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Montag, 7. August 2006 11:16
Die Sektenbraut war dem Erzbischof seit seiner verunglückten Moon-Hochzeit im Jahre 2001 ständig auf den Fersen.
Zurück zum Artikel 9 Lesermeinungen:
Freitag, 11. August 2006 10:55
Athanasius: @Unterem Beitrag
Tut mir Leid, aber wenn man das als Entschuldigung annimmt, hätte die ganze Pius X.-Bruderschaft zur Moon-Sekte abwandern können, nur weil sie von den Ortsbischöfen frustriert wurde. Zudem hat Milingo nicht erlaubte Exorzismen durchgeführt, das heißt: ohne das Römische Rituale zu verwenden. Er hat nach den Pfingstlermethoden gegriffen, ganz im Stil dieser ökumenistischen Zeit. In der Tat mag das die Dämonen gerade hervorgerufen haben gegen ihn selbst. Das Römische Rituále schützt únd vertreibt. Die Pfingstler vertreiben nur (zeitweise).

Milingo muß zurückkehren, aber anscheinend ist für ihn das Zölibatsgelübnis, wie für leider ganz viele einheimischen Priester aus Afrika, null und nichtig und wertlos. Auf ihm bauen kann die Kirche also nicht. Wenn man etwas verspricht muß man es entweder halten, oder im Extremfall die Laizierung erbitten. Nicht aber trotz Gelübnis die Ehe durchtreiben.
Mittwoch, 9. August 2006 12:01
Evelin: Hintergründe zum Fall EB Milingo
Auf anderen Foren habe ich schon geschrieben, dass er mir sehr leid tut. Nach der Lektüre der Hintergründe (sie dienen mir als Erklärung, nicht als Rechtfertigung per se) verstehe ich seinen Weg auf menschlicher Ebene.

Interessant die Rolle von Fr. Dr. Sung, v. a. wenn sie schon verheiratet wäre (?). Noch interessanter die Interessen des Gründers der Moon-Sekte, sich in katholische Belange einzumischen. Was gehen ihn die verheirateten Priester an? Die haben ja sowieso ihre Vereine.
EB Milingo sei 1983 nach Rom gerufen worden, weil er mit seinem Heilungs- und Exorzismusdienst die Protestanten in Sambia gestört habe ? –-> das lässt auf einiges schließen, vor allem dass der Apost. Nuntius die Befehle von Protestanten befolgt. Das nächste Mal werde ich mich auch beschweren, wenn die Pfingstler in meiner Heimatstadt ihren „Befreiungsdienst“ ausführen.

Generell sind Exorzisten in ihrem Dienst gefährdeter als andere Priester/Bischöfe, weil sie den Zorn der Dämonen auf sich herabziehen. Dazu noch die persönlichen Verletzungen der lieben Mitbrüder.
Wenn jeder der geneigten Leser eine Novene für S. E. beten würde, dann würde sich alles zum Guten wenden.
Dienstag, 8. August 2006 17:06
AthanasiusII: Dei Verbum? Lumen Gentium?
Sind das Affirmationen oder Infragestellungen? Deutliche Erklärungen oder doppeltzungige Dokumente? Die Geschichte hat es bereits erwiesen. Aus der 23. Session des Hl. Konzils von Trient ist nie so ein Unfug hervorgekommen wie aus Lumen gentium. Daß ich nicht lache, Otterbeck, Ihr Pro-Konziliarer Fanatismus ist lächerlich. Warum ist Selbstkritik gegen die „vorkonziliare“ Kirche völlig erlaubt (man denke an den skandalösen Aussagen JoPa II. zu den Kreuzzügen und den Muslimen), aber eine gewisse Kritik am Konzil nicht?

Wenn das keine Verunsicherung seitens der Konzilsfanatiker ist? Nicht umsonst griff man zu Exkommunikationen und Suspensionen um eigene theologische Bilder zu verteidigen. Wenn ein Burg steht, braucht er keine Verteidigung, wenn es aber nur eine Fassade auf Sand ist, dann muss man schießen, auch wenn man bemerkt, daß man den Berg hinunterrutscht samt dem Gebäude, wie es die „moderne“ Kirche heute tut in dieser magna apostasía die teilweise vom II. Vatikanum verursacht wurde und ganz von V2 akzelleriert wurde.
Dienstag, 8. August 2006 12:20
stat crux: Ganz einfach.
Eine Ehe ist eine Ehe. Eine Frau ist eine Frau. Ein Priester ist ein Priester. Causa finita. Das solche Selbstverständlichkeiten überhaupt lehramtlich affirmiert werden müssen, zeigt doch die Tiefe der modernen Krise. Aber keine Sorge: Das Konzil hat die Antwort bereits gefunden: Dei Verbum, Lumen Gentium, Dignitatis humanae.
Dienstag, 8. August 2006 12:10
Athanasius: Weil I a Gastwirt bin…
Haben Sie Belege, daß mit dem hl. Stuhl in voller gemeinschaft lebende Bischöfe Frauen geweiht haben?

Solche Bischöfe gibt es ja. Aber auch wieder nicht, denn man mag sich zwar ‘römisch-katholisch’ nennen, wie die meisten konziliaren Bischöfe immer noch tun, aber römisch-katholisch sein ist etwas anderes. Wie Joseph Ratzinger in der Einführung zu „Ad tuendam Fidei“ schrieb, ist jeder der die Frauenweihe macht oder befürwortet, wie jeder der die Gültigkeit der anglikanischen Weihen behauptet, „nicht mehr in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche.“

Die Bischöfe gibt es. Schauen Sie mal nach. Die ‘Bischöfinnen’ in den USA die unlängst auf internationalem Gewässer „Priesterinnen“ weihten, wie es in den Gewässern vor katholischen Ländern auch die femininistischen Abtreibungsärtztinnen machten vor einigen Jahren, gaben an, daß sie von römisch-katholischen (emeritierten) Bischöfen „geweiht“ wurden bis zum Episkopat. Oder soll ich zum „Episkopa“ sagen?
Dienstag, 8. August 2006 09:57
Gunsenum: Kernsätze!
„In dieser Kirche fühle ich mich eher toleriert als akzeptiert“

Schlimm, wenn das nicht Vertreter von sogenannten „Randgruppen“ sagen, sondern ein Bischof (!) der sich in vielen Domänen für seine Kirche aufopferte.

„Milingo war als Bischof gezwungen, die Heilige Messe in Zelten oder Hotels zu zelebrieren.“

Wo bleibt der Aufschrei der KREUZNETFREAKS, die sich sonst über jedwede noch so kleine Unwürdigkeit an Meßfeiern stören? Wo bleibt EUER Aufschrei? Dazu schweigt man wohl lieber und verschanzt sich hinter ein paar lateinischen Versikeln!!

Er sei ein Konservativer gewesen – immer gegen die Abtreibung, die Ehescheidung, die Homosexualität, das Konkubinat und die Priesterehe.

Soso – und wo bleibt die Unterstützung der Kreuznetforumsschreiber? Haha! Das sind doch Eure Anliegen! Hallo!!! Stattdessen verurteilt jeder zweite Hardliner diesen Bischof, der Opfer einer wirklich monströsen Sekte geworden ist. Selbst große Heilige haben am Glauben gezweifelt oder sich zunächst Gott versagt! Das sollte zu denken geben…
Montag, 7. August 2006 20:47
Jörg Guttenberger, Köln: Athanasius II: Bischöfinnen
Haben Sie Belege, daß mit dem hl. Stuhl in voller gemeinschaft lebende Bischöfe Frauen geweiht haben?

Ich habe mir gleich gedacht, daß der erneute Abgang Milingos auf Lieblosigkeiten seiner „Amts“-Brüder zurückgeht.
Montag, 7. August 2006 16:36
AthanasiusII: @Ansgar
Ich glaube nur dabei ist der Unterschied da, daß Milingo keine Erlaubnis abbitten wird, und sich nicht wie Lefebvre auf die Knien werfen wird um einen Bischof zu bekommen. Dazu ist natürlich der theologische Weg ein ganz anderer, und die Situationen deswegen unvergleichbar. Dazu werde ich auch sagen, daß der Vatikan wohl auch nicht exkommunizieren wird. Man hat zu den ‘römisch-katholischen’ Bischöfen die heimlich Frauen zu ‘Bischöfinnen’ ‘weihten’ im vergangenen halben Jahr, und deren Namen, nämlich nicht einmal eine Untersuchung eingestellt.!
Montag, 7. August 2006 14:04
Ansgar: Déjà vu
Ein merkwürdiger Erzbischof, der eigene Bischöfe weiht und sich von Rom abwendet… Kommt mir irgendwie bekannt vor.
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