Freiburger Münster
Die Orientierung verloren
In Freiburger Münster wendet man sich von Christus, der aufgehenden Sonne, ab. Der ins Kirchenschiff vorrückende Altar schiebt das Gottesvolk zum Ausgang und ins Abendrot. Doch es gibt Widerstand.
(kreuz.net, Freiburg) Im Freiburger Münster klaffen „häßliche Wunden“.

Das berichtete die deutsche Tageszeitung ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ Mitte August.

Vor kurzem befanden sich an den Vierungspfeilern im Münster noch zwei neugotische Altäre.

„Es sieht aus, als hätten Bilderstürmer die zwei Altäre mit der Spitzhacke herausgebrochen“ – kommentierte die ‘Frankfurter Allgemeine’.

Vielleicht gefalle es den Archäologen, die unter den Altartischen Reste aus älteren Bauphasen des Münsters fand – so die Zeitung. Doch für andere sei das, „was da geschehen ist“, ein Skandal.

Die steinernen Altäre stammen aus dem beginnenden 16. Jahrhundert. In ihnen wurden Reliquiengläser aus dem Jahr 1515 gefunden. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten sie prachtvolle neugotische Aufsätze und wurden mit spätgotischen Figuren bereichert.

„Bildersturm mit der Spitzhacke“
Das Erzbistum Freiburg beschloß, den Altarraum im Münster neuzugestalten.

Am meisten bewegt die geplante Versetzung der Seitenaltäre die Gemüter.

Diese Maßnahme ist angeblich nötig, um - nach Weihbischof Paul Wehrle - den Volksaltar als angebliches "Zeichen für die Mahlgemeinschaft" näher an das Kirchenvolk zu rücken

Im Bild die Bauwand vor dem Altarraum im Münster.Für die Ausführung wurde der Münstertäler Künstler Franz Gutmann beauftragt.

Er wird den Altar, den Ambo und die Kathedra - den Sitz des Erzbischofs - im Wesentlichen aus rötlichem Granit schaffen.Bis vor kurzem thronte hinter einem Gitter noch der neugotische Dreikönigsaltar.

Nun hat man die Altaraufsätze in den Kaiserkapellen des Chorumgangs zwischengelagert. Die Reliquien sind in die Schatzkammer verbannt. Teile der Altäre sind in der Münsterbauhütte abgelagert.

Die bisherige Altarinsel wird durch eine steinerne Stufenanlage ersetzt.

Deren Zentrum bildet ein mächtiger Granitaltar, der von Franz Gutmann hergestellt wird. Er arbeitet nach dem Konzept, daß der „Chor zum Volk wolle“.

Doch das Volk scheint von diesen Annäherungsversuchen nicht übermäßig begeistert zu sein.

Während des Abbruchs beschimpften Kirchenbesucher sogar die Bauarbeiter.

Dr. med. Klaus Starke – emeritierter Professor für Pharmakologie an der Freiburger Universität – kritisierte den Umbau am 1. Juli in einer Anzeige in der ‘Badischen Zeitung’.

Er forderte vom Freiburger Erzbischof, Mons. Robert Zollitsch, auf den Umbau zu verzichten.

Mit dieser Tat verschandle der Erzbischof für viele Menschen das Zentrum ihrer religiösen Praxis.

Er desavouiere auch das Volk Gottes in einer Angelegenheit, in welcher es fürwahr die Kompetenz zur Mitsprache hätte.

Auf diese Weise entfremde der Erzbischof Menschen von der Kirche und gebe ihnen ein Ärgernis.

Dr. Starke bat die Gegner des Umbaus, ihre Meinung niederzuschreiben und ihm zu schicken. In kurzer Zeit erhielt er 1.200 Zuschriften.

Sie titelten: „Keine halben Sachen: Reißt das Münster ganz ab!“, „Attentat auf die christliche Kultur“, „Auf den leeren Altären wohnen die Dämonen“, „Gegen den Willen der Herde“ und so weiter.

Am 18. Juli überreichte Dr. Starke dem Weihbischof von Freiburg, Mons. Paul Wehrle, Abzüge dieser Zuschriften, eine Namenslisten der Umbaugegner sowie einen Begleitbrief. Erzbischof Zollitsch selber war gerade auf Urlaub.

Auch die staatliche Denkmalpflege ist über die Zerstörungen im Freiburger Münster verärgert. Sie kann aber dagegen nichts tun.

Das Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg räumt den Kirchen für liturgische Belange Sonderrechte ein: Liturgische Belange haben Vorrang vor konservatorischen.

Dabei hätte die Erzdiözese auch eine andere Lösung finden können. Es gibt zwei Möglichkeiten, um Volk und Priester einander näherzubringen.

Man hätte die Gläubigen in den Kirchenbänken näher an den Hauptaltar heranrücken können. Entschieden hat man sich für eine andere Variante: Der Altar soll nach vorne geschoben werden und drängt das Volk Richtung Westen zum Hauptausgang.

Warum die erste Möglichkeit nicht umgesetzt wurde, ist unklar.

Schließlich – weiß die ‘Frankfurter Allgemeine’ – hat die Kirche die im Osten aufgehende Sonne seit uralter Zeit als Sinnbild Christi gedeutet: „In Freiburg wendet man sich nun von ihr ab.“

Der vorrückende Altar schiebe das Gottesvolk quasi ins Abendrot: „Hat man in Freiburg die Orientierung verloren?“
      
22 Lesermeinungen
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#22   Guldin   19:51:14 | Freitag, 1. September 2006
Umbau wird gelingen
Fotomeile: „Bildersturm mit der Spitzhacke“
Für die Ausführung wurde der Münstertäler Künstler Franz Gutmann beauftragt.
Er wird den Altar, den Ambo und die Kathedra – den Sitz des Erzbischofs – im Wesentlichen aus rötlichem Granit schaffen.
Um den Entwurf zu betrachten, muss man sich das ganze Foto der Skizze downloaden. Dann sieht man auch, dass die beiden Seitenaltäre an der Chorschulter wieder an einem würdigen Platz zu stehen kommen.
Es wird nichts von der historischen Substanz zerstört, von Bildersturm kann also keine Rede sein. Die neuen liturgischen Orte (Zelebrationsaltar, Ambo) werden etwas vorgerückt stehen näher bei der Gemeinde.
Es ist doch insgesamt ein gelungener Entwurf. :(3
Ich denke das Münster wird nach dem Umbau mehr als nur einen Besuch wert sein.
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   18:27:26 | Freitag, 1. September 2006
Guldin: Restaurierung – Umbau
Ihre Ausführungen über zum Teil wenig glückliche „Modernisierung“ früherer Zeit, insbesondere im 19. Jahrhundert treffen zu. Das besagt aber doch nicht, daß wir solchen Unfug nachmachen müssen!
Es geht eben nicht nur um um zeitgemäße Kunst, sondern auch um Kirchen, in denen man beten kann, die zum Beten einladen.
Wir sollten auch hier jede Einseitigkeit vermeiden. Beides ist gleichermaßen wichtig.
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#20   Konrad   06:58:25 | Freitag, 1. September 2006
Danke Gotthard
dann ist also der staatliche Denkmalschutz die letzte Hoffnung, die Zerstörung des Altarraums im Freiburger Münster noch zu verhindern!Dennoch: der Barock konnte sich wenigstens sehen lassen und ist jetzt berechtigt „denkmalgeschützt“ – was aber bleibt von den modernistisch-kalten Zerstörungs-Bauten der Nachkonzilszeit (hier war mal der Kommentar zu einigen Wiener Kirchen)?
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#19   Guldin   21:57:58 | Mittwoch, 30. August 2006
@ Jörg Guttenberger, Köln
Ganz einfach: fühere Generationen haben Altes durch Neues ersetzt. Die Heutigen ersetzen Altes weitgehend
durch Leere! Ersatz von Altem durch Neues führt heute leider häufig zur Verkahlung.
Das sind seit jahrhunderten abgedroschene Sprüche. Immer wurde das „Neue“ von vielen als unwürdig, leer, barbarisch empfunden.
„Gotisch“ war der abschätzige Ausdruck der Italiener für die Deutsche bauweise und bedeutete in etwa „barbarisch“.
„Barock“ fand man schief, eigenartig, unklar und verworren. Dies hielt noch lange an und im Historismus, in dem pöltzlich die Romanik, Gotik und Renaissance wiederentdeckt wurde, zerstörte man ohne Gewissensbisse das Innere vieler barocken Kirchen.
Ja man „veredelte“ sogar die barbarische Kunst der Gotik, in dem man sie noch gotischer schuf.
Man schuf im 19. Jh. Neues? Nicht wirklich, man veränderte Bestehendes!
man schuf in der Romanik Neues? Nicht wirklich, man versuchte die tradierten Formen des Mittelmeers zu übernehmen.
Also bitte herr Guttenberger, wenn Sie über Kunst- und Stilgeschichte etwas sagen möchten, dann korrekt.
;-)
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#18   Gotthard   21:57:54 | Mittwoch, 30. August 2006
Zerstörung
Wie viele gotische Kirchen wurden durch „Barockisierung“ im Grunde zerstört? … Barock war der Zeitgeist … dem ganz viele Bischöfe und Äbte verfallen waren … bedenkenlos wurde die Gotik zugunsten des zeitgeistigen Barock geopfert … leider gab es damals noch keinen staatlichen Denkmalschutz!
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   21:28:03 | Mittwoch, 30. August 2006
Guldin: Restaurierung – Umbau
Und nochmals, weil ich keine Antwort auf meine Frage bekommen habe: Wieso sollen nur frühere Generationen das Recht gehabt haben, die Gotteshäuser nach ihren Bedürfnissen und ihrem Geschmacksempfinden umzugestalten?
Ganz einfach: fühere Generationen haben Altes durch Neues ersetzt. Die Heutigen ersetzen Altes weitgehend
durch Leere! Ersatz von Altem durch Neues führt heute leider häufig zur Verkahlung.
In Spiegelau /Bayerischer Wald wurde vor 1984 der gesamte Stuck aus der sehr schönen Barockkiche entfernt. Etwas Neues kam nicht! Es blieb innere Leere.
Man gibt hier gerne vor, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, was immer man darunger versteht. In Glaubensdingen ist aber alles gleichermaßen wesentlich, wäre etwas unwesentlich, gäbe es das nicht.
Statt zwischen Wesentlichem und Unwesentlichen müssen wir m. E. zwischen zentralen und periphären Dingen unterscheiden. Das scheint mir ein grundlegender Unterschied, denn auf Unwesentliches können wir gut verzichten, auf die Peripherie hingegen nicht.
Warum wenden sich heute denn nicht wenige der Orthodoxie zu? Doch wohl, weil es ihnen im Westen zu kahl ist.
Zum Freiburger Dom: Es geht natürlich um fachkundige Restaurierung mit oder ohne Umbau, und dann ist bloße Restaurierung sicher kostengüntiger.
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#16   Freinsberg   14:46:27 | Mittwoch, 30. August 2006
Umbau – nur früher?
>>Wieso sollen nur frühere Generationen das Recht gehabt haben, die Gotteshäuser nach ihren Bedürfnissen und ihrem Geschmacksempfinden umzugestalten?<<
Ganz einfach, damals gab es noch keine Proteste in KreuzNet. :-$
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#15   Guldin   00:06:39 | Mittwoch, 30. August 2006
@ Jörg Guttenberger, Köln
Daß mit Renovierung bzw. Restaurierung ein Umbau verbunden sei muß, stimmt nachweislich nicht.
Das habe ich mit keinem Wort behauptet.
Es geht hier insbesondere um angemessene Akzentsetzung bei der Geldausgabe!
Tja, mein ich ja auch. Und da ein Umbau meist günstiger ist, als eine fachgerechte Restaurierung, wurde wohl dieser Weg gewählt.
Und nochmals, weil ich keine Antwort auf meine Frage bekommen habe: Wieso sollen nur frühere Generationen das Recht gehabt haben, die Gotteshäuser nach ihren Bedürfnissen und ihrem Geschmacksempfinden umzugestalten?
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#14   Jörg Guttenberger, Köln   00:01:22 | Mittwoch, 30. August 2006
Guldin: Resgaurierung – Umbau
Daß mit Renovierung bzw. Restaurierung ein Umbau verbunden sei muß, stimmt nachweislich nicht. In Bayern sind in den 70er Jahren eine ganze Reihe von Kirchen ohne Umbau renoviert worden, so Weißenregen bei Közting, Basiliken Nieder- und Oberalteich, Metten , Gotteszell, Hohenwarth /Bayerischer Wald usw.
Wieso entdecken die Freiburger erst 40 Jahre nach dem Konzil Umbaubedarf, jetzt, wo die Kirche ohnehin knapp bei Kasse ist? Es geht hier insbesondere um angemessene Akzentsetzung bei der Geldausgabe! Insbesondere ist unverantwortbar, für die Seelsorge benötigte Gelder zugunsten eines überflüssigen Umbaus zu kürzen!
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#13   Guldin   17:00:37 | Dienstag, 29. August 2006
was kostet eine bloße Restaurierung?
Eine bloße Restaurierung gibt es nicht. Es wird restauriert oder es wird renoviert, resp. umgebaut.
Nach meiner Erfahrung ist ein Umbau günstiger zu haben als eine fachgerechte Restaurierung (das schreib ich für all jene, die meinen ihre Steuergelder würden mit dem Umbau verschleudert).
Etwas mehr Gelassenheit täte aber den meisten hier gut. Betrachtet einmal mit welcher Unbekümmertheit und welcher Freiheit die barocken Baumeister an die gotischen Kirchen Hand angelegt haben. Gleiches taten die gotischen Baumeister mit den romanischen Kirchen.
Und das vielbeschworene 19. Jahrhundert überbot die früheren noch mit dem Historismus.
Wieso sollen nur jene das Recht gehabt haben, die Gotteshäuser nach ihren Bedürfnissen und ihrem Geschmacksempfinden umzugestalten?
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#12   Freinsberg   12:24:49 | Dienstag, 29. August 2006
Umbau – na und?
Warum macht man wegen des Umbaus einer Kirche ein solches Theater? Vor einigen Jahren wurde der Altarbereich des Mailänder Doms umgestaltet (m. E. gut; wer ihn nicht von früher kennt, meint, es sei immer so gewesen). Ich kann mich nicht erinnern, dass es darüber eine solche Polemik gegeben hätte.
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#11   Maledica   16:49:05 | Montag, 28. August 2006
Kirchensteuer
in der Oberrheinischen Kirchenprovinz wird nicht für die Kirche verwendet, sondern gegen die Kirche!
A propos würdiger dauerhafter Volxaltar:
Das Konzil hat nirgendwo gefordert, daß eine Zentralkredenz vor den Hochaltar gestellt werden muß. Man darf auch die Neue Messe am Altar mit dem Volk gegen die aufgehende Sonne feiern!
Da wird auch gar kein Luthertisch benötigt.
Das Konzil hat auch nirgends gefordert, die Kommunionbank zu zersägen.
Die Frucht des Opfers- das Opfermahl darf auch weiterhin den Gläubigen an der mit einem weißen „Tischtuch“ versehenen Kommunionbank gereicht werden.
Nach Redemptoris Sakramentum ist beim Kommunionempfang auch die Patene vorgesehen.
Die Seitenaltäre sind eingeweihte Altäre. Jeder Altar symbolisiert Christus.
Es ist völlig unverständlich, Chrsitus (ohne erkennbaren) Grund niederzureißen!
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#10   Bernhard79   11:31:27 | Sonntag, 27. August 2006
Kirchensteuer
Bisher dachte ich immer ich tu etwas Gutes indem ich Kirchensteuer zahle – Wenn ich dann sowas lese fange ich an daran zu zweifen! ?:)
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#9   Jörg Guttenberger, Köln   00:34:09 | Sonntag, 27. August 2006
Guldin: Restaurierung – Umbau
Bei einer Restaurierung braucht man nicht umzubauen. Was kostet der Umbau, was kostet eine bloße Restaurierung?
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#8   Guldin   07:11:16 | Samstag, 26. August 2006
so teuerer Umbau der Kathedrale verantwortbar?
so hatte man andernorts auch argumentiert. Einige Jahrzehnte und wunderte sich dann als eine Restaurierung unumgänglich wurde, dass diese mit 14 Mio. Euro zu Buche schlug.
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#7   Jörg Guttenberger, Köln   00:00:46 | Samstag, 26. August 2006
Kosten für den Umbau
Bekanntlich gehen die Einnahmen der Kirche stark zurück. In den Pfarren werden Kindergärten und Heime geschlossen, an Seelsorgepersonal (Patroral- und Gemeidereferenten) wird gespart. Wieso ist unter diesem Gesichtspunkt ein so teuerer Umbau der Kathedrale verantwortbar?
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#6   k_c   22:40:17 | Freitag, 25. August 2006
Was…
…soll der Erzbischof damit zu tun haben?
Das Münster gehört dem Münsterfabrikfonds und der wird vom Domstiftungsrat verwaltet. :-|
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#5   roemkath   15:17:10 | Freitag, 25. August 2006
Schade…
… dass der obige Artikel die Wirklichkeit nur verkürzt wiedergibt. In Freiburg hat man in keinster Weise die Orientierung verloren. Im Gegenteil, man möchte verständlicherweise die beiden seit der Liturgiereform vorhandenen Provisorien durch einen würdigen Zelebrationsaltar ersetzen. Das ist die Absicht. Ob der Entwurf des Künstlers Gutmann dem entspricht, ist Geschmacksache.
Was die beiden Seitenaltäre angeht, so ist einerseits zu bemerken, dass sie ja mangels fehlender Einzelzelebrationen tatsächlich keine Funktion mehr haben, andererseits wegen ihrer kunsthistorischen Bedeutungen derzeit überlegt wird, sie in die Umgestaltung zu integrieren – was ja auch das hier vorliegende Bildmaterial beweist. Diesbezüglich ist eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Die Lagerung in den Seitenkapellen und in der Schatzkammer (die sich im Augustinermuseum befindet!) sind nur vorübergehend.
Sollte sich die Zelebrationsrichtung während des eucharistischen Teils der Messliturgie tatsächlich in absehbarer Zeit ändern, dürfte dies mit dem künftigen Zelebrationsaltar kein Problem darstellen. Man wird dann eben an ihm zum Orient hin zelebrieren.
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#4   PetrusII   13:13:42 | Freitag, 25. August 2006
Umbau II
Der Bischof wird sich wundern, wenn er das Münster bald erneut umbauen muss, und zwar auf Verlangen des Papstes. Damit das katholische wieder in die Kirchen einziehe. Weg mit den Volksaltären, hin zu Gott. Leider meinen einige alte verbitterte VII Anhänger, dass sie noch vor der Rückkehr der Kirche zur Tradition noch schnell alles katholische in den Kirchen zerstören müssen.
An die Gläubigen im Schwarzwald
Seid bitte nicht traurig, stärkt euch im täglichen Rosenkranzgebet. Unsere himmlische Mutter wird unserem hl. Vater in Rom und der Kirche helfen. Ja die Schlange spürt das Ende. Sie versucht noch alles zu vernichten. Doch hat sie die Rechnung ohne unsere Gottesmutter getan. Zur Überbrückung dieser schweren Zeit rufen wir Ihnen zu:Wenn euch der Glaube in Freiburg genommen wird, so suchet und findet ihr ihn in Schramberg/Sulgen.
Schliessen sie sich dem Rosenkranzgebet: 1 Millionen Rosenkränze für unseren hl. Vater, an.
Bestürmen sie den Himmel, so wird er diese Zeit der Finsternis abkürzen.
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#3   PietroParente   13:00:25 | Freitag, 25. August 2006
?????
Welche Schatzkammer eigentlich?
Ich habe in meinem längeren Aufenthalt in Freiburg keine Schatzkammer gefunden!
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#2   Konrad   12:46:36 | Freitag, 25. August 2006
Die Antwort lautet: JA
Man hat tatsächlich in Freiburg die „Orientierung“ verloren. Gut dass dem Hl. Vater, der sich dazu nicht nur in seinem Buch „Der Geist der Liturgie“ klar geäussert hat, ein Besuch im Freiburger Münster erspart bleibt. „The desolate City“ lässt grüssen.
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#1   virOblationis   11:12:04 | Freitag, 25. August 2006
Bilderstürmer
Zitat:
„Nun hat man die Altaraufsätze in den Kaiserkapellen des Chorumgangs zwischengelagert. Die Reliquien sind in die Schatzkammer verbannt. Teile der Altäre sind in der Münsterbauhütte abgelagert.“
Warum nicht ‘gleich ins Museum?
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