Ist die Sprache durch Evolution entstanden?
Die Evolutionstheorie verlangt von uns, zu glauben, daß alle unsere Fähigkeiten „von selber“ entstanden sind – auch die Sprache. Von Dr. med. Stephan Puls.

Das wissen Evolutionstheoretiker über die Entstehung der menschlichen Sprachen zu berichten.
Einige Theoretiker sehen ihren Ursprung in Alarm- und Schmerzrufen. Man spricht in diesem Zusammenhang von der „Aua-Theorie“.
Andere glauben, daß die Sprachen aus rhythmusgebenden Ausrufen bei gemeinsamer Arbeit entstanden seien. Hier ist von „Hauruck-Theorie“ die Rede.
Wieder andere sehen den Ursprung der Sprachen in der Nachahmung von Tierlauten. Das ist die „Wau-Wau-Theorie“.

Schon 1866 verbot die Pariser Sprachgesellschaft in ihren Statuten, Theorien zur Entstehung der Sprachen anzunehmen.
Will man der Evolutionstheorie glauben, dann müßten Sprachen mit der Zeit komplexer werden. Folglich hatten die Eingeborenen in Steinzeitkulturen primitivere Sprachen als Menschen in Hochkulturen.
Geschriebene Sprache gibt es seit 5000 Jahren. Dort stellen wir aber das Gegenteil fest.

Latein hat davon viel mehr als Deutsch oder seine neolateinischen Töchter, die romanischen Sprachen.
Im Französischen ist von den fünf Deklinationen des Latein nichts übriggeblieben.
Den Verbformen erging es nicht besser. Der Passiv ist verschwunden. Es gibt weniger Zeiten und Konjunktive. Am besten hat vielleicht das Portugiesische die lateinische Muttersprache bewahrt.
Diese Reduktion ist schon im Latein selber zu beobachten. Bereits das klassische Latein war sprachlich ärmer als frühere Formen der Sprache.
So ist die i-Deklination zum Beispiel mit der konsonantischen Deklination zusammengefallen.
Die ältesten Sprachzeugnisse stammen von der sumerischen Sprache aus einer Zeit vor 3100 v. Chr. Das Sumerische hat zehn Fälle.
Dort gibt es zum Beispiel den Vergleichsfall Äquitiv „wie Wasser“, den Ortsfall Lokativ „im Haus“, den Gemeinschaftsfall Komitativ „mit Peter“.
Das Verbalsystem ist schwindelerregend komplex.
Mittels einer Fülle von Präfixen, Infixen und Suffixen können Verbalinhalte äußerst präzise formuliert werden.
Es gibt alleine sieben Modi: Indikativ, Optativ, Verbotsform Prohibitiv, Wunschform Prekativ, Ermahnungsform Kohortativ, mögliche Verwirklichung Prospektiv und natürlich den Imperativ.
Außerdem findet sich eine Fülle weiterer Möglichkeiten auszudrücken: Intensität, Richtung, Relation und Objektbeziehung der Handlung. Sie finden allesamt in modernen Sprachen keine Entsprechung.
Gegenüber Sumerisch ist Deutsch höchst primitiv.
Ähnlich in Altägyptisch, einer Sprache aus der Zeit von 2.600 bis 2.100 v. Chr.
Das altägyptische Verbalsystem ist äußerst komplex. Man kann sehr präzise und fein nuanciert ausdrücken.
Es gibt sechs Modi. Handlungen können mit Zeitbezug in Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft oder ohne Zeitbezug beschrieben werden. Das geht in keiner modernen Sprache.
Das Verb hat acht Personen, da die 2. und 3. Person Singular in männlich und weiblich getrennt sind.
Wir stehen vor einer erschütternden Einsicht.
Alle bekannten Sprachen scheinen im Lauf der Zeit ihren Reichtum an grammatischen Formen zu verlieren. Das gilt ausnahmslos in allen Sprachstämmen: Englisch und Chinesisch sind nahe am offensichtlichen Endpunkt dieser Entwicklung.
Dagegen sind die Sprachen Eingeborener keinesfalls primitiv.
Die Wintu-Indianer in Kalifornien können in ihrer Sprache ausdrücken, ob eine Aussage eine Übernahme vom Hören-Sagen, das Resultat einer persönlichen Beobachtung oder einer logischen Schlußfolgerung ist.
Für letztere werden zudem drei Plausibilitätsgrade unterschieden.
Militärisch nutzten Indianersprachen in den Weltkriegen: Comanche- und Sioux-Indianer funkten während des Zweiten Weltkrieges in ihrer Muttersprache, die für die deutschen B-Dienste nicht zu entschlüsseln war.
Mag sein, daß die Sprache in nebelhafter fernster Vergangenheit von selber entstanden ist.
Aber was wir sehen, ist das Gegenteil. Kein Kind hat je sprechen gelernt, ohne daß seine Eltern es ihm beibrachten.
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Donnerstag, 31. August 2006 01:13
Stephanus: und gott machte den menschen nach seinem bilde…
und er hauchte ihm den geist ein und als er ihn machte war das wort (sein sohn jesus christus) bei ihm,
daß wort aus dem alles gemacht wurde usw.
gott ist da!!! und er hat einen plan, er denkt und er spricht aus was er denkt und daraus geht das werk hervor… und gott redete mit den menschen usw
da wurde nicht gebrabbelt und genuschelt und gegrunzt und i und a gewiehert usw.
seit erschaffung des menschen nach dem bilde gottes, so wie gott sich ,sagen wir, in einem klaren see spiegelt, so wie also dieses spiegelbild gottes ausschaut, so müssen wir uns den menschen vorstellen. daß dieser nun selbstverschuldet in eine gewisse distanz gegenüber gott gegangen ist, daß sich mangels direkter anschauung ein nebel von wissenslosigkeit um unser denken und somit auch handeln gelegt hat, dafür kann gott ja nun nicht verantwortlich gemacht werden. aber die ableitung daraus ist folgende: nie wieder ist der mensch so menschlich und vollkommen gewesen wie es eben die ersten menschen waren. vielmehr wird der mensch mit zunehmender dauer der menschheitsgeschichte immer unmenschlicher wie wir es ja im alltäglichen leben feststellen können. er ist nicht nur in der lage sich materiell zu versündigen, er ist auch kaum noch in der lage zu glauben!!! und christus ermahnt uns doch so eindringlich: wenn ihr glauben hättet, ihr könntet berge versetzen. das könnten wir wirklich, würden wir die gesetze der physik glaubensstark anwenden. lesen wir doch mal bei der hl. hildegard nach wie das gehen könnte…
gott ist da!!! und er hat einen plan, er denkt und er spricht aus was er denkt und daraus geht das werk hervor… und gott redete mit den menschen usw
da wurde nicht gebrabbelt und genuschelt und gegrunzt und i und a gewiehert usw.
seit erschaffung des menschen nach dem bilde gottes, so wie gott sich ,sagen wir, in einem klaren see spiegelt, so wie also dieses spiegelbild gottes ausschaut, so müssen wir uns den menschen vorstellen. daß dieser nun selbstverschuldet in eine gewisse distanz gegenüber gott gegangen ist, daß sich mangels direkter anschauung ein nebel von wissenslosigkeit um unser denken und somit auch handeln gelegt hat, dafür kann gott ja nun nicht verantwortlich gemacht werden. aber die ableitung daraus ist folgende: nie wieder ist der mensch so menschlich und vollkommen gewesen wie es eben die ersten menschen waren. vielmehr wird der mensch mit zunehmender dauer der menschheitsgeschichte immer unmenschlicher wie wir es ja im alltäglichen leben feststellen können. er ist nicht nur in der lage sich materiell zu versündigen, er ist auch kaum noch in der lage zu glauben!!! und christus ermahnt uns doch so eindringlich: wenn ihr glauben hättet, ihr könntet berge versetzen. das könnten wir wirklich, würden wir die gesetze der physik glaubensstark anwenden. lesen wir doch mal bei der hl. hildegard nach wie das gehen könnte…
Mittwoch, 23. August 2006 14:11
virOblationis: Bestätigung
Eine solche Entwicklung von – in diesem Falle semitischen – Sprachen ist mir auch schon aufgefallen, als ich nach altem Hebräisch (z.B. ohne Kasusendungen) ein wenig Akkadisch lernte.
Dienstag, 22. August 2006 07:34
Dr. Lindemann: Zur Kritik
Im übrigen möchte ich auf das Buch von Roger Liebi „Entstehung und Herkunft der Sprachen“ verweisen.
Online rezensiert ist es hier: http://www.wolfganglindemann.net/…heologisches_10.html
Offenbar hat keiner der Herren, die Dr. Lindemann Dilettantismus, Inkompetenz o.ä. vorwerfen, dieses Buch zur Kenntnis genommen, denn alle genannten Gegenargumente werden dort ausführlich behandelt. Beim Lesen der Einwände drängt sich ohnehin der Eindruck auf, daß die schreibenden Evolutionisten nicht recht verstanden haben, was Dr. Lindemann eigentlich sagen wollte.
Zur Bedeutung der Sprachforschung für Christen: es ist doch etwas anderes, ob unsere Sprache direkt aus den schöpferischen Händen Gottes hervorgegangen ist und wir so Seine Vaterschaft direkt erfahren … oder ob sie aus vielen Umwegen und Irrwegen von irgendwo kommt. Wenn wir zudem die Entstehung der Sprache von selbst nicht erklären können, erinnert uns das zudem erneut an die Existenz des Schöpfers; nicht an Jesus Christus an sich, aber doch „immerhin“ an einen Schöpfer. Und das Suchen nach der Wahrheit, auch der profanwissenschaftlichen Wahrheit, ist schon eine christliche Aufgabe an sich.
Offenbar hat keiner der Herren, die Dr. Lindemann Dilettantismus, Inkompetenz o.ä. vorwerfen, dieses Buch zur Kenntnis genommen, denn alle genannten Gegenargumente werden dort ausführlich behandelt. Beim Lesen der Einwände drängt sich ohnehin der Eindruck auf, daß die schreibenden Evolutionisten nicht recht verstanden haben, was Dr. Lindemann eigentlich sagen wollte.
Zur Bedeutung der Sprachforschung für Christen: es ist doch etwas anderes, ob unsere Sprache direkt aus den schöpferischen Händen Gottes hervorgegangen ist und wir so Seine Vaterschaft direkt erfahren … oder ob sie aus vielen Umwegen und Irrwegen von irgendwo kommt. Wenn wir zudem die Entstehung der Sprache von selbst nicht erklären können, erinnert uns das zudem erneut an die Existenz des Schöpfers; nicht an Jesus Christus an sich, aber doch „immerhin“ an einen Schöpfer. Und das Suchen nach der Wahrheit, auch der profanwissenschaftlichen Wahrheit, ist schon eine christliche Aufgabe an sich.
Sonntag, 20. August 2006 08:33
Doriano: @methusalix
Ich sehe schon; sie haben nicht erkannt, worauf ich hinaus will.Es geht mir vor allem um den einen Satz:„Seit der Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahgenommen, seine ewige Macht und Gottheit“. Und das ist der Kern. Ich habe mich noch nicht mit der Evolutionsbiologie auseinader gesetzt. Wie Gott die Welt erschaffen hat, ist letztendlich unerheblich-entscheident ist „daß“. Und wenn es gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse über bestimmte Vorkommnisse gibt und diese auch einer Beweisführung standhalten, dann sind diese AUCH ein Teil der Schöpfung – das Wirken Gottes. Diese Erkenntnisse vermitteln aber auch ein Bild von der Komplexität der stofflichen Welt in ihrer ganzen Reichhaltigkeit – all das weil Gott sprach:„Es werde…“ Und wenn Sie sich das Universum in seiner ganzen Schönheit und scheinbaren Unendlichkeit vor Augen halten und sich auch ein wenig mit den inneren Zusammenhängen auskennen – wie entstehen Sterne oder die Größen- und Entfernungsangaben – das alles ist ein „Nichts“ im Vergleich zu Gott – und es ist sein Werk.
Sonntag, 20. August 2006 01:15
Uwe Schmidt: Wortschatz
Auch einen aussagekräftigen, intellektuellen Wortschatz kann man aus den einfachsten Elementen, nämlich
den Lautnachahmungen, erzeugen: nehmen wir z.B. die indogermanische Wurzel *lâ-, älter *leh2- „schnapp-,
stoß-, stürz-, reiß-, ruck-, zuck-“, die also eine schnelle zuckende Bewegung und damit auch Tätigkeit
bezeichnet und nachahmt: so bedeutet la-mentieren, lat. la-trare ursprünglich „Bellen, Jaulen, einen
scharfen Ton ausSTOSSEN“, im Hethitischen haben wir lâh! „gieß!“, das wie hebrä. ng-r „gieß-“ aus
dem Konzept des Stürzens metaphoriert wurde (semit. ng- „schnapp-, stoß-, stürz-, reiß-, ruck-, zuck-“
etwa auch im Namen der Wüste Negeb/v „*Stoß > Spitze, Höhe, Sonnen-Hochstand > Süden“), la-tent „verborgen“
enthält wiederum unser *lâ-/*leh2- „ruck- > fortschnappen, stibitzen > sich schnell wegstehlen“, griech.
‘élake „krachte, kreischte“ natürlich wieder von der schnellen Tonbewegung oder Ton-Ausstoßung, mit -p
erweitert das griechischstämmige La-mpe vom Konzept des zuckend Aufflammenden (diesmal visuelle Ebene).
Entsprechend können wir den gesamten indogermanischen und auch semitischen Wortschatz auf zweikonsonantige (hier als Beispiel ng- und *lh2-) Urwurzeln zurückführen, die mutmaßlich vor etwa 10 000 Jahren nichts anderes als Onomatopöien, also expressive Lautnachahmungen waren.
Die Bausteine sind also extrem simpel, das Geistige, was damit sprachlich abgebildet wird, aber extrem komplex.
Ähnliches beobachten wir ja auch im Bereich der Biologie, weswegen ich auch a…
Entsprechend können wir den gesamten indogermanischen und auch semitischen Wortschatz auf zweikonsonantige (hier als Beispiel ng- und *lh2-) Urwurzeln zurückführen, die mutmaßlich vor etwa 10 000 Jahren nichts anderes als Onomatopöien, also expressive Lautnachahmungen waren.
Die Bausteine sind also extrem simpel, das Geistige, was damit sprachlich abgebildet wird, aber extrem komplex.
Ähnliches beobachten wir ja auch im Bereich der Biologie, weswegen ich auch a…
Samstag, 19. August 2006 22:39
Frl.Ilse: @Ich hatte es befürchtet…
… natürlich kann mir hier von den Kreationisten keiner erklären, was Linguistik mit der Theologie
zu tun hat.
Den Anhängern des „intelligent design“ sei angemerkt: Wer Angst vor der strengen Wahrhaftigkeit der Wissenschaft hat, der scheint es wohl doch für möglich zu halten, dass diese Gott letztendlich nur eine menschliche Illusion ist.
Ihr Kleingläubigen Illusionisten! Und so was nennt sich Christen, ist sich aber Gottes selbst nicht sicher sind !!
Entweder gibt es etwas, dass Gott ist, dann kann keine Wissenschaft des menschlichen Geistes ihn wegleugnen (und man braucht das auch nicht zu fürchten) oder er ist eben doch nur vom Menschen selbst ersonnen. Dann kann die Wissenschaft nur die Wahrheit fördern.
Den Anhängern des „intelligent design“ sei angemerkt: Wer Angst vor der strengen Wahrhaftigkeit der Wissenschaft hat, der scheint es wohl doch für möglich zu halten, dass diese Gott letztendlich nur eine menschliche Illusion ist.
Ihr Kleingläubigen Illusionisten! Und so was nennt sich Christen, ist sich aber Gottes selbst nicht sicher sind !!
Entweder gibt es etwas, dass Gott ist, dann kann keine Wissenschaft des menschlichen Geistes ihn wegleugnen (und man braucht das auch nicht zu fürchten) oder er ist eben doch nur vom Menschen selbst ersonnen. Dann kann die Wissenschaft nur die Wahrheit fördern.
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