Heiliges.
Man stelle sich einen offiziellen Staatsempfang vor, bei dem die Politiker Jeans und T-Shirt tragen. Da
käme wohl keiner auf die Idee, so etwas ernsthaft zu fordern. Und im übrigen: Papst Benedikt würde
hierüber wohl kaum lachen und dies für gut befinden!!
Nicht auszuschließen … … dass kleine Kinder bei einer Messe am Hochaltar in Latein und mit Gesten,
aus denen große Ehrfurcht spricht, erkennen worum es geht: Dass der Schöpfer der Welt zu uns kommt in
der Gestalt des Brotes und der gläubige Mensch gar nicht anders kann als in diesem großartigen schockierenden
Moment auf die Knie zu fallen und anzubeten. Nicht auszuschließen. Ich halte es sogar für wahrscheinlicher
(aus eigener Erfahrung). Für den einen ist das Glas halbvoll, für den andern halbleer, für den einen
ist ein barockes Messgewand zehn Nummern zu klein, für den andern, eine Glockenkasel zehn Nummern zu
groß… Vieles ist Geschmackssache. Nach meinem Geschmack ist der abgebildete Zelebrant eine Witzfigur,
andere denken dies vielleicht von einem Priester in barocker Kasel. Was aber sicher ist: An Ihren Früchten
werdet Ihr sie erkennen…
Irrtum Kein Jugendlicher, wie ich, wird sich in solch einer infantilisierten Kirche nach einem gewissen
Alter noch befinden wollen, da man einfach da heraus wächst. Die Transzedenz der wirklichen Römisch-katholischen
hl. Messe aber, wirkt für ewig und wird schon von den kleinsten bemerkt. Leider empfand ich vorige Woche
in Rom, wo der Coetus Internationalis Ministrantium (u.L.v. Mons. Gecher/Schweiz) unterwegs war, daß
man nicht einmal in Rom die Mühe nimmt sich ordentlich anzukleiden. Es gab auch dort einen Priester der
in schmutzigem T-Shirt, kurzen Hosen gekleidet ging und dann einfach am Altar eine multikolorierte Priesterstola
über seinen Hals legte. Die schlichte Banalität und die Verblendung dieser Geistlichen ist unglaublich,
unglaublich, für mich als Laien, aber auch für nicht-Gläubige. Das konnte ich aus der Evaluation niederländischer
Touristen zur gleichen Zeit aufmachen. Ecce civitas Sancti facta est deserta, Jerusalem desolata facta
est.
„Ich denke immer, die jungen Leute müssen das doch auch in der Kirche leben können“ Beschwerdebriefe
an Merkwürden Generalvikar Alois Albrecht oder Erzbischof Ludwig Schick werden leider vergeblich sein.
Helmut Hetzel liegt ganz auf deren Linie. Zitate Alois Albrecht: www.ngl-deutschland.de/inalbrecht.html
„„Unser Leben sei ein Fest“. Darin fasst sich bis heute zusammen, was ich als mein Eucharistieverständnis
bezeichnen möchte.“ „Nach dieser Predigt wurde der Dank der versammelten Gemeinde spontan formuliert,
darauf eine Epiklese gesprochen und das Gedächtnis des Abendmahls. Es wäre vielleicht besser gewesen,
wenn ich das in Gebetsform formuliert hätte. Mir ist das damals gar nicht aufgefallen.“