Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ will einen totalen Bruch mit den liturgischen Reformen nach dem Zweiten Vatikanum vermeiden.
(kreuz.net) Im ‘Forum Deutscher Katholiken’ herrscht Zuversicht.
Das ‘Forum’ ist ein katholischer Verband,
der sich um die Verbreitung und Verteidigung der katholischen Lehre in Kirche und Welt bemüht.
„Mit
hoffnungsvollen Erwartungen begleiten wir die Arbeit der Gottesdienstkongregation und besonders ihres
Sekretärs Erzbischof Albert Malcom Ranjith“, erklärte der Vorsitzender des ‘Forums’, Prof. Dr. Hubert
Gindert, am 14. August in Kaufering – 50 Kilometer westlich von München.
Das ‘Forum Deutscher Katholiken’
stehe mit Überzeugung zu den von Erzbischof Ranjith formulierten liturgischen Zielen.
Mons. Ranjith
möchte die Ehrfurcht vor dem heiligen Geschehen auf dem Altar wieder deutlicher sichtbar werden lassen
und kirchliche Traditionen dem Vergessen entreißen.
Das ‘Forum’ versteht auch das Ziel der Ritenkongregation,
einen totalen Bruch mit den Reformen zu vermeiden, die im Gefolge des Zweiten Vatikanums durchgeführt
wurden:
„Mit diesem Mittelweg, jedes Extrem zu vermeiden, aber dennoch mit Eifer dem Haus des Herrn zu
dienen, wird das ‘Forum Deutscher Katholiken’ nicht nur dem bewährten ‘sentire cum ecclesia’ gerecht,
sondern bewegt sich auch auf der Linie, die der Heilige Vater noch als Kardinal Ratzinger in seinen Schriften
vorgezeichnet hat“ – so Professor Gindert.
Der Vorsitzende des ‘Forums’ äußerte sein Verständnis für
die Verbitterung vieler gutwilliger Gläubiger über die zahllosen liturgischen Mißbräuche und für
ihre Empörung über den mangelnden Glaubenssinn, der darin zum Ausdruck kommt.
Doch die jüngsten Äußerungen
von Erzbischof Ranjith vermittelten ein neues Vertrauen zum Zentrum der Weltkirche und dessen Berufung.
Diese Berufung bestehe darin, den Glaubensschatz zu bewahren und in allen kirchlichen Handlungen weltweit
und auch in Deutschland sichtbar werden zu lassen.
Email-Adressen der Empfänger
25 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#25 stat crux 17:37:14 | Mittwoch, 25. Oktober 2006
Bernado, Ihre Antwort hier: sehe ich erst heute. Das wäre doch ein Projekt für das Institut Philipp
Neri mal in den Quellen des MR 1970 zu wühlen und die Ursprünge des „euchologischen Materials“ (O-Ton
Bugnini) aufzuklären.
@stat crux Sie schrieben: „(Warum gibt es eigentlich kein Quellenverzeichnis zum MR 1970?)“. Vielleicht,
weil dadurch zu sehr offenbar würde, wie sehr die Architekten des NO ihr Werk als Konstruktion betrachtet
haben, die man aus „Modulen“ der verschiedenartigsten Herkunft zusammengestellt hatte: Hier ein Vers syrisch,
dort eine Strophe griechisch, da eine Anleihe in Mailand, hier ein Nicken zu Luther … Damit wurde nicht
„Katholizität“ demonstriert, sondern die gewachsene Eigenart jedes Ritus negiert und die Fähigkeit zur
Wahrnehmung von Unterschieden verringert – auch da, wo sie glaubens- und lebenswichtig wäre. „Eine der
profundesten Klärungen innerhalb der Liturgiereform, die das Volk sofort akzeptiert hat und nicht wieder
hergeben wird.“ Tja – was dem einen als „Klärung“ gilt (muß das vorher fast 2000 Jahre lang für ein
Nebel gewesen sein), identifiziert der andere als Verunklarung. Aber wenn man es mit den Volksdemokratischen
Errungenschaften nicht so hat, darf man bei Revolutionären und Reformatoren natürlich nicht mitreden.
Dort gilt: Jede Veränderunderung ist gut – „denn alles, was besteht, ist wert, daß es zugrunde geht“.
„Wohl möglich wäre es, bei einer potentiellen Angleichung der Wandlungsworte MR 1962 an MR 1970 auf
den „Ruf“ nur still zu „antworten““ Tja -Uniformität, Gleichschritt und Gedankenkontrolle sehen wohl
einige „Reformer“ als große Stärken des NO – dagegen ist Trient ja geradezu ein Hafen der Liberalität.
Ich glaube, aus der „Angleichung“ wird nichts.
#23 stat crux 13:20:53 | Mittwoch, 23. August 2006
Mysterium fidei: Die Akklamation, m.E. der ambrosianischen Liturgie entlehnt (Warum gibt es eigentlich
kein Quellenverzeichnis zum MR 1970/2002??), auf den Ruf des Diakons hin, bekräftigt das Handeln des
Priesters in persona Christi („mein Gedächtnis“), indem der Herr direkt angesprochen wird („donec venias“).
Eine der profundesten Klärungen innerhalb der Liturgiereform, die das Volk sofort akzeptiert hat und
nicht wieder hergeben wird. (Wohl möglich wäre es, bei einer potentiellen Angleichung der Wandlungsworte
MR 1962 an MR 1970 auf den „Ruf“ nur still zu „antworten“, um den Charakter der alten Messordnung nicht
zu verwischen.)
@Gotthard Sie schrieben: „im dankbaren Erinnern an Tod und Auferstehung Jesu wirkt der Geist inmitten
der Gemeinde die eucharistische Gegenwart Jesu Christi.“. Damit schaffen Sie noch nicht mal das kleine
Häretikum in einer freikirchlichen Gemeinde. Im Katechismus der Kath. Kirche steht es jedenfalls anders.
(1375): „Nicht der Mensch bewirkt, daß die Opfergaben Leib und Blut Christi werden, sondern Christus
selbst, der für uns gekreuzigt worden ist. Der Priester, der Christus repräsentiert, spricht diese Worte
aus, aber ihre Wirkkraft und Gnade kommen von Gott. Das ist mein Leib, sagt er. Dieses Wort verwandelt
die Opfergaben.“ Und was heißt Ihr :„damit die Gaben von Brot und Wein für die Mitfeiernden Leib und
Blut Jesu werden“? Im Katechismus steht es folgendermaßen, und das auch noch als Übernahme von Trient:
(1376): „Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des
Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz
seines Blutes. Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffen und im eigentlichen Sinne
Wesensverwandlung genannt.“ Das Wort „Einsetzungsbericht“ allein ist nicht von Übel – die Berichtskomponente
ist vorhanden. Aber wer nur vom „Bericht“ und nie von der „Wandlung“ spricht, fällt der gleichen Täuschung
zum Opfer, die Sie uns hier aufgetischt haben. Oder er will täuschen.
Wandlung von Wandlung zu Einsetzungsbericht Die Einführung der Akklamation „mysterium fidei“ erscheint
mir willkürlich und vor allem von der Absicht bestimmt, den qualitativen Unterschied im Handeln von Priester
und Mitfeiernden zu verwischen und die „Wandlungsworte“ zum „Einsetzungsbericht“ abzuschwächen. Das ist
keine Abschwächung, sondern ein klarere Einsicht. Der Priester ist nicht der zuerst Handelnde – sondern
der Hl. Geist, um dessen Herabkunft der Priester bittet, damit die Gaben von Brot und Wein für die Mitfeiernden
Leib und Blut Jesu werden… im dankbaren Erinnern an Tod und Auferstehung Jesu wirkt der Geist inmitten
der Gemeinde die eucharistische Gegenwart Jesu Christi.
@aurelius Sie schrieben: „Erstens ist es sicherlich die Einführung der Volkssprache, auch wenn man da
weit über das Ziel hinausgeschossen ist. Zweitens … die Herausnahme des „mysterium fidei“ aus den Wandlungsworten.“
Bei der Volkssprache könnte ich zustimmen – wenn sie in der Praxis entsprechend der Bestimmung des 2.
Vat. Konzils Konzils einen „größeren Anteil“ und kein faktisches Monopol erhalten hätte, und wenn die
volkssprachlichen Übersetzungen nicht vielfach zu Mißverständnissen einladen würden. Die Einführung
der Akklamation „mysterium fidei“ erscheint mir willkürlich und vor allem von der Absicht bestimmt, den
qualitativen Unterschied im Handeln von Priester und Mitfeiernden zu verwischen und die „Wandlungsworte“
zum „Einsetzungsbericht“ abzuschwächen. Daß der NO würdig gefeiert werden kann, ist nicht zu bezweifeln.
Er erlaubt es aber auch – und vielfach wird das geradezu als Einladung gesehen – die Eucharistie in einer
Weise zu begehen, die weit von der katholischen Lehre wegführt, indem sie das Gemeindehandeln an die
erste Stelle rückt, den Opfercharakter verunklart und die Eucharistische Gegenwart des Herrn nicht mehr
ernst nimmt. Tatsächlich hatte die dann ja auch von Paul IV kassierte erste Fassung der GIRM die hl.
Messe als „Mahlgemeinschaft der versammelten Gläubigen unter dem Vorsitz des Priesters“ definiert und
damit ausgedrückt, wie weit einige Architekten des NO vom überlieferten Glauben abgeirrt sind.
markt der beliebigkeiten die heutige nachkonziliare liturgie ist im allgemeinen ein Markt der Beliebigkeiten.
Da macht jeder was er will, ob nun Rom etwas dagegen sagt oder nicht. Leider wird sich dies in absehbarer
Zeit auch nicht ändern, auch wenn man nun Kontrollen angekündigt hat. Ein Baum der keine Früchte trägt
wie die nachkonziliare Reform sollte so schnell wie möglich umgehauen und ins Feuer geworfen werden.
#17 Petrus Radii 19:09:54 | Donnerstag, 17. August 2006
Na! Wie! Wer in der Mitte stehen will, wird öfters überfahren! Es kann niemals eine rechtmässige Form
der sog. liturgischen „Reform“ geben, da diese nicht bloß von einem rechtspositivistischen Gehorsamsgefühl
abhängen kann. Weil selbst die Prinzipien der liturgischen Revolution unkatholisch sind (Humanismus,
Rationalismus, Modernismus, Synkretismus), wie auch die meistenorts tagtägliche Praxis, darf ein Katholik
sie niemals annehmen, auch wenn man sie u.U. ertragen müßte.
#16 Tridentinus 16:15:40 | Donnerstag, 17. August 2006
Herausnahme des Mysterium Fidei Wieso ist das so gut? Es war dies gerade ein Proprium des Römischen Ritus.
Scheffczyk hatte sich für seine Verhältnisse durchaus sehr kritisch dazu im Juni-Fels 1977 geäußert.
Es scheint dabei gerade dem allgemeinen Heilswillen Gottes Rechnung getragen zu sein, während das pro
multis auf die Heilseffizienz zielt und darauf zurückgeht, daß die Eucharistie nicht von den Brotvermehrungen
oder Sündermählern Jesu abzuleiten ist, sondern sich als das Neue Pascha an die Hausgemeinschaft Jesu
richtet. In diesem Rahmen kann ich das leider nicht detaillierter entfalten. Auch ist zu bemerken, daß
das Mysterium fidei in den ältesten Sakramentaren vorhanden ist und nur in einigen jüngeren Handschriften
fehlt. Das besagt indes nicht viel: Es gibt fast immer verderbte Manuskripte einer Schrift. Auch gab es
eine Verunklarung der sakramentalen Form der Eucharistie durch Paul VI. Er nimmt die Accipite-Formeln
und den Wiederholungsbefehl zu den Wandlungsworten hinzu. Was aber zum „Gebrauch“ eines Sakramentes zählt,
kann nicht zu seiner Form gerechnet werden. Der lukanisch-paulinische Relativsatz „quod pro vobis tradetur“,
den er an die bisherige Brotformel angliedert, verdunkelt zumindest den besonderen Akzent, der auf dem
eucharistischen Blut Christi als Bundesblut liegt. Im Deutschen heißt es auch leider nicht mehr: „Das
ist der Kelch meines Blutes“, worin die Annahme (Auffangung des Opferblutes) des Opfers ausgedrückt ist.
Das ist aber sehr wichtig. Eucharistie ist Bundesschluß, nicht bloß …
Liturgische Mischform?? Es ist nicht klar, welche liturgischen Lösungen der Papst ansteuert. So wenig
man sich einerseits auf seine Äußerungen bezüglich des Missale 1962 berufen kann, so wenig läßt sich
endgültig aus seiner Kritik am Missale Pauls VI. ablesen. Und wie wir sehen ist -allen Spekulationen
zum Trotz- weder bislang das Missale 1962 freigegeben worden, noch zeichnet sich ein entschiedenes Vorgehen
gegen die Mißbräuche beim NOM ab. Noch als Kardinal schrieb Benedikt VI. in einem Brief, daß grundsätzlich
die Gemeinden nicht in der Lage seien, zwei unterschiedliche Riten gleichzeitig zu „verwalten“. Was heißt
das? Reform der Reform in Richtung Mischritus? Leider hat das Forum Deutscher Katholiken seit seiner Gründung
sich so gut wie überhaupt nicht mit liturgischen Fragen befaßt. Und das ganz offensichtlich aus Rücksichtnahme
gegenüber den Bischöfen, die dem Forum wohl gesonnen sind. In so fern überrascht die Äußerung Ginderts.
#14 Aurelius 15:44:19 | Donnerstag, 17. August 2006
@ Bernado Sie schrieben:„muss man anerkennen, daß die Liturgiereform Gutes und Sinnvolles gebracht hat.“.
Das hört man immer wieder, sieht es jedoch nur selten. Das kommt drauf an, ob „man“ in Kirchen geht,
in denen die Messe (nach dem heutigen Missale Romanum) so gefeiert wird, wie es sich gehört. Ich kenne
nicht wenige. Und die sind, entgegen den oft vertreiteten Behauptungen von einigen Stammtischtradis, voll.
Könnten Sie zu dieser Behauptung vielelicht ein wenig Material nachlegen? Nun, zwei Punkte: Erstens ist
es sicherlich die Einführung der Volkssprache, auch wenn man da weit über das Ziel hinausgeschossen
ist. Zweitens, wie Herr. Dr. Otterbeck hier in einem seiner wirklich sehr guten Beiträge vor einigen
Tagen schrieb, die Herausnahme des „mysterium fidei“ aus den Wandlungsworten. Und da ließe sich noch
einiges finden.
Lösung erscheint mir ziemlich dümmlich Aus alten, anerkannten und neuen, anerkannten Riten etwas Neues
schaffen zu wollen, löst das Problem nicht, sondern verdoppelt es. Die Anhänger beider Riten haben dann
nur einen Grund mehr, sich gegenseitig zu bekriegen und sich der wechselseitigen Übervorteilung zu verdächtigen.
Abgesehen davon: Vom Volk anerkannte Riten müssen wachsen – und können nicht auf dem Schreibtisch entworfen
werden.
#11 Gotthard 13:37:47 | Donnerstag, 17. August 2006
Selbstdarsteller Initiativkreise und Foren … alles selbsternannte Selbstdarsteller … ohne Legitimation.
Dann doch besser die offiziellen Laiengremien Pfarrgemeinderat, Diözesanrat und ZdK
unterstützung für gindert Ich bin der Meinung, dass man Prof. Gindert und das Forum Deutscher Katholiken
unterstützen sollte. Gindert hat einfach nur Recht und alle die das nicht zugeben wollen, tun mir leid.
Denn das Forum steht nunmal dem Vatikan und vorallem dem Papst sehr, sehr nahe. Und in diesem Zuge natürlich
auch allen Kongregationen des Hl. Stuhls. Ich glaube hinter all den negativen Meinungen steckt stückweit
auch Entäuschung darüber, dass man den „alten Ritus“ mehr oder weniger abgeschafft hat. Vielleicht sollte
sich die Leser dieses Artikels auch mal näher mit dem Forum Deutscher Katholiken beschäftigen.
#9 Maledica 13:06:22 | Donnerstag, 17. August 2006
Forum Prof Gindert ist ein Hetzer und Aufwiegler, der gegen diejenigen intrigiert, welche Kraft aus der
Tridentinischen Messe schöpfen! Er hat es psychisch nicht überwunden, nicht zum Vorsitzenden der Initiativkreise
gewählt zu werden- trotz seiner fiesen Intrigen- und hat seinen Club gegründet, wo er sich im Anbiedern
an die Bischöfe von Tag zu Tag selbst überbietet. Da muß man sich natürlich stark von solchen unkonformen
Initiativkreisen abgrenzen!
#8 Tridentinus 12:48:47 | Donnerstag, 17. August 2006
Einschlafen Vielleicht gibt es aus größerer historischer Distanz einmal die Chance, daß der Ritus Pauls
VI. einschläft. Bis dahin braucht es eine Reform dieser ‘Reform’, die nicht s sehr im zeremoniellen Bereich
zu liegen braucht. Die behauptete Identität mit dem Römischen Ritus muß tatsächlich hergestellt werden.
Sodann müßten die Überlieferten Riten der Kirche in ihr wieder unbehindert sein. Qualität setzt sich
durch.
@Aurelius Sie schrieben:„muss man anerkennen, daß die Liturgiereform Gutes und Sinnvolles gebracht hat.“.
Das hört man immer wieder, sieht es jedoch nur selten. Könnten Sie zu dieser Behauptung vielelicht ein
wenig Material nachlegen?
#6 Aurelius 11:28:43 | Donnerstag, 17. August 2006
Ein Zurück… … hinter Sacrosamctum Concilium wird es sicherlich nicht geben und das ist auch gut so.
Bei all den Stammtischparolen der Vulgärtradis hier und sonst wo auf der einen Seite und den Schwächen
des Missale Romanum von Paul VI. auf der anderen Seite, muss man anerkennen, daß die Liturgiereform Gutes
und Sinnvolles gebracht hat.
Kein Sinn für die alte Liturgie Gindert war von Anfang an gegen die alte Messe. Das war auch einer der
Gründe, warum er sich von der Initiativkreisvereinigung getrennt hatte.
@ Athanasius Thesis (Neuer Messordo), Antithesis (Alter Römischer Ritus): Synthesis (Mischform), ist
keine katholische Philosophie. Hegelianische Philosophie ist für mich keine Philosophie, sondern ein
phantasiereiches Gedankensystem, wenn auch einem zweifelsohne genialen Kopf entsprungen. Im realen Leben
kann man sowieso nicht nach Hegel arbeiten…
@athanasius Sie schrieben: „die Früchte des neuen „römischen“ (eher neogallikanischen, oder gar lutheranisierten)
Ritus sind bitter.“. Vorsichtig mit dem Vorwurf: „lutheranisiert“. In Skandinavien gibt es noch heute
lutheranische Gemeinden, die ihren Gottesdienst in einer Form feiern, die sich äußerlich nur wenig von
der in Trient festgelegten unterscheidet. Wenn wir diese „lutheranische“ Form zurückerhalten könnten –
und dazu geweihte Priester mit der Absicht, zu tun, was die Kirche tun will – das wäre schon was. Im
Übrigen muß man klar sagen: Wenn man nicht mit dem Papst und der Kirche Jesu Christi brechen will, muß
man anerkennen, daß das Missale Pauls VI trotz aller Schwächen ein gültiges Messbuch der Kirche ist.
Es in dem Sinne „abzuschaffen“, wie viele Eiferer das Messbuch von Johannes XXIII von 1962 „abschaffen“
wollen, wäre verfehlt. Aber natürlich ist dieses Messbuch in vielerlei Hinsicht reformbedürftig, und
vor allem ist darauf hinzuwirken, daß die tausenderlei Mißbräuche, die sich mit seiner Anwendung verbinden,
abgeschafft werden. Mit gleichem Nachdruck ist darauf hinzuwirken, daß endlich von allen Bischöfen anerkannt
wird, daß die liturgischen Bücher von 1962 (sämtliche!) einen legitimen Platz in der Kirche haben und
den Maßstab für jede Weiterentwicklung von Riten und Liturgie setzen.
#1 Athanasius 10:17:47 | Donnerstag, 17. August 2006
Endgültig Wenn man weiss, dass die sogenannt „erneuerte“ Liturgie einen gigantischen Chaos verursacht
hat, aus dem Messbuch heraus, kann man nicht darauf schliessen, dass man einen Mittelweg gehen soll. Das
ist unlogisch, denn die Früchte des neuen „römischen“ (eher neogallikanischen, oder gar lutheranisierten)
Ritus sind bitter. Auch in Polen, der Slowakei und sonstwo, wo er nicht in Clownmesse-Form wie in Österreich,
gefeiert wird. Thesis (Neuer Messordo), Antithesis (Alter Römischer Ritus): Synthesis (Mischform), ist
keine katholische Philosophie. Ich finde es sehr Schade, dass das Forum Deutscher Katholiken nicht versteht,
dass ein Rückkehr zum sog. ‘tridentinischen’ Ritus nícht ‘extremistisch’, sondern einfach ‘historisch’
wäre. Jedenfalls hat der Freund des Papstes es begriffen. www.kreuz.net/article.3498.html