13:58:05 | Mittwoch, 23. August 2006
Wenn es ums Geld geht, verstummen auch bei passender Gelegenheit in Umlauf gesetzte Antisemitismusvorwürfe.
(kreuz.net) Hutton Gibson (87) ist dabei, sich eine ehemalige methodistische Kirche im US-Bundesstaat
Pennsylvania – im Nordosten der Vereinigten Staaten – zu erstehen.
Die Immobilie steht in der katholischen
Diözese Greensburg. Sie soll am 1. September über einen Strohmann für umgerechnet knapp 600.000 Euro
gekauft werden.
Die Methodisten verlassen das Gebäude zugunsten eines größeren Objektes.
Der involvierte
Immobilienmakler erklärte Anfang August vor der Lokalzeitung ‘Post Gazette’, daß eine Frau als Käuferin
aufgetreten sei, die nicht Gibson heiße und ihm nicht gesagt habe, im Auftrag welcher Kirche sie verhandle.
„Es wurde uns mitgeteilt, daß hier die Lateinische Messe gelesen werde“ – berichtete ein Ratsmitglied
der Methodisten.
Die Lokalzeitung ‘Pittsburgh Tribune Revier’ brachte in Erfahrung, daß das Gebäude
von der „Kirche St. Michael“ erstanden wurde.
Als Kirche St. Michael wurde auch ein Kapellenbau bezeichnet,
der in der gleichen Gegend auf einem zehn Hektar großen Gut
geplant war. Dieses Gut hatte Vater Gibson
Anfang diesen Jahres erworben. Offenbar sind diese Pläne nach dem Kauf der methodistischen Kirche aufgegeben
worden.
Die Finanzierung des Kirchenkaufes erfolgt über die kalifornische ‘Weltglaubensstiftung’ – ‘World
Faith Foundation’. Hinter der Stiftung stehen Hutton Gibson beziehungsweise sein Sohn Mel.
Der Priester,
der für die Betreuung der neuen Kirche vorgesehen ist, heißt Hw. Leonard Bealko. Der Geistliche gehörte
bis 1986 zur Diözese Greensburg. Dann wurde er suspendiert, weil er sich der Alten Messe zuwandte.
Hutton
Gibson geriet Anfang August in die Schlagzeilen, weil er den nationalsozialistischen Völkermord an den
Juden angeblich als Fiktion bezeichnet hatte. Gleichzeitig sagte sein Sohn Mel Gibson
im Rausch, daß
die Juden schuld an allen Kriegen der Welt seien.
Angesichts der Gerüchte um den Käufer ihrer Kirche,
fühlten sich die Methodisten zu einer Stellungnahme genötigt.
Man wolle die Kirche nicht an einen Antisemiten
verkaufen – meinte ein Ratsmitglied. Allerdings sei immer noch nicht klar, wer der neue Besitzer der Kirche
sei. Man versuche gerade Gerüchte und Fakten zu überprüfen.
Der Kauf wird aber auf jeden Fall über
die Bühne gehen. Es war für die Methodisten nämlich schwierig, die Kirche zum geforderten Preis loszuwerden.
Kirchliche Stellen hatten an dem Gebäude kein Interesse gezeigt.
Zum Kirchenverkauf nahm sogar der Rabbiner
der Synagoge von Greensburg Stellung.
Er erklärte, daß er die Traditionalisten trotz antisemitischer
Aussagen nicht am Kauf hindern würde. In den Vereinigten Staaten gebe es schließlich die Religionsfreiheit:
„Die jüngste Geschichte um Mel Gibson scheint mir für die Quote aufgeblasen worden zu sein.“
In der
Gesellschaft der USA geschähen wichtigere Dinge.
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Athanasius 22:46:51 | Donnerstag, 24. August 2006
#12
Benedikt 19:06:19 | Donnerstag, 24. August 2006
#11
Athanasius 18:48:37 | Donnerstag, 24. August 2006
#10
Benedikt 13:10:42 | Donnerstag, 24. August 2006
#9
Athanasius 12:00:00 | Donnerstag, 24. August 2006
#8
Benedikt 11:04:23 | Donnerstag, 24. August 2006
#7
Stephanus 02:43:43 | Donnerstag, 24. August 2006
#6
Guldin 22:16:29 | Mittwoch, 23. August 2006
#5
Athanasius 21:48:39 | Mittwoch, 23. August 2006
#4
Benedikt 15:21:27 | Mittwoch, 23. August 2006
#3
Jawohl! 15:01:30 | Mittwoch, 23. August 2006
#2
Athanasius 14:53:24 | Mittwoch, 23. August 2006
#1
Guiseppe 14:39:46 | Mittwoch, 23. August 2006