Wenn die Vernunft zu träumen beginnt, dann wird die Hölle geboren
Voltaire gilt als eine Lichtgestalt der Aufklärung – tatsächlich war er ein Luzifer, der den brutalen Gewalttaten und satanischen Grausamkeiten gegen die Kirche den Weg bereitete. Von Leo. G. Schüchter.

Doch meistens betätigte er sich als der große Diabolus, der alle Werte und Wahrheiten verwirrte, verdrehte und verwischte.
„Lügen ist ein Laster bei bösen Folgen, bei guter Wirkung aber eine große Tugend“ – sagte Voltaire einmal.

Darin stellte sich ein heuchlerischer Voltaire als „größter Bewunderer der Tugend“ hin, der dem „Oberhaupt der wahren Religion eine Schrift gegen den Begründer einer falschen und barbarischen Sekte widmet“.
Schon kurze Zeit später entwickelt Voltaire sein politisches Spätprogramm: „écrasez l’infame“. Auf Deutsch: „Zermalmt die Unverschämte“. Voltaire meinte die Katholische Kirche.
Ein Kenner der Aufklärungsliteratur – der Historiker Paul Hazard († 1944) – kommentiert:
„Der Antiklerikalismus entwickelte sich besonders im alten Voltaire zur fixen Idee. Voltaire ist im hohen Maße dafür verantwortlich, daß eine Fraktion der Aufklärer als geistige Nahrung nur den Antiklerikalismus verfolgte und glaubte, daß der Kampf gegen die Kirche als Programm genüge, um eine Gesellschaft vollkommen und glücklich zu machen.“
In seinem persönlichen Leben folgte Voltaire allerdings nicht dieser Richtung, sondern verließ sich bei seinem Glücksstreben auf materiellen Reichtum.
Sein großes Vermögen klaubte er sich durch allerlei trübe Geschäfte und auch betrügerische Finanzspekulationen zusammen. Sein Freund – der Preußenkönig Friedrich II. – sagte einmal über Voltaire:
„Wie kann soviel Geist mit soviel Schlechtigkeit gepaart sein?“
Voltaire war und blieb ein alter Zopf: ökonomisch ein bourgeoiser Großgrundbesitzer, gesellschaftlich ein Adliger, politisch ein Monarchist und moralisch ein Diabolus.
Doch der Zyniker und Hetzer der Aufklärung diente mit seinem „écrasez l’infame“ als Vordenker des ersten systematischen Massenmordes der Neuzeit.
Am 2. November 1789 beschloß die verfassungsgebende Nationalversammlung auf Einflüsterung des abgefallenen Bischofs Charles Maurice Talleyrand († 1838) hin, das Kircheneigentum zu kassieren.
Der staatliche Verkauf der Immobilien von Pfarreien und Bistümern begann schon im nächsten Monat. Von nun an sollten die Pfarrer und Bischöfe vom Staat bezahlt werden.
Gleichzeitig wurden die „besitzenden Orden“ enteignet, später auch die „nützlichen“ Schul- und Krankenpflegeorden. Neue Ordenseintritte und Gelübde wurden schon im Februar 1790 gänzlich verboten.
Vom Raub des Vermögens der Kirchen und Klöster profitierten vor allem die bürgerlichen Großgrundbesitzer.
Doch schon bald sollte sich rächen, daß das Bürgertum, das – im Sinne des englischen Philosophen John Locke – „Recht und Schutz des Eigentums“ zum Zentrum seiner Philosophie gemacht hatte, das kirchliche Eigentumsrecht so schändlich überging.
In diesem Fall ging man davon aus, daß das Eigentum sofort nach dem Verkauf der enteigneten Kirchengüter wieder sakrosankt sein sollte.
Doch das war eine Täuschung: „Qui mange du pape en meurt“ – „Wer Kirchengut frißt, erstrickt daran.“
Karl Marx bog das bürgerliche Programm der entschädigungslosen Enteignung von Kirchengütern auf das Produktiveigentum und die Villen der Bürger zurück. Die Marxisten schritten zur Enteignung der Kapitalisten zugunsten des Staats- und Volkseigentums.
Es blieb während der Französischen Revolution nicht bei der ökonomischen Zerschlagung der Kirche.
Auch die rechtliche Gestalt der Kirche, ihre Autonomie und Katholizität sollten zerstört werden.
Die sogenannte Zivilkonstitution des Klerus vom Juli 1790 zwang der Kirche die politischen und rechtlichen Prinzipien des Staates auf. Sie machte Pfarrer und Bischöfe zu Staatsbütteln und verwandelte die Kirche Frankreichs in eine Nationalkirche.
Pfarrer und Bischöfe sollten den gleichen Amtseid auf Staat und Verfassung leisten wie die Beamten. Der Eid wurde zugleich als Absage an die katholische Bindung an den Papst verstanden.
Die Mehrheit der Priester leistete den Eid nicht. In vielen Regionen hielten die Gläubigen zu ihren romtreuen Priestern.
Die sogenannte Zweite Revolution der fanatischen Jakobiner ging zur physischen Vernichtung der Kirche über. Sie interpretierten Voltaires „écrasez l’infame“ wörtlich.
Im September 1792 stürmte der von den Jakobinern aufgehetzte Pöbel die Pariser Gefängnisse und massakrierte mehr als 300 Priester, die den Eid auf den Staat verweigert hatten, unter ihnen drei Bischöfe.
Kurz vorher erging der Generalerlaß, alle romtreuen Priester zu deportieren – unter anderem nach Guayana, in den Nordosten von Südamerika.
30.000 Geistliche flohen ins Ausland. Tausende versteckten sich, um bei ihren Pfarreien zu bleiben.
1793 verschärfte der Nationalkonvent noch einmal die Strafen:
Todesstrafe für eidverweigernde Pfarrer, Deportation nach Guayana für nichtamtierende romtreue Priester.
In den Provinzen Vendée und Bretagne wurden mehr als 130.000 Katholiken von der Revolutionsarmee umgebracht, weil sie für ihre romtreuen Pfarrer und gegen die Königsmörder von Paris Partei ergriffen hatten.
Willkommen im Zeitalter der Aufklärung.
Nächstes Mal: Hier sind sie – die minderwertigen Menschenarten
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Wenn die Vernunft zu träumen beginnt, dann wird die Hölle geboren
Weiterlesen:
Montag, 27. August 2007 03:23
Bokrug †: Irrtum
Es sind die Freimaurer nach dem 33. Hochgrad des schotttischen Ritus – dem nach General Albert Pike auch
die Nazi-Finanzierer Rockefeller und Carnegie angehörten – die Luzifer-Melkart-Moloch dienen.
http://www.konstanzer-kreis.de/index.php?id=publikation…
Die Aufklärung an sich hatte auch positive Vertreter_
Leibniz etwa, einen grossen christliche Philosophen, Krause, Schiller…bereits Erasmus von Rotterdamm war ein christlicher Humanist…
http://www.konstanzer-kreis.de/index.php?id=publikation…
Die Aufklärung an sich hatte auch positive Vertreter_
Leibniz etwa, einen grossen christliche Philosophen, Krause, Schiller…bereits Erasmus von Rotterdamm war ein christlicher Humanist…
Dienstag, 21. August 2007 03:26
Leblhuber: Das Licht leuchtet nicht, wenn wir es verdunkeln!
Ich verabschiede mich von diesem Forum. Vielen Dank an alle, die versuchen, gleich welchen Standpunkt
sie einnehmen, ob eher christlich konservativ oder progressiv, ob jüdisch, atheistisch oder agnostisch,
auf Unflätigkeiten und Hasstiraden zu verzichten.
Dieses Forum ist nicht christlich, so wie ich das verstehe. Hier wird versucht, eine Geisteshaltung zu verbreiten, die mit meinem Wertekanon nicht vereinbar ist.
Wenn Extrempositionen wie die von Kasperschüler und solche Psychopathen wie Sentinel geduldet werden, ist meine Stimme deplaziert. Wer wissen will, wie Hetzkampagnen gegen unliebsame Kontrahenten laufen, ist hier an der richtigen Stelle. Ich nicht!
Ich bedauere, dass hier ein völlig verzerrtes Bild der Kirche sichtbar wird. Sollten wir nicht eher heilen können, statt verdammen und überzeugen statt belehren.
Die Aufmachung dieses Forums ist gut aber die offensichtliche Intention ist mir zuwider.
Leblhuber
Dieses Forum ist nicht christlich, so wie ich das verstehe. Hier wird versucht, eine Geisteshaltung zu verbreiten, die mit meinem Wertekanon nicht vereinbar ist.
Wenn Extrempositionen wie die von Kasperschüler und solche Psychopathen wie Sentinel geduldet werden, ist meine Stimme deplaziert. Wer wissen will, wie Hetzkampagnen gegen unliebsame Kontrahenten laufen, ist hier an der richtigen Stelle. Ich nicht!
Ich bedauere, dass hier ein völlig verzerrtes Bild der Kirche sichtbar wird. Sollten wir nicht eher heilen können, statt verdammen und überzeugen statt belehren.
Die Aufmachung dieses Forums ist gut aber die offensichtliche Intention ist mir zuwider.
Leblhuber
Dienstag, 21. August 2007 03:21
Taran: Inthronisierung Luzifers?
Inthronisierung Luzifers?
Hat das Böse die Macht im Vatikan übernommen?
Pater Dr. Dr. Dr. Malachi Martin war Berater und enger Vertrauter dreier Päpste. Er zählte zu den Insidern im Vatikan. In seinem Roman („Der letzte Papst“) deckt er eine Verschwörung auf, die sich ein Außenstehender kaum vorzustellen vermag.
Was Insider schon lange wußten und andere bereits geahnt haben, enthüllte Pater Martin kurz vor seinem Tod einem Journalisten: Das Buch ist ein Tatsachenbericht. Er habe teilweise Orte und Namen verändert und die Romanform gewählt, um bestimmte Personen zu schützen.
Pater Martin beschreibt in aller Dramatik eine Zeremonie im Vatikan aus dem Jahre 1963, die nichts anderes war, als ein okkultes Ritual zur Inthronisierung des obersten gefallenen Engels Luzifer in die Führung der katholischen Kirche. Niemals seit der Gestalt des Nimrod im Alten Testament und seit dem Turmbau zu Babel haben es die Eliten der Macht aufgegeben, ihren fieberhaften Traum von der einen Weltregierung zu verfolgen. »Die tun ihr Möglichstes, um ihren Mann als Papst einsetzen zu können. Wenn ihnen das gelingt, dann wäre Satan wirklich der Herrscher,« so Pater Martin.
„Das dramatische Moment dieses Buches ist immens, der
Konflikt zwischen Gut und Böse nahezu unkontrollierbar, die ungelösten Fragen verfolgen einen noch lange.“
Wall Street Journal
Bezugsquelle: KOPP Verlag
Hat das Böse die Macht im Vatikan übernommen?
Pater Dr. Dr. Dr. Malachi Martin war Berater und enger Vertrauter dreier Päpste. Er zählte zu den Insidern im Vatikan. In seinem Roman („Der letzte Papst“) deckt er eine Verschwörung auf, die sich ein Außenstehender kaum vorzustellen vermag.
Was Insider schon lange wußten und andere bereits geahnt haben, enthüllte Pater Martin kurz vor seinem Tod einem Journalisten: Das Buch ist ein Tatsachenbericht. Er habe teilweise Orte und Namen verändert und die Romanform gewählt, um bestimmte Personen zu schützen.
Pater Martin beschreibt in aller Dramatik eine Zeremonie im Vatikan aus dem Jahre 1963, die nichts anderes war, als ein okkultes Ritual zur Inthronisierung des obersten gefallenen Engels Luzifer in die Führung der katholischen Kirche. Niemals seit der Gestalt des Nimrod im Alten Testament und seit dem Turmbau zu Babel haben es die Eliten der Macht aufgegeben, ihren fieberhaften Traum von der einen Weltregierung zu verfolgen. »Die tun ihr Möglichstes, um ihren Mann als Papst einsetzen zu können. Wenn ihnen das gelingt, dann wäre Satan wirklich der Herrscher,« so Pater Martin.
„Das dramatische Moment dieses Buches ist immens, der
Konflikt zwischen Gut und Böse nahezu unkontrollierbar, die ungelösten Fragen verfolgen einen noch lange.“
Wall Street Journal
Bezugsquelle: KOPP Verlag
Sonntag, 13. August 2006 03:40
Christian Hüller: Vernunft im Dienste der Barbarei
In diesem Forum wundert mich, wie oft doch und v. a. wie weit doch häufig die geäußerten Meinungen
von den eigentlichen Themen der zur Diskussion gestellten Artikel abweichen.
Ohne hier eine Lanze für den Fideismus brechen zu wollen, ist der Artikel sicherlich eine heilsame Erinnerung daran, dass die Vernunft nicht das Allheilmittel war, als das sie die Aufklärer betrachtet haben (und selbst- ernannte Aufklärer noch heute betrachten).
Vernunft braucht (Bewertungs-)Maßstäbe, die sie nicht selber schaffen kann, sondern letztlich aus der Tradition nimmt.
Damit steht die Tradition in gewisser Weise vor der Vernunft.
Zumindest wird man sagen müssen, das beide aufeinander verwiesen sind.
Mit der Vernunft kann am letztlich alles begründen, wenn man nur will:
Im Dritten Reich glaubte man, dass es unwahrscheinlich vernünftig sei, alle Juden wegen ihrer angeblichen Weltverschwörung auszurotten.
Während der Frz. Revolution glaubte man, dass es äußerst vernünftig sei, möglichst viele Adeligen umzubringen…
In beiden Fällen stand die Vernunft im Dienste einer Ideologie, was erneut zeigt, wie wichtig es ist, sich mit Werten auseinanderzusetzen, die den „Vernunfturteilen“
zugrundeliegen.
MFG
Ohne hier eine Lanze für den Fideismus brechen zu wollen, ist der Artikel sicherlich eine heilsame Erinnerung daran, dass die Vernunft nicht das Allheilmittel war, als das sie die Aufklärer betrachtet haben (und selbst- ernannte Aufklärer noch heute betrachten).
Vernunft braucht (Bewertungs-)Maßstäbe, die sie nicht selber schaffen kann, sondern letztlich aus der Tradition nimmt.
Damit steht die Tradition in gewisser Weise vor der Vernunft.
Zumindest wird man sagen müssen, das beide aufeinander verwiesen sind.
Mit der Vernunft kann am letztlich alles begründen, wenn man nur will:
Im Dritten Reich glaubte man, dass es unwahrscheinlich vernünftig sei, alle Juden wegen ihrer angeblichen Weltverschwörung auszurotten.
Während der Frz. Revolution glaubte man, dass es äußerst vernünftig sei, möglichst viele Adeligen umzubringen…
In beiden Fällen stand die Vernunft im Dienste einer Ideologie, was erneut zeigt, wie wichtig es ist, sich mit Werten auseinanderzusetzen, die den „Vernunfturteilen“
zugrundeliegen.
MFG
Montag, 7. August 2006 21:29
blueberry: Ach Maurice!
Alter Franzose träumt wieder von jungen süßen hübschen Mädels…
Montag, 7. August 2006 21:15
Maurice Corvisier: ach, Blaubär,
ach, Nase.
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