09:57:20 | Donnerstag, 10. August 2006
Erneut hat ein ehemaliger Priester der Legionäre Christi behauptet, als Jugendlicher von Pater Marcial Maciel mißbraucht worden zu sein.
(kreuz.net) Francisco Gonzalez-Parga war zwanzig Jahre als Seminarist und Priester Mitglied der Legionäre
Christi.
Am 6. Juli – dem 40. Jahrestag seiner Priesterweihe – veröffentlichte er in der mexikanischen
Tageszeitung ‘El Informador’ einen Offenen Brief.
Gonzalez-Parga wurde am 6. Juli 1966 von Papst Paul
VI. im Petersdom zum Priester geweiht.
Die Legionäre vertrauten ihm verschiedene Aufgaben an. So war
er für die Neueintretenden – Postulanten – in Spanien zuständig. Er arbeitete als stellvertretender
Novizenmeister in Irland, als Studienpräfekt für das römische Kolleg der Kongregation sowie an der
vatikanischen Bischofskongregation.
Schließlich verließ Gonzales-Parga die Ordengemeinschaft und das
Priestertum. Der Grund waren Probleme körperlicher und psychischer Natur.
In dem Brief erklärt der
Ex-Priester, von Pater Maciel als Jugendlicher „auf trügerische Art und vorsätzlich“ sexuell mißbraucht
worden zu sein.
Noch heute leide er an den Schäden, die er durch die Übergriffe des Ordensgründers
erlitten habe.
„Aber das ist nur meine Geschichte. Was ist mit den hundert oder mehr Fällen, die dem
Heiligen Stuhl unter Eid berichtet wurden? Ich habe Pater Maciel vergeben und hoffe, daß ihn Gott erleuchtet
und ihm hilft, die Schwere seiner Sünde zu erkennen, die er gegen seine jugendlichen Opfer und deren
Familien, gegen die Gemeinschaft und gegen die Legionäre Christi, die der Kongregation im guten Glauben
treu geblieben sind, begangen hat.“
Was Gonzalez-Parga Anfang Juli an die Öffentlichkeit weitergab,
dürfte dem Vatikan nicht neu gewesen sein.
Der Ex-Priester war einer der angeblichen Mißbrauchsopfer,
die
Anfang April 2005 von der Glaubenskongregation angehört wurden.
Er klage Pater Maciel öffentlich
an, weil es so viele gäbe, welche die Wahrheit nicht akzeptieren wollten und „die Wahrheit durch Ungerechtigkeit“
behinderten.
Papst Benedikt XVI. hätte den drastischen Schritt, Pater Maciel von allen öffentlichen
Funktionen zu suspendieren, nicht gesetzt, wären nicht genügend Beweise gegen den Ordensgründer vorgelegen –
so der Ex-Priester in seinem Brief.
Trotz der Unehre, welche die Maßnahme der Kirche, der Person von
Johannes Paul II., der Person des gegenwärtigen Papstes sowie der Glaubwürdigkeit der Legionäre Christi
und der Bewegung Regnum Christi einbringen könne, habe sich Benedikt XVI. zu dieser Maßnahme entschlossen.
Auch wirtschaftliche, politische und soziale Vorteile, welche die Legionäre Christi und die Vereinigung
Regnum Christi dem Heiligen Stuhl einbrächten, sollten in diesem Zusammenhang bedacht werden – so der
Briefschreiber.
Gonzalez-Parga glaubt, daß diese Vorteile der Grund sind, warum Pater Maciels für seine
Vergehen so milde bestraft wurde.
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Alfredo Ottaviani 14:52:11 | Freitag, 11. August 2006
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Abu 11:12:36 | Freitag, 11. August 2006
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turk 22:33:11 | Donnerstag, 10. August 2006
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Pünktchen 11:42:59 | Donnerstag, 10. August 2006
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Athanasius 11:36:34 | Donnerstag, 10. August 2006
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ottaviani 11:01:42 | Donnerstag, 10. August 2006
#1
Alfredo Ottaviani 10:49:23 | Donnerstag, 10. August 2006