Einen Tag nach dem ersten Fernsehinterview von Papst Benedikt XVI. stürzen sich italienische Politiker auf die Aussagen des Heiligen Vaters zur Rolle der Frau.
(kreuz.net) ‘Radio Vatikan’ berichtete heute mittag, daß italienische Politiker auf das erste deutsche
Fernsehinterview mit Papst Benedikt XVI. „positiv“ reagiert hätten.
Vor allem eine angebliche Ankündigung
des Papstes, kirchliche Ämter stärker als bisher für Frauen zu öffnen, sei als erfreuliche Neuigkeit
aufgenommen worden.
Der Papst hatte im Interview gesagt, daß man gegenwärtig über Frauen in höheren
kirchlichen Positionen nachdenke:
„Sie wissen, daß wir uns aufgrund des Glaubens und der Konstitution
des Apostelkollegiums nicht dazu ermächtigt fühlen, Frauen die Priesterweihe zu erteilen.“
Doch man
dürfe nicht meinen, in der Kirche sei nur jemand etwas, der ein Priester ist – so Benedikt XVI.
Es gebe
viele Aufträge und Funktionen, die im Laufe der Kirchengeschichte von Frauen ausgeübt worden seien.
Von den Schwestern der Kirchenväter angefangen bis ins Mittelalter, wo große Frauen eine sehr wichtige
Rolle ausgeübt hätten, bis zur Neuzeit.
Der Papst erinnerte an Hildegard von Bingen, die kraftvoll
gegen Bischöfe und Papst protestierte, an Katharina von Siena und an Birgitta von Schweden.
Frauen seien
heute auch in den vatikanischen Kongregationen sehr vertreten.
Allerdings gebe es ein juristisches Problem:
Die Jurisdiktion – die Möglichkeit rechtlich bindender Entscheidungen zu fällen – sei nach dem Kirchenrecht
an das Weihesakrament gebunden. Insofern gebe es auch Grenzen.
Benedikt XVI. glaubt, daß sich die Frauen
selber mit ihrem Schwung und ihrer Kraft, mit ihrem Übergewicht, mit ihrer geistlichen Potenz ihren Platz
zu verschaffen wissen.
Der Parteivorsitzende der christdemokratischen Splitterpartei ‘UDC’, Rocco Buttiglione,
kommentierte die Aussagen des Papstes vor der italienischen Presse:
„Ratzinger stärkt die Rolle der
Frau in der Kirche, um ihre Bedeutung in einer Gesellschaft zu betonen, die keine Kinder mehr zeugt.“
„Wenn die Priesterweihe Männern vorbehalten bleibt, warum sollte man dann nicht über weibliche Kardinäle
oder Diakone nachdenken?“
Buttiglione war ein „Philosophenfreund“ des verstorbenen Johannes Paul II.
und steht – oder stand – der kirchlichen Laienbewegung ‘Comunione et Liberazione’ nahe. Er wurde im Herbst
2004 aufgrund von Manipulationen der Homo-Lobby im EU-Parlament als Justizkommissar abgelehnt.
Die Senatorin
der Mitte-Links Koalition Paola Binetti bezeichnete die Äußerungen des Papstes zur Rolle der Frau als
„Ansporn, um den Beitrag der Frauen zu stärken“.
Mehr Aufmerksamkeit für weibliche Fähigkeiten werde
eine positive Wirkung auf die Kirche und die Gesellschaft haben.
Die rechtsnationale Parlamentarierin
Daniela Santanchè erklärte hingegen, daß sie sich von einer Öffnung der Kirche gegenüber den Frauen
auch die Zulassung zum Priesteramt erwarte.
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113 Lesermeinungen
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#114 Dr. Schlämmer 17:40:59 | Freitag, 19. Dezember 2008
Abtritt eines Wendehalses Mit Lutheraner hat dieses Forum eines der bemerkenswertesten, antikatholischsten,
hirn- und prinzipienlosesten Mitglieder verlassen, das hier noch die Frechheit besaß, sich als großen
„Frauenversteher“ auszugeben.
Buttiglione, du hast es gerafft Das linke Gesindel mußte dich erst wie einen räudigen Hund aus dem EU-Parlament
jagen, damit du den Charakter der Katholiken verstehst: Schweige, wenn der Wind von vorne bläst! Sie
hatten dich eiskalt im Regen stehen lassen und das hat aus dir einen Frauenversteher gemacht. Recht so.
Frauen an die Macht!
Ad Benedikt Kein Recht wohl, aber ein diesbezügliches Recht eröffnende oder verweigernde Bestimmungen,
die zu ändern Papst und Konzil durchaus berechtigt sind…
#109 Benedikt 16:01:57 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Christian Hüller Gerne verweisen Befürworter des status quo in Sachen Zölibat auf den Mitgliederschwund
jener Christengemeinschaften, die diese Einrichtung nicht kennen. Ich denke aber, dass, trotz der volkstümlichen
Bewunderung für den „reinen und unbefleckten Priester“ – die Durchsetzung des Zölibats wurde ja, dies
zur Information, durchaus auch vom Volk gewollt –, der Mitgliederschwund dieser Christengemeinschaften
seine Ursache nicht im – nicht – vorhandenen Zölibat hat. Dieses Argument ist nur ein Gegenargument darauf,
dass die Befürworter einer Änderung des Status Quo hieran irrationale Heilserwartungen (Aufschwung der
Kirche nur deswegen) knüpfen.
#108 Bernado 15:57:21 | Donnerstag, 17. August 2006
@Christian Hüller Sie schrieben: „Ich fand es übrigens interessant, dass, als die Angelegenheit neuerlich
von dtsch. Bischöfen diskutiert wurde, wohl auch finanzielle Gründe für die Beibehaltung des Zwangszölibats
angeführt wurden. Die Kirche könne sich (so viele) Priester mit Familie einfach gar nicht leisten, wurde
da argumentiert“. Nun ja – darauf kann man auch nur kommen, wenn man spirituell so blind und taub ist,
wie das im Kreis der deutschen Bischofskonferenz und vor allem der von ihr eingesetzten Fachkommissionen
vielfach der Fall zu sein scheint. Im übrigen halte ich den Ausdruck „Zwangszölibat“ für unzulässig.
Niemand wird gezwungen, Priester zu werden – aber wer im lateinischen Ritus Priester wird, kann dann als
Priester nicht mehr mit dem Segen der Kirche heiraten. Bei den Orthodoxen ist es ganz ähnlich. Dort darf
man vor der Priesterweihe heiraten, hat als verheirateter Priester jedoch eine Stellung, die in mancher
Hinsicht eher der des Diakons in der lateinischen Kirche entspricht. Als geweihter Priester können auch
Orthodoxe nicht mehr heiraten – dafür aber Bischof werden. Eine begrenzte Ausweitunbg der Weihe von verheirateten
„viri probati“ in der katholischen Kirche kann ich mir übrigens schon vorstellen – das Prinzip ist ja
durch die Weihe verheirateter reformierter Geistlicher bereits etabliert. Ich glaube aber nicht, daß
darin eine Strategie zur Verringerung des (in vielem selbst herbeigeführten) Priestermangels liegen kann.
Ad Benedikt Gerne verweisen Befürworter des status quo in Sachen Zölibat auf den Mitgliederschwund jener
Christengemeinschaften, die diese Einrichtung nicht kennen. Ich denke aber, dass, trotz der volkstümlichen
Bewunderung für den „reinen und unbefleckten Priester“ – die Durchsetzung des Zölibats wurde ja, dies
zur Information, durchaus auch vom Volk gewollt –, der Mitgliederschwund dieser Christengemeinschaften
seine Ursache nicht im – nicht – vorhandenen Zölibat hat.
#106 Benedikt 14:34:53 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Puchil2 die Tasache, dass in kirchlichen Gemeinschaften, in denen es die – wie ich meine – unheilvolle
Koppelung von Ehelosigkeit und bestimmten Formen des Amtes nicht gibt, kein oder ein weitaus geringerer
Mangel an Kandidaten dafür festzustellen ist. Schön, es gibt mehr Kandidaten. Geht es diesen Kirchen
besser? Nein. Die Evangelische Kirche in Deutschland kann jetzt schon kaum Neueinstellungen vornehmen,
weildas Geld nicht reicht. Sie fahren die alte Schiene: Qualität egal, Hauptsache, die Quantität stimmt.
Dasselbe Konzept herrschat auch bei den Jugendangeboten vor: Hauptsache, der Laden war voll. Dass überhaupt
kein kirchliches Programm angeboten wurde, ist zweitrangig.
Vita communis statt abgeschafften Zölibat. Führt die „Vita communis“ Gemeinschaftsleben der Priester
wieder ein. (Oratorium, Priorate) Und vor allem eine Liturgie die feierlich und würdig ist, dann gibt
es auch wieder Berufungen, das was wir jetzt haben kann wirklich niemanden begeistern. Priester sein ganz
alleine im Pfarrhaus da geb ich einigen recht, das kann auch nur schiefgehen, gerade in der heutigen zeit.
Und in der Bibel gibt es durchaus mehrere stellen die die Ehelosigkeit (Zölibat) höher bewerten als
die Ehe. Jeder eben nach seinem Stand. Richtig das es kein „Göttliches Recht“ ist, aber der Maßstab
ist Christus selbst der es vorgelebt hat. Jesus war in einigen Dingen wohl radikaler als die kath. Kirche
man sehe LK 18, 29
#104 Puchil2 † 07:59:39 | Donnerstag, 17. August 2006
An Benedikt Mir geht es in dem hier diskutierten Zusammenhang nicht um die Theologie des Priestertums
in den verschiedenen Kirchen, sondern um die Tasache, dass in kirchlichen Gemeinschaften, in denen es
die – wie ich meine – unheilvolle Koppelung von Ehelosigkeit und bestimmten Formen des Amtes nicht gibt,
kein oder ein weitaus geringerer Mangel an Kandidaten dafür festzustellen ist.
#103 Benedikt 00:36:53 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Puchil2 So einfach sollte man sich die Dinge vom hohen Ross der katholischen Sichtweise nicht machen.
Die Dinge sind wohl komplexer. Komplexer? Luther hat das Amtspriestertum nicht gewollt, für ihn gab es
nur das allgemeine Priestertum aller Getauften. Das Sakrament der Priesterweihe ist demgemäß bei den
Protestanten nicht mehr vorgesehen, weswegen es bei ihnen weder Priesterinnen noch Priester iSd des katholischen
Priesters gibt. Wollen Sie das jetzt bestreiten? Haben die Evangelischen nun auf einmal doch drei Sakramente?
Ad Athanasius: Redet Puchil hier nur Müll? Es gibt durchaus bedenkenswerte Gründe gegen den Pflichtzölibat.
Ich fand es übrigens interessant, dass, als die Angelegenheit neuerlich von dtsch. Bischöfen diskutiert
wurde, wohl auch finanzielle Gründe für die Beibehaltung des Zwangszölibats angeführt wurden. Die
Kirche könne sich (so viele) Priester mit Familie einfach gar nicht leisten, wurde da argumentiert.
#101 Puchil2 † 23:09:52 | Mittwoch, 16. August 2006
Gründe Vorbemerkung: Ich möchte nicht den Zölibat abgeschafft sehen, sondern die unbedingte Koppelung
zwischen Zölibat und Priesterberuf! Zu den Gründen: 1. Keine Forderung der Bibel (siehe unten) 2. Das
heutig Zölibatsgesetz ist ein wichtiger Grund für den Priestermangel (Vgl. Priester und Pastorenüberschuss
in den kirchlichen Gemeinschaften, in denen es dieses Gesetz nicht gibt) 3. Die Aufrechterhaltung der
Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf führt zu schweren Missständen und menschlichen Katastrophen
(Lüge, Heuchelei, Doppelleben vieler Priester, Unglaubwürdigkeit, seelische Unausgeglichenheit, unverhältnismäßig
viele Alkoholiker unter den Priestern …) Übrigens: Ein wichtiger Grund dafür, dass es in manchen Gebieten
der Erde keinen Priestermangel gibt, liegt darin, dass man es dort mit der Verwirklichung des Zölibates
noch weniger genau nimmt als bei uns.
#100 Athanasius 23:03:46 | Mittwoch, 16. August 2006
Maul halten Leute die wittern, daß der Zölibat den Priestermangel verursache, sollen endlich mal ihre
Klappe halten und nach England, in die Anglikanische „Kirche“, schauen. Dort heiratet man schon seit Jahrhunderten
und „weiht“ diese Männer. Dennoch Mängel an Berufungen, Geld, Gläubigen. 2004 erwies ein Londoner ÖKumenisches
Untersuchungsbüro mit einer Umfrage sogar, daß Leute „authentische“ Predigte forderten, mit klarer Sprache
zu Hölle, Heiligkeit, Sakrament, Mysterium und zur Moral.
Ad Puchil Der Zölibat ist keine Einrichtung göttlichen Rechts insofern, als aus der Bibel nicht zwingend
hervorgeht, dass Priestertum und Zölibat unbedingt zusammengehören. D.h. aber nicht, dass der Zölibat
nicht sinnvoll wäre. Bedenken Sie hierbei auch, dass Preistermangel eher eine Erscheinung der westlichen
Gesellschaft ist, die kath. Kirche aber global denken muss. Was spricht Ihrer Meinung nach für die Abschaffung
des Zölibats?
#98 Puchil2 † 22:39:06 | Mittwoch, 16. August 2006
Noch einmal Zölibat Ich wiederhole: Für die zwangsweise Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf
gibt es keine biblischen Belege. Die biblischen Empfehlungen der Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen
gelten für alle Christen, „die es fassen können“, jedoch nicht für einen bestimmten Stand (z.B. Priester).
So waren ja bekanntlich die Priester, Diakone und Bischöfe der frühen Kirche in der Regel verheiratet.
(Vgl.Paulus in den Pastoralbriefen) Wenn die Gnadengabe der Ehelosigkeit und die Berufung zum Priester
zusammenkommen: dann umso besser. Die Ehelosigkeit ist aber – biblisch gesehen – nicht die unbedingte
Voraussetzung für das Priesteramt.
Ad studentes Ad Benedikt: Vielen Dank für den klärenden Hinweis. Das Amtsverständnsi der Protestanten
ist in der Tat ein anderes, so dass man die Ämter und deren Begründung nicht ohne Weiteres vergleichen
kann. Ad Puchil: Auch Ihre pauschale Infragestellung einer biblischen Grundlegung des Zölibat ist so
nicht zutreffend. Es ist nun mal unstrittig, das Ehe und Dienst am Volk Gottes in einen Widerspruch zueinander
treten können. Ganz Christus und seiner Kirche gehören zu wollen und ganz der sorgende Familienvater
sein zu wollen, das mag funktionieren, aber Zweifel sind hier durchaus angebracht (vgl. Mk 9, 34; 10,
21.43). Mt 19, 12 ist eindeutig: Es gibt eine Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen. Der Apostel Paulus
hat die Ehelosgkeit selbst empfohlen. Was sagen Sie jetzt dazu?
@ Puchil2 Ich finde es befremdlich, dass ein katholischer Theologe wie Sie nicht weiß, dass es bei den
Evangelischen gar kein besonderes Priestertum gibt und ergo auch kein Priestertum der Frau. Die Weihen
der Anglikaner sind nach katholischer Lehre ungültig (s. Apostolicae curae).
#94 Puchil2 † 19:34:04 | Mittwoch, 16. August 2006
An Christian Hüller Über die Koppelung von Ehelosigkeit und Priesterberuf ist theologisch nichts mehr
zu sagen: Sie ist biblisch nicht begründbar und gehört längst beendet. Zum Frauenpriestertum: Sie sind
offenbar der Meinung, dass sowohl die evangelische, wie auch die anglikanische Kirche mit ihrer Entscheidung
für das Priestertum der Frauen gegen die Bibel verstoßen. Glauben sie das im Ernst?
An Puchil2 Sie sind mir vielleicht ein seltsamer Vogel – reden über das nach der Schrift unzulässige
Frauenpriestertum und lassen das aus, worüber man in der Tat ernsthaft diskutieren könnte und was Sie
in Ihrem Leben offenbar schon einmal schwer berührt, um nicht zusagen: aus der Bahn geworfen hat: den
Zölibat. Tipp an Sie: Reden Sie darüber – und nicht über etwas, was es nach der Schrift nicht geben
kann und in der kath. Kirche, so wie Gott will, auch niemals geben wird.
Dinge in Ordnung zu bringen ? Ich schrieb: Es sei Doppelmoral, weil auch heute noch in einigen deutschen
Diözesen Priesterkonkubinate geduldet werden, solange sie nicht öffentlich bekannt werden. und sie antworteten:
Ich kann hier keine Doppelmoral erkennen. Das sind Maßnahmen, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Dieser
Argumentation kann ich jetzt nicht ganz folgen.
@ Guldin Ich kann hier keine Doppelmoral erkennen. Das sind Maßnahmen, um die Dinge in Ordnung zu bringen.
Sie wurden aufgrund des Verhaltens einiger Priester notwendig, die sich über ihr Weiheversprechen hinweggesetzt
haben. Im übrigen ist es nicht Aufgabe der Kirche, das Sexalleben der Priester zu kontrollieren. Wenn
jemand trotz seines Weiheversprechens mit einer Frau ein Verhältnis beginnt, dann muss er selber wissen,
wie er das vor sich verantworten kann. Keiner wird gezwungen, und keiner wird über Nacht Priester. Jeder
weiß, was auf ihn zukommt.
@Puchil2 Sie schrieben:“„Die Zölibatsordnung“ der Kirche war in Vegangenhneit und Gegenwart in Wahrheit
eine ungeheure Unordnung und ein riesiges Lügengebäude.“. Erstens möchte ich dieser Verallgemeinerung
widersprechen. Das ist eine Beleidigung der Mehrzahl der Kleriker, die sich an die von ihnen eingegangenen
Verpflichtungen gehalten haben. Die Bereitschaft, diese Verpflichtungen auf sich zu nehmen und dann auch
einzuhalten ist allerdings um so stärker, je deutlicher ihr Wert und Inhalt hochgehalten wird. Als Mitte
der 60er Jahre gelegentlich der Eindruck erweckt wurde, der Zölibat werde wohl demnächst mit anderen
Altertümern auf den Abfall geworfen, ließ sich so mancher ins Priesteramt locken, der dann nach einigen
Jahren enttäuscht wieder aufgab. Warum heute noch Bischöfe ähnlich leichtsinnige „Versprechungen“ machen,
ist mir unbegreiflich. Im übrigen möchte ich noch einmal daran erinnern, daß es außer einem extensiven
Verständnis der Bedeutung von „Sex“ nichts gibt, was die Fragen des Zölibats und der Frauenordination
welchen Grades auch immer verbindet.
@ Benedikt Doppelmoral weil: – es heute noch Diözesen gibt, in denen alle Bediensteten einen Teil des
Einkommens (0.5%) in eine „Hilfkasse“ einzahlen, aus der dann die Alimenten für Priesterkinder bevorschusst
werden. Damit solche „Fehltritte“ möglichst nicht bekannt werden. – weil in der Vergangenheit Priester
bei der Geburt ihrer Kinder eine Busse bezahlten, und gut wars. – weil auch heute noch in einigen deutschen
Diözesen Priesterkonkubinate geduldet werden, solange sie nicht öffentlich bekannt werden. Das meine
ich mit Doppelmoral
@ GuldinW Wieso Doppelmoral? Wer hat denn den Fehler begangen? Um glaubwürdig zu bleiben reicht es, wenn
man sich an sein Weiheversprechen hält oder die Konsequenzen zieht.
@ Benedikt Ich wüsste nciht, warum man aufgrund dieser Leute irgendwas ändern sollte. Vielleicht um
die Doppelmoral zu überwinden und glaubwürdig zu bleiben.
@ Puchil2 „Die Zölibatsordnung“ der Kirche war in Vegangenhneit und Gegenwart in Wahrheit eine ungeheure
Unordnung und ein riesiges Lügengebäude Wenn es so ist, wer ist dafür verantwortlich? Die Kirche, oder
die, die trotz ihres Weiheversprechens den Zölibat gebrochen haben und weiter im Amt bleiben? Es vollziehen
ja bei weitem nicht alle den Schritt, den Sie vollzogen haben. Ich wüsste nciht, warum man aufgrund dieser
Leute irgendwas ändern sollte.
#84 Puchil2 † 16:17:00 | Mittwoch, 16. August 2006
Ordnung? An Bernardo „Die Zölibatsordnung“ der Kirche war in Vegangenhneit und Gegenwart in Wahrheit
eine ungeheure Unordnung und ein riesiges Lügengebäude. Guldin sieht das richtig.Wenn sie mir schon
eigennützige Motive für meine Einstellung unterstellen:Was ist dann mit den Motiven aller anderen, die
eine ähnliche Einstellung vertreten als ich?
@Guldin Sie schrieben:„Sie wissen ja sicher auch, dass Abt Ulrich Rösch (immerhin der 3. Gründer des
Klosters St.Gallen) Kinder hatte. Ebenso viele seiner Priester. Dass es durchaus auch Päpste gab, die
stolz auf ihren leiblichen Nachwuchs waren, ist auch kein Geheimnis.“ Nein, das ist kein Geheimnis – aber
was anderes als unser konkretes Thema. Die geforderte Ehelosigkeit ist das eine, die gelobte Keuschheit
ein anderes, und der Gesamtbereich der Frauenweihen ein Drittes. Wobei letzteres mit den beiden ersten
eigentlich nur in einer so sex- und gender-besessenen Gesellschaft wie der gegenwärtigen überhaupt in
einen Zusammenhang gebracht werden kann. Ein Priester, der ein Kind gezeugt hat, kann sich den Anforderungen
seines Gelöbnisses unterwerfen, seinen Fehltritt bekennen und versprechen, es (und alles, was dazu führen
könnte) nicht wieder zu tun. Andernfalls fällt er wieder unter der Sünde, und irgendwann muß er sich
überlegen, wie ernst es ihm um seine Reue ist, oder ob er nicht versucht, sich – was leicht ist – oder
dem lieben Gott – was unmöglich ist – was vorzumachen. Ein Priester, der die Ehe verlangt, bricht nicht
nur sein Versprechen – er verlangt auch von der Kirche, daß sie ihre Ordnung brechen soll. Natürlich
wird er meistens nicht zugeben, daß er eigennützige Motive hat, sondern behaupten, daß das, was er
will, auch für die Kirche das einzig wahre und gute wäre. Aber das fällt eher in die Kategorie: „Sich
etwas vormachen“ – siehe oben.
#82 stat crux 13:44:00 | Mittwoch, 16. August 2006
Während Marcel im Kreuzforum Gregor XVI. nachweint, sehen wir hier die Fragen von „heute“. Eine Diakonatsweihe
(!) von Frauen würde das Durcheinander (gerade weil die Argumentationsnot bis inmitten der Kirche so
stark angewachsen ist) neuen Höhepunkten entgegentreiben. So könnte es ein Gebot der Klugheit sein,
weibliche „Ämter“ an ein Versprechen der Frau zu binden, ein Sich-Weihen (wie Jungfrauenweihe, Profess);
die Frau kann das Weihesakrament nicht empfangen, weiht sie sich aber dem Dienst in der Kirche (ob im
Orden oder diözesan), kann sie mit Funktionen beauftragt werden, die aus dem allg. Priestertum herleitbar
sind. So ungefähr könnte eine klare Linie aussehen.
@ Bernardo auch wenn er dazu die Schrift entstellen und die zweitausendjährige Tradition der Kirche ins
Unrecht setzen muß. Ich schätze Ihre Beiträge sehr, doch hier glorifizieren Sie eine geschichtliche
Entwicklung, die so eindeutig nicht ist. SIe wissen ja sicher auch, dass Abt Ulrich Rösch (immerhin der
3. Gründer des Klosters St.Gallen) Kinder hatte. Ebenso viele seiner Priester. Dass es durchaus auch
Päpste gab, die stolz auf ihren leiblichen Nachwuchs waren, ist auch kein Geheimnis. Mag sein, dass dies
Verfehlungen dieser Personen waren (es waren nicht wenige, sogar Pius Reher war nicht in der Lage, alle
seine im Konkubinat leben Priester zu ersetzen). Die Kirche hat immer wieder beide Augen zugedrückt und
von betroffenen priestern lediglich eine Sondersteuer erholben (Bistum Konstanz). Da ist die heutige Situation
vielleicht ehrlicher, wenn diese „verheimlichten“ Beziehungen öffentlich gemacht und legalisiert werden.
Nicht alles was heute ist, oder erwünscht ist, hat eine 2000jährige Tradition, wenn auch das Ideal dafür
vielleicht vor 2000 jahren schon einmal genannt worden ist. Gott zum Gruss
#80 Puchil2 † 12:07:38 | Mittwoch, 16. August 2006
An Bernardo Es geht mir nicht um die Rechtfertigung meiner ureigensten persönlichen Entscheidung. Es
geht mir um einen guten Weg für unsere Kirche im neuen Jahrtausend. Wo ich mit meinen Beiträgen die
Bibel entstelle, kann ich nicht erkennen. Mit der Behauptung, dass es in der Kirchengeschichte keine Tradition
für das Frauendiakonat gäbe, liegen sie ganz einfach falsch.
@Purchil Ich weiß nicht, wohin uns der Heilige Geist noch führen will. Naja, wenn Sie nicht wissen,
wohin Sie !!! der Heilige Geist noch führen will, so wünsche ich Ihnen doch von Herzen, daß Sie IHN
immer erkennen mögen, damit Sie dem richtigen Geist auch imstande sind zu folgen.
@benedikt Sie schrieben:„Glaubt man Puchils Beiträgen (und ich habe keinen Anlass, dies nicht zu tun,
so handelt es sich bei Puchil2 um Mag. L. Puchinger,“. Danke für den Hinweis. Das würde natürlich manches
erklären. Für einen laisierten Priester, der bereits 4 Jahre nach der Weihe sein Gelübde aufgegeben
oesterreich.orf.at/ooe/stories/117842/ und sein Amt verlassen hat, um zu heiraten, liegt es nahe, wird
alles tun, um seine Entscheidung zu rechtfertigen – auch wenn er dazu die Schrift entstellen und die zweitausendjährige
Tradition der Kirche ins Unrecht setzen muß. Tragisch eben nur, daß sich für solche Modernismen durchaus
auch Bischöfe ins Feld führen lassen. Die neue Kirchenspaltung (entlang der alten Bruchlinien) ist schon
weit vorangeschritten. @Christian Hüller: „Und wo wollen Sie aufhören? Wollen Sie dann irgendwann, entgegen
den eindeutigen Bestimmungen der Schrift, Frauen auch zum Bischof ordinieren (lassen)?“ Nun, die bereits
gestern von mir hier angeführte Website von Womanprists www.ministryforwomen.org/deacons/index.asp ist
da ganz eindeutig: „We are Roman Catholics who strongly believe that women should be ordained deacons
in the Roman Catholic Church. As well as being ordained priests and bishops in due course!“ Wer sich erst
einmal vom Lehramt der Kirche abgewandt bzw. selbst an dessen Stelle gesetzt hat, gerät schnell auf eine
sehr abschüssige Bahn.
#77 Puchil2 † 10:59:24 | Mittwoch, 16. August 2006
Bestätigung Richtig. Das Fundament unseres Glaubens. Ob nun Männer oder Frauen dieses Fundament als
dafür Beamtete weitergeben ist wohl Menschensatzung. Mit ihrer Einstellung behindern sie tatsächlich
den Heiligen Geist, der uns immer weder neu und auf verschiedene Weise antreibt, der jeweiligen Zeit entsrechend,
den Glauben (das Fundament) zu leben und zu verkünden.
@Puchil2 Also jetzt wird’s hier langsam lustig. Das Glaubensbekenntnis ist Ausfluss und Verdichtung der
göttlichen Offenbarung, festgehalten im Kanon der Hl. Schrift und uns zur unverfälschten Weitergabe
anvertraut.
#75 Puchil2 † 10:34:17 | Mittwoch, 16. August 2006
Fundamente Ob man Frauen zu Diakoninnen weiht oder nicht, gehört doch wohl nicht zu den Fundamenten des
Glaubens. Die Fundamente des Glaubens finden wir im Glaubensbekenntnis
@Puchil2 Jetzt haben Sie sich aber entlarvt: „menschliche Satzungen“. Das schlägt ein. Ich merke doch
immer wieder, dass Leute, denen es an der rechten konservativen Gesinnung fehlt, ein Problem mit den Fundamenten
unseres Glaubens haben. Und darin liegt wohl auch die Crux. Leider.
@Doriano Sie schrieben: „ist das mit dem „Unbedingt-dabei-sein-wollen“ eigentlich eine typisch westliche
Zivilisationskrankheit – oder wo gibt’s sowas noch – von Ausnahmen jetzt mal abgesehen.“ Es ist eine Krankheit
des „machenmüssens“, das nichts Gegebenenes annehmen kann, sondern alles selbst tun muß. Das ist in
Europa besonders verbreitet, kommt aber anderswo (z.B. Ostasien) auch vor. Es ist das alte „non serviam“.
Oder frei nach Nietzsche: „Ich möchte nicht, daß für mich ein Lösegeld bezahlt wird, wen die Münze
nicht mein Bildnis trägt.“ „Das war jetzt aber keine Grußadresse an die Tradis!! (Priesterbruderschaft
St.PiusX. etc.)“ Nun ja, es gibt auch „Tradis“ die in voller Gemeinschaft mit dem Papst stehen, und unser
Papst selbst hat die Piusleute ja auch noch lange nicht abgeschrieben. Grüßen dürfen Sie sie schon
mal – man darf halt nur nicht übersehen, daß sie auch manchmal ins „selbst machen müssen“ verfallen –
z.B. wenn’s um Bischofsweihen geht.
#72 Puchil2 † 10:16:40 | Mittwoch, 16. August 2006
An Christian Hüller Zu ihren Fragen: Ich weiß nicht, wohin uns der Heilige Geist noch führen will.
Jedenfalls sollten wir seine Zeichen sehen und ihn durch das ständige Wiederholen von menschlichen Satzungen
nicht behindern. (Vgl.: Interview mit dem Papst im Abschnitt über die Frau in der Kirche)
@Puchil2 Bitte beantworten Sie auch meine Fragen – da müssten Sie dann nämlich Farbe bekennen. Bezüglich
des Diakonats darf ich Sie darauf verweisen, dass dieses Amt seit dem II. Vatikanum aufgewertet wurde.
Das Amt des Diakons, wie es sich seit dem II. Vatikanum darstellt, ist nicht mehr das, welches es vor
dem Konzil in der Tradition der Kirche war. Damit ist im Hinblick auf weitere Modifikationen äußerste
Vorsicht angeraten. Die kath. Kirche ist schließlich kein Experimentierfeld für irgendwelche Freilandversuche.
#70 Puchil2 † 09:54:38 | Mittwoch, 16. August 2006
Nur Alt-Bischöfe? „Frau – Partnerin in der Kirche“: 1986 von der Österreichischen Bischofskonferenz
offiziell genehmigt. Darin heißt es unter anderem: „Kaum ein theologischer Zweifel besteht darin, dass
Frauen zum Amt des Diakonats zugelassen werden können. Die deutschsprachigen Synoden haben sich daher
mit großen Mehrheiten dafür ausgesprochen, dass in unseren Ländern Frauen wieder zum Diakonat zugelassen
werden, wie dies in Teilen der alten Kirche Jahrhunderte hindurch selbstverständlich war.“
@Puchil2 Sie erweisen sich in diesem Forum ja als harter Vorkämpfer der Rechte der Frau, die in der Kirche
offenbar immer noch zu Unrecht unterdrückt wird. Hierzu habe ich, wie mehrfach geäußert, eine dezidiert
andere Meinung. Ich kann man mir schon vorstellen, dass einige Altbischöfe gerne Frauen als Diakone hätten –
angesichts des allgemeinen Priestermangels. Und wo wollen Sie aufhören? Wollen Sie dann irgendwann, entgegen
den eindeutigen Bestimmungen der Schrift, Frauen auch zum Bischof ordinieren (lassen)?
#68 Puchil2 † 08:36:59 | Mittwoch, 16. August 2006
Auch wenn der liebe Horst sauer wird… Altbischof Aichern regt Diakonat für Frauen an Ehemaliger Frauenbischof
fordert auch kirchliche Frauenkommissionen in allen Diözesen ¬ Verabschiedung von Katholischer Frauenbewegung
Österreichs Für die Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe hat sich der Linzer Altbischof Maximilian
Aichern ausgesprochen. Der ehemalige Referent für Frauenbelange in der Österreichischen Bischofskonferenz
begründete vor der Vollversammlung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs diese Ansicht damit,
„weil Frauen die Inhalte der diakonalen Arbeit sehr auf ihre Fahnen geschrieben haben und diese auch tun“.
Außerdem forderte er die Schaffung von kirchlichen Frauenkommissionen in allen Diözesen Österreichs.
Der Altbischof hob den „unersetzlichen Einsatz“ der haupt- sowie besonders der ehrenamtlich in der katholischen
Kirche tätigen Frauen hervor. Es sei nicht auszudenken, welche Auswirkungen es auf die Kirche gäbe,
wenn sie einmal alle ausfielen. Der Bischof ermutigte die Frauen, nicht die Hoffnung aufzugeben, sondern
sich gegenseitig zu bestärken. „Mutig und zuversichtlich“ sollten die Mitglieder der kfb ihre Arbeit
fortsetzen und die gesamte Kirche für die Sorgen und Anliegen der Frau sensibilisieren.
@Purchil2 Ihr „Empfehlungen“ an mich empfinde ich übrigens untergriffig und einer sachlichen Diskussion
nicht dienlich. Sie haben sich immer noch nicht exorzieren lassen, wie ich es Ihnen bereits zweimal empfohlen
habe. Langsam wird der liebe Horst sauer.
#66 Puchil2 † 08:12:04 | Mittwoch, 16. August 2006
An Bernardo Es gibt auch andere Sichtweisen unter Bischöfen wie die von Bischof Müller: Wieder einmal
hat sich ein katholischer Bischof , diesmal in Belgien, für das Frauendiakonat ausgesprochen. Bischof
Roger Vangheluwe aus Brügge hat sich dafür ausgesprochen, Frauen zur Diakonatsweihe zuzulassen. Er hoffe,
dass darüber in absehbarer Zeit offen diskutiert werden könne, sagte Vangheluwe in belgischen Rundfunkberichten.
Der Bischof plädierte zugleich dafür, Frauen bereits jetzt verstärkt in kirchliche Leitungsfunktionen
zu bringen: „Es ist mehr möglich, als tatsächlich geschieht.“ Ihr „Empfehlungen“ an mich empfinde ich
übrigens untergriffig und einer sachlichen Diskussion nicht dienlich.
Jaja, die bösen Pastoralbriefe Allen östlichen Aus- und (Fehl?)deutungen zum Trotz, führt doch bereits
eine einfache, sozusagen: „unbefleckte“ oder „vorwissenschaftliche“ Lektüre des ersten Timotheusbriefes
zu der an sich wenig überraschenden Erkenntnis, dass offenbar bereits die frühchristlichen Gemeinden
in der Hand von Männern waren. Geschadet haben wird es nicht, sonst könnten wir diesen Brief heute nicht
mehr lesen. Man wird also völlig ohne Häme sagen müssen: „Männer, ihr habt eure Sache gut gemacht.“
(Jetzt darf ich auch mal grinsen, aber ohne Spott.) Da ist vom Bischof der Rede, der ein Mann sein soll,
freilich „ohne Tadel“, „nüchtern“, „besonnen“ usw. Ähnliches wird vom Diakon verlangt. Ach ja: Diakonissen
werden nicht erwähnt. Auch keine „Priesterinnen“ oder „Bischöfinnen“. Damit haben solche christlichen
Gemeinschaften mit weiblichen Amtsträgern, die sich ansonsten dem Schriftprinzip verpflichtet sehen,
bekanntlich ein Problem – und natürlich auch eine äußerst schlaue Lösung: die Pastoralbriefe seien
„katholische Episteln“, die deutlich machten, dass sich in den Gemeinden schon bald nach Paulus die patriarchalische
Amtsstrukturen der umgebenden, antiken Gesellschaft durchgesetzt hätten, was zu einer Verfälschung der
eigentlichen Absicht des historischen bzw. irdischen Jesus geführt habe – wobei man natürlich genau
weiß, was der irdische Jesus diesbezüglich wollte … (siehe Bussmann & Co).
@ Bernado Glaubt man Puchils Beiträgen (und ich habe keinen Anlass, dies nicht zu tuN9, so handelt es
sich bei Puchil2 um Mag. L. Puchinger, sozusagen „Hw. a.D.“ . Hat er hier schon geschrieben, ist also
kein „Outing“: www.kreuz.net/…ticle.3484-page.html
@Bernardo Es gibt zu diesem Thema und einigen anderen in diesem Zusammenhang ein höchst interessantes
und lehrreiches Buch von Bischof Müller – leider ist mir der Titel entfallen -muß nachschauen. Aber
was ich mich schon seit Länge- rem frage – ist das mit dem „Unbedingt-dabei-sein-wollen“ eigentlich eine
typisch westliche Zivilisationskrankheit – oder wo gibt’s sowas noch – von Ausnahmen jetzt mal abgesehen.
In der Heimat meiner Frau (Kenya) werden solche Diskussionen mit äußerstem Befremden verfolgt. Die Treue
zur katholischen Kirche und zum Heiligen Vater wie ich sie dort erleben durfte, vermisse ich hier doch
zu sehr. Das war jetzt aber keine Grußadresse an die Tradis!! (Priesterbruderschaft St.PiusX. etc.)
Leseempfehlung Zur besseren Einschätzung der von Puchil2 genannten Autoren/innen empfehle ich einen Blick
auf diesen Artikel www.stjosef.at/…ertum_mueller_dt.htm des damaligen Dogmatik-Professors Gerhard-Ludwig
Müller – inzwischen Bischof von Regensburg. Liebe(r) Puchil2 – warum verweisen Sie uns nicht gleich auf
diese Seiten www.ministryforwomen.org/deacons/index.asp, von Woman Priests, von denen Sie den größten
Teil Ihrer Weisheit bezogen zu haben scheinen. Motto: „We are Roman Catholics who strongly believe that
women should be ordained deacons in the Roman Catholic Church. As well as being ordained priests and bishops
in due course!“. Oder noch besser: Warum machen sie nicht erst einen Batikkurs und dann eine Fahrt auf
der Donau? Dann wüßte man doch, wo man dran ist.
#61 Puchil2 † 21:56:11 | Dienstag, 15. August 2006
Literatur Literaturangaben (Auswahl) Diakonat. Ein Amt für Frauen in der Kirche Ein frauengerechtes Amt?
(hg. v. P. Hünermann, A. Biesinger, M. Heimbach-Steins, A. Jensen, Ostfildern 1997). Reininger, Dorothea:
Diakonat der Frau in der Alten Kirche – Diskussionen, Entscheidungen und pastoral-praktische Erfahrungen
in der christlichen Ökumene und ihr Beitrag zur römisch-katholischen Diskussion, Ostfildern 1999
Leseschwäche Puchil2 schrieb: „Phöbe wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt;
nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen
Amtsbezeichnung versteht; denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin.“ Das
ist ja schön, daß Lohfink davon spricht – es ist nur nicht plausibel. Ich habe ihnen bereits gestern
entgegengehalten, daß Paulus selbst sich in seinen Briefen ebenfalls als „Diakonos“ bezeichnet – ein
untrügliches Zeichen dafür, daß das Wort zu seiner Zeit allgemeine Bedeutung hatte und kein bestimmtes
Amt bezeichnete. Griechischkenntnisse hätten Sie ünrigens davor bewahrt, in der männlichen Form ein
Indiz für eine weibliche Amtsträgerin zu sehen – das Griechische war für Konkreta schnell mit einer
weiblichen Endung bei der Hand. Vielleicht lesen Sie ja mal außer Lohfink noch andere Autoren, die nicht
so stark mit der Prämisse an ihre forschungen herangehen, überall weibliche Amtsträger aufzuspüren.
#59 Puchil2 † 19:39:18 | Dienstag, 15. August 2006
Zur Information 1 Es gibt zwei Textstellen in NT, die sich auf Diakoninnen beziehen: Röm 16, 1-3: Phöbe
wird von Paulus als „Diakon der Gemeinde von Kenchreä“ vorgestellt; nach Gerhard Lohfink sprechen Gründe
dafür, daB Paulus in Röm 16,1 ‘Diakon’bereits im Sinne einer spezifischen Amtsbezeichnung versteht;
denn die männliche Form diakonos weist auf ein solch spezielles Amt hin. Der sich unmittelbar anschließende
Genitiv „der Gemeinde“ deutet auf einen ständigen und anerkannten Dienst der Phöbe in der Gemeinde Kenchreä
hin. Phöbe wird ausserdem noch prostatis = Patronin, Vorsteherin genannt. Sie war vermutlich auch Vorsteherin
einer Hausgemeinde. 1Tim 3,11: In dem in 1Tim 3 vorliegenden Ämterspiegel, in dem Grundvoraussetzungen
für die wichtigsten kirchlichen Ämter aufgezählt werden, geht es zunächst um die Episkopen, dann um
die Diakone, dann um die Frauen, dann wieder um die Diakone (12f). Es heißt dort u.a.: „Nur wenn nichts
gegen sie [die Diakone] vorliegt, sollen sie ihren Dienst ausüben. Ebenso sollen die Frauen ehrenhaft,
nicht verleumderisch, mäßig im Weingenuss und in allem zuverlässig sein.“ Im Anschluss daran spricht
der Text wieder von den Diakonen: „Die Diakone sollen nur einmal verheiratet sein.“ Im christlichen Osten
hat man die Verse über die Frauen auf die weiblichen Vertreterinnen dieses Amtes bezogen, im Westen vermutete
man dahinter die Ehefrauen der Diakone.
#58 methusalix † 17:52:04 | Dienstag, 15. August 2006
an unsere Lustige: DieFidele: unser Platz im Leben Ich erlaube mir, jetzt mal aus meiner Sicht als Katholikin
das Wort zu ergreifen: Vergelt’s Gott Heiliger Vater für Ihre ermutigenden Worte an uns Frauen. Mit Gottes
Hilfe will ich in der Tat mit Schwung und Kraft an meinem Platz (Ehefrau + Mutter)… Ich hoffe sehr,
dass sich jetzt die Krankenpflegerinnen auf den Intensivstationen nicht allzu entmutigt fühlen, weil
sie in langem und anstrengedem Schichtdienst für Schwerstkranke sorgen und dabei den grössten Teil ihrer
Kraft investieren. Ausserdem hoffe ich, dass nicht jetzt gleich alle Kinderärztinnen den Bettel hinschmeissen,
um ihren Platz als Ehefrau und Mutter ganz auszufüllen, von den Bäckersfrauen ganz zu schweigen, die
ihren Männern in den Backstuben aushelfen und nicht zu vergessen alle Bäuerinnen. Wir hoffen sehr, dass
die Ermutigungen von Benedikt nicht dazu führen, das jetzt alle Bäuerinnen aus den Ställen und von
den Feldern in die Wohnstuben und Kinderzimmer strömen und ihre Männer dazu drängen Kinder zu zeugen
und sich fürderhin ausschliesslich der Kinderaufzucht un dem häuslichen Wohlergehen ihrer Ehemänner
hingeben. Das sei Gott vor!
@ Bussmann die Frau war Gemeindeleiterin und Vorsteherin im Gottesdienst. Ja und? Das geht heute auch.
Gemeindeleiterin nach can 517 § 2(?) CIC und einem Gottesdienst kann jeder Getaufte „vorstehen“, solange
es sich nicht um eine Heilige Messe handelt, oder andere Riten vollzogen werden, die einem Amtsträger
vorbehalten sind.
@ Hoffnung Sie wissen wie es gemeint ist. Die Ap. Sukzession ging von den Aposteln auf die Bischöfe und
Priester über durch alle Generationen bis heute.
Schrift begründet keinen Anspruch Paulus wurde nach der Schrift vom Auferstandenen berufen und gesandt.
Das ist klar und eindeutig belegt. Daraus lässt sich aber kein Anspruch der weiblichen Christen auf das
Weiheamt ableiten. Auch aus der Sendung der Maria Magdalena lässt sich ein solcher Anspruch nicht ableiten:
Sie gehörte eben nicht zu den Zwölfen, deren priesterliche Sendung wiederum klar und eindeutig belegt
ist (vgl. Mk 3, 14; 16, 14f). „Apostola Apostolorum“ ist ein Ehrentitel und begründet dies ebenfalls
nicht, zumal die Schrift hier den Rahmen für die Deutung setzt.
@ Klaus Klaus schrieb: {…} Jesus hat nur seinen 12 Aposteln die Weihegewalt übertragen: Tut dies zu
meinem Gedächtnis, nicht den vielen Jüngern in seiner Anhängerschaft. Schade, sind dann ja schon alle
mit Weihegewalt bedachten entschlafen. Auch Paulus wäre zu verdammen, gehörte er doch nicht zu den
zwölfen. o^/ Klaus bedenken Sie Ihrer Worte!!!
Frau Bussmann: wo sind Beweise? Wo sind die Beweise das eine Frau jemals eine Hl. Messe zelebriert hat?
Vorstehen kann man einer Feier auch wenn man nur eine Rede verliest oder übermittelt. Frau Bussmann was
heißt in Ihrem Artikel „leider nur Nonnen“ sind Nonnen etwas unwürdiges? Maria Magdalena hat die Auferstehung
den Aposteln gesagt, eine Hl. Messe hat sie aber nicht gehalten. Jesus hat nur seinen 12 Aposteln die
Weihegewalt übertragen: Tut dies zu meinem Gedächtnis, nicht den vielen Jüngern in seiner Anhängerschaft.
Junge Leute von 26 haben meist noch garkeine Weihe die sollen erstmal in der Kirche ihre Erfahrungen sammeln
und geistlich wachsen. Was sollen die in Führungspositionen im Vatikan?
Brigitte Bussmann Welcher kirchenhistorische Befund auch immer sich Ihnen darbietet, Sie akzeptieren ihn
nur in dem Umfang, wie er sich instrumental in die von Ihnen erwünschte frauenbezogene Rolle in der Kirche
einordnen läßt.
@Frau Bussmann Paulus grüßt wiederholt die Frauen in den Gemeinden und beauftragt sie seine Botschaft
anderen zu überbringen. Warum sollte Paulus so unfreundlich sein und die Frauen nicht grüssen? Ich grüsse
Sie hiermit auch einmal ganz persönlich: „ Grüss Gott, Frau Bussmann.“ Tja, – und nun zu den „anderen“.
Warum sollte Paulus etwas dageben haben, wenn die Frauen in ihrer überaus wert zu schätzenden Mutterrolle
den Kindern nicht die frohe Botschaft verkünden und dies nicht auch in den Schulen als Religionslehrerinnen
tun dürfen? Liebe Frau Bussmann, diesen Typus profilneurotische Frau, den Sie in der Kirche mit Weiheämtern
ausgestattet im Altarraum herumhüpfen sehen wollen, können Sie sich an Ihr Tirolerhütchen stecken.
Da gehört er hin. Sie wären auch dann nicht zufrieden, wenn Sie „Priesterin“ wären oder eine Ihrer
Kaffeeklatschtanten ein Weiheamt inne hätte. Sie würden immer rumnörgeln, wie die „Ilsebill“. Zufriedenheit
und innere Grösse erfährt der Christ aus einem hoffentlich immer tieferen Verständnisses des Opfertodes
Christi. Wenn Sie es verstanden haben, wissen Sie, was Sie wert sind. Üben Sie sich in Demut und akzeptieren
Sie, daß es in der römisch katholischen Kirche keine Weiheämter für Frauen geben wird. Wenn Sie das
nicht können, beten Sie für den Papst, diesen „Bösewicht“, der Ihrer Selbstverwirklichung im Weg steht
und dafür bestimmt eines nicht allzu fernen Tages furchtbar bestraft wird.
Frauendiakonat Der Papst will wohl einfach nicht sehen, dass das Diakonat für Frauen auch schon in der
Urkirche war, die Frau war Gemeindeleiterin und Vorsteherin im Gottesdienst. Die Entwicklung der Kirche
in ihren Traditionen ist dann einfach in eine reine „Männerbestimmende Kirche“ abgetriftet. Wenn Paulus
die Worte unterstellt werden, „die Frau schweige in der Versammlung“, so hat das einen ganz anderen Hintergrund,
den ich hier wegen der Anzahl der Zeichen nicht ausführen kann. Paulus grüßt wiederholt die Frauen
in den Gemeinden und beauftragt sie seine Botschaft anderen zu überbringen. Ja, last but not least, der
Auferstandene machte Paulus das schon voraus, er beauftragte eine Frau, Maria von Magdala, das Evangelium
seiner Auferstehung den anderen zu verkünden, Männern und Frauen, selbst dem Petrus, der so gern als
„Oberhaupt“ gesehen wird. Da Maria Magdalena diese hohe Auszeichnung vom Auferstandenen selbst erhalten
hat, wird sie später ja auch von den Kirchenvätern und Kirchenlehrern als Apostola Apostolorum bezeichnet.
Und was ist daraus geworden? Leider nur sexistische Diskriminierung der Frau und das bleibt auch dann,
wenn Frauen im Vatikan „hohe“ Ämter begleiten, Frauen, die leider wieder mal überwiegend Nonnen sind
oder ledig. Wo bleiben die jungen Akademikerinnen, die erst 26 oder 27 Jahre alt sind???
Unverständnis Ja, ja, der freidenkerische Ungeist „frei“ ist positiv „denken“ ist positiv Eine Religionsgemeinschaft,
die eine Kombination von beiden Wörtern negativ besetzt, ist mir zutiefst suspekt. ICH bin gerne ein
Freidenker!
Buttiglione erneut im Fettnäpfchen Rocco Buttiglione wurde zwar ein Opfer der europäischen Homo-Mafia,
der große Vordenker, den manche in ihm sehen, ist der Philosoph aus Gallipoli jedoch nicht. So sollte
er anerkennen, daß der Kardinalat an das Priestertum gebunden bleiben soll, wie das in den letzten 150
Jahren der Fall war. In einem Interview mit der Jungen Freiheit salbaderte Buttiglione fürchterliches
Zeug zusammen. Kurz gesagt: Niveau Helmut Kohl. Was wir brauchen, sind wahre Vordenker wider den Zeitgeist.
Noch ein Wort zur Schrift… Wenn Gläubige darauf verweisen, dass die höheren Weihen für Frauen aufgrund
der Schrift für Frauen ausgeschlossen sind, wird ihnen meist vorgehalten, sie seien halt „unverbesserliche
Fundis“ oder gar „Machos“, die die Zeitbedingheit dieser Aussagen nicht verstehen würden. Dazu ist aus
der Sicht des Glaubens zu antworten: Die Hl. Schrift unterscheidet sich von Harry Potter, Jane Austen
und Dan Brown dadurch, dass sie nicht bzw. auf keinen Fall – nur – zeitbedingten Anschauungen frönt,
sondern Richtschnur für das Leben des Volkes Gottes bis zum Jüngsten Tag sein will. Also müssen wir
uns hüten, in eindeutige Aussagen irgendwas hineinzulesen, was da nicht steht, geschweige denn sollten
wir uns auf unglaubwürdige Versuche einlassen, die HL. Schrift – verfälschend – auf aktuelle Verhältnisse
hin zu adaptieren oder die Schrift nach den Maßstäben der säkularen Gesellschaft zu interpretieren.
Vielmehr sollte die Schrift der Maßstab für die Gesellschaft sein. PS: Ich bin durchaus für Gleichheit
und Gleichberechtigung, aber im Hinblick auf das Priestertum gibt es da eben eine Ausnahme. Alles andere
wurde schon gesagt.
Entlarvend Wer hätte das gedacht? Der Hort des Klerikalismus befindet sich nicht im Tradiland, auch nicht
in Konservativ-hausen, sondern in Liberal-ien. Der Papst redet von Diensten der Frauen, und für die Liberalen
ist klar: Das kann nur das Weihesakrament sein. Klerikaler kann nicht mal die FSSPX sein.
Wider die Irrlehre des Feminismus „Der Mann sei das Haupt und die Frau leiste ihm Gehorsam“ und „Die Frau
möge schweigen in der Gemeinde“ steht i.d. Hl. Schrift bei Paulus. Der Feminismus geht fälschlicherweise
davon aus, daß Mann und Frau gleich sind, was jedoch nicht der Fall ist und eigentlich für jeden, ideologisch
unverblendeten klar ersichtlich. Jeder leiste an seiner ihm von Gott zugewie- senen Stelle seinen Dienst.
Dieses Streben nach Macht vonseiten der „katholischen“ Emanzen ist außerdem zu- tiefst unchristlich.
An Aphrodite: Was die Schrift sagt… Okay, Nachhilfe: 1 Tim 2, 11 -15 Kol 3, 18 (Vers 19 manchmal eine
gute Erinnerung an die Männer) Eph 5, 22 – 23 Mk 3, 13 -18 (eine Frau war nicht dabei). Ich weiß, dass
die Schrift machmal keinen Spaß macht, aber da müssen wir durch, Aphrodite…
@Gotthard Weihrauch …Weihrauch …Weihrauch!!!!!!! Gehen Sie mal wieder beichten Gotthard, dann steigt
auch dieser Duft aus Ihrer Seele wieder gen Himmel. Eine gute Einzelbeichte, nach vorheriger ernsthafter
Gewissenserforschung wird auch Ihnen die Nebel aus dem Hirn treiben, welche Sie für Abschaffung von Zölibat
und anderen modernistisch dämonischen Dummfug eintreten lassen.
ich verstehe nicht… wieso die Frauen Priester werden wollen. Ich bin ein Mann und wollte nie Priester
sein. Aber insofern der Priester Jesus Christus vertritt wäre es ja wohl höchst unpassend an seiner
Stelle eine Frau zu setzen. Soll den Sohn etwa ein Weibi mit Brüsten vertreten, dass passt doch wirklich
nicht. Jesus hatte doch garkeine Brüste!!!
@kreuz.net aphrodite, nun lassen Sie doch mal Kreuz.net in Ruhe! Es zwingt Sie ja niemand, hier zu verweilen.
Oder sehen Sie es doch mal so: Wo können Sie schon dank ein paar Mausklicks so auf,s Gediegenste unterhalten
werden? Ausserdem kann man und frau hier auch etwas lernen – ob’s Sie’s für möglich halten oder nicht
-aber wahrscheinlich eher nicht. Und was das Thema anbelangt: Ich habe keinerlei Bedürfniss danach, daß
das ZDK auf diesem Wege seine Agentinnen in die Kurie oder den Klerus einschleußt – der Geschlechterkampf
in der Säkulargesellschaft reicht mir vollkommen! Und daher bin ich Gott dankbar, daß ich erstens mit
einer Katholikin verheiratet bin und Sie zweitens eine Seele von Mensch ist – halt die mit Abstand Beste
aller möglichen Ehefrauen!!
An Aphrodite „Außerdem: no risk, no fun!“ Gestalten Sie so auch Ihr Privatleben? – Sie wären w a h r
l i c h eine tolle „Priesterin“. Da hätten wir als Gläubige alle einen „großen Spaß“ und am Ende …
einen großen Scherbenhaufen. Cavete!
@ Aphrodite: Wir würden dabei zuviel riskieren. Wirklich? Was?“ 1. Zunächst einmal die Wahrheit. Was
veranlaßt uns, die überlieferte Lehre aller Jahrhunderte, jüngst die endgültige (wohl noch nicht genug
endgültige) Erklärung Ordiantio sacerdotialis für falsch zu erklären? Ich halte es mit Gisbert Greshake,
der sinngemäß sagt, Vermutungen reichen nicht aus. Und eine tatsächliche Vollmacht zur Weihe von Frauen
liegt der Kirche schlicht und ergreifend faktisch nicht vor. Eine solche kann man eben auch nicht herbeidiskutieren,
geschweige denn herbeipolemisieren. 2. Wer Frauen zu Diakoninnen weiht, kann die Priesterinnen- und Bischöfinnenweihe
nicht lange glaubhaft zurückhalten (vgl. Anglikaner und Altkatholiken). Ist, wie es die Kirche für wahr
hält, die Weihe einer Frau ungültig, kann sie in der Hl. Messe kein gültiges Opfer darbringen, i.e.
die Abschaffung der Eucharistie, aber auch anderer Sakramente: Buße, Krankensalbung, ggf. Firmung. Sind
dann einmal Bischöfinnen geweiht, werden die von ihr geweihten Priester auch keine mehr sein. –> Abschaffung
des Weihesakramentes. Alles gegen den Willen Gottes! Wenn wir das wirklich wollen, können wir es doch
auch schneller und einfacher haben, indem wir gleich sagen, Luther hatte Recht, und wir übernehmen das
funktionalistische Kirchenverständnis der Protestanten. Man kann soweit gehen und sagen, daß im Weiheamt
für die Frau die Abschaffung des Katholischen impliziert ist, und damit die weitreichende Abschaffung
des Katholischen, also die weitreichende Abschaffung der Wahrheit.
#35 AthanasiusII 21:58:24 | Montag, 14. August 2006
Naiver Buttiglione Offenbar ist auch Buttiglione entgangen, daß es zwar weibliche Diakoninnen (Dienerinnen)
gab, die aber keine Funktionen ausserhalb Armenhilfe und sittliche Hilfe bei der Immersio-Taufe einer
erwachsenen Frau durch den Presbyter (Priester) hatten. Das Diakonat ist Teil des Weihesakramentes. Zu
niederen und höheren Weihen sind Frauen nicht zugelassen. Frauen können nur die Jungfrauenweihe, die
Äbtissinnenweihe, und die Diakoninseinsegnung erhalten, die aber Sakramentalien sind und kein Teil des
Weihesakramentes. Kardinalinnen hat es nie gegeben, und ausser Jeanne d’Arc, wird wohl kein Frau zu Schwert
und Waffe den Papst verteidigen können.
#34 aphrodite † 21:49:30 | Montag, 14. August 2006
die Schrift ist im Hinblick auf das Frauenpriestertum klar und eindeutig? Was bitte um Himmels willen
meinen Sie mit der „Schrift“? Die Bibel kanns ja nicht sein, weil die ist ganz und gar nicht klar und
eindeutig was das betrifft. Was meinen Sie also mit „die Schrift“? – Wandschmierereien am Herrenklo der
Piusbruderschaft? – ausgedruckte kreuz.net-Artikel? – die Rechnung vom Pizza-Boten?
@Gotthard Ein Gespräch bzw eine Diskussion lebt vom Austausch von Argumenten … versuch es doch noch
einmal! Ja, ja, der freidenkerische Ungeist will diskutieren. Der versteht nur eine Sprache, – ein klares
„NEIN“ und den Exorzismus. Als wenn sich der liebe Horst auf Diskussionen mit dämonisierten Freigeistern
einliesse, deren einziges Ansinnen es ist, die heilige römisch katholische Kirche zugrunde zu richten.
Weichet von mir ihr Verfluchten! Besonders liebe Grüsse vom dem vom Herrn geliebten Horst!
An Exbochumer Das war jetzt wohl ein Eigentor. Meinungsfreiheit gilt auch für Andersdenkende. Norma
normans ist die Schrift – und die ist im Hinblick auf das Frauenpriestertum klar und eindeutig. Kein Spielraum
für solche Experimente. Sorry. Die Kirche ist Braut des Herrn – das reicht doch.
#30 aphrodite † 21:34:52 | Montag, 14. August 2006
Weiheämter … der Begriff birgt schon Tücken in sich! Wir würden dabei zuviel riskieren Wirklich?
Was? Würde uns der Himmel auf den Kopf fallen und unser gallisches Dorf vernichten und uns den Sieg über
Rom auf ewig verwehren? Oh, sorry, falsche Baustelle. Würde es eine Sintflut geben und ein Hurrican eine
US-amerikanische Spielerhölle vernichten? Äh, nein, war schon. Würde es spanische Waldbrände auslösen?
Falscher Film! Würden sich die sieben Zeichen der Apokalypse am Firmament streiten, wer zuerst darf?
Gottseidank gibts in der Apokalypse nur Heuschreckenplage und die Humerplage bleibt kreuz.net vorbehalten.
Würde jemand eine Wette verlieren? Halb so schlimm, bin am 34. Tag des laufenden Pontifikates nackt über
die Murinsel gelaufen und habs vorher im Internet angekündigt. Das überlebt man. Was würde man riskieren?
Außerdem: no risk, no fun! :(3 :)3
@ Aphrodite In diesem Fall kann ich wirklich nicht mit Zynismus dienen, denn ich habe nun mal Freude an
meinem Mann, an meinen Kindern und an meinem katholischen Glauben.
Frauen zu Kardinälen!!! Die Ernennung von Frauen zu Kardinälen wäre -so denke ich- prinzipiell möglich,
es handelt sich wohl lediglich um eine rechtliche Angelegenheit. Welchen Zweck aber soll das haben? Beschwichtigung?
Das reicht als Begründung nicht aus. Benedikt will das Kardinalskollegium als Beratungsgremium aufwerten –
es sollen häufiger Konsistorien stattfinden. Durch die Ernennung von Frau zu Kardinälen würden viele
neue Lebenserfahrungen in diese Beratungen einfließen – und die Frauen wirklich an der Spitze der Kirche
etabliert werden. Und auf diese Art und Weise würden die Frauen auch an der Papstwahl beteiligt. Die
Mehrzahl der Kirchenmitglieder würden nicht mehr von wichtigen Entscheidungen der Kirchenführung ausgenommen.
ES WIRD ZEIT!!!!!!!!
Diakonat der Frau & Kardinälinnen 1. Die Weihe von Frauen zu Diakoninnen ist nicht möglich, da es sich
um eine heilige Weihe handelt, um eine Stufe des einen Weihesakramentes, das gültig nur Männern gespendet
werden kann. Nie hat es Frauen gegeben, die gültig und erlaubt heilige Weihen empfingen. Freilich gab
es das Amt der Diakonin; es entsprach einer niederen Weihe und lebt heute mehr oder weniger im für Frauen
zugänglichen Akolythat fort (nachzulesen in der Sakramentenlehre von M. Schmaus). 2. Die Ernennung von
Frauen zu Kardinälen wäre -so denke ich- prinzipiell möglich, es handelt sich wohl lediglich um eine
rechtliche Angelegenheit. Welchen Zweck aber soll das haben? Beschwichtigung? Das reicht als Begründung
nicht aus. 3. Frauen in Leitungspositionen sind wünschenswert, aber auch schon vorhanden: Es gibt Kanzlerinnen
bischöflicher Kurien, Dezernentinnen/Referentinnen, Professorinnen u.v.m. Ich hielte es auch für denkbar,
eine Äbtissin z.B. zur Pro-Präfektin der Ordenskongregation zu ernennen. Von allen Denkspielen und Spekulationen
sollten aber die heiligen Weiheämter unberührt bleiben. Wir würden dabei zuviel riskieren…
#24 ExBochumer † 21:15:45 | Montag, 14. August 2006
kreuz.net ist einfach nur „krank“. Eiterherde werden vernichtet. kreuz.net ist offenbar was anderes. oder?
Warum gibt es im Internet nicht Möglichkeiten, die Internet-Präsenz dieser kreuz-net-Verhetzer zu eliminieren?
Danke für die Löschung, kreuz.net-Propaganda-Leute.
an die „modernen“ hier. Bei den Evangelischen Mitchristen gibt es alles was bei uns von „modernen“ gefordert
wird. Und? Sieht es bei diesen so toll aus? Verheiratete Pfarrer, weibliche Pastoren. usw. Und? Bei den
Evangelischen Mitchristen sieht es vom Gottesdienstbesuch viel schlimmer aus als bei den Katholiken. Die
jungen Leute leben heute ohne Trauschein und jede 2. Ehe wird geschieden, die Priester sollen aber heiraten.
Weil ja alles so toll ist. In dieser Stimmung und bei dieser Art und Weise wie die Kirche sich oft an
verschiedenen Orten zeigt, wundert es nicht wenn keiner mehr Priester werden möchte. Warum auch? Die
Evangelien sind Märchen. Jesus war nur ein Sozialreformer, Maria war keine Jungfrau, was denn bitte noch
alles? Eine Kirche die selbst nicht brennt, kann auch junge Menschen nicht entzünden. Was will man den
jungen Menschen bieten, wenn man selbst von nichts mehr überzeugt ist?
Diakon(-iss/in)en Die Wortwahl ist eigentlich egal; die Intention hingegen klar: Sollte es erst einmal
zu einer Einführung von weiblichen Diakonen kommen, wird das Priestertum als rein Männern vorbehaltenes
Amt kaum halbar sein. Wie manche Kräfte in der Kirche da nur wieder ihre eigenen Vorstellungen in die
Worte des Papstes legen grenzt an schwerem Realitätsverlust: Wenn ich mich recht erinnere hat der Papst
zwar die Rolle der Frauen in der Kirche betont, aber keineswegs Liberalisierungstendenzen anklingen lassen.
Ob bei denen, die ihn missverstehen wollten, das Konzept der „selffulfilling prophecy“ im Hinterkopf war?
Abgesehen davon halte ich es ohnedies für wahrscheinlicher, dass eher am Zölibat gekratzt wird, bevor
man sich mit Diakonissen auslässt.
Frauendiakonat Das es in der Kirche einmal Diakonissen gab ist klar, aber es ist auch klar, daß die Diakonissen
ein eigenes „Weiheformular“ hatten. Nicht das der Diakonsweihe der Kleriker der höheren Weihen. Liturgisch
hatten sie nie eine Funktion inne. Sie assistierten zum Beispiel bei Frauentaufen um den Frauen behilflich
zu sein beim Entkleiden und bei der Taufe selbst.
Weiheämter ? Der Papst hat mit seiner Aussage bestimmt keine Weiheämter gemeint es gibt auch Ordinariate
und Pfarrgemeinderäte. Nicht nur Weiheämter. Desweiteren würde ich es ebenfalls begrüßen wenn in
diesem Forum ein anderer Ton vorhanden wäre. Man glaubt nicht das man sich unter Christen/Katholiken
befindet.
#16 DominikusII 19:50:48 | Montag, 14. August 2006
wenn es… was Gott verhüten möge, aufgrund der gründlichen Arbeit der bösen Mächte jemals dazu kommen
sollte, dass wir weibliche Kardinäle bekommen sollen… …geh ich zur Piusbruderschaft!
#14 aphrodite † 19:40:59 | Montag, 14. August 2006
@dieFidele: Zynismus Ich hab immer ein Problem, wenn ich manche Postings nicht einordnen kann, ob Sie
jetzt zynisch sind oder nicht. Ihres ist zynisch gemeint, oder?