Ein evangelischer Neutestamentler glaubt, daß man den Schleier der Musulmaninnen und der Ordensschwestern nicht in einen Topf werfen dürfe. Ob er recht hat?
(kreuz.net) In einem Leserbrief in der ‘Frankfurter Allgemeinen’ wandte sich der evangelischen Neutestamentler
Professor Dr. Dietrich-Alex Koch (64) Ende Juli gegen das Tragen des muslimischen Kopftuches in Deutschland.
Koch ist Neutestamentler an der Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität
in Münster.
Er schrieb seinen Leserbrief zum Anlaß des jüngsten Kopftuchurteils des Verwaltungsgerichts
Stuttgart.
Das Gericht hat mit Hinweis auf den Gleichheitsgrundsatz das Tragen eines Kopftuchs durch
eine muslimische Lehrerin für Rechtens erklärt. Grund: In Baden-Württemberg würden auch Klosterfrauen
als Lehrkräfte in ihrem Habit unterrichten.
Doch Professor Koch protestiert: Die Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes
setze voraus, daß die betreffenden Sachverhalte tatsächlich vergleichbar seien.
„Dazu hätte man aber
die jeweilige Funktion der beiden »Symbole« innerhalb der betreffenden Religion prüfen müssen“ – so
Koch:
Das Tragen des Kopftuchs sei für Musliminnen grundsätzlich religiöse Pflicht.
So habe der oberste
Geistliche der Al-Ahzar Moschee in Kairo angesichts der Diskussion um das Kopftuchverbot in französischen
Schulen festgestellt:
In islamischen Ländern sei es selbstverständlich Pflicht einer Muslimin, ein
Kopftuch zu tragen. In nichtmuslimischen Ländern sei dagegen eine Anpassung an das dortige Rechtssystem
mit dem Islam vereinbar.
Die Al-Ahzar Moschee in Kairo ist eine besonders traditionsreiche Lehrinstanz
des sunnitischen Islam.
„Selbst diese vergleichsweise moderate Position setzt voraus, daß grundsätzlich
für jede Muslimin das Kopftuch religiöse Vorschrift ist“ – so der Neutestamentler.
Darum gehe ein großer
Druck von allen „traditionalistischen Kreisen“ auch auf muslimische Schülerinnen in Deutschland aus.
Kopftuchtragende Lehrerinnen würden diesen Druck objektiv verstärken – unabhängig von allen persönlichen
Bekundungen.
Dagegen sei die Ordenstracht einer katholischen Nonne in den 2000 Jahren des Bestehens des
Christentums noch nie zur verbindlichen Norm für alle Christinnen erklärt worden.
Sie sei schon immer
Zeichen einer besonderen religiösen Lebensform innerhalb des Christentums gewesen: „Auch Richter in Baden-Württemberg
sollten dies wissen.“
Als protestantischer Christ und Theologe hoffe er, daß sich die Kirchen in ökumenischer
Solidarität gegen diese unglaubliche Gleichsetzung zur Wehr setzen.
„Professor Koch hätte sich zuerst
mit einem katholischen Kirchengeschichtler beraten sollen“ – kommentierte ein Priester auf Anfrage die
Stellungnahme von Professor Koch:
„Die Ordenstracht ist nichts anderes, als die Bekleidung, die für
alle verheirateten christlichen Frauen vorgeschrieben war. Sie wurde später auf geweihte Jungfrauen übertragen.“
In vielen westlichen Gebieten sei diese Bekleidungsform für verheiratete Frauen erst in den letzten
fünfzig Jahren aus der Mode gekommen. Bei älteren Frauen, die aus Rußland eingewandert sind, könne
man den Schleier in Deutschland noch heute sehen.
„So ist der Unterschied zwischen gläubigen Musulmaninnen,
Christinnen oder Jüdinnen – die ebenfalls Kopftuch tragen – kleiner, als man glauben würde“ – so der
Priester.
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@ Parzifal, dem Toren Erst verkünden Sie großartig dass Deutschland scheiße ist und Sie gemeinsam mit
der Muslimbruderschaft die Macht übernehmen wollen um anschließend mal eifrig die USA zu bekäpfen und
natürlich die „braun-rosa-pißgelbe“ dt. Fahne abzuschaffen und dann verlangen Sie mit ihrer typischen
höchst aggressiven Naivität dass ich doch bitte nix dagegen haben darf. Hab ich nie gesagt. Wenn Sie
nicht in der Lage sind, Texte zu verstehen und in ihren Zusammenhang einzuordnen, dann würde ich Ihnen
empfehlen, Ihre Nächte schlafend zu verbringen und tagsüber zu studieren statt nachts im Internet zu
posten und tagsüber bekifft rumzuhängen. Aber verzerrende Darstellungen der Positionen anderer waren
ja auch schon immer Kennzeichen nationalistischer Heiden. Die Verpflichtung einer Muslima zum Tragen eines
Kopftuches ergibt sich aus den Quellen Koran und Sunna. Sie wird von sämtlichen großen Rechtsschulen
der islamischen Orthodoxie geteilt. Fragen Sie einfach einen beliebigen muslimischen Verband oder einen
beliebigen Imam. Warum „Schlampe“? – Man kann halt davon ausgehen, daß junge Frauen ohne jedes Signal
wie Ehering oder Kopftuch grundsätzlich nichts gegen einen Flirt haben. Lehrer sind aber per Gesetz zu
weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Zitieren Sie das Gesetz. Definieren Sie „weltanschauliche
Neutralität“. Wenn Sie der Auffassung sind, in der Türkei herrsche Religionsfreiheit, ist das nur ein
Zeichen Ihrer Blindheit und Unbildung. Über andere Länder habe ich nichts gesagt.
Abu: wie wäre es, wenn…? Es kommt nicht darauf an, was wäre wenn, sondern was tatsächlich ist. Alleine
von den Tatsachen ist auszugehen und nicht von irgendwelchen abstrakten Überlegungen zur Relativierung
der Wirklichkeit. Ich habe absolut kein Verständnis für Christen, die in ihrem wirklichkeitsfremden
Denken die Ordenstracht als Berufskleidung in die Nähe des Kopftuchs als Ausdruck einer Religionszugehörigkeit
rücken wollen, um so das Spiel kirchenfeindlicher Kräfte mitzumachen oder zumindest Verständnis hierfür
zu wecken. .
Dresscodes Das Leben ist bunt, wie wir wissen. Dennoch war es mir bisher nicht gestattet, mich nach Gutdünken
zu kleiden. Als Kind war es mir bei den Nonnen verwehrt, Hosen zu tragen, als Erwachsene gestattete weder
der Dresscode meiner amerikanischen noch der arabischen Dienstherren, etwas anderes als Röcke und Kleider
zu tragen. Hätten mich diese Einschränkungen ernsthaft gestört, hätte ich sicher den Dienst quittiert.
„In Rome do, as the Romans do“ ist eine Devise, mit der ich leben kann.
@ Abu: Könnten Sie mich nicht mal verschonen mit dieser penetranten aggressiven Naivität? Erst verkünden
Sie großartig dass Deutschland scheiße ist und Sie gemeinsam mit der Muslimbruderschaft die Macht übernehmen
wollen um anschließend mal eifrig die USA zu bekäpfen und natürlich die „braun-rosa-pißgelbe“ dt.
Fahne abzuschaffen und dann verlangen Sie mit ihrer typischen höchst aggressiven Naivität dass ich doch
bitte nix dagegen haben darf. Das ist Abu wie er leibt und lebt. Naiv, blauäugig und dazu aggressiv und
penetrant-lästig. MUSLIMAS SIND QUA RELIGION ZUM TRAGEN DES KOPFTUCHES sowie weiteren Kleidervorschriften
VERPFLICHTET. So? Und woher wissen Sie das so genau? Es bedeutet: „Ich bin eine anständige Muslima und
habe kein Interesse an Flirts mit Männern.“ Und was sagt eine Frau aus die keins trägt? „Hallo! Ich
bin eine Schlampe du darfst mich vergewaltigen“ oder was? IN DEUTSCHLAND HERRSCHT RELIGIONSFREIHEIT. Hab
ich das bezweifelt? Lehrer sind aber per Gesetz zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet. Ein Lehrer
darf auch kein T-Shirt tragen auf dem steht: „Wählt die Grünen!“. Der Turk-Islam, der dabei herauskommt,
ist die einzige staatliche Religion. Ach was? Und was ist mit dem Shiismus in Iran oder den Wahabiten
in Saudi Arabien? Auch da bestimmt der Staat was Religion ist und was nicht. Weder haben andere muslimische
noch christliche Bekenntnisse eine Chance. Höh? Werden in der Türkei etwa Bibeln eingestampft wie in
Saudi Arabien? Wird in der Türkei ein Christ der ein Liebesverhältnis mit einer Muslimin anfängt getötet,
wie in Iran?
Adelgunde Mertensacker Sie zitieren mit Serap Cileli nicht eine Frau, „die es wissen muß“, sondern eine
Frau, die dagegen ist. Wäre diese Frau katholisch, würden Sie sie weder für eine Gläubige halten noch
ihre Kirchenkritik akzeptieren. Oder ist für Sie das Bundesverdienstkreuz von Bedeutung? Sie weisen auf
die Verhältnisse in der Türkei hin, einem laizistischen Staat, in dem die Religion aber, vom Staat zurechtgestutzt,
als Staatsreligion gehandhabt wird. Der Turk-Islam, der dabei herauskommt, ist die einzige staatliche
Religion. Weder haben andere muslimische noch christliche Bekenntnisse eine Chance. Und das soll ein Vorbild
sein? Bei uns hatten sich das im 19. Jh. ein paar preußische Protestanten so vorgestellt, unter Ausschluß
von Rom! Lieber Jörg Guttenberger, mit Ihrer Differenzierung haben Sie natürlich recht. Aber wie wäre
es, wenn Frauen einer geistlichen Gemeinschaft eine bestimmte Kleidung tragen, ohne deshalb einem Orden
anzugehören, oder ein gut sichtbares, großes Kreuz? Das gehört für die dann dazu, ist nicht unbedingt
religiös verpflichtend, die private Zugehörigkeit zu der Gemeinschaft ist auch keine Voraussetzung,
um zB Religionsunterricht zu erteilen. In Frankreich oder Berlin wäre das verboten. Auch die Kippa oder
der Sikh-Turban, in Frankreich hat Stasi sogar über ein Vollbartverbot nachgedacht, der sei Zeichen der
Islamisten.
Mertensacker und andere: Ordenstracht – Kopftuch Nicht der Professor, sondern Frau Mertensacker greift
zu kurz, indem sie übersieht, daß die Ordenstracht, wie schon mehrfach erwähnt, eine Berufskleidung
ist, wie Richterroben, Uniformen von Soldaten, Polizisten, Bahn- und Postpersonal. Denn Ordenskleidung
ist genauso an den betreffenden Beruf gebunden, wie die genannten Roben/Uniformen, wohingegen das Kopftuch
alleine, das heißt ohne berufliche oder sonstige gruppenzugehörigkeitsbedingte Einschränkung, eine
Religionszugehörigkeit dokumentiert und daher von allen Frauen zu tragen ist! Da wird über weibliche
Kopfbedeckung und männliche Barhäuptigkeit von früher und mittelaltrliche Damenmoden drauflos argumentiert.
Was hat das mit der Gegenwart zu tun, auf die es alleine ankommt? Was haben wir Heutigen mit der Mode
von damals zu tun? Reaktionärer geht es kaum. Interessant ist das fleißige Schimpfen auf die ewig Gestrigen,
wenn man die r.-k. damit verbal verprügeln kann, dieselbe Vergangenheit aber zu Lasten der Kirche gerade
gut genug ist. Auf mich macht das Ganze eher einen heuchlerischen Eindruck.
Prof. Dr. D.A. Koch greift zu kurz Unter Hinweis auf den Gleichheitsgrundsatz erklärte das Verwaltungsgericht
Stuttgart, eine muslimische Lehrerin trage ihr Kopftuch zurecht, da in Baden-Württemberg auch Ordensfrauen
in ihrer Tracht unterrichten. Prof. Dr. Koch stellt richtig fest, daß das islamische Kopftuch nicht mit
der Ordenstracht vergleichbar ist. Aber er greift mit seiner Begründung zu kurz: Die Ordenstracht ist
ein religiöses Symbol, das Kopftuch dagegen ein politisches. Sera Cileli, türkische Muslima und Autorin,
muß es wissen. Sie erklärt: „Das Kopftuch ist ein Zeichen der Islamisierung, ein Zeichen mangelnder
Integrationsbereitschaft in die Mehrheitsgesellschaft. Das Islamische Kopftuch ist und bleibt eine klare
Absage an die westliche Gesellschaft und deren freiheitlich-demokratische Grundwerte.“ Erinnert sei daran,
daß in der Türkei das Tragen des Kopftuches in öffentlichen Institutionen unter Strafandrohung verboten
ist. Ministerpräsident Erdogan mußte deshalb seine Töchter zum Studium in die USA schicken, da sie
nicht bereit waren, das Kopftuch in der Universität abzulegen. Ebensowenig konnte sich seine Frau durchsetzen,
die das Tragen des Kopftuches an Schulen und Univeritäten gerichtlich erzwingen wollte.
@ Bullshit-Blueberry Das Kopftuch ist ein politisches Symbol? Haben Sie repräsentative Umfragen, wie
viele Prozent der Muslimas das Kopftuch für ein politisches Symbol halten? Und für welche Politik bitte?
Und was bitteschön soll das dann bringen, auf diese Weise mit dem Kopftuch zu demonstrieren? Kommt die
Scharia später zu uns, wenn die Lehrerinnen kein Kopftuch tragen dürfen? Möglicherweise werden unsere
bauchnabelgepiercten, arschgeweihversehrten Girlies zum Islam konvertieren, ja? Oder gar die kleinen Grundschülerinnen,
weil sie die Frau Lehrerin dann für das Aschenputtel halten? Und einen Peace-Aufkleber darf der Lehrer
dann auch nicht haben, was? Oder für die CDU kandidieren? DAS IST VOLLKOMMENER SCHWACHSINN, MANN! Sie
sind auf eine bedepperte Propagandalüge von Merkel, Schavan und Stoiber hereingefallen, die Wählerstimmen
bei Senioren einfahren wollten, die Angst haben, daß ihnen der Mufti eine herunterhaut, wenn sie ihn
nicht grüßen. MUSLIMAS SIND QUA RELIGION ZUM TRAGEN DES KOPFTUCHES sowie weiteren Kleidervorschriften
VERPFLICHTET. Es bedeutet: „Ich bin eine anständige Muslima und habe kein Interesse an Flirts mit Männern.“
Wenn es darüber hinaus auch noch eine Kulturkritik an unserer durchgesexten Gesellschaft ist, na und?
IN DEUTSCHLAND HERRSCHT RELIGIONSFREIHEIT. JUDEN DÜRFEN IHRE KIPPA TRAGEN, CHRISTEN EIN KREUZ UM DEN
HALS UND EINEN FISCH AM AUTO, SIKHS EINEN TURBAN UND SIE EIN PAAR RUNEN, BLUEBERRY!
@ Hans Mohrmann Als Kind war ich Gast bei der Erstkommunion eines amerikanischen Freundes. Keine der anwesenden
Frauen betrat die Kirche ohne Hut. Und weshalb tragen die Frauen bei Papstaudienzen eine Kopfbedeckung?
Long time ago Hätte diese Diskussion wohl vor einem halben Jahrhundert geführt werden können? Wenn
ich mich an meine Kindheit erinnere, an die fünziger Jahre, dann war dies eine Zeit, in der eine verheiratete
Frau ohne Kopfbedeckung nicht die Straße betrat. Selbstverständlich saßen in der Kirche die Frauen
links, ja nach Alter mehr oder weniger verschleiert, die Männer rechts, selbstverständlich barhäuptig.
Für beides „Trachten“, wie auch Sitzordnung finden sich klare, unausdeutbare biblische Begründungen –
die man nur vergessen hat. Die Ordenstrachten sehen – sieht man sich Gemälde aus der Zeit an, in der
die Orden entstanden – nicht anders aus, als die Kirchentrachten verheirateter Frauen. Wer anderes behauptet,
will diese Tradition einfach nicht sehen. Der Herr Professor kann sich wohl auch nicht mehr an die Zeiten
erinnern, in denen es noch evanglische Diakonissen gab. Auch die trugen nichts anderes als die in ihrer
Zeit übliche Tracht verheirateter Frauen.
@Blueberry: Warum müssen wir so ängstlich sein, uns die Rechtssprechungen des Iran, der Saudis und der
Sudanesen als Vorbild zu nehmen ? – Schade, kann man Mutter Teresa nicht mehr fragen, ob sie etwas dagegen
hätte, eine Muslimin mit Kopftuch als Lehrerin an irgendeiner Schule im Westen zu akzeptieren. Sie schiene
mir in christlicher Nächstenliebe kompetenter als ein evangelischer Theologieprofessor.
Kopftuch – Ordestracht Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und
das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen
getragen, ähnlich Kleidung von Richtern, Rechtsanwälten (jedoch nur bei Gerichtsverhandlungen), Soldaten,
Polizisten, Post- und Bahnbeamten. Es handelt sich ausschließlich um Berufskleidung. Das Kopftuch hingegen
soll von allen Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit.
Die Auffassung des genannten Priesters entbehrt jeglicher sachlichen Grundllage, denn die genannten Frauen
trugen und tragen heute in Rußland in der Kirche einen kleinen, das Gesicht nur ein wenig verhüllenden
Schleier, aber keine Ordenstracht. Mann kann und konnte auch in Rußland eine Nonne schon auf den ersten
Blick von einer Zivilistin unterscheiden. In Westeuropa war und ist es genauso. Im Übrigen kommt es hier
nicht auf die geschichtliche Entwicklung, sondern alleine auf die heutige Praxis und das heutige Verständnis
an. Daß ausgerechnet ein Priester für das Urtreil Verständnis zeigt, und auch noch mit sachfremder
und oberflächlicher Begründung, kann man nur mit höchstem Befremden zur Kenntns nehmen. Dem die Dinge
richtig sehenden evangelischen Professor gebührt aufrichtiger Dank.
#31 blueberry 22:42:30 | Donnerstag, 17. August 2006
Warum müssen wir so ängstlich sein, denen eine Verschleierung zu verbieten ? Tja, warum müssen die
Regierung im Iran, Saudi Arabien oder dem Sudan so ängstlich sein ihrer Bevölkerung das Kopftuch bei
Androhung einer Körperstrafe vorschreiben? Nach der iranischen Revolution ist das Kopftuch ein politisches
Symbol geworden. Politik hat an Schulen nichts verloren, folglich auch kein politischer Islam. Schülerinnen
können ja das Kopftuch tragen wenn sie das mögen und nicht gezwungen werden.
Zum Glück für uns Männer, Aphrodite, entscheiden sich nicht alle christlichen Frauen für diesen Schritt)
Aber es gibt christliche Frauen, die zum Islam konvertieren und dann freiwillig den Schleier nehmen, obwohl
das von ihrer Herkunft her nicht nötig wäre. Oder Musliminnen, die sich von der Kultur ihrer Heimat
trennen aber das Kopftuch als Zeichen für ihre ‘besondere’ Gesinnung der Schamhaftigkeit behalten möchten.
Und um diese Menschen geht es mir. Warum müssen wir so ängstlich sein, denen eine Verschleierung zu
verbieten ?
BossCo: Kopftuch wie wäre es, diese Ihre (irrige) Meinung genau in dieser Form und dieser Wortwahl den
arabischen Christen nahezubringen? Nicht nur, dass Sie sich völlig despektierlich, unappetitlich und
absolut un-christlich über eine andere Religion äußern, nein- Sie besudeln auch noch das Wort, das
Christen einer anderen Kultur und Sprache für GOTT verwenden! PFUI Teufel, schämen Sie sich!
#27 Shatterhand 11:08:15 | Donnerstag, 17. August 2006
Ordenstracht Ich verstehe dieses Herumreden nicht. Die Priesterkleidung und die Ordenstracht der katholischen
Kirche in Deutschland ist durch ein Konkordat geschützt. Was soll diese „Betrachtung“ eines Neutestamentlers?
Kopftücher als normale Frauenkleidung gab es auch früher in Bayern – das ist alle noch gar nicht solange
her. Aber im Gebäude hat man auch den Hut abgenommen.
#26 BossCo139 10:58:24 | Donnerstag, 17. August 2006
Kopftuch Der feine Unterschied ist, daß der Dreieinige GOTT der Christenheit der wahre GOTT ist im Gegensatz
zu Allah, der nichts weiter als ein Dämon und Götze ist, wenn nicht Satan selbst! Zumindest ist Allah
ein Nachäffer GOTTes, den man allerdings, so man unvoreingenommen und wachen Geistes ist, an seiner Theologie,
siehe Koran, erkennt.
#25 Pünktchen 10:51:36 | Donnerstag, 17. August 2006
Ordenstracht Die Ordenstracht ist Ausdruck der Zugehörigkeit von Personen zu einem eigenen Stand: Kleriker
und Religiose bringen durch „standesgemäße“ Bekleidung zum Ausdruck, 1) daß sie einem solchen Stand
angehören und 2) (oft:) welchem Stand (und Orden) genau sie angehören. Die Zugehörigkeit einer Person
zu einem „Stand gottgeweihten Lebens“ wird aufgrund einer Willenserklärung („Gelübde“) durch prinzipiell
öffentliche Aufnahmeriten, Segens- und Weihehandlungen angezeigt. Die Ordenstracht ist daher nicht einfach
als Ausdruck einer religiöser Ausrichtung zu betrachten, sondern sie signalisiert ein spezielles, durch
öffentliche Akte begründetes Loyalitätsverhältnis der Person zur Kirche und einer ihrer religiösen
Gemeinschaften. Eine Gleichsetzung der Ordenstracht mit dem muslimischen Kopftuch würde tatsächlich
Ungleiches gleich behandeln und daher gegen den Gleichbehandlungsgrunsatz verstoßen! („Gleiches muß
gleich und Ungleiches gem. seiner Ungleichheit ungleich behandelt werden!“) Prof. Koch und aphrodite ist
zuzustimmen!
Sprachgebrauch, Kultur, Ethik Ein gewisser Bernardin meint: Fragen Sie nicht die Deutschen was richtig
ist, fragen Sie die Frauen und Männer der Islamischen Welt, wie sie genannt werden möchten! Nein, in
Sachen der deutschen Sprache frage ich weder „Frauen und Männer der islamischen Welt“ noch eine Multi-Kulti-Sprachpolizei,
sondern den Sprachgebrauch der Denker oder Dichter, die die deutsche Sprache geprägt haben. Zu der Behauptung
(ich weiß nicht von wem), die Muslime hätten keine Kultur: Davon kann keine Rede sein. Wohl aber gilt
es zu bemerken, daß der Islam keine eigentliche Ethik kennt, vielmehr lediglich ein im islamischen Gesetz
gegebenes Sammelsurium von ethischen, strafrechtlichen, zivilrechtlichen, familienrechtlichen, kultischen
und hygienischen (d.h. zum Teil äußerst unhygienischen) Einzelbestimmungen, die jeweils als von Allah
(in Koran und Brauch/sunna des Propheten) dekretiert gedacht werden. MfG Christoph Heger
#23 aphrodite † 10:25:17 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Josef: Natürlich kann ich weder behaupten noch bestreiten, dass Musliminnen sich auch bewusst und frei
für diese Kleidung entscheiden. Nur, was ich behaupten kann – und behauptet habe – ist die Tatsache,
dass sie erst aufgrund des Hineingeboren Seins in dieser Kultur vor dieser Entscheidung stand. Und sagen
Sie jetzt nicht, dass jede christliche Frau auch vor der Entscheidung steht, Nonne zu werden!
@Aldo Garigiet Man kann sehr wohl einen Apfel mit einer Birne vergleichen. Man MUSS das sogar tun, um
den Unterschied festzustellen. Man muss auch eine Beere mit einer Erdbeere vergleichen um festzustellen,
dass letztere gar keine Beere, sondern eine Nussfrucht ist. Und man muss ehrlich eine Nonnentracht mit
einem Muslimaschleier vergleichen, um die Gesinnung der Trägerin dahinter zu erkennen. Wenn natürlich
ein Vorurteil besteht, ist dieser Vergleich sinnlos.
#21 Aldo Carigiet 09:09:52 | Donnerstag, 17. August 2006
Sind Gerichte und Kirche schuld am Niedergang des christlichen Abendlandes??? o^/ Gerichte holen überall
Expertiesen und Sachverständige, weil sie gar nicht alles wissen können, aber über Sachen entscheiden
müssen, die sie absolut nicht verstehen. Soweit ist nichts einzuwenden. In kirchlichen Angelegenheiten
übergehen sie diesen Grundsatz fliessendlich Man kann einen Apfel nicht mit der Birne vergleichen und
die Birne nur innerhalb der gleichen Sorte. Ein Kopftuch hat mit einer „geweihten“ Klosterfrau, die ihr
Leben zu 100 % in den Dienst Gottes stellt, absolut nichts zu tun. Herzlichen Dank dem evang. Kirchenprofessor,
der solche Dinge klarstellt. Dies wäre sicher auch die Aufgabe der Bischöfe. Aber die melden sich lieber
zu politischen Themen, statt zu kirchlichen Angelegenheiten. Hoffentlich wird dieser Kopftuch-Gerichtsentscheid
möglichst bald korrigiert, damit wir nicht -so schnell- als Christen untergehen, weil wir unseren Glauben
seicht werden und verleugnen lassen. Herzlichst Ihr Aldo Carigiet
@Aphrodite Insofern hat Koch NICHT recht ! „"„Das eine ist die Folge einer individuellen, bewussten Entscheidung,
die als erwachsener Mensch nach Vorbereitung und reiflicher Überlegung getroffen wurde, das andere ist
die Folge eines Hineingeboren-Seins in eine Religionszugehörigkeit, die sich im Umfeld anderer Kulturen
befindet.“"“ Wo bitte, liebe Aphrodite, liegt da der Unterschied ? Meinen Sie tatsächlich, eine Muslima,
die aus der Geborgenheit ihres Heimatlandes hierher nach Europa verpflanzt wurde, hätte als ‘öffentliche’
Person – wie zum Beispiel eine Lehrerin – nicht auch eine bewusste Entscheidung getroffen, verschleiert
zu sein ?
#17 Doriano 00:04:38 | Donnerstag, 17. August 2006
@Bernardin Und sonst fällt Ihnen nichts mehr ein? Gut – ich sage mal: Diese(andere)Konversation erheitert
mich – und Sie soll- ten mal gaaanz tief Luft holen…
@Bernardin WER hat Sie schon so genannt??? Habe ich das etwa behauptet? Erstens war das ein Beispiel somit
auch eher allgemein gehalten(statt ‘ich’ hätte da auch ‘man’ stehen können) – , um auf etwas hinzuweisen;
nämlich zweitens die Verfolgung, der Christen in islamischen Ländern wie z.B. Saudi-Arabien, Pakistan,
Indonesien und Sudan(ich kenne einen katholischen Priester aus dem Sudan, der mit dem Leben gerade nochmal
davon gekommen ist – leider habe ich ihn seit längerem nicht mehr gesehen) ausgesetzt sind. Und nicht
zu vergessen z.B.die König-Fahd-Akademie in Bonn(steht zwar jetzt unter strenger Aufsicht-aber das Denken
wird sich wohl kaum geändert haben) – also drittens diverse Koranschulen – und was da gesprochen bzw.
gelehrt wird, ist auch nicht gerade von Freundlichkeiten bestimmt – Ende der Durchsage
@Bernardin Das war eine Frage an SIE!(Fragezeichen nicht gesehen??) Also: Wenn ich einen Moslem frage,
wie er genannt werden möchte, dann habe ich Kultur. Wenn mich aber ein Moslem ungefragt „Ungläubiger
Hund“ nennt, dann hat jener keine Kultur. Nun werden wir Christen aber – ob es uns passt oder nicht –
als solche o.Ä. bezeichnet. Nicht von allen!! – aber es ist allgemeiner Tenor…
#12 Bernardin † 23:13:23 | Mittwoch, 16. August 2006
DORIANO Ihre Antwort entlarvt Sie! Wieso haben die Menschen der Islamischen Welt keine Kultur? Ein Herr
mit Dr-Titel sollte eine besondere Kultur pflegen… Wissen Sie, dass nennt man z.B. Anstand! Uebrigens,
lesen Sie einfach auf was ich dem Doktor geantwortet habe, aber dann merken Sie nicht!
@Kultur Dann haben die Moslems also keine Kultur? Es ist in diesem Zusammenhang nämlich gleichgültig,
ob jemand ein DR. vor seinem Namen trägt – oder nicht…
#8 Bernardin † 22:48:50 | Mittwoch, 16. August 2006
HERR DOKTOR Das UEBLICHE ist nicht auch das RICHTIGE! Oder? Sonst müssen Sie hier viele Beiträge umschreiben!
Ublich ist heute… Uebrigens: Fragen Sie nicht die Deutschen was richtig ist, fragen Sie die Frauen und
Männer der Islamischen Welt, wie sie genannt werden möchten!
@Haher welcher Schwachmat kommt auf die Ideeeine Frau islamischen Glaubens als „Musulmanin“ zu bezeichnen?
Jeder blamiert sich so gut er kann! Weder „Muselman“ (von türkisch aus persisch „musulman“) noch die
weibliche Form „Muselmanin“ sind irgendwie dumm oder gar diskriminierend, sondern seit alters im Deutschen
üblichere Bezeichnungen als etwa die erst in jüngerer Zeit üblich gewordenen Arabismen „Muslim“ oder
„Muslima“. MfG Christoph Heger
@Gotthard (Kleidervorschriften) Betrachen Sie doch einfach mal mittelalterliche Altar- unVotivbilder,
wo die Familien der Stifter dargestellt sind. Da werden Sie erkennen, daß die Kleidung der Frauen auffällig
den Nonnentrachten ähnelt.
Kleidervorschriften „Die Ordenstracht ist nichts anderes, als die Bekleidung, die für alle verheirateten
christlichen Frauen vorgeschrieben war. Dieser anonyme Priester soll doch mal seine Quellen offenlegen,
aus denen diese allgemeinen Kleidervorschriften hervorgehen … es ist wohl besser, er bleibt anonym…
welcher Schwachmat kommt auf die Idee eine Frau islamischen Glaubens als „Musulmanin“ zu bezeichnen? Das
ist wohl genauso unsinnig wie (wahrscheinlich beabsichtigt) herabwürdigend, als wenn man Menschen katholischen
Bekenntnisses als „Kathole“ und „Katholin“ bezeichnen würde. Aber diese merkwürdige „Kath“ Red. von
Kreuz.net hat ja sowieso für alles außerhalb des eigenen engen Horizontes ein eigenes, verqueeres Vokabular.
Verqueer, aber alles andere als christlich.
#2 aphrodite † 16:16:27 | Mittwoch, 16. August 2006
ein katholischer Priestera auf Anfrage … Ich frage mich immer wieder, wenn die Redaktion dieses Mediums
so von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt ist, wieso kommt es dann immer wieder zu solchen Berichten,
in denen ein katholischer Priester auf Anfrage etwas erklären muss und dann dabei anonym sein muss. Besonders
wunderlich ist das Zitieren eines anonymen katholischen Prieseters dann, wenn dieser nichts Neues, nichts
Falsches, nichts Verbotenes sagt, sondern eine historische Begebenheit referriert, die jeder bessere Kulturwissenschafter
auch kennt. Die Frage, ob diese Anmerkung für den Artikel tatsächlich relevant ist, ist eine andere.
Die Vergleichbarkeit ist durch gemeinsame oder ähnliche historische Entwicklungen nicht größer oder
kleiner. Meines Erachtens gibt es einen völlig anderen Grund, warum Ordenskleidung und muslimischer Schleier
nicht verglichen werden dürfen: Das eine ist die Folge einer individuellen, bewussten Entscheidung, die
als erwachsener Mensch nach Vorbereitung und reiflicher Überlegung getroffen wurde, das andere ist die
Folge eines Hineingeboren-Seins in eine Religionszugehörigkeit, die sich im Umfeld anderer Kulturen befindet.
Die Frage, ob man durch diese Nicht-Vergleichbarkeit (wenn man sie beachtet hätte) zu einem anderen Ergebnis
gekommen wäre (also ob das überhaupt relevant ist), steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls kann man
so das vorliegende Ergebnis nicht sauber und intellektuell redlich begründen! Insofern hat Koch recht.