Im Zusammenhang mit einer DVD-Großaktion zur Erlernung der Alten Messe, veröffentlichte die Piusbruderschaft fünf Stellungnahmen jüngerer Diözesanpriester, die diesen uralten Ritus zelebrieren.
Quelle für die brachen Äcker der Kirche
„Ein Jahr nach meiner Priesterweihe begann ich, privatim die
überlieferte Liturgie zu zelebrieren. Die Feier der Römischen Messe eröffnete mir nicht allein den
eigentlichen Zugang zur Wahrheit des Meßopfers, sondern auch zur Größe des katholischen Priestertums.
Seit ich sie regelmäßig feiere, offenbart sich mir das Königtum Christi, der Geist der Kirche aller
Zeiten, die Kraftquelle der Märtyrer und aller Heiligen.
Ich bete, daß diese reine Quelle endlich wieder
frei fließen kann, um die brachen Äcker der Kirche neu zu befruchten! – Die heilige Therese vom Kinde
Jesus schreibt, die Kirche habe ein vor Liebe brennendes Herz, und sie erkannte, „daß die Liebe allein
die Glieder der Kirche in Tätigkeit setzt, und würde die Liebe erlöschen, so würden die Apostel das
Evangelium nicht mehr verkünden, die Märtyrer sich weigern, ihr Blut zu vergießen…“
Dieses liebende
Herz ist das Opfer des Altares, und seit man es unterdrückt, zeigen sich genau die Folgen, die die kleine
Heilige voraussah: alle Glieder der Kirche sind gelähmt, die Wahrheit wird nicht mehr gelehrt, der Opfergeist
ist erloschen.“
Zentrum des Glaubenslebens
„Den «alten» Ritus habe ich erst richtig nach meiner Priesterweihe
kennengelernt. Er ist nunmehr zum Zentrum meiner Spiritualiät und meines Glaubenslebens geworden, was
die neue Messe so nie war.
Der Glaube hat sich gefestigt, auch deswegen weil ich den Glauben meiner Kindheit
wiedererkannte. Dieser Ritus vermag den Priester zu tragen – die Bereitung beim Stufengebet, die Opferung,
die greifbare Darstellung der Realpräsenz – und die Hingabe an den Herrn zu fördern.
Vor allem aber
ist der klassische Ritus ein einziger Akt der Anbetung des dreifaltigen Gottes, die Ehrfurcht wird zur
Antwort, die aus dem Herzen fließt.“
Alt und bewährt
„Durch sein hohes Alter und seine Bewährtheit
gibt der alte Ritus eine große Sicherheit. Er folgt treu dem Gesetz der «Lex orandi – lex credendi»
[Das Gesetz des Betens ist das Gesetz des Glaubens], hält dem Gläubigen wie dem Priester den gesamten
katholischen Glauben vor Augen und belebt ihn.
Während die Texte im neuen Ritus immer wieder im Sinne
der katholischen Überlieferung interpretiert werden müssen, begegnet sie uns hier in ihrer Reingestalt.
Der Glaube ist nicht nur in Worten und Texten, sondern auch in den unzähligen Riten und Gesten ausgedrückt,
so daß nicht nur der kritische Verstand angesprochen ist, sondern der ganze Mensch – auch in seiner Tiefe
und seinem Bedürfnis nach Gott.“
Kein Machwerk der Beliebigkeit, sondern der Ewigkeit
„Der altehrwürdige
römisch-katholische Meßritus ist ein wundervolles Kunstwerk, das unseren Glauben in unüberbietbarer
Weise ausdrückt. Dieser Meßritus ist kein Machwerk der Beliebigkeit, sondern der Wahrheit, nicht der
Angepaßtheit, sondern der Ewigkeit.
Ich danke Gott aus ganzem Herzen, daß auch mein Priestertum darin
seine Harmonie und seinen höchsten Ausdruck gefunden hat!“
Atmet Ehrfurcht, Anbetung und Heiligkeit
„Bei der «alten» Messe treten Priester und Volk vor Gottes Gegenwart im Tabernakel. Alle Gesten, alle
Worte, alle Handlungen atmen Demut, Ehrfurcht, Anbetung und Heiligkeit.
Die Gläubigen empfangen den
Leib des Herrn kniend und auf die Zunge. Selbst der Priester wagt es kaum, die Heilige Hostie zu berühren.
In der neuen Messe stehen sich Priester und Volk ständig gegenüber. Man hat den Eindruck, hier feiert
die Gemeinde ein Mahl, bei dem Gott nur eine Nebenrolle spielt.“
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80 Lesermeinungen
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Graf von Galen: VatII Die geistliche Kraft der Kirche ist zwar größer, als die der Welt, wie Sie richtig
schreiben, weil wie selbst von Kommunisten(!) zugegeben wurde, die Liebe der Christen die größte Kraft
ist, die es überhaupt gibt, doch zum Glück wüßten das die Christen nicht. – Zugleich ist aber die
Liebe auch am verletztlichsten! Erinnern Sie sich noch an den Film „Das Schweigen“ und einen anderen Sexfilm
der um 1964 herauskam, als es noch keine Veröffentlichung bzw. Inkraftsetzung von Konzilsbeschlüssen
gab? Die „Frankfurter Schule“ unseligen Angedenkens, die als geistige Grundlage der 68er gilt, hat m.
W. bereits kurz nach dem Krieg ihre zersetzenden Ideen veröffentlicht. M. E., und da stimme ich Ihnen
zu, sind die 68er Ideologien die Dornen, unter die die Saat des Konzils gefallen ist und die diese Saat
„rechtzeitig“ so erstickt haben, daß heute die Früchte der Dornen mit denen des Konzils verwechselt
werden, s. einen meiner früheren Beiträge.
Wider VII, @ Guttenberger Das bestreite ich. Ohne VII kein 68. VII hat zuerst die Tradition verraten.
Die Wirkung der Kirche auf die Welt ist größer als die Wirkung der Welt auf die Kirche. Sehr schön
läßt sich dies ablesen an den sieben Sendschreiben i.d. Offenbarung des Johannes.
stat crux „Den Kulturbruch der Folgejahre hätte die Kirche sowieso durchstehen müssen“ Diesen Satz sollten
sich die Konzilsverächter (Pius-X-Brüder, Sedisvakantisten usw.) einmal Herzen nehmen!
Gotthard und Guttenberger Auch ich danke für die schönen Ergänzungen! Tatsächlich, die Eucharistie
als Immerwährender Abendmahlssaal und Vorausklang des Himmlischen Hochzeitsmahles; am Abend vor Seinem
Leiden ist kein Tropfen Blut getropft; die Erste Gegenwärtigsetzung des morgigen Geschehens war bereits
„progressiv“. Auch die Liturgiereform wendet ihren Blick nach vorn, dem wiederkommenden Herrn entgegen
und damit ist der Neuen Messordnung eine für das III. Jahrtausend taugliche Wende geglückt, wie auf
allen 5 Kontinenten bestätigt wird. Gerade die vehemente Ablehnung seitens der Integralisten verdeutlicht
im Rückblick den Ernst der Gefahr, in der die authentische Liturgie sich längst befand. Dank des Konzils
wurde die größte aller Gefahren für die amtliche Liturgie abgewendet, ihre Verarmung zum leeren, lieblosen
Ritual, das Ewigkeitsbezug nur noch darstellt, aber nicht lebt. Der „Einbruch“ der Praxis in manchen Ländern
lässt unbequeme Schlüsse darauf zu, wie dünn das Eis längst war. Es war 1963 „höchste Zeit“ für
Sacrosanctum Concilium (denn den Kulturbruch der Folgejahre hätte die Kirche sowieso durchstehen müssen).
Wir stehen also am Anfang des „Erwachens der Seelen“, nicht am Ende der liturgischen Bewegung.
aus 1264 hier eine schöne Beschreibung aus dem Jahre 1264: Als unser Herr und Heiland Jesus Christus
ehe er die Welt verlassen und zu seinem Vater zurückkehren wollte, am Abende vor seinem leiden mit seinen
Jüngern das Abendmahl genossen hatte, setzte er das allerheiligste, kostbarste Sakrament seines Leibes
und Blutes ein, in welchem er uns seinen Leib zur Speise, und sein Blut zum Tranke gab. Denn sooft wir
von diesem Brot essen und von diesem Kelch trinken, verkündigen wir den Tod des Herrn. Bei der Einsetzung
dieses Geheimnisses sagte er zu seinen Jünger: „Tut dies zu meinem Gedächtnis,“ indem er ihnen zu erkennen
geben wollte, dass das große und verehrungswürdige Sakrament, welches er eben eingesetzt, das vorzüglichste
und bedeutendste Andenken seiner unendlichen Liebe gegen uns sei, ein bewunderungswürdiges, angenehmes,
liebliches, süßes und über Alles kostbare Andenken, in welchem alle Gnadenbezeigungen erneuert, alle
Wunder übertroffen sind, in welchen man alle Ergötzung, alles Liebliche und das sicherste Pfand des
ewigen Lebens finden kann.
stat crux: Opfer Am eindeutigsten scheint mir immer noch die Definition des Konzils von Trient, nach der
alle bisher gefeierten und in Gegenwart und Zukunft gefeierten Liturgien eine einzige Liturgie sind, nämlich
Vergegenwärtigung des Geschehens im Abendmahlssaal. Damit wird der Zelebrant zur lebenden Ikone Christi,
besonders eindrucksvoll bei Zelebration versus populum. Meist wird übersehen, daß christliches Gedächtnis
eben nicht Zurückversetzung in die Vergangenheit bedeutet, sondern die Vergangenheit in die Gegenwart
geholt wird. Das ist ein grundlegender Unterschied. Die byzantinische Liturgie geht noch weiter, in dem
sie auch die himmlische Liturgie in dieselbe Gegenwart holt, singt sie doch im zum Ordinarium gehörenden
Offertorium (Großer Einzug): „Wir stellen auf geheimnisvolle Weise die Cherubim dar und singen der lebenspendenden
Dreieinigkeit den Lobgesang des Dreimal-Heilig. Laßt uns jede irdische Sorge ablegen!“ Das „wir“ bedeutet
die konkrete Gottesdienstgemeinde. Die Herbeiholung des Himmlischen ist sogar ganz ausdrücklich! Vergangenheit
und Zukunft begegnen sich in der Gegenwart! Damit scheint mir die Antwort auf die Frage des Opfercharakters
dem Messe ziemlich eindeutig. Hinzuzufügen ist, daß allzu scharfe Analyse des Transzendenten leicht
zur Häresie führt, wie z. B. die Anwendung des Universalienstreites auf die hl. Dreifaltigkeit gezeigt
hat.
Graph + J.G. War wieder etwas schnell verzapft. Die Gefahr, die von einer zu starken Abwertung des Opferbegriffs
ausgeht, ist die, dass dann dort, wo noch um Verständnis des Opfers gerungen wird, ein einseitig übertriebener
Opferbegriff zum „Alleinseligmachenden“ erkoren wird, was in dieser Konzentration das „vielseitige“ Wirken
Christi limitiert auf den dann rituell aufgefassten „Opferakt“ des Weihepriesters, womit nicht hinreichend
Distanz zu abergläubischen Vorstellungen gehalten wird. Unabhängig davon gilt, wie schon oft gesagt,
der Opfercharakter der Messe ergibt sich aus dem amtlichen Vollzug durch einen Priester, der im Auftrag
seines Bischofs zelebriert, der wiederum in Gemeinschaft mit dem Papst steht. Nach dieser „amtlichen“
Auffassung von Liturgie (Pius XII.) sind alle Pius-Priester nur Simulanten. (Und den Ernst der Distanz
lehrt die SSPX auch „mit uimgekehrten Vorzeichen“, indem die Teilnahme am NOM zur Sünde deklariert wird.)
Graf von Galen Es stimmt leider, daß das Wort „Hokuspokus“ eine Verballhornung von „Hoc est enim Corpus
meum“ ist. Dieser Hinweis hat sicher nichts mit Ehrfurchtslosigkeit zun tun. Das wäre erst dann der Fall,
wenn man, was ferne sei, die hl. Messe oder die hl. Wandlung so nennen würde.
Graph Sie missverstehen mich. Ihresgleichen haben noch gar nicht kapiert, dass ein Liturgieverständnis
an ZWEI FRONTEN erkämpft werden muss. Es geht nicht nur um die Angrenzung von happenings, Podiumsdiskussionen
und privater Andacht, es geht längst auch um die Abgrenzung des amtlichen Gottesdienstes der Kirche von
(in kleinen Minderheiten) um sich greifenden Interpretatzionen, die eine zu große Nähe des kathjolischen
Kultes zu Ritual, Esoterik und sogar Okkultismus herstellen. Dem dient die Präzisierung und partielle
„Abwertung“ des Opferbegriffs (die neue Gefahren birgt, nämlich Wiederbelebung eimnes archaischen, nicht-katholischen
Opferbegriffs). Die Liturgie hat zwei Gegner: „Pädagogen“ und „Ritualisten“. Der kath. Priester ist eben
nicht Medizinmann, Schamane, Orakel, „Religionsdiener“, sein Beruf integriert das, was an der Priestervorstellung
(aber in der Ordnung Melchisedeks: Brot und Wein, keine „Opfertiere“, ein königliches Amt, keine Levitenfamilie)
der Religionen vorbezeichnet war, aber in persona Christi, des einzigen Priesters. „Autonomes“ Priestertum
gäbe es nur außerhalb des Sakraments, das aber ist angemaßt, wenn nicht im Einklang mit der kirchl.
Autorität praktiziert. (Dank auch an J. Guttenberger)
Wider VII @ Parzifal : Warum soll ich einem überzeugend vorge- tragenem Vortrag nicht zustimmen ? Jedensfall
stimme ich einer Theologie, wie der Rahners zur Messe, die gegen das unfehlbare Lehramt der Kirche verstößt,
nicht zu. @ stat crux : Meinen Sie mit „Hokus pokus“ die Herleitung aus „Corpus meus“ ? Doch eine sehr
befremdliche Äußerung vonseiten eines kath. Priesters zu den Wandlungsworten der Kirche. Wenn Sie an
deren Wirkkraft nicht mehr glauben, beugen Sie dann trotzdem noch vor einem „Stück Brot“ die Knie oder
habe ich Sie falsch verstanden ?
@stat crux: mysterium fidei stand schon im „alten“ Schott: „Hic es enim Calix Sanguis mei, novi et aeterni
testamenti: mysterium fidei: qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum!“ Es handelt
sich nur um eine Wortumstellung. Sofern ein Diakon assistiert, wird das „mysterium fidei“ Ihren Vorstellungen
entsprechend, von ihm gesungen bzw. gesprochen.
Maurice de la Taille? Ist in dem Werk von 1919 auch analysiert worden, dass „Mysterium fidei“ nicht zu
den Wandlungsworten gehört? Die Reaktivierung dieses Rufs an das Volk (besser wäre, den Ruf brächte
immer ein anderer als der Zelebrant aus) samt Antwort der Gläubigen gehört zu den überzeugendsten Innovationen
des NOM; allein schon weil auf das Handeln in persona Christi „Tut dies zu MEINEM Gedächtnis“ dieses
Handeln des Priesters von den Getauften bestätigt wird („donec venias“). Für eine private liturgische
Bewegung ob nun modernistisch oder integralistisch hat bereits Pius XII. 1947 (Enz. Mediator Dei) keinen
Spalt Raum gegeben. Lefebvre rebelliert also nicht nur gegen den engsten Mitarbeiter Pius XII. (Montini),
sondern auch gegen seinen angeblichen Förderer, den letzten Pius-Papst selber. Liturgie ist der AMTLICHE
Gottesdienst der Kirche, dahinter müssen private Frömmigkeitsbedürfnisse zurücktreten, erst Recht,
wenn diese in der unblutigen Vergegenwärtigung des Abendmahlsopfers eine virtuelle „Blutwiederholung“
sehen wollen. Denn das ist gar keine Liturgie, sondern Hokuspokus.
Wooooow! Sie meinen wohl, mich zu kennen! Ausserdem zeichnen Sie sich durch ein erhebliches Ausmass an
Ignoranz aus, denn zu den Vertretern der angeblich sterile Schultheologie gehören Leute wie Scheeben,
Pater Perrone SJ, Kardinal Mazzella und viele andere deren eindeutig katholische Gesinnung nicht anzuzweifeln
ist. Scheeben kenne ich in- und auswendig, und zwar KOMPLETT. Ich weiß nicht, ob Sie das von sich selbst
sagen können. Perrones Praelectiones habe ich zugegebenermaßen nie ganz gelesen. Er ist im Grundegenommen
ein wertloser Autor, viel zu konfus, das meiste kennt er nur aus zweiter oder dritter Hand (die deutschen
Diskussionen seiner Zeit z. B.); sein Verdienst bestand im wesentlichen darin, wieder den Blick auf die
große »Theologie der Vorzeit« gelenkt zu haben, die dann der geniale Kleutgen (den ich auch in- und
auswendig kenne, ebenfalls ALLE 7 Bände Th. und Philosophie der Vorzeit) wieder in die Diskussion seiner
Zeit eingebracht hat. Mazzella war ein relativ kleines Licht. Ihre konfuse Liste kommentiert sich somit
eigentlich selbst. Schultheologie ist wertvoll, solange sie sich ihres Charakters als Schultheologie bewusst
ist. Die großen Schultheologen der Zeit zwischen V1 und V2 waren Neuerungen und Fortführungen überhaupt
nicht abgeneigt – siehe z. B. La Taille! Pereant utique systemata, quae sunt, ut scripsit quis aequissime,
«ruina theologiae» (Card. Billot, De Eccl. Sacram., ed. 4, I 426). [La Taille, MF VIII] PS: Billot,
der große und veehrte Lehrer des Mgr L.
Jawohl: zur angeblich sterilen Schultheologie ich habe Karl Rahner mehrmals gehört. Er hätte eine wunderschöne
Stimme ansonsten war ich von ihm ehrlich gesagt angewidert und ohne einen Frevler wie Roncalli und die
ihm verbundenen Kardinäle Döpfner und König hätte er niemals einen solchen Einfluss ausüben können.
Ausserdem zeichnen Sie sich durch ein erhebliches Ausmass an Ignoranz aus, denn zu den Vertretern der
angeblich sterile Schultheologie gehören Leute wie Scheeben, Pater Perrone SJ, Kardinal Mazzella und
viele andere deren eindeutig katholische Gesinnung nicht anzuzweifeln ist
Der Msgr./Mons./Mgr Schmitz… Sind Sie auch ein Rahner- Jünger ? Wissen Sie nicht, daß Rahner ein Ketzer
ist, der die Präexistenz Christi leugnet ? Oder sind Sie selber auch ein Häretiker ? Teilen Sie die
falsche, nahezu lutherische Auffassung Rahners von der Hl. Messe ? Ich gebe zu, daß ich „Das eine Opfer
und die vielen Messen“ nicht selbst gelesen habe. Ich habe jedoch einen Vortrag von Monsignore Dr. Schmitz,
Institut Chrstus König, hierzu gehört. Er fand das Buch ziemlich langatmig, in seiner Lehre falsch und
in seinen Folgen katastrophal. Ich schließe mich dieser Meinung an. Hätte nicht gedacht, dass ich mal
Parzifal zustimmen kann… Man kann die Dinge natürlich anders sehen als Rahner in diesem Büchlein von
gerade mal 144 nicht allzu eng bedruckten Seiten. Bitteschön. Es als »langatmig« zu bezeichnen zeugt
aber eindeutig von nicht vorhandener Urteilskraft. Es ist ein Buch spannend wie ein Krimi. Im übrigen
nur eine organische Weiterführung der bahnbrechenden Eucharistietheologie von Maurice de La Tailles »Mysterium
Fidei« (1919, 3.A. 1931; 1000 Seiten, kein bisschen langatmig!). Die zentralen Punkte rahners hat längst
alle schon La taille bewiesen, und zwar aus der riesigen katholischen Tradition selbst. Die darf man freilich
nicht bei der verengten Schultheologie der Restaurationszeit im 19. Jh. beginnen lassen!
@ Graf von Galen Hierfür gibts den zweiten Blumenstrauß und noch ein Küsschen vom Playmate! Ich gebe
zu, daß ich „Das eine Opfer und die vielen Messen“ nicht selbst gelesen habe. Sie haben das Buch also
nicht gelesen? Er fand das Buch ziemlich langatmig, in seiner Lehre falsch und in seinen Folgen katastrophal.
Soweit, so gut. Aber: Ich schließe mich dieser Meinung an. Und wie machen Sie das? Sie haben das Buch
doch gar nicht gelesen? Wie können Sie einem anderen in seiner Auffassung es sei langweilig oder falsch
zustimmen, ohne überhaupt zu wissen worums geht?
Wider VII, @ Jawohl Sind Sie auch ein Rahner- Jünger ? Wissen Sie nicht, daß Rahner ein Ketzer ist,
der die Präexistenz Christi leugnet ? Oder sind Sie selber auch ein Häretiker ? Teilen Sie die falsche,
nahezu lutherische Auffassung Rahners von der Hl. Messe ? Ich gebe zu, daß ich „Das eine Opfer und die
vielen Messen“ nicht selbst gelesen habe. Ich habe jedoch einen Vortrag von Monsignore Dr. Schmitz, Institut
Chrstus König, hierzu gehört. Er fand das Buch ziemlich langatmig, in seiner Lehre falsch und in seinen
Folgen katastrophal. Ich schließe mich dieser Meinung an.
Niveau Das Niveau der Diskussionen hier ist auf eine sehr tiefe Ebene herabgesunken wegen der rein, kindisch-verspottenden
Beitragspolemik einiger Homosexuellen, Sozialisten und sonstiger Leute, die daheim nichts zu tun haben
und sich langweilen. Und von frustrierten Theologiestudenten der generation passée (Schillebeeckx, Küng
c.s.). Ein wenig ‘Katholen ärgern’.
Häresie! Häresie! Häresie! Da hat sich jemand auf die Bibel berufen! Exkommuniziert ihn! Echt Rocky,
sie scheinen aus der Horror-Picture-Show entsprungen zu sein. Jenseitigst, ihre Ausführungen!
ins „biblische“ verirrt … das sagt schon alles über Sie aus! Sie gehören wohl zu der Sorte Mensch,
der sich ohne einen Führer, der klar sagt, wo es lang geht, nicht einmal die Socken in der früh anziehen
könnte!
Hódmezövásárhelykutasipuszta: Moment mal, lieber ung. Freund aus der Hunde-Puszta von Hódmezövàsàrhely:
Die Wandlungsworte sind KEINE BIBLISCHEN, sondern LITURGIOSCHE WORTE!!! Solltest sie als „biblisch“ verstehen …
Luther, Zwingli und Calvin lassen grüssen! Die haben GENAU AUS DEISEM Grunde (um sich von den Katholikne,
die an eine Transsubstantiation glauben) ins „biblische“ verirrt! Und dieser (gelinde gesagt) „Verirrung“
ist das Deutsche Messbuch gefolgt! Ein Kanon – eine Wandlungsformel! Alles andere scheint (zumindest dem
„nicht-oberflächelichen Kenner“) unnötige Diskussion zu sein, die um den brei herum springt, nie aber
davon „kostet“…
Zwischenfrage, ich mein, hab ja nicht Mathematik studiert, aber Dr. Christoph Heger schreibt: „Den allerdings
zwei oder dreifach (bei den Synoptikern).“ Ich würde behaupten, dass es ihn nicht zwei oder dreifach
sondern in vier verschiedenen Fassungen gibt: drei bei den Synoptikern und eine bei Paulus!
@ Bernadin alle texte der messe sind menschenwerk, formuliert entsprechend der jewiligen zeit. es gibt
nur EINEN TEXT, der ist die Mitte, der ist wichtig, der Einsetzungsbericht! Den Text wollen die EWIGGESTRIGEN
bestimmt gerne ändern! Wer immer den Ewiggestrigen hinterherruft verliert leicht den Anschluss und wird
selber einer.
#56 virOblationis 17:16:58 | Sonntag, 6. August 2006
für viele – für alle Auch ein Joachim Jeremias kann einmal irren. – Zu der Diskussion „für viel – für
alle“ verweise ich auf das Kreuzforum, wo diese Frage diskutiert worden ist.
Gräzist? Das ist offenbar ein klassischer Philologe, der nicht genug Latein kann… Im Ernst, Sie Oberlehrer:
Der apodiktische Charakter Ihrer Aussagen zeigt, dass Sie sich mit dem Thema nie seriös auseinandergesetzt
haben. Insofern passen Sie gut zu Aphrodite und Aschera, die ständig irgendeinen herbeiphantasierten
»exegetischen Konsens« bemühen. Für die inklusivistische Deutung des in unseren Texten (da ist der
arme Homer hypèr pollônnämlich völlig irrelevant) steht übrigens der Name Jeremias, der gerade für
diejenigen ein geschätzter Autor war und ist, die sich nicht mit den fehlgeleiteten »Ergebnissen« bestimmter
Richtungen angeblich »historisch-kritischer« Exegese abfinden, sondern tiefer bohren. Dass diese Stellen
ebensowenig wie die zahllosen parallellaufenden pántes-Stellen im Sinne einer apokatástasis-Lehre zu
verstehen sind, versteht sich ohnehin von selbst. Aber dass wollen Sie nicht einsehen, weil Sie ja dann
aufhören müssten, anderen ans Bein zu pinkeln. Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen.
hervorragende DVD [fett]Die DVD ist wirklich hervorragend. Ich kann sie nur jedem empfehlen. Sie ist nicht
nur für Priester sondern auch für Laien gewinnbringend. Einfach bestellen. [fett]
@jawohl: VatII-Gräzisten Ich hatte mit Bezug auf die Verschlimmbesserung in den meisten volkssprachlichen
Übersetzungen der Wandlungsworte im NOM sarkastisch gesagt: „viele“ heißt neuerdings „alle“! Darauf
„jawohl“: Neuerdings? Das war immer schon die eigentliche Bedeutung des hypèr pollôn. Das ist aber ein
Jammer, daß der olle Homer noch nicht die zweitvatikanischen Gräzisten gekannt hat, als er über Odysseus
dichtete, daß der „polla“ auf dem Meer erduldet habe! So ist der arme Homer nicht von dem Unsinn bewahrt
geblieben, „eigentlich“ gesagt zu haben, daß Odysseus alles auf dem Meer erduldet habe. Natürlich ist
das völliger Unsinn, und den Griechen war – wie jedem Menschen, der bei Verstand ist – in der Kategorie
der Quantität sehr wohl der Unterschied zwischen Allheit und Vielheit bekannt. Das betrifft ohnehin nur
die deutsche Übersetzung. Im NOM heißt es wie eh und je »pro multis«. Schlimm genug! Immerhin werden
die NOM-Messen meistens in den Volkssprachen gelesen, und schon Paul VI. hat in einer solchen volksprachlichen
Übersetzung diese unverfrorene Nachbesserung der Worte Christi verwendet. MfG Christoph Heger
In memoriam Pauli PP. VI perpetuam Ach ja: und lest den alten Ritus, lest ihn, kauft Euch ein altes Missale,
ihr werdet staunen! Wieso, ich besitze zwei kleine Schott-Missalia aus den fünfzigern. Von meinem Vater,
der wurde damals zum Priester geweiht. Ihr werdet staunen? In der Tat! Vor allem darüber, dass die Unterschiede
zum NOM minimal sind. Jedenfalls wenn man das Gezeter hier und andernorts im Ohr hat. Übrigens: Unser
Pfarrer hat vorhin in der Predigt zum Fest der Transfiguratio auf zwei wichtige Ereignisse des 20. Jahrhunderts
hingewiesen, die an einem 6. August geschahen. 1945 Hiroshima. 1978 der Tod des großen Konzilspapstes
Paul VI. Beten wir zu ihm, er ist uns ein mächtiger Fürsprecher im Himmel!
Aufruf den Amtskirchlern der ganze NOM ist auf den Bauch gefallen, wenn man die Zahl der Gottesdienstbesucher
in Deutschland ansieht. Dass eine Strömung, die es nach P6 gar nicht geben dürfte, bald mehr Sturm und
Wellen macht als der eingeschlafene Lehmannismus, spricht Bände. Den Amtskirchlern: zahlt mal die Schulden
eurer hoffnungslos verschuldeten Bistümer, schmeist die pädophilen Priester raus (die ganze Bistümer
finanziell zugrunde richten), werft den Häretikern ihre Verkaufsstände um, vertreibt jene Bischöfe,
die das Wort Gottes halbieren, verbieten den Küngs ihren Mund. Dann werded ihr den NOM von selbst fade
finden. Ach ja: und lest den alten Ritus, lest ihn, kauft Euch ein altes Missale, ihr werdet staunen!
Keine schlechte Idee! Es ist doch sehr zu begrüßen, dass sich auch Diözesanpriester für die klassische
Liturgie interessieren. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, sind die jüngeren Priester oft viel aufgeschlossener
als die „ältere“ Generation. Wenn sie die vorkonziliare Liturgie kennengelernt haben, werden sie doch
auch die nachkonziliare, die sie wohl am meisten feiern werden, „anders“ zelebrieren. Sie werden sich
an die Texte des Messbuchs halten ohne eigene selbstformulierte Hochgebete, sie werden keine banalen Begrüßungen
und Verabschiedungen der Gläubigen erfinden (Schön, dass sie so zahlreich gekommen sind, auch wenn es
so heiß ist, aber keine Angst, ich predige auch gar nicht lange), sie werden sich gegen Bands und ähnlichen
Unsinn im Gottesdienst wenden, sie werden auch in der vatikanischen Liturgie das Latein nicht ausschließen
(wie es das Konzil ja auch wollte) u.s.w. Denn das Bewußtsein, dass Liturgie eine sakrale Handlung ist,
ist häufig vergessen und beiseite geschoben worden. Es geht um einen Bewußtseinswandel im Klerus in
Bezug auf die Liturgie, und der kann sich nur allmählich vollziehen. Ob „Alte“ oder „Neue“ Liturgie –
entscheidend ist, dass sie in der ihr zukommenden Würde und Erhabenheit gefeiert wird – Liturgie ist
schließlich kein MTV-Event oder eine Varieteveranstaltung!!
@Jawohl Ich darf mich auch mal wieder melden. Richtig wie in Adam alles sterben, so werden in Christus
alle lebendig gemacht werden. Es handelt sich also, da es hier um die Zukunft geht, um die, die ewig mit
Christus herrschen werden. Also um jene, die wirklich Erlöst sind, weil sie das objektive Heilsangebot,
das Gott in Jesus Christus gemacht hat, auch angenommen haben. Sie sind also die, für die das Opfer am
Kreuz wirklich real Frucht gebracht hat und nicht die für die es umsonst vergossen wurde. Darum heißt
es sowohl iden synoptisceh Evangelientexten übereinstmmend, wie auch bei Paulus im Korintherbrief ausdrücklich
für viele. Somit ist auch eine deutung moderner Theologen hinfällig, die aus für viele für die vielen=alle
machen will, denn das entspricht absolut nicht dem Urtext der Septuaginta und ist an den Haaren herbeigezogen.
Nocheinmal. Im Wort Christi geht es nach kirchl. Lehre um das subjektive Erlöstsein, nicht um das objektive
Angebot, das allen gemacht wird. Das bestreitet niemand. Nur es ist eine schon zu Kirchenväterzeiten
und jetzt wieder neu belebte Irrlehre der Allerlösung das alle schon erlöst sind. Diese Irrlehre ist
verbindlich von der Kirche verurteilt, auch wenn sie ein Karl Rahner wieder neu aus dem verstaubten Archiven
hervorgezaubert und neu salonfähig gemacht hat.
#46 Dr. Otterbeck 08:33:42 | Sonntag, 6. August 2006
Transfiguration du Seigneur Nachdem ich gestern reichlich Pulver verschossen habe, gelingt vielleicht
mal eine Pause von kreuz.net. Hier aber noch für Möchtegern das Suscipiat Dominus sacrificium de manibus
tuis ad laudem et gloriam nominis sui, ad utilitatem quoque nostram totiusque Ecclesiae suae sanctae.
(MR 2002)
Welchen Eindruck dieser innerkirchliche Hickhack… …aug einen Nichtkatholiken macht, brauche ich wohl
niemandem zu sagen – das kann man sich denken. Nun mögen natürlich manche sagen: „Hey, was wollen Sie
eigentlich, Sie erzählen doch alle Nase lang, dass Sie Agnostiker seien, auf so jemandes Meinung können
wir verzichten.“ (Gell, mindestens manche denken das doch, wenn ich es wage, zu solchen Themen meinen
Schnabel aufzureißen?)… Nur mögen diejenigen sich dann bitte ‘mal vor Augen halten, dass ich zu jenen
gehöre, die Sie missionieren und bekehren sollen, vom rechten Glauben überzeugen und so. Mit dem Ringelpiez?
Ich bitte Sie! Kinderkram. Nach außen, ja-ha, da tut man immer so, als sei der Papst der eigentlicher
Herrscher über alles, der Maßgebliche, das Ultimum. Und intern? Zustände wie in der Endzeit des Deutschen
Reiches, als der Kaiser nur noch ein Titel war und die Fürstchen sich um die Pfründe prügelten. Mein
Vorschlag: Bekommen Sie das erst einmal intern auf die Reihe, dann reden wir über Mission, ja? Wer wollte
denn freiwillig zu so einem Verein, wo vorn nicht weiß, was hinten ist? (Allerdings will ich gerne zugeben,
dass mich an der Piussekte noch manch anderes als dieses intrigante Ränkespiel stört – wenn ich mir
manche antidemokratischen Äußerungen, speziell im kreuzforum, wo man nach der Monarchie lechzt, so anschaue…
Benedikt weiß schon, warum er Sie auf Abstand hält. Der Mann ist nicht dumm, der weiß, was er sich
mit Zugeständnissen an Ihre reaktionäre Sekte einhandeln würde.)
keine Erfindungen lieber Romulus Die „Geschichtchen“, lieber Romulus, sind keine Erfindungen der Piusbruderschaft,
das kann ich dir bestätigen. Ich selbst habe eine davon beigesteuert.
1 Kor 15,22 Für alle – ja, ob für sie auch? Vielleicht werden sie mal froh und dankbar sein – für alle,
auch für Sie, aber nicht wegen ihres Dr.-Titels im kreuz.net, sondern ALLEIN WEGEN IHM, der gekommen
ist, damit ALLE das Leben haben! Hat dieses ALLE im Evangelium auch der geschätzte Papst Paul VI. geändet?
Denn wie in Adam alle dem Tod verfallen sind, so werden in Christus alle das Leben haben. Hl. Apostel
Paulus, 1 Kor 15,22 Gute Arbeit hier www.kath-info.de/wandlungsworte.html. Im übrigen betrifft das nicht
den NOM, sondern nur dessen deutsche Übersetzung.
Ein wachsendes Interesse Ich kenne persönlich die deutschen Seminaristen, Theologiestudenten usw., sowie
die schnell wächsende Sympathie für die und schnell verbreitenden Einfluss dér FSSPX unter jungen Diözesan-
und Ordenspriestern. Der Gang ist eingesetzt. Die Mai 1968 Generation ist vorbei und hat zum Bankrott
geführt. Der ehemalige Politizismus beider Seiten ist weg. Jetzt kommt’s auf die Theologie und die Logik
an. Darin zermulmt die Römische Tradition sofort den neo-protestantischen ‘römischen’ Modernismus und
die diözesanen Irrtümer. Wie der WInd ein Federchen wegweht.
@Bernardin: Pech gehabt! Ihre komische Herablassung ist schnell auf den Bauch gefallen: Hat dieses ALLE
im Evangelium auch der geschätzte Papst Paul VI geändet? In den Einsetzungsberichten der Synoptiker
steht eben „für VIELE“ und nicht „für ALLE“. Deshalb sprach ich von der „Unverfrorenheit“ der NOM-Strategen,
die sich herausnahmen, Jesu Worte nachzubessern. MfG Christoph Heger
Werbe-DVD Romolus & Bernardin (das scheint ja nun derselbe zu sein) scheint mir die Dinge völlig richtig
zu sehen. Unser Kaplan zelebriert übrigens jeden morgen um sieben, aber weiß Gott nicht »privatim«.
#39 Bernardin † 00:45:45 | Sonntag, 6. August 2006
ROMULUS So sieht einfach schlechte Werbung aus- Werbung für ein unsicheres Produktè Der Artikel in KREUZ.NET
stinkt – gewaltig! Ganz nach dem Geschmack der EWIGGESTRIGEN!
Pures Marketing der Piusbrüder „Ein Jahr nach meiner Priesterweihe begann ich, privatim die überlieferte
Liturgie zu zelebrieren.“ Aha. Vorher war er mit dem NOM zufrieden, scheinbar. Weil Kapläne so häufig
privatim zelebrieren. „Die Feier der Römischen Messe eröffnete mir nicht allein den eigentlichen Zugang
zur Wahrheit des Meßopfers, sondern auch zur Größe des katholischen Priestertums.“ Aber Priester geworden
ist er, nachdem er 25 Jahre mit dem NOM groß geworden ist. Sorry, aber solange hier nicht Roß und Reiter
genannt werden, halte ich diese Geschichtchen für bloße Erfindungen bzw. für eine Marketing Strategie
für die DVD der Piusbrüder. O:O
#37 Bernardin † 00:12:44 | Sonntag, 6. August 2006
HEGER – doktorchen für alle – ja, ob für sie auch?vielleicht werden sie mal froh und dankbar sein –
für alle, auch für sie, aber nicht wegen ihres dr-titels im kreuz.net, sondern ALLEIN WEGEN IHM, der
gekommen ist, damit ALLE das Leben haben! Hat dieses ALLE im Evangelium auch der geschätzte Papst Paul
VI geändet?
Für euch und für alle „viele“ heißt neuerdings „alle“! Neuerdings? Das war immer schon die eigentliche
Bedeutung des hypèr pollôn. Im übrigen, was hat das mit der FSSPX-Schose zu tun? Das betrifft ohnehin
nur die deutsche Übersetzung. Im NOM heißt es wie eh und je »pro multis«.
@Bernardin: Schon längst geändert alle texte der messe sind menschenwerk, formuliert entsprechend der
jewiligen zeit. es gibt nur EINEN TEXT, der ist die Mitte, der ist wichtig, der Einsetzungsbericht! Den
allerdings zwei oder dreifach (bei den Synoptikern). Den Text wollen die EWIGGESTRIGEN bestimmt gerne
ändern! Erstaunlich! Der Text ist doch schon längst geändert worden, allerdings nicht von den bösen
Tradis, sondern unter (oder letzten Endes: von) Paul V.: Da hatte man doch die Unverfrorenheit, die Worte
Christi nachzubessern: „viele“ heißt neuerdings „alle“! MfG Christoph Heger
Rahner der Thomas von Aquin des 20. Jahrhunderts? »Das eine Opfer und die vielen Messen« ist ein brillantes
Büchlein. Rahner vom feinsten. Haben Sie es überhaupt mal gelesen? @ Gotthard: Sie sollten sich etwas
mehr Gedanken machen über das Verhältnis des christlichen Glaubens zu seinen jüdischen Wurzeln. Dann
würden Sie die Dinge auch sehr viel differenzierter und richtiger sehen. Ansonsten gälte nämlich: Galen &
Gotthard? Die Extreme berühren sich…
Wider VII @ Gotthard Daß der Vorhang des Tempels entzwei riß, besagt nur, daß der alte Bund vorbei
ist. Das Judentum hat also ausgedient und ist keine heils- fähige Religion mehr. @ Dr. Otterbeck Anscheinend
sind Sie ein Rahner- Jünger. „Das eine Opfer und die vielen Messen“ Wenn die Messe keinerlei Sündenvergebung
bringt, ja dann kann man sie ja auch lassen und die Kirchen zusperren und an die Mohammedaner verkaufen.
In der Bibel kann man auch zu Hause lesen und für Ringelpitz mit Anfassen, dürfte den meisten Menschen
ihre Zeit zu schade sein. Kein Wunder, daß bei so einer Theologie viele Priester nach VII nicht mehr
wußten, wozu sie überhaupt da sind und ihren Beruf an den Nagel gehängt haben. Es widerspricht auch
dem Konzil v. Trient (DS 1740, „…und dessen heilbringende Kraft für die Vergebung der Sünden, die
von uns täglich begangen werden, zugewandt werden soll“) Sind Sie eigentlich Häretiker ? Wenn ja, mit
welchem Recht werfen Sie dann der FSSPx irgendwelche Abweichungen wie „falscher Traditionalismus“ vor
?
@monti zwischendurch heizt Gotthard immer mal wieder mit ein paar kleinen eingeworfenen Schnipseln die
Diskussion an. eine inhaltliche Antwort wäre besser gewesen.
@23er Hansl: Wenn Sie die vorhergegangenen Beiträge wirklich nicht gelesen haben, dann haben Sie eine
gute Kenntnis von Kreuz.net. Was Sie allerdings vergessen haben, zu sagen: zwischendurch heizt Gotthard
immer mal wieder mit ein paar kleinen eingeworfenen Schnipseln die Diskussion an.
ungelesene Zusammenfassung Hab zwar nicht gelesen, worum es geht, aber lassen Sie mich raten: Das Vatikanum
II ist schuld am Rückgang der Priester- und Gläubigenzahlen. Die sog. Alte Messe könnte das mit einem
Schlag wieder ändern. Esspapier ist hip, Brot ist pfui. Wer sagt, Liturgie sei die Feier der Kirche im
Sinne der Gemeinschaft aller Gläubigen ist ein Protestant.Und, liege ich falsch?
Vorhang „Der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei“ Dieser Satz im Evangelium wird dauerhaft überlesen.
Das „religiöse Opfer“ ist endgültig vorbei – aufgehoben im Kreuzesopfer unseres Herrn.
#28 Dr. Otterbeck 22:11:19 | Samstag, 5. August 2006
Der Sühnopfergedanke besagt ja, dass Christus, Gott selbst, ein für alle Mal Schluss gemacht hat mit
jedwedem Religionswahn, demnach Menschen überhaupt ein gottgefälliges Opfer darbringen könnten! Religionssoziologisch
ist das christliche Opfer „nur“ ein Erinnerungsposten an all das vergebliche Bemühen religiösen Verhaltens,
durch irgendeine „Hingabe“, Gabe, Aufopferung das Böse zu bannen und Gott gnädig zu stimmen. Diese Last
hat Christus ein für alle Mal der Menschheit abgenommen. Die Erlösung von der Erbschuld wirkt sich nicht
zuletzt aus als die Befreiung von jedwedem heidnischen Religionszwang. Insofern ist das reale Opfer Christi
das Ende aller „Opfer“. Wir können seiner Tat substanziell nichts hinzufügen. Gerade dieses Erstaunen
befähigt aber zu gerechten Werken. „Mache uns auf immer zu einer Gabe, die Dir wohlgefällt, damit wir
einst das verheißene Erbe erlangen.“
Gotthard … … leugnet ein Opfer in der Messe gleich komplett. Daran kann Hr. Otterbeck die Auswirkungen
der neuen Messe erkennen. Bei dem Begriff „Transsubstantiation“ habe ich mich eventuell vertan, den habe
ich jetzt im alten Ordinarium auch nicht gefunden (aber das war kein wesentlicher Diskussionsbestandteil)
Traditionsausschnitt „Bei der «alten» Messe treten Priester und Volk vor Gottes Gegenwart im Tabernakel.
welche Ausbildung hat dieser „junge Priester“ eigentlich genossen? 1. die „alte Messe“ muss nicht vor
einem Tabernakel gefeiert werden… 2. Der Tabernakel bewahrt „das Ergebnis“ der Messe auf zur Überbringung
an Kranke – und zur Anbetung (bitte die Reihenfolge beachten!!!). 3. Altäre ohne Tabernakel sind wesentlich
älter als solche mit Tabernakel. 4. Für die Feier der hl. Messe ist ein Tabernakel irrelevant. 5. Die
Feier der „alten Messe“ vor „ausgesetztem Allerheiligsten“ scheint eine derartige fromme Abirrung zur
Hebung der Feierlichkeit gewesen zu sein, dass selbst die Pius-Sekte sie nicht mehr praktiziert, oder?
6. Die Praxis, das ausgesetzte Allerheiligste bei solchen Messen mit einem Velum während der predigt
zu verbergen, war wohl Ausdruck der Einsicht, dass nicht jedes Wort einer Predigt vor Gott Bestand haben
kann – wohl gemerkt vor 1965!!!
#25 Bernardin † 22:03:07 | Samstag, 5. August 2006
möchtegern-kathole alle texte der messe sind menschenwerk, formuliert entsprechend der jewiligen zeit.
es gibt nur EINEN TEXT, der ist die Mitte, der ist wichtig, der Einsetzungsbericht! Den Text wollen die
EWIGGESTRIGEN bestimmt gerne ändern!
#24 Dr. Otterbeck 21:54:16 | Samstag, 5. August 2006
Freunde der Tradition können (da brach’s voriges Mal ab) der Feier des Novus Ordo durchaus helfen, „römischer“
zu werden. Aber das genügt den Pharisäern nicht. Die ca. 500 Lefebvre-Kleriker wollen „Lordsiegelbewahrer“
eines Traditionsmonopols sein, das sie selbst erfunden haben. Der dort gelehrte Traditionsbegriff ist
„absolut falsch“, wie auch die unsinnig „kryptomagische“ dortige Deutung der Transsubstanziation nahelegt.
Diese Deutung ist modern (naturalistisch) und nicht traditionell (auf die Ordnung der Gnade bezogen).
Wiederholung? Kaum noch einer, der den Unterschied zwischen der Opferung der Gaben und der unblutigen
Widerholung des Kreuzesopfers Christi erkennt. 1. im streng religösen Sinne werden die Gaben von Brot
und Wein nicht geopfert …darum ist der Begriff Gabenbereitung auch besse. 2. Das Kreuzesopfer unseres
Herrn wird nicht wiederholt … DAS war eine defakto Häräsie in Verkündigung und Glauben vor dem Honzil –
und scheint noch nicht ausgestorben zu sein.
Ewiggestrige nun, wer sich mit dem Messtext auseinandersetzt ist deshalb nicht ewiggestrig. Wer sich damit
nicht auseinandersetzt, wird aber vielleicht ewig ein ewiggestriger sein. Heute muss ich noch was anderes
machen, vielleicht kommt das Thema aber wieder mal hier um die Ecke …
wo????? das Wort Transsubstantiation flog raus usw usw … An welcher Stelle des alten Ritus war dieser
philosophisch-theologische Begriff denn zu finden?
#20 Dr. Otterbeck 21:44:53 | Samstag, 5. August 2006
Okay: Weitere Annäherungen. Sind wir uns denn ad 1) einig, dass der Opfercharakter abhängt vom amtlichen
Vollzug der Messfeier durch den geweihten Priester? Dann wäre die Frage der liturgischen Texte an die
amtliche Autorität delegiert. Der Tiefgang, mit dem der (explizit:) Sühnopfercharakter der Messe im
Volk wahrgenommen wird, wäre dann eine Frage an Katechese und Pastoral. Sind wir uns ad 2) einig, dass
die Ursachenforschung hinsichtlich der Krisensymptome (die im deutschsprachigen, frz. und ndl. Raum am
stärksten sind) die „Messe Pauls VI.“ zu Unrecht mit der Alleinschuldfrage konfrontiert? Ich erinnere
nochmals, dass Paul VI. in seinen Enzykliken von 1964, 1965 und 1967, im Credo von 1968 und auch in „Evangelii
nuntiandi“ an der kath. Tradition keine Zweifel offen gelassen hat. Aber: „Ein Papst macht noch keinen
Sommer.“ Pius XII. hat glanzvoller und ruhmreicher amtiert als alle Vorgänger seit 1800 (wahrscheinlich
seit 1570), trotzdem konnte seine Methode die Krise nicht bannen. Die Stimme der nachkonziliaren Kirche
hat weltweit eine größere Tragweite als zuvor. Und auf den anderen Kontinenten hat der NOM die Liturgie
erst für die Beter aufgeschlossen. Schon deshalb gibt es kein Zurück im großen Stil. Die Freunde der
„Tradition“ können
#19 Bernardin † 21:43:35 | Samstag, 5. August 2006
EWIGGESTRIGEN Es ist köstlich, hier das Geschreibsel der EWIGGESTRIGEN zu lesen – zu einem Thama, das
im NT nicht vorkommt! Was würde wohl Jesus zu diesem Geschreibsel sagen! Ich bin sicher, er würde nochmals
die Bergpredigt verkünden! Hatte er nicht auch etwas gesagt vom Natterngezücht und von Pharisäern die
ihre Frömmigkeit zur Schau stellen? Jesus trug auch eine „bassgeige“ und manipel.
Mea Culpa @ Otterbeck ich will jetzt auch nicht wissen, wieviele Tippfehler ich mache … Im überlieferten
Ritus wird im Offertorium gesagt: „Heilige Dreifaltigkeit, nimm diese Opfergabe an … zum Andenken an
das Leiden, die Auferstehung und die Himmelfahrt … Jesus Christus“ Dann ist es auch nicht häretisch,
wenn bei der Opferung der Gaben von Brot und Wein (nicht im Hochgebet, sondern davor, im Offertorium)
gesagt wird ähnlich dem neuen Ritus: „Betet Brüder, das mein und euer Opfer“ – aber eben nur in Hinblick
auf die Opferung der Gaben und nicht in Hinblick auf die Wandlung. Sie, Hr. Otterbeck, haben den uralten
Opfertext der Gabenbereitung auch fälschlich dem Kreuzesopfer Christi zugeordnet – totale Verwirrung.
Im neuen Text wird es tatsächlich nicht mehr klar, was der Satz soll. Opferbereitung der Gaben oder unblutiges
Kreuzesopfer – wem es klar ist, der kann sich ja hier melden. Und genau da wird es explizit häretisch,
wenn man den Satz dem Kreuzesopfer zuordnet, denn das ist nun mal nicht „mein und euer Opfer“, sondern
Opfer Christi. Alles klar? Wenn nein, im alten Ritus nachlesen. Dem normalen Gläubigen ist es aber nicht
mehr klar. Kein Wunder, dass das nur noch 12% (= 100% – 88%) einen Unterschied zu den Evengelen sehen.
Kaum noch einer, der den Unterschied zwischen der Opferung der Gaben und der unblutigen Widerholung des
Kreuzesopfers Christi erkennt. Lesen Sie den alten Text! Und die Sache mit der Verschleierung des Opfers
Christi ist nur eine von mehreren Verschleierungen.
#17 Dr. Otterbeck 21:06:46 | Samstag, 5. August 2006
Sorry für meine Tippfehler, im Eifer des Gefechts; ja, wir kommen der Zentralproblematik näher. Katholizismus,
Messopfer, Weihepriestertum (das keine Frauenordination zulässt). Es würde noch einige Energie kosten,
was da im Einzelnen überhaupt vorgefallen ist, um die Identität des katholischen Priesters binnen weniger
Jahre (ich sage: 1965-68) in Dtld. (und Holland, teils auch Österreich, Schweiz, Frkr.) so weit zu ruinieren,
dass die Theologie der Würzburger Synode eigentlich keine relevanten Aussagen zum „Priesterbild“ mehr
fand und auch das „Gotteslob“ (Konstrukt eines historischen Augenblicks) keine katechetisch werthaltige
Darstellung der Hl. Messe mehr enthält. Eine Kapitulation binnen weniger Jahre! Hinzukommt: Wenn die
Analyse von Jean d’Hospital (1969) zutrifft, dass das Bußsakrament nur zu halten ist, wenn die Priester
zölibatär leben, lässt das den Umkehrschluss zu, dass die Priester der 1970er zuerst das Bußsakrament
zerstört haben, um dem Zölibat die Legitimation zu entziehen? Über den inneren Kontext von Bußsakrament,
euchar. Opfer und Amtspriestertum wi8rd wahrschgeinlich zu wenig nachgedacht, weil auch Katholiken demn
Segen der Taufe nicht mehr ernstnehmen (weil ja Adam angeblich nie gfesündigt hat, geht das Sakrament
ins Leere). Und ohne Sinn für die Taufe ist die Communio in Christi, die vom euch. Opfer ausgeht (und
im Bußsakrament wiederhergestellt wird ggf.) auch sinnlos. Was aber soll dann unsere Religion noch bezwecken?
Im NOM jedenfalls wird diese Nouvelle theologie NICHT gelehrt.
@ Otterbeck Genau da haben Sie die 2 einzigen Stellen im Ordinarium+2.Hochgebet genannt, die es noch gibt
(wenn ich nicht 1 Seite überblättert habe) – im überlieferten Ritus ist es eine 2stellige Anzahl. Paul-6
hat ganze Arbeit geleistet. Übrigens kommt der Opfercharakter durch diese Stelle nur sehr undeutlich
zum Ausdruck – jedenfalls nicht, dass die Messe das Opfer Christie sei. Der Ausdruck „mein und euer Opfer“
ist selbst schon fast häretisch. Es wird Ihnen nicht gelingen, anhand dieser Stelle zu zeigen, der Opfercharakter
der Messe käme tatsächlich zum Ausdruck, wie im alten Ritus. „Opfer“ könnte in der Verwendung des neuen
Ritus irgendein Opfer bezeichnen. Daneben wird das Wort „Altar“ nicht oder kaum mehr gebraucht (logisch,
denn auf einem Altar wird ja geopfert), sondern durch „Tisch“ ersetzt (logisch, denn ein Mahl findet auf
einem Tisch statt), das Wort Transsubstantiation flog raus usw usw … Dass das Opfer in nicht mehr oder
kaum noch verwendeten Hochgebeten 1, 3 und 4 vorkommt, löst nicht das Problem. So wird das „Opfer“ verschleiert.
Nein es wird nicht explizit geleugnet, es flog nicht mal zu 100% raus, aber es wird verschleiert. Sie
werden den Begriff sogar noch paarmal im Kirchenjahr finden, da eins, dort eins – aber nicht mehr die
klare Darstellung im überlieferten Ritus. Das ist der Punkt – die häretische Vertuschung in dieser Messe.
Bei der Gültigkeit des neuen Messopfers kämpfen sie gegen Windmühlen, die hat Lefebvre anerkannt und
die erkenne ich auch an.
Opfercharakter Natürlich wird niemand, der Wert darauf legt, in der Gemeinschaft der Kirche mit dem Papst
zu stehen, behaupten, daß der Novus Ordo den Opfercharakter „leugne“ und „häretisch“ sei. Was man dagegen
sehr wohl sagen kann und leider auch sagen muß, ist, daß der Novus ordo insbesondere in merheren nationalsprachlichen
Übersetzungen den Opfercharakter so zurückhaltend zum Ausdruck bringt, daß er – insbesondere in Verbindung
mit anderen Eigenschaften des neuen Ritus – leicht übersehen werden kann. Eine der bedauerlichen Folgen
dessen ist, daß nach einer beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin veröffentlichten Statistik,
wie Leo Kardinal Scheffczyk in „Theologisches“ 33, Nr. 8/9 (2003), Sp. 347, feststellen mußte, „88 %
der Katholiken Deutschlands keinen Unterschied mehr zwischen der katholischen Eucharistie, dem heiligen
Meßopfer, und dem evangelischen Abendmahl erkennen würden“. Tatsächlich ist genau das die Absicht vieler,
die an der Ausarbeitung des NO mitgewirkt haben, und vermutlich auch die Absicht derer, die dafür gesorgt
haben, daß das der in dieser Hinsicht besonders mißverständliche 2. Canon fast ausschließlich benutzt
wird.
#14 Dr. Otterbeck 20:49:36 | Samstag, 5. August 2006
Wenn man die nachkonziliare Krise des Priesteramts geahnt hätte (zu wenige hörten es grollen), dann
hätte der Papst zu Lumen Gentium nicht nur eine Nota explicatiuva paevia zum Jurisdiktionsprimat verfügt,
sondern auch einen Passus zum Charakter indelebilis, zum priesterlichen Handeln in persona Christi, also
dem Proproium des (notwendig männlichen) Amtspriestertum. Schon 1968 ahnte Paul VI. das größte Versäumnis
des Konzils, in der Botschaft an die Priester zum Glaubensjahr 1967-68 vom 20. Juni 1968, genauso untergegangen
wie das Credo vom 30. Juni 68. Eine unrühmliche Allianz zwischen Bischofskonferenzen und Laiengremien
hat in manchen Gegenden die Berufung der Priester wie zwischen Mühlsteinen zerrieben. Hätte Lefebvre
den Großmut gehabt MIT seinem Papst um Seminare nach moderat-tridentinischen Prinzipien zu kämpfen (etwa
gemäß Ap. Schreiben Summi Dei Verbum vom 04.11.1963), er wäre Kardinalprotektor eines legitimen Traditiuonalkismus
geworden. Aber er suchte den Ruhm nach eigenen Recht und verbrüderte sich mit okkulten Ritual-Liturgikern,
die eine „andere Messe“ feiern als die römische. Denn die KANN man wider Petrus nicht feiern. Und das
ist kein „musikalisches Opfer“.
@ möchtegern wir stellen also gemeinsam fest, dass eine „minutiöse eliminierung“ des wortes „opfer“
(wobei allein die weniger häufige verwendung des begriffs noch nicht schlüsssig nachweist, dass der
opfercharakter geleugnet wird oder gar fehlt) nicht vorliegt. mit der genannten einschränkung (des zweiten
hochgebetes, das zwar nicht den begriff „opfer“ benutzt, aber den opfercharakter ebensowenig leugnet)
wird in allen approbierten hochgebeten (auch den „schweizer“ hg und den hg für kinder) vom „opfer“ gesprochen.
halten wir also fest: die behauptung von möchtegern ist widerlegt.
#12 Dr. Otterbeck 20:32:47 | Samstag, 5. August 2006
Vom Charakter der Liturgie: Ich bin mir sicher, dass Ebf. Lefebvre nicht selbst auf die hirnrissige Idee
kam, den Opfercharkter der Messe abhängig von bestimmten Formeln zu sehen. Er hat ja die Liturgiekonstitution
vom 4. Dez. 1963 gewollte. Das hat ihm nach 1970 jemand anderer eingesagt. Aber es bleibt der zentrale
Irrtum in der „Grundsatzerklärung“ vom 21.11.1974, von den Ultratradi bis heute nachgebetet. Der Opfercharakter
hängt von der Darbringung durch den geweihten Priester in persona christi ab, indem er die amtliche Liturgie
vollzieht. Da müsste das Wort „Opfer“ (um einen irrealen Extremfall zu bilden) KEINMAL drinvorkommen,
wenn die Liturgie im übrigen von der ZUSTÄNDIGEN Autorität gebilligt wurde. Natürlich ist es zweckwidrig,
den Opfercharakter zu vertuschen, aber z.B. das Suscipiat wird WÖRTLICH so gebetet wie vor 1962, sogar
von der ganzen Gemeinde: „Der Herr nehme das Opfer an aus Deinen Händen…“ Das Opfer Christi ist kein
Mythos, der durch einen Zauberspruch im magischen Ritual symbolisiert wird, sondern das reale Geschehen,
dass uns alle trägt und im Leben hält.
Wider die Leugnung des Opfers in der Messe @ Otterbeck Richtig ist die sparsame Verwendung des Begriffs
in Hochgebet II Da dieses zweite Hochgebet das mit Abstand häufigste ist, können Sie das erste (das
weitgehend mit dem alten identisch ist) und das dritte bzw. vierte gerne als Alibi bezeichnen – werden
sie in durchschnittlichen Gemeinden mehr als 5 mal im Jahr verwendet? Nein! Sie geben also zu, dass der
Begriff im mit Abstand am häufigsten verwendeten Hochgebet II „sparsam“ eingesetzt ist. Danke. Aber damit
nicht genug. Auch in den anderen Texten wurde das Wort eliminiert. Teilweise so haarscharf, dass es offensichtlich
nicht um den Text im Allgemeinen ging, sondern genau um DIESES Wort – den Opfercharakter eben. Schauen
Sie sich die Präfationen an, das Offertorium usw. Sie können doch lesen, dann tun Sie’s auch. Ein Priester,
der nur die neue Messe liest, und darin nur das verbreitete, übliche 2. Hochgebet, leugnet gleichsam
den Opfercharakter – es sei denn er würde wenigstens darüber predigen – aber das machen viele eben auch
nicht. Deshalb ist diese Messe häretisch, weil sie durch Weglassen des Opfercharakters diesen leugnet.
Aber kein Gebet kann und soll die ganze Theologie hersagen Na aber während des Opfers sollte man dieses
schon ansprechen, sonst ist es keines! Auch sonst wird der Opfercharakter von Leuten wie Otterbeck geleugnet,
wenn manche z.B. nur noch von „Abendmahl“ reden, und nicht mehr von „Messopfer“.
opfer? nur ein abschnitt des IV. hochgebetes (übrigens mein lieblings-hochgebet) als widerlegung der
these, dass paul VI. das wort „opfer“ „minutiös eliminiert“ habe: So bringen wir dir seinen Leib und
sein Blut dar, das Opfer, das dir wohlgefällt und der ganzen Welt Heil bringt. Sieh her auf die Opfergabe,
die du selber deiner Kirche bereitet hast, und gib, dass alle, die Anteil erhalten an dem einen Brot und
dem einen Kelch, ein Leib werden im Heiligen Geist, eine lebendige Opfergabe in Christus zum Lob deiner
Herrlichkeit. Herr, gedenke aller, für deren Heil wir das Opfer darbringen. […]
Auweia, Möchtegern! Zählen Sie mal den Ausdruck „Opfer“ im prex eucharistica III von 1967 (von Ottaviani
gutgeheißen, wie auch II u. IV), das Hochgebet, das der Montini-Linie eindeutig am nächsten steht (aber
von einem ital. Liturgiewissenschaftler redigiert). Richtig ist die sparsame Verwendung des Begriffs in
Hochgebet II (ja, das ist lutherfreundlich, wie IV orientalenfreundlich; und das ist gut so). Aber kein
Gebet kann und soll die ganze Theologie hersagen, sonst müssten gerade die Tradi überall in Landessprache
(oder gar Mundart) zelebrieren. Sie sind auf dem falschen Dampfer, wenn sie „glauben“, nur ein bestimmter
Textspruch gewährleiste die Transsubstanziation. Der Vatikan hat sogar im Fall Addai + Mari implizit
anerkannt, dass im Extremfall sogar die Wandlungsworte wegfallen können (wenn das auch im Römischen
Ritus nicht möglich ist). Die Authenzität ergibt sich aus dem Gesamt der Liturgie und das Urteil steht
der zuständigen Autorität zu, Päpst und Bischöfen, nicht irgendeinem Einzeltheologen und auch keinem
„Rebellenbischof“, nicht einmal Milingo.
unsinn es fehlt doch der Beweis, dass die als häretisch angefeindete Liturgie „neuer Ordnung“ tatsächlich
weniger „Opfercharakter“ … verwirklicht. Das ist so ein Blödsinn. Paul-6 lies sogar das Wort „Opfer“,
das im überlieferten Ritus ziemlich oft vorkommt, minutiös eliminieren. Das kann jeder Kleingeist mittels
Textvergleich ganz einfach nachvollziehen. Man brauch also gar keinen ‘Geigerzähler für Katholizität’,
man braucht nur den Text und man sollte des Zählens mächtig sein.
Nee… Das Konklave hat bereits am 19.04. entschieden, am Festtag des Hl. Leo IX. Aber am 20.04.2005 fand
in der Sixtinischen Kapelle eine erste Messe mit dem neuen Papst statt, dessen lateinische „Erste Botschaft“
bereits aufmerken ließ. Das Latein war sicherlich katholischer als das von Econe.
Mag sein, dass ich Konnotationen extrem betone, der Zweck ist aber: Vor jedwedem Tradi-Jargon zu warnen.
Man mag sich da verbal zum Exzess steigern, es fehlt doch der Beweis, dass die als häretisch angefeindete
Liturgie „neuer Ordnung“ tatsächlich weniger „Opfercharakter“, weniger „Priestertum“, weniger „Gegenwart
des Heiles“ verwirklicht. Das sind bloße Behauptungen, die aus einer bestimmten Ästhetik auf den Inhalt
schließen. Niemand hat bislang einen Geigerzähler für Katholizität erfunden, aber der würde in einer
Society Saint… -Kapelle deutlich leiser ticken als in der Sixtinischen am 20.04.2005.
sehr geehrter herr dr. o., manchmal hat man bei ihnen den eindruck, dass sie nicht so recht verstehen
WOLLEN, was in den artikeln gesagt wird. oder trügt der eindruck? einen schönen sonntag wünscht jolie
Das liebende Herz ist das Opfer des Kreuzes Bei allem Respekt vor den Entdeckungen einmes Jungpriesters,
das Sich Ihm für Ihn Seine Messe persönlich in der alten Form besser erschließe: Das Herz der Kirche
ist die Tat Christi, des Einzigen Priesters. Eine Ekklesiologie, die das Wirken Christi auf das am Altar
vollzogene Ritual limitiert, versperrt dem Blick auf die Weite des Mysterien des Herrn. „Hoc est enim“
meint nunmal keinen Hokuspokus, sondern das Herz der Welt.