Vatikanische Kriegshilfe + Die Herkunft der Mörderrakete + Gestärkte Kirche + Vortrag verschoben + Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen
Vatikanische Kriegshilfe
Vatikan. Der Vatikan hat zwei voll ausgestattete Rettungswagen in den Nahen
Osten geschickt. Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Von der italienischen Hafenstadt
Brindisi aus werden die Fahrzeuge an ihren Bestimmungsort gebracht. Papst Benedikt XVI. ließ zuvor über
den Päpstlichen Hilferat ‘Cor Unum’ mitteilen, daß sich der Vatikan um die Bedürftigen beider Parteien
kümmere. Die Rettungswagen sind für die Libanesische Caritas sowie für die Franziskaner im Heiligen
Land bestimmt.
Die Herkunft der Mörderrakete
„Über die Herkunft der Rakete, die am 31. Juli die Kinder
von Kana tötete, kann es keine Zweifel geben. Sie stammt aus den USA. Auf einem ihrer Trümmerfragmente
steht: »For use on MK-84 Guided Bomb BSU-37-B«. Kein Wunder, daß die Firma behauptet, ihre Rakete sei
»kampferprobt«. Die Rakete hat das dreistöckige Gebäude, in dem die Schalhoub- und die Haschim-Familie
wohnten, komplett zerstört. Die Menschen waren vor dem massiven israelischen Bombardement ins Untergeschoß
geflüchtet – wo die meisten der Opfer starben.“
Robert Fisk am 1. August in der britischen Tageszeitung
‘The Independent’
Gestärkte Kirche
Großbritannien. In Großbritanniens Gotteshäusern sollten zukünftig
alltägliche Angebote wie Geld-Automaten oder Post-Zweigstellen zu finden sein. Diesen Vorschlag machte
ein anglikanischer Geistlicher aus dem ostenglischen Lincoln am Dienstag gegenüber dem ‘Britischen Rundfunk’.
In ländlichen Gebieten sei die Kirche oft das einzige öffentliche Gebäude eines Dorfes. Durch zunehmende
Dienstleistungen könne die Rolle der Kirche als „Zentrum ihrer Gemeinde“ gestärkt werden.
Vortrag verschoben
Deutschland. In der ‘KirchenZeitung’ des Erzbistums Hamburg war für heute ein Vortrag mit dem Thema:
„Fundamentalismus in der katholischen Kirche am Beispiel des Opus Dei“ angekündigt. Er sollte um 19.00
Uhr im bistumseigenen Hotel St. Raphael in Hamburg, Ademauerallee, stattfinden. Referent: Offizialatsrat
Klaus Kottmann vom Erzbistum. Inzwischen ist der Vortrag auf den 12. September 2006 verschoben worden.
Der Referent zieht seit Jahren auch mit dem Vortrag „Grüß Gott Frau Pfarrer“ durch das Bistum. Ansonsten
pflegen und pflegten die Hamburger Bischöfe nach außen ein ungezwungenes Verhältnis zum Opus Dei –
zumindest einmal im Jahr. Bei dieser Gelegenheit pontifizieren sie sogar.
Damit die Apologeten des Krieges
sehen, wofür sie stehen
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl
aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen. Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen.
Albert Einstein.
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10 Lesermeinungen
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Der ev. Landesbischof in Bayern … … ergreift in seiner Bilanz ganz klar Partei für eine bestimmte
Kriegsseite. Das ist die Bejahung des Krieges, geistige Teilnahme am Krieg, in dem es immer unschuldige
Tote gibt. Ich bin etwas verwundert über die einseitige Parteinahme pro Israel, da sich der Bischof durchaus
differenziert geäußert hat und man ihm in den meisten Punkten zustimmen muß. Er hat wohl Angst, offen
Kritik auch gegen die Kriegspartei Israel zu äußern. Schließlich will man ja nicht als Antisemit verschrien
werden, was gerade wieder – auch in diesem Forum – in Mode ist.
Zum Thema Krieg im nahen Osten hat sich der Ev. Landesbischof in Bayern sehr interessant geäußert. Ich
teile seine Ansichten voll und ganz, natürlich in dem Wissen, dass diese hier zerrissen werden, schließlich
ist der Mann ja „nur evangelisch“. Ach ja, das kann man auf kath.net nachlesen. Oder ist diese Seite zu
häretisch um hier zitiert zu werden?
Bilder / Krieg @barmherzigkeit: Einverstanden. Danke für die Klarstellung. PhilomenaWolkenstein: „…daß
die Israelis vor der Bombadierung in Kana Flugblätter abgeworfen haben“ Natürlich hat die dann jeder
gelesen. Und natürlich kann man auch mit Frauen, Kindern, Kranken, Altersschwachen und Verwundeten –
und bei zerstörter Infrastruktur – in wenigen Stunden eine Flucht organisieren und durchführen, bevor
die Bomben auf Familienhäuser fallen. Vielleicht würden Sie die Menschen dort besser verstehen, wenn
Sie mit Ihren Kindern in den Wohngebieten von Kana leben würden. Wer das israelische Vorgehen im Libanon
unumwunden in Schutz nimmt, schürt geradezu den Hass gegen Israelis. Das Gleiche gilt aber auch für
Hisbollah-Verniedlicher wie Israel Sharon. Bei aller Kritik am militärischen Vorgehen Israels, das offensichtlich
nur der Hisbollah nützt. Es ist die Hisbollah, deren Kriegsführung am abscheulichsten ist, wenn sie
aus den Wohngebieten heraus schießt, dann abhaut und dabei Frauen, Ältere und Kinder den US-/israelischen
Bomben überlassen. Der Hisbollah geht es hauptsächlich um die physische Vernichtung aller Juden in Israel
und am wenigsten um die Menschen im geschundenen Libanon. Krieg ist immer ungerecht!
Guiseppe wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich habe nicht gesagt, dass kreuz-net die Bilder manipuliert,
aber sie werden hier ungeprüft veröffentlicht. Darüber gab es hier bereits verschiedene Diskussionen.
Manchmal kann man als Laie mit bloßem Auge erkennten, dass da getürkt wurde. Im übrigen bin ich natürlich
froh, dass kreuz-net so unbedeutend ist, dass die öffentliche Meinung dadurch nicht beeinflusst werden
kann. Das wäre eine Tragödie, auch für die römisch-kath. Kirche.
hoppla Hoppla, das ist doch der nette Mann, der auf jedem zweiten manipulierten Foto der Hisbollah zu
sehen ist. Ach ja, wie war das mit beiden Seiten? die Libanesische Caritas sowie für die Franziskaner
im Heiligen Land bestimmt. Die Franziskaner sind eine von den beiden Seiten – führen die jetzt Krieg
gegen die Israelis – gut zu wissen… Und man sollte auch noch dazu sagen, daß die Israelis vor der Bombadierung
in Kana Flugblätter abgeworfen haben, es geht die Mär, daß die Hisbollah das ausgenutzt hat, um ihre
behinderten Kinder zu entsorgen. Das müßte doch kreuz.net aufregen, oder ist alles, was die Hisbollah
tut, gerecht, solange es nur gegen Israel geht?
@ barmherzigkeit nur dass kreuz.net halt kaum einen einfluss auf die „öffentliche meinung“ für sich
reklamieren kann. dafür istst denn doch zu unbedeutend ;)
Genauso verhält es sich doch mit den regelmäßigen Leichenbildern. Noch heute ist in der Rheinischen
Post ein interessanter Artikel zu lesen. Gerade im Libanon werden derzeit Bilder in nie dagewesenem Ausmaß
manipuliert, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Wie gut das funktioniert ist bei kreuz-net täglich
zu lesen.
„kriegshilfe“? es wäre wünschenswert, wenn sich die redaktion in einer art und weise der deutschen sprache
bediente, die angemessen und sorgfältig ist. es ist natürlich keine „kriegshilfe“ des vatikans, sondern
es ist ein beitrag, den vom krieg betroffenen menschen zu helfen. merken sie einen unterschied? s’ist
(semantisch) wie bei der sterbehilfe: ist es „hilfe“ zum sterben (= aktives töten) oder geht es um die
begleitung der betroffenen.