Günter Grass
Was hat die Beichte mit einer Zwiebelsuppe zu tun?
Wir haben allen Grund, dem Schriftsteller Günter Grass für seine jüngsten Enthüllungen unseren wärmsten katholischen Dank auszusprechen. Ein Kommentar.
(kreuz.net) Der aus katholischem Elternhaus stammende Günter Grass hat kürzlich die kirchliche Praxis des ersten Jahrtausends in Erinnerung gerufen und eine öffentliche Beichte – ohne Absolution – abgelegt.

Das war Traditionalismus der hartgesottenen Art.

In der Kirche verschwanden solche radikalen Praktiken im 7. Jahrhundert. Seither werden bei der Beichte kein öffentliches Bekenntnis und keine ausgedehnten Bußwerke mehr verlangt.

Wie könnte ein Katholik in diesem laxistischen Kontext dem Schriftsteller nicht dankbar sein, auf die frühkirchliche Bußpraxis hingewiesen zu haben?

Der 17jährige Günter Grass sei Mitglied der Waffen-SS gewesen, erklärte der 78jährige Literatur-Nobelpreisträger kürzlich.

Es sei ihm bei diesem Schritt zunächst vor allem darum gegangen raus zu kommen: „Aus der Enge, aus der Familie. Das wollte ich beenden.“

Das kann man verstehen.

Jeder, der um die Schrecken eines vorkonziliären Elternhauses weiß, muß für eine Flucht aus einem solchen unmenschlichen Milieu – und sei es in die Waffen-SS – Verständnis und Respekt aufbringen.

Vom „katholischen Mief“ (Grass) in die weite Welt der Waffen-SS: Dahinter steckt eine Logik geradezu prophetischen Ausmaßes.

Zwanzig Jahre nach dem gelungenen Ausbruch von Grass rannten Ho-Ho-Ho-Tschi-Min schreiende Ex-Ministranten durch die deutschen Straßen und ließen das nächste totalitäre System und die schlimmste aller Tyranneien – die Herrschaft der Sexualität – hochleben.

Das waren ebenfalls von der Enge des Katholizismus befreite.

Grass stand wieder nicht im Abseits. Nachdem er aus dem verpönten Ghetto-Katholizismus ausgebrochen war, hatte er beim gesellschaftlichen Establishment eine neue Heimat gefunden.

Warum sollten wir also im Nachhinein über Grass enttäuscht sein? Vielleicht, weil er sich seit den Tagen des Zweiten Weltkrieges treu geblieben ist?

Das Establishment ändert die Hülle, nicht den Kern. Und der Mann des Establishments weiß um die Kunst des Sich Anpassens.

Darum begegnet er seiner Zeit mit dem Zeigefinger im Wind.

Er stellt sich als revolutionärer Aus- und Aufbrecher hin, ist aber in Wahrheit zutiefst ein Ja-Sager. Natürlich kein undifferenzierter. Sein bedingungsloses Ja zur moralischen Kraft des Faktischen kaschiert er angemessen mit Kritiken und Distanzierungen. Aber immer im Rahmen der vom Establishment vorgegebenen Spielregeln.

In diesem Rahmen wird zum Beispiel der vorgetäuschte und institutionalisierte gesellschaftliche Konflikt zwischen Links und Rechts inszeniert, der am besten in unsere parlamentarischen Scheindebatten sichtbar ist.

Hier geht es um Spiel nicht um Leben.

Grass war und ist ein solcher offiziell beauftragter Spielkritiker. Er achtete dabei immer darauf, bei den Leuten zu bleiben. Alleine war Grass in seinem Leben selten oder eher nie.

Er blieb bei den Leuten: bei der Waffen-SS, bei der SPD oder beim Einsammeln von Literaturpreisen – mit denen in der Regel poetische Eintagsfliegen des Establishments vom Establishment ausgezeichnet werden.

Auch mit seiner spektakulären SS-Offenbarung blieb Grass ein Mann dieser Klasse.

Denn mit 78 Jahren hat ein Dichter bekanntlich seinen Zenit überschritten. Das weiß auch Grass. Für sein nächstes – letztes? – Buch „Beim Häuten der Zwiebel“ brauchte er dringend einen Werbegag.

Die Vermarktung der eigenen SS-Vergangenheit lag somit auf der Hand.

Der Wert des Reklameeffekts seiner jüngsten Beichte geht in die Millionen. Darum dürfen wir die Rückkehr des Katholiken Grass ins erste christliche Jahrtausend nicht überschätzen.

Denn wie so häufig im Leben des Günter Grass hat er auch die öffentliche Beichte dazu benützt, um sein eigenes Zwiebelsüppchen zu kochen.
      
66 Lesermeinungen
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#66   MK28   21:45:33 | Sonntag, 20. August 2006
@ Artois: Trau, Schau, Wem
Artois, Ihr Beitrag, in dem Sie Franco die Bildung absprechen, weil er sich auf eine linke Quelle stützt erinnert mich an eine Spruchweisheit von – horribile dictu – Mao Zedong:
Was ist ein dummer Mensch? Ein dummer Mensch ist einer, dem man mit dem Finger den Mond zeigt, und der statt auf den Mond auf den Finger schaut.
Was haben Sie denn inhaltlich zu dem beschriebenen Kriegsverbrechen zu sagen? Alles Lug und Trug? Wenn ja: dann hat sich ja auch Grass nichts vorzuwerfen.
Die Verbrechen der Waffen-SS sind sauber dokumentiert. Sie zu leugnen, berechtigt viel eher zu Zweifeln am Schulabschluß des Leugners als die Verlinkung auf die linke Seite.
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#65   Artois †   17:01:40 | Freitag, 18. August 2006
@franco.felice
Sie wagen es, hier auf eine antifa-Seite zu verlinken und dann noch Glaubwürdigkeit zu beanspruchen? Darf ich fragen, ob Sie ganz richtig im Kopfe sind? Haben Sie überhaupt einen Schulabschluß?
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#64   franco.felice   20:46:18 | Donnerstag, 17. August 2006
Brandenburgis:
„…interessante Geschichte“
Tja, es klingt bitter. Aber alles leugnen zu wollen – was auch auf der Gegenseite nicht helfen würde –, andert Geschehnisse leider nicht.
Ich greife doch keinen (mehr) an, wenn ich Ereignisse anspreche, die sich tatsächlich zugetragen haben. Es handelt sich auch nicht um einseitige Darstellung, sondern um Fakten, die in einem ordentlichen Prozess gründlich eruiert wurden. Major Reder hatte Glück, dass die Richter anders urteilten als er gehandelt hatte.
Aber wenn Sie allen anderen nicht glauben – ich habe nur 10 Sekunden gebraucht Ihnen folgenden Link herauszusuchen: www.partigiani.de/zeitzeu/pirini.htm.
Von dieser Seite habe ich allerdings nicht meine „Weisheiten“, sondern „verdanke“ sie einem kritischen und gewissenhaften früheren Korrespondenten in Italien mit Namen Nino Erné; und dies längst vor den Zeiten Googles.
Was Sie im Internet aber nicht finden können: Als Reders Mutter im Sterben lag und er sie noch einmal sehen wollte, erbat er Hafturlaub aus Gaeta. Man gab das weiter an Marzabotto, und die Angehörigen der Ermordeten dort sollten abstimmen. Man lehnte ab. Durch folgende Begründung eines Angehörigen, der es – mutet fast salomonisch an – auf den Punkt brachte: „Er möchte seine Mutter noch einmal sehen – möchten wir auch. Er soll bleiben wo er ist! Nicht ganz christlich werden Sie sagen? Mag sein. Aber, man kann ‘s verstehen.
Nichts fur ungut!
Franco
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#63   Brandenburgis   11:42:10 | Donnerstag, 17. August 2006
@franco-felice
Interessante Geschichte, da ich aber bereits 100e derartiger Gechichten als Märchen „entlarvt“ habe, fehlt mir der Glaube an ihre „Viererreihen“ …
Ihr „Bundespräsident“ ist [war] übrigens nichts als ein verlogener Lump …
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#62   Benedikt   00:33:53 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Bernardin
Kümmern Sie sich um den Phoenix im Kabel!
Für Sie ein erstaunlich schlechter Konter. Vielleicht erzählen Sie mal, was Sie eigentlich wollen, anstatt blindlings auf jeden hier verbal einzuschlagen – welcher „Richtung“ er auch immer entstammt.
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#61   Bernardin †   23:19:09 | Mittwoch, 16. August 2006
BB…
Weiterhin viel Spass! Sie sind mir einfach zu dumm!
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#60   blueberry   23:12:05 | Mittwoch, 16. August 2006
@ Bernardin
Weil es da keine Antwort gibt.
Aber ein Vorbild muss makellos sein, ein richtiger Tugendbold.
Das ist doch in sich schon Kritik.
Was soll man da antworten? Grass war nie Moralist in dem Sinn.
Geehrte wurde er mit dem Nobel-Preis auch als Wächter!
Oh je! Jetzt fängt sie wieder an die alte Leier von der jüdischen Weltherrschaft und dem willfährigen Helfer Grass.
Herr schmeiß Hirn vom Himmel!
Schnell und möglichst viel!
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#59   Bernardin †   23:01:38 | Mittwoch, 16. August 2006
Blueberry
Warum keine Antwort auf den ersten Teil meiner Antwort???
Grass wollte eine moralische Instanz sein, er war ein penetranter Schulmeister der Nation!
Geehrte wurde er mit dem Nobel-Preis auch als Wächter!
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#58   blueberry   22:55:54 | Mittwoch, 16. August 2006
Als Vorbild hat Grass den Nobel-Preis erhalten! Nein?
Nein! Als Schriftsteller! Als Künstler!
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#57   Bernardin †   22:53:08 | Mittwoch, 16. August 2006
Blueberry
Warum lassen Sie in Ihrer Antwort beim Zitat den Anfang aus: „ Aber ein Vorbild muss makellos sein…“
WARUM? Gibt es eine Antwort?
Als Vorbild hat Grass den Nobel-Preis erhalten! Nein?
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#56   blueberry   22:47:03 | Mittwoch, 16. August 2006
Die drittletzte Frage lautet
SPIEGEL ONLINE: Warum ist die Empörung Ihrer Meinung nach so groß?
Schindel: Weil er sozusagen eine moralische Instanz war – und eine moralische Instanz darf in Deutschland, diesem Tugendland, keine Fehler haben. Wir anderen dürfen Fehler haben und können die unangenehmen Dinge unseres Lebens verschweigen. Macht doch jeder von uns. Aber ein Vorbild muss makellos sein, ein richtiger Tugendbold. Das ist er natürlich nicht, er ist ein Schriftsteller mit allen Widersprüchen.
Also, da stehts doch: ein richtiger Tugendbold. Das ist er natürlich nicht, er ist ein Schriftsteller mit allen Widersprüchen.
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#55   Bernardin †   22:43:20 | Mittwoch, 16. August 2006
Blueberry
Also dann lesen Sie die 3.-letzte Frage von Hengst im Interview, das Sie selbst angeben!
Grass wollte ein Tugendbold sein!!!
Ich möchte eigens betonen: Ich will HEUTE niemanden verurteilen, der GESTERN diesen oder jenen Schritt getan hat! Ich weiss nicht, wie ich damals in dieser oder jener Situation gehandelt hätte! In der warmen Stube und im gemütlichen Sessel von HEUTE kann ich alles beurteilen und verurteilen, was GESTERN geschah!
Ich verurteile Herrn Grass nicht, weil er gestern dabei war!
Ich habe einfach viele Fragen an den Herrn Saubermann, der jeden und alle beurteilte und verurteilte, der nicht in sein Bild passte!
Er hatte nie seine Vergangenheit integriert, und stürzte sich auf die Vergangenheit anderer!
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#54   blueberry   22:29:59 | Mittwoch, 16. August 2006
@ Bernardin
Ob ich Sie allein gemeint habe? Kaum!
Gibts hier noch jemanden der Grass verteidigt?
Aber wer die Werke von Grass liest, wer sein Gehabe kennt, sein Auftreten erlebt, wer seine Einseitigkeit zur Kenntnis nimmt, der kann nur staunen!
Tut mir leid aber ich kann ihnen nicht folgen. Ich kenne fast alle Bücher von Grass, angefangen bei der Blechtrommel bis zum Krebsgang. Krebsgang schildert den Untergang der Wilhelm Gustloff und den Tod vieler tausend deutscher Flüchtlinge. Grass war nie ein kritikloser Philosemit, sondern hat die Politik Israels häufig kritisiert und viel Kritik dafür einstecken müsse. Ich kann ihnen ehrlich nicht folgen.
Mich wundert nur, warum keiner seiner Kollegen von damals zum berühmten Kollegen von heute bisher nie Stellung genommen hat!
Haben sie doch. Walser hat seine Meinung gesagt und Grass verteidigt. Die meisten aus der Gruppe 47 waren ja in der ein oder anderen Weise in die Machenschaften des Dritten Reichs verstrickt. Hier ist ein Interview mit Robert Schindel www.spiegel.de/…,1518,431855,00.html der schon seit zwanzig Jahren davon weiß.
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#53   franco.felice   22:12:07 | Mittwoch, 16. August 2006
Artois:
[kursiv] Mit den „Kriegsverbrechen“ der Waffen-SS ist es nicht weit her…[kursiv]
So gerne man Ihren Worten Glauben schenken möchte, wenn man denn könnte; aber nur ein weiteres trauriges Beispiel, mit dem sogar später noch Bundespräsident Johannes Rau konfrontiert wurde:
Wie war das also am 29. 09. 1944 mit einer Einheit der Waffen-SS unter einem gewissen Major Reder (kein Deutscher, dies allerdings ohne Belang), der die Einwohner des Dorfes Marzabotto bei Bologna aus der Kirche riss – wobei der Priester erschossen wurde –, sie in Viererreihen aufmarschieren und sie zum Friedhof „geleiten“ ließ?
Dort wurden sie, vor der Kapelle – Frauen, Kinder, Greise – mit einem MG erschossen, während von entfernten Hügeln jene (Partisanen) um die es eigentlich ging und die Reder später als Grund für sein Gemetzel angab, ohnmächtig zusehen mussten, wie man ihre Familien erschoss. Eine Schande für die deutsche Wehrmacht und die meisten – zumindest gemessen an Reder – anständigen Soldaten und Offizieren.
Insgesamt gab man Reder für 1830 Tote (in der Region – Marzabotto war also kein Ausnahmefall!) die Schuld. Der Schaden für das Ansehen der Wehrmacht – ist bis heute nicht gutzumachen. Wie gesagt, es war die Waffen-SS.
Mag sein, dass Grass davon nichts wusste als es ihn in die „Freiheit“ drängte; wie sollte er auch als 17jähriger und fernab dem Geschehen.
Aber der zitierte Satz stimmt leider nicht. Entschuldigen Sie, wenn ich da widersprechen muss.
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#52   Bernardin †   22:06:37 | Mittwoch, 16. August 2006
Benedikt und Parzifal
Benedikt:Kümmern Sie sich um den Phoenix im Kabel!
PARZIFAL: Ob ich Sie allein gemeint habe? Kaum! Aber wer die Werke von Grass liest, wer sein Gehabe kennt, sein Auftreten erlebt, wer seine Einseitigkeit zur Kenntnis nimmt, der kann nur staunen!
Mich wundert nur, warum keiner seiner Kollegen von damals zum berühmten Kollegen von heute bisher nie Stellung genommen hat! Keiner plauderte aus…Sind schon alle tot oder warum haben die Medien bis heute keinen Hinweis bekommen? – Haben die Medien ihn, den Herrn Grass, geschützt oder ist alles nur ein PR-Trick?
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#51   Parzifal   21:55:33 | Mittwoch, 16. August 2006
@ Bernardin
Sie können ja wohl eigentlich nur mich meinen.
Da können Sie mich ruhig auch ansprechen meine Liebe!
Wann hat Grass sich denn als Saubermann geriert?
Grass hat nie behauptet im KZ gewesen zu sein oder ein innerer Emigrant oder Widerstandskämpfer. Auch jetzt hat er niemanden erschossen oder verraten. Er hat nur zugegeben tiefer von der Propaganda beeinflusst worden zu sein als er bisher schilderte. Er hat es übrigens freiwillig zugegeben. Ich glaube auch nicht dass es so war wie es der Z. d. Juden meint, dass es Grass also um Werbung für sein Buch ging. Einer solchen Kanonade und solchen lächerlichen Forderungen wie der nach einer Rückgabe des Nobelpreises setzt man sich nicht freiwillig aus.
Wann hat Grass jemanden verurteilt? Grass war nie Thomas Mann. Mann ist nie mehr nach Deutschland zurück gekehrt. Höchstens mal ein kurzer Besuch. Mann hat Deutschland auch Jahre nach dem Krieg nie richtig vergeben können. Grass hat so nie reagiert.
Als er den Besch des Friedhofes mit Soldaten der Waffen SS ablehnte, da geschah dass nicht aus Hochnäsigkeit gegenüber diesen Soldaten sondern weil er die implizierte Botschaft dieses Besuchs ablehnte. Damals tobte schließlich der Kalte Krieg und dieser Besuch hat praktisch den Antikommunismus der Nazis in eine Reihe gestellt mit dem Antikommunismus der Demokraten. Und das hat Grass abgelehnt. Grass hat den Kommunismus abgelehnt aber wollte nicht den Kommunisten die Menschlichkeit absprechen wie es die Nazis taten.
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#50   Benedikt   21:53:05 | Mittwoch, 16. August 2006
Allmählich
…fängt dieses Geplärre schon ein wenig zu nerven an :-(
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#49   Bernardin †   21:37:26 | Mittwoch, 16. August 2006
EWIGGESTRIGEN
Welcher Teufel reitet eigentlich die EWIGGESTRIGEN hier im KREUZ.NET. Wie genau sie doch mit dem GESTERN Bescheid wissen und das angebliche genaue Wissen der Materie entlarvt sie!
Uebrigens: Jugendsünden werden sofort vergeben! Nur wenn ein Mensch sich als ein HERR SAUBERMANN in Szene setzt und das Leben anderer beurteilt und verurteilt, wenn er den anderen ihre Jugendsünden vorhält und seine eigenen Jugendsünden verdrängt, dann wird es brisant!
Herr Grass wollte übers ein Leben GRAS wachsen lassen, nur nicht über das Leben anderer GRAS wachsen lassen. Das ist KRASS, HERR GRASS!
Wen endlich über eine Sache Gras gewachsen ist, dann kommt ein Kamel und frisst es wieder weg! Armes Kamel, das Gras bekommt ihm nicht, HERR GRASS!
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#48   Parzifal   21:29:40 | Mittwoch, 16. August 2006
@ all
Vielleicht meinte er als Chefankläger gegen alles rechts der SPD seine Weste rein zu waschen.
Grass war auch stets gegen alles links der Sozis. Er hat häufig betont dass während der Weimarer Republik die Kommunisten und die Nazis gemeinsame Sache gegen
Zentrum und SPD gemacht haben.
Grass hat immer betont dass er die BRD für einen guten Staat hält und mit seiner Einmischung in die Politik wollte er wohl auch die unselige Tradition beenden, dass deutsche Schriftsteller oder Künstler sich in einen idealistischen Elfenbeinturm einschließen wie bspw. Thomas Mann oder auch Goethe. Er hat das vermutlich als Beitrag verstanden die Demokratie in Deutschland zu unterstützen und zu fördern. Ich glaube nicht dass es ihm vornehmlich darum ging sich wichtig zu machen oder vorzudrängeln, wie häufig unterstellt wird.
Na, meinetwegen: Ich bin „tiefbraun“ und dieser Parzifal ist eine Kanaille (die mir auch noch die strafbare Führung eines Doktortitels unterstellt).
Nun nehmen Sies doch nicht gleich persönlich.
Als der zweitklassige Schauspieler Gibson betrunken Auto fuhr und Polizisten anpöbelte (gibts übrigens schon als Klingelton fürs Handy), da hatten Sie doch auch so viel Verständnis für Gibson und so wenig für Journalisten usw. die sein Verhalten kritisierten.
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#47   Athanasius   21:25:32 | Mittwoch, 16. August 2006
(Forts.)
…Russisch-Orthodoxe Kirche, die von 1939 bis 1946 von Stalin wieder erlaubt war. An der Heimatfront (nicht bei den Greueln der Front) waren diese Geistlichen auch bei der Seelsorge erlaubt. Die Sowieter waren nun einmal im „Großen Vaterländischen Krieg“ (1941-1945) weniger anti-christlich, als der Leninismus-Marxismus vorschrieb, auch aus praktischen Gründen (man fürchtete Aufstände, die eine UntergrundGeistlichkeit vielleicht unterstützen und anfeuern könnte – die wurden aber neutralisiert durch Erlaubnis).
Feldgeistliche gab es anfangs nicht, per Himmler-Dekret. Eine katholische Präsenz („Schwarze Internationale“/„Internationale der Schwarzrocken“) hätte der Indoktrination mit dem Nihilismus des Nazismus im Wege gestanden.
Ich möchte Beweise für Ihre Behauptung, da meines Wissens nur zwei deutsche Feldgeistlichen MGer der Waffen-SS betreuten (nach der zweiten Hälfte von 1943 allerdings), und sogar weite Teile der Wehrmacht ohne Feldgeistlichkeit gehalten wurden.
Nur die Jesuiten Flanderns, Walloniens und Südfrankreichs, die für den „Kampf gegen den Bolschewismus“ kämpften, und naiv glaubten die Nationalsozialisten würden auch nach dem Endsieg ihren separatistisch-„faschistischen“ Initiativen nichts im Wege legen, wurden bei den Auslandslegionen toleriert. Sicherlich nicht bei der Allgemeinen-SS.
In der DDR war nicht-direkt militärische Seelsorge durch Lutherische Prediger erlaubt, solange sie den Sozialismus nicht kritisierten.
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#46   AthanasiusII   21:17:09 | Mittwoch, 16. August 2006
@Parzifal
Die Kirche ist tiefer verstrickt in die Naziverbrechen als der 15-jährige Grass. Ich sag nur Rattenlinie!
Günter Grass war 1944 17 Jahre alt. Mit 15 Jahren meldete er sich zur (auch sehr Führertreuen) Kriegsmarine en.wikipedia.org/wiki/Kriegsmarine, mit 17 Jahren zur Waffen-SS en.wikipedia.org/wiki/Waffen-SSbeim SS-Bewerbungsamt in Dresden. Es war kein Zufall, denn für die Waffen-SS mußte man applizieren, während man für die nicht zu Verbrecherorganisationen erklärten Volkssturm und Wehrmacht einbezogen wurde.
„Die“ Kirche war fast völlig schuldig, wenn man damit die Gesamtkirche meint. Nur die Kirche Österreichs (und auch sehr zweifelhaft, sieh den Angriff der HJ-ler 1938 auf das erzbischöfliche Palast Kardinal Innitzers) und die Kirche der Vichy-Territorien waren (teilweise) ‘mitschuldig’. An einer Rattenlinie war nur Mons. Alois Hudal en.wikipedia.org/wiki/Alois_Hudal (Graz, 1885) beteiligt! Überall sonst, außer in der Slowakei (Mons. Josef Tiso), gab nur Opfer unter den Geistlichen: in den Niederlanden, Polen, Litauen, der Ukraine, Nordfrankreich, Belgien, Bayern, Südtirol, Slowenien, Ungarn!
@Artois:
Die Feldgeistlichen der Waffen-SS wurden erst dann einbezogen, als flämische Freiwillige diese forderten. Sie wurden aus den deutschen Abteilungen, sowie aus den Niederländischen, Dänischen und „Nordischen“ Abteilungen gewehrt. Nur Flamen, Walloner (Wallonien: sie Leon Degrelle) und einige Slowakische und Kroatische Legionen hatte die Erlaubnis für Geistliche. In der Sowjetarmee war an der Heimatfront gerade wegen der zeitlichen Wiederzulassung der Russisch- (Forts.)
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#45   Artois †   16:56:01 | Mittwoch, 16. August 2006
@MK 28____
Mit den „Kriegsverbrechen“ der Waffen-SS ist es nicht weit her. „Oradour“ ist höchst umstritten, „Lidice“ ebenfalls. In L. wurden übrigens Frauen, Kinder und Greise geschont, eine Milde, die man keinem einzigen Kriegsgegner Deutschlands auch nur im Entferntesten nachsagen kann.
Mir gegenüber haben viele SS-Soldaten bestätigt, daß es sehr wohl Feldgeistliche gab und daß Christen unter keinerlei weltanschaulichem Druck standen, wie es in kommunistischen Gliederungen üblich war. In der DDR war selbst der Gottesdienstbesuch für Rekruten streng verboten. Wer gegen dieses Verbot verstieß wurde bestraft, ggf. mit Militärzuchthaus.
Antibürgerlich mag die Waffen-SS gewesen sein, fanatisch-enthemmt jedenfalls nicht, sondern eine der diszipliniertesten Truppen, die Deutschland je hatte. Nicht umsonst wurde die israelitische Wehrmacht vorwiegen nach dem Muster der Waffen-SS aufgebaut und militärisch-taktisch geschult.
Im übrigen waren die beiden WK antichristliche Vernichtungskriege, in denen es darum ging, die christliche Sozial- und Staatsordnung zu zerstören.
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#44   Doriano   15:27:15 | Mittwoch, 16. August 2006
@Unschuld
Zumindestens sollte man dem Herrn mal nahe legen,
sein Pseudonym zu ändern – sich auf den Gralsritter
zu berufen ist ja wohl ein ziemliches Unding. Wie wär’s
denn mal mit „Pumuckl“? Nee,auch nicht so dolle…
Ich hab’s – das ist ja Günter Grass selber!!
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#43   Barmherzigkeit †   15:16:56 | Mittwoch, 16. August 2006
@Hüller
Nein tut sie leider nicht. Bestes Beispiel sind die unsäglichen Beiträge von Rudolfssohn, oder Maledica @ Co.
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#42   Christian Hüller   12:32:14 | Mittwoch, 16. August 2006
@Unschuld
Da bin ich nicht generell ihrer Meinung.
Wir wollen uns hier ja nicht nur gegenseitig bestätigen, denn das wäre langweilig und brächte keinerlei Erkenntnisfortschritt.
Zustimmen kann man ihrem Anliegen allenfalls bei solchen
Leuten, die wirklich keinerlei Argumente bringen und einfach nur blöd und beleidigend daherreden.
Aber solche löscht die Redaktion ohnehin, oder?
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#41   Nanny Ogg   12:32:03 | Mittwoch, 16. August 2006

Es wäre generell anzuraten, User, die eindeutig gegen das Christentum Stellung nehmen, zu löschen.
Genau!!! Wider der Meinungsvielfalt! Löscht einfach die Postings, die nicht in euer Weltbild passen, statt euch damit auseinander zu setzen. In guter, alter Tradition möchte man fast meinen ;-)
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#40   stat crux   12:30:05 | Mittwoch, 16. August 2006
Herrschaft der Sexualität?
Dieser Artikelschreiber hat ganz offenkundig gar keine Ahnung, was ein totalitäres System ist. Intellektuell kann man einem solchen inmitten der offenen Gesellschaft genau so lange anhängen (etwa SSPX), solange nicht das Risiko besteht, dass „die“ an die Macht kommen. Reine intellektuelle Selbstgefälligkeit ist dieses Schwelgen im virtuellen Traditionalismus (und dann noch „Grass“ als Kronzeuge!), ohne jede Berührung mit wirklicher Geschichte oder Tradition.
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#39   Unschuld   12:24:02 | Mittwoch, 16. August 2006
Redaktion: Bitte Pseudonym „Parzival“ entfernen
Liebe Zeitgenossen,
angesichts der üblen Verleumdungen und Beschimpfungen sollte man den User Parzival löschen! Neben diesen Entgleisungen sind außerdem nur antichristliche Stellungnahmen zu vernehmen, die uns Christen wehtun.
Es wäre generell anzuraten, User, die eindeutig gegen das Christentum Stellung nehmen, zu löschen.
Danke
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#38   Benedikt78   10:21:34 | Mittwoch, 16. August 2006
Grass ist krass
Jaja, der Grass. Läuft sein Leben lang mit erhobenem Zeigefinger in der Weltgeschichte rum, wittert überall Gefahr und (Blech)trommelt für die Sozialisten im Wahlkampf als höchstmoralische Instanz gegen alles Bürgerliche und Freiheitliche. Und so jemand ist in der Waffen-SS gewesen. Was würde er wohl machen, wenn ein anderer Schriftstellerkollege solch ein Geständnis abgelegt hätte? Nach Erfahrung wohl medial gesteinigt! Der Dieb schreit: haltet den Dieb! Und macht sich aus dem Staub. Jetzt wissen wir auch warum Grass so krass ist. Vielleicht meinte er als Chefankläger gegen alles rechts der SPD seine Weste rein zu waschen. Er blieb sich aber treu, indem er sein Leben lang stramm den sozialistischen Systemen und Ideologien die Treue schwor!
Dass Prazifal sich nun als Grass-Fan outet, verwundert mich nicht! Hier im Forum gebärdet er sich gleich, wie sein grosses Vorbild. Vielleicht kommt bald ein öffentliches Bekenntnis von ihm, dass er in seiner Jugend in rechtsextremen Gruppierungen mitgemacht hat. Vorbildern muss man ja nacheifern. Und ausserdem kommt eine fundamentalistische anti-krichliche Haltung nicht einfach so über Nacht!
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#37   Dr. Christoph Heger   08:43:35 | Mittwoch, 16. August 2006
@Parzifal
der tiefbraune Heger, dessen Dokortitel eine Atrappe
Na, meinetwegen: Ich bin „tiefbraun“ und dieser Parzifal ist eine Kanaille (die mir auch noch die strafbare Führung eines Doktortitels unterstellt).
MfG
Christoph Heger
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#36   virOblationis   07:18:57 | Mittwoch, 16. August 2006
Genugtuung
Ja ja, wie glänzend ein solcher Streiter für Recht und Wahrheit, der lediglich sechs Dezennien braucht, um beiläuffig anzumerken, daß er selbst auch in solcher Weise gefehlt hat wie von ihm Angegriffene.
Aber im Ernst: Dieser Fall zeigt exemplarisch, auf welch dünnem Eis sich die linke Selbstgerechtigkeit bewegt hat, um Altersgenossen, vor allem aber die „Vätergeneration“ anzuklagen. Dennoch ist es ihnen gelungen, die Macht in der Gesellschaft an sich zu reißen und die Kultur so tiefgehend zu beschädigen, daß Hoffnung auf Besserung fast vermessen wirkt. – Aber immerhin bleibt die Genugtunng, einen Vorkämpfer der Linken jetzt demaskiert zu sehen.
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#35   Benedikt   01:43:14 | Mittwoch, 16. August 2006
Rattenlinie
Die Rattenlinie war mit Sicherheit ein Fehler, aber sie war erstens keine offizielle Aktion der Kirche und zweitens bedeutet sie keine Verstrickung in Nazi-Verbrechen.
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#34   Parzifal   00:38:54 | Mittwoch, 16. August 2006
@ all
Ich finde eure Reaktion widerlich, scheinheilig und ekeleregend!
Ich bin ein großer Bewunderer von Grass. Er ist ein ein großer Mann und ein Genie.
Sein Verhalten während der Jugendzeit war nicht anderes als das der meisten seiner Altersgenossen. Die Eltern oder Großeltern so gut wie aller hier waren in die Nazi Geschäfte auf die eine oder andere Art verwickelt.
Grass hat zu den ganz ganz wenigen gehört die späterhin zugegeben haben dass die Nazis nicht nur ein bisschen, sondern völlige und totale Scheiße waren.
Die meisten Eltern oder Großeltern der Teilnehmer hier hatten diesen Mut in keiner Weise.
Stichwort: Adenauer, Kiesinger, Schmitt und wie sie alle heißen. Verlogen durch und durch!
Jetzt selbstherrlich den Stab brechen zu wollen über einen der selbst aus freien Stücken einen Fehler eingesteht ist widerlich.
Plötzlich fallen Leute über den großen Deutschen her wie der selbsternannte Salonfaschist MK28, der tiefbraune Heger, dessen Dokortitel eine Atrappe sein muss und sonstige katholische Taliban, die mal vor ihrer eigenen Haustüre kehren sollten!
Die Kirche ist tiefer verstrickt in die Naziverbrechen als der 15-jährige Grass. Ich sag nur Rattenlinie!
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#33   Bonjour   23:12:05 | Dienstag, 15. August 2006
Schlimme Sache
Jämmerlicher Heuchler.
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#32   MK28   23:02:24 | Dienstag, 15. August 2006
Intellektuelle im Kampf
Naja, in Spanien war es das letzte Mal, daß Intellektuelle auf seiten der Rechten dabei waren. Aber auf der Linken gab es schon noch einige Beispiele; die „Befreiungsbewegungen“ Lateinamerikas waren doch durchaus „intellektuell“ angehaucht, Ernesto Cardenal z.B… Oder man nehme die Begeisterung der linken Studenten für die „Zapatisten“ in Chiapas. In gewisser weise dürfte auch der Dschihad eine Angelegenheit der Gelehrten sein. Das Faszinosum der blanken Macht besteht fort, täuschen Sie sich da mal nicht.
In allen Fällen dürfte das ausschlaggebend sein, was Grass als Motiv für seinen SS-Eintritt angegeben hat: Die Sehnsucht nach dem Ausbruch aus der Bürgerlichkeit, die Faszination des Animalischen, des Reinen, des Starken, der MAcht, bis hin zum Tode. Jüngers Stahlgewitter erfassen das, und die SS verkörperte es wohl. Auch wird es etwa in der dritten Strophe des Fallschirmjägerliedes besungen: Klein unser Häuflein, wild unser Blut/wir fürchten den Feind nicht und auch nicht den Tod/wir wissen nur eines: wenn Deutschland in Not/zu kämpfen, zu siegen, zu sterben den Tod/An die Gewehre!
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#31   Hypatia   22:02:30 | Dienstag, 15. August 2006
@MK28
Mir ist kein Fall bekannt, wo Intellektuelle sich in den bewaffneten Kampf einmischten, als in Spanien in den Dreißigern. Grauenhaft! Ist das das Letzte, was der Homo Sapiens zustande bringt?
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#30   MK28   21:29:22 | Dienstag, 15. August 2006
@ Alexandra: Frage
Sie meinen, woher ich weiß, daß der Faschismus nicht nur in seiner Idee, sondern auch in seinen Vertretern unappetitlich ist? Persönliche Erfahrung. Kennen Sie einen gebildeten, charmanten, kultivierten Faschismus-Fan? Ich nicht! Vielleicht hat es das in Italien und Spanien der 20er und 30er gegeben, aber seit 1945 ist Schluß. Der Faschismus hatte seine Epoche, aber die ist um. Und Leute, die das nicht raffen und meinen, in den Kostümen der Vergangenheit Unsinn machen zu müssen, sind entweder bemitleidenswert oder ekelig. Wir haben hier zudem einige NPD-Stadträte; ein Kabinett des Grauens. Man sollte Zukurzgekommenen nie Macht geben, nie.
Da pflege ich lieber meinen (Neo-)Konservatismus. Der hat nicht nur den Vorteil einer gewissen intellektuellen Erhabenheit, ich kann auch sicher sein, recht zu behalten – ich muß nur lang genug warten.
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#29   Hypatia   21:20:00 | Dienstag, 15. August 2006
@ MK 28
Sie haben meine Frage nicht beantwortet! ;-)
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#28   MK28   21:17:27 | Dienstag, 15. August 2006
Bin perplex!
Erst Heger, dann Alexandra – soviel Übereinstimmung ist selten. Man muß Sturmmann Grass ja fast dankbar sein ^-^ .
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#27   Hypatia   21:07:35 | Dienstag, 15. August 2006
@ MK28
Da haben Sie ausnahmsweise mal recht. Wo haben Sie diese Erkenntnis denn abgekupfert?
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#26   MK28   20:59:07 | Dienstag, 15. August 2006
@ Athanasius: Stimme zu
Stimme Ihnen völlig zu, vielleicht mit Ausnahme der „Salonfaschisten“. Zum einen wegen grundsätzlicher Bedenken, zum anderen, weil ich solche noch nie erlebt habe; üblicherweise ist die (heimliche oder offene) Verehrung des Faschismus in all seinen Arten ein Refugium unkultivierter Unterschichten.
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#25   Athanasius   20:14:03 | Dienstag, 15. August 2006
@Lidice
Während die polnischen Übergriffe von Milizen und die Grausamkeiten gegen pommersche, west- und ostpreußische, schlesische und ostbrandenburger Deutschen in der Vertreibung zu erklären sind im Lichte der 3 Millionen nicht-jüdischen ermordeten Polen, ist die Grausamkeit mit der die Tschechen die Deutschen etwa in Aussig an der Elbe, Prag, Znaims, Brünn und Mährisch Schlesien verfolgten, absolut unerklärbar. Das ‘Reichsprotektorat Böhmen und Mähren’ wurde besser behandelt als etwa Belgien. Der Attentat gegen Heydrich war ungefähr der einzige Widerstandsakt. Lidice fast die einzige Greuel, ausser der Gestapogefängnisse, die aber voll mit deutschsprachigen „Anti-Völkischen Elementen“ waren. Lidice ist von der Propaganda der Westallierten vergrössert worden, wodurch der falsche Eindruck geweckt wurde, die Tschechei sei am härtesten von den Deutschen heimgesucht worden, während gerade der Gegenteil der Fall war. Übrigens sehe ich das Problem nicht ein, aber es kommt mir wieder vor, daß die Mai 1968er, geführt von u.a. Günter Grass, sich als äusserst dem Zeitgeist anpassende Menschen erwiesen haben, nicht als prinzipielle Gutmenschen. Das war mir aber schon längst bekannt. Ich mag lieber Salonfaschisten als Salonsozialisten. Die ersteren sind wenigstens ehrlicher.
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#24   Benedikt   17:58:33 | Dienstag, 15. August 2006
@ MK28
Die Verbrechen in Lidice wurden mW von SD und Gestapo-Leuten verübt.
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#23   MK28   17:43:18 | Dienstag, 15. August 2006
Artois – mal wieder daneben
Artois, Sie schießen mal wieder übers Ziel hinaus.
Richtig ist, daß die Waffen-SS eine Doppelrolle spielte: einerseits militärischer Verband, kämpfende Truppe.
Andererseits: Kriegsverbrechen, wie in Oradour und Lidice.
Mit der Waffen-SS sollte dem „professionellen Soldaten“ der Wehrmacht der „politische Soldat“ gegenübergestellt werden. Der SS-Mann war eben nicht nur Soldat, sondern immer auch „Träger einer Idee“. Und deshalb gab es – zumindest ursprünglich – auch keine Feldgeistlichen. Die SS war antichristlich. Das übrigens, das Anti-Bürgerliche, Fanatische, Enthemmte, reizte ja nach seinen eigenen Worten den Sturmmann Grass.
Was die Ächtung der Waffen-SS, die übrigens erst 1968ff richtig einsetzte, mit dem Kampf der Linken gegen die Kirche zu tun hat, weiß ich beim besten Willen nicht. Richtig ist, daß es 1968ff zum Kampf gegen jede Form autoritärer Strukturen kam. Nur ändert das nichts daran, daß der Anti-Nazismus nichts genuin antikatholisches ist; ich kann also die SS ablehnen, und gleichzeitig die KIrche lieben. Nur weil also die antiautoritäre Bewegung alles für faschistisch hält, was autoritär ist, besteht noch lange keine Gemeinsamkeit von Kirche und Waffen-SS.
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#22   Benedikt   17:40:56 | Dienstag, 15. August 2006
@ Artois
Über den Dienstgrad hat Grass ja offenbar nichts gesagt. Wer weiß schon, wie das kurz vor Ende mit der Beförderngspraxis war…
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#21   Artois †   17:32:57 | Dienstag, 15. August 2006
@Benedikt
also „Sturmmann“ wäre doch wohl Gefreiter. Sollte es Grass so weit gebracht haben „ohne einen Schuß abzufeuern“? Na ja, kann sein …
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#20   Benedikt   17:29:37 | Dienstag, 15. August 2006
Sturmmann
Selbstverständlich hatte Grass als Mitglied der Waffen-SS einen Dienstgrad der SS. Die Dienstgradbezeichnungen „SS-Generalmajor“ bzw „Generalmajor der Waffen-SS“ waren offiziell nicht erlaubt, worauf die SS-(Ober-)Gruppenführer in der Waffen-SS auch mehrmals hingewiesen wurden, was ihnen aber egal war.
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#19   Artois †   17:21:09 | Dienstag, 15. August 2006
Günther Grass
war weder Sturmmann noch SS-Mann, er war Soldat der Waffen-SS, einer völlig normalen militätrischen Gliederung, die lediglich nach dem Kriege geächtet wurde, nicht wegen der Taten ihrer Mitglieder, sondern um das deutsche Volk und auf diesem Wege auch die Kirche zu diffamieren unter unter Acht zu tun.
Die Waffen-SS hatte übrigens ev. und r-k Feldgeistliche und entsprach auch sonst modernen ethischen Maßstäben.
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#18   Dr. Christoph Heger   16:56:14 | Dienstag, 15. August 2006
@MK28
@ Heger: Daß wir mal einer Meinung sind …
Ich bin auch mit Ihren weiteren Wortmeldungen zu diesem Thema einverstanden.
MfG
Christoph Heger
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#17   MK28   16:41:01 | Dienstag, 15. August 2006
@ Benedikt
Ja, aber er verurteilt Grass doch nicht, weil er in der SS war, sondern weil er sich zum moralisierenden Scharfrichter erhoben hat. Und das haben Kiesinger und Co eben nicht gemacht.
Henry Nannen ist hier ein schlechtes Beispiel. Er steht doch wie Grass, Jens etc. für den linksliberalen Mainstream, der nach 1945 das Land geistig-moralisch verwüstet hat.
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#16   Benedikt   16:31:11 | Dienstag, 15. August 2006
@ MK28
Das behaupte ich auch gar nicht. Ich finde es nur merkwürdig, dass Hr. Hüller Grass sozusagen verurteilt und dann ausgerechnet auf Kiesinger verweist, der sich doch in einer ganz ähnlichen Situation wie Grass befunden haben dürfte.
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#15   MK28   16:13:35 | Dienstag, 15. August 2006
@ Benedikt @ Heger
Benedikt schrieb:
Oh ja, Kiesinger zB als Verbindungsmann des Reichsaußenministers zum Propagandaministerium.
Na und? Nicht jeder, der seinerzeit im System eingebunden war, ist doch schuldig oder moralisch fragwürdig. Das zu behaupten ist doch die Lüge und Anmaßung von Grass und Co. Deshalb: Wenn einer 17jährig bei der SS war, ist das maximal ein Beweis für die Dummheit der Jugend, aber nicht mehr. Wenn aber ein ex-SSler sich zum moralischen Scharfrichter aufspielt und jeden, der wie er aus Dummheit oder Verblendung mitgemacht hat, verurteilt, dann macht er sich dadurch schuldig. Ich werfe Grass also nicht vor, bei der SS gewesen zu sein, ich werfe ihm seine elende Verlogenheit vor – die Kiesinger, Lübke und Co nicht hatten. Grass und sein NSDAP-Kumpel Jens sind ja nicht die einzigen, die nach dem Krieg auf der Linken zur Hetzjagd gegen die Mehrheit der anständigen Deutschen angetreten sind. War das nur der Versuch der Wiedergutmachung oder wares nicht vielmehr die Fortsetzung des alten Weges unter neuer Fahne?
@ Heger: Daß wir mal einer Meinung sind … Aber es ist doch ein schönes Ereignis.
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#14   Wolfgang K.   16:12:09 | Dienstag, 15. August 2006
Jugendsünden
Das sind eigentlich nur lässliche Jugendsünden, Dummheiten hat einmal jeder gemacht. Ich persönlich glaube, daß sich Grass mit dieser Waffen-SS nie identifiziert hat, Grass war auch ein Kind seiner Zeit. Henry Nannen war zum Beispiel begeisterter Jungredakteur beim Stürmer. Richard Wagner war ein glühender Antsemit. Ludwig Thoma genialer Schriftsteller aber er hatte eine Aversion gegen das Judentum. Das schmälert ihre Leistungen nicht im geringsten. Joschka Fischer hat einmal an Straßenkämpfen teilgenommen – bezeichnete Herrn Stücklen mit einem üblen Kraftausdruck.und wurde später einer der beliebtesten Politiker…Es gäbe noch genügend Beispiele für andere Persönlichkeiten
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#13   Benedikt   15:56:53 | Dienstag, 15. August 2006
@ Christian Hüller
Die haben ihrem Deutschland auch gedient, aber nicht bei der SS.
Oh ja, Kiesinger zB als Verbindungsmann des Reichsaußenministers zum Propagandaministerium.
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#12   Dr. Christoph Heger   15:02:49 | Dienstag, 15. August 2006
Eher zum Feixen!
MK28:
Als 1984 Kanzler Kohl mit US-Präsident Reagan den Soldatenfriedhof Bitburg besuchte, war Grass einer derjenigen, die am lautesten dagegen protestierten. Grund des Protests: Unter den hunderten Gefallenen deutschen und US-Soldaten befanden sich auch die Gräber von 86 Waffen-SSlern, also von Grass ehemaligen Kameraden. Angesichts solcher Heuchelei kann man gar nicht so viel essen, wie man ko… möchte.
Stimme in der Sache zu, finde es aber weniger zum Erbrechen als zum Feixen – bei diesem selbsternannten Moralprediger! o^/
MfG
Christoph Heger
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#11   Barmherzigkeit †   14:50:39 | Dienstag, 15. August 2006
Es kommt
selten vor, aber ich kann dem Artikel nur zustimmen.
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#10   Aragorn   13:43:58 | Dienstag, 15. August 2006
linke stinkstiefel
grass gehört zu denjenigen, die ich nur als „linke Stinkstiefel“ bezeichnen kann. :-!
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#9   Christian Hüller   13:29:09 | Dienstag, 15. August 2006
Grass den Artikel zuschicken
Ätzender Artikel. Schade, dass ihn die Linke wohl nicht lesen wird.
Geht er nun unter die Gürtellinie?
Dazu denke ich: Wer hart austeilt, muss auch einstecken können, zumal die Kritik hier klar vorherzusehen war.
Was man jetzt erwarten könnte seitens des Altlinken, wäre eine angemessene Entschuldigung für Entgleisungen gegenüber solchen wie Kiesinger @ Co.
Die haben ihrem Deutschland auch gedient, aber nicht bei der SS.
PS: Grass den Artikel zuschicken.
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#8   MK28   13:26:35 | Dienstag, 15. August 2006
@ private-notes: Irrtum!
Ob er bei der SS war, ist dann interessant, wenn das auf das Werk durchschlägt. Das Werk lebt doch nicht ohne den Autor.
Und hier kann ich schon fragen, ob nicht das „engagierte“ und „politisch aktive“ Werk seine Vehemenz auch der Absicht verdankt, die eigene Vergangenheit zu büßen oder – ebenfalls denkbar – es die Fortsetzung der radikalen Vergangenheit in anderem Gewand ist.
Abgesehen davon halte ich das Werk Grass für höchstens durchschnittlich, es lebt von der Provokation und dem Mangel an Konkurrenz. Grass ist interessant nur durch seine angemaßte Rolle als moralische Instanz der Bundesrepublik. Und die ist dahin, und das freut mich.
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#7   private-notes   13:08:46 | Dienstag, 15. August 2006
Das Werk vom Autoren trennen
Ob er in der SS war oder nicht ist nebensächlich, genauso, ob Wagner Antisemit war oder nicht. Was sie geschaffen haben, dass zählt. Nicht der lächerliche Wind, der darum gemacht wird.
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#6   matt   12:43:49 | Dienstag, 15. August 2006
Ja sehr gelungen!
:)3 :)3 :)3
schenkt ihm nur ein dem selbstgerechten Schnauzbart. Die Pfeife ist ein Sinnbild seines Charakters. :-P
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#5   Unschuld   12:33:08 | Dienstag, 15. August 2006
Grass, aber nicht Grässlich
Liebe Zeitgenossen,
so lobe ich mir kreuz.net. Auf weitere Artikel :-)
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#4   kreuzi   12:15:05 | Dienstag, 15. August 2006
linke helden?
das muss man sich mal genauer auf der zunge zergehen lassen… halbe helden der linken… wenn man mal vom peinlichen homoauftritt volker becks mit diplomatenpass auf der demo in moscow absieht… tauchen auf einmal bei der waffen-ss auf… ich denke seit grass, haben die linken nie so positiv über die waffen-ss philosophiert… so ändern sich die linken zeit, wenn ein halbstar der linken sich als ehemaliger ss-mann herausstellt…
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#3   derfux   12:14:31 | Dienstag, 15. August 2006
Da haben wir ja wieder ein journalistisch tolles Machwerk
Ist es nicht üblich, einen Kommentar mit dem Namen des Kommentierenden zu versehen?
…erklärte der 78jährige Literatur-Nobelpreisträger kürzlich.
Denn mit 79 Jahren hat ein Dichter bekanntlich seinen Zenit…
Wie alt ist denn der Grass jetzt?
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#2   MK28   11:45:56 | Dienstag, 15. August 2006
Sturmmann GraSS
Ich bezweifle, daß Grass Rechnung, sich mit seinem „Coming out“ einen weiteren Schub zu geben, aufgeht. Sehr induktiv wardazu heute der Spiegel-Beitrag von Hendryk M. Broder. www.spiegel.de/…,1518,431695,00.html
Abgesehen davon, daß die derzeitige Debatte mal wieder keine Peinlichkeit ausläßt – so, wenn etwa das NSDAP-Mitglied Walter Jens dem Sturmmann Grass beispringt – fehlt mir der Hinweis auf die größte Schweinerei: Als 1984 Kanzler Kohl mit US-Präsident Reagan den Soldatenfriedhof Bitburg besuchte, war Grass einer derjenigen, die am lautesten dagegen protestierten. Grund des Protests: Unter den hunderten Gefallenen deutschen und US-Soldaten befanden sich auch die Gräber von 86 Waffen-SSlern, also von Grass ehemaligen Kameraden. Angesichts solcher Heuchelei kann man gar nicht so viel essen, wie man ko… möchte.
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#1   Pünktchen   11:35:22 | Dienstag, 15. August 2006
Lieber „Mainstreamen“ statt Ministrieren!
Uneingeschränkte Zustimmung! :)3
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