kreuzmeldungen
Ignorierter Papst + Israel entführt Parlamentspräsidenten + Zersetzung der Gewissen + Mehr Kinder! + Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen
Ignorierter PapstVatikan. Papst Benedikt XVI. beklagte beim gestrigen Angelusgebet in Castelgandolfo, daß sein Aufruf nach einem sofortigen Waffenstillstand im Nahen Osten bislang ignoriert wurde. Der Frieden sei vor allem ein Geschenk Gottes, aber auch eine Aufgabe aller Menschen guten Willens: „Niemand darf sich dieser Pflicht entziehen.“ Der Heilige Vater erinnerte nach dem Angelus auch an Papst Paul VI., der gestern vor 28 Jahren in Castelgandolfo starb: „Wir gedenken seiner in Dankbarkeit vor Gott, der ihn der Kirche in den wichtigen Jahren des Konzils und der Nachkonzilszeit geschenkt hat.“
Israel entführt Parlamentspräsidenten
Heiliges Land. In der Nacht zum Sonntag haben israelische Kampftruppen den Präsidenten des palästinensischen Parlamentes, Dr. Aziz Dweik, in Ramallah – 15 km nördlich von Jerusalem – verschleppt. Das berichtete die Generaldelegation Palästinas in der Bundesrepublik. Gegenwärtig werden etwa 10.000 Menschen aus Palästina meist ohne Prozeß in israelischen Gefängnissen festgehalten. Unter ihnen befinden sich fünf Minister und 26 Abgeordnete.
Zersetzung der Gewissen
Österreich. Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun zelebrierte am Samstag im Wiener Stephansdom die Abschlußmesse des dreiwöchigen Pro Life-Marsches der Lebensbewegung ‘Jugend für das Leben’. Weihbischof Laun sagte in der Predigt, daß die Abtreibungsgesetzgebung die Einstellung der Menschen zur Kinderabtreibung verändert habe. Zunächst habe man noch anerkannt, daß Abtreibung ein „Unrecht“ sei, das jedoch nicht mehr bestraft werde. Im Lauf der Zeit sei die Abtreibung immer mehr als „erlaubt“ angesehen worden. Heute gebe es bereits Stimmen, die ein „Menschenrecht“ auf Kinderabtreibung fordern.
Mehr Kinder!
Indien. Der Erzbischof von Ernakulam-Angamaly – im südindischen Bundesstaat Kerala –, Varkey Kardinal Vithayathil (79), forderte die Gläubigen in einem Hirtenbrief auf, mehr Kinder zu bekommen. Innerhalb von zehn Jahren fiel die Zahl der Christen in Kerala von einem Anteil von 22% auf 19%. Auch im Vergleich zu Muselmanen und Hindus weist die Statistik eine geringere Geburtenrate der Christen auf.
Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehenMan kann nicht sagen, daß die Zivilisation keine Fortschritte macht:
Für jeden Krieg wird eine neue Todesart entwickelt.
Will Rogers.
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Mittwoch, 9. August 2006 14:04
Dr. Christoph Heger: Kant als Autorität
Kant also ist jetzt die neue kath. Autorität… Ich bin ehrlich gesagt erstaunt. Gerade Kant als dezidierter,
ev. getaufter Aufklärer, der jeden Offenbarungsglauben ablehnte
Immanuel Kant ist in der Tat für jeden denkenden Menschen sozusagen eine Autorität. Natürlich nicht für Simpel, die weder denken noch die Offenbarung gläubig annehmen wollen, statt dessen freche Sprüche klopfen.
Kant ist insbesondere in der Ethik eine Autorität – der Ethik, die dem Menschen im Evangelium nicht als Neuigkeit verkündet, sondern als immer gültiges Gesetz der praktischen Vernunft eingeschärft wird.
Daran ändert Kants Ablehnung der Möglichkeit – nicht einer Offenbarung an sich, sondern – der für das Christentum konstitutiven stellvertretenden Sühne Christi nichts. Diese Ablehnung ist außerdem so gut begründet, daß es eines Kant noch nicht bewußten neuen Themas der Philosophie, nämlich der von Fichte begründeten Interpersonaltheorie, bedurfte, um Kants Einwände zu widerlegen.
Ich widerhole also meine Empfehlung, in Kants Metaphysik der Sitten seine Ausführungen über das Recht zum und im Kriege zu lesen.
MfG
Christoph Heger
Immanuel Kant ist in der Tat für jeden denkenden Menschen sozusagen eine Autorität. Natürlich nicht für Simpel, die weder denken noch die Offenbarung gläubig annehmen wollen, statt dessen freche Sprüche klopfen.
Kant ist insbesondere in der Ethik eine Autorität – der Ethik, die dem Menschen im Evangelium nicht als Neuigkeit verkündet, sondern als immer gültiges Gesetz der praktischen Vernunft eingeschärft wird.
Daran ändert Kants Ablehnung der Möglichkeit – nicht einer Offenbarung an sich, sondern – der für das Christentum konstitutiven stellvertretenden Sühne Christi nichts. Diese Ablehnung ist außerdem so gut begründet, daß es eines Kant noch nicht bewußten neuen Themas der Philosophie, nämlich der von Fichte begründeten Interpersonaltheorie, bedurfte, um Kants Einwände zu widerlegen.
Ich widerhole also meine Empfehlung, in Kants Metaphysik der Sitten seine Ausführungen über das Recht zum und im Kriege zu lesen.
MfG
Christoph Heger
Mittwoch, 9. August 2006 13:17
Babylon †: @ Heger: Ui, Kant also
ist jetzt die neue kath. Autorität…
Ich bin ehrlich gesagt erstaunt. Gerade Kant als dezidierter,
ev. getaufter Aufklärer, der jeden Offenbarungsglauben ablehnte und sich dafür einen preußisch-königlichen
Verweis einhandelte…Kant ist für Dich also wichtiger als die Evangelien. Feindesliebe? Die Christen
schießen sich ja sogar gegenseitig tot. Was macht man dann erst mit Feinden?
Deine Taktik ist ja nun durchaus durchschaubar: Die Sache sei ja viel komplizierter und so. Dabei ist die Sache an sich so einfach, nur wehrst Du Dich gegen die Konsequenzen.
Sicherlich, natürlich habe ich kein Recht darauf, daß mir hier geantwortet wird. Allerdings sollte man dann doch auch keine Diskussion oder Kommunikation simulieren, sondern sich einfach raushalten.
Deine Taktik ist ja nun durchaus durchschaubar: Die Sache sei ja viel komplizierter und so. Dabei ist die Sache an sich so einfach, nur wehrst Du Dich gegen die Konsequenzen.
Sicherlich, natürlich habe ich kein Recht darauf, daß mir hier geantwortet wird. Allerdings sollte man dann doch auch keine Diskussion oder Kommunikation simulieren, sondern sich einfach raushalten.
Mittwoch, 9. August 2006 09:08
Dr. Christoph Heger: @Babylon
fand ich, daß Du nicht darauf eingegangen bist, was denn nun von der christlichen Feindesliebe übriggeblieben
ist.
Wieso glauben eigentlich manche, wie unser Babylonischer, sie erwürben durch ihre lümmeligen Auftritte – „Feldpfaffen“, „korrumpierte Kirche“ usw. – ein Recht darauf, daß man sie auch noch umständlich über ihre Dummheiten aufklärt?
Lesen bildet, Verehrtester. Lies doch mal selber z. B. was Kant, Metaphysik der Sitten, über das Recht zum und im Kriege schreibt – ehe Du solche Simpeleien ständig wiederholst.
MfG
Christoph Heger
Wieso glauben eigentlich manche, wie unser Babylonischer, sie erwürben durch ihre lümmeligen Auftritte – „Feldpfaffen“, „korrumpierte Kirche“ usw. – ein Recht darauf, daß man sie auch noch umständlich über ihre Dummheiten aufklärt?
Lesen bildet, Verehrtester. Lies doch mal selber z. B. was Kant, Metaphysik der Sitten, über das Recht zum und im Kriege schreibt – ehe Du solche Simpeleien ständig wiederholst.
MfG
Christoph Heger
Dienstag, 8. August 2006 23:31
Babylon †: @ Heger: Viel interessanter
als den Rest fand ich, daß Du nicht darauf eingegangen bist, was denn nun von der christlichen Feindesliebe
übriggeblieben ist. Da brauche ich mich gar nicht auf irgendeinen Heiligen oder sonstigen großen Gelehrten
(und Hippolyt oder auch Origenes gehören anerkanntermaßen dazu, den hl. Cyprian hatte ich auch erwähnt)
nennen, sondern einfach die Evangelien.
Wenn Feindesliebe bedeutet, daß ich den Feind abmurksen darf, und das Ganze sogar eine christlich-moralische Pflicht sein soll, verliert „Feindesliebe“ jegliche Bedeutung. Das ist schon sehr entlarvend. Warum denn nicht zur Kriegsdienstverweigerung aufrufen? – Weil die Kirche spätestens seit Konstantin korrumpiert wurde und sich für stattliche Zwecke einspannen ließ.
Mit Sebastian und Sergius sieht’s mit historisch hartem Stoff nicht viel besser aus. Sieh doch nur mal die völlig unglaubwürdige Darstellung des Martyriums von Sebastian an…erbaulicher Stoff, der zur Zeit Konstantins erfunden wurde, um vom vollzogenen Kurswechsel der Kirche vom Pazifismus zum Militarismus abzulenken. Typisch. Solche praktische Erschaffung von Heiligen aus dem Nichts zu gegenwärtigen Zwecken sind zahlreich in der Kirchengeschichte nachweisbar.
Wenn Feindesliebe bedeutet, daß ich den Feind abmurksen darf, und das Ganze sogar eine christlich-moralische Pflicht sein soll, verliert „Feindesliebe“ jegliche Bedeutung. Das ist schon sehr entlarvend. Warum denn nicht zur Kriegsdienstverweigerung aufrufen? – Weil die Kirche spätestens seit Konstantin korrumpiert wurde und sich für stattliche Zwecke einspannen ließ.
Mit Sebastian und Sergius sieht’s mit historisch hartem Stoff nicht viel besser aus. Sieh doch nur mal die völlig unglaubwürdige Darstellung des Martyriums von Sebastian an…erbaulicher Stoff, der zur Zeit Konstantins erfunden wurde, um vom vollzogenen Kurswechsel der Kirche vom Pazifismus zum Militarismus abzulenken. Typisch. Solche praktische Erschaffung von Heiligen aus dem Nichts zu gegenwärtigen Zwecken sind zahlreich in der Kirchengeschichte nachweisbar.
Dienstag, 8. August 2006 22:46
Dr. Christoph Heger: @Babylon
Der Papst habe kein Recht dazu, kath. Soldaten ins Gewissen zu reden?
Dieser babylonische Blödsinn stammt nicht von mir. Es ist Aufgabe des Papstes, den Sündern, also allen, ins Gewissen zu reden. Er hat aber so wenig das Recht, katholische Soldaten zur Fahnenflucht aufzufordern, wie katholische Ehemänner, ihre Frauen zu verlassen.
Dein Rupert Meyer ist doch völlig uninteressant. Was beweist der denn?
Der Mann beweist die gemeine Gesinnung eines „Babylons“, der ihn mit seinen Kollegen als „Feldpfaffen“ beschimpfte und Feigheit unterstellte.
So jetzt auch den hochverehrten Erzbischof von München und Freising:
Es gibt wirklich tolle Exemplare von Feldpfaffen: Kardinal Faulhaber z.B. war so’ne Spezies…widerlich, der Mann.
Ressentiments gegen Hippolyt? Aber nicht doch…(es gab damals noch keinen Papst,
Was Sie nicht sagen, Sie Koryphäe!
und deswegen war er auch kein Gegenpapst).
Selbst wenn man sein Schisma milde beurteilt (er hat sich immerhin in der Verfolgung wieder mit seinem Gegner versöhnt), ist es schon ziemlich „babylonisch“, ausgerechnet seine Parteimeinung als Zeugnis für die Haltung der frühen Kirche zum Wehrdienst anzuführen.
Zu den Soldatenmartyrern:
Bei den 40 Märtyrern von Sebaste scheint doch starke Legendarisierung reinzuspielen, aber v.a.:
Schwer vorstellbar bei dieser cause célèbre im Jahre 320!
Außerdem, schon mal was von Sergius, Sebastian und all den anderen gehört?
MfG
Christoph Heger
Dieser babylonische Blödsinn stammt nicht von mir. Es ist Aufgabe des Papstes, den Sündern, also allen, ins Gewissen zu reden. Er hat aber so wenig das Recht, katholische Soldaten zur Fahnenflucht aufzufordern, wie katholische Ehemänner, ihre Frauen zu verlassen.
Dein Rupert Meyer ist doch völlig uninteressant. Was beweist der denn?
Der Mann beweist die gemeine Gesinnung eines „Babylons“, der ihn mit seinen Kollegen als „Feldpfaffen“ beschimpfte und Feigheit unterstellte.
So jetzt auch den hochverehrten Erzbischof von München und Freising:
Es gibt wirklich tolle Exemplare von Feldpfaffen: Kardinal Faulhaber z.B. war so’ne Spezies…widerlich, der Mann.
Ressentiments gegen Hippolyt? Aber nicht doch…(es gab damals noch keinen Papst,
Was Sie nicht sagen, Sie Koryphäe!
und deswegen war er auch kein Gegenpapst).
Selbst wenn man sein Schisma milde beurteilt (er hat sich immerhin in der Verfolgung wieder mit seinem Gegner versöhnt), ist es schon ziemlich „babylonisch“, ausgerechnet seine Parteimeinung als Zeugnis für die Haltung der frühen Kirche zum Wehrdienst anzuführen.
Zu den Soldatenmartyrern:
Bei den 40 Märtyrern von Sebaste scheint doch starke Legendarisierung reinzuspielen, aber v.a.:
Schwer vorstellbar bei dieser cause célèbre im Jahre 320!
Außerdem, schon mal was von Sergius, Sebastian und all den anderen gehört?
MfG
Christoph Heger
Dienstag, 8. August 2006 18:01
Babylon †: @ Heger: Toll.
Der Papst habe kein Recht dazu, kath. Soldaten ins Gewissen zu reden? Warum nicht? Der Papst redet doch
sonst auch jedem ins Gewissen, egal worum’s geht. Warum nicht, wenn es um Leben und Tod geht?
Dein Rupert Meyer ist doch völlig uninteressant. Was beweist der denn? Wie sinnvoll diese Deine Einstellung ist? Wie toll es ist, daß kath. Soldaten sich gegenseitig abschlachten? – Wohl kaum. Es gibt wirklich tolle Exemplare von Feldpfaffen: Kardinal Faulhaber z.B. war so’ne Spezies…widerlich, der Mann.
Was bleibt von christlicher Feindesliebe? Wenn sich Katholiken so verhalten wie alle anderen (und genau das ist ja meine These, nur daß Katholiken frömmelnde Heuchler sind), ist diese Religion irgendwie nutzlos, zumindest ohne ethische Besonderheiten.
Ressentiments gegen Hippolyt? Aber nicht doch…(es gab damals noch keinen Papst, und deswegen war er auch kein Gegenpapst). Er war der damalige Tradi!
Bei den 40 Märtyrern von Sebaste scheint doch starke Legendarisierung reinzuspielen, aber v.a.: Es war nach der Privilegierung des Christentums durch Konstantin und bweist darum gar nichts. Ich hab ja selbst gesagt, daß die Kirche nun – an den Futtertrögen der Macht – total für’s Militär war. Also: Gaaanz schlechtes Beispiel.
Dein Rupert Meyer ist doch völlig uninteressant. Was beweist der denn? Wie sinnvoll diese Deine Einstellung ist? Wie toll es ist, daß kath. Soldaten sich gegenseitig abschlachten? – Wohl kaum. Es gibt wirklich tolle Exemplare von Feldpfaffen: Kardinal Faulhaber z.B. war so’ne Spezies…widerlich, der Mann.
Was bleibt von christlicher Feindesliebe? Wenn sich Katholiken so verhalten wie alle anderen (und genau das ist ja meine These, nur daß Katholiken frömmelnde Heuchler sind), ist diese Religion irgendwie nutzlos, zumindest ohne ethische Besonderheiten.
Ressentiments gegen Hippolyt? Aber nicht doch…(es gab damals noch keinen Papst, und deswegen war er auch kein Gegenpapst). Er war der damalige Tradi!
Bei den 40 Märtyrern von Sebaste scheint doch starke Legendarisierung reinzuspielen, aber v.a.: Es war nach der Privilegierung des Christentums durch Konstantin und bweist darum gar nichts. Ich hab ja selbst gesagt, daß die Kirche nun – an den Futtertrögen der Macht – total für’s Militär war. Also: Gaaanz schlechtes Beispiel.
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