Jugendkirche
Ohne Grenzen und Tabus
Das katholische Zürcher Kirchenparlament hat letztes Jahr entschieden, die erste katholische Jugendkirche der Schweiz zu finanzieren. Jetzt ist das Projekt gestartet.
(kreuz.net, Zürich) Seit Anfangs August wird in der Zürcher Stadtpfarrei St. Felix und Regula die erste katholische Jugendkirche der Schweiz aufgebaut.

An dem Projekt arbeitet ein dreiköpfiges Team von Diplomtheologen. Katrin Bächli, Matthias Müller und Oliver Wupper-Sweers haben vier Jahre Zeit, die Kirche umzugestalten.

Ihnen steht dafür ein fürstliches Budget von 2,5 Millionen Franken – umgerechnet knapp 1,6 Millionen Euro – zur Verfügung.

„Wir wollen zeigen, daß die Kirche den Jugendlichen noch etwas zu sagen hat“ – erklärte Diplomtheologe Wupper-Sweers in einem Interview mit dem nordostschweizer Lokalfernsehen ‘Tele Top’.

Die kirchliche Kontaktaufnahme zu den Jugendlichen sei derzeit ein wenig unterbrochen. Als Zielgruppe wolle man die 18 bis 26jährigen ansprechen.

Es sei „natürlich“, seinen Glauben in der sogenannten Pubertät in Frage zu stellen: „Wenn man da nicht dran bleibt, wird der Glaube weniger wichtig und man kümmert sich nicht mehr darum.“

Ebenso wie man sich um alle anderen Lebensbereich kümmere, müsse man den Glauben auch „ein Stück weit“ pflegen.

Die Jugendkirche soll den jungen Erwachsenen Platz geben, ihre Vorstellungen von Glauben zu verwirklichen:

„Wir selber haben uns keine Grenzen gesetzt. Wir haben für uns gesagt, es gibt kein Tabu, was wir nicht machen können.“ Bei einer Jugendkirche könne man sich viel vorstellen.

Der Jugendkirche steht die ganze Infrastruktur der Pfarrei zur Verfügung.

Im Zentrum steht die Kirche selber – laut ‘Tele Top’ eine architektonische Seltenheit aus den 50er Jahren.

Der Kirchenraum sei – so Diplomtheologe Wupper-Sweers – einer der zentralen Punkte „in dem ganzen“. Hier sollen nicht nur Gottesdienste, sondern auch Konzerte, Musicals, Theater- oder Bandabende stattfinden: „Das ist etwas, das es in der Form woanders nicht gibt“ – glaubt er.

Die in kirchlichen Belangen unzuverlässige Zürcher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’ titelte angesichts der ersten Pläne zur Jugendkirche bereits im April 2004:

„Jetzt stehen auch die Katholiken auf Rock und Hip Hop“.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Benedikt   16:07:00 | Montag, 14. August 2006
Musik
„Jetzt stehen auch die Katholiken auf Rock und Hip Hop“.
Stimmt. Aber nicht in der Kirche.
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#18   Bernardin †   22:35:05 | Freitag, 11. August 2006
Rocky
In den letzten 30 Jahren!!! Seit der öffentlichen Anerkennung! Bitte bei der Wahrheit bleiben!
Nicht alle traten aus der Kirche aus – die Stadt ist ja leer – viele zogen aufs Land, nach Basel-Land!
Der Kanton Basel-Stadt hat selbst als staatliches Gebilde mit den Abwanderungen seine Probleme und muss den Kanton Basel-Land zur Kasse bitten, damit Universität und Theater – als Beispiel – weiterhin finanziert werden können!
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#17   Adrian   22:17:14 | Freitag, 11. August 2006
schreibt folgendes:
„Die Jugendkirche soll den jungen Erwachsenen Platz geben, ihre Vorstellungen von Glauben zu verwirklichen“
Ich finde es bedenklich, solch einen Schritt zu wagen, denn wenn die Jugendlichen doch nicht mehr an das Glauben, was die Kirche lehrt, sondern „ihre Vorstellungen von Glauben verwirklichen“, dann besteht die Gefahr des sektiererischen Verhaltens mit Eigendynamik. Das der Staat das so großzügig unterstütz ist mir klar. Aber ob das mit s.Ex. Bischof Amédée Grab OSB (Bistum Chur) dementsprechend abgesprochen ist, wage ich zu bezweifeln. Naja, er ist schon 76 Jahre und wartet sicher auf seinen Nachfolger…
„Hier sollen nicht nur Gottesdienste, sondern auch Konzerte, Musicals, Theater- oder Bandabende stattfinden: „Das ist etwas, das es in der Form woanders nicht gibt“ – glaubt er.“ (Leider doch, es gibt schon Kirchen mit Halfpipe innen drin, ect.)
Ja DANKE auch, dass der Gottgeweihte, sakrale Raum, derart zur Showbühne wird. Das hilft natürlich den Jugendlichen zur Ehrfurcht vor Gott, an seine Realpräsenz, an seine Gebote und an die Lehre der Kirche zu glauben. Muss man denn, nur um die Kirche voll zu kriegen, zu solchen Mitteln greifen? Ist das die Lösung? Naja, s.Em. Kard. Schönborn macht es ja fröhlich vor…
Man muss sich doch fragen, WARUM KOMMEN DIE JUGENDLICHEN EIGENTLICH IN DIE KIRCHE???
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#16   Rocky   21:45:14 | Freitag, 11. August 2006
2.5 Mio … schöner Batzen!
In Basel hat die Kathiolikenzahl in den letzten gut 20 jahren von 95Tausend auf 35Tausend abgenommen. Die „Katholiken“ wanderten aus…
Ob diese Aktion nicht auch eine verheerende „Auswanderung“ (sprich Kirchenaustritte) im Kanton Zürich zur Folge haben wird?
UND WAS SAGEN DIE BISCHÖFE DAZU? Über so viel Geld disponiert hierzulande kein einziges Bistum!!!
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#15   Geist   20:19:47 | Freitag, 11. August 2006
@Aristoteles
Ich finde es toll dass neben Deutschland und Österreich auch Die Schweiz dieses Projekt gestartet hat.
Hoffentlich bleibt es kein Projekt, und entfaltet sich so positiv wie die wiener Jugendkirche es im Moment tut
Kann mich deiner Meinung nur anschließen, besonders dem letzten Teil deines letzten Satzes und möchte dem auch nichts mehr hinzufügen :-) ^-^ :-)
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#14   Aristoteles   20:03:38 | Freitag, 11. August 2006
Jugendkirche
Ich finde es toll dass neben Deutschland und Österreich auch Die Schweiz dieses Projekt gestartet hat.
Hoffentlich bleibt es kein Projekt, und entfaltet sich so positiv wie die wiener Jugendkirche es im Moment tut.
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#13   Bernardin †   18:06:28 | Freitag, 11. August 2006
Jugendkirche
Leider ist der Weihbischof und Generakvikar von Zürich eine ärgerliche Figur, ein Mann der viel redet und es allen recht machen will.
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#12   Aragorn   17:16:54 | Freitag, 11. August 2006
die freiheit möchten wir auch mal haben…
Die Freiheit, den bischöflichen Segen und die Finanzen möchten wir, die „Tradis“ auch mal haben.
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#11   matt   16:58:18 | Freitag, 11. August 2006
Schwachsinn
der kann sich viel vorstellen; das ist ja lustig.
schon absurd was heute im Rahmen der Kirche passiert. Und zumeist stecken irgendwelche überdrehten Akademiker dahinter, die nicht Christus dienen, sondern sich selbst gefallen wollen.
Die Kinder und Jugendlichen sollen erzogen werden zur Ernsthaftigkeit und Disziplin und Glaubenstreue und denselben Ritus erleben wie die Erwachsenen. Wenn sie etwas nicht verstehen können sie hernach ihre Eltern befragen. Eine sog. Jugendkirche ist eine gefährliche Verunglimpfung des Gottesdienstes, ein weiteres Moment der fortschreitenden Säkularisierung. Den Jugendlichen soll hier entsprochen werden, durch unseriöse Effektehascherei und Nachahmung der Disco-Unkultur. Die Kirche wird zum Tanzlokal, fehlt nur noch der Alkohol, aber seis drum, den hat Jesus ja auch genossen, also laßt uns feiern, denn morgen sind wir tot. Genau in die Richtung geht das.
Der Teufel unterminiert das Haus Gottes!
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#10   aphrodite †   15:45:01 | Freitag, 11. August 2006
@legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért
find ich toll, wie sie pünktchens methode kopieren … auch in anderen Threads lassen sie ihm keine ruhe …
und jetzt gönne ich mir das schauspiel am angegebenen Ort ^-^
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#9   Guldin   15:07:25 | Freitag, 11. August 2006
Architektonische Seltenheit
Im Zentrum steht die Kirche selber – laut ‘Tele Top’ eine architektonische Seltenheit aus den 50er Jahren.
:-D :-D :-D
Dann ist jede 2te kath. Kirche rund um Zürich eine architektonische Seltenheit.
Für Nichtschweizer sei erwähnt, dass die kath. Kirche erst seit den 60ern im Kanton Zürich öffentlich-rechtlich Anerkannt ist. In den 50ern erlebte die kath. einen regelrechten bauboom.
Also was soll das Geschrei
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#8   Pünktchen   14:56:54 | Freitag, 11. August 2006
Altar
Das www.felixundregula.ch/gottesdienste.htm hier verschwindet – so sicher wie das Amen in der Kirche
(…verschwindet?)!
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#7   23er Hansl   14:44:46 | Freitag, 11. August 2006
Katholischbehaltung … alleine diese Wortwahl zeigt, dass es Athanasius nur um Formalia geht
Sind Sie übrigens der Vorgänger vom Koptischen Papst AthanasiusII?
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#6   Athanasius   14:40:49 | Freitag, 11. August 2006
Altes Konzept
Diese „JUgendkirchen“ haben schon längst erwiesen, daß sie wertlos sind für die Katholischbehaltung der Jugendlichen. Seit den 1960er schon. Aber in der Schweiz muß man offensichtlich das Rad aufs neue erfinden. Vielleicht ist man ein wenig von etwa Holland isoliert, dort auf der Alm.
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#5   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   14:39:22 | Freitag, 11. August 2006
hier versteckt sich Pünktchen also
ich darf sie an unerledigte Aufgaben www.kreuz.net/…ticle.3635-page.html erinnern!
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#4   Pünktchen   14:19:02 | Freitag, 11. August 2006
Wetten, daß
als erstes der fest verankerte Altar und die auf ihn hingeordneten Altarstufen verschwinden? Es geht schließlich um Multifunktionalität und Event-Tauglichkeit, da stört so was!
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#3   DominikusII   14:12:42 | Freitag, 11. August 2006
es hört sich ganz…
nach einer protestantischen-charismatischen Bewegung an.
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#2   Sulpicius   14:09:00 | Freitag, 11. August 2006
Ein dreiköpfiges Team von Diplomtheologen
O wei, soviel Häresie auf einmal…
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#1   Barmherzigkeit †   13:56:14 | Freitag, 11. August 2006
Na, dann
auf ein gutes Gelingen!
Warum schreibt kreuz-net eigentlich von der „sogenannten Pubertät“? Wird diese Lebensphase von den „Fachleuten“ hier auch negiert?
Oh Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.
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