Das Gespräch muß weitergehen
Die Unmöglichkeit einer Frauenordination ist von höchster kirchlicher Stelle bestätigt worden. Doch der noch nicht konsekrierte neue Bischof von St. Gallen will weiter darüber diskutieren.

Mons. Büchel wird am 17. September zum Bischof geweiht.
Im Interview sprach der Neo-Bischof auch über die Frauen im kirchlichen Dienst.
Frauen seien auf allen Ebenen der Pastoral eine tragende Kraft: „In der Katechese stehen sie an vorderster Front.“ Sie seien auch in die Bistumsleitung einbezogen.
In der Kirche hätten Männer wie Frauen den Auftrag, den Glauben zu bezeugen. Zur Frage nach der Frauenordination erklärte der designierte Bischof, daß dies eine Entscheidung der Weltkirche sei:
„Aber wir sollten darüber im Gespräch bleiben, wie übrigens auch über die Weihe von «viri probati», von bewährten verheirateten Männern.“ In der Ostkirche gebe es verheiratete Priester.
Mons. Büchel gab zu bedenken, daß die „Weihe“ der Frau im ökumenischen Gespräch mit der Orthodoxie eine große Blockade verursachen würde.
Als Antwort auf einen angeblichen Priestermangel will der designierte Bischof die Seelsorge in größeren Räumen – sogenannten Seelsorgeeinheiten, organisieren.
Die Verantwortung solle nicht mehr beim Priester allein liegen, sondern von einem Team getragen werden: „Diesen Prozeß möchte ich weiterführen.“
Die Zusammenarbeit zwischen Priestern und Laien sollte nicht als Konkurrenz gesehen werden: „Ich wünsche mir ein Berufsbewußtsein – von geweihten und nicht geweihten – Seelsorgenden in gegenseitiger Achtung und in gegenseitiger Unterstützung.“
Sein eigner Führungsstil als Bischof werde „kooperativ“ sein: „Wir sind gemeinsam auf dem Weg und tragen eine gemeinsame Verantwortung.“
Es werde auch Situationen geben, in denen er Entscheide treffen muß, die hart sein und schmerzen könnten.
Als Bischof müsse er auch vermittelnd zwischen den Bewegungen und Strömungen in der Kirche wirken. Seine Sendung gehe aber weit über die Kirche hinaus – hin zu allen Menschen aller Kulturen und Religionen. Denn Christus sei für alle gestorben:
„So leben alle, die ganze Schöpfung auf das Ziel der Erlösung hin.“
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Donnerstag, 17. August 2006 18:26
Guldin: @ maledica
Dieser Priester sieht nicht nur aus wie ein Totengräber, sondern wird als Bischof nun das Grab für den
katholischen Glauben in der Schweiz noch tiefer schaufeln…
Woher nimmst Du dir das Recht so einen Aburteilung vorzunehmen? Kennst Du den designierten Bischof von St.Gallen persönlich?
Woher nimmst Du dir das Recht so einen Aburteilung vorzunehmen? Kennst Du den designierten Bischof von St.Gallen persönlich?
Donnerstag, 17. August 2006 15:04
Benedikt: Irgendwie…
…sieht er aus wie Dr. Theo Zwanziger.
Donnerstag, 17. August 2006 14:56
Maledica: Schwarzer Anzug und Krawatte
Dieser Priester sieht nicht nur aus wie ein Totengräber, sondern wird als Bischof nun das Grab für den katholischen Glauben in der Schweiz noch tiefer schaufeln…
Mittwoch, 16. August 2006 12:36
stat crux: Ordinatio sacerdotalis:
Es hat der Verkündung des Evangeliums kaum etwas genutzt, dass die Evangelische Kirche mit der Tradition gebrochen hat und Frauen zur Ordination zulässt. (Dieser „Bruch“ war allerdings möglich, weil die dortige Ordination nur „Amt“ ist, nicht Sakrament.) Der innere Zusammenhang zwischen der Realpräsenz Christi, seiner Gegenwart im Hl. Messopfer und der für Frauen unmöglichen (!) Priesterweihe ist im heutigen Kontext schwer zu vermitteln. Aber von genau diesem Punkt ausgehend wird sich das Selbstverständnis der Kirche als Sakrament (Vatikanum II) neu durchsetzen. Alles andere wäre Selbstbetrug.
Freitag, 11. August 2006 09:00
Brigitte Bussmann: Das Gespräch muss weitergehen
das ist für mich aber neu, was in den Evangelien steht ist alles verwirklicht?
Was ist das nur mit der Maria Magdalena, die von dem Auferstandenen den Auftrag erhielt, das „Evangelium“ seiner Auferstehung den übrigen Jüngern zu verkünden?
Wo darf heute eine Frau das Evangelium verkünden, ich meine nun das Evangelium im engeren Sinn, während der Hl. Messe? Das ist doch verboten, zumindest in den Ländern des ehemaligen Heiligen römischen Reiches.
Und wurde Maria Magdalena nicht als apostola apostolorum bezeichnet und zwar von keinen geringeren als den Kirchenvätern Hippolyt von Rom, Augustinus (u.a. ein großes Vorbild unseres Heiligen Vaters) und last but not least von Thomas von Aquin?
Was ist das nur mit der Maria Magdalena, die von dem Auferstandenen den Auftrag erhielt, das „Evangelium“ seiner Auferstehung den übrigen Jüngern zu verkünden?
Wo darf heute eine Frau das Evangelium verkünden, ich meine nun das Evangelium im engeren Sinn, während der Hl. Messe? Das ist doch verboten, zumindest in den Ländern des ehemaligen Heiligen römischen Reiches.
Und wurde Maria Magdalena nicht als apostola apostolorum bezeichnet und zwar von keinen geringeren als den Kirchenvätern Hippolyt von Rom, Augustinus (u.a. ein großes Vorbild unseres Heiligen Vaters) und last but not least von Thomas von Aquin?
Donnerstag, 10. August 2006 14:24
Dr. Peter Enderfers: @ Bussmann
Schauen Sie sich doch die Evangelen an: Da ist all das von dem, was Sie fordern, verwirklicht. Und was hat es gebracht? WIe gut ist die ev. Gemeinschaft im Vergleich zur Kirche aufgestellt? Sie ist am Rande ihrer Überlebensfähigkeit, und das wissen Sie genauso gut wie ich!
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





