Kirchenverkauf in Essen
Er hat es gut gemeint
Es gibt verschiedene Gründe, warum im Bistum Essen so viele Kirchen zugesperrt werden müssen.
(kreuz.net) Franz Kardinal Hengsbach († 1991) – der erste Bischof von Essen – wollte nicht daran glauben, daß einmal weniger Menschen in die Kirchen kommen.

Das berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ Mitte Juli.

Das Ruhrbistum befindet sich in einem gigantischen Umbauprozeß. Künftig werden 96 der 350 Kirchen außer Betrieb genommen.

Die 249 Pfarreien werden zu 43 Großpfarreien mit 6.500 bis 35.000 Gläubige zusammengelegt.

Das Bistum begründet die Maßnahmen mit zurückgehenden Kirchensteuer-Einnahmen, weniger Kirchenbesuchern, weniger Geburten und dem Priestermangel.

Doch im Bistum weiß man noch andere Gründe: Hätte der erste Ruhrbischof Franz Kardinal Hengsbach nicht so viele neue Kirchen geweiht, wäre es heute leichter für das Bistum.

Albert Kaussen (78) der unter Kardinal Hengsbach im Generalvikariat des Bistums für die Planung zuständig war, lächelt:
Die Zahl der Katholiken
im Bistum Essen sank von 1,5 Millionen bei der Gründung auf heute 950.000.


„Ja, Hengsbach war ein unverbesserlicher Optimist“ – sagt er vor der ‘Westdeutschen Allgemeinen’.

Es habe schon damals Zahlen gegeben, welche die gegenwärtige Entwicklung vorhergesagt hätten. Aber Planungen seien auch eine Frage der Mentalität.

So sei dem Ruhrbischof schon in den 70er Jahren eine Statistik über die Entwicklung der Priesterzahlen auf zehn Jahre im voraus vorgelegt worden.

Doch Mons. Hengsbach habe davon nicht viel wissen wollen. Er habe geglaubt, daß es eine Trendwende geben werde.

Ähnlich sei es mit den neugebauten Kirchen gewesen.

Von den 350 Gotteshäusern des Bistums Essen sind etwa fünfzig nach der Gründung des Bistums im Jahr 1958 entstanden. 47 Pfarrzentren wurden neu errichtet.

Zur Gründung neuer Pfarreien hätten auch die Gläubigen gedrängt: „Die treibende Kraft bei Neugründungen waren häufig die Katholiken. Das ging von unten nach oben zum Bischof, selten umgekehrt“ – so Baldur Hermans, ehemaliger Dezernent für gesellschaftliche und weltkirchliche Aufgaben.

Pfarrgemeinderäte hätten damals geglaubt, daß eine selbständig gewordene Filialkirche auch mehr Geld bekomme. Sinkende Kirchensteuern seien noch kein Thema gewesen.
Heute gehen im Bistum Essen
noch 11,5 Prozent der Katholiken regelmäßig in die Kirche. 1958 waren es 35,5 Prozent.


Doch Hinweise auf die erste Kohlekrise gab es bereits ein Jahr vor der Bistumsgründung. Die Arbeitslosigkeit machte sich bemerkbar – auch die demographische Entwicklung.

Die Zahl der Katholiken im Bistum Essen sank von 1,5 Millionen bei der Gründung auf heute 950.000.

Heute gehen gerade mal noch 11,5 Prozent der Katholiken regelmäßig in die Kirche. 1958 waren es 35,5 Prozent.

Kardinal Hengsbach habe die zurückgehenden Zahlen der Kirchenbesucher nicht zur Kenntnis nehmen wollen – so Albert Kaussen:

„Er kam ja aus dem Sauerland und dort war die Entwicklung anders als hier im Schmelztiegel Ruhrgebiet. Hengsbach guckte in der Beziehung auf das Sauerland. Er war eben immer Optimist.“
Bischof Felix Genn:
„Die Fiktion anhaltender Normalität hat lange vorgehalten, aber sie zerreißt.“


Zudem habe zur Gründungszeit ein besonderer Geist geweht. Bischof Hengsbach sei mit außerordentlichem Elan nach Essen gekommen.

Die Gründung eines neuen Bistums in einer Industrieregion sei für die Kirche eine große Herausforderung gewesen. Verbunden mit der Neugründung war eine neue Form der Seelsorge – die Begleitung der Kumpel und Stahlarbeiter –, die es bis dahin europaweit nicht gab.

Damals habe man auch gewollt, daß die nächste Kirche höchstens fünf Minuten weit entfernt sei.

Wo 2.000 oder 3.000 Katholiken wohnten, sollte auch eine Kirche stehen.

„Die Fiktion anhaltender Normalität hat lange vorgehalten, aber sie zerreißt.“

Mit diesen Worten begründete der jetzige Ruhrbischof, Mons. Felix Genn, den Umbau.
      
33 Lesermeinungen
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#33   mathild   10:41:36 | Donnerstag, 16. November 2006
Alte Essener Dom-Orgel mit 64 Registern der Fa. Walcker wurde für 1-Euro verkauft
Von Geldmangel im Bistum Essen kann man nicht reden. Das sind Lügen die uns vorgegeben werden müssen und die „dummen“ Schafe glauben es auch noch, was der Bischof Dr. Felix Genn und seine „Kohorte“ uns vorplappern. Wieso wurde die alte vollkommen intakte Domorgel für 1,--Euro verkauft, geschweige in diesen schwierigen Zeiten eine neue erbaut? Da stimmt doch was nicht. Das Bistum Essen besitzt erhebliche Anteile an Kölner und auch Aachener Wohnungsbaugenossenschaften die einen stolzen Gewinn alljährlich einbringen. Geldnot ? – bestimmt nicht!
Glaubenslosigkeit und Gewissenlosigkeit seitens der Bistumsleitung hingegen sind vorhanden. Könnte der Bischof Dr. Feleix Genn ansonsten noch eine Nacht ruhig schlafen?
WEHRT EUCH CHRISTEN – laßt EUCH nicht für dumm verkaufen!
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#32   Aldo Carigiet   23:57:35 | Freitag, 11. August 2006
Kirchenverkauf: kein WUNDER
macht nur weiter so
mit dem sozial-Getünkel nimmt doch niemand mehr die Kirche ernst…
eigentlich sollte die Kirche den Glauben verkünden…
Wenn es schöne Kirchen zum Verkauf gibt, dann meldet Euch bei mir
Danke im vorau
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#31   AthanasiusII   17:11:09 | Dienstag, 8. August 2006
Niedrige Zahlen
Heute gehen gerade mal noch 11,5 Prozent der Katholiken regelmäßig in die Kirche. 1958 waren es 35,5 Prozent.
Das ist sowieso sehr niedrig, vor allem in 1958 (war es nicht 1968?), als in den Niederlanden noch mehr als 90 % der Katholiken wochentlich in der Hl. Messe am Sonntag war, und in Québec 89 %, und in den USA 75 % jeden Sonntag und 20 % jeden Tag.
Aber gut: Hitlerjugend, NS-Regime, Bombardemente, Kommunismus, Arbeiterbewegung und der Wohlstand lassen Leute häufig nicht ganz unbewegt, auch nominalen Katholiken nicht.
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#30   Horst Schlämmer   14:08:15 | Dienstag, 8. August 2006
@Purchil
Sind ihnen die Argumente ausgegangen, weil sie wieder zynisch und untergriffig werden?
Hören Sie mal, sollten Sie schon jemals einen Protestanten dazu ermutigt haben zur Heiligen Kommunion zu gehen, dann haben Sie schwere Schuld auf sich geladen.
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#29   Benedikt   13:42:24 | Dienstag, 8. August 2006
@ Puchil2
Hängt die katholische Identität nun wirklich daran, ob ein Laientheologe einen Teil des Hochgebetes spricht oder wenn einmal ein anderes Hochgebet verwendet wird oder wenn ein evangelischer Christ bei uns die Kommunion empfängt oder wenn ein evangelischer Pastor mit am Altar steht?
Einem ev. Pastor, der „bei uns“ am Altar stehen will steht es frei, zu konvertieren. Ansonsten wüsste ich nicht, was so ein geheucheltes Treiben bringen soll.
Ich wüsste auch nciht, was es für einen Sinn machen soll, Teile des Hochgebets von einem halben Dutzend Laien sprechen zu lassen. Das soll der Priester machen, der dafür beauftragt ist. Die Laien schließen sich im Kirchenschiff dem Beten an.
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#28   Bernardin †   13:13:46 | Dienstag, 8. August 2006
Puchil2
Selbstverständlich!
Ich könnte ganz konkret werden, will hier aber nicht!
Schauen Sie auf die Situation des Bistums heute! Diese Situation sagt ihnen alles!
Ich denke hier auch an Röschenz! Die Art und Weise zeigt das wahre Gesicht der beiden Herren Koch und Trauffer!
Lesen Sie alle Bücher von Koch, die er als junger Theologe und als Professor geschrieben hat und vergleiche Sie ihn heute! Das sind Welten!
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#27   stat crux   12:03:45 | Dienstag, 8. August 2006
Katholische Identität
ist tatsächlich das sakramentale Leben der Kirche, weder ein bestimmter Kentnisstand, noch ein bestimmter pädagogischer Erfolg. Und eine gewisse „breitenwirkung“ der Religion ist auch anders gar nicht zu „haben“, wie der Niedergang in allen von der Reformation betroffenen Gebieten Europas fast täglich intensiver beweist. Es war eben erweislich nicht war, dass Kirche sich in der „Lehre“ manifestiert. Wenn von der Christlichen Religion weder das Hirtenamt (Königsamt) Christi übrigbleibt noch das Priesteramt, sondern nur die „Lehre“ und diese überdies der „Wissenschaft“ ausgesetzt (also Privatmeinungen), dann sind die Mysterien Christi für das allgemeine Volk nicht mehr „vollziehbar“. Deshalb muss es bei der sakramentaklen Anlkeitung der Kurche durch geweihte Berufene bleiben; jedes Alternativmodell ist nicht fähig, das Evangeliuum in die Weite des öffentlichen Raums hinein zu vertretzen, wie uns (fast) jede protestamntische Konfession vor Augen führt. Ausnahme: Der bewusst individuelle Bekennermut freikirchlicher Christen und solcher, die dies im staatskirchlichen Kontext nachzuahmen versuchen, aber auch hier fehlt es an der Öffentlichkeitswirkung. Es gibt keine Alternative zur sakramentalen Identität der Kirche (vgl. Lumen Gentium 1-69), das bestätigt auch die Orthodoxie, der jedoch die amtliche Durchsetzungskraft abhanden kam, wegen zu großem Gehorsam gegenüber der monarchischen Staatskirchenverfassung.
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#26   Puchil2 †   11:52:58 | Dienstag, 8. August 2006
An Bernardin
Können sie das konkretisiren?
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#25   Bernardin †   10:57:17 | Dienstag, 8. August 2006
Puchil2
Beide sind Menschen, denen das Evangelium abhanden gekommen ist!
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#24   Puchil2 †   10:53:37 | Dienstag, 8. August 2006
Argumentationsnotstand
Sind ihnen die Argumente ausgegangen, weil sie wieder zynisch und untergriffig werden?
Übrigens: Natürlich können evangelische Christen das sonntägliche Glaubensbekenntnis mitbeten. Die evangelische Fassung unterscheidet sich nur in einem Wort: statt“katholische Kirche „ sagen sie „christliche Kirche“, wobei das Wort „katholisch“ bekanntlich „ die allgemeine, über die ganze Welt verbreitete und für sie daseiende Kirche“ meint. Das könnten wohl alle Christen sprechen, ohne ihre konfessionelle Identität aufgeben zu müssen, wenn der Begriff „katholisch“ nicht so stark mit „römisch“ gleichgesetzt würde.
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#23   Horst Schlämmer   08:48:41 | Dienstag, 8. August 2006
@Purch
Hängt die katholische Identität nun wirklich daran, ob ein Laientheologe einen Teil des Hochgebetes spricht oder wenn einmal ein anderes Hochgebet verwendet wird …
Genau, hängt die katholische Identität nun wirklich daran, ob die Orgel das „Ave Maria“ spielt oder es mein Beo während der Messe so wunderschön pfeift?
… oder wenn ein evangelischer Christ bei uns die Kommunion empfängt oder wenn ein evangelischer Pastor mit am Altar steht?
Lassen Sie sich exorzieren!
Hängt die katholische Identität nicht vielmehr daran, ob man den Inhalt des Glaubensbekenntnisses, das wir alle am Sonntag sprechen, mit Herz und Hirn verstanden hat und danach lebt?
Grübel, ob das dann der oben genannte evangelische am Altar stehende Pastor und der kommunionempfangende evangelische Christ auch mit Herz und Hirn verstanden haben und wie wir alle mitbeten?
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#22   Puchil2 †   08:12:45 | Dienstag, 8. August 2006
Frage
Was ist da Schreckliche an Bischof Koch und seinem Generalvikar?
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#21   Bernardin †   23:21:26 | Montag, 7. August 2006
Herr Dr. C.R.
Er sprach vom BISTUM BASEL und dieses hat bekanntlich sehr viele Pfarreien, er sprach nicht von der Stadt Basel und Umgebung!
In der Tat gibt es im Bistum Basel sehr, sehr viel Gutes, Positives!!!!
In der Tat gibt es im Bistum Basel auch ein Defizit und das besteht im Moment aus dem Bischof und seinem Generalvikar! Nach den grossartigen Bischöfen Prof. Dr. Anton Hänggi und Dr.Otto Wüst, hat das Bistum Basel nun einen Koch und das war er anrichtet, schmeckt nicht gut, denn er hat neben sich den Generalvikar Dr. Roland Bernhard Trauffer – schrecklich! Dominikaner müssen sich schämen, denn Trauffer ist leider Dominikaner!
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#20   Puchil2 †   17:43:14 | Montag, 7. August 2006
An Römisch-Katholisch
Hängt die katholische Identität nun wirklich daran, ob ein Laientheologe einen Teil des Hochgebetes spricht oder wenn einmal ein anderes Hochgebet verwendet wird oder wenn ein evangelischer Christ bei uns die Kommunion empfängt oder wenn ein evangelischer Pastor mit am Altar steht? Hängt die katholische Identität nicht vielmehr daran, ob man den Inhalt des Glaubensbekenntnisses, das wir alle am Sonntag sprechen, mit Herz und Hirn verstanden hat und danach lebt?
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#19   Isidor   11:05:07 | Montag, 7. August 2006
Vielleicht sollte Bischof Dr. Felix Genn selbst mal zur hl. Beichte gehen – die Kirche zerstört sic…
Alles scheint Gottes Plan zu sein – Ausreinigung…
Ich schäme mich zutiefst für diesen Bischof Dr. Felix Genn, dessen Bistum ich noch angehöre. Kirchen schliessen hin und her, aber im Bistum Essen geht es nur ums Geld – KIRCHENPOLITIK und um attraktive Grundstücke! Beispiele: St. Pius in Wattenscheid an der Parkstrasse und die berühmte Marienkirche in der Bochumer Innenstadt etc…
In welcher Art von Sünde Bischof Dr. Felix Genn lebt, sollte er selbst wissen.
1…ein frommer Priester befindet sich im HartzIV Bezug der Arbeitsagentur. „lt. dem neuen Generalvikar Herrn Hans-Werner Thönnes braucht das Bistum ja auch keine frommen Jungs sondern Priester…!“
2…altgediente noch gesunde Geistlichkeit wird aus der langjährig anvertrauten Gemeinde sogar unter Rechtsschrittandrohung zwangsvertrieben – Resultat – es findet kein hl. Messopfer täglich mehr statt. Der Bischof verhindert also das hl. Messopfer…
3…ein 50-ig jähriger Priester wird zwangspensioniert…
4…unzählige andere Beispiele sind vorhanden – die eigentlich Herrn Bischof Dr. Felix Genn nicht mehr schlafen lassen müssten, wenn er denn ein Gewissen hätte – aber er hat offensichtlich gar keinen GLAUBEN.
Betet für diesen und die anderen Bischöfe und deren Umfeld – denn sie befinden sich auf diabolischem Areal, dort wirken sie sehr intensiv an der Kirchenzerstörung mit.
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#18   Römisch-Katholisch   10:56:12 | Montag, 7. August 2006
@ Puchil2
Was in gewissen Pfarreien abgeht hat schlicht und einfach nichts mehr mit katholisch sein zu tun. Und das kann es doch nicht sein. Wenn man katholisch sein will, dann gibt es halt bestimmte Regeln und Vorgaben, die es zu befolgen gibt. In vielen Pfarreien hat man den Eindruck, in einer Freikirche oder gar in einer Sekte zu sein.
Wenn beliebig Laientheologen im Hochgebet mitwirken, wenn die Hochgebete abgeändert werden oder wenn Interkommunion oder gar Interzelebration praktiziert werden hat das nichts mit einem blühenden Pfarreileben zu tun, sondern mit Ungehorsam und einer Spaltung der Kirche. Ich erwarte einfach, dass mal rigoros durchgegriffen und aufgeräumt wird. In den vergangenen 30 Jahren wurde viel zu viel toleriert und die Grenze immer weiter überschritten.
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#17   Agiafortuni   10:38:27 | Montag, 7. August 2006
Puchil2
Von einem blühenden Pfarreileben in Basel und Umgebung kann nicht die Rede sein.
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#16   Adrian   10:17:12 | Montag, 7. August 2006
@ Puchil2
Nein, nicht allein darauf kommt es an, sondern darauf, dass es in der Einheit mit deren Hirten, dem Bischof, geschieht. Wenn er erkannt hat und der Meinung ist, dass der katholische Glaube in Gefahr ist und das Heil der Seelen bedroht sieht und sein Hirtenwort nicht befolgt werden will, dann kommt es eben genau nicht darauf an. Es sei ja nicht gesagt, dass alles was von den Laien kommt schlecht ist, nein. Aber es MUSS Grenzen in den Ausführungen, in der Liturgie, in den Werten/Wahrheiten der Lehre geben: in der Einheit mit dem Bischof. Was da zum Teil gemacht wird, ist eben nicht mehr katholisch. Es sind fast sektiererische Züge und Entwicklungen vorhanden. Und man sollte sich da nicht von schönen Homepages ablenken oder gar beeinflussen lassen. Gruß.
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#15   Rodolfo Panetta   10:13:34 | Montag, 7. August 2006
Kein Einzelfall
Immer wieder und auf vielen Gebieten erkennen Führungskräfte die Realitäten nicht richtig. Bischof Franz Hengsbach war vielleicht als Mensch ein Heiliger, hier hätte er kritischer sein müssen.
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#14   Puchil2 †   22:53:02 | Sonntag, 6. August 2006
Bistum Basel
Beim Durchsehen einiger Homepages des Bistums Basels gewann ich den Eindruck, dass es dort gerade wegen des Einsatzes von vielen Laien blühendes pfarrliches Leben gibt. Und auf das kommte es an.
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#13   Römisch-Katholisch   21:57:47 | Sonntag, 6. August 2006
@ puchil2
Adrian hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau das meine ich. Es geht aber noch weiter, nämlich, dass viele sog. Gemeindeleiter und Gemeindeleiterinnen am Sonntag gar keine Priester mehr tolerieren und lieber selber am Altar stehen. Oder wenn dann trotzdem mal eine Eucharistiefeier stattfindet, dass sie dem Priester dreinreden und ihm sagen, wann er wie und was zu tun oder zu lassen habe. Die meisten Priester lassen dass auf sich sitzen oder finden das sogar noch gut.
Die Situation im Bistum Basel ist wirklich schlimm. Viele Aussenstehende können das kaum nachvollziehen oder verstehen wie es wirklick ist.
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#12   Rocky   20:41:30 | Sonntag, 6. August 2006
„Die Fiktion anhaltender Normalität hat lange vorgehalten, aber sie zerreißt.“
Hat je ein Bischof mal eineGewissenserforschung gemacht, warum plötzlich etwas „zerreisst“? Wie wär’s mit einem Mea culpa über die unnötigen „ökumenischen Nachlaufereien-und-nichts erreichen“ der Bischöfe? Wie wär’s mit einem Rückblick auf gute 30 Jahre völlig unzulänglichem Religionsunterricht – sollte man so manches, was da als „Unterricht“ geboten wurde, mit sehr gutem Willen noch als „katholisch“ nennen wollen… und… und… und… Warum überhaupt soll jemand in die Kirche gehen, wenn ihm von Katecheten (die oft selbst nicht in die Kirche gingen – ausser sie „hielten den Gottesdienst“) beigebracht wurde, dass es keine Sonntagspflicht gibt … Die Beichtstpühel waren leer, weil „alle und alels“ zum „Mahl“ eingeladen wurde… Wenn die Bischöfe gegen den Papst opponierten („Abtreibungsschein…“) und viele mewhr! Eine Mea culpa – und nicht Gründe für Kirchenschliessungen sollte man von den Bischöfen mal hören!
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#11   Bernado   18:59:46 | Sonntag, 6. August 2006
Ordinatio Sacerdotalis
Der Text, dessen wichtigsten Teil ich zitiert hattte, ist vollständig auf stjosef.at www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm zu finden.
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#10   Adrian   15:14:47 | Sonntag, 6. August 2006
@ Puchil2
„Römisch Katholisch“ meint wohl mit seiner Andeutung bezüglich Basel, dass dort die Laien das Zepter in den Pfarreien übernommen haben und jetzt machen, was sie wollen. Der Bischof hatte sich die Zusammenarbeit mit den Laien ganz anders erhofft und geplant. Es ist eine sehr schlimme Entwicklung dort zu beobachten. Es werden in den hlg. Messen „liturgische“ Tänze um dem Altar aufgeführt, bunte Tücher ect. Die Priester stehen dem fast machtlos gegenüber, allein auch deswegen, weil viele Priester das unterstützen. Der Bischof hat seine Schwierigkeiten, da er dagen spricht und predigt, die Gläubigen wollen aber nicht mehr auf ihn hören, greifen ihn eher noch an. Gruß.
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#9   Gotthard   13:50:18 | Sonntag, 6. August 2006
@beobachterin
Wo ist denn die polnisch-stämmige katholische deutsche Bevölkerung hingegangen? Im Wechsel gegen die Muslime in die Türkei?
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#8   Puchil2 †   13:43:21 | Sonntag, 6. August 2006
An Römisch Katholisch
Was meinen sie mit:Zuständen wie in der Schweiz, besonders im Bistum Basel?
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#7   möchtegern-kathole   13:42:59 | Sonntag, 6. August 2006
@Beobachterin
das ist aber demokratisch!
Wenn dein Volk nicht so tut wie du willst, wähl’ dir ein anderes !
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#6   Beobachterin   13:34:23 | Sonntag, 6. August 2006
Wechsel
Nicht allein die Zahl der Gottesdienstbesucher ist zurückgegangen. Ein Teil der Bevölkerung ist auch ausgewechselt durch Muslime – mit steigender Tendenz. Diese Menschen gehen nicht in Kirchen, sondern bauen sich Moscheen.
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#5   möchtegern-kathole   13:13:33 | Sonntag, 6. August 2006
@ Bernado
haben Sie den Text von Ordinatio Sacerdotalis aus dem Internet? Wenn woher? Wäre dankbar für die Angabe.
Einen geistreichen Beitrag Marke „der Letzte macht das Licht aus“ über Essen gibt es übrigens unter:
www.kath.de/…itus/newsdetail.php3?newsid=7358&re…
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#4   Bernado   13:06:11 | Sonntag, 6. August 2006
Schwere Träume
Ein Träumer schrieb: „Als Übergangslösung, bis die Kirchenleitung durch Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt endlich ihre Verantwortung für die Pfarrgemeinden ernstnimmt, und so das volle Leitungsamt durch einen geweihten Priester (oder Priesterin) wieder wahrgenommen werden kann.“
Das wären dann aber altkatholi’sche oder lutherische Gemeinden, denn in Ordinatio Sacerdotalis schrieb Papst JP II:
Zitat:
4. Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu.
Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.
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#3   möchtegern-kathole   13:01:02 | Sonntag, 6. August 2006
109250
35,5% von 1,5 Mio: 532.500
11,5% von 0,95 Mio: 109.250
Glenn ist also Bischof von 109250 Katholiken. Da könnte man schön langsam das ganze Bistum auflösen.
240 Priester gibt es, also 1 Priester auf 455 Katholen. Das ist wenig. Wenn man aber annimmt, dass von den Gottesdienstbesuchern vielleicht 1/4 beichten, dann kommt auf 1 Priester 113 Beichtkinder. Das ist ok! Warum sollte Gott mehr Arbeiter in seinen Weinberg senden??? Das machen doch jetzt die Laien … :-!
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#2   Römisch-Katholisch   11:59:15 | Sonntag, 6. August 2006
Zur Situation in Essen
Ich bin durchaus einverstanden, wenn man die Anzahl der Pfarreien reduziert, dies sollte man auch dringend im Bistum Basel tun. Das heisst ja nicht, dass man dann auch gleich die Gotteshäuser mitschliessen soll. Die entsprechende Kirche kann als Filialkirche durchaus bestehen bleiben. Dadrin kann beispielsweise die Vorabendmesse oder eine Früh- oder Spätmesse abgehalten werden, je nach dem.
Die Zahl der praktizierenden Gläubigen und folglich auch der Neupriester ging zurück. Also sollte man auch die Pfarreien wieder reduzieren. Die Lösung, dass man einfach Laien anstellen soll, die dies übernehmen ist meiner Meinung nach klar gescheitert. Man schaue mal die Zustände in der Schweiz an, vor allem im Bistum Basel.
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#1   Puchil2 †   11:45:01 | Sonntag, 6. August 2006
Noch einmal: Der falsche Weg
Auf Grund des Priester – und Geldmangels Pfarren auflösen, zusammenlegen, Kirchen außer Betrieb stellen…wie in Essen, ist der falsche Weg.
Einen anderen, richtigen Weg gehen einige Diözesen in Österreich (Linz, Innsbruck)
1. Auch priesterlose Pfarreien bleiben bestehen
2. Hauptberufliche oder ehrenamtliche ausgebildete Laien übernehmen die Leitung und die Verantwortung
3. Dazu ausgebildete Laien gestalten Liturgie: Wortgottesfeiern, Tagzeitenliturgie … Wenn organisierbar, gibt es gelegentlich eine sonntägliche Eucharistiefeier.
4. Wenn irgendwie möglich, bleiben die von Priestern verwaisten Pfarrhöfe bewohnt.
Zugegeben: das ist „Mangelverwaltung“, aber eine verantwortbare. Die Erfahrung zeigt, dass in von ehrenamtlichen Laien geleiteten Gemeinden eine ungeheure Energie und Überlebenswillen entwickelt wird, dass unglaubliche – auch finanzielle – Anstrengungen auf sich genommen werden, nur um das Gemeindeleben im vertrauten, überschaubaren Bereich sicherstellen zu können. Als Übergangslösung, bis die Kirchenleitung durch Änderung der Zulassungsbedingungen zum Priesteramt endlich ihre Verantwortung für die Pfarrgemeinden ernstnimmt, und so das volle Leitungsamt
durch einen geweihten Priester (oder Priesterin) wieder wahrgenommen werden kann.
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