„Kirche ist dort, wo ich meinen Koffer aufmache“ – erklärte ein katholischer Schaustellerpriester anläßlich einer Messe in Fulda.
(kreuz.net, Fulda) Der Altar war von zwei hölzernen Zirkuspferden eingerahmt.
Das berichtete die ‘Fuldaer
Zeitung’ am 31. Juli 2006.
Das Kirchenschiff bestand aus einem Festzelt, von dessen Decke Affen aus Plüsch
herunterhingen. An der vorderen Wand sah man – sozusagen als Altarbild – Bilder von Clowns.
Das war der
Rahmen für die erste katholische Messe auf einem Fuldaer Schützen- und Volksfest. Sie fand auf der Fuldaer
Ochsenwiese statt.
Die Karussellbetreiber, die nicht an der Zeltmesse teilnehmen wollten, stellen draußen
auf dem Platz immerhin die Putzarbeiten ein.
„Für Sie ist es hier ein ungewöhnlicher Ort für eine
Sonntagsmesse“ begrüßte Hw. Martin Fuchs (46) die 200 Anwesenden.
Es sei dennoch selbstverständlich,
daß Gottes Wort auch am Schützenfest verkündet werde.
Hw. Fuchs stammt aus der Oberpfalz und ist Leiter
der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge in Deutschland.
Die Ochsenwiese, die während des
Fuldaer Schützenfestes von morgens bis spät in der Nacht nicht zur Ruhe kommt, hielt eine Stunde lang
inne – so die ‘Fuldaer Zeitung’.
Unter den Meßteilnehmern waren Schausteller, Schützen und Angehörige
der Fuldaer Pfarrei St. Josef. Diese befindet sich nur wenige Schritte von der Ochsenwiese entfernt.
Auch andere Innenstadtpfarreien wie St. Blasius und die Dompfarrei sind nur wenige Gehminuten vom Festplatz
entfernt und bequem zu Fuß zu erreichen.
Es gebe eine innere Verbindung zwischen der Kirche und den
Volksfesten, die oft kirchlichen Ursprungs seien, erklärt der Priester während der Messe.
Das Tagesevangelium
von der Speisung der 5000 sei ein wunderbares Evangelium für die erste katholische Messe auf einem Fuldaer
Schützen- und Volksfest, beginnt Hw. Fuchs seine Predigt.
Auch zu Jesus seien viele Menschen gekommen,
um sich aufbauen zu lassen.
„Aber leider läßt der Wille nach, sich auf die Fülle und die Freude des
Lebens einzulassen und sich faszinieren zu lassen. Viele Menschen sehen nur noch nach dem, was ihnen nützt“ –
klagte der Prediger.
Darunter litten Kirche und Schausteller, bei allen Unterschieden, gemeinsam.
Nach
der Messe wird der Priester gefragt, ob es ihm nicht widerstrebe, in einem Festzelt, in dem sonst gelärmt
und getrunken werde, eine Heilige Messe zu feiern.
Da sehe man das Festzelt zu negativ, erwidert Hw.
Fuchs.
Im Zelt kämen die Menschen zum Essen und Trinken zusammen. Diese Gemeinschaft sei positiv.
Bei
den Benediktinern gehört das gemeinsame Mahl nach Hw. Fuchs angeblich sogar zur Gebetszeit.
Die Schausteller
besäßen kein eigenes Gotteshaus: „Kirche ist dort, wo ich meinen Koffer aufmache“ – so der Priester.
Der Zirkuspriester ist optimistisch, daß der Gottesdienst zur festen Größe des Fuldaer Schützenfestes
wird:
„Das Bistum sieht Messen im Freien generell mit Vorbehalten, aber vielleicht können wir ja heute
eine neue Tradition begründen.“
Man kann davon ausgehen, daß diese Gottesdienstveranstaltung nächstes
Jahr wiederholt wird.
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39 Lesermeinungen
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Die Affen hingen… ich kann Gerhard nur bestätigen. Die Kirche muss zum Menschen, und wenn Amtsvertreter
der Kirche das nicht verstehen wollen und immer noch warten, dass irgend jemand aus der „Herde“ zu ihnen
kommt, werden sie lange warten müssen. Und ich kann nur sagen, es treten noch mehr Menschen aus der Kirche
aus. Jesus hat es vorgelebt, er ist immer wieder auf die Menschen zugegangen und zwar genau dort, wo die
Menschen lebten. Und genau das müssen unsere Amtsvertreter tun. Und was noch sehr wichtig war, er hat
ihre Fragen beantwortet und genau hier hapert es. Warum eigentlich? Angst, Unvermögen, Unwissen der Theologen???
Kirche und Mensch „Wo die Menschen nicht mehr zur Kirche kommen, da soll die Kirche zum Menschen kommen“-
so habe ich mal gehört. In Fulda ist das geschehen!
Die Affen hingen… Lieber Herr Stromberg, danke für den Hinweis. Hier habe ich mich vertippt. Natürlich
sollte es nicht Schauspieler heißen, obwohl so manche Menschen der Kirche auch gute Schauspieler hätten
werden können. Denken wir dabei nur an unseren verstorbenen Papst Johannes Paul II. Ich will damit aber
jetzt nicht sagen, dass er es als Papst nicht ehrlich meinte. o^/ Und nochmals grundsätzlich, diese Messe
ist schon in Ordnung, auch wenn sie für manche Menschen nicht nachvollziehbar ist. Das sehe ich ja auch
ein. Aber ich kann mich nur ständig wiederholen, es geht doch um die Intention, die hinter diesem Gottesdienst
steht und die ist den Auftrag Jesu Christi zu erfüllen, „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ Vielfach wird
es auch noch anders übersetzt „um an mich zu denken“ usw. Der biblische Jesus war es doch, der sich gegen
die jüdischen Gesetze und die dazugehörige Hörigkeit gewendet hat und mit der Geistlichkeit seiner
Zeit in Dauerklinch lag. Und was macht die Kirche, die sich auf Jesus Christus beruft heute, sie ist schon
wieder gesetzeshörig und hat sich seit Konstantin immer mehr von dem abgewandt, was Jesus Christus wollte
und was Paulus betonte als er von der Freiheit der Kinder Gottes sprach. Und wenn wir alle das Hauptgebot
beachten würden: Liebe Gott… , aber ein zweites ist diesem gleich, liebe deinen Nächsten wie dich
selbst brauchten wir keine kirchlichen Gesetze mehr.
#34 Hyazinth 15:43:16 | Donnerstag, 17. August 2006
Benedikt Da sprechen sie mir aus der Seele. Da die meisten Priester heutzutage auch Messen in Bierzelten
feiern, ist das ein großes Problem, weil so gut wie alle Gessinungs-Genossen dieses Priesters sind. ÜBERASCHENDERWEISSE
kommt das bei fast allen Novus Ordo Priestern vor, die auch bei Novus-Ordo-Priestern ihre „Liturgie“-Ausbildung
genossen haben. Kommts langsam, hä?
#33 Benedikt 14:31:44 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Hyazinth Es stellt sich aber die Frage, wie ein Priester auf solche Ideen kommt einen Ritus derart zu
mißhandeln, daß er ihn in dieser Weise entstellt. Das kann einzig und allein nur dadurch passiert sein,
daß der landläufige Ritus ihn mehr und mehr entsakralisiert hat und er das Geschehen nicht mehr vor
Augen hatte und so nicht mehr nachvollziehen konnte. Aha. Wieso sollte dies die einzige Möglichkeit sein?
Was ist mit der banalsten Begündung, nämlich das der Betreffende einfach schlecht ausgebildet ist?
#32 Hyazinth 11:17:35 | Donnerstag, 17. August 2006
Benedikt Es stellt sich aber die Frage, wie ein Priester auf solche Ideen kommt einen Ritus derart zu
mißhandeln, daß er ihn in dieser Weise entstellt. Das kann einzig und allein nur dadurch passiert sein,
daß der landläufige Ritus ihn mehr und mehr entsakralisiert hat und er das Geschehen nicht mehr vor
Augen hatte und so nicht mehr nachvollziehen konnte. Selbst dem bekannten „Liturgik-Reformator“ Pius Parsch
wäre es nie in den Sinn gekommen so etwas zu tun, auch wenn er den Volksaltar propagierte und für die
Volkssprache einstand. Er war trotzdem dem alten Geist verpflichtet, dem er in seinem Studium, seiner
Primiz und in seinem Orden begegnete.
Schauspieler… Schauspieler, werte Frau Bussmann, Schauspieler, nicht Schausteller, dann ist das von
Ihnen verwendete Bild, das sich übrigens unter anderem in ganz ähnlicher Weise in der Stoa findet, stimmig.
Schaustellermesse einfach großartig, was ich da aus meiner Heimatstadt Fulda lese. Das sollte auch in
anderen Bistümern immer mehr zum Tragen kommen. Letzen Endes sind wir doch alles „Schausteller auf der
Bühne des Lebens.“
#29 Aragorn 07:16:11 | Donnerstag, 17. August 2006
alles nur das eine nicht Wie man anhand dieser Clownmesse und vieler anderer Beispiele sieht, ist heute
alles erlaubt. Nur wenn ein Priester auf den Gedanken kommt und zelebriert die Alte Messe, dann gibts
die Rote Karte. Solange das noch so weiter geht und die Bischöfe sich nicht ändern, gehts weiter den
Bach runter mit der Kirche. Aber wir haben ja noch die fröhlichen fahnenschwenkenden Jugendlichen die
uns über den ruinösen Zustand hinwegteuschen. Und genug Geld ist auch – noch! – da um diesen ganzen
Jugendkirchen- und Faschingsmist zu finanzieren.
@toby Wenn es Ihrer Meinung nach keiner „sakralen Orte“ bedarf, wieso brauchen wir dann überhaupt noch
Kirchengebäude? Dass Lesen und Verstehen sooooo schwierig ist! Ich habe nicht geschrieben, dasss es keiner
„sakralen Orte“ bedürfe, sondern dass es keiner sakralen Orte für die Möglichkeit der Feier einer hl.
Messe bedürfe. Ich hoffe, Du verstehst den Unterschied der Aussage…
Intentionen und sakrale Orte @ Guldin Mit „Intention“ habe ich in diesem Fall nicht die Intention einer
Messe im theologischen Sinn gemeint, sondern die besondere „Gestaltung“ und den besonderen „Rahmen“ dieser
Art von Gottesdiensten. Und bei sogenannten Faschings- und/oder Schaustellermessen scheint mir die grundsätzliche
„Ausrichtung“ doch recht ähnlich zu sein. @ Gotthard Es gibt in der Tat gute Gipfel-Messen, Messen im
Freien etc., die allerdings in einem würdigen Rahmen stattfinden sollten, d. h. keine Clowns und Plüschaffen.
Was verstehen Sie eigentlich unter „Sakralität“? Wenn es Ihrer Meinung nach keiner „sakralen Orte“ bedarf,
wieso brauchen wir dann überhaupt noch Kirchengebäude? Lesen Sie mal als geistige Anregung Josef Piper,
Was heißt „sakral“?
@ Toby Worin unterscheidet sich die Intention einer Messe für die Schausteller (Schaustellermesse) und
einer Messe für die sesshaften Gemeindemitglieder (Gemeindemesse)? Sind hölzerne Zirkuspferde heidnische
Symbole?
@ wiener Warum die Empörung über das Foto? So grundverschieden sind sogenannte Schaustellermessen und
Faschingsmessen von ihrer Intention her nun auch wieder nicht. Fakt ist, dass an der vorderen Wand statt
des Kreuzes Bilder von Clowns hingen und dass der Altar von zwei hölzernen Zirkuspferden eingerahmt war.
Von unsachlicher Stimmungsmache kann hier also keine Rede sein.
Sakralität? ich kann nur noch lachend den Kopf schütteln über so viel Ignoranz. Es ist gute alte Tradition …
Zeltlager-Messen, Gipfel-Messen, Messen im Freien an allen möglichen Orten, Festzelt-Messen, Taufen im
Zirkuszelt. Christlicher Gottesdienst bedarf keines „sakralen Ortes“ um möglich und festlich zu sein.
@ Aragorn wie wärs, wenn sie die Fehlbesetzungen dem Hl. vater melden, am besten gleich mit einer Liste
wirklich guter und gläubiger designierten Hirten, die möglichst auch über einen eisernen Besen verfügen.
Er wird ihnen bestimmt sehr dankbar sein
mit eisernem besen Wo sind die Bischöfe und wo ist der Heilige Vater, der diesen Dingen mit eisernem
Beser und eisernem Zepter ein Ende bereitet? Die andauernde Verhohnepiepelung der Heiligen Messe ist ein
Skandal, der zum Himmel schreit. Und da ist kein Bischof, der einschreitet. All diese gutbezahlten Herren
in den Bischofshäusern sind eine katastrophale Fehlbesetzung. Wir wären besser dran, wenn sie nicht
da wären. Was nützen uns Bischöfe, die aus Angst zu solchen Umtrieben schweigen oder diese noch klamheimlich
gutheißen? Pfui deivi!
@ Benedikt Man sollte zunächst einmal das große Ganze der Liturgie im Blick haben, das eigentliche Wesen
der Liturgie, das, was Liturgie überhaupt ausmacht. Dann kann man über rituelle Formen sprechen und
Missbräuche benennen. Das Kernproblem ist, dass es die meisten Gläubigen offenbar überhaupt keinen
Sinn mehr für Liturgie und Sakralität besitzen, zu sehr dominieren Medien und Unterhaltungsindustrie.
Was dringend Not tut, wäre eine neue, grundlegende liturgische Erziehung. Das hatte schon Guardini angemahnt.
unerklärlich … … warum kreuz.net diesen artikel mit diesem foto verbindet. beide stehen in keinem
nachvollziehbaren zusammenhang. der text spricht von einer schaustellermesse im rahmen eines volksfestes,
das bild zeigt eine „faschingsmesse“ in einer kirche. es ist nicht davon auszugehen, dass der priester
der im text erwähnten hl. messe ein kostüm, eine narrenkappe oder gar eine clownsnase getragen hat.
genau das ist aber ein punkt, über den sich jetzt viele echauffieren. wieder einmal betreibt kreuz.net
also durch die nicht passende bildauswahl unsachliche stimmungsmache. bedauerlich.
@ Toby Spinnenweben und verfaulte Hostien mögen kritikwürdige und bedauerliche Einzelfälle gewesen,
sprechen aber nicht gegen den alten Ritus als solchen. Jahrmarkt- und Clownsmessen mögen kritikwürdige
und bedauerliche Einzelfälle sein, sprechen aber nicht gegen den „neuen Ritus“ als solchen.
@ Benedikt Ein schlechtes Argument. Spinnenweben und verfaulte Hostien mögen kritikwürdige und bedauerliche
Einzelfälle gewesen, sprechen aber nicht gegen den alten Ritus als solchen. Außerdem ist das hier nicht
das Thema. Es ist schon sehr traurig, dass so vielen Menschen, selbst Priestern, heute jeglicher Sinn
für die Notwendigkeit einer sakralen Atmosphäre abgeht. Im übrigen bezweifle ich den pastoralen Erfolg
solcher Aktionen wie diese Bierzeltmessen. Es macht die Kirche für Außenstehende mit Sicherheit nicht
attraktiver.
@ Hyazinth Sie reden hier von der Heiligen Liturgie die Heiligen Römisch-Katholischen Kirche. Ich bitte
dies zu beachten. Ihr Stolz bezüglich des alten Ritus wird schnell brechen, wenn Sie in alten Visitationsprotokollen
nachlesen, wie die Visitatoren bisweilen den Tabernakel vorgefunden haben: Mit Spinnenweben und verfaulten
Hostien. Wo war da die Überlegenheit des alten Ritus (besser: des Ritus in seiner alten Form)?
Ich verstehe nicht, wieso ihr euch so aufregt; eine lächerliche Ritus, paßt auch in eine lächrlichen
Rahmen. Außerdem steht für mich außer Frage, daß diese Messe ungültig war!
Barmherzigkeit und andere Klar, ist Jesus Christus zu allen Menschen gekommen, auch zu den Außenseitern
wie dem erwähnten Zöllner. Er hat aber nie die Verkündigung ins lächerliche abgleiten lassen, wie
es offenbar bei manchen Priestern der Fall ist –> Clownsnase, Narrenkappe, Abbildung eines Clowns auf
der Stola (Abbildung vom Bochumer). Der Clown / Narr gilt im Christentum als Sinnbild für die Gottesverleugnung.
Festzeltmesse Wenn man Liturgie schon in einem Festzelt feiern zu müssen glaubt, dann muss man sich an
die liturgische Ordnung halten und alles, was die Liturgie zur Lachnummer werden lassen könnte, strikt
vermeiden. Clownsnasen, Clownstolen etc. sind lächerlich und albern. Es wirkt sehr infantil. Irgendwie
unreif. Ähnliches wie für Messfeiern im Freien gilt auch für Messfeiern im Zelt: Es sind keine Privatveranstaltungen,
sondern offiziellen sakrale Handlungen der Kirche. Und diesen sollte jeder der Teilnehmenden Respekt und
Ehrfurcht zollen: Sowohl der Zelebrant als auch die Gläubigen. Denn es geht um die Verehrung Gottes und
keinen Event der Spaßgesellschaft!!
#12 leshandl1 13:09:21 | Mittwoch, 16. August 2006
@matt Da liess sich doch Jesus glatt von diesem Zöllner einladen, obwohl ganz in der Nähe eine Synagoge
war … Schade, dass vielen hier der CC und andere Kirchenvorschriften wesentlich wichtiger sind als die
Botschaft des Evangeliums. Klar, dass sie dann nicht froh werden können und Pech und Schwefel auf die
Zöllner herabrufen.
Lieber Guldin Wilhelm Busch (* 27. April 1897 in Elberfeld, heute zu Wuppertal; † 20. Juni 1966 in Lübeck)
war deutscher Pfarrer, Evangelist und Schriftsteller. Wilhelm Busch, wurde 1897 in Elberfeld als Sohn
des Pfarrers Dr. Wilhelm Busch geboren. Seine Mutter, Johanna Busch, geb. Kullen, entstammte der vom Schwäbischen
Pietismus geprägten Familie Kullen aus Hülben bei Urach (jetzt Bad Urach). Nach dem Abitur diente Wilhelm
Busch als junger Leutnant im Ersten Weltkrieg. Dort kam er zum Glauben an Jesus Christus. Nach seinem
Theologie-Studium in Tübingen arbeitete er als Pfarrer in Bielefeld und später in den Bergarbeiterbezirken
des Ruhrgebiets. Dort war er jahrelang Jugendpfarrer im Weigle-Haus in Essen. Während der Zeit des Nationalsozialismus
brachte ihn sein Glaube und der Kampf der Bekennenden Kirche mehrfach ins Gefängnis. Nach dem Zweiten
Weltkrieg war er u.a. als reisender Evangelist tätig. Wilhelm Busch wurde 1962 pensioniert, war aber
weiterhin unterwegs, um die Botschaft von Jesus Christus zu verbreiten. Auf der Rückreise von einer Evangelisationswoche
in Sassnitz auf Rügen wurde er in Lübeck in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er verstarb. Bestattet
wurde er am 24. Juni 1966 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung (darunter der spätere Bundespräsident
Gustav Heinemann) auf dem Essener Ostfriedhof.
Die Endzeit! Liebe Zeitgenossen, wie kann sich ein Priester unterstehen, mit Clownsnase und Narrenkappe
das letzte Abendmahl zu zelebrieren? Es geht doch bei der kirchlichen Liturgie und der Pastoral nicht
um Lachnummern! Es geht doch um’s ganze! Wie sollen denn die Menschen im Geiste Christie wiedergeboren
werden, wenn diejenigen, die für die Seelsorge verantwortlich sind, scheinbar keinen Sinn für den Ernst
der Lage mehr haben? Für alle, die wieder einmal gute Predigten hören wollen, empfehle ich die Predigten
von Pastor Wilhelm Busch. Sehr viele kann man bei SERMON Online herunterladen: www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=0&s…
@ruhrg. Ich stimme Ihnen zu. Seien Sie hoffnungsvoll und zuversichtlich. Unser Dasein ist ein Kampf, eine
Prüfung und wenn wir das Gräuel auch ansehen müssen, so halten wir uns doch rein davon. Ich kann auch
nicht verstehen wie die Bischöfe so etwas zulassen können. Die Kirche macht sich freiwillig zum Narren
oder läßt sich dafür halten. So traurig es ist so offensichtlich lächerlich ist das Ganze. Eigentlich
gehört dieser Priester sofort abgesetzt, ja sogar exkommuniziert für eine derart abscheuliche Verunglimpfung
und Banalisierung der Messe. Aber so spielt sichs ab an der Basis. Ich musste es im vergangenen Jahr hautnah
erleben, wie in unserer Gemeinde um die Adventzeit im Schaukasten der Kirche eine sog. „Perchtenshow“
angepriesen wurde, ein primitives und zutiefst heidnisches sog. Volkstum. Das ganze fand dann auf dem
Kirchplatz statt. Diesen Sommer mißbrauchten Possenreisser wiederholt den Torbogen der Kirche als Bühne
für ein profan-frivoles Theaterspiel mit Eintrittsgeld. Und das ist die Realität. Und dann setzt sich
der Oberpfaff hin und plaudert fröhlich mit Journalisten.
@ Aristoteles Das ist lächerlich. Die benachbarte Pfarrkirche St. Josef befindet sich nur wenige Schritte
vom Volksfestplatz entfernt. Jeder Schausteller und Schütze, der Wert auf die Sonntagsmesse legt, hätte
in St. Josef dazu Gelegenheit gehabt. Außerdem: Wieso kommen Pfarrangehörige von St. Josef zur Messfeier
zum Schützenfest? Warum gehen sie nicht in ihre eigene Kirche, die doch so nahe liegt?
#2 Aristoteles 11:22:56 | Mittwoch, 16. August 2006
Messe im Bierzelt Ich finde es ok wenn man eine messe in einem Bierzelt feiert, wenn so weningstens die
leute die messe besuchen, ist ein großer schritt getan. Ob man diese messe als gültig ansieht, stelle
ich einamal außer frage, hauptsache Jesus war da, und konnte den Messbesuchern kraft für den alltag
geben.
Sodom und Gomorra waren bestimmt nicht anders! Es ist erschütternd, wie die hlg. Messe völlig verunehrt
wird! Die zuständigen Bischöfe schauen wieder einmal betont in eine andere Richtung! Gott, bitte rette
uns – endlich!