Ob dem Schriftsteller Günter Grass, wenn er im „katholischen Mief“ aufgewachsen wäre, nicht mancher Irrweg erspart geblieben wäre? Von Hw. Winfried Henze.
(kreuz.net) Mit Recht gibt die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ dem späten Eingeständnis von Günter
Grass, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, breiten Raum.
Dabei kann man mit einiger Enttäuschung
erkennen, daß der Nobelpreisträger diese wichtige Enthüllung leider nicht zum Anlaß genommen hat,
seine Vorurteile und Feindbilder in Frage zu stellen.
So beschimpft er wie eh und je den „katholischen
Mief“.
Mir ist bei der Lektüre des Interviews bewußt geworden, vor wie vielen Irrwegen, die der Schriftsteller
als Jugendlicher gegangen ist, ich durch ebendiesen „Mief“ bewahrt worden bin.
Obwohl zwei Jahre jünger
als Grass, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mich bei der Hitlerjugend freier zu fühlen und dort den
Zwängen des Elternhauses entrinnen zu können.
Von Kindheit an hatten die SS und ihre Symbole, auch
die Waffen-SS, für mich etwas Abstoßendes.
Niemals wäre mir eingefallen, mich im Glauben an den Endsieg
und in Erwartung, in einer Elite-Einheit eingesetzt zu werden, wo es brenzlig war, freiwillig zu melden.
Ich hoffte als Dreizehnjähriger auf das Ende der Naziherrschaft und erlebte deren Ende – ganz im Gegensatz
zu Grass als sehnlich erwartete Befreiung.
Dies alles verdankte ich ausschließlich dem „katholischen
Mief“, der in meinem Elternhause herrschte.
Im Bistum Hildesheim war bekannt, daß der Priester Johannes
Jäger, mit dem mich später eine langjährige Freundschaft verbunden hat, in das Konzentrationslager
Dachau gesteckt worden war.
Mit Empörung hatten wir zur Kenntnis genommen, daß die Nationalsozialisten
die Franziskaner aus ihrem Kloster Ottbergen vertrieben hatten – später, daß sie dem Pfarrer von Groß-Düngen
wegen eines politischen Witzes den Kopf abgeschlagen hatten.
In der Familie hatten wir heimlich die mit
Schreibmaschine vervielfältigten Predigten des Bischofs von Galen gegen die Ermordung der Geisteskranken
gelesen und weitergegeben.
In der Kirche hatten wir Predigten gehört, die in einer uns absolut klar
verständlichen Sprache die menschenverachtende nationalsozialistische Ideologie angeprangert hatten.
Im Gespräch mit unseren Priestern – ein von den Nationalsozialisten aus Aachen in unsere Stadt Göttingen
verbannter Jesuitenpater gehörte dazu – habe ich die Freiheit des Wortes erlebt.
In den Seelsorgsstunden,
die in der Pfarrei noch stattfinden durften, herrschte der Geist der verbotenen katholischen Jugend, wie
er sich etwa in den Liedern von Georg Thurmair ausdrückte.
So war es uns ganz selbstverständlich, daß
wir uns wieder in Gruppen organisierten, sobald der Nazispuk vorbei war.
Und natürlich haben wir die
Politik Adenauers (Grass: „grauenhaft“), vor allem hinsichtlich der Versöhnung mit Frankreich, von ganzem
Herzen mitgetragen.
Ob Grass, wenn er im „katholischen Mief“ aufgewachsen wäre, nicht mancher Irrweg
erspart geblieben wäre?
Hätte er sich dann später in „freier Wildbahn etwas zusammenschustern müssen,
mit all den Irrtümern und all den Umwegen“, um dann ausgerechnet in der DDR eine „neue und glaubhafte
Ideologie“ auszumachen?
Hw. Winfried Henze (76) lebt in Adlum im Bistum Hildesheim. Sein Beitrag erschien
am 16. August als Leserbrief in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.
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46 Lesermeinungen
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Japp… Christian Hüller hat Recht. Himmler kopierte den Jesuitenorden, oder wollte das tun. Natürlich
übernahm er dabei nicht den Glauben der Jesuiten, ihm ging es allein um die Struktur. Nachzulesen bei
H. Höhne, Der Orden unter dem Totenkopf.
Ad Maledicat Um Missverständnisse zu vermeiden: Himmler, dieser Ex-Geflügelzüchtermassenmörder, bewunderte
die Jesuiten (straffe Organsiation; absolute Bekenntnistreue; verlässliche Papsttruppe). Dass er selbst
ein Apostat war, ist doch gar kein Zweifel. Man kann auch von seinem Gegner lernen.
Jesuiten Vorbild für die SS?? @Christian Hüller Die Jesuiten galten zwar- zumindest bis zur Zerstörung
durch den ominösen Geist des Konzils- als schwarze Macht des Papstes, doch die Jesuiten als Vorbild für
die SS hinzustellen könnte aus der Feder eines Rolf Hochhuths oder Dan Browns kommen!! Lesen Sie mal
schleunigst den Link von Athanasius durch! Die National-Sozialisten waren zutiefst Katholikenfeindlich
und erst Recht die Elite-Truppe des Heinrich Himmler. Wer sich selbst über Gott stellt, dem ist nun mal
die Wahrheit zutiefst verhaSSt!!!
Ad Maledica Falls Maledica ein Tradi ist: Hut ab… (Aber vielleicht sollte ich diese Etikette ohnehin
ablegen, bei einigen ist’s halt klar erkennbar). Aus allen zugänglichen Dokumenten (Tischgespräche Hitlers
usw.) geht klar hervor, dass Hitler die kath. Kirche vernichten wollte – und er sich dieses Vernichtungswerk
für die Zeit nach dem Krieg aufheben wollte, um die Bevölkerung nicht zu verschrecken. Die SS, der sog.
Schwarze Orden, hatte zwar sein Vorbild im Jesuitenorden, aber der finale Gegner war klar: die kath. Kirche.
„Kath. Mief“, weltanschauliche Konkurrenz, Bibel einschließlich des Alten Testaments, der Judenchrist
Paulus, Jesus selbst, der – entgegen skurilisten Behauptungen – kein Arier war – all das passte den braunen
Horden nicht in’s Bild.
Verdrehung der Tatsachen Verdreht da wieder einer mal lechts und rinks???!!! Katastrophen des zwanzigsten
Jahrhunderts an. Die wurden ja in Deutschland durchweg NICHT von „sozialistischer“ Seite verursacht, sondern
hatten ihre Wurzel immer im konservativen Lager. Die Nationalsozialisten waren nationale SOZIALISTEN und
nicht reaktionär sondern revolutionär, wenngleich sie einige Äußerlichkeiten des protestantischen
Preußentums übernahmen- der Protestantismus war und ist bekanntlich sehr anfällig für Ideologien.
Vergleicht man die Konfessionskarte mit der Wahlkarte in den 30 ern so sieht man klar und deutlich: In
katholischen Gebieten hatten die National-Sozialisten wenig Chancen und nach dem Krieg verhielt es sich
so mit den Inter-Nationalsozialisten. Protestantische Gebiete wählten gerne braun und nach dem Krieg
rot. Der Katholische Kirche wurde von den National-Sozialisten bis aufs Messer bekämpft und die Organisation
der Verbände 1938 bis ins kleinste verboten. Unzählige Priester und Ordensgeistliche wanderten ins KZ
Dachau- jüngstens auch gut verfilmt in „Der 9. Tag“. Trotz dieser umfassenden Verbote hielt der Großteil
der Bevölkerung zu Kirche und ihren Priestern. Der selige Löwe von Münster war nicht der Einzige Bischof
der klar und deutlich gesprochen hat. Der ach so böse miefige, ewiggestrige, stockkonservative Katholizismus
hat nun mal stets den Ideologien standgehalten, weil er nicht mit der Zeit geht. www.ik-augsburg.de/schriften/27.pdf www.kath-info.de/nationalsoz.htm
#42 methusalix † 11:49:14 | Freitag, 18. August 2006
Hallo Parzifal, Parzifal: @ methusalix blueberry: Der Schnauzbart ist absolut belanglos Na ja, für Sie
vielleicht; für den Rest der Welt bestimmt nicht. Aber trösten Sie sich, so ist das oft mit Nobelpreisträgern.
Die Welt will ihre Belanglosigkeit einfach nicht anerkennen. Sorry aber ich hab nur einen Satz von matt
zitiert. Ich halte Grass keineswegs für belanglos. War auch so gemeint. Sie erkennen ja, genauso wie
ich, die grandiose Leistung von Grass (& Co.) bei der Aufarbeitung der Katastrophen des zwanzigsten Jahrhunderts
an. Die wurden ja in Deutschland durchweg NICHT von „sozialistischer“ Seite verursacht, sondern hatten
ihre Wurzel immer im konservativen Lager.
#39 Athanasius 01:38:43 | Freitag, 18. August 2006
Huh?! Pater Gereon Goldmann …bei der Waffen-SS gearbeitet? Haben Sie mehr zu seiner Geschichte? Gereon
Goldmann hört sich jüdisch an… Sind Sie sicher zur Waffen-SS? Ich kann es mir nicht eindenken. Wenigstens
die Allgemeine SS war radikal antiklerikal, vielleicht die Waffen-SS etwas weniger um den Flamen und Wallonern
und Kroaten zu pazifizieren.
#38 blueberry 23:56:28 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Hüller Außerdem ist das Posting morgen früh sowieso wieder gelöscht. Möglicherweise ist dann mein
Nick ja auch gesperrt. Ich glaubs aber nicht. Ich hab hier schon ganz andere Sachen geschrieben ohne dass
mein Nick gelöscht wurde…
#36 blueberry 23:40:16 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Hüller Ach was, Offenbarungseid…! Ich hab 1 l guten edlen fränkischen Weißwein intus, da sondert
man schon mal sowas ab. Ansonsten: ich bin schließlich nicht zölibatär gebunden (Gott sei Dank!).
Ad blueberry Meinen Sie nicht, dass Sie jetzt eben gerade einen Offenbarungseid über Ihre e i g e n e
n Hobbies abgeleistet haben? Nich???? Ich schoooooon.
#33 Graf von Galen 23:15:53 | Donnerstag, 17. August 2006
Für ein freies und heiliges Deutschland Herzlichen Dank an Herrn GraSS, daß er durch sein Bekenntnis
nicht nur seine Vergangenheit als Soldat bei der Waffen- SS offenbart hat, was je nach den Umständen
keine Sünde gewesen sein muß, so war z.B. auch Pater Gereon Goldmann bei dieser Truppe und hat dort
segensreich gewirkt. Es wurde nun auch für den normalen Bundesbürger offenbar, daß er ein Heuchler
und Pharisäer ist. Jemand der den wirklich oder vermeintlichen Splitter z.B. bei Adenauer zu sehen meint,
ohne den Balken im eigenen Auge zu betrachten. Jemand der durch besonders großen HaSS auf sein eigenes
Volk sein eigenes Versagen zu kom- pensieren sucht und sich in gewisser, feiger, verachtenswerter Weise
auf Kosten anderer reingewaschen hat.
#32 rudolfsohn 22:21:55 | Donnerstag, 17. August 2006
Super Beiträge! Danke an Pünktchen, Hans Mohrmann und maledica, dessen Gedankengänge zu den rot-braunen
Gemiensamkeiten hervorragend verfasst sind. Tja, dieser Günter GraSS ist wahrlich ein ganz besonders
unappetitlicher Exponent der linken Spezies.
#31 Athanasius 22:21:45 | Donnerstag, 17. August 2006
@Spiegel, Knobloch stehen in einer langen Tradition von „Holocaust“-Überlebenden (Juden) die ohne Dank
und Amen den Katholizismus angriffen, anstatt sich zu fragen, wieso diese katholischen Familien sich und
die ganze Familie für ihr Leben in Gefahr brachten. Um sie zu retten. Anstatt zu danken, sind all diese
Luut’ jetzt zu den grössten Anti-Katholikenhetzern zu zählen. Noch so einer: Abe Foxman der Anti Defamation
League, auch gerettet von einer katholischen Familie, nachher sogar getauft. Sowie ein jüdischer Journalist
aus den USA. Ich sah ihn in einer Wiederbegegnungsserie. Eine polnische „ultrakatholische“ (seine Worte)
Familie hatte ihn versteckt und am Leben gehalten – in der Grossstadt sogar! Aber Dankbarkeit? Nöh. Nicht.
Nur jüdische Hochmut („Wir sind doch auserwählte Leute“; „Das hätte man auch machen sollen“). Nur die
Juden aus (Weiss)russland zeigten Dankbarkeit den wenigen katholiken dort. (Übrigens halfen die Juden
dort im 19. Jh. auch verfolgten Griechisch-Katholischen Ukrainern!) Mein Grossvater (Kommunist) hat im
2. WK 4 Jahre lange vielen jüdischen Familien in Höhlen versteckt, u. Essen, Wasser, Versorgung und
saubere Kleider gebracht, mit Gefahr für sein eigenes Leben und seine junge Familie. Er tat es aber.
Aber nach der Befreiung im April 1945 hat keiner dieser Juden ihm dank gesagt. ‘War alles normal.’ Mein
Onkel (damals ein Junge) ist heute darüber noch erbittert. Nach dem 2. WK wagte ein jüdischer Pelzhändler
ihn auch noch zu wenig für geschossene Felle zu bezahlen.
#30 Parzifal 21:13:01 | Donnerstag, 17. August 2006
@ methusalix blueberry: Der Schnauzbart ist absolut belanglos Na ja, für Sie vielleicht; für den Rest
der Welt bestimmt nicht. Aber trösten Sie sich, so ist das oft mit Nobelpreisträgern. Die Welt will
ihre Belanglosigkeit einfach nicht anerkennen. Sorry aber ich hab nur einen Satz von matt zitiert. Ich
halte Grass keineswegs für belanglos. @ Pünktchen Sie sindein gutes Beispiel für das was Grass „katholischen
Mief“ nennt. Wenn jemand moralinsauer ist, dann ja wohl Sie. Außer Moral, Moral und nochmal Moral kennen
Sie doch nun wirklich kein Thema.
#28 Pünktchen 14:56:13 | Donnerstag, 17. August 2006
Katholischer Mief II Danke, Hans Mohrmann, für Ihren Hinweis! Man glaubt es kaum, aber auch der inzwischen
verstorbene Zentralratsvorsitzende Paul Spiegel bekennt, was er dem „katholischen Mief“ verdankt. Ähnlich
wie bei Charlotte Knobloch war eine „katholische Familie“ für ihn lebensrettend geworden: Frage: Sie
haben gerade diese Zeit als kleiner Junge unheimlich schrecklich erlebt. Wenn man dies als Außenstehender
liest, kann man es sich kaum vorstellen. Ist das eine schmerzhafte Erinnerung? Antwort: Ja, es ist sehr
schmerzhaft, aber es gibt auch Positives. Ich habe z.B. drei Jahre lang auf einem Bauernhof gelebt. Zwar
ohne meine Eltern, aber ich hatte dort eine sehr unbeschwerte Jugend, da ich nicht unbedingt mit Angst
konfrontiert wurde. Diese Bauernfamilie, eine katholische Familie, hat mich sehr gepflegt, umsorgt und
alles von mir abgehalten. Das Thema Angst vor irgendwelchen Gefahren war nicht so unmittelbar wie ein
paar Jahre vorher in Brüssel, als das Wort Angst täglich um uns herum war. www.gerwin.de/content.php?id=37
Katholischer Mief Was wohl Charlotte Knobloch, die Vorsitzende des Zentralrats der Juden über die Beschimpfung
des „katholischen Miefs“ gedacht hat. Hatte sie doch diesem „Mief“ ihr Leben zu verdanken: Fritz Neuland
brachte seine Tochter schließlich 1942, als die Verfolgung lebensbedrohlich wurde, bei Kreszentia „Zenzi“
Hummel im mittelfränkischen Herrieden unter. Zenzi war das katholische Hausmädchen eines Verwandten
gewesen. Die fromme Frau gab „Lotte Hummel“, wie Charlotte jetzt genannt wurde, als ihr uneheliches Kind
aus. „Zenzi verstand die Bedrohung und die Verachtung der Menschen als Gottes Prüfung“, hat Charlotte
Knobloch später gesagt. Obwohl das Kind Lotte Hummel ein einsames und hartes bäuerliches Leben führte,
wollte sie nicht zurück nach München, als der Krieg zu Ende war: „Ich wollte nicht noch mal alles aufgeben.
Ich sehnte mich nach Geborgenheit.“ Ihr Vater hatte die Shoah überlebt. Es gibt ein Nachspiel zu dieser
Kriegsgeschichte: Die Retterin Zenzi lehnte das Bundesverdienstkreuz ab, für das Charlotte Knobloch sie
später vorgeschlagen hatte – schließlich habe sie, Zenzi, ihren Lohn schon erhalten: Die beiden Brüder
hatten den Krieg überlebt. 1942 meldete sich Grass zu den U-Booten, um dem katholischen Mief seiner spießbürgerlichen
Familie zu entgehen.
#26 Maledica 13:23:49 | Donnerstag, 17. August 2006
Inter-Nazi K/Grass Ob Rot oder Braun, alles der gleiche Sumpf. Ob der International-Sozialismus oder National-Sozialismus-
da ist nicht viel Unterschied. Ob ein Hurra auf die Arbeiter und Bauern im Großdeutschen Reich oder ein
Hurra auf Arbeiter und Bauern im Sowjetimperium- ob Hitler oder Stalin, Honni, etc. die Unmenschen sind
beliebig austauschbar. Nich umsonst haben viele Nazis bei den Internazis Unterschlupf gefunden und sind
im klassenlosen Paradies zu Ruhm und Ehren gekommen. Apropo SS: Der Helm der NVA ist auch eine Entwicklung
der SS gewesen! Die Nazi-Uniformen wurden dann auch von der DDR gerne übernommen. Die Alt-68er haben
nur geschickt von sich abgelenkt und alles als Faschismus betitelt, was nicht in den Kram passte und peinlichst
vermieden von NationalSOZIALISMUS zu sprechen, um von sich selbst abzulenken. Faschismus hat es in Deutschland
nie gegeben, dieser ist spezifisch italienisch-Fasci. Außer natürlich heutzutage, wo der Rot-Faschismus
der Gutmenschen die Meinungsdikatatur anführt und alles drauflosdiffarmiert, was nicht in den Kram paßt…
Es ist ein Irrweg des Katholizismus… dass er zwar Gott zu erhöhen weiß, aber dabei den Menschen erniedrigt
und ihm nicht zu seinem Recht verhilft. Man findet genug von den „Selbsterniedrigern zur Ehre Gottes“
bei den Katholiken. Für mich waren das schon immer die größten Heuchler. Sie reden hochtrabend daher
von Gott und wenn sie auf den Menschen zu reden kommen seie dieser nur „Stückwerk und Staub“. Wie kann
ich Gott wohl größere Huldigung bereiten, als indem ich versuche zu sein wie er? Im Sinne der Aufforderung
Jesu: seid vollkommen wie der Vater. Aber davon wollen diese Realitätsverweigerer nichts hören. Sie
leben lieber in dieser ewigen unbefriedigenden Differenz zu ihrem abgehobenen und erniedrigenden Gottgötzen,
auf mehr verstehen sie sich nicht. Und das finde ich ziemlich jämmerlich. Ich werfe der Kirche vor, dass
sie über weite Strecken die Gottebenbildlichkeit des Menschen verleugnet hat und eben aus diesem Grunde,
weil ihr zuviele selbsterniedrigende Heuchler innewohnen hat sie sich auch der falschen Doktrin der Darwinisten
preisgegeben wo der Mensch letztlich auf die Ebene des Tierischen erniedrigt wird.
#24 Athanasius 10:32:20 | Donnerstag, 17. August 2006
Ach so… @Sirilo Daß das „katholische Milieu“ nicht unbedingt vor Irrwegen bewahrte, dafür sind Hitler,
Himmler und Goebbels sichtliche Beweise: alle drei sind katholisch aufgewachsen, letzterer war sogar im
Jesuiteninternat… Wer hat denn behauptet, eine katholische Erziehung würde vor späteren Irrwegen beschützen?
1. Heinrich Himmler war klarer Apostat und Anhänger des Zen-Buddhismus sowie okkulter heidnischer Kulte.
Er vertrat die Reinkarnation und das Kharma. 2. Joseph Goebbels war klar antikatholisch und wandte sich
schon zu seiner Studienzeit von der Kirche ab. 3. Adolf Hitler hat sich seit jüngsten Jahren schnell
von der Kirche abgewandt, und protestierte dagegen konfirmiert zu werden. Nachdem er das Haus verlassen
hatte, wohnte er nie mehr der hl. Messe bei. Er vertrat eher die hinduistischer Auffassung von einem aktiven
aber erhöhten Gott, der über kleinere Götter herrschte. (Quelle: Michael Rissmann, Hitlers Gott. Vorsehungsglaube
und Sendungsbewußtsein des deutschen Diktators, Zürich München: Pendo, 2001) Aus Jesuiteninternaten
gingen die meisten militanten Politiker hervor, sowohl der Kommunisten (Niederlande, Südamerika, Kongo),
Sozialisten, der Liberalen (Lamennais) und der Katholiken. Das sie auch Faschisten und Nationalsozialisten
erzogen haben, soll einen nicht wundern. Robespierre war auch Produkt der Jesuiten. Aber kein Liebhaber
des „katholischen Milieus“! Goebbels schrieb aggressiv gegen die „schwarze Internationale“ in seinem Tagebuch.
Vielleicht wäre es für Herrn Grass & Ähnliche einmal gut, SELBSTVERANTWORTUNG für ihre Gedanken, Worte
und Werke zu übernehmen. Sie sind ja ansonsten auch freie Individualisten. Immer zu behaupten, dass die
anderen die Schuld daran haben, dass sie Irrwege begehen. Alle jungen Leute wollen aus dem Elternhaus
einmal raus (das ist ja normal, ansonsten sind sie unfähig, eigene Familien zu gründen) – es stellt
sich nur die Frage, wohin und ob das „Wohin“ gut ist. Bei Günther Grass habe ich so meine Bedenken, ob
das „Wohin“ gut war. Wenn er nicht selber ständig mit dem moralinsauren Zeigefinger auf andere zeigen
würde, würde ich sagen, er war 17, minderjährig und damit hat sich die Sache.
#20 Pünktchen 09:54:20 | Donnerstag, 17. August 2006
Sirilo Sie verschweigen jedoch, daß Sie nicht so sehr die „Urheberrechtsverletzung“ stört, sondern der
Inhalt der wiedergegebenen Leserbriefe! Wenn Sie weiter unten beghaupten, daß Hitler, Himmler, Goebbels
auch aus katholischen Milieus stammten, dann verfehlen Sie den argumentativen Punkt: es wurde nicht behauptet,
daß die Genannten: Hitler, Himmler, Goebbels, GRASS nicht einem katholischen Milieu entstammten, sondern
es wurde behauptet, daß sich ihre zeitgeistkonforme Abkehr von diesem Milieu (in Jugendjahren) und die
daraus resultierende totalitaristische Versuchung für die Genannten verhängnisvoll wurde.
@Pünktchen Vor dem Urheberrecht der Leserbriefschreiber der FAZ haben Sie offensichtlich keinen Respekt.
Die Autoren haben bewußt an die FAZ geschrieben, nicht an kreuz.net. Ohne deren ausdrückliche Einwilligung
ist eine komplette Wiedergabe der Texte ein Verstoß gegen das Urheberrecht!
#17 Pünktchen 09:07:07 | Donnerstag, 17. August 2006
Was bliebe ihm denn, wenn er nicht „Adenauer“ hätte … Grass wagt es sogar, die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft
mit der Zeit des Nationalsozialismus gleichzusetzen, ja sie als noch schlimmer darzustellen: „Wir hatten
Adenauer, grauenhaft, mit all den Lügen, mit dem ganzen katholischen Mief.“ Diese Behauptungen des bald
80 Jahre alten Mannes sind verwerflicher als der Eintritt des 17 Jahre alten in die Waffen-SS. Den kulturellen
Aufbruch und die von der Geschichtsschreibung anerkannte Modernisierungsleistung der Ära Adenauer will
Grass nicht wahrhaben. Konrad Adenauer steht für unser Grundgesetz, für den moralischen und materiellen
Wiederaufbau unseres Vaterlandes, steht für die Aussöhnung mit Frankreich, für die Aussöhnung mit
Israel, für den Beginn des europäischen Einigungsprozesses. Er steht für die Freiheit im Westen, die
Voraussetzung für die schließlich wiedergewonnene Einheit unseres Vaterlandes war. Er hat ethische und
moralische Maßstäbe gesetzt. Mit ihm und seinem Wirken hat die friedlichste und freiheitlichste Periode
der deutschen Geschichte begonnen. Wer Ronald Reagan und Helmut Kohl auf das heftigste kritisierte, als
sie am 5. Mai 1985 unter großer öffentlicher Erregung den Soldatenfriedhof in Bitburg besuchten, auf
dem auch einige junge Waffen-SS-Leute liegen, aber die Tatsache verschwieg, daß er selbst der Waffen-SS
angehörte, der hat heute nicht das Recht, Konrad Adenauer zu verleumden und die junge Bundesrepublik
Deutschland mit der Hitler-Zeit zu vergleichen. Professor Dr. Bernhard Vogel FAZ 16.8.2006
Bewahrte das „katholische Milieu“ vor Irrwegen? Daß das „katholische Milieu“ nicht unbedingt vor Irrwegen
bewahrte, dafür sind Hitler, Himmler und Goebbels sichtliche Beweise: alle drei sind katholisch aufgewachsen,
letzterer war sogar im Jesuiteninternat…
#15 Pünktchen 08:40:21 | Donnerstag, 17. August 2006
Hier ein weiterer Leserbrief aus der FAZ: [kursiv]Zum Interview mit Günter Grass (F.A.Z. vom 12. August):
Ich habe die penetrante Selbstgerechtigkeit von Grass nie leiden können, und es paßt zu ihm, daß er
sein spätes Geständnis gleich mit einer neuerlichen Unverschämtheit verknüpft. Er kommt uns mit der
billigsten aller Entschuldigungen, die er selbst bei keinem anderen hatte gelten lassen: Er habe von nichts
gewußt. Woher stammt Grass? Vom Einödhof? Nein, aus Danzig, einer Großstadt. Da hat doch wohl der junge
Ratzinger, über den er ein paar herablassend-gönnerhafte Worte verliert, in seinem Traunsteiner Seminar
mehr gewußt. Auch meine Großmutter, vor Jahren von mir befragt, hat „es“ gewußt, von der Bedeutung
der SS-Uniform bis hin zu den KZs. Man habe ja schließlich Augen und Ohren, sagte sie mir. Sie stammt,
wie Ratzinger oder Adenauer, aus dem von Grass so verachteten „katholischen Mief“ einer Zentrumsfamilie.
Grass wird zu den fanatisierten jungen Männern gehört haben, von denen mein Großvater (Luftwaffe) mit
Kopfschütteln erzählte. Jetzt wird von einigen für Verständnis für Grass geworben. Wieso eigentlich?
Sollte er nicht mit den Maßstäben gemessen werden, die er selbst so gnadenlos an andere anzulegen pflegte?
Grass verdient nicht Verständnis, sondern tiefste Verachtung – nicht wegen seiner Jugendsünde, sondern
weil er sich über Jahrzehnte als moralische Instanz der Nation geriert hat und sich jetzt feige von einer
Lebenslüge zur nächsten flüchtet. Dr. Stephanie Brecht, Aschaffenburg FAZ 17. 08. 2006
#14 methusalix † 07:30:42 | Donnerstag, 17. August 2006
ein Labyrinth von Irrwegen Ob dem Schriftsteller Günter Grass, wenn er im „katholischen Mief“ aufgewachsen
wäre, nicht mancher Irrweg erspart geblieben wäre? Von Hw. Winfried Henze. Da spielt wohl eine gewisse
Betriebsblindheit mit, wenn der gute Verfasser ensthaft glaubt, dass es im Katholizismus nicht bis heute
ein Labyrinth von Irrwegen und Sackgassen gegeben hätte und gibt. Diese Netzseite gibt beredt Zeugnis
davon. blueberry: Der Schnauzbart ist absolut belanglos Na ja, für Sie vielleicht; für den Rest der
Welt bestimmt nicht. Aber trösten Sie sich, so ist das oft mit Nobelpreisträgern. Die Welt will ihre
Belanglosigkeit einfach nicht anerkennen. Das gilt selbstverständlich auch für matt: Haben nicht alle
diese hochgespielten Literaten, die Goethes und Schillers und dergl…
Ich finde dem Herrn Grass steht sein eigener Mief förmlich ins Gesicht geschrieben. Er sollte nicht immer
gegen den Wind pfeifenrauchen. Das war übrigens gänzlich unzweideutig zu verstehen.
#11 blueberry 23:19:08 | Mittwoch, 16. August 2006
@ Vorposter Ein Enkel bricht also bequem aus seinem Sessel heraus den Stab über einen Großvater. Einmal
SS – immer SS so ungefähr. Der Enkel soll sich doch mal um seinen eigenen Kram kümmern. Was hat der
selbstherrlich seine Großväter in den Dreck zu ziehen und ihnen das Recht auf einen eigene Meinung abzusprechen?
Strauss – da lachen ja die Hühner! Ich sag nur: Ratten und Schmeißfliegen! Kiesinger – der war keine
Fünfzehn. Warum sollte Grass nicht das Recht haben den zu kritisieren? Ich kann nicht erkennen aus welchem
Grund Kiesinger nicht kritisiert werden darf.
Grass dämonisiert Liebe Zeitgenossen, das ist halt die perfide Taktik dieser Person, einen Dämon aufzubauen,
die Adenauerzeit, um das eigene Fehlverhalten im Dritten Reich als auch danach zu rechtfertigen. Leider
gehen ihm viel zu viele auf dem Leim.
#9 Regina Wilden 23:11:38 | Mittwoch, 16. August 2006
Adenauerzeit – Miefzeit? Der Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlichte heute einen Leserbrief von Konrad
Adenauer, einem Enkel des früheren Bundeskanzlers. Ich zitiere den Brief nachfolgend gekürzt: Mich hat
schon immer an Grass gestört, dass er als Propagandist einer Partei aufgetreten ist … Was Grass aber
jetzt auftischt, zeigt, dass er von einer nicht mehr erträglichen Einseitigkeit und Uneinsichtigkeit
geprägt ist. Dieser Rundumschlag, vor allem gegen die Politik meines Großvaters als Bundeskanzler, der
doch die sprichtwörtliche Karre aus dem Dreck gezogen hat, ist nicht hinnehmbar, das Verständnis Frank
Schirrmachers dafür auch nicht. Verschweigt Grass doch 61 Jahre lang die Wahrheit über seine Mitgliedschaft
in der Waffen-SS und besitzt dann die Frechheit, meinen Großvater „all der Lügen“ zu bezichtigen – welcher
eigentlich? –, obwohl dieser ein Opfer der Nationalsozialisten war! Statt zerknirscht zu schweigen, geht
Grass nach bekannter Manier zum Angriff über. Was haben Adenauer, Kiesinger und Strauss mit seiner Vergangenheit
zu tun? Kiesinger ein Großnazi? Dazu der Standardspruch der Linken: Adenauerzeit – Miefzeit. Dabei war
es unsere beste und glücklichste. Wie viele andere auch, aber Gott sei dank nicht alle, die sich selbst
oder deren Angehörige sich in der NS-Zeit befleckt haben, hat Grass später einen ersten gegensätzlichen
Standpunkt gesucht und eingenommen, um das Ausmaß seiner Distanzierung von der unrühmlichen Vergangenheit
zu verdeutlichen … Diesen Worten ist nichts hinzuzufügen.
#7 Athanasius 22:50:19 | Mittwoch, 16. August 2006
Nochmal Wie ich „Sansibar oder der letzte Grund“ liebe, liebe ich auch viele von Grass’ Bücher. (Mehr
als Ernst Jünger.) „Im Krebsgang“ finde ich hervorragend. Aber im Endeffekt, habe ich Recht, wenn ich
sage, daß Graß schon immer sich dem Zeitgeist (ausser heute, wo er – das muss ihm auch nachgegeben werden –
doch ganz offen und ehrlich gewesen ist, aber jetzt niedergebrannt wird) anpasste. Damals wie heute. Damals
wie heute war der Katholizismus nicht erwünscht. Er ist aber Ikone eines Jahrhunderts. Sein „Blechtrommel“
war hochinteressant und seine Erinnerungsbücher von größter Klasse. Nur seine polistischen und moralischen
Ansichten verwerfe ich, wenn man sie Ansichten nennen kann. Mainstream Artist, heißt er auf Amerikanisch
wohl. Daß in Dresden 1944 der Mainstream anders dachte als 1968 in Tübingen, mag klar sein. Da heißt
es aber für die meisten „Intellektuellen“: Anpassung. Auch für Grass. Aber ich nehme es ihm nicht Ernst.
Das tun nur die frustrierten und immer noch kriegsschuldgetränkten Deutschen. Für mich ist seine Mitgliedschaft
höchstens psychologisch interessant um die Anpassungsfähigkeit des Massenmenschen zu erklären. Seine
Werke bleiben aber gut und schön. Nur bin ich kein Massenmensch. Ich habe die starke Wehmut, die Starrköpfigkeit
(auch im Glauben der Vorfahren), die schon immer den Niedersachsen u. Westfa. eigen war (sieh Günther,
Die seelischen Eigenschaften der fälischen (dalischen) Rasse www.white-history.com/earlson/fal002.htm,
1934) wohl in römischer, frankischer u. heutiger neuheidnischen Zeit.
wie schon gesagt der Schnauzbart ist absolut belanglos, aber die literarische Welt hat ihn halt auf ein
Podest gehoben. Deshalb kommt er aber noch lange nicht in den Himmel. Und wenn er eh in die Hölle kommt
wieso sollte man dann etwas geben auf sein Geschreibsel? Wenn er sich selbst nicht retten konnte, dann
werden wohl andere aus seinem Leben lediglich die Lehre ziehen es anders zu machen. Haben nicht alle diese
hochgespielten Literaten, die Goethes und Schillers und dergl. Gott gelästert? Waren sie nicht allesamt
Schandmäuler, die in ihrem Hochmut das Zeugnis unseres Heilands verachten? Waren sie nicht ein rebellischer
Pöbel aus den Niederungen des Menschseins, störrische Kinder, Quälgeister, lüsterne Schwärmer? Mir
ist das schon lange klar. Es heisst ja auch: der Ruhm der Welt gilt vor Gott nichts. Und so ist es in
der Tat.
verspäteter Gratismut? Gratismut ist glaube ich die falsche Bezeichnung für Grass. Als Grass in Berlin
wohnte, Frau und Kinder hatte und die Frechheit besaß für die gottlose SPD Wahlkampf zu machen (Tagebuch
einer Schnecke), da bekam er wochenlang nächtliche Drohanrufe, dann schickte man seiner Frau den Kopf
eines toten Schweins und anschließend zündete man seine Wohnungstür an. Nach seinen Äußerungen zur
Einheit 1990 nahmen die Tiraden soche Formen an dass Grass regelrecht flüchten musste und nach Kalkutta
zog. Gratismut ist da wohl das falsche Wort.
Nur noch psychologisch zu diskutieren Aber ich gratuliere dem Priester-Verfasser dieses Artikels für
seine Schärfe und seine Klarheit! Ja, aber diese Klarheit war keine Seltenheit in dem „katholischen Mief“,
der während der Nazizeit klar kontra war, aber nicht die „hochmoralische“ Masche mit dem verspäteten
Gratismut von Grass (oder sollte ich schreiben GraSS?) und Konsorten mitmachte. Grassens Verhalten läßt
sich nur noch als psychologisches Phänomen diskutieren. Insofern aber gebe ich ihm Recht, daß er keinen
Anlaß hat, die Ehrungen, die ihm seine Claqueure verliehen haben, jetzt zurückzugeben, wo denen das
peinlich wird. MfG Christoph Heger
Was’n für ne Schärfe und was für Klarheit? Ich kann in diesem Artikel ganz ehrlich null komma null
Aussage erkennen. Die einzige Aussage ist: ich hab als Dreizehnjähriger schon voll durch geblickt und
im Voraus gewußt dass alles scheiße war. Das darf man in dieser Form und solcher Radikalität doch wohl
stark bezweifeln. Der 76-jährige Autor muss von seinen Lesern ja nicht gleich 150 Prozent Naivität erwarten.
#2 AthanasiusII 20:56:35 | Mittwoch, 16. August 2006
Wahrscheinlich… …hätte Günter Grass im Zuge der Vertreibung der Ostdeutschen aus Pommern, Schlesien,
Ostpreußen, Westpreußen, Danzig und der sog. Sudetengebiete (sowie der „zu germanisierten“ von den Polen
vertriebenen Kaschuben aus Westpreußen/Pomerellen) vielleicht auch das Chaos gesucht und in der gleichen
„Ecke“ seine ideologische Stelle gefunden. Aber ich gratuliere dem Priester-Verfasser dieses Artikels
für seine Schärfe und seine Klarheit!
Elternhaus In diesem Fall müßte man wirklich nachhaken, wie denn die Zustände im Elternhaus waren.
In meinem Bekanntenkreis gibt es auch einen Mann, der als Jugendlicher quasi in die Kirche gezwungen wurde
und zu Hause wurden die Kinder lieblos behandelt. Dieses Bild, das er vom Katholischson sozusagen gewonnen
hatte und der schlechte Umgang zu Hause, das war für ihn ein Grund, warum er mit der Kirche nichts zu
tun haben will. Ich kann mir schon vorstellen, daß sowas prägt und sich zum Haß steigert. Ob dann der
Haß auf die Kirche gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt, denn die Kirche lehrt ja wohl das
Gegenteil.