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Donnerstag, 23. Dezember 2004 11:04
Wenn man einem Bericht der Londoner Tageszeitung „The Times“ Glauben schenken kann, gibt es im Vatikan Bestrebungen die „Wunderklausel“ bei Selig- und Heiligsprechungen abzuschaffen.
Zurück zum Artikel 4 Lesermeinungen:
Samstag, 1. Januar 2005 20:53
Dolfus: @bethilde
Ich stimme Deiner Analyse zu.
Es kann ja durchaus ehrenhafte katholische Politiker gegeben haben, aber muß man die jetzt allesamt auf Biegen und Brechen selig- oder heiligsprechen, um sie kultisch zu verehren?
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Jeder einzelne Selige ist eine Gnade an die Kirche.
Aber gerade viele Politiker sind doch oft umstrittene Persönlichkeiten, auf die nicht alle Völker gut zu sprechen sind, gerade die deutschen Südtiroler sind über den italienischen Kandidaten verärgert.
Im übrigen gab es aus ähnlichen Gründen Vorbehalte gegen die Beatifizierung unseres Kaiser Karl, der ja in schweren Zeiten zur Regierung berufen war.
Der Himmel schickte uns auf Karls Fürsprache hin ein unerklärbares Wunder, das man durch eine beispielhafte Lügenpropaganda als „Krampfaderheilung“ lächerlich gemacht hat. Dabei war es doch ganz anders!
Man sollte diese Wunderklausel darum nicht abschaffen. Wieso immer alles verändern? Reichte nicht das desaströse Pontifikat Pauls VI. als Mahnung an die nachkommenden Statthalter des Herrn?
Freitag, 31. Dezember 2004 18:50
bethilde: skeptisch
Die Kirche ist – unter anderem- die „Gemeinschaft der Heiligen“. Ich stelle mir konkret vor: Steht eine Selig- bzw. Heiligsprechung an, so sorgt der Himmel (die triumphierende Kirche) auch dafür, dass sie erfolgen kann und zwar durch wunderbare Gebetserhörungen durch den betreffnden Kandidaten. Das Wunder ist m.E. die Bestätigung von oben, welcher wir durchaus bedürfen. Sollte diese Voraussetzung wegfallen, wird auch der ohnehin schwach gewordene Glaube an das Übernatürliche noch mehr schwinden, was den mystischen Leib Christi verwundet.
Freitag, 24. Dezember 2004 06:52
will das werk der zerstörung offenbar wirklich vollenden dann werden also heilligsprechungen nur mehr aus politischem kalkül stattfinden
Donnerstag, 23. Dezember 2004 11:17
Dolfus: Der Papst
entscheidet. Es handelt sich hier um Kirchenrecht, und da ist der Papst der oberste Gesetzgeber.
Persönlich würde ich unserem Hl. Vater aber davon abraten, allzu viel umzustoßen, was nur umgestoßen werden kann.
Bereits Vorgänger Paul VI. hat durch sein geheimes Motto „Jetzt muß alles anders werden“ größten Schiffbruch erlitten.
Meiner persönlichen Meinung nach sollte man die Regelung so lassen, wie sie ist.
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