Seit dem Konzil gibt es nur noch eine Todsünde
Ein Vertreter der Priesterbruderschaft St. Pius X. sprach in einem Interview von einer unglaublichen „Selbstzerstörung der Liturgie“.

Pater Pfluger, der noch Distriktsoberer von Deutschland ist, sprach mit der deutschen Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’, die der Piusbruderschaft nahesteht.

Er bestätigte dabei, daß Pater Franz Schmidberger als nächster Distriktsoberer für Deutschland bestimmt ist.
In der Piusbruderschaft würden Ämter offiziell jeweils am 15. August gewechselt.
Die erste öffentliche Amtshandlung des neuen Distriktsoberen wird die Wallfahrt der Piusbruderschaft nach Fulda Anfang September sein.
Der erste Generalassistent erklärt, daß die Piusbruderschaft sich um Kontakte mit dem Diözesanklerus bemühe.
Schon in seiner Zeit als Regens im Priesterseminar von Zaizkofen habe Pater Schmidberger einen viermal jährlich erscheinenden Rundbrief an Freunde im Priesteramt herausgegeben.
Es gebe auch Treffen für die Priesterfreunde aus dem Diözesanklerus. Das nächste finde im Herbst in Norddeutschland statt.
Solche Kontakte habe es auch in den 70er und frühen 80er Jahren gegeben: „Aber dabei standen oft nostalgische und klerikale Motive im Vordergrund.“
Jetzt zeige sich etwas Neues: „In letzter Zeit mehren sich in auffallender Weise die Anfragen von Mitbrüdern, die Sehnsucht nach der alten Liturgie haben, obwohl sie diese in ihrer Jugend nie erlebt haben.“
Dieses Interesse beunruhige die Bischöfe und ältere Priester, „die immer noch vom Konzil überzeugt sind“. Das sei gut so.
Pater Pfluger erklärt, daß das Erlernen der Alten Messe schwierig sei. Die uralten Riten müßten zum Habitus werden und verlangten den vollständigen Gehorsam und große Ehrfurcht gegenüber den weisen Anordnungen der Kirche.
Für die jüngere Priestergeneration sei der überlieferte Ritus Neuland.
Hw. Pfluger gibt zu bedenken, daß in diesem Jahr Priester geweiht werden, die in den 80er Jahren geboren wurden, und daß die Priester, die noch im alten Ritus geweiht wurden, in die Jahre kommen:
„Wir haben bei der Weitergabe des klassischen Ritus an die nächste Priestergeneration ein Loch von vierzig Jahren. Leider sind das vierzig Jahre einer unglaublichen »Selbstzerstörung der Liturgie«.“
Pater Pfluger erklärt, diesen Ausdruck der Autobiographie des früheren Kardinal Ratzinger entlehnt zu haben.
Der Generalassistent sprach im Interview auch über die Bezeichnung „tridentinische Messe“. Der Ausdruck sei irreführend.
Im Anschluß an das Konzil von Trient (1545-1563) sei kein neuer Meßordo geschaffen worden.
Pater Pfluger zitiert das Buch ‘Die Reform der römischen Liturgie’ des Liturgiewissenschaftlers, Mons. Klaus Gamber.
Mons. Gaber hat nachgewiesen, daß das Missale von Papst Pius V. († 1572), der die Tridentinischen Reformdekrete umsetzte, nichts anderes ist, als das schon Jahrhunderte zuvor in Rom entstandene und von den Franziskanern in weiten Teilen des Abendlandes eingeführte Kurien-Missale.
Die Veränderungen, die von Pius V. an diesem Meßbuch vorgenommen wurden, seien so gering, daß sie nur dem Fachmann auffielen:
„Vielmehr war der Meßkanon, bis auf kleine Änderungen unter Gregor I. († 604), bereits unter Gelasius I. († 496) in der bis jetzt gültigen Form ausgebildet.“
Es sei sogar wahrscheinlich, daß die Alte Messe auf die apostolische Tradition zurückgeht.
Mons. Gamber zitiert Papst Innozenz I. († 417). Dieser setzte in einem Brief an den Bischof der mittelitalienischen Stadt Gubbio die apostolische Tradition des überlieferten Ritus als allgemein bekannt voraus.
Innozenz I. schreibt über den Römischen Meßritus: „Wer nämlich weiß nicht, … daß das, was vom Apostelfürsten Petrus der römischen Kirche überliefert worden ist und bis heute behütet wurde, von allen bewahrt werden muß…?“
Auch Papst Vigilius († 555) spricht in einem Brief an den Metropoliten der portugiesischen Stadt Braga vom Meßkanon, „den wir durch Gottes Güte aus apostolischer Tradition empfangen haben“.

Der Generalassistent zitiert einen Diözesanpriester: „Ich bin der letzte aus meinem Weihejahrgang. Alle anderen haben geheiratet. Jetzt sehe ich: Es geht nicht mehr mit dem Neuen Meßritus.“
Im Interview sprach Pater Pfluger auch über die DVD-Großaktion der Bruderschaft zur Erlernung der Alten Messe.
Die Filmaufnahmen seien in drei Tagen am Hochaltar einer Pfarrkirche entstanden: „Der Pfarrer war so freundlich – und mutig –, seine Kirche zur Verfügung zu stellen.“
Die Piusbruderschaft und viele Priester in Deutschland seien ihm dafür dankbar.
Der Film mit 170 Minuten Laufzeit sei anschließend in ungefähr 300stündiger Nachbearbeitung fertig geworden.
Weiter erklärte Pater Pfluger im Interview, daß die Priesterbruderschaft die deutschen Bischöfe aufgefordert habe, die Rechtmäßigkeit des überlieferten Ritus anzuerkennen.
Es sei momentan in Deutschland unmöglich, eine offizielle Seelsorgsstelle zu erhalten, wenn man nur den alten Meßritus lesen oder der Mundkommunion treubleiben wolle.
Dieses Unrecht könne nicht weiter hingenommen werden, vor allem weil es ansonsten nichts gebe, was in der Kirche verboten wäre: Disko-Messen, Homo-Gottesdienste, selbstgebastelte Hochgebete mit veränderten Wandlungsworten.
„Bei nicht wenigen Hirten scheint es nur noch eine schwere Sünde zu geben – die alte Messe beziehungsweise die Rückkehr zur Tradition.“
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Montag, 14. August 2006 02:12
Perpetua: War Bugnini Freimaurer?
Siehe „Das unveröff. Zeugnis von Pater Malachi Martin, aus „Die Verfinsterung der Kirche“: Seite 19:
Punkt 3 und 4: „Während des Konzils bestand meine Rolle darin, hinter den Kulissen zu wirken und die
Pläne hinsichtlich des Ökumenismus und des Judaismus zu fördern. Sechs protestantische Geistliche (von
insg. 8 Beratern) haben den Novus Ordo unter der Leitung von Msgr. Annibale Bugnini entworfen…
„War Msgr. Bugnini ein eingeweihter der Freimaurerei?“ –„Ja, Bugnini war Mitglied der Loge.“
Warum konnte Kardinal Roncalli 1958 seiner Wahl schon im voraus sicher sein? – Was war Wahres an den Gerüchten über eine bereits erfolgte, aber unterdrückte Wahl beim Konklave im Okt. 1978? – War Kardinal Wojtyla Anh. der Anthropsophie – Wieso konnte der junge, unbekannte Priester Karol Wojtyla mehrmals ungehindert den Eisernen Vorhang überwinden – zu einer Zeit, als das ansonsten nur Kommunisten und Juden möglich war?
Anhand einer verblüffenden Fülle von Hintergrundmaterial werden u. a. auch die folgenden Fragen aufgerollt: War die Wahl Kardinal Lucianis bloß ein Versehen? – Was hat ihn befähigt, seinen Nachfolger vorherzusagen? – Welche tieferen Gründe hat die enge Verbindung zwischen Joh. Paul II. und dem Opus Dei? Welche Rolle spielen eigentlich die“Traditionalisten“-organisationen und namentlich die PB St. Pius X. im „Großen Plan“ der illuminierten Kirchenfeinde? http://www.verlag-anton-schmid.de
„War Msgr. Bugnini ein eingeweihter der Freimaurerei?“ –„Ja, Bugnini war Mitglied der Loge.“
Warum konnte Kardinal Roncalli 1958 seiner Wahl schon im voraus sicher sein? – Was war Wahres an den Gerüchten über eine bereits erfolgte, aber unterdrückte Wahl beim Konklave im Okt. 1978? – War Kardinal Wojtyla Anh. der Anthropsophie – Wieso konnte der junge, unbekannte Priester Karol Wojtyla mehrmals ungehindert den Eisernen Vorhang überwinden – zu einer Zeit, als das ansonsten nur Kommunisten und Juden möglich war?
Anhand einer verblüffenden Fülle von Hintergrundmaterial werden u. a. auch die folgenden Fragen aufgerollt: War die Wahl Kardinal Lucianis bloß ein Versehen? – Was hat ihn befähigt, seinen Nachfolger vorherzusagen? – Welche tieferen Gründe hat die enge Verbindung zwischen Joh. Paul II. und dem Opus Dei? Welche Rolle spielen eigentlich die“Traditionalisten“-organisationen und namentlich die PB St. Pius X. im „Großen Plan“ der illuminierten Kirchenfeinde? http://www.verlag-anton-schmid.de
Sonntag, 13. August 2006 02:55
Christian Hüller: Mundkommunion als Ausdruck von Ehrfurcht?
Ich darf aus dem Artikel zitieren:
>> Innozenz I. schreibt über den Römischen Meßritus: „Wer nämlich weiß nicht, … daß das, was vom Apostelfürsten Petrus der römischen Kirche überliefert worden ist und bis heute behütet wurde, von allen bewahrt werden muß…?“<<
Falls Pater Pfluger zu dieser >>unvordenkliche[n] Tradition der Kirche<< auch die Mundkommunion rechnen möchte, darf ich deutlich darauf verweisen, dass die Tradition ihr Fundament in Jesus Christus haben sollte – und der wird seine Jünger beim Letzten Abendmahl kaum „gefüttert“ haben, um dies mal so deutlich zum Ausdruck zu bringen (auch wenn dies für die Ohren gewisser Frömmler vielleicht blasphemischklingen mag).
Es ist Ausdruck einer subordinationistischen, den Empfänger des Leibes Jesu letztlich degradierenden Grundhaltung, auf die Mundkommunion zu bestehen, zumal dieses Praxis aus hygienischen Gründen äußerst fragwürdig ist.
Christus spricht zu uns als seine Brüder; er will Brüder (und Schwestern), die ihm gleich werden sollen – keine Schafe, die ihm nicht gegenübertreten können.
Die angebrachte Ehrfurcht vor dem Leib Christi bedarf nicht eines Symbols der Unterwerfung und eines „Gefüttertwerdens“ durch geweihte Amtsträger.
Darüber würde ich gerne mal diskutieren, falls jemand anderer Meinung ist …
Gruß
PS: Kreuznet halte ich für eine gute Sache.
>> Innozenz I. schreibt über den Römischen Meßritus: „Wer nämlich weiß nicht, … daß das, was vom Apostelfürsten Petrus der römischen Kirche überliefert worden ist und bis heute behütet wurde, von allen bewahrt werden muß…?“<<
Falls Pater Pfluger zu dieser >>unvordenkliche[n] Tradition der Kirche<< auch die Mundkommunion rechnen möchte, darf ich deutlich darauf verweisen, dass die Tradition ihr Fundament in Jesus Christus haben sollte – und der wird seine Jünger beim Letzten Abendmahl kaum „gefüttert“ haben, um dies mal so deutlich zum Ausdruck zu bringen (auch wenn dies für die Ohren gewisser Frömmler vielleicht blasphemischklingen mag).
Es ist Ausdruck einer subordinationistischen, den Empfänger des Leibes Jesu letztlich degradierenden Grundhaltung, auf die Mundkommunion zu bestehen, zumal dieses Praxis aus hygienischen Gründen äußerst fragwürdig ist.
Christus spricht zu uns als seine Brüder; er will Brüder (und Schwestern), die ihm gleich werden sollen – keine Schafe, die ihm nicht gegenübertreten können.
Die angebrachte Ehrfurcht vor dem Leib Christi bedarf nicht eines Symbols der Unterwerfung und eines „Gefüttertwerdens“ durch geweihte Amtsträger.
Darüber würde ich gerne mal diskutieren, falls jemand anderer Meinung ist …
Gruß
PS: Kreuznet halte ich für eine gute Sache.
Freitag, 11. August 2006 23:49
Aldo Carigiet: Seit dem Schisma gibt es -auch- nur eine Todsünde
Wenn es seit dem Konzil nur noch eine Todsünde gibt, dann hat die Pius-Bruderschaft -leider- nicht unrecht.
Aber seitens der Pius-Bruderschaft gibt es -auch- nur noch eine Todsünde, nämlich die, die alle anderen begehen…
Nur einer hat Recht! Nur einer macht keine Fehler!
Alle andern sind schlecht, nur der „Hansli“ nicht…
So einfach ist das Leben und die Kirche -auch die Glaubenslehre- nicht…
Was siehst Du den Splitter im Auge Deines Bruders und den Balken…
Eigentlich gibt es wenig gegen die Pius-Bruderschaft -insbesondere was die Liturgie betrifft- zu sagen, ausser, dass sie -leider wie Küng (auch wenn er nicht exkommuniziert ist)- immer Recht -sie sind ja die einzigen, die wissen was sich gehört- haben wollen.
Wie viele andere Organisationen und Priester kämpfen für die trid. Liturgie –aber innerhalb der kath. Kirche– und tragen das Kreuz wie Jesus Christus bis zum Tod?
Aber seitens der Pius-Bruderschaft gibt es -auch- nur noch eine Todsünde, nämlich die, die alle anderen begehen…
Nur einer hat Recht! Nur einer macht keine Fehler!
Alle andern sind schlecht, nur der „Hansli“ nicht…
So einfach ist das Leben und die Kirche -auch die Glaubenslehre- nicht…
Was siehst Du den Splitter im Auge Deines Bruders und den Balken…
Eigentlich gibt es wenig gegen die Pius-Bruderschaft -insbesondere was die Liturgie betrifft- zu sagen, ausser, dass sie -leider wie Küng (auch wenn er nicht exkommuniziert ist)- immer Recht -sie sind ja die einzigen, die wissen was sich gehört- haben wollen.
Wie viele andere Organisationen und Priester kämpfen für die trid. Liturgie –aber innerhalb der kath. Kirche– und tragen das Kreuz wie Jesus Christus bis zum Tod?
Mittwoch, 9. August 2006 16:58
AthanasiusII: @BEnedikt
Vielleicht sieht er es ja auch nicht ein, weil es nicht so ist?
Vielleicht, ja. Vielleicht…
Vielleicht, ja. Vielleicht…
Mittwoch, 9. August 2006 13:54
Benedikt: @ Athanasius
Dás geschah durch und nach Vaticánum II. Benedikt XVI. hat selber in Warschau diesen Relativismus der
Historiebedingten Wahrheiten verurteilt, sieht aber immer noch nicht ein, daß es zuerst Vat. II. war,
das durch offizielle Doppeltzungigheit (Achtung: nícht ‘Häresie’!), sich verhalten hat in dem es die
Botschaft „anpasste“.
Vielleicht sieht er es ja auch nicht ein, weil es nicht so ist?
Vielleicht sieht er es ja auch nicht ein, weil es nicht so ist?
Dienstag, 8. August 2006 22:41
AthanasiusII: @Benedikt
Da haben Sie schon recht, aber ich meinte eher, wie es der Antimodernisteneid sagt, das Anpassen der Aussagen des Dogmas an den Zeitgeist, das zu relativieren. Dás geschah durch und nach Vaticánum II. Benedikt XVI. hat selber in Warschau diesen Relativismus der Historiebedingten Wahrheiten verurteilt, sieht aber immer noch nicht ein, daß es zuerst Vat. II. war, das durch offizielle Doppeltzungigheit (Achtung: nícht ‘Häresie’!), sich verhalten hat in dem es die Botschaft „anpasste“. Bonifatius, Willibrordus, Methodius, Franziskus Xaverius, Joseph Libermann, Israel Zolli, Edith Stein usw. haben aber alle, obwohl viele Jahrhunderte nach der Predigung der Apostel, deren Botschaft ohne weiteres wiederholt und verkündet, in ihrer jeweiligen Zeitskultur. Und all diese Heiligen wurden satt, durch die Gnaden des Heiligen Meßopfers, des Opfers nach der Ordnung Melchizedeks, und zwar im überlieferten Römischen (‘tridentinischen’, ‘Pius V.’) Ritus, dem eucharistischen Ritual über das die hl. Theresia von Lisieux vom Kinde Jesu, als echte „Ritualistin“ (um die Worte des Dr. Otterbeck/statcrux gegen die „Integralisten“ zu verwenden), sagte: „Ich würde sofort mein Leben schenken für auch nur den kleinsten Détail der Meßordnung“.
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