Benedikt XVI. gab am vorletzten Samstag abend mehreren deutschen Fernsehsendern ein Interview. Das halbstündige Gespräch wurde gestern abend ausgestrahlt.
(kreuz.net) Im Gespräch erklärte der Heilige Vater den Grund seines Bayern-Besuches im September.
Er
wollte die Orte, die ihn geprägt und sein Leben geformt hätten, besuchen und den Menschen, unter denen
er aufgewachsen sei, danken.
Gleichzeitig wolle er gemäß seinem Auftrag eine Botschaft ausrichten,
die über das eigene Land hinausgehe.
Das Grundthema sei, daß wir Gott wiederentdecken müssen – nicht
irgendeinen Gott, sondern den Gott mit einem menschlichen Antlitz: Jesus Christus.
Im Westen erlebe man
heute eine neue Welle der Aufklärung, einen Laizismus drastischer Art. Der Glaube sei schwierig geworden,
weil die Welt ganz von uns selber gemacht sei und Gott in ihr nicht mehr direkt vorkomme.
Dennoch sehe
man an der Jugend, daß es ein Suchen nach etwas mehr gebe und das Phänomen Religion wiederkehre.
Zum
Krieg im Nahen Osten erklärte der Papst, daß die Kirche keine politischen Möglichkeiten habe und auch
keine politische Macht wolle. Er appellierte an die Christen, jene Kräfte zu mobilisieren, die erkennen,
daß der Krieg für alle die schlechteste Lösung ist.
Zur Kollegialität der Bischöfe sagte der Heilige
Vater, daß der Papst kein absoluter Monarch sei.
Es brauche aber eine vereinigende Instanz, die auch
Unabhängigkeit von den politischen Kräften verschaffe. Sie diene im Zusammenspiel des Ganzen der Einheit,
nehme die Vielheit auf und fördere sie.
Benedikt XVI. erklärte im Interview auch, warum er beim Familienkongreß
in der ostspanischen Stadt Valencia nie von der Kinderabtreibung, der Kinderverhütung und der staatlichen
Anerkennung von Homo-Konkubinaten gesprochen habe.
Er habe zwei mal zwanzig Minuten gesprochen: „Wenn
man nur so viel Zeit zur Verfügung hat, kann man nicht gleich mit dem Neinsagen daherkommen.“
Der Katholizismus
sei nicht eine Ansammlung von Verboten, sondern eine – fast ganz aus dem Blickfeld verschwundene – positive
Option.
Zur Rolle der Frauen erklärte der Papst, daß sich die Kirche durch den Glauben und die Konstitution
des Apostelkollegiums nicht ermächtigt fühle, Frauen die Priesterweihe zu erteilen.
Aber man dürfe
nicht meinen, in der Kirche gelte nur der etwas, der ein Priester ist.
Es gebe ganz viele Aufträge und
Funktionen in der Kirchengeschichte: „Ich glaube, die Frauen werden mit ihrem Schwung und ihrer Kraft,
mit ihrem Übergewicht sozusagen, mit ihrer geistlichen Potenz sich selber ihren Platz zu verschaffen
wissen.“
Über die deutsche Mentalität beim Weltjugendtag oder bei der Fußballweltmeisterschaft sagte
der Heilige Vater, daß er es schön finde, wenn auch unvermutete Seiten des deutschen Charakters zum
Vorschein kommen:
„Die Deutschen sind nicht bloß reserviert und pünktlich und diszipliniert, sie sind
auch spontan, fröhlich, gastfreundlich.“ Das sei etwas sehr Schönes.
Er selber sei kein Mensch, dem
dauernd viele Witze einfielen: „Aber auch das Lustige im Leben zu sehen, und die fröhliche Seite daran
und alles nicht ganz so tragisch zu nehmen, das ist mir schon sehr wichtig.“ In seinem Amt sei das auch
notwendig.
Irgendein Schriftsteller habe gesagt, die Engel könnten fliegen, weil sie sich leicht nehmen.
„Wir könnten auch ein bißchen mehr fliegen, sozusagen, wenn wir uns nicht ganz so schwergewichtig nehmen
würden.“
Benedikt XVI. äußerte sich auch kritisch zu den vielen Selig- und Heiligsprechungen seines
Vorgängers Johannes Paul II.: „Ich hatte ja anfangs auch ein bißchen die Meinung, daß uns die große
Menge der Seligsprechungen fast erdrückt und daß man vielleicht mehr auswählen sollte – Gestalten,
die dann deutlich ins Bewußtsein treten.“
Der Heilige Vater erklärte ferner, daß er sich nicht so
stark fühle, um noch viele große Reisen zu unternehmen.
Nächstes Jahr werde er an dem Treffen der
Vereinigung der lateinamerikanischen Bischofskonferenzen in Brasilien teilnehmen. Dann möchte er ins
Heilige Land pilgern und es hoffentlich in Frieden betreten können: „Im übrigen wird man sehen, was
die Vorsehung an mich heranträgt.“
Eine Reise in den österreichischen Marienwallfahrtsort Mariazell
habe er „ein bißchen leichtsinnig“ versprochen.
Es habe ihm dort so gut gefallen dort, daß er gesagt
habe: „Ja, zur Magna Mater Austriae komme ich wieder.“ Das sei natürlich sofort eine Zusage gewesen,
die er auch einhalten werde und gerne einhalte.
Zu seiner eigenen Person erklärte der Heilige Vater,
daß er schon mehrmals zerteilt worden sei: in den frühen Professor und den mittleren Professor – in
den frühen Kardinal und in den späten. Mit seiner Wahl zum Papst komme noch eine Teilung dazu.
Sein
Grundnaturell und auch seine Grundvision seien gewachsen – „aber in allen wesentlichen Dingen doch identisch
geblieben“.
Er freue sich, wenn seit der Papstwahl auch Seiten gesehen würden, die vorher nicht so wahrgenommen
worden seien.
Sein Amt sei mühsam: „Aber ich versuche jedenfalls, Freude daran zu finden.“
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@ Artois Da Pater Michael Weigl nicht zu den bekannten Theologen deutscher Zunge gehört, werden Sie mir
erlauben, Sie um einen Hinweis zu bitten, welche Texte Sie von ihm empfehlen können und wo diese zu finden
sind. Ich werde sie gerne lesen, neugierig darauf, ob ich Ihr Urteil nachvollziehen kann, er sei besser
als Ratzinger.
Fragestellungen Die Frage „Warum können Engel fliegen?“ sollte ersetzt werden durch „Können Engel fliegen?“,
oder noch besser durch: „Gibt es Engel?“… Alternativ und ultimativ wäre dann auch noch „Gibt es Engel,
und wenn ja, können sie fliegen – und falls sie es können, wie?“ eine gute Empfehlung.
Ja, warum denn nun? Die Frage, warum Engel fliegen können, hat sich mir bislang noch nicht gestellt.
Aber ich muss sagen: Hut ab!! All diese wundersamen Erklärungen und Wortmeldungen haben mir die Wichtigkeit
dieser Frage doch etwas näher gebracht.
@a_b_u Kuhn und Hildebrandt kenne ich nun leider nicht. Spaemann schätze ich sehr, finde ihn aber ein
wenig zu zaghaft. Oder irre ich mich? Außerdem stört mich, daß er immer in dem J…blatt FAZ schrieb.
Wenn die ihn akzeptieren, muß etwas faul sein. Barmherzigkeit Mit Ratzinger ist allerdings ein rechter
Bock zum Hirten gemacht worden. Man möchte meinen der Herrgott habe zugelassen, daß der Wolf ungezäumt
auf die Herde losgelassen werde.
Artois, der in seiner geistigen Enge wahrscheinlich nicht mal einem Messdiener das Wasser reichen kann,
kritisiert Ratzinger. Nett! Machen wir die Böcke zu Gärtnern.
@ Artois Danke, Weigel kannte ich noch nicht, Kuehnelt gehört zu meinen Lieblingsautoren. Aber ich hätte
jetzt doch vermutet, daß Robert Spaemann genannt wird, Helmut Kuhn oder Dietrich von Hildebrand …?
An ausgesprochenen Theologen, die mehr als mäßig sind, sind war dann doch nicht sehr reich gesegnet.
Siri?
#62 Artois † 16:45:29 | Donnerstag, 17. August 2006
@a_b_u Als Staatsdenker und Philosophen nenne ich ohne zu zögern Erik von Kuehnelt-Leddihn, der allerdings
zu höflich war, um V2 und seine Päpste zu kritisieren, was angesichts seiner Position als freier Vortragsreisender
und Privatgelehrter nun wirklich verständlich war. Als Theologen möchte ich Pater Michael Weigl nennen,
der in einzigartiger Weise das Traditionsprinzip auf die gegenwärtige Kirchenkrise angewendet hat und
mehr als viele andere zur Durchdringung des vatikanischen „Rauchs“ beigetragen hat. Ich habe über seine
Auseinandesetzung mit (dem Modernisten) Dozent Romig hier mal eine Leserzeitung veröffentlicht. Auf diesem
Wege einen herzlichen Gruß an alle Priester und Lehrer der FSSPX!
Werter Artois, verzeihen Sie mir bitte die abermalige Inanspruchname Ihrer geschätzten Zeit, aber ich
würde zu gerne wissen, welche Zeitgenossen es philosophisch-theologisch(-stilistisch) mit Joseph Ratzinger
alias Benedikt XVI. aufnehmen könnten. Da selbiger nur mäßig potent ist, was seine Intellektualität
betrifft, dürfte es eigentlich nicht so schwer sein, ihn zu übertreffen. Oder sind wir so arm? Meine
Bitte präzisierend: Bitte nennen Sie mir zeitgenössische theologisch-philosophische Autoren mit „nicht-mäßiger“,
also übermäßiger intellektueller Potenz.
#60 Artois † 11:47:48 | Donnerstag, 17. August 2006
@abu____ Nun ja, ein gewissenes Niveau müssen auch zeitgenössische Theologen repräsentieren, besonders
wenn sie sich als „Mozart“ der Theologen feiern lassen [von einem ausgemachten Schurken]. Ein Theologe
muß auch einem Wahrheitsanspruch gerecht werden, bei den Gestaltern und Anhängern der V2-Versammlung
werden Sie also nota bene keinen finden.
@ Artois: Danke, aber: So hab ich’s natürlich nicht gemeint: Der bessere Mann, der müßte zumindest
in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts im deutsch-sprachigen Raum gewirkt haben. Sonst könnten wir gleich
bei den Kirchenvätern beginnen und jeden zeitgenössischen Denker ausstechen.
An DB1975 Am wenigsten gelungen war sicher die Antwort auf die Frage nach „AIDS in Afrika“, wo ihm zudem
der Fehler unterlaufen ist, davon zu sprechen, in katholischen Krankenhäusern werde AIDS „geheilt“. Es
ist schon interessant, daß in katholischen Krankenhäusern AIDS geheilt wird. Dort werden offensichtlich
die verschnupften Neger nicht mit Kampfstoffderivaten behandelt. Aber das darf man ja nicht sagen. Niemand
darf behaupten, AIDS dürfte geheilt werden. AIDS ist eine nützliche Lüge, um die Bevölkerungsexplosion
unter den Negern einzudämmen oder was meinst du? DB, du solltest mit deinen 31 Jahren langsam mal anfangen
nachzudenken.
#56 stat crux 15:44:15 | Mittwoch, 16. August 2006
P.S.: Falls aber die kreuz.ritter auf eine „Freigabe“ der Alten Messe per TV-Interview setzten: War wohl
nichts. Im übrigen hat kein Priester das Recht, die Messe zu feiern, wie er will. Er muss zelebrieren,
wie sein Bischof es will.
#55 Dr. Otterbeck 12:10:59 | Mittwoch, 16. August 2006
Der Papst lässt Engel steigen, nicht Drachen. Und ist sicherlich lange noch nicht mit seinem „Latein“
am Ende. Die Interview-Antworten kamen etwas hektisch, gepresst „rüber“. Vielleicht ist das Live-Interview
doch dem päpstlichen Amt weniger angemessen. Inhaltlich war die Spannweite der Antworten ausnahmslos
überzeugend. Aufgefallen ist mir die bewusste Freigabe freimütigen Austauschs bei Ad-limina-Besuchen,
Synoden und (aufgewertet) im Konsistorium. Ich vermute, dass jährliche Konsistorien im „Plan“ sind, aber
nur alle 3-5 Jahre eine Bischofssynode. Letztere ist wohl kaum als Organ der Mitregierung, sondern nur
für die offene Meinungsbildung von Rang. Da sich das Diakonat an der Grenze vom ministerium zum Priestertum
bewegt, wird man wohl keine weihegebundenen Ämter für Frauen einrichten, sondern Beauftragungenen. Wahrscheinlich
geht es in die Richtung.
@ Artois Sie schreiben über Papst Benedikt XVI. Seine intellektuelle Potenz ist mäßig, Ich bin zwar
ganz anderer Meinung als Sie, lasse mich aber gern eines besseren belehren. Bitte nennen Sie mir theologisch-philosophische
Autoren mit „nicht-mäßiger“, also übermäßiger intellektueller Potenz.
#53 Puchil2 † 09:40:36 | Mittwoch, 16. August 2006
Noch einmal Frauendiakonat „Frau – Partnerin in der Kirche“: 1986 von der Österreichischen Bischofskonferenz
offiziell genehmigt. Darin heißt es unter anderem: „Kaum ein theologischer Zweifel besteht darin, dass
Frauen zum Amt des Diakonats zugelassen werden können. Die deutschsprachigen Synoden haben sich daher
mit großen Mehrheiten dafür ausgesprochen, dass in unseren Ländern Frauen wieder zum Diakonat zugelassen
werden, wie dies in Teilen der alten Kirche Jahrhunderte hindurch selbstverständlich war.“
@ R. Keller mein Lieber, das geht doch klar. Jeder nach seiner Facon. Ginge es den Menschen in der Tat
darum, den Herrn in die Mitte ihres Lebens zu stellen, wäre jede Bemühung um Ökumene redundant. Aber
das Ego!…womit wir wieder beim Hl. Vater wären.
@ Alexandra Zayadeh: + Für mich keine Zweifel. – Weder daran, daß Sie an ihn und seine Intelligenz glauben,
– noch daran, daß er intelligent ist … + Im Übrigen verweise ich auf meine bisherigen Statements,
in denen ich ihm bestimmt nichts schlechtes nachgesagt habe – oder? + Joseph Alois Ratzinger ist ein Mensch,
der von Menschen auf seinen Posten gewählt wurde. Deswegen ist er jetzt eine „Große Persönlichkeit“ –
aber noch lange kein Übermensch. + Sein Job ist es nun, der „Heilige Vater“ zu sein. Für die römisch-katholische
Kirche. Nicht für mich. Und so pragmatisch wie es ist, gehe ich auch damit um. Mit Respekt. – Das reicht
für mich. – Bin Protestant. +
@ R. Keller Der Heilige Vater gilt als hochintelligent. Nach meinem Dafürhalten haftet ihm dieser Ruf
an, aufgrund seines Menschenbildes, das ich unumschränkt teile.
@ Artois Für die (Schlecht-) Sehende u. ihre GlaubensgenossInnen ist der Papst (hier Ratzinger) eine
große Persönlichkeit. Bzw., er hat es zu sein (trotz viell. differenzierter, eigener Meinungen einzelner
Katholen). Das ist nun mal so bei denen. Ich wäre der Letzte, der den katholischen Glaubensanhängern
dies in Abrede stellen wollen würde. Es gehört nun mal zu ihrem Glauben und zum Verständnis dieser
Religion. Man kann freilich einen Papst oder einen Herrn Ratzinger selbst kritisieren, nichts desto trotz
bleibt er das Oberhaupt der röm.-kath. Kirche u. ist in Personalunion als Staatschef des Vatikans nun
mal eine „große Persönlichkeit“ … … für die r.-k. Christen und die Einwohner des Vatikan. Und –
es gehört wohl auch dazu, daß die r.-k. Christen alle ihre Heiligkeiten als große Persönlichkeiten
an-sehen. Fürderhin fällt es ihnen natürlich schwer, diese zu kritisieren oder Kritik seitens Dritter
zu tolerieren. Was ich zu diesem Thema (Papst) sonst noch meine, steht weiter unten … +
@Beobachterin B16 ist keine große Persönlichkeit. Er ist überhaupt keine Persönlichkeit, sondern ein
pflichtvergessener Bischof, der seit 40 Jahren taten- und gefühllos die Katastrophe der Kirche beobachtet,
die er selbst (mit-)gestaltet hat. Seine intellektuelle Potenz ist mäßig, ein typischer belesener Schöngeist,
der ständig „schöne“ Gedanken und „Bücher“ absondert, weil er zu feige ist, sich der häßlichen Wirklichkeit
zu stellen. Eine Art Kurt Georg Kiesinger der modernen Kirchengeschichte. Gottlob wird schon in Kürze
mit den Folgen seines erbärmlichen Tuns aufgeräumt werden. Wie er sich einst vor dem Herrgott verantworten
will, ist mir schleierhaft.
… diplomatisch. . >> … erklärte der Papst, daß die Kirche keine politischen Möglichkeiten habe
und auch keine politische Macht wolle. << Geschickter hätte es ein Diplomat auch nicht ausdrücken können.
Weil es so ist. Und er (B16) weiß das auch. Schließlich ist Ratzinger ja nicht gerade dumm. Den Katholiken
ist er (der Papst) das Oberhaupt. In der Welt kann er aber nur ein Diplomat sein. Sozusagen ein Vermittler
zwischen den Katholiken und der Welt. Nicht mehr und nicht weniger. Für mich schlechthin DIE Definition,
die mich deswegen auch nicht zu irgendwelchen Äußerungen und Bekundungen über diese Person hinreißen
läßt. Benedikt XVI. ist für mich eben kein Übermensch. Was er sagt und was er tut, begründet sich
aus seinen eigenen Lebenserfahrungen und seiner Stellung zu „Gott u. der kath. Religion (Kirche)“. Er
wurde am 1927 in Marktl, Landkreis Altötting in Bayern, geboren …
#45 Puchil2 † 06:47:46 | Dienstag, 15. August 2006
Zur Information 5 Kann man heute an den altkirchlichen Diakonat der Frau ohne weiteres wieder anknüpfen?
Die Unterschiede zwischen der soziokulturellen Situation der frühen Kirche und der Kirche heute würden
völlig außer acht gelassen, wollte man den altkirchlichen Diakonat der Frau in seiner ursprünglichen
Ausprägung wieder rekonstruieren. „Es wäre ein grundsätzlicher methodischer Fehler, geschichtliche
Fakten als eine Art Norm zu verstehen…“; denn „für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in unserer
Zeit dürfen wir die gleiche Freiheit in Anspruch nehmen wie die Christinnen und Christen des ersten Jahrtausends.“
(A.Jensen) Was allerdings als durchgehender Zug im altkirchlichen weiblichen Diakonat ausgeprägt war:
nämlich der spezielle Dienst an Frauen, das sollte auch in der heutigen Kirche beibehalten werden, wenn
freilich auch auf einer anderen Ebene und in zeitgemäßer Gestaltung; denn als vom kirchlichen Patriarchat
Betroffene und oftmals auch Geschädigte bedürfen die Frauen in der römisch-katholischen Kirche einer
besonderen Zuwendung und Hilfe durch Frauen im diakonalen Amt. Ida Raming Literaturangaben (Auswahl) Diakonat.
Ein Amt für Frauen in der Kirche Ein frauengerechtes Amt? (hg. v. P. Hünermann, A. Biesinger, M. Heimbach-Steins,
A. Jensen, Ostfildern 1997). Reininger, Dorothea: Diakonat der Frau in der Alten Kirche – Diskussionen,
Entscheidungen und pastoral-praktische Erfahrungen in der christlichen Ökumene und ihr Beitrag zur römisch-katholischen
Diskussion, Ostfildern 1999
@ Puchil2 • karitative Arbeit: Die Diakonin kümmerte sich um kranke Frauen, war darüber hinaus zuständig
für Arme, Kinder und der Pflege Bedürftige; • missionarische, katechetische, pastorale und erzieherische
Arbeit: Hinführung heidnischer Frauen zum Christentum, ihre katechetische Unterweisung vor und nach der
Taufe, christliche Bildung der Frauen, Kinder, Jungfrauen und Waisen in den Gemeinden; • liturgischer
Dienst: Taufhelferin bei der Taufe der Frauen, Salbung des Körpers mit Katechumenen- und Chrisamöl (der
Taufakt selbst und die Salbung der Stirn waren jedoch den männlichen Klerikern vorbehalten), Austeilung
der Kommunion an kranke Frauen. Ich nehme doch nicht an, dass Sie der Meinung sind, dass man eine Diakonin
heute auf diese Gebiete beschränken könnte? Für diese Tätigkeiten braucht es keine Weihe, in den meisten
Fällen nicht mal eine Beauftragung durch den Bischof. Jede/r, der/die sich berifen fühlt kann mit einer
solchen Tätigkeit sofort beginnen. Frauen die Diakonenweihe zu gewähren und sie dann mit diesem Tätigkeitsfeld
abzuspeisen…das würde niemand akzeptieren. Für diese Tätigkeiten eine Weihe zu fordern wäre Klerikalismus
im Endstadium. Ich will Ihnen ja nix Böses, aber meinen Sie nicht auch, dass man erstens dies alles nicht
aus dem Papstinterview heruaslesen kann und zweitens Sie Ihre Hoffnungen da eher auf eine Illusion setzen?
Zur Information 4 Welche Ursachen/Gründe führten zum Untergang des weiblichen Diakonats? Die rasche
Ausbreitung des Diakoninnenamtes in der Ostkirche war mit der umfangreichen Missionstätigkeit der Kirche
im 3. u. 4. Jh. verbunden. Aufgrund der Entwicklung zur Volkskirche hin und der rückläufigen Zahl der
Erwachsenentaufen verloren die Diakoninnen zunehmend ihre Bedeutung als Liturginnen und Katechetinnen,
ihre Tätigkeit reduzierte sich auf den karitativen Bereich. Darüber hinaus darf aber eine weitere wesentliche
Ursache für den Untergang des Diakoninnenamtes – die Vorstellung von der sexuellen Unreinheit der Frau –
nicht übersehen werden. Die Diakonin wurde also auf das klösterliche Leben zurückgedrängt und auf
diese Weise von dem Gemeindedienst ausgeschlossen; dieser Vorgang vollzog sich nicht nur im byzantinischen
Raum, sondern auch sonst im Orient wie im Westen und ist auf das Vordringen des Mönchtums mit seinen
asketischen und leibfeindlichen Tendenzen zurückzufuhren. Die Vorstellung von der angeblichen ‘Unreinheit
der Frau’ liegt im übrigen auch den Verboten der Diakoninnenweihe in der Westkirche zugrunde.
#42 aphrodite † 19:38:50 | Montag, 14. August 2006
Papstinterview … wer hat da die Fragen ausgewählt??? Also Journalismus kann man dieses Interview nicht
nennen, da werden Parteiobleute von ihrer Parteizeitung kritischer befragt. Trotzdem brachte es einiges
zu Tage: daß ich noch einmal die Orte, die Menschen sehen wollte, wo ich groß geworden bin Kommt er
nicht mehr oder ist er krank und sagt es nicht? Ich habe inzwischen mit fast allen Bischöfen Afrikas
und vielen aus Asien sprechen können. Jetzt wird Mitteleuropa, Deutschland, Schweiz dran sein wem fällt
was auf? Aja, ein paar Minuten später: Zur lateinamerikanischen Bischofskonferenz? Fragt sich, in welcher
Funktion er da hinkommt, wenn er schon von Dilemma spricht. Als Aufpasser vermutlich? Dass es kein drittes
Medellín oder Puebla gibt? Aber dazu waren die „Journalisten“ wieder zu feig. von der Muttergottes Ich
bin überzeugt davon, er hat Mutter Gottes gesagt, hat man das bei kreuz.net getippt? Rechtschreibfehler
sind OK. Aber penetrante Falschschreibung ist eine Plage! nicht dazu ermächtigt fühlen da spricht der
Theologe … und trifft den Nagel auf den Kopf. Dem ist ja fast nichts mehr hinzuzufügen … außer dass
man sich manchmal auch besser nicht auf sein Gefühl verlassen sollte!
Information 3 Westkirche: Eine so ausgedehnte Verbreitung und ein so relativ fester Bestand des Diakoninnenamtes
wie in der Ostkirche sind in der Westkirche nicht bezeugt. Mit Ausnahme einiger byzantinisch beherrschter
Gebiete in Gallien und Süditalien gab es im Westen des römischen Reiches an scheinend kaum kirchlich
anerkannte Diakoninnen, was vor allem auf sozio-kulturelle Unter schiede zwischen Ost- und Westkirche
zurück zuführen ist: Frauen waren im Westen stärker in die Gesellschaft integriert, so dass z.B. die
häusliche, von Männern getrennte Unterweisung von Frauen und Kindern hier nicht im gleichen Masse erforderlich
war wie in den Kirchen des Ostens. Bereits im 4.- 6. Jahrhundert verboten mehrere gallikanische Synoden
ausdrücklich die Diakonssenordination. Welche Tätigkeiten/Aufgaben übten die Diakoninnen aus? • karitative
Arbeit: Die Diakonin kümmerte sich um kranke Frauen, war darüber hinaus zuständig für Arme, Kinder
und der Pflege Bedürftige; • missionarische, katechetische, pastorale und erzieherische Arbeit: Hinführung
heidnischer Frauen zum Christentum, ihre katechetische Unterweisung vor und nach der Taufe, christliche
Bildung der Frauen, Kinder, Jungfrauen und Waisen in den Gemeinden; • liturgischer Dienst: Taufhelferin
bei der Taufe der Frauen, Salbung des Körpers mit Katechumenen- und Chrisamöl (der Taufakt selbst und
die Salbung der Stirn waren jedoch den männlichen Klerikern vorbehalten), Austeilung der Kommunion an
kranke Frauen.
Weitere Informationen Wie verlief die weitere Entwicklung des Diakonats der Frau? In der Ostkirche: In
der Didascalia apostolorum, einer syrischen Gemeindeordnung aus dem 3. Jh., ist das Institut der Diakonin
zum ersten Mal zweifelsfrei bezeugt und zeigt bereits deutlichere Konturen. Diakon und Diakonin teilen
sich das eine ministerium diaconiae und tragen die gleiche Bezeichnung diaconi. In der Didascalia wird
der Diakonin ein eigener Platz innerhalb der kirchlichen Dienste zugewiesen, indem die einzelnen Ämter
der Trinität zugeordnet werden: Der Bischof steht an der Stelle Gottes, der Diakon an der Stelle Christi,
die Diakonin soll an der Stelle des Heiligen Geistes geehrt werden. In den Apostolischen Konstitutionen
(Kirchenordnung aus dem Ende des 4. Jh.) wird diese trinitarische Typologie übernommen. Die Diakonin,
hier diaconissa genannt, hat inzwischen ein klar definiertes Amt, das der Bischof durch Weihegebet und
Handauflegung überträgt. Ab dem 4. Jh. häufen sich die Zeugnisse für die Existenz von Diakoninnen:
Diakoninnen sind belegt in Antiochien, Jerusalem, Cäsarea (Palästina), Kappadokien und in Konstantinopel.
Das weibliche Diakonatsamt besteht weiter etwa bis zum 11. Jahrhundert (bes. in Byzanz); die Diakoninnen
wurden (als Leiterinnen religiöser Frauengemeinschaften) auf das klösterliche Leben zurückgedrängt
und zunehmend vom öffentlichen Gemeindedienst ausgeschlossen. Entwicklung in der Westkirche folgt.
vielleicht war ich zu streng ich habe das Interview ja nicht einmal gesehen. Ich bin allerdings der Überzeugung,
dass sich der Papst nicht so auftritt, wie es die Zustände erfordern. Es ist einfach nicht angebracht,
dass er sich da hinsetzt und ausfratscherln läßt und charmant aus dem Nähkästchen plaudert, als wäre
alles eine „gmade Wiesn“, wie wir in Österreich zu sagen pflegen. Er kann in diesem Rahmen die dringlichen
Anliegen des Christentums sowieso nicht behandeln, dafür ist das Ganze zu seicht und zu öffentlich.
Er sitzt da wie im goldenen Käfig. Solange er sich nicht vergogelt und ihm nur seichte Fragen kommen
kann er auch brav und charmant daherreden, ist er der liebe Pappi. Das Ganze ist doch heuchlerisch und
scheinheilig und er gehorcht diesem Schein und das ist das Schlimme. Was nutzt ihm sowas? Will er sein
öffentliches Ansehn steigern, indem er brave Antworten auf seichte Fragen gibt? Das bringt weder ihm
noch der Christenheit was.
Diakoninnenweihe? Zur Information: In der Diskussion über die Erneuerung des weiblichen Diakonats spielt
die Frage, ob es sich bei der Weihe der Diakoninnen um eine höhere (sakramentale) Weihe gehandelt hat
oder um eine nichtsakramentale Benediktion, eine bedeutende Rolle. Die Gegner einer Wiedereinführung
des Diakonats der Frau interpretieren die historischen Quellen so, dass sie sowohl die Sakramentalität
der Diakoninnenweihe bestreiten als auch die Gleichrangigkeit der Diakoninnen mit den Diakonen, wobei
sie sich auf die Unterschiedlichkeit ihrer Befugnisse und Aufgaben (die Diakonin sei – im Unterschied
zum Diakon – z.B. nicht zum Altardienst bestellt worden) stützen. Bei einer derartigen Bewertung der
historischen Quellen wird allerdings außer acht gelassen, dass das Amt der Diakonin infolge der in der
frühen und fruhmittelalterlichen Kirche verbreiteten Diskriminierung der Frau um ihres Geschlechtes willen
an seiner Entfaltung gehindert wurde. Zahlreiche Autorinnen und Autoren sehen dagegen in der Diakoninnenweihe
eine der Weihe von Diakonen gleichwertige sakramentale Handlung, die auch in formaler Hinsicht Parallelen
zu der Weihe der höheren Kleriker aufweist: die Handauflegung durch den Bischof im Altarraum im Beisein
der Presbyter, Diakonen und der anderen Diakoninnen sowie das Weihegebet mit Anamnese und vor allem der
Epiklese sprechen nach ihrer Meinung klar dafür.
Diakon Paulus „Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen:Röm 16, 1-3: Phöbe
wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe
dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’ bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht;
denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin.“ Und welche Gründe sollen das
sein? Es ist im Gegenteil völlig klar, daß „Diakonos“ zur Zeit des Apostels noch lange kein spezielles
Amt bezeichnet. Das kann man unter anderem daran sehen, daß Paulus sich selbst und seine Gefährten mehrfach
(z.B. 2. Korinther 3,6 und 11,23) als „diakonoi“, als Diener der Kirche bezeichnet. Der Übergang von
der allgemeinen Bezeichnung für „Diener“ oder „aktives Gemeindemitglied“ zu einer besonderen Amtsbezeichnung
erfolgt erst nach Beginn des zweiten Jahrhunderts.
@ Puchil2 Ihre Argumentation widerlegt nicht meinen Hinweis, dass es sich um bloße Assistentinnen für
weibliche Täuflinge gehandelt hat. Die Quelle beweist jedenfalls nicht, dass es sich um eine Weihe gehandelt
hat. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt. Sie war vermutlich auch Vorsteherin
einer Hausgemeinde. Und? Was ist eine Äbtissin?
Puchil2 Ich empfehle dazu den Aufsatz von Manfred Hauke „Die Geschichte der Diakonissen“ in „Diakonat
und Diakonissen“, von Leo Card. Scheffczyk (Hrsg.), EOS Verlag 2002.
An Benedikt Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen: Röm 16, 1-3: Phöbe wird
von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe
dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht;
denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin. Der sich unmittelbar anschließende
Genitiv „der Gemeinde“ deutet auf einen ständigen und anerkannten Dienst der Phöbe in der Gemeinde Kenchreä
hin. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt. Sie war vermutlich auch Vorsteherin
einer Hausgemeinde. 1Tim 3,11: In dem in 1Tim 3 vorliegenden Ämterspiegel, in dem Grundvoraussetzungen
für die wichtigsten kirchlichen Ämter aufgezählt werden, geht es zunächst um die Episkopen, dann um
die Diakone, dann um die Frauen, dann wieder um die Diakone (12f). Es heißt dort u.a.: „Nur wenn nichts
gegen sie [die Diakone] vorliegt, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrenhaft,
nicht verleumderisch, mäßig im Weingenuss und in allem zuverlässig sein.“ Im Anschluss daran spricht
der Text wieder von den Diakonen: „Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein.“ Im christlichen Osten
hat man die Verse über die Frauen auf die weiblichen Vertreterinnen dieses Amtes bezogen, im Westen vermutete
man dahinter die Ehefrauen der Diakone.
@ Puchil 1. Ja in Abstufungen. Es bleibt aber eins. Man kann nicht bei einer Abstufung aufhören und so
eine Weihe zweiter Klasse einführen. 2. Quellen, die eine Diakonatsweihe der Frau iSd Diakonates heute
belegen?
#30 Beobachterin 16:28:40 | Montag, 14. August 2006
Offenbarungseid des Proletariats amicus_crucis: Also die Art und Weise, wie hier im kreuz-net-Forum dem
Heiligen Vater, der zweifellos einer der ganz großen Denker unserer Zeit ist, von Artois und anderen
zu Leibe gerückt wird, lässt tief blicken. Die Redaktion scheint das nicht groß zu belasten. Mir dreht
sich auch der Magen um, wenn ich eine solche Reden über diesen Papst lese. Aber Sie wissen doch nicht,
amicus, ob es die Redaktion belastet oder nicht. Auf jeden Fall scheint hier eine erheblich größere
Toleranz zu herrschen als in den Foren, aus denen diejenigen kommen, die hier gegen die katholische Kirche
hetzen und jeden Respekt vor einer großen Persönlichkeit vermissen lassen. Man weiß doch immerhin,
wes Geistes Kind der ist, der solches schreibt. Ich sehe es so, daß diesen Leuten Gelegenheit geboten
wird, sich eine Blöße zu geben.
@ Puchil2 1. Es gibt nur EIN Weihesakrament. 2. Der frühchristliche Diakonat der Frau war kein Weihesakrament.
Es handelte sich um eine Assistenz bei der Taufe (von Frauen).
An Benedikt Diakonat und Priestertum der Frauen sind durchaus getrennt zu bewerten, das ist sicher auch
für den Papst so. Für das Diakonat der Frauen gibt es – wie sie wissen – eine sehr frühe und alte Tradition
in der Kirche, für das Priestertum ist das nicht der Fall.
Warum können Engel fliegen? Ganz klar: Weil sie keine körperliche Manifestation besitzen und stofflose
Seelen sind. Genau wie Dämonen, die gefallenen Engel. Wenn man Engel oder Dämonen fliegen sieht, so
handelt es sich bloß um Blendwerk, d.h. der Betrachtende vermeint einen Engel zu sehen und ruft dabei
unbewusst die Vorstellung eines Engels aus der Erinnerung ab; es handelt sich sozusagen um Einbildung,
die durch die von den Engeln und Himmelskörpern bewirkten Bewegung der Körpersäfte und unter Verwendung
von natürlichen Kräften erzeugt wird. Logisch, oder?
@ Puchil2 Sind das nun wieder die üblichen Wortklaubereien? Die Meinung des Papstes dürfte ja nun sattsam
bekannt sein. Benedikt hat im Interview das Diakonat für die Frauen nicht ausgeschlossen. Das geht mit
der Unmöglichkeit der Priesterweihe einher. Zumindest nach Meinung des Papstes. Lesen Sie lieber nochmal
diesen Satz: Aber man dürfe nicht meinen, in der Kirche gelte nur der etwas, der ein Priester ist. Das
scheinen Sie anders zu sehen. Klerikalismus in Reinform, wie ich bereits schon einmal anmerkte.
Frauen in der Kirche Folgendes ist für mich auffällig: 1. Benedikt hat im Interview das Diakonat für
die Frauen nicht ausgeschlossen. 2. Die Ablehnung des Priestertums für die Frau erfolgt zwar unter dem
Hinweis auf den Glauben und auf die Konstitution des Apostelkollegiums, aber sonst nur mit dem „Gefühl“,
keine Vollmacht dazu zu haben. 3. Der letzte Satz zu diesem Thema klingt wie eine Ermutiung der Frauen,
in dieser Frage nicht locker zu lassen: „Aber ich glaube, die Frauen selber werden mit ihrem Schwung und
ihrer Kraft, mit ihrem Übergewicht sozusagen, mit ihrer „geistlichen Potenz“ sich ihren Platz zu verschaffen
wissen. Und wir sollten versuchen, auf Gott zu hören, dass wir den auch nicht behindern, sondern uns
freuen, dass das Weibliche in der Kirche, wie es sich gehört – von der Muttergottes und von Maria Magdalena
an – seine kraftvolle Stelle erhält“
@Artois: @heiliger Papa >>Benedikt hat in seinem Interview nur eines deutlich gemacht, daß er ein völlig
pflichtvergessener, selbstverliebter Pfaffe ist. @Toby: Wenn Sie Benedikt Gesäusele für „intellektuell
brillant“ halten, tun Sie mir, intellektuell zumindest, leid …<< Ganz „dicht“ bist nicht mehr, oder?
#23 amicus_crucis 14:16:30 | Montag, 14. August 2006
Offenbarungseid Also die Art und Weise, wie hier im kreuz-net-Forum dem Heiligen Vater, der zweifellos
einer der ganz großen Denker unserer Zeit ist, von Artois und anderen zu Leibe gerückt wird, lässt
tief blicken. So sieht also wahre Geistesgröße aus, Artois? Ich vergehe vor Bewunderung. Die Redaktion
scheint das nicht groß zu belasten. Ich für meinen Teil habe jedenfalls endgültig genug davon und werde
mir das fortan nicht mehr antun. Selten ist mir ein so hasserfülltes Forum begegnet. Widerlich.
Das Interview hatte aus meiner Sicht … … Stärken und Schwächen. Gut fand ich, dass der Papst auf
seinem Weg weitergegangen ist, die Lehre der Kirche darzustellen anstatt nur auf das Gegenteil davon einzudreschen.
Es gibt auch eine Art „negative Besessenheit“ vom Bösen in dem Sinne, dass man ständig und überall
nur die Sünde vermutet, sie verurteilt und so doch zu ihrem Opfer wird, zumal man nicht selten, wenn
man so vorgeht, „den Sünder mit der Sünde“ ausschüttet. Bemerkenswert war auch, dass Joseph Ratzinger
auch als fast 80jähriger nichts von seiner Brillanz verloren hat. Negativ war vielleicht, dass er etwas
zu schnell gesprochen hat, zu wenig in die Kamera gesehen hat und sich ein-, zwei Mal versprochen hat,
zum Beispiel beim Thema Selige / Heilige. Am wenigsten gelungen war sicher die Antwort auf die Frage nach
„AIDS in Afrika“, wo ihm zudem der Fehler unterlaufen ist, davon zu sprechen, in katholischen Krankenhäusern
werde AIDS „geheilt“. Mein Fazit : 1. B16 ist der Größte :)3 !!! (war mir aber schon vorher klar …)
2. Er hat sich im Interview gut geschlagen. 3. Man sollte das Ganze trotzdem nicht mit Regelmäßigkeit
wiederholen, weil sonst die Gefahr besteht, dass man dem Amt ein wenig die Aura nimmt und sich zu sehr
in Tagesfragen hineinbegibt.
Unnötig und überflüssig Das Interview war so unnötig wie Kropf. Was war das überhaupt? Aus der Sicht
eines Interviews war es verfehlt, da keine Nachfragen erlaubt waren, was einen roten Faden vermissen ließ.
Was sollte der Papst denn groß neues verkünden? Ein Papst hat andere Mittel und Wege Glaubensrelevantes
kundzutun. So blieb es beim netten Sonntagabendplausch, freundliches und nettes Undersatement eben. Von
großer intellektueller Brillianz habe ich nichts bemerkt. Ich war enttäuscht. Das war nichts. Spart
Euch diesen medialen Unfug.
@heiliger Papa Benedikt hat in seinem Interview nur eines deutlich gemacht, daß er ein völlig pflichtvergessener,
selbstverliebter Pfaffe ist. @Toby: Wenn Sie Benedikt Gesäusele für „intellektuell brillant“ halten,
tun Sie mir, intellektuell zumindest, leid …
@ Beobachterin: :(3 @ Barmherzigkeit: Sie täuschen sich. Jesus war keine solche Weichpappe wie Sie. Lesen
Sie die ganze Bibel und nicht nur Wellness-Auszüge. @ VirOblationis: Ich teile Ihre Kritik an 90 % der
Politiker der C-Parteien. Ich teile Ihre Kritik an der verrotteten Gesellschaft. Ich teile ihren streng
katholischen und streng moralischen Standpunkt. Ich teile nicht Ihre – und schon gar nicht @ matts – Kritik
am Heiligen Vater. Ich meine, man muß schon über Strategiefragen nachdenken. „Klug wie die Schlangen“
(Mt 10,16) zu sein darf man nicht den anderen, dem Satan und seinem Gefolge überlassen. In der Öffentlichkeit
gibt es einen Stimmungswandel. Das ist noch keine Bekehrung. Und eine Bekehrung ist noch keine Läuterung.
Alles hübsch nacheinander. Da geh nichts von heute auf morgen, nichts mit dem Brecheisen. So sehr die
Not drängt. Aber das wäre kontraproduktiv. Wir leben nicht mehr in einem gottgläubigen Umfeld wie Jesus
oder wie die Kirche des Mittelalters, sondern in einem gottlosen. Pius XII. konnte auch nicht jeden Tag
die Nazis in Grund und Boden verdammen, sonst wäre die Kirche in Deutschland eliminiert worden. Heute
würde sie marginalisiert werden. Wir haben nicht mehr viel (an katholischer Prägung der Kultur), aber
wir haben viel zu verlieren. Es wird schlimmer werden, und die Behinderten und die Armen und die Alten
und die Embryos und die Ausländer werden froh sein, wenn es noch Menschen gibt, vor denen sie sich nicht
fürchten müssen oder wenigstens nur ein bißchen …
Papst Benedikt zeigte sich in gewohnt intellektuell brillanter Manier, während die vier Journalisten
dagegen intellektuell ziemlich alt aussahen. Manche Fragen, mehr noch, die Art und auch der Tonfall, wie
sie formuliert wurden, erschienen mir bisweilen geradezu peinlich bis dümmlich dreist. Ein roter Faden
war auch nicht zu erkennen. Es fragt sich, ob man sich solche Interviews nicht besser sparen sollte.
ein Weltenpapst er führt nichtssagende Reden vor aller Welt, wie ein Politiker, ein Moderator von Unwahrheiten,
kein Vertreter der Wahrheit. Dann erwähnt er vielleicht Christus einmal beiläufig in political correcter
Weise, sodass es ja keinen Anstoß und kein Aufhebens gibt. Ich habe mir das garnicht anschaun mögen.
Was soll das auch sein. „Werft eure Perlen nicht vor die Säue heisst es ja“ wenn man keine Perlen mehr
zum schmeissen hat, dann stören einen auch die Säue nicht mehr. So kommt mir das vor.
Darauf ein AMEN! So, geneigte Leser, sehen „Christen“ des 21. Jahrhunderts aus! Vergleichen Sie Jesu Botschaft
mit deren Tun und machen Sie sich selber ein Bild. Aber, fürchtet Euch nicht, so ist nur ein kleines
armes Häufchen. Bevorzugter Sammelpunkt: kreuz-net.
#14 virOblationis 10:40:17 | Montag, 14. August 2006
schöne Worte Wenn es keine klare Weisung aus Rom gibt, sondern nur über so schöne Themen wie Deus Caritas
est und UN-Völkerfrieden geredet wird, wenn nicht ebenso in Erinnerung gerufen wird, daß das Wort Gottes
schärfer ist als jedes Schwert (Hebr. 4, 12), dann darf man sich auch nicht wundern, wenn Politiker,
die sich christlich nennen, in der Meinung, sie wären doch auch für Liebe und Frieden, im übrigen von
der kath. Lehre abirren (vgl. den Bericht aus Köln vor wenigen Tagen). Schon im Neuen Testament sah man
die Notwendigkeit „Anathema sit“ zu verkünden (Gal. 1, 9). Wir stehen hier, von allen Seiten umgeben
durch ein neues Heidentum und einen entchristlichten Staat, da hilft uns noch so positiv Formuliertes
kaum, um in dieser Situation geistlich zu überleben.
@ Barmherzigkeit: Gehen Sie in Kevelaer zum Beichten Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz schal
wird, womit kann man dann salzen? Es taugt zu nichts mehr. Man wirft es aus dem Hause und läßt es von
den Leuten zertreten. Lk 5,13 Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist; wärest du doch
kalt oder warm! So aber, da du lau bist, und weder kalt noch warm, werde Ich dich ausspeien aus Meinem
Munde. Offb 3,15-16 Berichten Sie dem Beichtvater von Ihrem heldenhaften Kampf für das homosexuelle Treiben!
Nun ja das Abschreiben von Wortfloskeln hebt nicht den Intellekt. Abu’s braune Suppe war auch schon mal
würziger. Sobald ich in Kevelaer bin (und da bin ich häufiger) werde ich für Euch mal ein Kerzchen
anzünden. Consolatrix Afflictorum, ora pro nobis!
Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE! >>Aloah, sind Sie peinlich. Besteht da etwa eine Verwandtschaft mit
dem allseits geschätzen Rudi?<< Nö. Deine kategoriale Zuordnung engt das Ursache-Wirkungsgeflecht unseres
Handlungsspielraum ein! Somit ist auch die Frage nach „Rudi (?)“ ein Schuss in den Ofen. Noch mal für
dich: „Achso HIEBE anstatt … gib’s „hier www.spiegel.de/…,1518,431443,00.html:
@ barmherzigkeit Das war klar, daß jetzt einer kommt und sich doof stellt … Ganz einfach: Dies hier
ist nicht die Cathedra Petri, dies ist ein Sandkasten katholischer Reaktionäre. In diesen Sandkasten
pinkeln penetrant irgendwelche schwulen Rotzlöffel, also setzt es Schläge. Klar kann man das auch sein
lassen, aber dann würde ich halt sagen: Pinkelt in Euren eignen Sandkasten, dann gibt’s auch keins auf
die Nase. Und wenn Sie schon in die Schule gehen, dann dürfen Sie das mit dem Sandkasten auch hochrechnen
auf die Ebene der Redaktion: Wenn die homosexuellen Sünder das täten, was Sünder in der Regel so tun,
nämlich in ihren Betten sündigen, sich ein bißerl schämen und a Ruah geben, dann gäb’s hier garnix
zu berichten. Aber die schwulen Buben meinen halt, sie müssen ein mords Tamtam um ihre Verirrungen machen,
und keiner darf’s Maul aufmachen gegen ihre Schweinereien –- und weil das alles so ist, wird hier nach
Leibeskräften dagegen angestänkert. Wir sind halt nicht der Papst. Und im Gegensatz zu den linken und
rosa Deppen halten wir uns auch nicht dafür.
Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE! >>ich mich, lieber Abu und Consorten, warum Sie hier täglich so
ein Geschrei um so eine kleine Minderheit machen. Nehmen Sie sich den Papst zu Herzen und schweigen Sie.<<
Weil diese „kleine Minderheit“ so einen bestialischen schwulen „Gestank“ verbreitet den niemand hier möchte
und dass hier nur eine gründlich Reinigung vonnöten ist. Achso HIEBE anstatt … gib’s hier www.spiegel.de/…,1518,431443,00.html:
Dann frage ich mich, lieber Abu und Consorten, warum Sie hier täglich so ein Geschrei um so eine kleine
Minderheit machen. Nehmen Sie sich den Papst zu Herzen und schweigen Sie. Aber wir sind ja gewohnt, dass
Sie sich ganz ungeniert Ihre eigenen Wahrheiten zurechtzimmern.
Den Enttäuschten beider Seiten Warum spricht der Papst nicht über Homosexuelle? 1. Homosexuelle machen
2 Prozenterl der Gesamtbevölkerung aus, eine verschwindende Minderheit mit einer psychosexuellen Störung.
Warum sollte sie der Heilige Vater aufwerten? Die paar Kranken blähen sich genug auf. 2. Dieser Mann
hat oft genug zu verstehen gegeben, was von sogenannten Homo-Ehen zu halten ist. Jeder weiß, daß er
keinen Millimeter weicht. Wer Ohren hat zu hören, der höre. 3. Was würde passieren, wenn der Papst
sich dazu äußert? Es gäbe eine Aufregung: Die einen schrieen Hurra, die anderen Bäh. Das übliche
Theater. Aber eines würde man ihm mit Sicherheit hinreiben: Warum er denn gegen die paar Homosexuellen
anrede, ob es denn nichts wichtigeres gäbe, ob das nicht mal wieder eine typisch katholische Fixiertheit
auf sexuelle Sünden sei, daß er doch so nett begonnen habe mit seiner Liebes-Enzyklika usw. Das wären
die Worte der austauschbaren Quatschköpfe und Bedenkenträger, sprich: Ihnen oder Ihrer Freunde, Barmherzigkeit.
Als Papst Johannes Paul II. Polen besuchte, lauschte ich begierig auf die ersten Worte des Heiligen Vaters
inmitten des kommunistischen Wahnsinns. Und war enttäuscht: kein Wort gegen diese Ideologen und Unterdrücker,
nur milde Worte und schöne Dinge: Friede, Liebe usw. Später wurde klar, daß diese erste Polen-Reise
der Anfang vom Ende des Ostblocks war. Werter VirOblationis, es bedürfte anderer Zeiten und Mittel, daß
harte Worte vom Heiligen Stuhl der Anfang vom Ende des Homo-Unwesens wären
Barmherzigkeit = Hier gibt es HIEBE! >>dass der Papst keine Brandrede gegen die hier so verhassten Homo’s
gehalten hat. Er hat sie nicht mal erwähnt. Zu dumm aber auch. Kein neues Kanonenfutter für die hiesige
Wider-die-Unzucht-Lobby.<< Das ist auch überhaupt nicht nötig. „Kanonenfutter“ was für ein Kriegs-Begriff.
Achso HIEBE anstatt… gib’s hier www.spiegel.de/…,1518,431443,00.html:
#3 duc in altum 08:45:17 | Montag, 14. August 2006
Es stimmt schon, … es ist besser zu sagen, was man will, als sich nur darauf zu besinnen, was man nicht
will. Wenn man weiss was man will, dann kommt die Erkenntnis darüber, was man nicht will von ganz alleine.
Ich finde diese Art und Weise von Papst Benedikt XVI. mit den heissen Eisen (Abtreibung, Verkütung, Homosexualität)
umzugehen, ganz bemerkenswert. Wer beispielsweise für das Leben ist und den menschgewordenen Gott anbetet,
der kann überhaupt nicht für Abtreibung und Mord sein. Das geht gar nicht! Auch die Aussagen zum (Frauen-)Priestertum
fand ich interessant: „Es gilt in der Kirche nicht nur etwas, der Priester ist …“ Genau, wir alle sind
ein auserwähltes Geschlecht, ein heiliges Volk, ein königliches Priestertum. Darüberhinaus muss man
nicht das Mittelalter bemühen, um aufzuzeigen, wie wichtig Frauen in und für die Kirche sind, denn meistens
sind es ja die Mütter, die ihre Kinder an die Kirche führen. Das ist eine unschätzbar wichtige Aufgabe.
Waren es doch Frauen, die mich zur Kirche geführt haben: meine Mutter und meine Religionslehrerin. Dagegen
waren es ausschliesslich Männer (Priester), die mich beinahe wieder aus ihr heraus geekelt haben …
Schade nicht wahr, dass der Papst keine Brandrede gegen die hier so verhassten Homo’s gehalten hat. Er
hat sie nicht mal erwähnt. Zu dumm aber auch. Kein neues Kanonenfutter für die hiesige Wider-die-Unzucht-Lobby.
Aber was soll’s. Über die Pius-Brüder hat er auch nichts gesagt. Er wurde nicht mal danach gefragt.
Also kann die Sache kirchenpolitisch nicht so bedeutsam sein, wie sie hier laufend hochgespielt wird.
immer noch dasselbe Zitat: „Benedikt XVI. erklärte im Interview auch, warum er beim Familienkongreß
in der ostspanischen Stadt Valencia nie von der Kinderabtreibung, der Kinderverhütung und der staatlichen
Anerkennung von Homo-Konkubinaten gesprochen habe. Er habe zwei mal zwanzig Minuten gesprochen: „Wenn
man nur so viel Zeit zur Verfügung hat, kann man nicht gleich mit dem Neinsagen daherkommen.“ Immer noch
dasselbe, was mit Joh. XXIII. begonnen hat: Man wolle nicht mehr verurteilen etc. – Den dem Glauben treu
gebliebenen Katholiken steht in der Gesellschaft inzwischen das Wasser bis zum Hals. Welch eine große
Hilfe wäre klare Worte aus Rom, die wieder deutlich machen, wo die Grenze zwischen Sünde und Gerechtigkeit
verläuft.