[ « 316 317 318 319 320 » ]
Montag, 7. August 2006 16:39
Ein großer und gefährlicher Verbündeter
Zum Abschluß des ‘Pro Life’ Marsches in Wien, macht der Weihbischof von Salzburg, Mons. Andreas Laun, einen interessanten Hinweis.
(kreuz.net, Wien) Die Organisation ‘Jugend für das Leben’ hat am letzten Samstag ihren diesjährigen ‘Pro Life Marsch’ abgeschlossen.

Der Marsch ist eine Aktion zum Lebensschutz, bei der über hundert junge Lebensretter in drei Wochen von Salzburg nach Wien wanderten.

„Hinter uns liegen nicht nur knapp 400 Kilometer, sondern auch unzählbare wertvolle Erlebnisse, Begegnungen und kleine Abenteuer.“

„Pro-Life-Marsch 06“"Pro-Life-Marsch 06"Klicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 6 Bildern zu starten.

Dank der erfreulichen Berichterstattung der Lokalpresse habe man sehr viele Menschen erreichen können:

„Autofahrer blieben stehen und ermutigten uns. Mamis winkten gemeinsam mit ihren Kindern aus den Fenstern. Passanten kamen zu uns, um uns zu unterstützen. Täglich erreichten uns herzliche Telefonanrufe und Briefgrüße“, berichtet der Vorsitzende der ‘Jugend für das Leben ‘ – Diplomingenieur Martin Minkowitsch.

Würde man die gegangenen Kilometer der Teilnehmer hintereinander legen, ergäbe sich eine Länge, die in etwa dem Äquatordurchmesser der Erde entspricht.

Bei ihrem Marsch für das Leben habe es jedoch nicht nur Zustimmung gegeben.

Bei einem Konzert mit der kalifornischen Sängerin Alyssa am Wiener Karlsplatz sei es sogar zu einer Rauferei zwischen der Polizei und linken Abtreibungslobbyisten gekommen. Zusätzlich hätten „schrille Trillerpfeifen, dröhnende Parolen und Aggressionen linker Lebensverweigerer“ den friedlichen Anlaß gestört.

Nur durch das Einschreiten der „Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung“ (WEGA) konnte ein unblutiger Ausgang der abendlichen Musikveranstaltung gewährt werden.

„Anscheinend fühlen sich die Linksextremisten von dutzenden Jugendlichen zwischen neun und 27 Jahren, die der Dauerhitze trotzen und für ihre ungeborenen Mitmenschen marschieren, provoziert“, vermutet der Vorsitzende des Jugendvereins.

Wie Minkowitsch weiter berichtet, belästigten die linken Störenfriede die Jugendlichen auch am nächsten Tag. Bei einer Informationskundgebung über Abtreibung auf der Mariahilfer-Straße am vergangenen Samstag tauchten dunkle Gestalten auf und schmissen den Info-Tisch der jugendlichen Lebensschützer um.

Minkowitsch glaubt, daß das derartig aggressive Auftreten der Lebensverweigerer ein System hat. Schon mehrmals habe es den Versuch gegeben, öffentliche Veranstaltungen der Jugend für das Leben zu untersagen und zu stören.

Der Marsch wurde mit einer Heiligen Messe im Wiener Stephansdom abgeschlossen.

Der Salzburger Weihbischof, Mons. Andreas Laun, ermutigte die ‘Jugend für das Leben’ in seiner Predigt, den Einsatz für die ungeborene Menschheit weiterzuführen:

„Wir brauchen Menschen, die in der Öffentlichkeit den Mut haben, den Mund auf zu machen und das Bewußtsein der Menschen zu verändern“ – sagte der Weihbischof:

„Wir haben einen großen Verbündeten in dieser Frage: das Gewissen der Menschen.“

„Sie wissen es in der Tiefe ihres Herzens sehr gut. Das ist unsere Chance.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 35 Lesermeinungen:
Mittwoch, 9. August 2006 12:39
23er Hansl: Wenn sich kreuz.net und die Applaudierer auf ihre Diskussionsregeln besinnen würden, die Sie für
andere aufstellen, dann gäbe es zwei Drittel der Artikel und drei Viertel der Postings garnicht.
Wäre doch einmal ein Vorschlag, oder?
Kein lineares Weiterdenken von gegnerischen Argumenten mehr! Man könnte zwar manche Absurditäten nicht mehr derart erheiternd aufdecken, aber dafür würden auch alle linearen Zusammenhänge zwischen 1968 und Martin Humer, Konzil und schwindenden Beitragszahlen, … einfach nicht mehr argumentierbar werden!
Ich bin dafür. Gleiches Recht für alle.
Und ich will auch so viel Unsinn schreiben wie sulpi, heger, otterböck, der mauritische rabe und der koptische papst …
Mittwoch, 9. August 2006 08:25
Maurice Corvisier: Sie sehen, Benedikt, daß Toussaint
Ihr und auch – obgleich tatsächlich polemischer verfaßtes – mein Argument nicht enkräften kann. Deshalb weicht er jetzt aus und verstrickt franco in einen Nebenkriegs – Schaukampf. Mit ist nicht klar, ob er das bewußt tut.

Sicher ist aber, daß er es zwanghaft tut. Wenn man (sich) durchschaut, was er hier alles angezettelt und dann klammheimlich wieder aufgegeben hat, wenn ihm der Boden unter den Füßen zu heiß wurde: beachtlich.

Und immer wieder die unerträglich dummen und arroganten Angriffe auf Kirche, Lehre und Ritual. Letztlich paßt das zusammen, wie andernorts bereits dargelegt.

Noch vor zwei Jahren haben wir hier eine Feldmesse in einem Pfadfinderlager gehabt: alte Messe, mit allem, was dazugehört, unter einem Zeltdach. Ausgesprochen würdig; ich hatte die Freude, ministrieren zu dürfen.

Wenn so jemand wie der arme, gequälte Toussaint das dann in seinen Schmutz hinabzieht: das nervt.

Nun wird er sich ein wenig an franco festbeißen, eine Pause machen und demnächst wieder auftauchen, um zu einem neuen Artikel mit einem seiner Themen (Religionshaß und Erlaubnis der Tötung ungeborener Menschen) Immer wieder dieselben Argumente bringen.

Er muß das. Er kann nicht anders.

Ihnen einen Gruß! M.C.
Mittwoch, 9. August 2006 07:50
deusexmachina: @franco.felice
Es tut mir leid, aber Sie haben den Kern meines Postings unten nicht erfasst.

Schauen Sie, es geht mir um Folgendes:

Solche Aussagen wie: „Gut, dass es mich / Dich / uns gibt“ rutschen einem gerne raus. Das ist normal, denn die Alternative „nicht sein“ ist ja dem Lebenden mit dem unangenehmen (weil persönlich unbekannten) Ereignis „Tod“ verknüpft. Unser biologisch sinnvoller Selbsterhaltungstrieb besorgt den Rest: Wir, die wir leben, WOLLEN leben. Völlig selbstverständlich. Die Alternative ist uns ohnehin nicht vorstellbar (Niemals wird sich ein Mensch sich selbst als nichtexistent vorstellen können – das wäre ja ein Paradox).

Das macht aber keine Aussage darüber, ob Leben bzw. Auf-die-Welt-kommen „gut“ ist für den Geborenen. „Gut“ ist ein relativer Ausdruck – „gut“ also im Verhältnis zu WAS? Zur Nichtexistenz? Das ist keine legitime Relation, da uns diese Nichtexistenz nicht erfahrbar, sie also auch nicht bewertbar ist. Selbst, wenn wir das bewerten KÖNNTEN, wäre immer noch die Frage, ob das Leben eines durchschnittlichen Menschen überwiegend als „gut“ empfunden wird… ein Fass ohne Boden, da kommen Sie nie auf einen erfassbaren und damit vergleichbaren Wert.

Ein Satz wie „seien Sie froh, dass Sie Ihre Mutter nicht abgetrieben hat“ ist insofern einfach nur sinnlos, eine logische Division durch Null. Und deswegen nenne ich solche Anspielungen „Schattenboxen“, denn sie appelieren lediglich an leicht zu manipulierende Emotionen und Instinkte, entbehren aber jedweder Logik.
Mittwoch, 9. August 2006 07:29
franco.felice: deusexmachina:
„Was für ein Glück, dass die Erde genau diese Entfernung von der Sonne hat – sonst würde es mich ja gar nicht geben!“.

Genau so ist es. Dies ist eine der nicht geringsten Voraussetzungen für das Leben auf der Erde. Auch Ihnen ward dieser Umstand zum Segen.

Und so ist meine „Bemerkung“ nicht entkräftet. Dass wir im Übrigen, die wir für das Recht auf Leben bereits streiten müssen, nur noch „Schattenboxen“ können – wovon auch Ihre Beiträge selbstverständlich nicht ausgenommen sind –, ist einem besonders gottlosen Zeitgeist zu verdanken.

Das kommt … „Wenn der Mensch allein, ohne Gott bestimmen kann, was Gut und was Böse ist …!“ Und weiter: „Die Gottlosen haben den … verursacht!“ Ich hoffe, Sie haben (noch) „Erinnerung und Identität“!

Aber Johannes Paul II. boxte wahrscheinlich auch nur Schatten. Ansonsten gilt das Wort „Man soll andere nicht für dümmer halten als man selber ist!“ Und wenn schon Grübeln angemahnt wird: Ihrer Worte Sinngehalt einer potentiell nicht traurigen Erde lässt sich auch nicht entlocken, ob Sie „gegrübelt“ haben.

Trotzdem Dank, dass Sie es wenigstens versucht haben. Jedenfalls sollte niemand hier hoffärtig werden. Denn daraus ist die gegenwärtige Arroganz einer Gesellschaft, deren Wirken in einer anderen Zeit (welch ein Segen!) nur hypothetisch erörtert werden kann, entstanden.
Mittwoch, 9. August 2006 05:30
deusexmachina: @Benedikt
„Sie bestritten die Sinnhaftigkeit der Zeilen eines Users, und stellten somit die Tötungstatbestände in Frage, die bei gleicher Argumentation ebenfalls sinnlos werden würden.“

Unfug. Um die Strafbarkeit ging es nicht. Es ging – und das müsste auch ziemlich deutlich sein – ja gerade um die Konsequenzen für den Betroffenen. An den waren die von mir kritisierten Zeilen schließlich gerichtet, nicht an den Staatsanwalt. In diesem Kontext ist es übrigens auch völlig belanglos, ob ein Mörder bestraft wird oder nicht, für das Opfer jedenfalls (es sei denn, man glaubt an die netten Schauermärchen von Toten, die keine Ruhe finden können, bis ihr Mörder blablabla…). Und wenn ich das feststelle, habe ich damit keine Silbe über die grundsätzliche strafrechtliche Ahndung gemacht.

Wäre schön, Sie würden da nicht alles durcheinanderwirbeln, sondern, wenn Sie kritisieren, dann doch bitte auch bei dem bleiben, was ich gesagt habe. Strafbarkeit ist „andere Baustelle“. Relevant hier war, welche Konsequenzen das für den Betroffenen gehabt hätte, und ob die sinngemäße Aussage, man solle froh sein, überhaupt einen Sinn hat (was ich bestreite).

Bezeichnenderweise sind Sie darauf überhaupt nicht eingegangen, sondern haben ein Parallthema aufgezogen, bei dem selbstredend ganz andere Aspekte in den Vordergrund treten. Auch die Tötungsdelikte haben schließlich nicht (mehr) das Wohl des Opfers im Sinn, das wäre ja absurd. Insofern ist Ihr Nebenschauplatz völlig abwegig.

Also: IST der Satz sinnvoll?
Mittwoch, 9. August 2006 01:45
Benedikt: @ DDL
Herr Mustermann hätte gelitten, hätte vermutlich Todesangst gehabt, vielleicht Schmerzen. Er hinterlässt eine Welt, die ihn kannte, reißt eine Lücke. Er war ein MENSCH, er war ein BEWUSSTSEIN.

Nee, Hr. Mustermann wurde nach KGB Manier mit unerwartetem Genickschuss hingerichtet. Was nun?

Der Embryo kann alles das erst noch werden.

Dass Embryonen nichts fühlen, entspricht nicht unbedingt dem Stand der Forschung. Es ist durchaus Teil einer Diskussion, ob gewisse psychische Probleme von Kindern mit dem Tod eines Zwillings im Mutterleib zusammenhängen.

Davon abgesehen, ging meine ursprüngliche Bemerkung überhaupt nicht in Richtung Strafbarkeit

Sie bestritten die Sinnhaftigkeit der Zeilen eines Users, und stellten somit die Tötungstatbestände in Frage, die bei gleicher Argumentation ebenfalls sinnlos werden würden.

der Vergleich zwischen dem fertigen Menschen und seiner Auslöschung ist etwas völlig anderes als der zwischen einem Menschen und seiner a-priori-Nicht-Inexistenzkommung. Begreifen Sie das nicht? Den Unterschied zwischen real und Potenzial?

Ts…das ist IHRE Behauptung. Eine Pflicht, dies wie ein Naturgesetz begreifen und annehmen zu müssen besteht nicht.

Aber für ein Wesen, das es noch gar nicht wirklich (als Mensch) gibt, ist das etwas anderes.

So? Warum nicht? Und warum besteht dies auf einmal für einen Geborenen?
Alle Lesermeinungen anzeigen 29 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2009 kreuz.net