Das Ziel verfehlt? + Johannes Paul I. († 1978) vor der Seligsprechung? + 1800 Tote durch Gewalt im Juli + Katholische Pfarrei abgefallen + Schmeichelhafte
Beschuldigungen
Das Ziel verfehlt?
„Von den alltäglichen Beschäftigungen eingenommen, laufen wir Gefahr, zu meinen,
daß hier, in dieser Welt, in der wir uns nur vorübergehend aufhalten, der letzte Sinn der menschlichen
Existenz liegt. Das wahre Ziel unserer Pilgerreise auf Erden ist aber das Paradies. Wie anders verliefen
doch unsere Tage, wären sie von dieser Perspektive belebt. So war es für die Heiligen. Ihr Leben zeugt
davon: Wenn man mit einem Herzen lebt, das ständig dem Himmel zugewandt ist, erhalten die irdischen Wirklichkeiten
ihren richtigen Stellenwert.“
Papst Benedikt XVI. beim Angelusgebet am Hochfest Mariä Himmelfahrt
Johannes
Paul I. († 1978) vor der Seligsprechung?
Italien. Der diözesane Seligsprechungsprozess für Papst Johannes
Paul I. († 1978) steht vor dem Abschluß. Das gab der Vizepostulator in der norditalienischen Bischofsstadt
Belluno – der Heimatdiözese von Johannes Paul I. – gestern bekannt. Es seien 170 Zeugen befragt worden.
Gegenwärtig werde noch ein Wunder untersucht. Ein Mann aus Süditalien soll auf die Fürsprache des Papstes
von einem unheilbaren Tumor geheilt worden sein.
1800 Tote durch Gewalt im Juli
Irak. Im Juli starben
nach Angaben der Behörde vom 9. August nur in der irakischen Hauptstadt Bagdad 1800 Menschen durch Terroranschläge,
Lynchjustiz und Bandenkriminalität. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden nach früheren Angaben
des Gesundheitsministeriums rund 8000 Menschen landesweit getötet. Das berichtete die Tageszeitung ‘Frankfurter
Rundschau’.
Katholische Pfarrei abgefallen
Ukraine. Die griechisch-katholische Pfarrei in der westukrainischen
Ortschaft Kontsovo ist zur russisch-orthodoxen Gemeinschaft abgefallen. Das berichtete eine orthodoxe
Webseite. Am 13. August zelebrierte erstmals ein orthodoxer Bischof eine Göttliche Liturgie in der Pfarrkirche.
Die Gründe für den Abfall wurden nicht bekannt.
Schmeichelhafte Beschuldigungen
Israel. Politiker
in Tel Aviv haben sich beklagt, daß israelische Panzer während ihres Überfalls auf den Libanon mit
russischen Waffen vernichtet worden seien. Das berichtete das Portal ‘russland.ru’. Vertreter der russischen
Rüstungsindustrie bewerten die Klagen aus Israel als Gratisreklame für russische Waffen, welche die
„unverletzbarsten Panzer der Welt“ dutzendweise außer Gefecht setzten: „Wir danken den Herrschaften aus
Tel Aviv dafür“, sagte ein anonymer Vertreter der russischen Rüstungsbranche: „Vor diesem Hintergrund
könnte der Waffenexporteur ‘Rosoboronexport’ die Unterzeichnung einer Reihe von Verträgen beschleunigen.“
Email-Adressen der Empfänger
18 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Ein Blick ins NT macht deutlich, daß Jesus dem Petrus das Papstamt verliehen hat, bevor er Bischof von
Rom war – das wurde er gewissermaßen erst in seiner Funktion als Papst, historisch betrachtet, eine Funktion,
die er nach der Himmelfahrt Christi ausübte. Die römischen Bischöfe sind als solche Nachfolger des
Petrus im Primat, das ist de fide. Ansonsten halte ich mich gerne an Ott („Durch Ott zu Gott“, sagten
wir Alten): IV,2 §§ 4 – 9 beschreibt genau die Lehre von der Kirche. Oder ist das jetzt auch abgeschafft?
Dann weiß ich ja, wo ich stehe bzw. nicht stehe, denn es zählt nicht, was wir so sehen oder nicht, sondern
was die Kirche immer gelehrt hat und weiterhin lehrt, trotz, gar gegen das bzw. des aktuelle(n) Rom.
@ Gotthard: Gute Idee Ich würd’s möglichst forcieren. Gleich Heiligsprechung, damit wir einen neuen
Schutzpatron für die Blinden, Tauben und Verführten bekommen.
Benedikt „Bischof von Rom“ ist der wichtigste Titel. In dieser Funktion ist er Nachfolger des Hl. Petrus
-erst und nur soooo ist er Papst. Zur Seligsprechung hatte ich den in Tradi-Augen eigentlich einzigen
und wichtigsten Bischof vorgeschlagen: EB Marcel. Allerdings nicht ernsthaft – sondern als Karikatur.
Für seine Verehrer ist er ja der neue Held, die aufgehende Sonne, der einzig wahre Bischof, der einzig
Überlebende im Ozean des Unglaubens. Eigentlich erübrigt sich ein förmliches Verfahrung – zurück zur
eigentlich Tradition vor dem hl. Ulrich! Heiligsprechung durch die glühenden Anhänger … dieses „fromme
Getue“ … um einen exkommunizierten Herrn.
Aah? Soll hier etwa der Papst zu einem Bischof unter anderen und somit der Primat des Papstes (= de fide!)
geleugnet oder nur relativiert werden? Vorsicht, „Gotthard“, Glatteis!
@Bischof Dann mögen wir doch Gotthard fragen, ob er einen Papst als Bischof akzeptiert – wenn ja, würde
ich JohannesXXIII. vorschlagen, und gleich danach…na, ihr wisst schon…
Das verstehe ich jetzt nicht… als Bischof von Rom ist er doch für uns weniger relevant als z.B. für
die Römer. Warum dann also „Bischof“ und nicht „Papst“? Steckt da etwas hinter? Warum sagt man nicht
„Papst“, wenn man „Papst“ meint? Sei es also angenommen, daß „Gotthard“ wußte, was er da schreibt. Ich
glaube also bis zum Erweis des Gegenteils an „Gotthards“ Einsicht und Besserung.
wieso? Er sprach doch von einem Bischof, nicht von Päpsten? – Und: warum sollen wir nicht sogar bei „Gotthard“
auf Einsicht und Besserung hoffen? Gottes Wege …
@Bischof des 20.Jh Ich glaube das @Gotthard da jemand anders gemeint hat- mir kommen im Moment allerdings
nur Päpste in den Sinn – um genau zu sein…zwei …außerdem wünsch ich mir mal so langsam eine Nacheditierfunktion!
– so wie bei myKath
Das ist ‘mal ein sehr vernünftiger Vorschlag! Mit meiner Familie und meinen Freunden bete ich schon seit
Jahren um die Selig- und Heiligsprechung des Bischofs des 20. Jahrhunderts, des Athanasius des 20. Jahrhunderts:
möge S.E. Erzbischof Lefebvre bald zur Ehre der Altäre erhoben werden! Zum ersten Male kann ich mich
Ihnen, Gotthard, uneingeschränkt anschließen! Ist doch ein prima Zeichen!
@adWiener „deine auffassungen haben mit dem christlichen glauben und mit der hl. kirche kaum etwas zu
tun.“ Das ist aber sehr zurückhaltend ausgedrückt – Ich würde den Mann aber noch adeln – „Euer Durchgeknalltheit
Matt der Unterirdische“. Aber Keks mal beiseite: Der Mann ist wahrhaftig nicht blöde! Ich habe schon
von ihm gelesen, die mich in Erstaunen versetzt haben – ich frag mich nur, wer den so in die Irre geleitet
hat – vielleicht Veronika Leaken? P.S. Leider erst spät gesehen den Text---aber immerhin
@ matt „Mit Sicherheit“ wären diese also im Himmel. Ich meine aber, dass darüber „mit Sicherheit“ keine
Aussagen möglich sind. nur gut, dass es wenigstens einen gibt, der uns die sicherheit geben kann: matt
der unfehlbare. ich freue mich auf den tag, an dem allen offenbar werden wird, dass alle menschen, vor
allem die kirche, sich ihm und seiner weisheit unterwirft. in der zwischenzeit sei aber festgestellt:
deine auffassungen haben mit dem christlichen glauben und mit der hl. kirche kaum etwas zu tun. hier und
vor allem an anderer stelle im forum wurde das mehr als deutlich. hier zimmert sich einer seinen eigenen
aber“glauben“ und verketzert alle anderen (juden, christen, die kirche …). no further comment needed.
#2 virOblationis 09:29:30 | Freitag, 18. August 2006
selige Päpste Zitat: „Johannes Paul I. († 1978) vor der Seligsprechung?“ Wir haben so viele gute Päpste
in der Neuzeit gehabt, und so wenige Seliggesprochene sind darunter. – Will man die Defizite der Päpste
der Konzilszeit sowie der nachkonziliaren Ära etwa dadurch wett machen, daß man sie alle selig spricht?
Wunderschnüffelei Ein zutiefst lächerliches Prozedere durch das die Kirche meint ihren ketzerischen
Päpsten ein Denkmal setzen zu dürfen. Dabei kennt sie noch das abgestufte Attribut „selig“, offenbar
weil sie es selbst nicht ganz wahrhaben kann, dass Menschen, die Christus untreu sind auch noch aufs Podest
gehoben werden und „heilig“ heissen sollen. Daher also diese Heiligkeit zweiter Klasse. „Mit Sicherheit“
wären diese also im Himmel. Ich meine aber, dass darüber „mit Sicherheit“ keine Aussagen möglich sind.
Und wenn es Gott gefällt einen Menschen durch Wundertätigkeit zu verherrlichen, so wären diese Wunder
doch offensichtlich und öffentlich, sodass man nicht erst nach ihnen zu schnüffeln brauchte. Die Dumme
erweist sich auch mit ihrer unentwegten Schnüffelei nach Wundern, als eigensinnig und unverständig.