Was kann die Schule in der Sexualerziehung wirklich leisten?
Viel wichtiger als die Beschäftigung mit erogenen Zonen ist bei der Sexualerziehung die Erziehung des menschlichen Verhaltens. Von Michael K. Hageböck.

Jedes Kind ist in seiner Individualität zu respektieren und sollte in den biologischen Fakten von seinen Eltern behutsam unterwiesen werden.
Christliche Lehrer sollten die Erziehungsberechtigen ermutigen und unterstützen, ihre Kinder selber aufzuklären und damit die Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis für die manchmal schwierige Zeit der Pubertät zu legen.
Wenn der Vater dem Sohne – oder die Mutter der Tochter – nicht zu reden vermag, kann ergänzend die Schule helfen, wobei Jungs und Mädchen zu trennen sind.
Photographische Darstellungen gilt es ebenso wie Banalisierungen oder anatomische Details zu vermeiden.
Insgesamt geht es im biologischen Bereich mehr um ein Staunen, als um ein Wissen, um die Ehrfurcht vor dem Mitmenschen und nicht um die Stimulierung von Neugierde oder Phantasie.
Es geht um ein positives Verhältnis zur Leiblichkeit und um die Wertschätzung des neuen Lebens von Anfang an. Und es geht auch frühzeitig darum, den Willen der Kinder zu stärken, ihnen Selbstvertrauen zu geben und sie zu lehren, gegen den Strom zu schwimmen.
Wenn man sich kritisch über den Fernseher unterhalten will, braucht man auch nicht alle Details seines Innenlebens zu kennen, sondern sollte über Gewalt und Dauerberieselung sprechen.
Viel wichtiger als die Beschäftigung mit erogenen Zonen ist bei der „Familien- und Geschlechtserziehung“ deswegen die moralische Ebene:
Was befähigt einen jungen Menschen zur Eheschließung und zur Gründung einer christlichen Familie?
Der Lehrer sollte zu einem gelingenden Leben ermutigen: zur Bewahrung der Reinheit, zum Gebet für den künftigen Ehepartner, zu Kinderreichtum und dazu, gegen den Strom zu schwimmen.
Eine Richtlinie geben unter anderem die Enzyklika ‘Deus caritas est’ von Papst Benedikt XVI. (2006) sowie das Dokument des päpstlichen Familienrates „Menschliche Sexualität – Wahrheit und Bedeutung“ (1995).
Allgemein verständlicher kann man es auch bei Gabriele Kuby in ihrem Buch ‘Ausbruch zur Liebe. Für junge Leute, die Zukunft wollen’ nachlesen oder Joshua Harris im Werk ‘Ungeküßt und doch kein Frosch…’.
Seit Jahren schon setzt sich der ‘Freundeskreis Maria Goretti’ für Eltern ein, die ihre Kinder nicht der schulischen Sexualisierung aussetzen wollen.
Michael K. Hageböck (37) ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er arbeitet in der Leitung einer christlichen Schule und hält
Fortbildungen für Lehrer.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
3. Was kann die Schule in der Sexualerziehung wirklich leisten?
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Samstag, 19. August 2006 01:20
FritzG: @ Christian Hüller:
Ach was: „zu dumm“.
Lassen sie ihren Ironiedetektor justieren…
Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…
Netter Versuch, aber es nutzt nix…
Und: Wenn sie tatsächlich einer der größten Perverslinge im Netz sein sollten, wäre das bereits die 3. Gemeinsamkeit (oder genau genommen die 2. von bisher dreien).
Lassen sie ihren Ironiedetektor justieren…
Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…
Netter Versuch, aber es nutzt nix…
Und: Wenn sie tatsächlich einer der größten Perverslinge im Netz sein sollten, wäre das bereits die 3. Gemeinsamkeit (oder genau genommen die 2. von bisher dreien).
Freitag, 18. August 2006 20:38
Christian Hüller: Ad FritzG
Ach was: „zu dumm“.
Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…
Sie haben mich übrigens durchschaut: Ich bin einer der größten Perverslinge, die sich hier im Netz rumtreiben.
Aber: Pssst! Nicht weiter sagen.
Zu Matt sollten Sie übrigens etwas freundlicher sein.
Ich will ihn nicht missen, diesen witzigen Diskutanten.
Man darf ihn nicht vergraulen…
Ich bin überzeugt, Sie können, wenn Sie wollen…
Sie haben mich übrigens durchschaut: Ich bin einer der größten Perverslinge, die sich hier im Netz rumtreiben.
Aber: Pssst! Nicht weiter sagen.
Zu Matt sollten Sie übrigens etwas freundlicher sein.
Ich will ihn nicht missen, diesen witzigen Diskutanten.
Man darf ihn nicht vergraulen…
Freitag, 18. August 2006 18:28
FritzG: New Round…
@ matt:
Sie wollen mich nicht verstehen, weil sie sich dazu entschlossen haben. Akzeptiert. Das nennt man „offen“ und „liberal“. (Im Übrigen: Mit der Behauptung ich wäre ein Hirsch, kann ich ob der Tatsache das sie ein Ochse sind gut leben.)
@ Christian Hüller:
Fast richtig! Nur ist es nicht das Wollen, sondern das Können. Wahrscheinlich bin ich zu dumm für ihre Gedankengänge (oder zu wenig pervertiert)… Ansonsten: Danke für die abermalige inhaltliche Bereicherung.
@ Jockel:
Interessant, ich habe ähnliche Erfahrungen im Biologieunterricht gemacht. Und mein Abi ist noch nicht ganz 5 Jahre her, es hat sich also in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich viel geändert. Neben Gekicher und Matschogehabe war es den Mitschülern in meiner Klasse vor allem peinlich, auf die zahlreichen Nachfragen des Lehrers zu antworten. Aber geantwortet haben sie, und das stets korrekt (ich habe es noch genau in Erinnerung). Daraus folgere ich, dass (fast) alle Schüler damals bereits aufgeklärt waren, und das Kichern und Gehabe nicht zur Kaschierung etwaiger Unkenntnis aufkam. War eventuell Peinlichkeit der Auslöser dieser Reaktionen? Wie auch immer: Aufgeklärt war, und ob die Aufklärung durch Eltern, Freunde oder die Bravo zu Stande kam, ist letztendlich irrelevant – das Ergebnis zählt. (Außerdem lässt sich die Aufklärung in Sachen Sex eh nicht verhindern – es sei den, man macht es wie die 12 Stämme in meinem Nachbarort Klosterzimmern: Die Kinder einsperren.)
Sie wollen mich nicht verstehen, weil sie sich dazu entschlossen haben. Akzeptiert. Das nennt man „offen“ und „liberal“. (Im Übrigen: Mit der Behauptung ich wäre ein Hirsch, kann ich ob der Tatsache das sie ein Ochse sind gut leben.)
@ Christian Hüller:
Fast richtig! Nur ist es nicht das Wollen, sondern das Können. Wahrscheinlich bin ich zu dumm für ihre Gedankengänge (oder zu wenig pervertiert)… Ansonsten: Danke für die abermalige inhaltliche Bereicherung.
@ Jockel:
Interessant, ich habe ähnliche Erfahrungen im Biologieunterricht gemacht. Und mein Abi ist noch nicht ganz 5 Jahre her, es hat sich also in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich viel geändert. Neben Gekicher und Matschogehabe war es den Mitschülern in meiner Klasse vor allem peinlich, auf die zahlreichen Nachfragen des Lehrers zu antworten. Aber geantwortet haben sie, und das stets korrekt (ich habe es noch genau in Erinnerung). Daraus folgere ich, dass (fast) alle Schüler damals bereits aufgeklärt waren, und das Kichern und Gehabe nicht zur Kaschierung etwaiger Unkenntnis aufkam. War eventuell Peinlichkeit der Auslöser dieser Reaktionen? Wie auch immer: Aufgeklärt war, und ob die Aufklärung durch Eltern, Freunde oder die Bravo zu Stande kam, ist letztendlich irrelevant – das Ergebnis zählt. (Außerdem lässt sich die Aufklärung in Sachen Sex eh nicht verhindern – es sei den, man macht es wie die 12 Stämme in meinem Nachbarort Klosterzimmern: Die Kinder einsperren.)
Freitag, 18. August 2006 17:43
Christian Hüller: Ad Miraculum
Ich muss ja nicht alles verstehen. Zum Glück gibt’s die Offenbarung…
Freitag, 18. August 2006 16:37
Hódmezövásárhelykutasipuszta: that’s it! Eine katholische Position würde Verbesserung, Vertiefung und Verstärkung der Sexualerzie…
Verbesserung:
*) Breitere Basis
–-- sowohl auf faktischer (also positivistisch-naturwissenschaftlicher) Ebene: Biologie und Medizin alleine sind eben nicht die allumfassende naturwissenschaftliche Beschreibung des Menschen. Mindestens Psychologie muss hinzukommen!
–-- wie auch auf sozialer und ethischer Ebene: Sexuallehre der prägenden Kulturen und Religionen gehört dazu! Hier muss vermittelt werden, was gelehrt wird, hier darf aber nicht eine Lehre aufgezwungen werden.
*) mehr Ausgewogenheit zwischen den hard-facts und der persönlichen Erfahrung der SchülerInnen
Verstärkung:
*) Entfernung von Schranken und Tabus
*) Uneingeschränkte Themenvielfalt und Themenhoheit der SchülerInnen!
*) freie Medien- und Methodenwahl insbesondere bei der Behandlung von Konfliktthemen.
Vertiefung:
Erarbeitung von Umsetzungskonzepten mit wechselnden Vermittlungssituationen (von Präsentation über Kleingruppen bis hin zu Einzelgesprächen).
Wenn der Verfasser des Artikels und jene, die ihm zustimmen, tatsächlich das Interesse verfolgen würden, das sie vorgeben zu verfolgen, dann würden Sie dieses Programm unterstützen und kein anderes.
Sonst muss der Verdacht bestehen bleiben, den viele weiter unten schon geäußert haben.
*) Breitere Basis
–-- sowohl auf faktischer (also positivistisch-naturwissenschaftlicher) Ebene: Biologie und Medizin alleine sind eben nicht die allumfassende naturwissenschaftliche Beschreibung des Menschen. Mindestens Psychologie muss hinzukommen!
–-- wie auch auf sozialer und ethischer Ebene: Sexuallehre der prägenden Kulturen und Religionen gehört dazu! Hier muss vermittelt werden, was gelehrt wird, hier darf aber nicht eine Lehre aufgezwungen werden.
*) mehr Ausgewogenheit zwischen den hard-facts und der persönlichen Erfahrung der SchülerInnen
Verstärkung:
*) Entfernung von Schranken und Tabus
*) Uneingeschränkte Themenvielfalt und Themenhoheit der SchülerInnen!
*) freie Medien- und Methodenwahl insbesondere bei der Behandlung von Konfliktthemen.
Vertiefung:
Erarbeitung von Umsetzungskonzepten mit wechselnden Vermittlungssituationen (von Präsentation über Kleingruppen bis hin zu Einzelgesprächen).
Wenn der Verfasser des Artikels und jene, die ihm zustimmen, tatsächlich das Interesse verfolgen würden, das sie vorgeben zu verfolgen, dann würden Sie dieses Programm unterstützen und kein anderes.
Sonst muss der Verdacht bestehen bleiben, den viele weiter unten schon geäußert haben.
Freitag, 18. August 2006 15:38
centesimus annus: Offenbarung und Aufklärung
Irgendwie mutet das Wort Offenbarung in einer Diskussion um Aufklärung sehr komisch an.
Naja, wie auch immer.
Ich möchte mich auf den Beitrag von Jockel beziehen, der eine Situation schildert, wie sie viele der heute dreißig bis hundertjährigen kennen.
So und nicht anders ist es auch in meiner Erinnerung: als zusätzlicher didaktischer Stolperstein kam bei mir noch dazu, dass es zu meiner Schulzeit schon schwerstens out war, etwas über das Thema nicht zu wissen.
Dementsprechend trat zum Gekicher und Gelächter, das die Unsicherheit übertünchen sollte, auch noch ein vorgetäuschtes Desinteresse dazu, das den anderen signalisieren sollte, man erfahre hier bestimmt nichts Neues und wisse total gut bescheid.
Die Konsequenz daraus ist aber meiner Meinung nach eben gerade nicht, dass man schulischen Aufklärungsunterricht deshalb sistieren sollte und ihn in die Hände von Eltern legen, die genau so „aufgeklärt“ wurden, wie es gerade geschildert wurde. Ganz im Gegenteil bedarf es einer Neukonzeption dieses Unterrichtes, möglicherweise sogar einer Spezialisierung von Pädagogen darauf.
Was der Artikel verlangt führt geradewegs in die Aufklärung durch ältere Geschwister, Freunde und Teeniezeitschriften (mit Inseraten von Abtreibungskliniken, …).
Also irgendwie eine Ironie, denn gerade deren Auffassung von Sexualität soll doch zurückgedrängt werden.
Naja, wie auch immer.
Ich möchte mich auf den Beitrag von Jockel beziehen, der eine Situation schildert, wie sie viele der heute dreißig bis hundertjährigen kennen.
So und nicht anders ist es auch in meiner Erinnerung: als zusätzlicher didaktischer Stolperstein kam bei mir noch dazu, dass es zu meiner Schulzeit schon schwerstens out war, etwas über das Thema nicht zu wissen.
Dementsprechend trat zum Gekicher und Gelächter, das die Unsicherheit übertünchen sollte, auch noch ein vorgetäuschtes Desinteresse dazu, das den anderen signalisieren sollte, man erfahre hier bestimmt nichts Neues und wisse total gut bescheid.
Die Konsequenz daraus ist aber meiner Meinung nach eben gerade nicht, dass man schulischen Aufklärungsunterricht deshalb sistieren sollte und ihn in die Hände von Eltern legen, die genau so „aufgeklärt“ wurden, wie es gerade geschildert wurde. Ganz im Gegenteil bedarf es einer Neukonzeption dieses Unterrichtes, möglicherweise sogar einer Spezialisierung von Pädagogen darauf.
Was der Artikel verlangt führt geradewegs in die Aufklärung durch ältere Geschwister, Freunde und Teeniezeitschriften (mit Inseraten von Abtreibungskliniken, …).
Also irgendwie eine Ironie, denn gerade deren Auffassung von Sexualität soll doch zurückgedrängt werden.
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