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Donnerstag, 23. Dezember 2004 09:49
kreuzmeldungen
Generalaudienz mit Akrobatikeinlage + Kleinste Frühgeburt der Welt + Kathedralenbau im Alleingang + Kardinal König Straße + Tonscherben weisen auf das Wunder von Kana
Generalaudienz mit Akrobatikeinlage

Vatikan. „Jesus Christus ist in Betlehem geboren, um unsere Menschennatur anzunehmen.“ Bei der gestrigen Generalaudienz sprach der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., über das Geheimnis von Weihnachten. In Christus werde den Menschen das Geschenk einer neuen und vollkommeneren Gemeinschaft mit Gott zuteil. „An Weihnachten feiern wir das große Geheimnis der Menschwerdung des Wortes Gottes. Durch seine Geburt teilt der Sohn des Höchsten die Menschennatur mit uns.“ Der Papst richtete auch Weihnachtsgrüße an die deutschsprachigen Pilger. „Die Feier von Christi Geburt helfe euch, seine Bedeutung für das eigene Leben zu erfassen. Jesus Christus ist unser Retter und Erlöser.“ Abschließend wünschte der Heilige Vater den Anwesenden ein „Gesegnetes Weihnachtsfest“. An der Audienz nahmen auch Mitglieder eines italienischen Zirkus teil. Drei von ihnen, ein Erwachsener und zwei Kinder, zeigten in unmittelbarer Nähe des Papstes eine kurze Akrobatiknummer.

Kleinste Frühgeburt der Welt

USA. Knapp 250 Gramm wog die kleine Rumaisa, als sie am 19. September in Chicago zur Welt kam. Damit ist sie die leichteste Frühgeburt der Welt. Ihre Zwillingsschwester Hiba wog mit knapp 600 Gramm mehr als das Doppelte. Die Zwillinge wurden wegen verschiedener Probleme in der 26. Schwangerschaftswoche durch Kaiserschnitt geboren. Hiba darf Ende Dezember das Spital verlassen. Die kleine Rumaisa soll in der ersten Januarwoche aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Kathedralenbau im Alleingang

Spanien. Vor Weihnachten ist Justo Gallego (80) wieder einmal in die Schlagzeilen geraten. Der Spanien arbeitet seit 43 Jahren im Alleingang an (s)einer Kathedrale in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid. Das Kirchenschiff mißt etwa 50 Meter, der Turm ist rund 35 Meter hoch. Gallego werkt unermüdlich, ohne Baubewilligung, ohne Bauplan, ohne Architekt und ohne Finanzierungsplan. Der Bau lebt wie Gallego selbst von Almosen und Sachspenden. Justo Gallego verbrachte sieben Jahre in einem Kloster. Eine Tuberkuloseerkrankung durchkreuzte seinen Wunsch, Priester zu werden. Weil er gegen alle Erwartung der Ärzte überlebte, beschloß er der heiligen Pilar, der Schutzpatronin Spaniens, als Dankeschön eine Katedrale zu errichten.

Kardinal-König-Straße

Österreich. In Wien plant das Büro des zuständigen Stadtrates Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) eine Kardinal-König-Straße. Es soll sich um die Straße vor der Votivkirche am Alsergrund handeln. Kardinal König ist im März dieses Jahres verstorben. Der Antrag für eine Kardinal-König-Straße wurde von der ÖVP (Christdemokraten) gestellt und nach Meldungen der Wiener Tageszeitung „Kurier“ bereits mehrheitlich angenommen. Nur die FPÖ (Rechtsliberale) und einige Grüne Politiker stimmten im Bezirksparlament dagegen. Das Kulturamt und der zuständige Gemeinderatsausschuß werden nun über eine Umbenennung der Verkehrsfläche vor der Votivkirche entscheiden.

Tonscherben weisen auf das Wunder von Kana

Heiliges Land. Zwischen den Wurzeln eines Olivenbaumes haben israelische Archäologen Scherben von Steinkrügen gefunden. Die Wissenschaftler vermuten, so die britische Tageszeitung „London Times“ in ihrer gestrigen Ausgabe, daß diese Stücke auf den biblischen Ort hinweisen, wo Jesus Christus sein erstes Wunder gewirkt hat. Die Scherben sollen just von jenen Gefäßen stammen, in welchen Christus Wasser in Wein verwandelt hat. Kritische Stimmen berufen sich auf ähnliche Funde im Raum des biblischen Galiläa. Derartige Gefäße seien keine Seltenheit. Es ist bei Archäologen im Heiligen Land nicht unüblich, neue Funde mit dem Leben Jesu zu verbinden, um die Aufmerksamkeit der Journalisten zu erregen.
2 Lesermeinungen:
Donnerstag, 23. Dezember 2004 10:32
Dolfus: @Frühgeburt
Wäre das Kind noch ungeboren, dürfte es noch auf allerlei erdenkliche Weise grausam eliminiert werden.
Sollte uns das nicht zu denken geben?

„Kehre um, du deinem Schöpfervater untreu gewordene Welt. Reichen dir nicht die zahlreichen Züchtigungen der Vergangenheit?“

Ein bißchen hat man den Eindruck, die Menschen lebten so dahin, als ob es keinen Gott gäbe. Doch wir täuschen uns. Wie lernte man einst in der katholischen Katechismusstunde? „Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse bestraft.“ Gott ist derselbe geblieben, auch Gottes Gebote. Und auch die Ewigkeit!
Donnerstag, 23. Dezember 2004 10:26
Dolfus: @Kathedralenbau
Klingt wie eine mittelalterliche Heiligenvita. Wenn wir solche „Verrücktheiten“ hören, würden wir heute eher an die ausgeflippten U.S.A. denken.
Spanien bleibt eben trotz dem wiederausgebrochenen Kulturkampf seit dem Tode des katholischen Generals und Staatschefs ein gutes Pflaster für die Katholiken.
Gebe Gott, daß das Pendel, das derzeit in Richtung Lucifer schlägt, wieder auf die andere Seite gehen möchte.
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