Generalaudienz mit Akrobatikeinlage + Kleinste Frühgeburt der Welt + Kathedralenbau im Alleingang + Kardinal König Straße + Tonscherben weisen auf das Wunder von Kana
Generalaudienz mit Akrobatikeinlage
Vatikan. „Jesus Christus ist in Betlehem geboren, um unsere Menschennatur
anzunehmen.“ Bei der gestrigen Generalaudienz sprach der Heilige Vater, Papst Johannes Paul II., über
das Geheimnis von Weihnachten. In Christus werde den Menschen das Geschenk einer neuen und vollkommeneren
Gemeinschaft mit Gott zuteil. „An Weihnachten feiern wir das große Geheimnis der Menschwerdung des Wortes
Gottes. Durch seine Geburt teilt der Sohn des Höchsten die Menschennatur mit uns.“ Der Papst richtete
auch Weihnachtsgrüße an die deutschsprachigen Pilger. „Die Feier von Christi Geburt helfe euch, seine
Bedeutung für das eigene Leben zu erfassen. Jesus Christus ist unser Retter und Erlöser.“ Abschließend
wünschte der Heilige Vater den Anwesenden ein „Gesegnetes Weihnachtsfest“. An der Audienz nahmen auch
Mitglieder eines italienischen Zirkus teil. Drei von ihnen, ein Erwachsener und zwei Kinder, zeigten in
unmittelbarer Nähe des Papstes eine kurze Akrobatiknummer.
Kleinste Frühgeburt der Welt
USA. Knapp
250 Gramm wog die kleine Rumaisa, als sie am 19. September in Chicago zur Welt kam. Damit ist sie die
leichteste Frühgeburt der Welt. Ihre Zwillingsschwester Hiba wog mit knapp 600 Gramm mehr als das Doppelte.
Die Zwillinge wurden wegen verschiedener Probleme in der 26. Schwangerschaftswoche durch Kaiserschnitt
geboren. Hiba darf Ende Dezember das Spital verlassen. Die kleine Rumaisa soll in der ersten Januarwoche
aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Kathedralenbau im Alleingang
Spanien. Vor Weihnachten ist Justo
Gallego (80) wieder einmal in die Schlagzeilen geraten. Der Spanien arbeitet seit 43 Jahren im Alleingang
an (s)einer Kathedrale in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid. Das Kirchenschiff mißt etwa 50
Meter, der Turm ist rund 35 Meter hoch. Gallego werkt unermüdlich, ohne Baubewilligung, ohne Bauplan,
ohne Architekt und ohne Finanzierungsplan. Der Bau lebt wie Gallego selbst von Almosen und Sachspenden.
Justo Gallego verbrachte sieben Jahre in einem Kloster. Eine Tuberkuloseerkrankung durchkreuzte seinen
Wunsch, Priester zu werden. Weil er gegen alle Erwartung der Ärzte überlebte, beschloß er der heiligen
Pilar, der Schutzpatronin Spaniens, als Dankeschön eine Katedrale zu errichten.
Kardinal-König-Straße
Österreich. In Wien plant das Büro des zuständigen Stadtrates Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) eine
Kardinal-König-Straße. Es soll sich um die Straße vor der Votivkirche am Alsergrund handeln. Kardinal
König ist im März dieses Jahres verstorben. Der Antrag für eine Kardinal-König-Straße wurde von der
ÖVP (Christdemokraten) gestellt und nach Meldungen der Wiener Tageszeitung „Kurier“ bereits mehrheitlich
angenommen. Nur die FPÖ (Rechtsliberale) und einige Grüne Politiker stimmten im Bezirksparlament dagegen.
Das Kulturamt und der zuständige Gemeinderatsausschuß werden nun über eine Umbenennung der Verkehrsfläche
vor der Votivkirche entscheiden.
Tonscherben weisen auf das Wunder von Kana
Heiliges Land. Zwischen
den Wurzeln eines Olivenbaumes haben israelische Archäologen Scherben von Steinkrügen gefunden. Die
Wissenschaftler vermuten, so die britische Tageszeitung „London Times“ in ihrer gestrigen Ausgabe, daß
diese Stücke auf den biblischen Ort hinweisen, wo Jesus Christus sein erstes Wunder gewirkt hat. Die
Scherben sollen just von jenen Gefäßen stammen, in welchen Christus Wasser in Wein verwandelt hat. Kritische
Stimmen berufen sich auf ähnliche Funde im Raum des biblischen Galiläa. Derartige Gefäße seien keine
Seltenheit. Es ist bei Archäologen im Heiligen Land nicht unüblich, neue Funde mit dem Leben Jesu zu
verbinden, um die Aufmerksamkeit der Journalisten zu erregen.
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2 Lesermeinungen
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#2 Dolfus 10:32:25 | Donnerstag, 23. Dezember 2004
@Frühgeburt Wäre das Kind noch ungeboren, dürfte es noch auf allerlei erdenkliche Weise grausam eliminiert
werden. Sollte uns das nicht zu denken geben? „Kehre um, du deinem Schöpfervater untreu gewordene Welt.
Reichen dir nicht die zahlreichen Züchtigungen der Vergangenheit?“ Ein bißchen hat man den Eindruck,
die Menschen lebten so dahin, als ob es keinen Gott gäbe. Doch wir täuschen uns. Wie lernte man einst
in der katholischen Katechismusstunde? „Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt und das Böse
bestraft.“ Gott ist derselbe geblieben, auch Gottes Gebote. Und auch die Ewigkeit!
#1 Dolfus 10:26:32 | Donnerstag, 23. Dezember 2004
@Kathedralenbau Klingt wie eine mittelalterliche Heiligenvita. Wenn wir solche „Verrücktheiten“ hören,
würden wir heute eher an die ausgeflippten U.S.A. denken. Spanien bleibt eben trotz dem wiederausgebrochenen
Kulturkampf seit dem Tode des katholischen Generals und Staatschefs ein gutes Pflaster für die Katholiken.
Gebe Gott, daß das Pendel, das derzeit in Richtung Lucifer schlägt, wieder auf die andere Seite gehen
möchte.