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Freitag, 11. August 2006 08:40
kreuzmeldungen
Statue mit Wasserhahn + In der israelischen Falle + Priester hilft angeblichen Terroristen + Drohende Exekution + Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen
Statue mit Wasserhahn

Polen. Am 30. Juni wurde im südpolnischen Ort Wadowice – die Heimatstadt von Johannes Paul II. – eine Bronzestatue des letzten Papstes enthüllt. Seitdem wallfahrten unzählige Pilger zur Statue. Die eigentliche Attraktion ist allerdings ein Wasserhahn am Granitfundament der Statue. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’. Die Pilger trinken das Wasser, waschen sich damit und nehmen es in Flaschen nach Hause. Der Pfarrer von Wadowice erklärte, daß niemand den Leuten von einem „wundersamen Wasser“ predige: „Aber für Gläubige ist nichts unmöglich.“

In der israelischen Falle

„Über Kana hatten die Israelis Flugblätter abgeworfen, in denen die Bewohner aufgefordert wurden, ihre Häuser zu verlassen. Seit die Angriffe begannen, kam es jedoch zweimal vor, daß Dorfbewohner durch die Israelis zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert und dann aus der Luft angegriffen wurden – während sie die israelische Anordnung befolgten und flüchteten.“

Robert Fisk am 1. August in der britischen Tageszeitung ‘The Independent’

Gefängnisseelsorger hilft angeblichen Terroristen

Deutschland. Ein Gemeindereferent soll in einem Wuppertaler Gefängnis angeblichen Al-Qaida-Terroristen geholfen haben. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘dpa’. Er soll Briefe an der Postkontrolle vorbeigeschmuggelt und Internetrecherchen für die Gefangenen erledigt haben. Im Prozeß gegen drei Angeklagte wollte er am Mittwoch vor Gericht nicht aussagen. Die Kirche habe ihm keine Aussagegenehmigung erteilt. Der zuständige Richter will nun den Generalvikar des Erzbistums Köln vorladen: „Das hat mit Seelsorge nichts zu tun.“

Drohende Exekution

Indonesien. Fabianus Tibo, Dominggus da Silva und Marinus Riwu – alle Christen – sollen am frühen Samstag morgen in Indonesien standrechtlich erschossen werden. Sie wurden dafür verurteilt, im Jahr 2000 angeblich blutige Konflikte gegen Moslems angeführt zu haben, bei denen etwa 1.000 Personen ums Leben kamen. Die Todeskandidaten haben immer ihre Unschuld bekannt. Extremistische Moslems fordern ihren Tod.

Damit die Apologeten des Krieges sehen, wofür sie stehen

„Krieg ist kein Mittel gegen Terror – Krieg ist Terror.“
aus einem Aufruf des Münchner Friedensbündnisses.
4 Lesermeinungen:
Freitag, 11. August 2006 14:17
23er Hansl: Der Islam ist eine Irrlehre? Wie soll denn das gehen?
Eine Irrlehre kann doch nur sein, was Anspruch erhebt, über Christologie, Ekklesiologie, Theologie Aussagen zu machen!
Der Islam ist doch keine Irrlehre, das ist eine andere Religion!
Freitag, 11. August 2006 14:15
Elendester Sünder: Damit die Apologeten bestimmter Irrlehren sehen, wofür sie stehen
Der Islam ist eine Irrlehre. Aber es gibt bedeutend gefährlichere Irrlehren, wie z.B. Rationalität und Aufklärung. Deshalb sollten wir allen Versuchen der Apologeten dieser Irrlehren trotzen, uns in den Kampf gegen den Islam einzuspannen.
Freitag, 11. August 2006 12:23
Gotthard: Wasser
Rationalität und Aufklärung reinigen den Glauben von allem Aberglauben –
Freitag, 11. August 2006 10:58
Athanasius: Wasser
Só einfaches Wasser anzusehen, ist typisch für eine Personality Cult, einen Kultus um eine Person. Glücklicherweise hat unsere römisch-katholische Kirche in der Vergangenheit solchem Druck nie nachgegeben und immer die Prozedur durchgeführt.

Nun will ich die folgenden Personen nicht mit JP II. vergleichen, aber:

In der Sowjetunion hätte man 1945 auch Wasser aus einem Hahn eines Portrait des „allmächtigen“ Stalin getrunken.
Auf dem Bückeberg bei Hameln hätte man 1937, vor allem die Frauen, auch ruhig Wasser aus einer Hitler-Statue getrunken und sogar nach Hause gebracht als Weihe-Wasser (der Fahnenweihe auf dem Reichsbauerntag).
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