Kardinal Bertone
„Aber ich kann kein Englisch“
Der neue vatikanische Staatsekretär erwähnte kürzlich eine päpstliche Prophetie, die sich auf tragische Weise erfüllt hat.
(kreuz.net, Vatikan) Der designierte Staatssekretär und Noch-Erzbischof von Genua, Tarcisio Kardinal Bertone sprach kürzlich mit der August-Ausgabe des italienischen Monatsmagazins ‘30Giorni’.

Die Zeitschrift steht der kirchlichen Bewegung ‘Gemeinschaft und Befreiung’ nahe.

Im Interview drückte Kardinal Bertone seine Hoffnung auf eine Rückkehr des zur Moon-Sekte abgefallenen Erzbischofs Emmanuel Milingo aus:

„Ich hoffe und bete, daß er endgültig zurückkommt und seinen Platz in der Kirche wieder einnimmt.“

Er habe Mons. Milingo im Gebet Papst Johannes Paul II. anvertraut.

Zu einer Aussöhnung mit der Piusbruderschaft meinte der Kardinal, daß sich Mittel und Wege zu einer „Rückkehr zur Kirche“ finden ließen, sofern auf der Seite Bruderschaft der ehrliche Wille dazu bestehe.

Der Kardinal erwähnt im Interview auch den Einwand, den er gegen seine Ernennung zum Staatssekretär vorbrachte: „Aber Heiligkeit, ich spreche doch gar kein Englisch.“

Darauf habe ihn der Heilige Vater beruhigt. Das habe er mit anderen wichtigen Persönlichkeiten – wie dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl – gemein.

Im weitern äußert sich der Kardinal zur gegenwärtigen Lage im Irak.

Sie zeige, daß die Verurteilung der US-Invasion durch den Heiligen Stuhl prophetisch gewesen sei. Er selber habe – wie der Vatikan – die Invasion der US-Truppen im Jahr 2003 abgelehnt.

Gleichzeitig spricht sich der Kirchenfürst salomonisch gegen einen überstürzten Abzug der westlichen Truppen aus dem Irak aus.

Dieser würde die irakische Bevölkerung nicht näher genannten Gefahren ausliefern.

Kardinal Bertone erklärte ferner, jeden Tag zu beten, daß dem Libanon weitere unsinnige Massaker erspart blieben.

Der Kardinal warnte im Interview auch vor dem Wucher durch die Weltbank, die Internationalen Währungsfonds und die reichen Länder. Ein Kredit an die ärmere Bevölkerung dürfe das Recht auf Leben oder andere grundlegende Menschenrechte nicht verletzten.

Auf den Islam angesprochen, erinnert Kardinal Bertone daran, daß er sich als Erzbischof von Genua nicht gegen den Bau der dortigen Moschee gesträubt habe.

Er halte es für wichtig, die Menschenwürde der Muselmanen zu schützen.

Der Kardinal würde es aber begrüßen, wenn christliche Minderheiten in islamischen Ländern „eine gewisse Gegenseitigkeit“ erfahren würden.

Er befürworte auch einen islamischen Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen Italiens.

Der Unterricht müsse jedoch die Verfassung des Landes respektieren.
      
16 Lesermeinungen
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#16   Aldo Carigiet   12:30:19 | Freitag, 11. August 2006
Noch nie so nahe an der Zeit wie damals zu CHRISTI Geburt
Die Menschen in der Kirche machen so viele Fehler wie vielleicht noch nie in der 2000-jährigen Geschichte passierten. Sind dies nicht auch Zeichen der Zeit?
Die Worte werden im Munde so gedreht -wie im Alten Testament-, dass jeder der spricht in seiner Art Recht hat.Geht es hier um (juristisches…) RECHT oder um den wahren, röm.-kath., GLAUBEN?
Ist die Kirche und damit auch der HL. Vater vom HL. Geist geführt/geleitet oder hat unser kleiner menschlicher Verstand mehr zu sagen?
IRAK: Gewalt erzeugt Gegen-Gewalt, die Spirale wird immer grösser…
ISLAM: für jede Mosche müsste in islam. Ländern -mit Gegenrecht- eine christl. Kirche gebaut werden dürfen.
Weltbank: Der Kommunismus brach zusammen! Wann sind wir beim Kapitalismus -auch- soweit? Wahrscheinlich nur wegen den Auswüchsen, Abzockern und andern modernen (Sklaven)- Treibern!
Zurück zur Kirche, die grössere Macht hat als alle weltlichen Einrichtungen zusammen.
Wer sagte: „Tu es Petrus… und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen.“
Glauben wir oder wissen wir? Wer hat Recht? Wer hat sich wem zu unterordnen? Wo ist der Gehorsam? und wie weit darf der verlangte Gehorsam gehen?
Darf Küng mehr als die Pius X.-Bruderschaft oder umgekehrt? Warum war die Reformation? Wer hat in der „unblutigen“ Reformation Recht?
Wenn der Papst ex cathedra unfehlbar ist, dann habt doch ein bisschen mehr Gottvertrauen, seid demütig (auch Pius) und kommt in die einzige, wahre, kath. und apostolische Kirche zurück!
Das CREDO und GOTTVERTRAUEN
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#15   Aurelius   12:22:10 | Freitag, 11. August 2006
@ Athanasius
Doch immer schön, daß der Vatikan in Mai 1988 einer schismatischen Sekte
Von schismatischer Sekte habe ich nichts geschrieben.
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#14   Gotthard   23:40:34 | Donnerstag, 10. August 2006
@r.ruhrgebietler
Jesus, rette uns vor solchen Priestern!!! Bertone muss ein wenig behämmert sein!
gut, dass nicht alle Menschen aus dem Ruhrgebiet eine solche verquere Weltsicht haben.
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#13   Bernardin †   22:39:48 | Donnerstag, 10. August 2006
r.ruhrgebietler
Und Sie haben einen Sprung in der Schüssel!
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#12   Athanasius   22:24:24 | Donnerstag, 10. August 2006
@Aurelius
Doch immer schön, daß der Vatikan in Mai 1988 einer schismatischen Sekte die Weihe eines Bischofs zugestand, es war sogar der Kardinal Ratzinger der dies tat. Noch schöner wird’s wenn die „Sekte“ 1992 unerwartet Besuch von Silvio Kardinal Oddi bekommt und der Kardinal am Grab des Gründers der „Sekte“ in Tränen „Merci, Monseigneur, merci!“ ausspricht.
Oder wie es der erzliberale Professor im kanonischen Recht der Université Catholique de Louvain zu sagen pflegte zu den 1988 Exkommunikationen und zum „Schisma“: „Ach was, Exkommunikationen? Schisma? Können solche römische Antiquaritäten im Schisma mit Rom sein? Wie geht so etwas?“ Und obwohl ich die FSSPX nicht als antiquarisch sondern als lebendige Pia Unio und – über allen Bewegungen – die Inkarnation des Laienideals von Vaticanum II. (die ganze FSSPX baute sich auf lokalen Laien die Kapellen errichteten), kann ich der Ablehnung der kirchenpolitischen Johannes-Paul II.-Taten (vor allem inspiriert von Gagnon in guter Tradition seit Villot und Benelli) durch den Professor zustimmen.
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#11   Agiafortuni   20:19:40 | Donnerstag, 10. August 2006
Aurelius: Rückkehr zur Kirche
Die FSSPX-Oberen und Priester haben sich stets als Angehörige der einen heiligen, römisch, katholischen und apostolischen Kirche bekannt. Da sie die auf Pius XII folgenden Inhaber des Stuhles Petri als rechtmässige Päpste anerkennen, bemühen sie sich auf redliche Weise um die Anerkennung durch die Konzilspäpste. Dass Benedikt XVI die Angelegenheit bereinigen möchte, bezweifle ich in keiner Weise. Die Frage ist bloss, liegt hier nicht etwa eine Unmöglichkeit vor. Die FSSPX haben ihre Bedingungen genannt. Benedikt XVI soll zugeben, dass die von Jopa II über die FSSPX verhängte Exkommunikation ungültig ist. Würde Benedikt XVI es tun, würde er das Pontifikat seiner beiden Vorgänger in Frage stellen. Umgekehrt kann die FSSPX kein Bedauern über ihre Vorgehensweise aussprechen, denn der Erzbischof und die mit ihm verbundenen Priester waren stets der Ueberzeugung im Einklang mit der wahren katholischen Lehre zu handeln.
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#10   aphrodite †   18:16:39 | Donnerstag, 10. August 2006
schismatische grundhaltung … naja
wenn man den rest der kirche als sekte bezeichnet, was ist das dann … aja, ich weiß schon, nach dem vatikanum II hat sich die kirche von der bruderschaft abgespalten, also haben die anderen eine schismatische grundhaltung
:-[
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#9   Guldin   16:38:48 | Donnerstag, 10. August 2006
Napoleons Thor-Eiche, oder so
In unseren Zeiten des nachkonziliaren Ökumenismus-Wahnes wird sogar die Thor-Eiche der Heiden wieder aufgebaut, die der hl. Bonifazius fällte
@ Marcel: Nein, wird sie nicht, höchstens neu gepflanzt. :-)
B 16 ist eben ein Napoleon ohne Generäle
@ Sulpicius: ähm, Napoleon kämpfte doch auch gegen das Heilige römische Reich deutscher Nationen, meist du den Vergleich wirklich so?? !:)
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#8   DominikusII   15:35:18 | Donnerstag, 10. August 2006
vielleicht…
sprechen wir nicht von der selben Bruderschaft, aber ich kann beim besten Willen keine „schismatische Grundhaltung“ erkennen.
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#7   Aurelius   15:18:59 | Donnerstag, 10. August 2006
„Rückkehr zur Kirche“
Zu einer Aussöhnung mit der Piusbruderschaft meinte der Kardinal, daß sich Mittel und Wege zu einer „Rückkehr zur Kirche“ finden ließen, sofern auf der Seite Bruderschaft der ehrliche Wille dazu bestehe.
Keine Sorge –- die Lefebvre-Sekte wird es vorziehen, ihre schismatische Grundhaltung beizubehalten.
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#6   Benedikt78   15:01:22 | Donnerstag, 10. August 2006
Nicht so schlimm
Der Kardinal würde es aber begrüßen, wenn christliche Minderheiten in islamischen Ländern „eine gewisse Gegenseitigkeit“ erfahren würden.
Er befürworte auch einen islamischen Religionsunterricht an den öffentlichen Schulen Italiens.
Der Unterricht müsse jedoch die Verfassung des Landes respektieren.
Ja, er würde es begrüssen, wenn… Er befürworte, aber…
Der kommt mir vor, wie ein Krämer, der allen Leuten Ware mitgibt, ohne dass sie zahlen. So in der Art: Nehmen Sie es mit, aber bezahlen Sie es dann…“
Das kann man vergessen. Der Islam wird seine „offenen“ Rechnungen nicht zahlen! Dominanz ist ein wesentliches Merkmal des Islams. Wenn jemand sich dagegen wehrt, wird er bekämpft oder man kuscht so lange, bis der Gegner eine Schwäche zeigt.
Europa und – leider – auch die Kirche ist eine einzige Schwäche (von Ausnahmen mal abgesehen). Der heilige Vater scheint jedoch in dieser Hinsicht den Kurs seines Vorgängers nicht zu forcieren. Vielleicht ein gutes Zeichen!?
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#5   Beatrix   13:54:42 | Donnerstag, 10. August 2006
@ Marcel/Hansl
Warum wird hier ein gesamtes Posting ins Englische übertragen? Was ist mir denn hier entgangen?
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#4   r.ruhrgebietler   13:39:11 | Donnerstag, 10. August 2006
Bertone muss ein wenig behämmert sein!
Die Menschenwürde der Muselmanen zu schützen kann nicht verkehrt sein, aber Bertone hätte alle Hebel in Bewegung setzen müssen um gg. den Irrglauben der islamisten vorzugehen:
– in Genua mit allen Mitteln den Bau der Moschee verhindern müssen!
– die Bekehrungsstunden zum islamismus an den öffentlichen Schulen Italiens müßte er genauso hart und unnachgiebig bekämpfen.
Jesus, rette uns vor solchen Priestern!!! Bertone muss ein wenig behämmert sein!
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#3   Sulpicius   12:04:42 | Donnerstag, 10. August 2006
@Marcel
Genau richtig. B 16 ist eben ein Napoleon ohne Generäle…
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#2   23er Hansl   11:55:09 | Donnerstag, 10. August 2006
Ökumene mit den Vorkonziliaren?
As dignitaries it should exert itself to protect our Mr. Jesus Christ. Those is verhoehnt directly and intentionally the only one and Dreifaltigen of God in each mosque. (in the Taldmud synagogs naturally likewise, but now it concerns the Islam).
Hl. the Paulus rated those will Christi than those became higher the erring teachings. Even „“ the not directly antitrinatischen pre-Christian erring teachings were sufficient for it as a goal.
That was whole and vorkonziliarer direct philosophers. It would not be compatible with the nachonziliaren „Zwiedenken“. At that time one could think still catholic and differentiate between tolerance and approval: it would tolerate the heaths, did not approve of however not their erring teachings!
In our times of the nachkonziliaren Oekumenismus illusion even the Thor oak of the heaths is developed again, hl. the Bonifazius faellte.
Our Pope should re-design for Septembers 2006 planned Assisi Oekumenismus meetings urgently: Oekumene with the vorkonziliaren holy ones, church fathers (peoples –) Aposteln and Popes. There one braeuchte then not one crucifix in the Basilika veils and even the tabernakel would then get along without buddha-Statue.
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#1   Marcel   11:49:42 | Donnerstag, 10. August 2006
Die Hybris des Menschen – oder die Entthronung Christi
Auf den Islam angesprochen, erinnert Kardinal Bertone daran, daß er sich als Erzbischof von Genua nicht gegen den Bau der dortigen Moschee gesträubt habe.
Er halte es für wichtig, die Menschenwürde der Muselmanen zu schützen.
Als Würdenträger sollte er sich dafür einsetzen, die Gotteswürde unseren Herrn Jesus Christus zu schützen. Die Würde des einzigen und Dreifaltigen Gottes wird in jeder Moschee direkt und absichtlich verhöhnt. (In den Taldmud-Synagogen natürlich ebenfalls, aber nun geht es um den Islam).
Der hl. Paulus wertete die Würde Christi höher als die Würde der Irrlehren. Ihm „genügten“ sogar die nicht direkt antitrinatischen vorchristlichen Irrlehren als Ziel.
Das war ein ganz und gar vorkonziliarer Direkt-Denker. Er wäre nicht mit dem nachonziliaren Zwiedenken „kompatibel“. Damals konnte man noch katholisch denken und zwischen Toleranz und Billigung unterscheiden: er tolerierte die Heiden, billigte aber nicht ihre Irrlehren!
In unseren Zeiten des nachkonziliaren Ökumenismus-Wahnes wird sogar die Thor-Eiche der Heiden wieder aufgebaut, die der hl. Bonifazius fällte.
Unser Papst sollte das für September 2006 geplante Assisi-Ökumenismus-Treffen dringend umfunktionieren: Ökumene mit den vorkonziliaren Heiligen, Kirchenvätern (Völker-) Aposteln und Päpsten. Da bräuchte man dann kein einziges Kruzifix in der Basilika verhüllen und selbst der Tabernakel käme dann ohne Buddha-Statue aus.
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