Die Muttergottes hat zugeschlagen
Ende Juli kehrte der schwedische Pastor Sten Sandmark – wie Martin Luther ein Augustinermönch – in den Schoß der Kirche zurück. Bilder.

Am Vorabend dieses Schrittes gewährte der Bekehrte der französischen Nachrichtenseite der Priesterbruderschaft St. Pius X. ‘dici.org’ ein Interview.
Sandmark entschied sich im Jahr 2005 engültig, – nach zweitägigen Gesprächen mit dem neuen Distriktsoberen der Piusbruderschaft in Deutschland, Pater Franz Schmidberger – zu konvertieren.
Der Schwede hat in seiner Heimat als lutherischer Pastor gewirkt und hielt sich für einen gültig geweihten Priester. Doch dann kam die Erkenntnis: „Wir haben keine apostolische Sukzession und meine Messe war ungültig.“ Diese Feststellung sei für ihn ein Drama gewesen.
Der Bischof von Stockholm – der einzige katholische Oberhirte im Land – habe ihm dennoch geraten, formell lutherisch zu bleiben und nur im Herzen katholisch zu werden. Als geistliche Unterstützung habe ihm der Bischof eine Weihnachtskarte geschrieben.
Dafür seien ihm andere geistliche Begleiter beigestanden.
Auf dem Weg seiner Bekehrung habe er die Heilige Brigitta von Schweden, den Heiligen Johannes vom Kreuz, Thomas von Kempen und die Heilige Theresia von Avila gelesen: „Aber eines Tages entdeckte ich die Heilige Jungfrau Maria.“

Deshalb habe er es unter den Lutheranern nicht mehr ausgehalten.
Sandmark glaubt, daß sich auch einige Mitglieder seiner früheren Gemeinde bekehren könnten. Er habe ihnen geraten, Kontakte zur Piusbruderschaft zu pflegen.
Am 16. Juli teilte Sandmark seiner ehemaligen evangelischen Gemeinde offiziell seine bevorstehende Konversion mit. Er erklärte seinen früheren Schäfchen, daß allein Petrus von Christus beauftragt worden sei, die Kirche zu weiden. Der Apostelfürst finde im römischen Papst seinen rechtmäßigen Nachfolger: „Dieser Kirche anzugehören ist heilsnotwendig.“
1517 habe sich Martin Luther zu seinem eigenen Unheil in Lehre, Kult und Disziplin von dieser Kirche getrennt und ganze Länder mit in diese unheilsvolle Trennung gerissen.

Am vorletzten Sonntag schworen Sandmark und der befreundete lutherische Theologiestudent Joacim Svensson (19) mit der Hand auf dem Evangeliar den lutherischen Irrlehren ab. Ihre Exkommunikation wurde gelöst.
Sie bekannten den katholischen Glauben und empfingen das Sakrament der Firmung.
Danach begann ein Pontifikalamt, das von Bischof Bernard Tissier de Mallerais zelebriert wurde.
Als Diakon und Subdiakon dienten Pater Schmidberger und der französische Distriktsobere Régis de Cacqueray.
Schon am Tag nach seiner Aufnahme in die Kirche begab sich Sandmark in das deutsche Priesterseminar der Piusbruderschaft nach Zaitzkofen bei Regensburg. Er soll nach einem Jahr Theologiestudium 2007 die Priesterweihe empfangen.
Zur Zeit macht er dort bei Pater Schmidberger die 30tägigen Exerzitien des Heiligen Ignatius von Loyola.
Joacim Svensson wird – weil er Englisch spricht – Anfang September als Allumne in die Vereinigten Staaten gehen. Gegenwärtig befindet er sich auf einer Wallfahrt in Norwegen.
© Bilder: dici.org
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Dienstag, 5. Februar 2008 15:28
Pünktchen: Die Erklärung von Sten Sandmark, vormals luther.
Dienstag, 5. Februar 2008 15:23
Tilman: Luther und der Untergang
Aus an anderer Stelle angesprochenem aktuellem Anlass komme ich auf den Beitrag von matt v. Freitag, 11.
August 2006 12:02 anderthalb Jahre später zurück.
Ob Luther ein selbstsüchtiger Eiferer war, sei dahingestellt. Denn, wie matt schon schrieb, Luthers „Kritik an der damaligen Kirche war zum Teil gerechtfertigt, was z.B. Ablasshandel und Simonie betraf oder generell die Verweltlichung.“ Ob dieser Kritik oder wegen Luthers Eigenwilligkeit wird sein „Kirchenkonstrukt“ auch dato nicht untergehen. Es ist auch kein untergangswirksamer „Widersacher der wahren Kirche“.
Aber ein einschlägiges Risiko ist es, wenn sich evangelische Kirchenobere für potente Politiker halten, die, sich selbst erhebend, erniedrigt werden (Luk 18,14) werden.
Ob Luther ein selbstsüchtiger Eiferer war, sei dahingestellt. Denn, wie matt schon schrieb, Luthers „Kritik an der damaligen Kirche war zum Teil gerechtfertigt, was z.B. Ablasshandel und Simonie betraf oder generell die Verweltlichung.“ Ob dieser Kritik oder wegen Luthers Eigenwilligkeit wird sein „Kirchenkonstrukt“ auch dato nicht untergehen. Es ist auch kein untergangswirksamer „Widersacher der wahren Kirche“.
Aber ein einschlägiges Risiko ist es, wenn sich evangelische Kirchenobere für potente Politiker halten, die, sich selbst erhebend, erniedrigt werden (Luk 18,14) werden.
Donnerstag, 17. August 2006 23:44
Christian Hüller: Ad Dr. Christoph Heger
Der Leser möge urteilen…
Donnerstag, 17. August 2006 23:18
Dr. Christoph Heger: Definition von „Religion“?
Das Beindruckende am Vat. II ist gerade, dass es von einer solchen Definition eben nicht zurückschreckte.
So versteht das Vat. II in Nostra Aetate unter „Religion“ alle Sinnsysteme, die Antwort auf die Fragen geben:
„Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?“
Mit dieser Beschreibung hat das Konzil gerade nicht eine Definition, sondern lediglich die Vorstellung abgegebeb, die man sich im Konzil von der „natürlichen Religion“ machte. Sie deckt aber weder die Erscheinungen alle ab, die man gewöhnlich „Religion“ nennt, noch ist man de facto bereit, alle Erscheinungen, die von sich behaupten, diese Fragen – und sei es negativ – zu beantworten.
Logischerweise hat sich das Konzil dann so beholfen.
– und nennt dann beispielhaft die großen Weltreligionen.
Das Konzil hat also die Freiheit einer Anzahl von „lizensierten Religionen“ anerkannt. Genau dagegen hat sich die aufklärerische Bewegung, deren Filetstück die „Religionsfreiheit“ war, immer gewandt.
Um letztere geht es dem II. Vatikanum, nicht um irgendwelche Sekten …
Sie bestätigen, was ich sage.
MfG
Christoph Heger
So versteht das Vat. II in Nostra Aetate unter „Religion“ alle Sinnsysteme, die Antwort auf die Fragen geben:
„Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?“
Mit dieser Beschreibung hat das Konzil gerade nicht eine Definition, sondern lediglich die Vorstellung abgegebeb, die man sich im Konzil von der „natürlichen Religion“ machte. Sie deckt aber weder die Erscheinungen alle ab, die man gewöhnlich „Religion“ nennt, noch ist man de facto bereit, alle Erscheinungen, die von sich behaupten, diese Fragen – und sei es negativ – zu beantworten.
Logischerweise hat sich das Konzil dann so beholfen.
– und nennt dann beispielhaft die großen Weltreligionen.
Das Konzil hat also die Freiheit einer Anzahl von „lizensierten Religionen“ anerkannt. Genau dagegen hat sich die aufklärerische Bewegung, deren Filetstück die „Religionsfreiheit“ war, immer gewandt.
Um letztere geht es dem II. Vatikanum, nicht um irgendwelche Sekten …
Sie bestätigen, was ich sage.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 17. August 2006 21:21
Christian Hüller: Religion und Religionsfreiheit
Dr. Heger, diesmal liegen Sie nicht ganz richtig.
Das Beindruckende am Vat. II ist gerade, dass es von einer solchen Definition eben nicht zurückschreckte.
So versteht das Vat. II in Nostra Aetate unter „Religion“ alle Sinnsysteme, die Antwort auf die Fragen geben:
„Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?“
– und nennt dann beispielhaft die großen Weltreligionen.
Um letztere geht es dem II. Vatikanum, nicht um irgendwelche Sekten …
Das Beindruckende am Vat. II ist gerade, dass es von einer solchen Definition eben nicht zurückschreckte.
So versteht das Vat. II in Nostra Aetate unter „Religion“ alle Sinnsysteme, die Antwort auf die Fragen geben:
„Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?“
– und nennt dann beispielhaft die großen Weltreligionen.
Um letztere geht es dem II. Vatikanum, nicht um irgendwelche Sekten …
Donnerstag, 17. August 2006 14:29
Benedikt: @ Dr. Heger
Wenn es für Sie aus Definitionsgründen keine Religionsfreiheit geben kann, dann weiß ich nicht, worüber Sie sich aufregen. Ist Religion nicht definierbar, so kann es auch keinen Zwang zu ihr geben. Die Verküdung der Religionsfreiheit wäre dann nichts anderes als etwas zu gewähren, was ohnehin schon existiert hat.
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