Was kann die Schule in der Sexualerziehung wirklich leisten?
Viel wichtiger als die Beschäftigung mit erogenen Zonen ist bei der Sexualerziehung die Erziehung des menschlichen Verhaltens. Von Michael K. Hageböck.
(kreuz.net) Die Schule sollte zunächst die beiden grundlegenden Prinzipien der christlichen Soziallehre
beachten: Personalität und Subsidiarität.
Jedes Kind ist in seiner Individualität zu respektieren
und sollte in den biologischen Fakten von seinen Eltern behutsam unterwiesen werden.
Christliche Lehrer
sollten die Erziehungsberechtigen ermutigen und unterstützen, ihre Kinder selber aufzuklären und damit
die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis für die manchmal schwierige Zeit der Pubertät zu legen.
Wenn der Vater dem Sohne – oder die Mutter der Tochter – nicht zu reden vermag, kann ergänzend die Schule
helfen, wobei Jungs und Mädchen zu trennen sind.
Photographische Darstellungen gilt es ebenso wie Banalisierungen
oder anatomische Details zu vermeiden.
Michael K. Hageböck:
Insgesamt geht es im biologischen Bereich
mehr um ein Staunen, als um ein Wissen, um die Ehrfurcht vor dem Mitmenschen und nicht um die Stimulierung
von Neugierde oder Phantasie.
Insgesamt geht es im biologischen Bereich mehr um ein Staunen, als um ein
Wissen, um die Ehrfurcht vor dem Mitmenschen und nicht um die Stimulierung von Neugierde oder Phantasie.
Es geht um ein positives Verhältnis zur Leiblichkeit und um die Wertschätzung des neuen Lebens von
Anfang an. Und es geht auch frühzeitig darum, den Willen der Kinder zu stärken, ihnen Selbstvertrauen
zu geben und sie zu lehren, gegen den Strom zu schwimmen.
Wenn man sich kritisch über den Fernseher
unterhalten will, braucht man auch nicht alle Details seines Innenlebens zu kennen, sondern sollte über
Gewalt und Dauerberieselung sprechen.
Viel wichtiger als die Beschäftigung mit erogenen Zonen ist bei
der „Familien- und Geschlechtserziehung“ deswegen die moralische Ebene:
Was befähigt einen jungen Menschen
zur Eheschließung und zur Gründung einer christlichen Familie?
Der Lehrer sollte zu einem gelingenden
Leben ermutigen: zur Bewahrung der Reinheit, zum Gebet für den künftigen Ehepartner, zu Kinderreichtum
und dazu, gegen den Strom zu schwimmen.
Eine Richtlinie geben unter anderem die Enzyklika ‘Deus caritas
est’ von Papst Benedikt XVI. (2006) sowie das Dokument des päpstlichen Familienrates „Menschliche Sexualität –
Wahrheit und Bedeutung“ (1995).
Allgemein verständlicher kann man es auch bei Gabriele Kuby in ihrem
Buch ‘Ausbruch zur Liebe. Für junge Leute, die Zukunft wollen’ nachlesen oder Joshua Harris im Werk ‘Ungeküßt
und doch kein Frosch…’.
Seit Jahren schon setzt sich der ‘Freundeskreis Maria Goretti’ für Eltern
ein, die ihre Kinder nicht der schulischen Sexualisierung aussetzen wollen.
Michael K. Hageböck (37)
ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er arbeitet in der Leitung einer christlichen Schule und
hält Fortbildungen für Lehrer.
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@ Christian Hüller: Ach was: „zu dumm“. Lassen sie ihren Ironiedetektor justieren… Ich bin überzeugt,
Sie können, wenn Sie wollen… Netter Versuch, aber es nutzt nix… Und: Wenn sie tatsächlich einer
der größten Perverslinge im Netz sein sollten, wäre das bereits die 3. Gemeinsamkeit (oder genau genommen
die 2. von bisher dreien).
Ad FritzG Ach was: „zu dumm“. Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen… Sie haben mich übrigens
durchschaut: Ich bin einer der größten Perverslinge, die sich hier im Netz rumtreiben. Aber: Pssst!
Nicht weiter sagen. Zu Matt sollten Sie übrigens etwas freundlicher sein. Ich will ihn nicht missen,
diesen witzigen Diskutanten. Man darf ihn nicht vergraulen…
New Round… @ matt: Sie wollen mich nicht verstehen, weil sie sich dazu entschlossen haben. Akzeptiert.
Das nennt man „offen“ und „liberal“. (Im Übrigen: Mit der Behauptung ich wäre ein Hirsch, kann ich ob
der Tatsache das sie ein Ochse sind gut leben.) @ Christian Hüller: Fast richtig! Nur ist es nicht das
Wollen, sondern das Können. Wahrscheinlich bin ich zu dumm für ihre Gedankengänge (oder zu wenig pervertiert)…
Ansonsten: Danke für die abermalige inhaltliche Bereicherung. @ Jockel: Interessant, ich habe ähnliche
Erfahrungen im Biologieunterricht gemacht. Und mein Abi ist noch nicht ganz 5 Jahre her, es hat sich also
in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich viel geändert. Neben Gekicher und Matschogehabe war es den
Mitschülern in meiner Klasse vor allem peinlich, auf die zahlreichen Nachfragen des Lehrers zu antworten.
Aber geantwortet haben sie, und das stets korrekt (ich habe es noch genau in Erinnerung). Daraus folgere
ich, dass (fast) alle Schüler damals bereits aufgeklärt waren, und das Kichern und Gehabe nicht zur
Kaschierung etwaiger Unkenntnis aufkam. War eventuell Peinlichkeit der Auslöser dieser Reaktionen? Wie
auch immer: Aufgeklärt war, und ob die Aufklärung durch Eltern, Freunde oder die Bravo zu Stande kam,
ist letztendlich irrelevant – das Ergebnis zählt. (Außerdem lässt sich die Aufklärung in Sachen Sex
eh nicht verhindern – es sei den, man macht es wie die 12 Stämme in meinem Nachbarort Klosterzimmern:
Die Kinder einsperren.)
that’s it! Eine katholische Position würde Verbesserung, Vertiefung und Verstärkung der Sexualerzie…
Verbesserung: *) Breitere Basis –-- sowohl auf faktischer (also positivistisch-naturwissenschaftlicher)
Ebene: Biologie und Medizin alleine sind eben nicht die allumfassende naturwissenschaftliche Beschreibung
des Menschen. Mindestens Psychologie muss hinzukommen! –-- wie auch auf sozialer und ethischer Ebene:
Sexuallehre der prägenden Kulturen und Religionen gehört dazu! Hier muss vermittelt werden, was gelehrt
wird, hier darf aber nicht eine Lehre aufgezwungen werden. *) mehr Ausgewogenheit zwischen den hard-facts
und der persönlichen Erfahrung der SchülerInnen Verstärkung: *) Entfernung von Schranken und Tabus
*) Uneingeschränkte Themenvielfalt und Themenhoheit der SchülerInnen! *) freie Medien- und Methodenwahl
insbesondere bei der Behandlung von Konfliktthemen. Vertiefung: Erarbeitung von Umsetzungskonzepten mit
wechselnden Vermittlungssituationen (von Präsentation über Kleingruppen bis hin zu Einzelgesprächen).
Wenn der Verfasser des Artikels und jene, die ihm zustimmen, tatsächlich das Interesse verfolgen würden,
das sie vorgeben zu verfolgen, dann würden Sie dieses Programm unterstützen und kein anderes. Sonst
muss der Verdacht bestehen bleiben, den viele weiter unten schon geäußert haben.
Offenbarung und Aufklärung Irgendwie mutet das Wort Offenbarung in einer Diskussion um Aufklärung sehr
komisch an. Naja, wie auch immer. Ich möchte mich auf den Beitrag von Jockel beziehen, der eine Situation
schildert, wie sie viele der heute dreißig bis hundertjährigen kennen. So und nicht anders ist es auch
in meiner Erinnerung: als zusätzlicher didaktischer Stolperstein kam bei mir noch dazu, dass es zu meiner
Schulzeit schon schwerstens out war, etwas über das Thema nicht zu wissen. Dementsprechend trat zum Gekicher
und Gelächter, das die Unsicherheit übertünchen sollte, auch noch ein vorgetäuschtes Desinteresse
dazu, das den anderen signalisieren sollte, man erfahre hier bestimmt nichts Neues und wisse total gut
bescheid. Die Konsequenz daraus ist aber meiner Meinung nach eben gerade nicht, dass man schulischen Aufklärungsunterricht
deshalb sistieren sollte und ihn in die Hände von Eltern legen, die genau so „aufgeklärt“ wurden, wie
es gerade geschildert wurde. Ganz im Gegenteil bedarf es einer Neukonzeption dieses Unterrichtes, möglicherweise
sogar einer Spezialisierung von Pädagogen darauf. Was der Artikel verlangt führt geradewegs in die Aufklärung
durch ältere Geschwister, Freunde und Teeniezeitschriften (mit Inseraten von Abtreibungskliniken, …).
Also irgendwie eine Ironie, denn gerade deren Auffassung von Sexualität soll doch zurückgedrängt werden.
Die Offenbarung… …ist gemäß sicherer theologischer Meinung abgeschlossen. Weiteren Offenbarung muss
niemand glauben, niemand muss sie zur Kenntnis nehmen.
das sind Offenbarungen der Gottesmutter und Jesus genau dieses Thema betreffend Sie Hirsch! wirklich es
gibt selbst in diesem Forum einen Haufen Idioten die weh tun. Ich sehe nur eine Handvoll aufrechte Christen
hier. Es ist eine Schande! Pfui Teufel!
Die schulische Sexualerziehung ist schwach! Nun bin ich zwar schon ein paar Jährchen aus der Schule raus,
aber an meine Sexualerziehung in der 5./6. Klasse kann ich mich noch genau erinnern. Moralische Betrachtung
hin oder her – für einen jungen Menschen empfindet man bei diesem Thema ein Wechselbad zwischen Scham,
Neugirde und kühler Distanzierung. Das vergisst man nicht so schnell wie eine Mathestunde mit sterilen
Formeln. Ich kann zumindest sagen, dass meine schulische Sexualaufklärung sehr schwach war. Unser damaliger
Lehrer war zwar bemüht, aber die ganze Situation innerhalb der Klasse war katastrophal. Die Mädels kicherten
oder genierten sich, die Jungs überspielten ihre Unsicherheit mit blöden Sprüchen oder schallendem
Gelächter. Da war an verantwortungsvolle Aufklärung rein gar nicht zu denken. Der Gewinn des schulischen
Aufklärungsunterrichtes war gleich Null! Am Ende sagte dann auch unser Lehrer: So, wer wirklich dran
Interesse hat ließt einfach die Seiten 234-253 und „Tschüs, bis morgen!“ Konsequenz: Das Gros meiner
Klassenkameraden holte sich ihre Sexualaufklärung jede Woche am Zeitungskiosk in Form der BRAVO. Was
war die Konsequenz? Eine absolute Frühsexualisierung! Alle sprachen nur noch davon, wie normal es doch
wäre schon als Teenie mit einander zu pennen, sich selbst zu befriedigen etc. Und wer nicht auf dieser
Welle schwamm, war eben eine „Klemmi“ oder ein „Außenseiter“. Zum Glück ist das bei mir vorbei , aber
diese mist BRavo gibts ja immer noch
@ Christian Hüller: Das ist ja lachhaft… Aber ich sehe mit Freuden, dass mein Beitrag wohl wirklich
gesessen hat, wenn sie meinen, mir gleich mehrfach darauf antworten zu müssen. Okay, zu ihrer ersten
Reaktion: Nein, ich habe keine bessere Erklärung – behaupte das aber auch nicht. Man muss auch keine
bessere Erklärung für einen Umstand haben, um sagen zu können, dass eine auf diesen Umstand Bezug nehmende
Ausführung falsch ist. (Wenn mein Auto nicht anspringt, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
auszuschließen, dass der umgefallene Reissack in China schuld ist. Ich kann diese Erklärung also außen
vor lassen, ohne die wahren Ursachen zu kennen.) Und alle Polemik wird ihnen nun nicht helfen, diese Tatsachen
zu verändern. Nun zu ihrer Zeiten Reaktion: Indem sie ihre Argumentationsschwäche dadurch kaschieren,
das sie auf einen (höchst zweifelhaften) Beitrag eines Dritten (virOblationis) verweisen, wird ihre Situation
auch nicht besser. Allerdings erlaube ich mir, es ihnen mit Gleichem zu vergelten, und ihnen die Beiträge
von centesimus annus und 23er Hansl ans Herz zu legen.
Der nächste Streich des katholischen Familienvaters mit der unverkennbaren Vorliebe für unschuldige,
unwissende und unbedarfte Jugendliche, die noch staunen(!) können … Muss man dazu noch mehr sagen?
#24 23er Hansl 13:27:13 | Freitag, 18. August 2006
Vermute vermutliche Gründe – ein fünf-Schritte-Programm des Traditionalismus Die Strategie ist doch
ganz einfach und von anderen Themen, die hier auf kreuz.net breitgetreten werden schon bekannt. Schritt
1: Wegen gewisser Missstände wird eine Veränderung durchgeführt. Schritt 2: Als Traditionalist ist
man natürlich gegen die Veränderung. Schritt 3: Man sabottiert die Veränderung und diese kann die Missstände
natürlich nicht von einem Tag auf den anderen beseitigen. Schritt 4: Ab der Veränderung macht man natürlich
nur diese für die Missstände verantwortlich und leugnet deren vorherige Existenz vollkommen. Schritt
5: Man postuliere nun, dass die Rücknahme der Veränderung die vorgeblich durch sie verursachten Missstände
unverzüglich beseitigen könnte. Mit diesem fünf-Schritte-Programm kann man alle wesentlichen gesellschaftlichen
und kirchlichen Themen abhandlen: von Liturgie, Exegese bis zu Homosexualität und Sexualaufklärung.
Glücklicherweise hat sie sich uns anvertraut Haben Sie sich einmal gefragt, ob der Zusammenhang zwischen
dem geschilderten Vorfall und der Sexualerziehung nicht gerade darin liegt, dass sich ihre Tochter Ihnen
anvertraut hat? Ich glaube die Mär einfach nicht, dass solche Ereignisse auf die Sexualerziehung zurückzuführen
sind. Ich meine, ich weiß aus meiner Schulzeit nur zu gut, dass es solche Dinge auch und gerade ohne
die Sexualpädagogik gibt. Außerdem, selbst wenn Sie meine Vermutung zurückweisen, was Sie vermutlich
tun werden, wie kommen Sie darauf, aus diesem Ereignis auf die Tauglichkeit oder Untauglichkeit eines
pädagogischen Konzeptes zu schließen.
#21 virOblationis 07:21:35 | Freitag, 18. August 2006
Fummel-Unterricht Zitat: „Was glauben S i e denn, woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerziehung
seitens der Tradis kommt?“ Woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerzihung von mir Tradi stammt, kann
ich Ihnen sagen: Nachdem unsere Tochter solch anschaulichen Unterricht in einer „kath.“ Grundschule genossen
hatte, fühlte sich ein frühreifer Flegel ‘gleich dazu animiert, das Erlernte in die Tat umzusetzen und
belästigte meine Tochter und eine ihrer Schulkameradinnen damit in massivster Weise. – Glücklicherweise
hat sie sich uns anvertraut, so daß ihr und auch der gegenüber ihren Eltern schweigenden Schulkameradin
geholfen werden konnte.
Ad Fritzchen Tja, dann wissen Sie Schlaumeier offenbar besser Bescheid als ich. Vielleicht haben die Tradis
ja doch Recht. Was glauben S i e denn, woher die Ablehnung der staatlichen Sexualerziehung seitens der
Tradis kommt? Haben S i e da eine bessere Erklärung?
@ Christian Hüller: Oh, sie Pseudoexperte für alles… Woher wollen sie wissen, das es Menschen gibt,
welche die Befürchtung hegen, es fände mit der Sexualerziehung eine „pornografische Unterhaltung“ und
eine „Vergötterung der Sexualität“ an Schulen statt? Schließen sie hier von ihrer Anschauung auf die
anderer? Außerdem interessiert es mich brennend, wie sie vom Sexualkundeunterricht plötzlich zum Exhibitionismus
kommen? Nur weil den Schülern anschaulich der Natur Werk näher gebracht wird, werden sie noch lange
nicht in Scharen zu FKK-Gängern. Und wie die Auseinandersetzung mit der Sexualität zur Sexvergötterung –
und selbige automatisch zu Enthemmung und Schamlosigkeit – führt, ist mir auch nicht völlig klar. Des
Weiteren wird in ihrem Beitrag nicht ersichtlich, auf was sie sich nun genau beziehen: Auf Dirty Talking
im Biologieunterricht, oder auf Darstellungen nackter Körper im Biologielehrbuch? Bekommt ihnen die *globale
Erwärmung* nicht?
Pornographie statt Biologie? Da das Thema so interessant ist, will ich auf die letzte Frage antworten:
Es gibt Menschen, die befürchten, auf diese Weise fände in der Schule eine – in der Tat – bedenkliche
pornographische Unterhaltung statt, sozusagen Exhibitionismus und Vergötterung der Sexualität im Unterricht.
Damit verbindet man Enthemmung und (einen Anreiz zur) Schamlosigkeit. Die Motive sind also klar und insoweit
verständlich. Die Frage ist nur, ob eine nackte Frau im Biologiebuch schon pornographisch ist.
Sexualerziehung muss den Eltern vorbehalten sein. Es geht generell nicht an, dass Kinder an öffentlichen
Schulen mit liberalen Irrlehren indoktriniert werden – etwa eben im Zuge so eines Unterrichts mit der
Homo-Ideologie – dass sie sich dann auch mit der Seuche infizieren. Das ist inakzeptabel. In so einem
Fall müssen Christeneltern ihre Kinder beschützen und den Unterricht boykottieren.
#16 Nanny Ogg 17:15:08 | Donnerstag, 17. August 2006
… Photographische Darstellungen gilt es ebenso wie Banalisierungen oder anatomische Details zu vermeiden.
Warum? ?:) @Aphrodite:Dito. Wie wär’s mit einem kreuz.net Fanshop?
zweierlei muss gesagt werden: Wenn staatliche Behörden Aufklärungsbroschüren herausgeben, die mit Inseraten
von Abtreibungskliniken bedruckt und finanziert wurden, wenn sie die Abtreibung unter der Überschrift
„Wenns halt doch passiert“ als einen größeren Nachmittagsspaziergang darstellen, dann kann das nicht
gutgeheißen werden und dann sind politische Vertretungen aller Ebenen gefordert, dagegen aufzutreten,
dagegen zu argumentieren und allenfalls auch rechtlich-politische Konsequenzen voranzutreiben. Das ist
die eine Seite. Die andere Seite ist die fehlerhafte und falsche Argumentation, aufgrund möglicherweise
existenter schlechter Praktiken die Aufklärung allgemein zu kritisieren. Das wäre irgendwie so als würde
man wegen eines Leberleidens die Schöpfung des Menschen in Frage stellen. Gerade das Gegenteil sollte
der Fall sein: die Möglichkeit, solche Dinge zu produzieren und in Umlauf gebracht werden können ist
ein Zeichen dafür, dass Aufklärung wichtig und nötig ist. Der Beitrag – und das gilt auch für die
anderen, darunter verlinkt sind – ist ein trauriges Zeugnis für intellektuelle Engführung und schlechtes
Reflexionsniveau und spielt – wie schon bemerkt wurde – eher jenen in die Hände, die von sexueller Unwissenheit
Jugendlicher profitieren. Auf die Fragen nach den Risken und Gefahren von Sexualität und Unwissenheit
in diesem Bereich geht der Artikel nicht ein – muss er auch nicht. Doch wer Regeln proklamiert, der sollte
zumindest darüber nachgedacht haben. Das hat er aber offenkundig nicht!
Ad Elendster Sünder Ich glaube, Sie haben eben versehentlich ein Mitglied der falschen Loge angegriffen.
Der gehört nämlich der Tradi-Italienerloge an.
Konfessionlose Schule oder Die Atheisierung und Humanisierung des frommen Geschlechts Sexuelle Aufklärung
in jeder Form dient allein zur Verderbung der Jugend. An den Früchten haben wir sie längst erkannt.
Es ist der alte Plans der Mächte der Finsternis, nicht nur die männliche, sondern auch und besonders
die weibliche Jugend durch atheistische Erziehung in konfessionslosen Schulen zu verderben. Denn es ist
die fromme Mutter, die durch die Erziehung als erste den Samen des Glaubens in das Kind legt. Nur eine
atheistische Mutter ist bereit, die Erziehung ihres Kindes in fremde atheistische Hände zu legen. Deshalb
war es wichtig, genau hier anzusetzen. Der Illuminat und katholische Priester Johann Jakob Lanz wurde,
als er in Ordensangelegenheiten nach Schlesien reiste, vom Blitz getroffen und starb. Die geheimen Papiere,
die er mit sich trug, wurden von der bayerischen Regierung unter dem Titel ‘Originalschriften des Illuminatenordens’
(München 1786 u. 87) veröffentlicht. Darunter befindet sich ein vollständiger Plan zur Korrumpierung
der weiblichen Erziehung. Die Illuminaten gehörten, analog zu den italienischen Carbonari, zu den roten
oder Aktionslogen in Deutschland. Quelle: Der Götze der Humanität von G. M. Pachtler S. J., Freiburg
im Breisgau, 1875 Guiseppe schrieb: „Welchen Lehrer/Erzieher interessieren die Meinungen von Eltern zur
sog. Sexualerziehung oder -aufklärung, die vom Staat und von gewissen Interessengruppen z.T. auf Kosten
des braven Steuerzahlers vorangetrieben werden? Ja, im Geben war die Loge schon immer schwach.
@Giuseppe: Niemand behauptet hier idyllische Zustände in der Sexualerziehung Doch – wie auch immer man
zur gegenwärtigen Praxis stehen mag – das ändert nichts am Inhalt dieses Artikels. Und der ist gelinde
gesagt sehr, sehr dumm und von zumindest zweifelhaften Absichten geprägt.
#10 Guiseppe 15:46:30 | Donnerstag, 17. August 2006
Aufklärung? Koedukation? Dass ich nicht lache. So manche Eltern, die schon einmal versucht haben, vorsichtig
Kritik gegen bestimmte „Aufklärungs“methoden in Schulen und mittlerweile auch in Kindergärten zu üben,
haben längst nichts mehr zu lachen. Welchen Lehrer/Erzieher interessieren die Meinungen von Eltern zur
sog. Sexualerziehung oder -aufklärung, die vom Staat und von gewissen Interessengruppen z.T. auf Kosten
des braven Steuerzahlers vorangetrieben werden? Diese Aufklärung ist längst zur ideologischen Indoktrination
verkommen. Bereits Kinder werden zum Ausleben des Geschlechtstriebes animiert (Kuschelecke im Kiga, Sexspiele
in der Schulklasse, Filmvorführungen über die „schönsten“ Stellungen beim Geschlechtsakt in der Schule,
natürlich nicht ohne das pervers-vulgäre Vokabular und die BzgA-Broschüre dazu). Aufklärung? Nein,
Verführung ist das! Und Eltern, die sich dagegen wenden, sind dann „gegen Koedukation“, „verklemmt“,
„prüde“, haben „extreme“, Positionen, „grenzen ihre Kinder aus“ (wenn sie ihr Kind aus dem Sexualkundeunterricht
herausnehmen), verneinen, dass „der Mensch vom Kleinstkindalter an ein sexuelles Wesen ist“ usw. Die verantwortlichen
Ideologen sind v.a. „Pro Familia, die BzgA – und einige Forumsteilnehmer hier. Wenn sich Eltern kritisch
gegen diese Form der Aufklärung wenden, weil sie in Kindern nicht nur eine Masse, sondern auch Individuen
sehen und weil sie die Geschlechtserziehung dann lieber selbst übernehmen, werden sie schnell ausgegrenzt.
Verläuft so Koedukation?
Also wirklich, wieviel Blödsinn mutet uns dieser Herr Hageböck noch zu? Es geht also nach seinem Empfinden
mehr um ein Staunen als um ein Wissen. Solche Aussagen sind ja gerade zu gemeingefährlich. Sagt er sowas
auch zu einem an Aids Erkrankten? Sagt er sowas zu Opfern von Vergewaltigungen? Die Schüler die dieser
Herr unterrichtet tun mir leid.
@ leges… Es geht den Aufklärungskritikern offenbar darum, wieder einen Schleier des Tabus über das
Thema zu legen. Das scheint auch mir der Kern des Ganzen zu sein.
Insgesamt ein durchwachsener Ansatz 1. Vertrauen in angemessene Sexualaufklärung durch die Eltern. Nicht
immer gerechtfertigt. 2. Trennung von Jungen und Mädchen bei der Sexualerziehung. Nicht notwendig bzw. –
sofern instruktiv herbeigeführt – sogar eher unangemessen, weil es Verklemmtheit fördert. Verklemmtheit –
ich rede nicht vom Schamlosigkeit – kann aber nicht das sein, worauf christliche Sexualerziehung hinaus
will (vgl. Gen 2,20; 2, 23f). 3. Vermeidung photographischer Darstellungen oder anatomischer Details.
Wohl eher eine Sache des Biologieunterrichts. Insgesamt eher unbegründet und fragwürdig: Mann und Frau
sollten schon wissen, mit wem sie es – rein körperlich – zu tun haben. 4. Vermeidung der Stimulierung
von Neugierde und Phantasie. Unbegründet. Sexualität lebt von Phantasie. War so, ist so, bleibt so.
Vgl. Buch der Sprichwörter und andere Bibelstellen. Ganz nebenbei: Wer Dinge auslässt und unter den
Tisch kehrt, fördert die Neugierde vielleicht mehr als ihm lieb ist. 5. Beachtung der „moral. Ebene“
Suuuper. Hier treffen wir uns – ich dachte schon, wir werden uns gar nicht mehr treffen, der christliche
Erzieher und ich. Sinn und Zweck, Chancen und Risiken der Sexualität müssen thematisiert werden, ohne
dass die Dinge zu banalisieren und ihrer unbedingten, „ehrfurchtsge- bietenden“ Relevanz zu entkleiden
sind.
@ Luther Das von Leser Luther erwähnte Buch kenne ich nicht und kann mich darum auch nicht dazu äußern.
Davon abgesehen ist meine persönliche Ansicht zum Thema weitestgehend identisch mit dem, was Luther schreibt!
Sowohl als Eltern als auch als Lehrer/innen kann man durchaus „behutsam“ an das – wichtige! – Thema sexuelle
Aufklärung herangehen!
Wenn man sich kritisch über den Fernseher unterhalten will, braucht man auch nicht alle Details seines
Innenlebens zu kennen, sondern sollte über Gewalt und Dauerberieselung sprechen. Dieser Vergleich bei
diesem Thema ist eine Selbstoffenbarung par excellence: Der Herr ist offenbar nicht in der Lage, Medium
und Inhalt zu unterscheiden! Da kann ich mir gut vorstellen, wie seine Aufklärungsaktivitäten aussehen.
Der Vorschlag, Wissen durch Staunen zu ersetzen birgt auch einiges an Selbstoffenbarungspotential in sich:
Es geht den Aufklärungskritikern offenbar darum, wieder einen Schleier des Tabus über das Thema zu legen.
Ob sie es billigend In-Kauf-nehmen, bewusst wollen, oder einfach nicht darüber bescheidwissen, ist dabei
irrelevant: Sie fördern und vermehren damit die Möglichkeiten des sexuellen Missbrauches gegenüber
Jugendlichen! Sie fördern naives Interesse, Verführbarkeit und Überraschbarkeit. Das ist wohl der übelste
Aspekt der Anti-Aufklärungs-Kampagne! Das ist in den vergangenen Artikeln zu dem Thema schon angeklungen,
hier tritt es deutlich zu Tage: Staunen statt Wissen lautet die Parole!
#2 aphrodite † 14:08:16 | Donnerstag, 17. August 2006
Der nächste Streich des Herrn Hageböck – gut, dass viele User die Artikel erst garnicht lesen und gleich
zu den Lesermeinungen kommen. Wenn Sie das auch so gemacht haben, werden Sie sich vielleicht fragen: Habe
ich etwas versäumt? Nein! Haben Sie nicht. Es handelt sich um das übliche, gewohnte und meiner Meinung
nach überaus unchristliche Plädoyer für eine Desinformation der Jugendlichen. Es beginnt – wie immer –
ganz harmlos mit den Feststellungen, dass christliche Werte bei der Sexualerziehung zu vermitteln seien
(da kann man als ChristIn ja fast nur zustimmen), dass Individualität zu respektieren sei (nonanet) und
dass eine Aufklärung durch die Eltern vorzuziehen sei (auch hier wird man kaum widersprechen können,
solange man nicht darüber nachzudenken beginnt, wie Kompetent die Eltern in der Sache sind). Doch dann
gehts los: Im Sprachstil eines Verordnungstextes wird erläutert, dass – Sexualerziehung nicht Koedukativ
geschehen darf. Warum? Keine Ahnung! – Jegliches Material zur Veranschaulichung zu vermeiden ist. Warum?
Siehe nächster Punkt. – Insgesamt geht es im biologischen Bereich mehr um ein Staunen, als um ein Wissen.
Fakten sind also tunlichst zu vermeiden oder im groben zu vermitteln! Die Geschlechtsorgane liegen irgendwo
zwischen Nase und Ferse! Staunen statt Faktenwissen! Ein Plädoyer, das Exhibitionisten und gute Onkels
mit Schokolade mit Freuden unterschreiben werden! – Das Kapitel hinkende und unbrauchbare Vergleiche wird
durch die Aussage ergänzt, man brauche nicht die Technik eines TV-Gerätes zu kennen, um kritisch darüber
zu sprechen – Logik=Fremdwort!
Najanaja Schon richtige Ansätze! Stimmt schon! Aber um ehrlich zu sein würde ich da Buch von Joshua
Harris nicht empfehlen. Denn was dort drinsteht setzt die Jugendlichen unter Druck, ähnlich wie die Kampagne
„Wahre Liebe wartet“! Der Kirche kann und geht es nicht um Stilisierung von Sexualität und von Furcht
davor. Wie Papst Benedikt schreibt, geht es darum, den Eros zu erheben und mit der Agape verschmelzen
zu lassen! Es ist so, dass ein Jugendlicher lernen muss, die Sexualität als ein großes Geschenk Gottes
zu betrachten. Hinzu kommt kein spielerisches Erlernen, sondern vor allem Dingen unbedingte und ausnahmslose
Bindung an einen Menschen. Wer das versteht, der braucht dieses „Kinderbuch“ und absolut nicht empfehlendswerte
Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ zu lesen. Zudem ist im übrigen jeder Mensch von Gott auch als
Mensch erschaffen worden…und dazu gehören menschliche Gebärden.