Hier sind sie: die minderwertigen Menschenarten
Voltaire – der große Held der Modernen – haßte nicht nur die Kirche aus ganzem Herzen, sondern auch Juden und Neger. Von Leo. G. Schüchter.

Einerseits wurden sie durch die bürgerliche Gleichstellung in Staat und Gesellschaft allmählich integriert.
Andererseits erfanden einige Hauptfiguren der Aufklärung den rassistischen Antisemitismus, der in der späteren Entwicklung der aufklärerischen Staatsidee fatale Folgen haben sollte.
Es war ein wichtiges Anliegen der Aufklärung, den christlichen Glauben und dessen Grundlage – die Bibel – zu zerstören. Die damit zusammenhängende Leugnung des Monogenismus führte zu einer bisher unbekannten rassischen und rassistischen Einteilung der Menschheit.
Gegenüber dem Ansatz der Genesis, wonach alle Menschen von einem Menschenpaar – Adam und Eva – stammen, vertraten verschiedene Aufklärer die These der Polygenese – der Existenz mehrerer Ursprünge der Menschheit.
Auch Voltaire war fest davon überzeugt, daß die Gattung Mensch aus verschiedenen, unterschiedlich wertvollen Rassen bestehe.
Die neuen, gegen die Kirche ausgespielten Wissenschaftsmethoden des Beobachtens, Messens und Vergleichens wurden auch zur Befestigung der aufgeklärten Rassentheorie benützt.
Der aufgeklärte Voltaire glaubte, seine Rassenhierarchie mit den Erfahrungsberichten der damaligen Afrikaforscher beweisen zu können.
So kam er zu der Erkenntnis, daß die „Kaffern, Hottentotten und Neger“ in der menschlichen Rassenpyramide zuunterst stünden. Danach folgten seiner Ansicht nach direkt die Juden.
An der Spitze plazierte der aufgeklärte Philosoph die „zivilisierte“ weiße Rasse.
Die Erkenntnisse über die Juden legte Voltaire in seinem Artikel „Juifs“ nieder, der in seinem Philosophischen Taschenwörterbuch von 1764 enthalten ist.
Dort erklärt Voltaire auch den Zusammenhang zwischen Juden und Neger anhand empirischer Kategorien:
Bei den Bantu-Völkern im südlichen Afrika sowie bei den Kaffern sei die gleiche Beschneidung und ungezügelte Sexualität zu beobachten wie bei den Juden.
In den „Essais sur les Moers“ – Aufsätzen über die Sitten – erkannte der Vernunftphilosoph:
„Die Römer betrachteten die Juden mit dem gleichen Blick, mit dem wir die Neger sehen, nämlich als eine minderwertige Menschenart.“
Aus der Vernichtung mehrerer Völker Kanaans – wie sie das Alte Testament beschreibt – erklärt Voltaire einen unauslöschlichen Haß der Juden gegen alle Nachbarvölker – ja gegen die ganze Menschheit.
Da die Juden über kein Vaterland verfügten, sondern ihr Vaterland dort sei, wo Geschäft und Geld zu machen wäre, könne kein Land und kein König von ihnen Loyalität erwarten.
Die jüdische Sprache sei eine barbarische Mischung antiker Dialekte und insofern auch ein Ausdruck der Ungebildetheit der Juden.
Voltaire faßt seine Position in seinem Judenartikel so zusammen:
Die Hebräer seien in der Antike schon immer Betrüger, Sklaven oder Aufrührer gewesen.
Noch heute seien sie Vagabunden auf der Erde und ein Schrecken für die Menschheit. Sie verbänden den schmutzigsten Geiz mit dem abstoßendsten Aberglauben und mit einem unüberwindlichen Haß gegen alle Völker, die sie ertragen und reich machen würden.
Seine Verachtung der Juden hinderte den raffgierigen Voltaire allerdings nicht, mit der Hilfe preußischer Finanzjuden dubiose Spekulationsgeschäfte zu tätigen.
Bei diesen illegalen Geldgeschäften fälschte Voltaire Schriftstücke, vertauschte wertvolle Diamanten und mißhandelte seinen jüdischen Geschäftspartner Abraham Hirschel kalten Blutes.
Voltaire kann als der Begründer des Antisemitismus betrachtet werden.
Seine Rassentheorien und die Darlegung jüdischer Charaktermerkmale wurden zum Programm antisemitisch-rassistischer Bewegungen, als am Ende des 19. Jahrhunderts die von der Freimaurerei gesäte Saat des europäischen Nationalismus aufzugehen begann.
Der nationalsozialistische Nationalismus und Antisemitismus war nichts anderes als eine Spätfrucht der bürgerlichen Aufklärer à la Voltaire.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
2. Hier sind sie: die minderwertigen Menschenarten
Weiterlesen:
Donnerstag, 10. August 2006 13:51
blueberry: @ Dr. (auch wenn ich mich immer wieder neu wundere…) Heger
Leider finden es manche, Juden und Nichtjuden, passend, nicht nur solche alten Geschichten dauernd aufzuwärmen…
Das sagt der Richtige!
Kreuz.net existiert ja nur zu dem Zweck solche alten Geschichten wieder und wieder aufzuwärmen.
Das sagt der Richtige!
Kreuz.net existiert ja nur zu dem Zweck solche alten Geschichten wieder und wieder aufzuwärmen.
Donnerstag, 10. August 2006 10:08
Dr. Christoph Heger: @Guldin: Kriminalfall des Simon von Trient
Frau Dr. Dorninger: „Die ersten Urteilsprüche und Hinrichtungen der Beschuldigten, die alle ohne Ausnahme
nur unter der Folter ihre Schuldgeständnisse gemacht hatten, …
Das mag für die ersten Hinrichtungen zutreffen. Da nach dem seinerzeitigen (römisch-rechtlichen) Prozeßrecht Verurteilung ein Geständnis voraussetzte, war bei hinreichender Indizienlage „peinliche Befragung“ vorgesehen.
Frau Dorninger verschweigt vor allem aber oder weiß es nicht, daß keineswegs alle Geständnisse unter der Folter erfolgten.
Ich erinnere mich an den Fall der Brunetta, Frau des Hauptbeschuldigten Samuel. Sie war wie die anderen Frauen nicht der Beteiligung an dem Mord, wohl aber der nachträglichen Entehrung der Leiche beschuldigt worden. Sie war auch unter der Folter zu keinem Geständnis zu bringen und wurde daher ohne Verurteilung freigelassen. Erst jetzt, wo sie nichts mehr zu befürchten hatte, bekannte sie und verlangte, getauft zu werden.
Was geht uns dieser alte Kriminalfall an? Man sollte meinen, nach dem Grundsatz „Es gibt nichts, was es nicht gibt“ gar nichts. Leider finden es manche, Juden und Nichtjuden, passend, nicht nur solche alten Geschichten dauernd aufzuwärmen, sondern auch noch gegen den gesunden Menschenverstand zu behaupten, so was habe es nie gegeben, könne es nie geben usw., und lieber Gott und die Welt mit allen möglichen Hintertreppengeschichten zu verdächtigen, als einmal zuzugeben, daß auch Juden Verbrechen begangen haben könnten.
MfG
Christoph Heger
Das mag für die ersten Hinrichtungen zutreffen. Da nach dem seinerzeitigen (römisch-rechtlichen) Prozeßrecht Verurteilung ein Geständnis voraussetzte, war bei hinreichender Indizienlage „peinliche Befragung“ vorgesehen.
Frau Dorninger verschweigt vor allem aber oder weiß es nicht, daß keineswegs alle Geständnisse unter der Folter erfolgten.
Ich erinnere mich an den Fall der Brunetta, Frau des Hauptbeschuldigten Samuel. Sie war wie die anderen Frauen nicht der Beteiligung an dem Mord, wohl aber der nachträglichen Entehrung der Leiche beschuldigt worden. Sie war auch unter der Folter zu keinem Geständnis zu bringen und wurde daher ohne Verurteilung freigelassen. Erst jetzt, wo sie nichts mehr zu befürchten hatte, bekannte sie und verlangte, getauft zu werden.
Was geht uns dieser alte Kriminalfall an? Man sollte meinen, nach dem Grundsatz „Es gibt nichts, was es nicht gibt“ gar nichts. Leider finden es manche, Juden und Nichtjuden, passend, nicht nur solche alten Geschichten dauernd aufzuwärmen, sondern auch noch gegen den gesunden Menschenverstand zu behaupten, so was habe es nie gegeben, könne es nie geben usw., und lieber Gott und die Welt mit allen möglichen Hintertreppengeschichten zu verdächtigen, als einmal zuzugeben, daß auch Juden Verbrechen begangen haben könnten.
MfG
Christoph Heger
Mittwoch, 9. August 2006 23:45
blueberry: Na Sie mon petit lapin
Oder was dachte Sie?
Mittwoch, 9. August 2006 23:30
Bernardin †: wer ist die Psychologin?
wen sprechen Sie an?
Mittwoch, 9. August 2006 23:20
blueberry: @ Psychologin
Welche Ursache würden Sie denn bei ihm vermuten?
Mittwoch, 9. August 2006 23:16
Bernardin †: Armer He(r)ger
Sie weisen doch ganz kurz auf Ihren angeblichen Dr-Titel hin. Sie wollen DR genannt sein, Sie Armer
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





