[ « 314 315 316 317 318 » ]
Montag, 14. August 2006 07:06
Benedikt XVI. gab am vorletzten Samstag abend mehreren deutschen Fernsehsendern ein Interview. Das halbstündige Gespräch wurde gestern abend ausgestrahlt.
Zurück zum Artikel 68 Lesermeinungen:
Montag, 21. August 2006 07:55
Abu: @ Artois
Da Pater Michael Weigl nicht zu den bekannten Theologen deutscher Zunge gehört, werden Sie mir erlauben, Sie um einen Hinweis zu bitten, welche Texte Sie von ihm empfehlen können und wo diese zu finden sind.
Ich werde sie gerne lesen, neugierig darauf, ob ich Ihr Urteil nachvollziehen kann, er sei besser als Ratzinger.
Freitag, 18. August 2006 19:13
FritzG: Fragestellungen
Die Frage „Warum können Engel fliegen?“ sollte ersetzt werden durch „Können Engel fliegen?“, oder noch besser durch: „Gibt es Engel?“… Alternativ und ultimativ wäre dann auch noch „Gibt es Engel, und wenn ja, können sie fliegen – und falls sie es können, wie?“ eine gute Empfehlung.
Freitag, 18. August 2006 18:57
Christian Hüller: Ja, warum denn nun?
Die Frage, warum Engel fliegen können, hat sich mir bislang noch nicht gestellt.

Aber ich muss sagen: Hut ab!!

All diese wundersamen Erklärungen und Wortmeldungen haben mir die Wichtigkeit dieser Frage doch etwas näher
gebracht.
Freitag, 18. August 2006 16:42
Artois †: @a_b_u
Kuhn und Hildebrandt kenne ich nun leider nicht. Spaemann schätze ich sehr, finde ihn aber ein wenig zu zaghaft. Oder irre ich mich? Außerdem stört mich, daß er immer in dem J…blatt FAZ schrieb. Wenn die ihn akzeptieren, muß etwas faul sein.
Barmherzigkeit
Mit Ratzinger ist allerdings ein rechter Bock zum Hirten gemacht worden. Man möchte meinen der Herrgott habe zugelassen, daß der Wolf ungezäumt auf die Herde losgelassen werde.
Freitag, 18. August 2006 12:54
der in seiner geistigen Enge wahrscheinlich nicht mal einem Messdiener das Wasser reichen kann, kritisiert Ratzinger. Nett! Machen wir die Böcke zu Gärtnern.
Freitag, 18. August 2006 07:46
Abu: @ Artois
Danke, Weigel kannte ich noch nicht, Kuehnelt gehört zu meinen Lieblingsautoren. Aber ich hätte jetzt doch vermutet, daß Robert Spaemann genannt wird, Helmut Kuhn oder Dietrich von Hildebrand …? An ausgesprochenen Theologen, die mehr als mäßig sind, sind war dann doch nicht sehr reich gesegnet. Siri?
Donnerstag, 17. August 2006 16:45
Artois †: @a_b_u
Als Staatsdenker und Philosophen nenne ich ohne zu zögern Erik von Kuehnelt-Leddihn, der allerdings zu höflich war, um V2 und seine Päpste zu kritisieren, was angesichts seiner Position als freier Vortragsreisender und Privatgelehrter nun wirklich verständlich war.
Als Theologen möchte ich Pater Michael Weigl nennen, der in einzigartiger Weise das Traditionsprinzip auf die gegenwärtige Kirchenkrise angewendet hat und mehr als viele andere zur Durchdringung des vatikanischen „Rauchs“ beigetragen hat. Ich habe über seine Auseinandesetzung mit (dem Modernisten) Dozent Romig hier mal eine Leserzeitung veröffentlicht.
Auf diesem Wege einen herzlichen Gruß an alle Priester und Lehrer der FSSPX!
Donnerstag, 17. August 2006 12:14
Abu: Werter Artois,
verzeihen Sie mir bitte die abermalige Inanspruchname Ihrer geschätzten Zeit, aber ich würde zu gerne wissen, welche Zeitgenossen es philosophisch-theologisch(-stilistisch) mit Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI. aufnehmen könnten. Da selbiger nur mäßig potent ist, was seine Intellektualität betrifft, dürfte es eigentlich nicht so schwer sein, ihn zu übertreffen. Oder sind wir so arm?

Meine Bitte präzisierend: Bitte nennen Sie mir zeitgenössische theologisch-philosophische Autoren mit „nicht-mäßiger“, also übermäßiger intellektueller Potenz.
Donnerstag, 17. August 2006 11:47
Artois †: @abu____
Nun ja, ein gewissenes Niveau müssen auch zeitgenössische Theologen repräsentieren, besonders wenn sie sich als „Mozart“ der Theologen feiern lassen [von einem ausgemachten Schurken]. Ein Theologe muß auch einem Wahrheitsanspruch gerecht werden, bei den Gestaltern und Anhängern der V2-Versammlung werden Sie also nota bene keinen finden.
Mittwoch, 16. August 2006 17:39
Abu: @ Artois: Danke, aber:
So hab ich’s natürlich nicht gemeint: Der bessere Mann, der müßte zumindest in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts im deutsch-sprachigen Raum gewirkt haben. Sonst könnten wir gleich bei den Kirchenvätern beginnen und jeden zeitgenössischen Denker ausstechen.
Mittwoch, 16. August 2006 16:37
Artois †: @Abu-Dhabi
Da könnte ich ihnen 100e Namen nennen. Wie wäre es mit dem hl. Alfons Maria Liguori?
Mittwoch, 16. August 2006 15:47
Am wenigsten gelungen war sicher die Antwort auf die Frage nach „AIDS in Afrika“, wo ihm zudem der Fehler unterlaufen ist, davon zu sprechen, in katholischen Krankenhäusern werde AIDS „geheilt“.

Es ist schon interessant, daß in katholischen Krankenhäusern AIDS geheilt wird. Dort werden offensichtlich die verschnupften Neger nicht mit Kampfstoffderivaten behandelt.

Aber das darf man ja nicht sagen. Niemand darf behaupten, AIDS dürfte geheilt werden. AIDS ist eine nützliche Lüge, um die Bevölkerungsexplosion unter den Negern einzudämmen oder was meinst du?

DB, du solltest mit deinen 31 Jahren langsam mal anfangen nachzudenken.
Mittwoch, 16. August 2006 15:44
stat crux: P.S.:
Falls aber die kreuz.ritter auf eine „Freigabe“ der Alten Messe per TV-Interview setzten: War wohl nichts. Im übrigen hat kein Priester das Recht, die Messe zu feiern, wie er will. Er muss zelebrieren, wie sein Bischof es will.
Mittwoch, 16. August 2006 12:10
Dr. Otterbeck: Der Papst lässt Engel steigen,
nicht Drachen. Und ist sicherlich lange noch nicht mit seinem „Latein“ am Ende. Die Interview-Antworten kamen etwas hektisch, gepresst „rüber“. Vielleicht ist das Live-Interview doch dem päpstlichen Amt weniger angemessen. Inhaltlich war die Spannweite der Antworten ausnahmslos überzeugend. Aufgefallen ist mir die bewusste Freigabe freimütigen Austauschs bei Ad-limina-Besuchen, Synoden und (aufgewertet) im Konsistorium. Ich vermute, dass jährliche Konsistorien im „Plan“ sind, aber nur alle 3-5 Jahre eine Bischofssynode. Letztere ist wohl kaum als Organ der Mitregierung, sondern nur für die offene Meinungsbildung von Rang. Da sich das Diakonat an der Grenze vom ministerium zum Priestertum bewegt, wird man wohl keine weihegebundenen Ämter für Frauen einrichten, sondern Beauftragungenen.

Wahrscheinlich geht es in die Richtung.
Mittwoch, 16. August 2006 10:06
Abu: @ Artois
Sie schreiben über Papst Benedikt XVI.
Seine intellektuelle Potenz ist mäßig,

Ich bin zwar ganz anderer Meinung als Sie, lasse mich aber gern eines besseren belehren. Bitte nennen Sie mir theologisch-philosophische Autoren mit „nicht-mäßiger“, also übermäßiger intellektueller Potenz.
Mittwoch, 16. August 2006 09:40
Puchil2: Noch einmal Frauendiakonat
„Frau – Partnerin in der Kirche“: 1986 von der Österreichischen Bischofskonferenz offiziell genehmigt.
Darin heißt es unter anderem: „Kaum ein theologischer Zweifel besteht darin, dass Frauen zum Amt des Diakonats zugelassen werden können. Die deutschsprachigen Synoden haben sich daher mit großen Mehrheiten dafür ausgesprochen, dass in unseren Ländern Frauen wieder zum Diakonat zugelassen werden, wie dies in Teilen der alten Kirche Jahrhunderte hindurch selbstverständlich war.“
Dienstag, 15. August 2006 20:00
Hypatia: @ R. Keller
mein Lieber,

das geht doch klar. Jeder nach seiner Facon. Ginge es den Menschen in der Tat darum, den Herrn in die Mitte ihres Lebens zu stellen, wäre jede Bemühung um Ökumene redundant. Aber das Ego!…womit wir wieder beim Hl. Vater wären.
Dienstag, 15. August 2006 19:45
Rüdiger Keller †: @ Alexandra Zayadeh:
+
Für mich keine Zweifel.
– Weder daran, daß Sie an ihn und seine Intelligenz glauben,
– noch daran, daß er intelligent ist …
+
Im Übrigen verweise ich auf meine bisherigen Statements,
in denen ich ihm bestimmt nichts schlechtes nachgesagt habe – oder?
+
Joseph Alois Ratzinger ist ein Mensch, der von Menschen auf seinen Posten gewählt wurde.
Deswegen ist er jetzt eine „Große Persönlichkeit“ – aber noch lange kein Übermensch.
+
Sein Job ist es nun, der „Heilige Vater“ zu sein.
Für die römisch-katholische Kirche.
Nicht für mich.
Und so pragmatisch wie es ist, gehe ich auch damit um.
Mit Respekt. – Das reicht für mich. – Bin Protestant.
+
Dienstag, 15. August 2006 19:18
Hypatia: @ R. Keller
Der Heilige Vater gilt als hochintelligent. Nach meinem Dafürhalten haftet ihm dieser Ruf an, aufgrund seines Menschenbildes, das ich unumschränkt teile.
Dienstag, 15. August 2006 18:34
Für die (Schlecht-) Sehende u. ihre GlaubensgenossInnen ist der Papst (hier Ratzinger) eine große Persönlichkeit.
Bzw., er hat es zu sein (trotz viell. differenzierter, eigener Meinungen einzelner Katholen).
Das ist nun mal so bei denen.
Ich wäre der Letzte, der den katholischen Glaubensanhängern dies in Abrede stellen wollen würde.
Es gehört nun mal zu ihrem Glauben und zum Verständnis dieser Religion.
Man kann freilich einen Papst oder einen Herrn Ratzinger selbst kritisieren, nichts desto trotz bleibt er das Oberhaupt der röm.-kath. Kirche u. ist in Personalunion als Staatschef des Vatikans nun mal eine „große Persönlichkeit“ …
… für die r.-k. Christen und die Einwohner des Vatikan.
Und – es gehört wohl auch dazu, daß die r.-k. Christen alle ihre Heiligkeiten als große Persönlichkeiten an-sehen.
Fürderhin fällt es ihnen natürlich schwer, diese zu kritisieren oder Kritik seitens Dritter zu tolerieren.

Was ich zu diesem Thema (Papst) sonst noch meine, steht weiter unten …

+
Dienstag, 15. August 2006 17:28
Artois †: @Beobachterin
B16 ist keine große Persönlichkeit. Er ist überhaupt keine Persönlichkeit, sondern ein pflichtvergessener Bischof, der seit 40 Jahren taten- und gefühllos die Katastrophe der Kirche beobachtet, die er selbst (mit-)gestaltet hat. Seine intellektuelle Potenz ist mäßig, ein typischer belesener Schöngeist, der ständig „schöne“ Gedanken und „Bücher“ absondert, weil er zu feige ist, sich der häßlichen Wirklichkeit zu stellen. Eine Art Kurt Georg Kiesinger der modernen Kirchengeschichte.
Gottlob wird schon in Kürze mit den Folgen seines erbärmlichen Tuns aufgeräumt werden. Wie er sich einst vor dem Herrgott verantworten will, ist mir schleierhaft.
Dienstag, 15. August 2006 15:39
Rüdiger Keller †: … diplomatisch.
.
>> … erklärte der Papst, daß die Kirche keine politischen Möglichkeiten habe und auch keine politische Macht wolle. <<
Geschickter hätte es ein Diplomat auch nicht ausdrücken können.
Weil es so ist. Und er (B16) weiß das auch.
Schließlich ist Ratzinger ja nicht gerade dumm.

Den Katholiken ist er (der Papst) das Oberhaupt.
In der Welt kann er aber nur ein Diplomat sein.
Sozusagen ein Vermittler zwischen den Katholiken und der Welt.
Nicht mehr und nicht weniger.

Für mich schlechthin DIE Definition, die mich deswegen auch nicht zu irgendwelchen Äußerungen und Bekundungen über diese Person hinreißen läßt.

Benedikt XVI. ist für mich eben kein Übermensch.
Was er sagt und was er tut, begründet sich aus seinen eigenen Lebenserfahrungen und seiner Stellung zu „Gott u. der kath. Religion (Kirche)“.
Er wurde am 1927 in Marktl, Landkreis Altötting in Bayern, geboren …
Dienstag, 15. August 2006 11:51
Artois †: @Aloah und seine Freunde
Mir scheint, daß Sie nicht wissen, was das kirchliche Amt, insonderheit das Felsen- und Petrusamt überhaupt ist.
Dienstag, 15. August 2006 06:47
Puchil2: Zur Information 5
Kann man heute an den altkirchlichen Diakonat der Frau ohne weiteres wieder anknüpfen?
Die Unterschiede zwischen der soziokulturellen Situation der frühen Kirche und der Kirche heute würden völlig außer acht gelassen, wollte man den altkirchlichen Diakonat der Frau in seiner ursprünglichen Ausprägung wieder rekonstruieren. „Es wäre ein grundsätzlicher methodischer Fehler, geschichtliche Fakten als eine Art Norm zu verstehen…“; denn „für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in unserer Zeit dürfen wir die gleiche Freiheit in Anspruch nehmen wie die Christinnen und Christen des ersten Jahrtausends.“ (A.Jensen)
Was allerdings als durchgehender Zug im altkirchlichen weiblichen Diakonat ausgeprägt war: nämlich der spezielle Dienst an Frauen, das sollte auch in der heutigen Kirche beibehalten werden, wenn freilich auch auf einer anderen Ebene und in zeitgemäßer Gestaltung; denn als vom kirchlichen Patriarchat Betroffene und oftmals auch Geschädigte bedürfen die Frauen in der römisch-katholischen Kirche einer besonderen Zuwendung und Hilfe durch Frauen im diakonalen Amt.

Ida Raming

Literaturangaben (Auswahl)
Diakonat. Ein Amt für Frauen in der Kirche Ein frauengerechtes Amt? (hg. v. P. Hünermann, A. Biesinger, M. Heimbach-Steins, A. Jensen, Ostfildern 1997).
Reininger, Dorothea: Diakonat der Frau in der Alten Kirche – Diskussionen, Entscheidungen und pastoral-praktische Erfahrungen in der christlichen Ökumene und ihr Beitrag zur römisch-katholischen Diskussion, Ostfildern 1999
Montag, 14. August 2006 23:54
Benedikt: @ Puchil2
• karitative Arbeit: Die Diakonin kümmerte sich um kranke Frauen, war darüber hinaus zuständig für Arme, Kinder und der Pflege Bedürftige;
• missionarische, katechetische, pastorale und erzieherische Arbeit: Hinführung heidnischer Frauen zum Christentum, ihre katechetische Unterweisung vor und nach der Taufe, christliche Bildung der Frauen, Kinder, Jungfrauen und Waisen in den Gemeinden;
• liturgischer Dienst: Taufhelferin bei der Taufe der Frauen, Salbung des Körpers mit Katechumenen- und Chrisamöl (der Taufakt selbst und die Salbung der Stirn waren jedoch den männlichen Klerikern vorbehalten), Austeilung der Kommunion an kranke Frauen.


Ich nehme doch nicht an, dass Sie der Meinung sind, dass man eine Diakonin heute auf diese Gebiete beschränken könnte?

Für diese Tätigkeiten braucht es keine Weihe, in den meisten Fällen nicht mal eine Beauftragung durch den Bischof. Jede/r, der/die sich berifen fühlt kann mit einer solchen Tätigkeit sofort beginnen. Frauen die Diakonenweihe zu gewähren und sie dann mit diesem Tätigkeitsfeld abzuspeisen…das würde niemand akzeptieren. Für diese Tätigkeiten eine Weihe zu fordern wäre Klerikalismus im Endstadium.

Ich will Ihnen ja nix Böses, aber meinen Sie nicht auch, dass man erstens dies alles nicht aus dem Papstinterview heruaslesen kann und zweitens Sie Ihre Hoffnungen da eher auf eine Illusion setzen?
Montag, 14. August 2006 22:45
Puchil2: Zur Information 4
Welche Ursachen/Gründe führten zum Untergang des weiblichen Diakonats?
Die rasche Ausbreitung des Diakoninnenamtes in der Ostkirche war mit der umfangreichen Missionstätigkeit der Kirche im 3. u. 4. Jh. verbunden. Aufgrund der Entwicklung zur Volkskirche hin und der rückläufigen Zahl der Erwachsenentaufen verloren die Diakoninnen zunehmend ihre Bedeutung als Liturginnen und Katechetinnen, ihre Tätigkeit reduzierte sich auf den karitativen Bereich.
Darüber hinaus darf aber eine weitere wesentliche Ursache für den Untergang des Diakoninnenamtes – die Vorstellung von der sexuellen Unreinheit der Frau – nicht übersehen werden. Die Diakonin wurde also auf das klösterliche Leben zurückgedrängt und auf diese Weise von dem Gemeindedienst ausgeschlossen; dieser Vorgang vollzog sich nicht nur im byzantinischen Raum, sondern auch sonst im Orient wie im Westen und ist auf das Vordringen des Mönchtums mit seinen asketischen und leibfeindlichen Tendenzen zurückzufuhren.
Die Vorstellung von der angeblichen ‘Unreinheit der Frau’ liegt im übrigen auch den Verboten der Diakoninnenweihe in der Westkirche zugrunde.
Montag, 14. August 2006 19:38
aphrodite †: Papstinterview … wer hat da die Fragen ausgewählt???
Also Journalismus kann man dieses Interview nicht nennen, da werden Parteiobleute von ihrer Parteizeitung kritischer befragt. Trotzdem brachte es einiges zu Tage:

daß ich noch einmal die Orte, die Menschen sehen wollte, wo ich groß geworden bin

Kommt er nicht mehr oder ist er krank und sagt es nicht?

Ich habe inzwischen mit fast allen Bischöfen Afrikas und vielen aus Asien sprechen können. Jetzt wird Mitteleuropa, Deutschland, Schweiz dran sein

wem fällt was auf?
Aja, ein paar Minuten später: Zur lateinamerikanischen Bischofskonferenz? Fragt sich, in welcher Funktion er da hinkommt, wenn er schon von Dilemma spricht. Als Aufpasser vermutlich? Dass es kein drittes Medellín oder Puebla gibt? Aber dazu waren die „Journalisten“ wieder zu feig.

von der Muttergottes

Ich bin überzeugt davon, er hat Mutter Gottes gesagt, hat man das bei kreuz.net getippt? Rechtschreibfehler sind OK. Aber penetrante Falschschreibung ist eine Plage!

nicht dazu ermächtigt fühlen

da spricht der Theologe … und trifft den Nagel auf den Kopf.

Dem ist ja fast nichts mehr hinzuzufügen … außer dass man sich manchmal auch besser nicht auf sein Gefühl verlassen sollte!
Montag, 14. August 2006 18:37
Puchil2: Information 3
Westkirche:
Eine so ausgedehnte Verbreitung und ein so relativ fester Bestand des Diakoninnenamtes wie in der Ostkirche sind in der Westkirche nicht bezeugt. Mit Ausnahme einiger byzantinisch beherrschter Gebiete in Gallien und Süditalien gab es im Westen des römischen Reiches an scheinend kaum kirchlich anerkannte Diakoninnen, was vor allem auf sozio-kulturelle Unter schiede zwischen Ost- und Westkirche zurück zuführen ist: Frauen waren im Westen stärker in die Gesellschaft integriert, so dass z.B. die häusliche, von Männern getrennte Unterweisung von Frauen und Kindern hier nicht im gleichen Masse erforderlich war wie in den Kirchen des Ostens.
Bereits im 4.- 6. Jahrhundert verboten mehrere gallikanische Synoden ausdrücklich die Diakonssenordination.
Welche Tätigkeiten/Aufgaben übten die Diakoninnen aus?
• karitative Arbeit: Die Diakonin kümmerte sich um kranke Frauen, war darüber hinaus zuständig für Arme, Kinder und der Pflege Bedürftige;
• missionarische, katechetische, pastorale und erzieherische Arbeit: Hinführung heidnischer Frauen zum Christentum, ihre katechetische Unterweisung vor und nach der Taufe, christliche Bildung der Frauen, Kinder, Jungfrauen und Waisen in den Gemeinden;
• liturgischer Dienst: Taufhelferin bei der Taufe der Frauen, Salbung des Körpers mit Katechumenen- und Chrisamöl (der Taufakt selbst und die Salbung der Stirn waren jedoch den männlichen Klerikern vorbehalten), Austeilung der Kommunion an kranke Frauen.
Montag, 14. August 2006 18:13
Romano: @Puchil2
Welche konkreten Aufgaben/Befugnisse hatten denn nun Diakoninnen in der West-/Ostkirche?
Montag, 14. August 2006 18:02
Puchil2: Weitere Informationen
Wie verlief die weitere Entwicklung des Diakonats der Frau?
In der Ostkirche:
In der Didascalia apostolorum, einer syrischen Gemeindeordnung aus dem 3. Jh., ist das Institut der Diakonin zum ersten Mal zweifelsfrei bezeugt und zeigt bereits deutlichere Konturen. Diakon und Diakonin teilen sich das eine ministerium diaconiae und tragen die gleiche Bezeichnung diaconi. In der Didascalia wird der Diakonin ein eigener Platz innerhalb der kirchlichen Dienste zugewiesen, indem die einzelnen Ämter der Trinität zugeordnet werden: Der Bischof steht an der Stelle Gottes, der Diakon an der Stelle Christi, die Diakonin soll an der Stelle des Heiligen Geistes geehrt werden.
In den Apostolischen Konstitutionen (Kirchenordnung aus dem Ende des 4. Jh.) wird diese trinitarische Typologie übernommen. Die Diakonin, hier diaconissa genannt, hat inzwischen ein klar definiertes Amt, das der Bischof durch Weihegebet und Handauflegung überträgt. Ab dem 4. Jh. häufen sich die Zeugnisse für die Existenz von Diakoninnen: Diakoninnen sind belegt in Antiochien, Jerusalem, Cäsarea (Palästina), Kappadokien und in Konstantinopel.
Das weibliche Diakonatsamt besteht weiter etwa bis zum 11. Jahrhundert (bes. in Byzanz); die Diakoninnen wurden (als Leiterinnen religiöser Frauengemeinschaften) auf das klösterliche Leben zurückgedrängt und zunehmend vom öffentlichen Gemeindedienst ausgeschlossen.
Entwicklung in der Westkirche folgt.
Montag, 14. August 2006 17:55
matt: vielleicht war ich zu streng
ich habe das Interview ja nicht einmal gesehen.

Ich bin allerdings der Überzeugung, dass sich der Papst nicht so auftritt, wie es die Zustände erfordern. Es ist einfach nicht angebracht, dass er sich da hinsetzt und ausfratscherln läßt und charmant aus dem Nähkästchen plaudert, als wäre alles eine „gmade Wiesn“, wie wir in Österreich zu sagen pflegen.

Er kann in diesem Rahmen die dringlichen Anliegen des Christentums sowieso nicht behandeln, dafür ist das Ganze zu seicht und zu öffentlich. Er sitzt da wie im goldenen Käfig. Solange er sich nicht vergogelt und ihm nur seichte Fragen kommen kann er auch brav und charmant daherreden, ist er der liebe Pappi. Das Ganze ist doch heuchlerisch und scheinheilig und er gehorcht diesem Schein und das ist das Schlimme.

Was nutzt ihm sowas? Will er sein öffentliches Ansehn steigern, indem er brave Antworten auf seichte Fragen gibt? Das bringt weder ihm noch der Christenheit was.
Montag, 14. August 2006 17:50
Puchil2: Diakoninnenweihe?
Zur Information:
In der Diskussion über die Erneuerung des weiblichen Diakonats spielt die Frage, ob es sich bei der Weihe der Diakoninnen um eine höhere (sakramentale) Weihe gehandelt hat oder um eine nichtsakramentale Benediktion, eine bedeutende Rolle. Die Gegner einer Wiedereinführung des Diakonats der Frau interpretieren die historischen Quellen so, dass sie sowohl die Sakramentalität der Diakoninnenweihe bestreiten als auch die Gleichrangigkeit der Diakoninnen mit den Diakonen, wobei sie sich auf die Unterschiedlichkeit ihrer Befugnisse und Aufgaben (die Diakonin sei – im Unterschied zum Diakon – z.B. nicht zum Altardienst bestellt worden) stützen.
Bei einer derartigen Bewertung der historischen Quellen wird allerdings außer acht gelassen, dass das Amt der Diakonin infolge der in der frühen und fruhmittelalterlichen Kirche verbreiteten Diskriminierung der Frau um ihres Geschlechtes willen an seiner Entfaltung gehindert wurde.
Zahlreiche Autorinnen und Autoren sehen dagegen in der Diakoninnenweihe eine der Weihe von Diakonen gleichwertige sakramentale Handlung, die auch in formaler Hinsicht Parallelen zu der Weihe der höheren Kleriker aufweist: die Handauflegung durch den Bischof im Altarraum im Beisein der Presbyter, Diakonen und der anderen Diakoninnen sowie das Weihegebet mit Anamnese und vor allem der Epiklese sprechen nach ihrer Meinung klar dafür.
Montag, 14. August 2006 17:34
Bernado: Diakon Paulus
Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen:Röm 16, 1-3: Phöbe wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’ bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht; denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin.

Und welche Gründe sollen das sein? Es ist im Gegenteil völlig klar, daß „Diakonos“ zur Zeit des Apostels noch lange kein spezielles Amt bezeichnet. Das kann man unter anderem daran sehen, daß Paulus sich selbst und seine Gefährten mehrfach (z.B. 2. Korinther 3,6 und 11,23) als „diakonoi“, als Diener der Kirche bezeichnet.

Der Übergang von der allgemeinen Bezeichnung für „Diener“ oder „aktives Gemeindemitglied“ zu einer besonderen Amtsbezeichnung erfolgt erst nach Beginn des zweiten Jahrhunderts.
Montag, 14. August 2006 17:29
Benedikt: @ Puchil2
Ihre Argumentation widerlegt nicht meinen Hinweis, dass es sich um bloße Assistentinnen für weibliche Täuflinge gehandelt hat. Die Quelle beweist jedenfalls nicht, dass es sich um eine Weihe gehandelt hat.

Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt.
Sie war vermutlich auch Vorsteherin einer Hausgemeinde.


Und? Was ist eine Äbtissin?
Montag, 14. August 2006 17:15
Heggi: Puchil2
Ich empfehle dazu den Aufsatz von Manfred Hauke „Die Geschichte der Diakonissen“ in „Diakonat und Diakonissen“, von Leo Card. Scheffczyk (Hrsg.), EOS Verlag 2002.
Montag, 14. August 2006 16:51
Puchil2: An Benedikt
Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen:
Röm 16, 1-3: Phöbe wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht; denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin. Der sich unmittelbar anschließende Genitiv „der Gemeinde“ deutet auf einen ständigen und anerkannten Dienst der Phöbe in der Gemeinde Kenchreä hin. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt.
Sie war vermutlich auch Vorsteherin einer Hausgemeinde.
1Tim 3,11: In dem in 1Tim 3 vorliegenden Ämterspiegel, in dem Grundvoraussetzungen für die wichtigsten kirchlichen Ämter aufgezählt werden, geht es zunächst um die Episkopen, dann um die Diakone, dann um die Frauen, dann wieder um die Diakone (12f). Es heißt dort u.a.: „Nur wenn nichts gegen sie [die Diakone] vorliegt, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrenhaft, nicht verleumderisch, mäßig im Weingenuss und in allem zuverlässig sein.“ Im Anschluss daran spricht der Text wieder von den Diakonen: „Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein.“
Im christlichen Osten hat man die Verse über die Frauen auf die weiblichen Vertreterinnen dieses Amtes bezogen, im Westen vermutete man dahinter die Ehefrauen der Diakone.
Montag, 14. August 2006 16:33
Benedikt: @ Puchil
1. Ja in Abstufungen. Es bleibt aber eins. Man kann nicht bei einer Abstufung aufhören und so eine Weihe zweiter Klasse einführen.
2. Quellen, die eine Diakonatsweihe der Frau iSd Diakonates heute belegen?
Montag, 14. August 2006 16:30
Puchil2: An Benedikt
zu 1) aber in 3 Abstufungen
zu 2) das sehen aber viele gewichtige Theologen anders.
Montag, 14. August 2006 16:28
Beobachterin: Offenbarungseid des Proletariats
amicus_crucis: Also die Art und Weise, wie hier im kreuz-net-Forum dem Heiligen Vater, der zweifellos einer der ganz großen Denker unserer Zeit ist, von Artois und anderen zu Leibe gerückt wird, lässt tief blicken.
Die Redaktion scheint das nicht groß zu belasten.


Mir dreht sich auch der Magen um, wenn ich eine solche Reden über diesen Papst lese.

Aber Sie wissen doch nicht, amicus, ob es die Redaktion belastet oder nicht. Auf jeden Fall scheint hier eine erheblich größere Toleranz zu herrschen als in den Foren, aus denen diejenigen kommen, die hier gegen die katholische Kirche hetzen und jeden Respekt vor einer großen Persönlichkeit vermissen lassen. Man weiß doch immerhin, wes Geistes Kind der ist, der solches schreibt. Ich sehe es so, daß diesen Leuten Gelegenheit geboten wird, sich eine Blöße zu geben.
Montag, 14. August 2006 16:22
Benedikt: @ Puchil2
1. Es gibt nur EIN Weihesakrament.
2. Der frühchristliche Diakonat der Frau war kein Weihesakrament. Es handelte sich um eine Assistenz bei der Taufe (von Frauen).
Montag, 14. August 2006 16:14
Puchil2: An Benedikt
Diakonat und Priestertum der Frauen sind durchaus getrennt zu bewerten, das ist sicher auch für den Papst so. Für das Diakonat der Frauen gibt es – wie sie wissen – eine sehr frühe und alte Tradition in der Kirche, für das Priestertum ist das nicht der Fall.
Montag, 14. August 2006 15:59
rhi: Warum können Engel fliegen?
Ganz klar: Weil sie keine körperliche Manifestation besitzen und stofflose Seelen sind. Genau wie Dämonen, die gefallenen Engel. Wenn man Engel oder Dämonen fliegen sieht, so handelt es sich bloß um Blendwerk, d.h. der Betrachtende vermeint einen Engel zu sehen und ruft dabei unbewusst die Vorstellung eines Engels aus der Erinnerung ab; es handelt sich sozusagen um Einbildung, die durch die von den Engeln und Himmelskörpern bewirkten Bewegung der Körpersäfte und unter Verwendung von natürlichen Kräften erzeugt wird. Logisch, oder?
Montag, 14. August 2006 15:52
Benedikt: @ Puchil2
Sind das nun wieder die üblichen Wortklaubereien? Die Meinung des Papstes dürfte ja nun sattsam bekannt sein.

Benedikt hat im Interview das Diakonat für die Frauen nicht ausgeschlossen.

Das geht mit der Unmöglichkeit der Priesterweihe einher. Zumindest nach Meinung des Papstes.

Lesen Sie lieber nochmal diesen Satz:

Aber man dürfe nicht meinen, in der Kirche gelte nur der etwas, der ein Priester ist.

Das scheinen Sie anders zu sehen. Klerikalismus in Reinform, wie ich bereits schon einmal anmerkte.
Montag, 14. August 2006 14:52
Puchil2: Frauen in der Kirche
Folgendes ist für mich auffällig:
1. Benedikt hat im Interview das Diakonat für die Frauen nicht ausgeschlossen.
2. Die Ablehnung des Priestertums für die Frau erfolgt zwar unter dem Hinweis auf den Glauben und auf die Konstitution des Apostelkollegiums, aber sonst nur mit dem „Gefühl“, keine Vollmacht dazu zu haben.
3. Der letzte Satz zu diesem Thema klingt wie eine Ermutiung der Frauen, in dieser Frage nicht locker zu lassen: „Aber ich glaube, die Frauen selber werden mit ihrem Schwung und ihrer Kraft, mit ihrem Übergewicht sozusagen, mit ihrer „geistlichen Potenz“ sich ihren Platz zu verschaffen wissen. Und wir sollten versuchen, auf Gott zu hören, dass wir den auch nicht behindern, sondern uns freuen, dass das Weibliche in der Kirche, wie es sich gehört – von der Muttergottes und von Maria Magdalena an – seine kraftvolle Stelle erhält“
Montag, 14. August 2006 14:25
Aloah: @Artois: @heiliger Papa
>>Benedikt hat in seinem Interview nur eines deutlich gemacht, daß er ein völlig pflichtvergessener, selbstverliebter Pfaffe ist.
@Toby: Wenn Sie Benedikt Gesäusele für „intellektuell brillant“ halten, tun Sie mir, intellektuell zumindest, leid …<<

Ganz „dicht“ bist nicht mehr, oder?
Montag, 14. August 2006 14:16
amicus_crucis: Offenbarungseid
Also die Art und Weise, wie hier im kreuz-net-Forum dem Heiligen Vater, der zweifellos einer der ganz großen Denker unserer Zeit ist, von Artois und anderen zu Leibe gerückt wird, lässt tief blicken. So sieht also wahre Geistesgröße aus, Artois? Ich vergehe vor Bewunderung.
Die Redaktion scheint das nicht groß zu belasten. Ich für meinen Teil habe jedenfalls endgültig genug davon und werde mir das fortan nicht mehr antun. Selten ist mir ein so hasserfülltes Forum begegnet. Widerlich.
Montag, 14. August 2006 14:02
DB1975: Das Interview hatte aus meiner Sicht …
… Stärken und Schwächen.

Gut fand ich, dass der Papst auf seinem Weg weitergegangen ist, die Lehre der Kirche darzustellen anstatt nur auf das Gegenteil davon einzudreschen. Es gibt auch eine Art „negative Besessenheit“ vom Bösen in dem Sinne, dass man ständig und überall nur die Sünde vermutet, sie verurteilt und so doch zu ihrem Opfer wird, zumal man nicht selten, wenn man so vorgeht, „den Sünder mit der Sünde“ ausschüttet. Bemerkenswert war auch, dass Joseph Ratzinger auch als fast 80jähriger nichts von seiner Brillanz verloren hat.

Negativ war vielleicht, dass er etwas zu schnell gesprochen hat, zu wenig in die Kamera gesehen hat und sich ein-, zwei Mal versprochen hat, zum Beispiel beim Thema Selige / Heilige. Am wenigsten gelungen war sicher die Antwort auf die Frage nach „AIDS in Afrika“, wo ihm zudem der Fehler unterlaufen ist, davon zu sprechen, in katholischen Krankenhäusern werde AIDS „geheilt“.

Mein Fazit :

1. B16 ist der Größte !!! (war mir aber schon vorher klar …)
2. Er hat sich im Interview gut geschlagen.
3. Man sollte das Ganze trotzdem nicht mit Regelmäßigkeit wiederholen, weil sonst die Gefahr besteht, dass man dem Amt ein wenig die Aura nimmt und sich zu sehr in Tagesfragen hineinbegibt.
Montag, 14. August 2006 12:51
Romulus: Unnötig und überflüssig
Das Interview war so unnötig wie Kropf. Was war das überhaupt? Aus der Sicht eines Interviews war es verfehlt, da keine Nachfragen erlaubt waren, was einen roten Faden vermissen ließ. Was sollte der Papst denn groß neues verkünden? Ein Papst hat andere Mittel und Wege Glaubensrelevantes kundzutun. So blieb es beim netten Sonntagabendplausch, freundliches und nettes Undersatement eben. Von großer intellektueller Brillianz habe ich nichts bemerkt. Ich war enttäuscht. Das war nichts. Spart Euch diesen medialen Unfug.
Montag, 14. August 2006 12:19
Artois †: @heiliger Papa
Benedikt hat in seinem Interview nur eines deutlich gemacht, daß er ein völlig pflichtvergessener, selbstverliebter Pfaffe ist.
@Toby: Wenn Sie Benedikt Gesäusele für „intellektuell brillant“ halten, tun Sie mir, intellektuell zumindest, leid …
Montag, 14. August 2006 12:11
Abu: @ Beobachterin:

@ Barmherzigkeit:
Sie täuschen sich. Jesus war keine solche Weichpappe wie Sie. Lesen Sie die ganze Bibel und nicht nur Wellness-Auszüge.
@ VirOblationis:
Ich teile Ihre Kritik an 90 % der Politiker der C-Parteien. Ich teile Ihre Kritik an der verrotteten Gesellschaft. Ich teile ihren streng katholischen und streng moralischen Standpunkt. Ich teile nicht Ihre – und schon gar nicht @ matts – Kritik am Heiligen Vater.
Ich meine, man muß schon über Strategiefragen nachdenken. „Klug wie die Schlangen“ (Mt 10,16) zu sein darf man nicht den anderen, dem Satan und seinem Gefolge überlassen. In der Öffentlichkeit gibt es einen Stimmungswandel. Das ist noch keine Bekehrung. Und eine Bekehrung ist noch keine Läuterung. Alles hübsch nacheinander. Da geh nichts von heute auf morgen, nichts mit dem Brecheisen. So sehr die Not drängt. Aber das wäre kontraproduktiv.
Wir leben nicht mehr in einem gottgläubigen Umfeld wie Jesus oder wie die Kirche des Mittelalters, sondern in einem gottlosen. Pius XII. konnte auch nicht jeden Tag die Nazis in Grund und Boden verdammen, sonst wäre die Kirche in Deutschland eliminiert worden. Heute würde sie marginalisiert werden. Wir haben nicht mehr viel (an katholischer Prägung der Kultur), aber wir haben viel zu verlieren. Es wird schlimmer werden, und die Behinderten und die Armen und die Alten und die Embryos und die Ausländer werden froh sein, wenn es noch Menschen gibt, vor denen sie sich nicht fürchten müssen oder wenigstens nur ein bißchen …
Montag, 14. August 2006 11:57
Toby: Papst Benedikt
zeigte sich in gewohnt intellektuell brillanter Manier, während die vier Journalisten dagegen intellektuell ziemlich alt aussahen. Manche Fragen, mehr noch, die Art und auch der Tonfall, wie sie formuliert wurden, erschienen mir bisweilen geradezu peinlich bis dümmlich dreist. Ein roter Faden war auch nicht zu erkennen. Es fragt sich, ob man sich solche Interviews nicht besser sparen sollte.
Montag, 14. August 2006 11:28
matt: ein Weltenpapst
er führt nichtssagende Reden vor aller Welt, wie ein Politiker, ein Moderator von Unwahrheiten, kein Vertreter der Wahrheit. Dann erwähnt er vielleicht Christus einmal beiläufig in political correcter Weise, sodass es ja keinen Anstoß und kein Aufhebens gibt. Ich habe mir das garnicht anschaun mögen. Was soll das auch sein.

„Werft eure Perlen nicht vor die Säue heisst es ja“

wenn man keine Perlen mehr zum schmeissen hat, dann stören einen auch die Säue nicht mehr. So kommt mir das vor.
Montag, 14. August 2006 11:00
Abu, ich stimme Ihren vorausgehenden Beiträgen zu. Das ist alles sehr schön und richtig gesagt.
Montag, 14. August 2006 10:43
ein AMEN!

So, geneigte Leser, sehen „Christen“ des 21. Jahrhunderts aus! Vergleichen Sie Jesu Botschaft mit deren Tun und machen Sie sich selber ein Bild. Aber, fürchtet Euch nicht, so ist nur ein kleines armes Häufchen. Bevorzugter Sammelpunkt: kreuz-net.
Montag, 14. August 2006 10:40
virOblationis: schöne Worte
Wenn es keine klare Weisung aus Rom gibt, sondern nur über so schöne Themen wie Deus Caritas est und UN-Völkerfrieden geredet wird, wenn nicht ebenso in Erinnerung gerufen wird, daß das Wort Gottes schärfer ist als jedes Schwert (Hebr. 4, 12), dann darf man sich auch nicht wundern, wenn Politiker, die sich christlich nennen, in der Meinung, sie wären doch auch für Liebe und Frieden, im übrigen von der kath. Lehre abirren (vgl. den Bericht aus Köln vor wenigen Tagen). Schon im Neuen Testament sah man die Notwendigkeit „Anathema sit“ zu verkünden (Gal. 1, 9). Wir stehen hier, von allen Seiten umgeben durch ein neues Heidentum und einen entchristlichten Staat, da hilft uns noch so positiv Formuliertes kaum, um in dieser Situation geistlich zu überleben.
Montag, 14. August 2006 10:33
Abu: @ Barmherzigkeit: Gehen Sie in Kevelaer zum Beichten
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz schal wird, womit kann man dann salzen? Es taugt zu nichts mehr. Man wirft es aus dem Hause und läßt es von den Leuten zertreten.
Lk 5,13

Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist; wärest du doch kalt oder warm! So aber, da du lau bist, und weder kalt noch warm, werde Ich dich ausspeien aus Meinem Munde.
Offb 3,15-16

Berichten Sie dem Beichtvater von Ihrem heldenhaften Kampf für das homosexuelle Treiben!
Montag, 14. August 2006 10:17
das Abschreiben von Wortfloskeln hebt nicht den Intellekt. Abu’s braune Suppe war auch schon mal würziger.
Sobald ich in Kevelaer bin (und da bin ich häufiger) werde ich für Euch mal ein Kerzchen anzünden.
Consolatrix Afflictorum, ora pro nobis!
Montag, 14. August 2006 10:03
Aloah: Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE!
>>Aloah, sind Sie peinlich. Besteht da etwa eine Verwandtschaft mit dem allseits geschätzen Rudi?<<

Nö.
Deine kategoriale Zuordnung engt das Ursache-Wirkungsgeflecht unseres Handlungsspielraum ein!

Somit ist auch die Frage nach „Rudi (?)“ ein Schuss in den Ofen.

Noch mal für dich:
„Achso HIEBE anstatt … gib’s „hier:
Montag, 14. August 2006 09:53
Abu: @ barmherzigkeit
Das war klar, daß jetzt einer kommt und sich doof stellt …

Ganz einfach: Dies hier ist nicht die Cathedra Petri, dies ist ein Sandkasten katholischer Reaktionäre. In diesen Sandkasten pinkeln penetrant irgendwelche schwulen Rotzlöffel, also setzt es Schläge. Klar kann man das auch sein lassen, aber dann würde ich halt sagen: Pinkelt in Euren eignen Sandkasten, dann gibt’s auch keins auf die Nase.

Und wenn Sie schon in die Schule gehen, dann dürfen Sie das mit dem Sandkasten auch hochrechnen auf die Ebene der Redaktion: Wenn die homosexuellen Sünder das täten, was Sünder in der Regel so tun, nämlich in ihren Betten sündigen, sich ein bißerl schämen und a Ruah geben, dann gäb’s hier garnix zu berichten. Aber die schwulen Buben meinen halt, sie müssen ein mords Tamtam um ihre Verirrungen machen, und keiner darf’s Maul aufmachen gegen ihre Schweinereien –- und weil das alles so ist, wird hier nach Leibeskräften dagegen angestänkert.

Wir sind halt nicht der Papst. Und im Gegensatz zu den linken und rosa Deppen halten wir uns auch nicht dafür.
Montag, 14. August 2006 09:48
Aloah, sind Sie peinlich. Besteht da etwa eine Verwandtschaft mit dem allseits geschätzen Rudi?
Montag, 14. August 2006 09:38
Aloah: Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE!
>>ich mich, lieber Abu und Consorten, warum Sie hier täglich so ein Geschrei um so eine kleine Minderheit machen. Nehmen Sie sich den Papst zu Herzen und schweigen Sie.<<

Weil diese „kleine Minderheit“ so einen bestialischen schwulen „Gestank“ verbreitet den niemand hier möchte und dass hier nur eine gründlich Reinigung vonnöten ist.

Achso HIEBE anstatt … gib’s hier:
Montag, 14. August 2006 09:12
ich mich, lieber Abu und Consorten, warum Sie hier täglich so ein Geschrei um so eine kleine Minderheit machen. Nehmen Sie sich den Papst zu Herzen und schweigen Sie.
Aber wir sind ja gewohnt, dass Sie sich ganz ungeniert Ihre eigenen Wahrheiten zurechtzimmern.
Montag, 14. August 2006 09:00
Abu: Den Enttäuschten beider Seiten
Warum spricht der Papst nicht über Homosexuelle?

1. Homosexuelle machen 2 Prozenterl der Gesamtbevölkerung aus, eine verschwindende Minderheit mit einer psychosexuellen Störung. Warum sollte sie der Heilige Vater aufwerten? Die paar Kranken blähen sich genug auf.

2. Dieser Mann hat oft genug zu verstehen gegeben, was von sogenannten Homo-Ehen zu halten ist. Jeder weiß, daß er keinen Millimeter weicht. Wer Ohren hat zu hören, der höre.

3. Was würde passieren, wenn der Papst sich dazu äußert? Es gäbe eine Aufregung: Die einen schrieen Hurra, die anderen Bäh. Das übliche Theater.

Aber eines würde man ihm mit Sicherheit hinreiben: Warum er denn gegen die paar Homosexuellen anrede, ob es denn nichts wichtigeres gäbe, ob das nicht mal wieder eine typisch katholische Fixiertheit auf sexuelle Sünden sei, daß er doch so nett begonnen habe mit seiner Liebes-Enzyklika usw. Das wären die Worte der austauschbaren Quatschköpfe und Bedenkenträger, sprich: Ihnen oder Ihrer Freunde, Barmherzigkeit.

Als Papst Johannes Paul II. Polen besuchte, lauschte ich begierig auf die ersten Worte des Heiligen Vaters inmitten des kommunistischen Wahnsinns. Und war enttäuscht: kein Wort gegen diese Ideologen und Unterdrücker, nur milde Worte und schöne Dinge: Friede, Liebe usw. Später wurde klar, daß diese erste Polen-Reise der Anfang vom Ende des Ostblocks war. Werter VirOblationis, es bedürfte anderer Zeiten und Mittel, daß harte Worte vom Heiligen Stuhl der Anfang vom Ende des Homo-Unwesens wären
Montag, 14. August 2006 09:00
Barmherzigkeit †: Liebe/lieber Aloah
ich passe mich in meinem Vokabular nur den hiesen Verhältnissen an. Da schien mir Kanonenfutter passend zu sein.
Montag, 14. August 2006 08:47
Aloah: Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE!
>>dass der Papst keine Brandrede gegen die hier so verhassten Homo’s gehalten hat. Er hat sie nicht mal erwähnt. Zu dumm aber auch. Kein neues Kanonenfutter für die hiesige Wider-die-Unzucht-Lobby.<<

Das ist auch überhaupt nicht nötig.

„Kanonenfutter“ was für ein Kriegs-Begriff.

Achso HIEBE anstatt… gib’s hier:
Montag, 14. August 2006 08:45
duc in altum: Es stimmt schon, …
es ist besser zu sagen, was man will, als sich nur darauf zu besinnen, was man nicht will. Wenn man weiss was man will, dann kommt die Erkenntnis darüber, was man nicht will von ganz alleine. Ich finde diese Art und Weise von Papst Benedikt XVI. mit den heissen Eisen (Abtreibung, Verkütung, Homosexualität) umzugehen, ganz bemerkenswert. Wer beispielsweise für das Leben ist und den menschgewordenen Gott anbetet, der kann überhaupt nicht für Abtreibung und Mord sein. Das geht gar nicht!

Auch die Aussagen zum (Frauen-)Priestertum fand ich interessant: „Es gilt in der Kirche nicht nur etwas, der Priester ist …“
Genau, wir alle sind ein auserwähltes Geschlecht, ein heiliges Volk, ein königliches Priestertum. Darüberhinaus muss man nicht das Mittelalter bemühen, um aufzuzeigen, wie wichtig Frauen in und für die Kirche sind, denn meistens sind es ja die Mütter, die ihre Kinder an die Kirche führen. Das ist eine unschätzbar wichtige Aufgabe. Waren es doch Frauen, die mich zur Kirche geführt haben: meine Mutter und meine Religionslehrerin. Dagegen waren es ausschliesslich Männer (Priester), die mich beinahe wieder aus ihr heraus geekelt haben …
Montag, 14. August 2006 08:20
Barmherzigkeit †: Schade nicht wahr,
dass der Papst keine Brandrede gegen die hier so verhassten Homo’s gehalten hat. Er hat sie nicht mal erwähnt. Zu dumm aber auch. Kein neues Kanonenfutter für die hiesige Wider-die-Unzucht-Lobby.

Aber was soll’s. Über die Pius-Brüder hat er auch nichts gesagt. Er wurde nicht mal danach gefragt. Also kann die Sache kirchenpolitisch nicht so bedeutsam sein, wie sie hier laufend hochgespielt wird.
Montag, 14. August 2006 08:05
virOblationis: immer noch dasselbe
Zitat:
„Benedikt XVI. erklärte im Interview auch, warum er beim Familienkongreß in der ostspanischen Stadt Valencia nie von der Kinderabtreibung, der Kinderverhütung und der staatlichen Anerkennung von Homo-Konkubinaten gesprochen habe.
Er habe zwei mal zwanzig Minuten gesprochen: „Wenn man nur so viel Zeit zur Verfügung hat, kann man nicht gleich mit dem Neinsagen daherkommen.“

Immer noch dasselbe, was mit Joh. XXIII. begonnen hat: Man wolle nicht mehr verurteilen etc. – Den dem Glauben treu gebliebenen Katholiken steht in der Gesellschaft inzwischen das Wasser bis zum Hals. Welch eine große
Hilfe wäre klare Worte aus Rom, die wieder deutlich machen, wo die Grenze zwischen Sünde und Gerechtigkeit verläuft.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2009 kreuz.net