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Donnerstag, 17. August 2006 13:40
Viel wichtiger als die Beschäftigung mit erogenen Zonen ist bei der Sexualerziehung die Erziehung des menschlichen Verhaltens. Von Michael K. Hageböck.
Zurück zum Artikel 39 Lesermeinungen:
Samstag, 19. August 2006 01:20
FritzG: @ Christian Hüller:
Ach was: „zu dumm“.
Lassen sie ihren Ironiedetektor justieren…

Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…
Netter Versuch, aber es nutzt nix…

Und: Wenn sie tatsächlich einer der größten Perverslinge im Netz sein sollten, wäre das bereits die 3. Gemeinsamkeit (oder genau genommen die 2. von bisher dreien).
Freitag, 18. August 2006 20:38
Ach was: „zu dumm“.

Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…

Sie haben mich übrigens durchschaut: Ich bin einer der größten Perverslinge, die sich hier im Netz rumtreiben.

Aber: Pssst! Nicht weiter sagen.

Zu Matt sollten Sie übrigens etwas freundlicher sein.
Ich will ihn nicht missen, diesen witzigen Diskutanten.
Man darf ihn nicht vergraulen…
Freitag, 18. August 2006 18:28
FritzG: New Round…
@ matt:

Sie wollen mich nicht verstehen, weil sie sich dazu entschlossen haben. Akzeptiert. Das nennt man „offen“ und „liberal“. (Im Übrigen: Mit der Behauptung ich wäre ein Hirsch, kann ich ob der Tatsache das sie ein Ochse sind gut leben.)

@ Christian Hüller:

Fast richtig! Nur ist es nicht das Wollen, sondern das Können. Wahrscheinlich bin ich zu dumm für ihre Gedankengänge (oder zu wenig pervertiert)… Ansonsten: Danke für die abermalige inhaltliche Bereicherung.

@ Jockel:

Interessant, ich habe ähnliche Erfahrungen im Biologieunterricht gemacht. Und mein Abi ist noch nicht ganz 5 Jahre her, es hat sich also in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich viel geändert. Neben Gekicher und Matschogehabe war es den Mitschülern in meiner Klasse vor allem peinlich, auf die zahlreichen Nachfragen des Lehrers zu antworten. Aber geantwortet haben sie, und das stets korrekt (ich habe es noch genau in Erinnerung). Daraus folgere ich, dass (fast) alle Schüler damals bereits aufgeklärt waren, und das Kichern und Gehabe nicht zur Kaschierung etwaiger Unkenntnis aufkam. War eventuell Peinlichkeit der Auslöser dieser Reaktionen? Wie auch immer: Aufgeklärt war, und ob die Aufklärung durch Eltern, Freunde oder die Bravo zu Stande kam, ist letztendlich irrelevant – das Ergebnis zählt. (Außerdem lässt sich die Aufklärung in Sachen Sex eh nicht verhindern – es sei den, man macht es wie die 12 Stämme in meinem Nachbarort Klosterzimmern: Die Kinder einsperren.)
Freitag, 18. August 2006 17:43
Christian Hüller: Ad Miraculum
Ich muss ja nicht alles verstehen. Zum Glück gibt’s die Offenbarung…
Freitag, 18. August 2006 16:37
Hódmezövásárhelykutasipuszta: that’s it! Eine katholische Position würde Verbesserung, Vertiefung und Verstärkung der Sexualerzie…
Verbesserung:
*) Breitere Basis
–-- sowohl auf faktischer (also positivistisch-naturwissenschaftlicher) Ebene: Biologie und Medizin alleine sind eben nicht die allumfassende naturwissenschaftliche Beschreibung des Menschen. Mindestens Psychologie muss hinzukommen!
–-- wie auch auf sozialer und ethischer Ebene: Sexuallehre der prägenden Kulturen und Religionen gehört dazu! Hier muss vermittelt werden, was gelehrt wird, hier darf aber nicht eine Lehre aufgezwungen werden.
*) mehr Ausgewogenheit zwischen den hard-facts und der persönlichen Erfahrung der SchülerInnen

Verstärkung:
*) Entfernung von Schranken und Tabus
*) Uneingeschränkte Themenvielfalt und Themenhoheit der SchülerInnen!
*) freie Medien- und Methodenwahl insbesondere bei der Behandlung von Konfliktthemen.

Vertiefung:
Erarbeitung von Umsetzungskonzepten mit wechselnden Vermittlungssituationen (von Präsentation über Kleingruppen bis hin zu Einzelgesprächen).

Wenn der Verfasser des Artikels und jene, die ihm zustimmen, tatsächlich das Interesse verfolgen würden, das sie vorgeben zu verfolgen, dann würden Sie dieses Programm unterstützen und kein anderes.
Sonst muss der Verdacht bestehen bleiben, den viele weiter unten schon geäußert haben.
Freitag, 18. August 2006 15:38
centesimus annus: Offenbarung und Aufklärung
Irgendwie mutet das Wort Offenbarung in einer Diskussion um Aufklärung sehr komisch an.
Naja, wie auch immer.
Ich möchte mich auf den Beitrag von Jockel beziehen, der eine Situation schildert, wie sie viele der heute dreißig bis hundertjährigen kennen.
So und nicht anders ist es auch in meiner Erinnerung: als zusätzlicher didaktischer Stolperstein kam bei mir noch dazu, dass es zu meiner Schulzeit schon schwerstens out war, etwas über das Thema nicht zu wissen.
Dementsprechend trat zum Gekicher und Gelächter, das die Unsicherheit übertünchen sollte, auch noch ein vorgetäuschtes Desinteresse dazu, das den anderen signalisieren sollte, man erfahre hier bestimmt nichts Neues und wisse total gut bescheid.
Die Konsequenz daraus ist aber meiner Meinung nach eben gerade nicht, dass man schulischen Aufklärungsunterricht deshalb sistieren sollte und ihn in die Hände von Eltern legen, die genau so „aufgeklärt“ wurden, wie es gerade geschildert wurde. Ganz im Gegenteil bedarf es einer Neukonzeption dieses Unterrichtes, möglicherweise sogar einer Spezialisierung von Pädagogen darauf.
Was der Artikel verlangt führt geradewegs in die Aufklärung durch ältere Geschwister, Freunde und Teeniezeitschriften (mit Inseraten von Abtreibungskliniken, …).
Also irgendwie eine Ironie, denn gerade deren Auffassung von Sexualität soll doch zurückgedrängt werden.
Freitag, 18. August 2006 15:08
Benedikt: Die Offenbarung…
…ist gemäß sicherer theologischer Meinung abgeschlossen. Weiteren Offenbarung muss niemand glauben, niemand muss sie zur Kenntnis nehmen.
Freitag, 18. August 2006 15:07
Sie wollen mich nicht verstehen, weil S i e sich dazu entschlossen haben.

Akzeptiert.

Das nennt man „offen“ und „liberal“.
Freitag, 18. August 2006 15:02
matt: das sind Offenbarungen der Gottesmutter und Jesus
genau dieses Thema betreffend Sie Hirsch!
wirklich es gibt selbst in diesem Forum einen Haufen Idioten die weh tun. Ich sehe nur eine Handvoll aufrechte Christen hier.

Es ist eine Schande! Pfui Teufel!
Freitag, 18. August 2006 14:55
FritzG: @ matt:
Hören sie auf, hier Links zu ihrer Tradi-Seite zu posten.
Die hilft ihnen auch nicht weiter…
Freitag, 18. August 2006 14:49
matt: hier wieder was passendes für Englischkundige
Freitag, 18. August 2006 14:46
Jockel: Die schulische Sexualerziehung ist schwach!
Nun bin ich zwar schon ein paar Jährchen aus der Schule raus, aber an meine Sexualerziehung in der 5./6. Klasse kann ich mich noch genau erinnern. Moralische Betrachtung hin oder her – für einen jungen Menschen empfindet man bei diesem Thema ein Wechselbad zwischen Scham, Neugirde und kühler Distanzierung. Das vergisst man nicht so schnell wie eine Mathestunde mit sterilen Formeln.

Ich kann zumindest sagen, dass meine schulische Sexualaufklärung sehr schwach war. Unser damaliger Lehrer war zwar bemüht, aber die ganze Situation innerhalb der Klasse war katastrophal. Die Mädels kicherten oder genierten sich, die Jungs überspielten ihre Unsicherheit mit blöden Sprüchen oder schallendem Gelächter. Da war an verantwortungsvolle Aufklärung rein gar nicht zu denken. Der Gewinn des schulischen Aufklärungsunterrichtes war gleich Null!

Am Ende sagte dann auch unser Lehrer: So, wer wirklich dran Interesse hat ließt einfach die Seiten 234-253 und „Tschüs, bis morgen!“

Konsequenz: Das Gros meiner Klassenkameraden holte sich ihre Sexualaufklärung jede Woche am Zeitungskiosk in Form der BRAVO. Was war die Konsequenz? Eine absolute Frühsexualisierung! Alle sprachen nur noch davon, wie normal es doch wäre schon als Teenie mit einander zu pennen, sich selbst zu befriedigen etc. Und wer nicht auf dieser Welle schwamm, war eben eine „Klemmi“ oder ein „Außenseiter“.

Zum Glück ist das bei mir vorbei , aber diese mist BRavo gibts ja immer noch
Freitag, 18. August 2006 14:32
FritzG: @ Christian Hüller:
Das ist ja lachhaft… Aber ich sehe mit Freuden, dass mein Beitrag wohl wirklich gesessen hat, wenn sie meinen, mir gleich mehrfach darauf antworten zu müssen.

Okay, zu ihrer ersten Reaktion: Nein, ich habe keine bessere Erklärung – behaupte das aber auch nicht. Man muss auch keine bessere Erklärung für einen Umstand haben, um sagen zu können, dass eine auf diesen Umstand Bezug nehmende Ausführung falsch ist. (Wenn mein Auto nicht anspringt, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen, dass der umgefallene Reissack in China schuld ist. Ich kann diese Erklärung also außen vor lassen, ohne die wahren Ursachen zu kennen.) Und alle Polemik wird ihnen nun nicht helfen, diese Tatsachen zu verändern.

Nun zu ihrer Zeiten Reaktion: Indem sie ihre Argumentationsschwäche dadurch kaschieren, das sie auf einen (höchst zweifelhaften) Beitrag eines Dritten (virOblationis) verweisen, wird ihre Situation auch nicht besser. Allerdings erlaube ich mir, es ihnen mit Gleichem zu vergelten, und ihnen die Beiträge von centesimus annus und 23er Hansl ans Herz zu legen.
Freitag, 18. August 2006 14:11
Das haben Sie prima aufgedröselt. Möglicherweise verstehen jetzt die Tradis sogar Ihre eigene Strategie!
Freitag, 18. August 2006 14:07
Ich denke oft an Piroschka: Der nächste Streich des katholischen Familienvaters mit der unverkennbaren Vorliebe für
unschuldige, unwissende und unbedarfte Jugendliche, die noch staunen(!) können …
Muss man dazu noch mehr sagen?
Freitag, 18. August 2006 13:27
23er Hansl: Vermute vermutliche Gründe – ein fünf-Schritte-Programm des Traditionalismus
Die Strategie ist doch ganz einfach und von anderen Themen, die hier auf kreuz.net breitgetreten werden schon bekannt.

Schritt 1: Wegen gewisser Missstände wird eine Veränderung durchgeführt.

Schritt 2: Als Traditionalist ist man natürlich gegen die Veränderung.

Schritt 3: Man sabottiert die Veränderung und diese kann die Missstände natürlich nicht von einem Tag auf den anderen beseitigen.

Schritt 4: Ab der Veränderung macht man natürlich nur diese für die Missstände verantwortlich und leugnet deren vorherige Existenz vollkommen.

Schritt 5: Man postuliere nun, dass die Rücknahme der Veränderung die vorgeblich durch sie verursachten Missstände unverzüglich beseitigen könnte.

Mit diesem fünf-Schritte-Programm kann man alle wesentlichen gesellschaftlichen und kirchlichen Themen abhandlen: von Liturgie, Exegese bis zu Homosexualität und Sexualaufklärung.
Freitag, 18. August 2006 13:00
centesimus annus: Glücklicherweise hat sie sich uns anvertraut
Haben Sie sich einmal gefragt, ob der Zusammenhang zwischen dem geschilderten Vorfall und der Sexualerziehung nicht gerade darin liegt, dass sich ihre Tochter Ihnen anvertraut hat? Ich glaube die Mär einfach nicht, dass solche Ereignisse auf die Sexualerziehung zurückzuführen sind. Ich meine, ich weiß aus meiner Schulzeit nur zu gut, dass es solche Dinge auch und gerade ohne die Sexualpädagogik gibt.

Außerdem, selbst wenn Sie meine Vermutung zurückweisen, was Sie vermutlich tun werden, wie kommen Sie darauf, aus diesem Ereignis auf die Tauglichkeit oder Untauglichkeit eines pädagogischen Konzeptes zu schließen.
Freitag, 18. August 2006 10:29
Womit meine Erklärung wohl völlig zutreffend gewesen sein dürfte…
Freitag, 18. August 2006 07:21
virOblationis: Fummel-Unterricht
Zitat:
„Was glauben S i e denn, woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerziehung seitens der Tradis kommt?“

Woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerzihung von mir Tradi stammt, kann ich Ihnen sagen:
Nachdem unsere Tochter solch anschaulichen Unterricht in einer „kath.“ Grundschule genossen hatte, fühlte sich ein frühreifer Flegel ‘gleich dazu animiert, das Erlernte in die Tat umzusetzen und belästigte meine Tochter und eine ihrer Schulkameradinnen damit in massivster Weise. – Glücklicherweise hat sie sich uns anvertraut, so daß ihr und auch der gegenüber ihren Eltern schweigenden Schulkameradin geholfen werden konnte.
Freitag, 18. August 2006 01:23
Christian Hüller: Ad Fritzchen
Tja, dann wissen Sie Schlaumeier offenbar besser Bescheid
als ich.

Vielleicht haben die Tradis ja doch Recht.

Was glauben S i e denn, woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerziehung seitens der Tradis kommt?

Haben S i e da eine bessere Erklärung?
Freitag, 18. August 2006 00:43
FritzG: @ Christian Hüller:
Oh, sie Pseudoexperte für alles…

Woher wollen sie wissen, das es Menschen gibt, welche die Befürchtung hegen, es fände mit der Sexualerziehung eine „pornografische Unterhaltung“ und eine „Vergötterung der Sexualität“ an Schulen statt? Schließen sie hier von ihrer Anschauung auf die anderer?

Außerdem interessiert es mich brennend, wie sie vom Sexualkundeunterricht plötzlich zum Exhibitionismus kommen? Nur weil den Schülern anschaulich der Natur Werk näher gebracht wird, werden sie noch lange nicht in Scharen zu FKK-Gängern. Und wie die Auseinandersetzung mit der Sexualität zur Sexvergötterung – und selbige automatisch zu Enthemmung und Schamlosigkeit – führt, ist mir auch nicht völlig klar.

Des Weiteren wird in ihrem Beitrag nicht ersichtlich, auf was sie sich nun genau beziehen: Auf Dirty Talking im Biologieunterricht, oder auf Darstellungen nackter Körper im Biologielehrbuch?

Bekommt ihnen die *globale Erwärmung* nicht?
Donnerstag, 17. August 2006 20:36
Christian Hüller: Pornographie statt Biologie?
Da das Thema so interessant ist, will ich auf die letzte Frage antworten: Es gibt Menschen, die befürchten, auf diese Weise fände in der Schule eine – in der Tat – bedenkliche pornographische Unterhaltung statt, sozusagen
Exhibitionismus und Vergötterung der Sexualität im Unterricht. Damit verbindet man Enthemmung und (einen Anreiz zur) Schamlosigkeit.

Die Motive sind also klar und insoweit verständlich. Die

Frage ist nur, ob eine nackte Frau im Biologiebuch schon pornographisch ist.
Donnerstag, 17. August 2006 20:33
matt: Sexualerziehung
muss den Eltern vorbehalten sein. Es geht generell nicht an, dass Kinder an öffentlichen Schulen mit liberalen Irrlehren indoktriniert werden – etwa eben im Zuge so eines Unterrichts mit der Homo-Ideologie – dass sie sich dann auch mit der Seuche infizieren. Das ist inakzeptabel. In so einem Fall müssen Christeneltern ihre Kinder beschützen und den Unterricht boykottieren.
Donnerstag, 17. August 2006 17:15
Photographische Darstellungen gilt es ebenso wie Banalisierungen oder anatomische Details zu vermeiden.
Warum? ?:)

@Aphrodite:Dito. Wie wär’s mit einem kreuz.net Fanshop?
Donnerstag, 17. August 2006 16:54
aphrodite †: Frage an die Redaktion!
Cooles Shirt! Wo kriegt man das?
Donnerstag, 17. August 2006 16:51
centesimus annus: zweierlei muss gesagt werden:
Wenn staatliche Behörden Aufklärungsbroschüren herausgeben, die mit Inseraten von Abtreibungskliniken bedruckt und finanziert wurden, wenn sie die Abtreibung unter der Überschrift „Wenns halt doch passiert“ als einen größeren Nachmittagsspaziergang darstellen, dann kann das nicht gutgeheißen werden und dann sind politische Vertretungen aller Ebenen gefordert, dagegen aufzutreten, dagegen zu argumentieren und allenfalls auch rechtlich-politische Konsequenzen voranzutreiben.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist die fehlerhafte und falsche Argumentation, aufgrund möglicherweise existenter schlechter Praktiken die Aufklärung allgemein zu kritisieren. Das wäre irgendwie so als würde man wegen eines Leberleidens die Schöpfung des Menschen in Frage stellen. Gerade das Gegenteil sollte der Fall sein: die Möglichkeit, solche Dinge zu produzieren und in Umlauf gebracht werden können ist ein Zeichen dafür, dass Aufklärung wichtig und nötig ist.

Der Beitrag – und das gilt auch für die anderen, darunter verlinkt sind – ist ein trauriges Zeugnis für intellektuelle Engführung und schlechtes Reflexionsniveau und spielt – wie schon bemerkt wurde – eher jenen in die Hände, die von sexueller Unwissenheit Jugendlicher profitieren.

Auf die Fragen nach den Risken und Gefahren von Sexualität und Unwissenheit in diesem Bereich geht der Artikel nicht ein – muss er auch nicht. Doch wer Regeln proklamiert, der sollte zumindest darüber nachgedacht haben. Das hat er aber offenkundig nicht!
Donnerstag, 17. August 2006 16:43
Christian Hüller: Ad Elendster Sünder
Ich glaube, Sie haben eben versehentlich ein Mitglied der falschen Loge angegriffen.

Der gehört nämlich der Tradi-Italienerloge an.
Donnerstag, 17. August 2006 16:35
Elendester Sünder: Konfessionlose Schule oder Die Atheisierung und Humanisierung des frommen Geschlechts
Sexuelle Aufklärung in jeder Form dient allein zur Verderbung der Jugend. An den Früchten haben wir sie längst erkannt.

Es ist der alte Plans der Mächte der Finsternis, nicht nur die männliche, sondern auch und besonders die weibliche Jugend durch atheistische Erziehung in konfessionslosen Schulen zu verderben. Denn es ist die fromme Mutter, die durch die Erziehung als erste den Samen des Glaubens in das Kind legt. Nur eine atheistische Mutter ist bereit, die Erziehung ihres Kindes in fremde atheistische Hände zu legen. Deshalb war es wichtig, genau hier anzusetzen.

Der Illuminat und katholische Priester Johann Jakob Lanz wurde, als er in Ordensangelegenheiten nach Schlesien reiste, vom Blitz getroffen und starb. Die geheimen Papiere, die er mit sich trug, wurden von der bayerischen Regierung unter dem Titel ‘Originalschriften des Illuminatenordens’ (München 1786 u. 87) veröffentlicht. Darunter befindet sich ein vollständiger Plan zur Korrumpierung der weiblichen Erziehung.

Die Illuminaten gehörten, analog zu den italienischen Carbonari, zu den roten oder Aktionslogen in Deutschland.
Quelle: Der Götze der Humanität von G. M. Pachtler S. J., Freiburg im Breisgau, 1875
Guiseppe schrieb:
„Welchen Lehrer/Erzieher interessieren die Meinungen von Eltern zur sog. Sexualerziehung oder -aufklärung, die vom Staat und von gewissen Interessengruppen z.T. auf Kosten des braven Steuerzahlers vorangetrieben werden?
Ja, im Geben war die Loge schon immer schwach.
Donnerstag, 17. August 2006 16:13
legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †: @Giuseppe: Niemand behauptet hier idyllische Zustände in der Sexualerziehung
Doch – wie auch immer man zur gegenwärtigen Praxis stehen mag – das ändert nichts am Inhalt dieses Artikels. Und der ist gelinde gesagt sehr, sehr dumm und von zumindest zweifelhaften Absichten geprägt.
Donnerstag, 17. August 2006 15:46
Guiseppe: Aufklärung? Koedukation?
Dass ich nicht lache.

So manche Eltern, die schon einmal versucht haben, vorsichtig Kritik gegen bestimmte „Aufklärungs“methoden in Schulen und mittlerweile auch in Kindergärten zu üben, haben längst nichts mehr zu lachen.

Welchen Lehrer/Erzieher interessieren die Meinungen von Eltern zur sog. Sexualerziehung oder -aufklärung, die vom Staat und von gewissen Interessengruppen z.T. auf Kosten des braven Steuerzahlers vorangetrieben werden?

Diese Aufklärung ist längst zur ideologischen Indoktrination verkommen. Bereits Kinder werden zum Ausleben des Geschlechtstriebes animiert (Kuschelecke im Kiga, Sexspiele in der Schulklasse, Filmvorführungen über die „schönsten“ Stellungen beim Geschlechtsakt in der Schule, natürlich nicht ohne das pervers-vulgäre Vokabular und die BzgA-Broschüre dazu). Aufklärung? Nein, Verführung ist das! Und Eltern, die sich dagegen wenden, sind dann „gegen Koedukation“, „verklemmt“, „prüde“, haben „extreme“, Positionen, „grenzen ihre Kinder aus“ (wenn sie ihr Kind aus dem Sexualkundeunterricht herausnehmen), verneinen, dass „der Mensch vom Kleinstkindalter an ein sexuelles Wesen ist“ usw.

Die verantwortlichen Ideologen sind v.a. „Pro Familia, die BzgA – und einige Forumsteilnehmer hier.

Wenn sich Eltern kritisch gegen diese Form der Aufklärung wenden, weil sie in Kindern nicht nur eine Masse, sondern auch Individuen sehen und weil sie die Geschlechtserziehung dann lieber selbst übernehmen, werden sie schnell ausgegrenzt. Verläuft so Koedukation?
Donnerstag, 17. August 2006 15:37
Barmherzigkeit †: Also wirklich,
wieviel Blödsinn mutet uns dieser Herr Hageböck noch zu? Es geht also nach seinem Empfinden mehr um ein Staunen als um ein Wissen. Solche Aussagen sind ja gerade zu gemeingefährlich. Sagt er sowas auch zu einem an Aids Erkrankten? Sagt er sowas zu Opfern von Vergewaltigungen? Die Schüler die dieser Herr unterrichtet tun mir leid.
Donnerstag, 17. August 2006 15:36
Sind wir hier bei der Volksverdummung oder was?
Wirf mal einen Blick in die Adresszeile Deines Browserfensters!
Donnerstag, 17. August 2006 15:32
Romano: @ leges…
Es geht den Aufklärungskritikern offenbar darum, wieder einen Schleier des Tabus über das Thema zu legen.

Das scheint auch mir der Kern des Ganzen zu sein.
Donnerstag, 17. August 2006 15:26
Benedikt: ?????
anatomische Details [gilt es] zu vermeiden.

Was soll denn dieser Schwachsinn? Sind wir hier bei der Volksverdummung oder was? Tzzz.
Donnerstag, 17. August 2006 15:20
Christian Hüller: Insgesamt ein durchwachsener Ansatz
1. Vertrauen in angemessene Sexualaufklärung durch die Eltern.

Nicht immer gerechtfertigt.

2. Trennung von Jungen und Mädchen bei der Sexualerziehung.

Nicht notwendig bzw. – sofern instruktiv herbeigeführt – sogar eher unangemessen, weil es Verklemmtheit fördert. Verklemmtheit – ich rede nicht vom Schamlosigkeit – kann aber nicht das sein, worauf christliche Sexualerziehung hinaus will (vgl. Gen 2,20; 2, 23f).

3. Vermeidung photographischer Darstellungen oder anatomischer Details.

Wohl eher eine Sache des Biologieunterrichts. Insgesamt
eher unbegründet und fragwürdig: Mann und Frau sollten schon wissen, mit wem sie es – rein körperlich – zu tun haben.

4. Vermeidung der Stimulierung von Neugierde und Phantasie.

Unbegründet. Sexualität lebt von Phantasie. War so, ist so, bleibt so.

Vgl. Buch der Sprichwörter und andere Bibelstellen.

Ganz nebenbei: Wer Dinge auslässt und unter den Tisch kehrt, fördert die Neugierde vielleicht mehr als ihm lieb ist.

5. Beachtung der „moral. Ebene“

Suuuper. Hier treffen wir uns – ich dachte schon, wir werden uns gar nicht mehr treffen, der christliche Erzieher und ich.

Sinn und Zweck, Chancen und Risiken der Sexualität müssen thematisiert werden, ohne dass die Dinge zu banalisieren und ihrer unbedingten, „ehrfurchtsge- bietenden“ Relevanz zu entkleiden sind.
Donnerstag, 17. August 2006 14:50
Gerhard: @ Luther
Das von Leser Luther erwähnte Buch kenne ich nicht und kann mich darum auch nicht dazu äußern. Davon abgesehen ist meine persönliche Ansicht zum Thema weitestgehend identisch mit dem, was Luther schreibt! Sowohl als Eltern als auch als Lehrer/innen kann man durchaus „behutsam“ an das – wichtige! – Thema sexuelle Aufklärung herangehen!
Donnerstag, 17. August 2006 14:20
legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †: Wenn man sich kritisch über den Fernseher unterhalten will, braucht man auch nicht alle
Details seines Innenlebens zu kennen, sondern sollte über Gewalt und Dauerberieselung sprechen.
Dieser Vergleich bei diesem Thema ist eine Selbstoffenbarung par excellence:
Der Herr ist offenbar nicht in der Lage, Medium und Inhalt zu unterscheiden! Da kann ich mir gut vorstellen, wie seine Aufklärungsaktivitäten aussehen.

Der Vorschlag, Wissen durch Staunen zu ersetzen birgt auch einiges an Selbstoffenbarungspotential in sich: Es geht den Aufklärungskritikern offenbar darum, wieder einen Schleier des Tabus über das Thema zu legen. Ob sie es billigend In-Kauf-nehmen, bewusst wollen, oder einfach nicht darüber bescheidwissen, ist dabei irrelevant: Sie fördern und vermehren damit die Möglichkeiten des sexuellen Missbrauches gegenüber Jugendlichen! Sie fördern naives Interesse, Verführbarkeit und Überraschbarkeit. Das ist wohl der übelste Aspekt der Anti-Aufklärungs-Kampagne!
Das ist in den vergangenen Artikeln zu dem Thema schon angeklungen, hier tritt es deutlich zu Tage: Staunen statt Wissen lautet die Parole!
Donnerstag, 17. August 2006 14:08
aphrodite †: Der nächste Streich des Herrn Hageböck – gut, dass viele User die Artikel erst garnicht lesen und
gleich zu den Lesermeinungen kommen.
Wenn Sie das auch so gemacht haben, werden Sie sich vielleicht fragen: Habe ich etwas versäumt?
Nein! Haben Sie nicht. Es handelt sich um das übliche, gewohnte und meiner Meinung nach überaus unchristliche Plädoyer für eine Desinformation der Jugendlichen.
Es beginnt – wie immer – ganz harmlos mit den Feststellungen, dass christliche Werte bei der Sexualerziehung zu vermitteln seien (da kann man als ChristIn ja fast nur zustimmen), dass Individualität zu respektieren sei (nonanet) und dass eine Aufklärung durch die Eltern vorzuziehen sei (auch hier wird man kaum widersprechen können, solange man nicht darüber nachzudenken beginnt, wie Kompetent die Eltern in der Sache sind).
Doch dann gehts los:
Im Sprachstil eines Verordnungstextes wird erläutert, dass
– Sexualerziehung nicht Koedukativ geschehen darf. Warum? Keine Ahnung!
– Jegliches Material zur Veranschaulichung zu vermeiden ist. Warum? Siehe nächster Punkt.
Insgesamt geht es im biologischen Bereich mehr um ein Staunen, als um ein Wissen. Fakten sind also tunlichst zu vermeiden oder im groben zu vermitteln! Die Geschlechtsorgane liegen irgendwo zwischen Nase und Ferse! Staunen statt Faktenwissen! Ein Plädoyer, das Exhibitionisten und gute Onkels mit Schokolade mit Freuden unterschreiben werden!
– Das Kapitel hinkende und unbrauchbare Vergleiche wird durch die Aussage ergänzt, man brauche nicht die Technik eines TV-Gerätes zu kennen, um kritisch darüber zu sprechen –
Logik=Fremdwort!
Donnerstag, 17. August 2006 13:52
Luther: Najanaja
Schon richtige Ansätze! Stimmt schon!

Aber um ehrlich zu sein würde ich da Buch von Joshua Harris nicht empfehlen. Denn was dort drinsteht setzt die Jugendlichen unter Druck, ähnlich wie die Kampagne „Wahre Liebe wartet“!
Der Kirche kann und geht es nicht um Stilisierung von Sexualität und von Furcht davor.
Wie Papst Benedikt schreibt, geht es darum, den Eros zu erheben und mit der Agape verschmelzen zu lassen!

Es ist so, dass ein Jugendlicher lernen muss, die Sexualität als ein großes Geschenk Gottes zu betrachten. Hinzu kommt kein spielerisches Erlernen, sondern vor allem Dingen unbedingte und ausnahmslose Bindung an einen Menschen.
Wer das versteht, der braucht dieses „Kinderbuch“ und absolut nicht empfehlendswerte Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ zu lesen.
Zudem ist im übrigen jeder Mensch von Gott auch als Mensch erschaffen worden…und dazu gehören menschliche Gebärden.
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