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Donnerstag, 10. August 2006 18:03
Es fanden sich 840 Dumme
Wenn niemand mehr etwas anhat, verschwindet die Nacktheit in der Masse. Es bleibt die nackte Dummheit.
Nackte Freiwillige posieren für eine angebliche Kunst
Nackte Freiwillige posieren für eine angebliche Kunst
(kreuz.net, Düsseldorf) Am vergangenen Sonntagmorgen früh fanden sich in Düsseldorf 840 Dumme ein, die sich im Hof des Museums Kunstpalast ihrer Kleider entledigten.

Darüber berichtete die ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’ am 6. August.

Das peinliche Ereignis lief unter der Etikette „Kunst“.

Die 840 Unbedarften posierten für den US-amerikanische Fotografen Spencer Tunick. Er hat sich mit seinen Aufläufen unbekleideter Menschen in gewissen Kreisen einen Ruf erarbeitet.

Massenweise strömen Exhibitionisten zu ihm, wenn er Leute sucht, die sich von ihm ohne Unterwäsche ablichten lassen wollen.
Eine Teilnehmerin:
„Ich hatte Zweifel, ob alle nur wegen des Kunstereignisses kommen.“


In Düsseldorf mußten die Freiwilligen zuerst zwei Stunden warten. Dann schallte es durch ein Megaphon: „Ziehen Sie sich bitte jetzt aus.“

In nur wenigen Sekunden waren die Kleider abgelegt und lagen als Bündel zusammengeknüllt auf dem Rasen. Der Morgen war kühl.

Nach Angaben der ‘Westdeutschen Allgemeinen’ fand sich alles Mögliche ein: alt, jung, dick und dumm. Der Anteil der Männer überwog.

Die Älteste war eine 72jährige Rentnerin aus Wuppertal.

Der Photograph ist stets bekleidet - priesterlich schwarz
Der Photograph ist stets bekleidet – priesterlich schwarz
Der Photograph hatte über dem Brunnen im Innenhof des Museums eine pyramidenförmige Konstruktion aufgebaut. Dorthin bat er die Fleischmenge.

Der sogenannte Künstler war natürlich selber nicht nackt.

Priesterlich schwarz gekleidet fiel er in der von ihm herumkommandierten Gesellschaft ohne Unterhosen sofort auf.

Mit einem Megaphon gab er präzise Anweisungen und dirigierte die Menge mit fester Hand: „Köpfe runter“. Alle senkten sofort brav die Häupter. Keiner wagt mehr aufzuschauen.

Dann hörte man ein Rauschen. Wenige Augenblicke später schoß eine Wasserfontäne aus dem Brunnen, über dem die Pyramide gebaut war, in die Luft. Entsetztes Kreischen.

Für die Nackten, die an der Spitze der Pyramide standen, war das eine kalte Dusche bei frühmorgendlichen Temperaturen um 15 Grad.

Es habe sie in diesem Moment „viel Konzentration“ gekostet, sich nicht aufzurichten – meinte eine 52jährige Nackedei aus Düsseldorf vor der ‘Westdeutschen Allgemeinen’:

„Den Körperkontakt habe ich nicht als unangenehm empfunden. Im Gegenteil: Das hat wenigstens ein bißchen gewärmt.“

„Es war ein besonderes Erlebnis für mich“, bekannte eine Teilnehmerin aus Hannover. Das Ausziehen sei ihr nicht leicht gefallen. Sie habe sich vorher „sehr viele Gedanken“ gemacht und sich sehr mulmig gefühlt:

„Ich hatte Zweifel, ob alle nur wegen des Kunstereignisses kommen.“

Die Betrunkenen und die Schaulustigen, die das Spektakel beobachteten, hätten sie ein wenig gestört. Kunstbanausen?

Doch sie sei stolz darauf, ihre Scham überwunden zu haben.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 103 Lesermeinungen:
Montag, 28. August 2006 12:45
freehorseriding: Nacktheit nicht gottgefällig?
Hallo zusammen,

als einer der 840 Teilnehmer an der Aktion wollte ich auch mal meine Meinung kundtun. Zunächst einmal, wieso werden die Nackten als „Dumme“ bezeichnet? Weil sie kein Geld für ihre Bemühungen bekommen oder weil sie nackt sind? Wieso ist die katholische Kirche eigentlich so vehement negativ eingestellt, wenn Menschen nackt sind? ?:) Vielleicht weil Nacktheit mit Sex verwechselt wird?? Mittlerweile sollte sich allerdings herumgesprochen haben, dass da nicht zwangsläufig ein Zusammenhang bestehen muss. Die sog. Nacktivisten sind nackt, weil es ihnen gefällt und sie sich wohlfühlen ohne einengende Kleidung.
Viele Grüße,
Michael
Freitag, 18. August 2006 10:29
Abu: @ Guldin
Ein Eintrag ins Poesiealbum?
Ich bin gerührt! Das ist mir in meiner Zeit als Großinquisitor ja noch nie passiert …

Bedauerlich, daß Sie sich entziehen, lieber Guldin. Ich hätte Ihnen liebend gerne meine Signatur mit einem hübschen Brandeisen …
Freitag, 18. August 2006 09:29
Guldin: @ ABU
Nun liebes Langnäschen, und ich tumber Tor dachte dein Name sei die Abkürzung für deinen Studienort (Atlantic Baptist University).

Wie hab ich mich getäuscht.

Ein Täublein neuw, von Rom herbey
Dis tags ich sach einfliegen.
Wolt also mich, zu empfangen dich,
Zur prozess auch verfüegen.
Nun sey gegrüsst, mein Täublin sües,
Thue b’stendig bey uns nisten.
Die Brüeder mit Flüglen dein
Bedeckh; las ihn’ nichts bristen.
Freitag, 18. August 2006 07:57
Abu: @ Barmherzigkeit

Lustiges Spielchen hier!
Geht einem die Puste aus, kommt der nächste angedackelt: Methusalix – Guldin – Barmherzigkeit.

Neueste Theorie: Ich bin ein Niederrheiner!

Jetzt fehlt nur noch der DDL oder eine von den Damen, die immer zu spät kommen und sich dann übers Niveau beschweren. Fällt niemandem der alte Witz mit dem Elephanten aus dem Wiener Zoo ein, der auch Abu heißt?
Freitag, 18. August 2006 07:54
Doriano: @Einar
es ist bemerkenswert, dass hier Menschen agggresiv als „dumm“ bezeichnet werden von Menschen, die sich vermutlich für irgendwie „erleuchtet“ und „klug“ halten – und allseitigen Respekt für IHRE Lehre fordern – die ja nun – zum Glück – nur von einer ganz kleinen Minderheit für „wahr“ gehalten und praktiziert wird.
Sie erlauben sich, andere Menschen herabzuwürdigen, zu beleidigen und übel zu diskriminieren.

Nichts für ungut – aber wo und wann habe ich hier
je so geschrieben, daß Sie mir das ankreiden können?
Wenn Sie’s gefunden haben, lassen’s Sie mich wissen,
damit ich mich dafür entschuldigen kann – aber sie
werden nichts finden!
Donnerstag, 17. August 2006 20:59
Einar: NACKT und ANGEZOGEN
@ Doriano
es ist bemerkenswert, dass hier Menschen agggresiv als „dumm“ bezeichnet werden von Menschen, die sich vermutlich für irgendwie „erleuchtet“ und „klug“ halten – und allseitigen Respekt für IHRE Lehre fordern – die ja nun – zum Glück – nur von einer ganz kleinen Minderheit für „wahr“ gehalten und praktiziert wird.
Sie erlauben sich, andere Menschen herabzuwürdigen, zu beleidigen und übel zu diskriminieren.

Wenn man aber eine Gruppe hunderter nackter Menschen und eine Versammlung von tiefernsten Bischofen in langen Frauengewändern und ägyptischen Mützen auf dem Kopf betrachtet, dann ist doch beides irgendwie eigenartig oder?

Letzteres vielleicht nicht für jemand, der glaubt, dass die Schnittbögen für diese Gewänder dem Schneider direkt von Gott übermittelt wurden. Aber eigentlich müßte ihm der Gedanke näherliegen, dass die Nacktheit ein Geschenk Gottes ist.

Und deshalb wäre es nur konsequent, wenn ab sofort sämtliche Gottesdienste unbekleidet abgehalten werden.
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