Ehemalige Ordensfrau und Kämpferin für die Abtreibung tot
Die US-Amerikanerin Agnes Mary Mansour war wegen ihres Einsatzes für die Kinderabtreibung mit dem Vatikan in Konflikt geraten. Letzten Dienstag wurde die suspendierte Klosterfrau von einem katholischen Bischof begraben.
(kreuz.net, Michigan) Agnes Mary Mansour ist vergangenen Freitag im Alter von 73 Jahren verstorben. Letzten
Dienstag wurde die ehemalige Klosterfrau vom Weihbischof von Detroit, Thomas John Gumbleton (74), begraben.
Weihbischof Gumbleton gilt als einer der fortschrittlichsten Bischöfe der USA. Detroit ist die größte
Stadt des US-amerikanischen Bundesstaates Michigan. Michigan besteht aus zwei Halbinseln im Norden der
Vereinigten Staaten.
Die ehemalige Ordensfrau Agnes Mary Mansour war in den 80er Jahren wegen der Kinderabtreibung
mit dem Vatikan in Konflikt geraten und wurde schließlich von ihren Gelübden dispensiert.
Zunächst
hatte Sr. Agnes 12 Jahre ein Gymnasium ihrer Schwesterngemeinschaft geleitet. Im Jahre 1983 wurde sie
vom Gouverneur von Michigan zum Direktor des Sozialamtes für den ganzen Bundesstaat ernannt. Eine der
Aufgaben in dieser Position bestand darin, Spenden zu sammeln, um damit schwangeren Frauen mit geringem
Einkommen die Kinderabtreibung zu bezahlen.
Von Rom vor die Wahl gestellt, entschied die Schwester, lieber
den Orden zu verlassen, als ihre Mitarbeit an der Verbreitung der Kinderabtreibung aufzugeben.
Frau Mansour
unterstrich mehrmals, daß sie persönlich die Abtreibung nicht gutheißen könne. Aber solange die Kinderabtreibung
in den USA legal sei, wäre es unfair, diese Möglichkeit nur wohlhabenden Frauen zukommen zu lassen.
Um zukünftige Konflikte mit der katholischen Kirche zu vermeiden, bat sie, von ihren Ordensgelübden
entbunden zu werden. Der Vatikan folgte ihrem Wunsch.
Frau Mansour starb in einem Zentrum für betreutes
Wohnen, das von Schwestern ihrer ehemaligen Kongregation geführt wird. Sie war 30 Jahre Ordensfrau bei
den in den USA und anderen englischsprachigen Ländern bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil sehr verbreiteten
„Schwestern der Barmherzigkeit“.
Nach ihrem Austritt blieb Frau Mansour ein „außerordentliches Mitglied“
der Kongregation.
„Agnes Mary war eine ungewöhnliche, mitfühlende und mutige Frau“, beschreibt sie
Sr. Linda Werthman, Oberin für die Häuser der Schwestern der Barmherzigkeit in Detroit. „In ihrem Herzen
hörte sie nie auf, eine Schwester der Barmherzigkeit zu sein. Viele von uns haben sie immer als eine
solche betrachtet.“
Während ihres Lebens habe sie sich unerschütterlich für die Leidenden, die Kranken
und die Armen eingesetzt.
Letzten Dienstag wurde Agnes Mary Mansour von Weihbischof Thomas John Gumbleton
beerdigt. Neben ihrem Sarg brannte die Kerze, die sie bei ihrem Klostereintritt erhalten hatte. In die
Hände ihres Leichnams legte man die damals von ihr unterschriebenen Ordensgelübde.
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1 Lesermeinung
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#1 Dolfus 09:10:55 | Donnerstag, 23. Dezember 2004
Gruselig Der satan scheint diese bedauernswerte Seele an ihrer verwundbaren Stelle gefangen zu haben,
der Hochmut. Hoffen wir, daß der Kampf zwischen Gut und Böse in der Sterbestunde zugunsten St. Michaels
ausgegangen ist, trotz ihrer lebenslangen Beharrlichkeit für den Kampf gegen die Position des Papstes
und seiner Kirche. Vor einigen Jahrzehnten hätte man ihr noch das kirchliche Begräbnis verweigert. „O
mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den
Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“ (Gebet von der Jungfrau Maria
selbst den Hirtenkindern von Fátima gelehrt) „Viele Seelen kommen in die Hölle, weil niemand für sie
betet.“ (Die hl. Jungfrau Maria zu jenen Fátima-Seherkindern)