Seinen Ruf als „Moralisten“ hat sich Günter Grass verscherzt. Jetzt weckt er auch Zweifel an seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit.
(kreuz.net) Das jüngste Interview des deutschen Schriftstellers Günter Grass in der ‘Frankfurter Allgemeinen
Zeitung’ hat viel Staub aufgeworfen.
Im Interview erklärte der gefeierte „Moralist“, seine Mitgliedschaft
in der Waffen-SS über sechzig Jahre verschwiegen zu haben.
Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung,
Professor Dr. Bernhard Vogel, kommentiert am 16. August in einem in der ‘Frankfurter Allgemeinen’ publizierten
Leserbrief die Aussagen des Schriftstellers:
„Das späte, zu späte Bekenntnis erregt die Gemüter“ –
so Vogel.
Vogel stimmt Grass völlig zu, der im Interview erklärte: „Das von Deutschen organisierte
Verbrechen, das planmäßige, ist einzigartig, ist einmalig.“
Aber unerträglich sei sein Versuch, die
deutsche Nachkriegsgeschichte umzuinterpretieren.
So sollen Christa Wolf, Erich Loest und andere nach
Grass in der kommunistischen DDR angeblich „sofort mit einer neuen und glaubhaften Ideologie versorgt“
worden sein.
Vogel erinnert den offenbar Gedächtnisschwachen Greis daran, daß die DDR-Ideologie für
die zweite Diktatur auf deutschem Boden gestanden ist: „mit Indoktrination, Ausgrenzung Andersdenkender,
Verfolgung, Haft und Todesschüssen“.
Grass wage es sogar, die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft mit
der Zeit des Nationalsozialismus gleichzusetzen – ja sie als noch schlimmer hinzustellen.
Grass-Originalton:
„Wir hatten Adenauer, grauenhaft, mit all den Lügen, mit dem ganzen katholischen Mief.“
„Diese Behauptungen
des bald 80 Jahre alten Mannes sind verwerflicher als der Eintritt des 17 Jahre alten in die Waffen-SS“ –
so Vogel.
Grass leugne den kulturellen Aufbruch und die von der Geschichtsschreibung anerkannte Modernisierungsleistung
der Ära Adenauer.
„Konrad Adenauer steht für unser Grundgesetz, für den moralischen und materiellen
Wiederaufbau unseres Vaterlandes, steht für die Aussöhnung mit Frankreich, für die Aussöhnung mit
Israel, für den Beginn des europäischen Einigungsprozesses.“
Er stehe für die Freiheit im Westen,
welche Voraussetzung für die schließlich wieder gewonnene Einheit des deutschen Vaterlandes gewesen
sei:
„Adenauer hat ethische und moralische Maßstäbe gesetzt. Mit ihm und seinem Wirken hat die friedlichste
und freiheitlichste Periode der deutschen Geschichte begonnen.“
Wer Ronald Reagan und Helmut Kohl auf
das heftigste kritisiert habe, als sie am 5. Mai 1985 unter großer öffentlicher Erregung den Soldatenfriedhof
in Bitburg besuchten, auf dem auch einige junge Waffen-SS-Leute liegen, und zugleich die Tatsache verschwieg,
selber der Waffen-SS angehört zu haben, der besitze heute kein Recht, Konrad Adenauer zu verleumden und
die junge Bundesrepublik Deutschland mit der Hitler-Zeit zu vergleichen.
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@ Benedikt Naja also wie gesagt es handelt sich um einen von beliebig vielen Versuchen der Rückstand
eines nicht-westlichen Landes gegenüber dem Westen aufzuholen. Ich sagte ja schon: Ägypten ist einen
ähnlichen Weg gegangen bis Nasser. Nasser verfolgte einen eher sozialistischen Kurs der durchaus zu nennenswerten
Erfolgen führte, bspw. einem Gesundheitssystem, fixierten Mieten und Schulbildung für alle. Sadat leitete
dann einen Westkurs und Wirschaftliberalisierungen ein die schnell zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen
des Durchschnittsägypters führten. Was ich damit sagen will: es kommt einfach auf die Rahmenbedingungen
und die gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Man kann nicht einfach sagen: Marktwirtshaft ist der Weg
ins Glück und alles andere funktioniert nicht. Wenn ich ein starkes Bürgertum habe wie in Deutschland
das über Bildung, Eigeninitiative und die nötigen finaziellen Polster verfügt oder weiß wie es sie
sich verschaffen kann, dann funktioniert Marktwirtschaft. Wenn ich aber ein rückständiges Dritt Welt
Land habe wo der Normalbürger von 3-5 Dollar pro Tag lebt, dann brauch ich nicht davon auszugehen dass
da eine Marktwirtschaft zu Massenwohlstand führen wird. Schon gar nicht wenn sämtliche entsprechende
Traditionen fehlen. Und letztendlich war die Sowjetunion eine Supermacht die Deutschland im Krieg besiegt
hat, die Menschen zum Mond geschossen hat… Letztendlich muss man halt flexibel sein. Weder das eine
noch das andere ist die Lösung.
@ Benedikt Dieser Schluss ist mir nicht klar. Weil es zu Sowjetzeiten schlecht war, muss es im Zarenreich
nicht gut gewesen sein. Der Unterschied zwischen dem Wohlstand in Russland und Deutschland beruhte erstmal
darauf dass Deutschland bereits ein entwickeltes Industrieland war, während Russland (zum Bsp. bemerkt
von Peter dem Großen) seit etlichen Jahrhunderten hinter her hinkte. Russland war also ein Agrarland
mit einer Feudalgesellschaft. Dann stellte sich die Frage:„Wie schaffen wir es aus einem Agrarland ein
Industrieland zu machen?“. Zur damaligen Zeit wurde diese Frage eben beantwortet mit:„Durch Planwirtschaft!“.
In den meisten anderen unterentwickelten Ländern (arabische Länder, China…) wurde diese Frage ähnlich
beantwortet. Die Planwirtschaft bot sich deshalb an, weil man für eine Marktwirtschaft damit sie funktionieren
kann gewisse Voraussetzungen benötigt (Rechtsstaat, starkes Bürgertum mit Eigeninitiative usw.), diese
Voraussetzungen waren in den meisten Ländern (Agrargesellschaft, Feudalismus) nicht gegeben. Die Planwirtschaft
war also nicht Ursache der russischen Rückständigkeit. Prof. Erhard vermutlich auch nicht. Man hatte
auch Angst vor einer Revolution und dem Einfluss der Sowjets. Deswgen legte man Wert auf gute Sozialversicherungen.
aus welchen Elementen die Eliten des Nachkriegsdeutschland häufig bestanden. Es gab schon immer eine
starke liberale Strömung in D. Bismarck hat sie ins Abseits gedrängt, nach dem Krieg konnte sie sich
wieder voll entfalten.
@ Parzifal Das hieße ja im Umkehrschluss dass zur Zeit des Zaren und seit der Wende in Russland das Schlaraffenland
geherrscht hat bzw. herrscht. Dieser Schluss ist mir nicht klar. Weil es zu Sowjetzeiten schlecht war,
muss es im Zarenreich nicht gut gewesen sein. ich bin auch niemand der an den Neoliberalismus als Allheilmittel
glaubt. Ich auch nicht. Prof. Erhard vermutlich auch nicht. Diese Kräfte waren nach 45 weg, stattdessen
gab es Eliten die Demokratie befürworteten. Sie wissen doch genauso gut wie ich, aus welchen Elementen
die Eliten des Nachkriegsdeutschland häufig bestanden.
@ Benedikt Also Änderungen des Grundsatzprogramms gibt es in allen Parteien zu allen Zeiten. Soweit ich
informiert bin stand im Grundsatzprogramm der Union auch mal Forderungen nach Verstaatlichung oder eine
Form des Sozialismus. Zu meinen dass die Russen nur deshalb verhältnismäßig schlechter gelebt haben
als die Deutschen weil sie zufällig die Planwirtschaft hatten, ist doch etwas eindimensional gedacht.
Das hieße ja im Umkehrschluss dass zur Zeit des Zaren und seit der Wende in Russland das Schlaraffenland
geherrscht hat bzw. herrscht. Wenn Sie mal Ägypten betrachten so hat das einfache Volk zu Nassers Zeiten
wesentlich besser gelebt als nach den marktwirtschaftlichen Reformen Sadats. Sie reden hier nur etwas
naiv die neoliberale Propaganda der Weltbank nach derzufolge man nur wirtschatsliberale Reformen durchführen
muss um das Paradies auf Erden zu errichten. Die meisten Entwicklungsländer die es so halten erleben
aber auch massive Nebenwirkungen. Gerade die einfache Bevölkerung! Ich bin kein Kommunist, aber ich bin
auch niemand der an den Neoliberalismus als Allheilmittel glaubt. Ihre Meinung dass die Demokratie nach
45 nur funktionierte weil die Wirtschaft geboomt hat kann ich auch nicht ganz teilen. Es gab nach Bismarck
und 1918 starke reaktionäre und erzkonservative Kräfte in Dtl., die sich in Tradition des Kaiserreichs
sahen und deshalb Demokratie prinipiell abgelehnt haben. Diese Kräfte waren nach 45 weg, stattdessen
gab es Eliten die Demokratie befürworteten.
@ Parzifal Was wollen Sie denn? Die SPD hat doch in Godesberg 1959 selbst eingesehen, dass mit ihrem Programm
kein Staat zu machen gewesen ist. Eine Fähigkeit zur Selbstreflektion, die den heutigen Parteien wohl
fehlt (?). Ich behaupte: Die Deutschen wurden nur Demokraten, weil sie nach 1949 erlebten, dass eine Demokratie
funktionieren kann. Woraus leiteten sie das ab? Aus dem Wirtschaftwunder, dem Nachkriegsaufschwung. Das
alles hätte es mit Planwirtschaft wohl kaum gegeben. Die Deutschen wären schnell wieder in Sehnsüchte
nach dem starken Mann verfallen (auch die Befürchtung Adenauers). Denn die Deutschen lebten selbst im
soundsovielten Kriegsjahr immer noch besser als die Russen in Friedenszeiten. Das berichten jedenfalls
die Rotarmisten, die sich die pommer’schen und schlesischen Höfe 1945 mal „genau angesehen“ (um mal in
einen Euphemismus zu fallen) haben. Denken Sie mal drüber nach!
#74 methusalix † 22:27:27 | Freitag, 25. August 2006
Adenauer hatte bestimmt seine Verdienste um die junge Bundesrepublik, Benedikt: @ methusalix Sie sollten
Adenauers Verdienste nicht ganz außer Acht lassen. Ohne Adenauer hätte es 1968 gar keine Republik mehr
gegeben,… dass es aber auch anders geht, sogar mit einem übermächtigen Nachbarn im Nacken, haben die
Finnen bewiesen. Ich kann mich gut erinnern, dass „den Sozis“ früher oft vorgeworfen wurde, sie wollten
eine „Finnlandisierung“ der Bundesrepublik. Angesichts des Vergleiches der heutigen Situation dort und
hier, wäre dies möglicherweise der bessere Weg gewesen; und eine „Weimarer Republik“ hätte nach 1945
in Westdeutschland vollkommen anders ausgesehen, als zwischen den Kriegen. Das alles sind aber müssige
Spekulationen. Die Westmächten hätten jeden anderen Weg, den eine Deutsche Regierung in Bonn beschreiten
wollte, verhindert. Sie benötigten das Land als ihr Schlachtfeld im kalten Krieg. Adenauer konnte gar
nicht anders und Schumacher hätte es auch nicht viel anders gekonnt. PS: …die die 68er vorgefunden
haben. Die 68er sind an manchem „schuld“, aber bei weitem nicht an all dem, das ihnen von „wertkonservativen“
Kreisen so gerne in die Schuhe geschoben wird. Vor allem der konservative backlash in der Adenauerrepublik
(mit Hilfe der katholischen Kirche und deren Vorschriften zur Sexualmoral) hat ja erst zur „68er Revolte“
geführt. Der Zusammenhang wird von Dagmar Herzog in ihrem Buch über „Die Politisierung der Lust“ dargestellt,
von der Weimarer Republik bis nach „68“.
@ Benedikt SPD hätte 1949 Planwirtschaft bedeutet, keine Westbindung…die hätten höchstens das Weimarer
Liedchen wieder von vorne gesungen. Was für ein Weimarer Liedchen? Sie singen hier höchstens das Liedchen
von den bösen Sozialdemokraten. Schauen Sie sich mal die Wahlplakate an die Adenauer und Konsorten haben
damals aufhängen lassen. An was erinnern Sie die finster herabblickenden Gestalten? Nun? Vielleicht an –
Juden? Die Parallele zwischen Dreißigjährigem Krieg und Kalten Krieg liegt übrigens auch darin, dass
andere Leute ihre Kämpfe und Streitigkeiten auf deutschem Boden austragen wollten. So wie Deutschland
1648 de facto ins protestantische Preußen und ins katholische Östereich geteilt wurde (de jure bestand
das Reich noch bis 1803) so wurde es 1949 in West und Ostdeutschland geteilt. Die SPD wollte (in Analogie
zu Wallenstein) die deutsche Einheit möglichst wahren. Was finden Sie daran verwerflich?
@ methusalix 68ern für den Kehraus der verlogenen und verkommenen Adenauerrepublik. Sie sollten Adenauers
Verdienste nicht ganz außer Acht lassen. Ohne Adenauer hätte es 1968 gar keine Republik mehr gegeben,
jedenfalls nicht die, die die 68er vorgefunden haben. SPD hätte 1949 Planwirtschaft bedeutet, keine Westbindung…die
hätten höchstens das Weimarer Liedchen wieder von vorne gesungen.
#71 methusalix † 16:47:03 | Freitag, 25. August 2006
Wird in diesem Staat nicht funktionieren, Artois! In den siebziger Jahren haben ein paar durchgeknallte
Typen mit missionarischem Eifer versucht diese Republik mit Gewalt zu ändern. Hat nicht geklappt! Dieser
Staat hat sich als ausgesprochen wehrhaft gezeigt.
@methusalix Ich schlafe bestens, wache jeden Morgen ausgeruht und frisch auf und jogge dann ein Stündchen
durch den Berliner Tiergarten. Mit besonderer Freude laufe ich dort an den Denkmalen für Luxemburg und
Liebknecht vorbei und beginne ein fröhliches Liedlein zu pfeifen. Sie sollten sich mal mit deren Ende
beschäftigen …
#69 Parzifal 22:05:46 | Donnerstag, 24. August 2006
Ein beonderes Hallo an meinen alten Freund Moritz (*Ironie*) u. Methusalix (*keine Ironie*) Hiermit darf
ich stolz verkünden dass ich gestern abend im Internet für 25 € Karten für den 5. September in Frankfurt/Main
gekauft hab. Da liest Grass aus seinem neuen Buch. Freu’ mich schon drauf! Dieses auf dem Höhepunkt der
Macht Ferdinands erlassene Gesetz verlangte lediglich, daß alle seit 1552 widerrechtlich (!!) Naja, es
war eher der Höhepunkt der Wallensteinischen Macht. Es war schließlich Wallensteins Heer das er, übrigens
auch mit riesiegen Geldern der Prager Judenschaft aufgestellt hatte. Der ruinierte Kaiser konnte sich
gar kein Heer leisten! Ausserdem sollten Sie mal definieren was Sie unter „widerrechtlich“ verstehen.
Der springende Punkt ist dass dieses „widerrechtlich“ von den Katholiken definiert wurde und für die
war jede Enteignung widerrechtlich. Wallenstein hat übrgens getobt und Gift und Galle gespuckt. Er forderte
in einem Brief an den Kaiser man müsse „den Jesuiten den Kopf vor die Füße legen“. Erst das Restitutionsedikt
hat den gewaltigen Vormarsch der Schweden möglich gemacht. Die standen binnen kurzem vor München wo
der arme Maximillian schon einen Pakt mit Richelieu gegen den Kaiser eingehen wollte um sich und Bayern
zu retten An Stalin ist übrigens zu loben, daß er tatsächlich 100.000e Kommunisten umlegen ließ. Na
Artois, Sie haben doch mal so stolz verkündet Sie seinen ein Mitglied der proletarischen Klasse und kämen
aus der DDR. Wie viel von Stalins Blut klebt denn auch an Ihren Händen?
#67 methusalix † 20:05:51 | Donnerstag, 24. August 2006
Hallo Artois, ich danke Gott für die Entmachtung der katholischen Hierarchie und den 68ern für den Kehraus
der verlogenen und verkommenen Adenauerrepublik. Da Sie der Meinung sind, der Zar hätte etwas versäumt,
was Stalin dann, zumindest teilweise, erledigte, kann ich mir vorstellen welches Menschenverfolgungs-programm
Sie im Kopf haben, wenn die Kirchenbeamten wieder weltliche Macht erringen würden. Gott (und die liberal
verfasste Demokratie mit ihrem Gewaltmonopol) bewahre uns davor. Also pflegen Sie weiter Ihre Alpträume;
sie werden nicht in Erfüllung gehen.
#66 Artois † 17:32:59 | Donnerstag, 24. August 2006
@Methusalix Oh, oh, oh, Methusalix, sie wollen doch nicht etwa „vergleichen und relativieren“? Da können
aber Ihre Auftraggeber ganz schön ungemütlich werden … Nur damit Sie klar sehen: Ich bedaure, daß
Ferdinand nicht die Rekatholisierungspolitik betrieben hat, die sie ständig behaupten, aber komischerweise
nicht belegen können. Sie bezeichnen sogar einen Brockhaus-Beitrag als „Quelle“. Sehen Sie vielleicht
auch Farben und bunte Bilder, wenn Sie versuchen nachzudenken ??? An Stalin ist übrigens zu loben, daß
er tatsächlich 100.000e Kommunisten umlegen ließ. Das hatte der Zar leider versäumt, aus Herrschertreue
und Menschenliebe.
#65 methusalix † 17:16:13 | Donnerstag, 24. August 2006
Nur eine Ergänzung, Artois: Ferdinand war einer der größten Herrscher des Erzhauses. und hat zugelassen,
dass Millionen Menschen um seines Machtanspruches willen elendiglich krepiert sind. Bei Stalin sind die
katholischen Hexenverbrenner da immer ganz hysterisch; warum bleiben sie bei Ferdinand cool? Anderer Massstab?
Doppelte Moral? Eine für Stalin, eine für die Habsburger?
#64 Artois † 15:12:26 | Donnerstag, 24. August 2006
@methusalix Hetzen und lügen Sie ruhig weiter … Daß die vollständige Rekatholisierung nicht zu den
Zielen Ferdinands gehörte, nicht gehören konnte, können Sie sehr leicht an den Bestimmungen des „Restitutionsediktes“
ablesen. Dieses auf dem Höhepunkt der Macht Ferdinands erlassene Gesetz verlangte lediglich, daß alle
seit 1552 widerrechtlich (!!) eingezogenen katholischen Güter und Stiftungen von den Protestanten zurückerstattet
werden. Hier auf dem Höhepunkt kaiserlicher Macht wird also lediglich zu Unrecht eingezogenes, zu deutsch
gestohlenes Gut zurückgefordert! Während des gesamten 30jährigen Krieges gab es überhaupt kein Rollback
gegen den protestantischen Zugriff. Der Kaiser hätte dazu angesichts der Verräterei vieler Fürsten
oder mittels des Lehnsrechtes mancherlei Möglichkeiten gehabt, allein es geschah nicht. Die brandenburger
Hohenzollern standen als Kalvinisten sowieso außerhalb des Reichsrechtes. Sie hätten dringend enteignet
und aus dem Reichsrecht ausgestoßen werden müssen. Statt dessen mußte der Kaiser seine katholische
Lausitz dem protestantischen Wettiner überlassen – eine tolle „Rekatholisierung“, fürwahr… Ferdinand
war einer der größten Herrscher des Erzhauses. Obwohl er unablässig Krieg führen mußte, dankt ihm
Deutschland Jahrhunderte des Friedens und der Freiheit. Heil Kaiser Ferdinand! Bitte an Gottes Thron für
ein vollständig katholisches Deutschland!
#63 Aldo Carigiet 10:34:54 | Donnerstag, 24. August 2006
GG entlarvt, spätes coming out Das Gewissen der Nation, der Moralist. Der, der jeden unbarmherzig in
die Pfanne haute so gut und gemein wie es nur ging. Jetzt das coming out um den Buchabsatz zu verzehnfachen;
nachdem alle Titel und Ehrungen -ohne Hemmung- eingesteckt wurden. Eigentlich schade um die Zeit, aber
sagt man nicht: „Jedes Volk verdient seine Regierung!“ Ist es mit diesen sogenannten Vorbildern nicht
auch so? Ist ein grosser Teil -nicht nur der Regierung- auch vom Volk so wie GG? Also, die Wahrheit ist
nicht und nie angenehm. oder???
#62 methusalix † 23:43:39 | Mittwoch, 23. August 2006
Es hat wohl wenig Sinn, Artois, wenn ich Ihnen noch andere Quellen zitiere, die darstellen dass Kaiser
Ferdinand die gewaltsame Rekatholisierung des Reiches betrieb und dabei kläglich gescheitert ist. Sie
glauben lieber Ihrem obskuren Kühnelt-Leddihn, der wohl mehr als nur ein Rechtsradikaler lexikon.idgr.de/…kuehnelt-leddihn.php
war. Der Mann war ein geistiger Terrorist, der am liebsten (wahrscheinlich wie so viele in diesem Forum)
unsere Republik in einen klerikal-faschistischen Ständestaat www.monarchieliga.de/…/0-bibliographie.htm
geputscht hätte, wenn er den Mumm gehabt hätte. Es ist so, wie bei der Evolutionstheorie, Artois; auch
wenn Sie die Augen schliessen und steif und fest behaupten, das gibt es nicht, so existiert sie doch fröhlich
weiter und wird mit jedem Tag aufs neue bestätigt. Also auch wenn Sie auf gar keinen Fall wahrhaben wollen,
dass Kaiser Ferdinand gewaltsame Rekatholisierung des Reiches wollte und versuchte, so ändert dies überhaupt
nichts an den Fakten. Es war so.
@methusalix Von welcher „Wahrheit“ reden Sie die ganze Zeit? Von einer im „Brockhaus“ angelesenen? Den
bezeichnete schon Kuehnelt-Leddihn als „des deutschen Spießers Wunderhorn“ und ich schließe mich dem
gern an. Sie glauben doch nicht etwa, daß ein Historiker bei der Arbeit den Brockhaus verwendet?? Es
bleibt dabei, – Sie haben leider Unrecht, mögen Sie sich auch noch so ereifern. Kaiser Ferdinands Ziele
waren zwar lobenswert, eine „Rekatholisierung“ gehörte jedoch nicht dazu, schon weil er dazu auch unter
optimalen Bedingungen niemals in der Lage hätte sein können. Deutschland Bevölkerung war in weiten
Gebieten durch den Krieg überhaupt nicht beeinträchtigt. Meine Heimat, die Uckermark allerdings erheblich,
teils total – dank dem Schwedenterror. Im Übrigen ist es dumm zu glauben, die FM würden einen Bogen
um die Brockhausredaktion beshriebn – das Gegenteil ist der Fall. In derartigen Redaktionen wärmen sie
sich für Auswärtsspiele auf. Die FM kontrollieren sogar die „Kirchliche Umschau“ (falls Sie die kennen).
@ Hüller Zu dieser Zeit wurden die Kaiser nicht mehr vom Papst gekrönt. Das Mittelalter mit seinen Streitereien
vom Vorrang des Kaisers oder des Papstes war schon vorüber. Die Aufklärung mit ihrer Betonung der Nation
als bindendes Element zeichnete sich am Horizont bereits ab. Man hätte sich vom Papst lösen müssen.
Das wäre wohl besser gewesen als das Land verwüsten zu lassen und viele Millionen Tote in Kauf zu nehmen.
Ich sagte ja schon: in Frankreich machte ein Kardinal Richelieu eine wesentlich pragmatischere Politik.
Der Kardinal traf Entscheidungen nicht nach dem Wohl der Kirche, sondern nach der Staatsräson Frankreichs.
Warum hätte das in Dtl. nicht möglich sein sollen? Die Franzosen wären nicht so blöd gewesen ihr eigenes
Land zu verwüsten nur wegen dem Papst.
Ad Parzifal Das wird man wohl auch nicht verneinen können. Aber glauben Sie ernsthaft, der Papst hätte
einen Evangelischen als Kaiser anerkannt und ihm damit Legitimität verliehen?
@ Christian Hüller: Wer war schuld? Na die Frage ist verhältnismäßig einfach zu beantworten. Infolge
eines Aufstands der evangelischen Böhmen aufgrund der repressiven Politik des kath. Kaisers und dessen
Niederschlagung, wurde der Kurhut des Pfälzer Fürsten frei. Die Böhmen hatten ihn zu ihrem König gewählt.
Bis zu diesem Zeitpunkt war die Anzahl der evangelischen und katholischen Kurfürsten, die den Kaiser
jeweils wählten genau halb und halb geteilt. Die Chance dass also auch mal ein Evangelischer Kaiser wird
war real gegeben. Der frei gewordene Kurhut sollte aber nun dem bayerischen Maximilian und damit einem
Katholiken gegeben werden. Damit wäre die Dominanz der Katholischen und die Marginalisierung der Evangelischen
besiegelt worden. Darauf hin brach ein Krieg aus, bei dem hauptsächlich ausländische evangelische Könige
(Dänen, Schweden) deutsche Städte und Länder eroberten unter dem Vorwand den evangelischen Glauben
zu verteidigen. Aufgrund der wirklich dämlichen Politik des Kaisers wurden diese auslänischen Könige
von der evangelischen Bevölkerung unterstützt und begrüßt. Der kaiserliche General Wallenstein vertrat
die Ansicht man müsse Religionsfreiheit ausrufen und damit den evangelischen Dänen und Schweden die
Unterstzung der Bevölkerung nehmen. Letztlich wurde er nach massiver Hetze der Jesuiten wegen angeblichen
Verrats ermordet. Wieviel von der katastrophalen Politik des Monarchen auf das Konto des Kaisers und wieviel
auf das Konto des Papstes geht läßt sich schwer sagen. Unschuldig war er nicht!
#57 methusalix † 01:42:10 | Mittwoch, 23. August 2006
Nein Rudolfsohn, keine Klage beim Staatsanwalt, angesichts des jüngsten Ergusses von Artois bin ich absolut
überzeugt, dass so ein Geschreibsel nicht justitiabel ist. Das gibt, bei der verworrenen und sprunghaften
Denkweise, die dabei vermittelt wird, höchstens was für eine Anamnese in der Psychiatrie her, aber bestimmt
nicht für den Strafrichter. Der arme Artois leidet sicher sehr an der sündhaften, demokratischen Umwelt
und hat, so wie er über Freiheit schreibt, möglicherweise ein Problem mit seinem Verfolgungswahn, weil
er überall nur „vor allem eine Lügen-und Lügner-Freiheit“ sieht. Abgesehen natürlich von der Freiheit,
jederzeit und bei jedem Anlass beleidigt zu sein und sich die Freiheit zu nehmen, diese vermeintlichen
Beleidigungen heimzuzahlen. Dass er, als fanatischer Traditionalist, mit der Wahrheit über den Religionskrieg
des 17. Jhdts. nicht klarkommt, ist angesichts seiner Paranoia eigentlich schon fast ein muss. Meine Hauptaussagen
waren: es wurde von Kaiser Ferdinand II. eine gewaltsame Rekatholisierung des Reiches angestrebt und die
Bevölkerung wurde extrem dezimiert. Beides ist im Brockhaus „Geschichte“, Mannheim 2003 auf Seite 187
so dargestellt. Und der Brockhaus ist doch hoffentlich auch bei Tradis eine seriöse Quelle. Oder wähnen
die auch die Brockhaus-Redaktion Freimaurer-verseucht. Dann wäre Artois Vefolgungswahn viel schlimmer,
als ich befürchtet hatte.
Wer war schuld? Ah. Hier geht es um die Verantwortung für den 30-Jährigen Krieg. Bin nun wirklich kein
besonderer Kenner der Profangeschichte, aber hier einseitig der Kirche die Schuld zu geben, dürfte wohl
nicht angehen. Die großen Gegenspieler dürften der Kaiser und die Reichsfürsten gewesen sein. Hauptanliegen:
Kontrolle über die Kirche bzw. das kirchliche Vermögen. Dem Kaiser unterstelle ich sogar wahrhaft christliche
Motive: Treue zum kath. Glauben.
#55 Rudolfssohn 01:06:49 | Mittwoch, 23. August 2006
Muxi will klagen gehen. Wie süss! methusalix: …soll ich das ernst nehmen und die Staatsanwaltschaft
einschalten … Na, dann klage mal schön, muxi. Homomutter Freitag und ihr Schwuppenspross EinFan/Agnostiker
haben doch auch mal ihre rosa Gesinnungstunten gegen mich zu einer Massenklage anstacheln wollen. Was
ist denn aus deren seinerzeitigem Unterfangen geworden?
@ Artois Das ist die gerechte Pädagogik Gottes, der sich noch nie an die Regeln der „freiheitlich verfaßten
Demokratie“ gehalten hat … Sie haben das Zeug zum Terroristen! Sie sollten sich mit Abu und einigen
anderen hier zusammen tun und eine katholische Quaida gründen!
@methusalix In einem haben Sie recht: die „freiheitlich verfaßte Demokratie“ ist vor allem eine Lügen-und
Lügner-Freiheit. Daß Sie sich da wohl fühlen, wer wollte es Ihnen verargen. Die „freiheitlich verfaßte
Demokratie“ ist allerdings auch eine Beleidigungs-Freiheit, da haben sie also gute Karten mit ihrer eigentümlichen
Position als „Wahrheit“ des 30jährigen Krieges. Auf welcher Ebene sie mit ihren postings landen wollen
ist offensichtlich – sie wollen Dumme und Kenntnislose beeindrucken, – wie es heute leider überall üblich
ist. Daß irgend jemand, der die Zeit und ihre Kaiser kennt, ihnen auch nur eine Zehntelsekunde lang Glauben
schenkt, glauben Sie ja selbst nicht. „Entvölkern“ ist ein dezenter Hinweis auf Sodom, eine Stadt, die
bekanntlich „entvölkert“ wurde wegen der Sünde einzelner Bewohner. Das ist die gerechte Pädagogik Gottes,
der sich noch nie an die Regeln der „freiheitlich verfaßten Demokratie“ gehalten hat …
@ Ansgar Daß Kaiser Ferdinand ein Irrer war, war mir bislang nicht bekannt. Ich hab nicht gesagt dass
er ein Irrer war. Er wird allgemein als schwacher und leicht beeinflussbarer Monarch dargestellt, der
ohne seine Berater völlig hilflos war. Alfred Döblin schildert in seinem Roman „Wallenstein“ den Kaiser
Ferdinand als mehr und mehr geistesschwachen Sonderling. Der Roman endet nicht mit dem Tod Wallensteins
(dessen Titel er ja trägt), sondern mit dem völligen Verfall des Kaisers, der sich zeitweise in die
Wälder flüchtet, Lumpen trägt und in Höhlen schläft. Auf welche Quellen sich Döblin hier stützt
kann ich nicht sagen. Der Roman ist aber keine Fiktion, sondern an Tatsachen orientiert. Wieviele Dragoner
hat denn der Kirchenstaat ins Reich geschickt? Der Vatikan hat (übrigens trotz der Bitte Ferdinands um
Hilfe nach dem Einfall der Schweden, dem Restitutionsedikt und der Entlassung Wallensteins – alles Wünsche
des Papstes) keine Hilfe geschickt (Ferdinand ist nach dem Erhalt der päpstlichen Absage übrigens weinend
zusammen gebrochen!). Vielmehr hat er etwas geschickt was viel viel schlimmer war als alle Dragoner, alle
F16 Kampfjets und alle chinesischen, amerikanischen und russischen A-Bomben zusammen – die Jesuiten!
bizarr antikatholisches Fundament Wieso antikatholisch? Wir reden hier über Politik. Der französische
Kardinal Richelieu hatte auch keine Hemmungen mit den Evangenglischen oder sogar mit den Türken gegen
den katholischen Kaiser zu paktieren.
#50 methusalix † 19:55:24 | Montag, 21. August 2006
Lieber Artois, Artois: @MethusalixSie sind ein lügnerischer, dümmlicher Strolch. Halten Sie endlich
ihr dümmliches Mundwerk, sonst wird dafür gesorgt, daß Sie samt ihrer Umgebung „entvölkert“ wird.
wie wäre es, wenn Sie Ihre Forderung und vielleicht auch Ihre Beleidigungen begründen würden? Was genau
regt Sie an meinem Beitrag so auf? Die Wahrheit? Das mit dem „entvölkern“, soll ich das ernst nehmen
und die Staatsanwaltschaft einschalten, oder es doch Ihrer unkontrollierten Erregung zuschreiben? Als
krankhaft erhöhten Adrenalinspiegel sozusagen. Ja und zu guter letzt, das mit dem Mund halten. Also das
kann ich nicht akzepieren. Auf keinen Fall. Ich habe mich strikt an die Forumsregeln gehalten und niemanden
persönlich beleidigt. Wenn Sie sich durch die Wahrheit über den Dreissigjährigen Krieg beleidigt fühlen,
ist das Ihr Bier. Wir leben hier in einer freiheitlich verfassten Demokratie und nicht im Feudalsystem
der römisch-katholischen Kirche. sie haben mir den Mund nicht zu verbieten und ich Ihnen nicht.
@Methusalix Sie sind ein lügnerischer, dümmlicher Strolch. Halten Sie endlich ihr dümmliches Mundwerk,
sonst wird dafür gesorgt, daß Sie samt ihrer Umgebung „entvölkert“ wird.
@ Parzifal Mal davon abgesehen, daß Ihre letzten Ausführungen nur noch marginal mit der schuldhaften/schuldlosen
Verstrickung Grass’ und des jungen J. Ratzinger im Krieg zu tun haben: Daß Kaiser Ferdinand ein Irrer
war, war mir bislang nicht bekannt. Können Sie diese Angaben stützen? Und die Machtpolitik der Päpste
während des 30-jährigen Krieges: In den ersten beiden Kriegsdritteln völlig irrelavant, oder? Wieviele
Dragoner hat denn der Kirchenstaat ins Reich geschickt? Wieviel Scudi lockergemacht? Ihr bizarr antikatholisches
Fundament läßt Sie, Parzifal, ungerecht urteilen.
Natürlich betreibt der Papst Machtpolitik Zuerst mal muss man sagen dass Kaiser Ferdinand genau wie sein
Vater geisteskrank war und insofern meist nicht selbst regiert hat. Er war eine Art Kind, das quasi von
seinen Beratern geführt werden musste. Allen voran seinem Beichtvater, dem Jesuiten Lamormain. Dann muss
man sagen dass während des Krieges der hervorragende General Wallenstein eine Situation herbei geführt
hatte, an der es möglich gewesen wäre Deutschland zu einem zentral regierten Kaiserreich zu machen.
Beim Kurfürstentag in Regensburg war 1630 diese Möglichkeit gegeben. Der Kaiser hätte im Handstreich
die Fürsten entmachten können und Deutschland zu einem überkonfessionell geeinten Staat wie Frankreich
oder England machen können. Dies war der Wunsch Wallensteins. Wallenstein wurde aber entlassen! Der Grund
dafür war die Geisteskrankheit und Schwäche des Kasers auf der einen Seite, die Stärke des bayerischen
Kurfürsten auf der anderen aber mit Sicherheit auch die massive Intervention des Papstes! Ich habe nicht
behauptet dass der Papst an dem Konflikt in jeder Beziehung schuld war, aber er wollte mit Sicherheit
den Frieden, d.h. letztwendlich nichts anderes als die überkonfessionelle Einigung Dtl. verhindern. Er
wollte die Evangelischen bekämpfen und vernichten! Sie können heute noch die Hassreden der Jesuiten
nachlesen! Ihre Hetze gegen Wallenstein! Der Papst hat taktiert wie er es immer macht. Mal hat er Frankreich
unterstützt, dann Bayern, dann den Kaiser. Nur Frieden wollte er auf keinen Fall!
#46 methusalix † 18:48:25 | Sonntag, 20. August 2006
1618-1648 nicht vom Vatikan verursacht Ansgar: @ Methusalix Parzifal schrieb jedoch, der große Krieg
sei Folge der „skrupellosen Machtpolitik des Vatikans“! Und rührt das in irgendeine düster-blubbernde
Grass-Ratzinger-Nazi-Suppe; Sie müssen schon zugeben, daß man sich so als ernsthafter Kirchenkritiker
nicht gebärdet. Hier stimme ich zu. Der Papst war sicher nicht gegen diesen Krieg, aber er war auch ganz
bestimmt nicht der Verursacher. …Die Kaiser meinten daher, legitim das Kircheneigentum wiederzuholen.
Dies halte ich zwar für einen Grund für die (letztendlich vergeblichen) Restitutionsbemühungen, aber
der Hauptgrund war schon die gewaltsame Rekatholisierung des gesamten Reiches. Kaiser Ferdinand wird als
„glühender Katholik“ beschrieben (ein Fanatiker, um es mit heutigen Worten auszudrücken) und wollte
diesem protestantsichen Spuk ein für allemal ein Ende machen. Dabei wurde Deutschland fast entvölkert.
#45 Horst Metzker 18:02:17 | Sonntag, 20. August 2006
Ich bin ein Verbrecher! Vor genau 50 Jahren, habe ich unserer Nachbarin 2 Äpfel aus dem Garten gestohlen.
Ich war 7 Jahre alt und ein Freund sagte; hol mir zwei Äpfel und ich bleibe noch beim Spielen. Ich tat
es schlechten Gewissens, und wurde prompt von der Nachbarin erwischt, die es sofort meinem Vater meldete,
der mich fast zu Tode prügelte. Bis Heute bin ich für die jetzt 88-jährige Frau, ein Verbrecher. Die
meisten der hier Diskutierenden, stehen in der Tradition der Dame. Gott verzeiht, der Mensch seltens!
Da bin ich lieber, ein Verbrecher, zusammen mit Grass und Ratzinger!
#44 Brandenburgis 15:38:30 | Sonntag, 20. August 2006
@Athanasius Ja, was ist denn nun mit dem Zeitraum 1943 – 1945? Was und wo war Ratz. denn in dieser Zeit?
Geht das aus seiner offiziellen vita hervor? @Methusalix Es sei Ihnen zunächst mitgeteilt, daß nur der
eine „Kriegsschuld“ tragen kann, der auch im Unrecht ist. Bei Beginn des Krieges waren das die böhmischen
Stände, die somit auch die „Kriegsschuld“ an dem Kriege tragen. Sodann darf ich Ihnen mitteilen, daß
„30jähriger Krieg“ eine Sammelbezeichnung für eine ganze Reihe von Kriegen ist, die gesondert zu betrachten
sind. Ich nenne nur einmal den Böhmisch-Pfälzischen Krieg, den Dänisch-Niedersächsischen Krieg, den
Schwedischen Krieg und den Französisch-Schwedischen Krieg. Prüfen Sie doch mal für jeden dieser Waffengänge
die „Kriegsschuld“, falls Sie dazu in der Lage sein sollten, was ich bezweifele. Kleiner Tip, Kaiser,
Reich und Kirche standen stets auf der richtigen Seite.
@Pünktchen Was „DP“ sind, weiß ich mit Sicherheit besser als Sie, falls Sie überhaupt etwas „wissen“.
Ich habe auch nichts „insinuiert“ sondern ich habe einen Abschnitt aus einem Text herüberkopiert und
das auch entsprechend gekennzeichnet, Sie Strolch!
@ Methusalix Parzifal schrieb jedoch, der große Krieg sei Folge der „skrupellosen Machtpolitik des Vatikans“!
Und rührt das in irgendeine düster-blubbernde Grass-Ratzinger-Nazi-Suppe; Sie müssen schon zugeben,
daß man sich so als ernsthafter Kirchenkritiker nicht gebärdet. Übrigens waren im Reich die katholischen
Bischöfe Fürsten und handelten zunächst aus Gründen der Hausmachtpolitik. Was Kaiser Matthias’ und
Ferdinands Restitutions-Politik betrifft, müssen Sie immerhin eingestehen, daß Kirchen- und Klostereigentum
nach der Reformation entschädigungslos (!) in den Besitz der jeweiligen protestantischen Fürsten übergegangen
waren. Die Kaiser meinten daher, legitim das Kircheneigentum wiederzuholen.
#41 methusalix † 14:18:32 | Sonntag, 20. August 2006
Nicht ganz schwachsinnig! Aber „der Dreißigjährige Krieg von der Kirche zu verantworten“? Woher dieser
Schwachsinn? Es ist zwar wahr, dass die katholischen Kirchenbeamten diesen Krieg nicht direkt zu verantworten
hatte. Da es aber ein Krieg, vom Kaiser vom Zaun gebrochen, zur gewaltsamen Rekatholisierung des Reiches
war, hatten die Machthaber der Kirche auch nicht allzuviel dagegen einzuwenden. Es war ein Krieg in ihrem
Sinne. Allerdings ist das wohl der einzige Vorwurf, den man der Amtskirche (also der Hierarchie) machen
könnte. Ob sie ihn direkt oder indirekt (zum Beispiel über den Einfluss als Beichtväter der Mächtigen)
gefördert haben, ist wahrscheinlich nicht nachweisbar und somit als Argument unredlich.
@ Parzifal Parzifal! Was ist los mit Ihnen? Wieder mal ein Kompendium dümmlichster antikatholischer Plattitüden
auf engem Raum. Zum Kirche-Nazi-Komplex sage ich nichts, steht schon in den vorigen Postings. Aber „der
Dreißigjährige Krieg von der Kirche zu verantworten“? Woher dieser Schwachsinn? Für Parzifal war die
Kirche wohl auch Schuld am Tsunami, den Kofferbomben von Dortmund und Koblenz und der Nasen-Op Michael
Jacksons. Irgendwie.
Den näheren Umständen der Zwangsmitgliedschaft des Joseph Ratzinger in der HJ … Das ist die Position
der Kirche: erst mischt sie sich überall ein, will eifrig mitreden, schwer was zu sagen haben und wenns
schief geht dann wars „Zwangsmitgliedschaft“, dann ist das Land schuld, das Volk, aber die Mutter Kirche
(deren Ruhm das Höchste ist und für deren Ruhm man schon mal ein paar Milliönchen Tote in kaufen nehmen
kann) wäscht ihre Hände am Ende immer in Unschuld. Egal wies ausgeht. Die Kommunister wurden auf einen
Schlag weltweit exkommuniziert. Was war mit der NSDAP? Hitler hat bis zum Ende korrekt Kirchensteuer bezahlt.
„Mein Kampf“ wurde von einem Ex Ordensmann redigiert. Was ist mit dem Ex Möch von Liebenfels? Pacelli
forderte schon im Jahre 1931 eine Koalition mit der NSDAP! Er ließ es zum Bruch mit Brüning kommen als
dieser sich weigerte. Pius 12. hat also die Regierungsbeteiligung der Nazis gefordert! Und zwar aus durchsichtigen
Überlegungen. Er hatte als typischer Katholik einen krankhaften Hass auf Liberalismus, Aufklärung und
Emazipation. Als überzeugter Reaktionär und panisch vor Angst vor dem Kommunismus versuchte er sich
die Nazis zunutze zu machen. Sicher war er kein Nazi. Es ist nur ein Beleg für die skrupellose Machtpolitik
des Vatikan. Während des Dreissigjährigen Kriegs der in erster Linie von der Kirche zu verantworten
ist wurde die Hälfte der dt. Bevölkerung getötet (Wiegrefe, der Spiegel 32/06)! Das sind prozentual
weitaus mehr Menschen als während des W2 starben! G. sagt wenigstens nicht: es geht mich nichts an! so
wie d. Vatikan.
@ Horst Metzger Lieber Herr Metzger, grundsätzlich haben Sie sicher Recht. Nur stimmt es bedenklich,
daß Sie, Jahrgang 1928, einen heute 86 Jahre alten Vater besitzen. Offenbar wurde schon damals linksideologischer
Sexualkundeunterricht betrieben, so daß Ihr werter Herr Vater bereits als 8-Jähriger zum Vollzuge schritt!
Tempora non mutandur?
#37 Horst Metzker 21:53:39 | Samstag, 19. August 2006
Ihr seid alle grandios! Also, als ich 1928 das Licht der Welt erblickte, und durch meine ganze Kindheit
und Jugend, nie was anders sah, als die bittere Armut unserer Familie, die mehr schlecht als recht von
einem Bauern, der uns durch unsere Arbeit auf seinen Feldern und Äckern, Lebenserhalter war, tauchte
irgendwo ein gewisser Hitler auf, der uns ein ganz anderes Leben versprach. Wir konnten uns keine Zeitung
oder gar ein Rundfunkgerät kaufen und so waren wir darauf angewiesen, das zu glauben, was man uns erzählte.
Wir sogen das Neue von Hitler geradezu auf wie eine neue Religion, und glaubten alles sei wahr! Die, die
Zeitungen hatten, oder sogar einen Volksempfänger, flohen ins Ausland, konnten sie sich doch vorstellen,
was in und mit Hitlerdeutschland passieren würde. Wir nicht, hatten wir ja auch nicht die Bildung derjenigen.
Als ich dann 17 Jahre alt war, durfte ich dem Führer dienen, und ich war freudig als ginge ich zu einem
Gottesdienst. Im Mai 1945 war die Messe beendet, und der Segen kam auch von oben, in Form von Bomben über
Deutschland. Der, der das Himmelreich versprach, hat die Hölle überlassen und ich durfte erst durch
die Besatzer erfahren, was sich in meiner Kindheit und Jugend abspielte. Ihr seid alle grandios, wenn
ihr 2006 Urteile über Menschen fällt, die keine Bücher, Zeitungen, oder gar Computer besaßen, und
alleine deshalb schon der Propaganda der Führenden ausgeliefert waren. Mein Vater, er wäre jetzt 86
Jahre alt, hat nie mit mir, über den Krieg gesprochen. Was wußte er?
Athanasius II Wir sind uns also einig, daß „displaced persons“ alles andere als Waffen-SS-Mitglieder
waren, wie von Artois-Brandenburgis insinuiert! Die „Displaced Persons“ waren in erster Linie Opfer der
Naziherrschaft: Zwangsarbeiter, KZ-Überlebende, Kriegsgefangene … Sie genossen in den Lagern eine Vorzugsbehandlung
durch die Alliierten und die meisten Insassen dieser DP-Lager siedelten später in ihre (osteurop.) Heimatländer
oder sie fanden Aufnahme in westlichen Ländern und Israel.
#35 AthanasiusII 19:14:58 | Samstag, 19. August 2006
Flakhelfer Flakhelfer war der Joseph Ratzinger nur 1943, danach wurde er in die Wehrmacht einbezogen (oder
zeitweise in den RAD). Displaced Persons waren keine „Opfer“ der nazistischen Herrschaft, sondern Zivilisten
die vertrieben worden waren, vom Kriegesgewalt als ganzes, von beider Seiten. Nach 1947 waren es vorwiegend
Heimatvertriebene. In diesen Lagern wurden ausschließlich Angehörige der Waffen-SS interniert. Für
Flakhelfer hatte man Kriegsgefangenlager vorgesehen – keine DP-Lager ! Unsinnig, Joseph Ratzinger war
nicht in der Waffen-SS. Vielleicht ist die Joseph-Geschichte nur eine Interpollation grassischer Phantasie
à la Blechtrommel.
@ rudolfsohn: „Moralische-Instanz-Duo Infernale mit Michel Friedman“ *lach* Himmlisch, sie können doch
mehr, als man aus den Homo-Themen vermuten könnte… :)3
Kleine Korrektur und Ergänzung Es muß natürlich „Displaced Persons“ heißen! In Bad Aibling unterhielten
die US-Amerikaner nach dem Krieg ein Kriegsgefangenenlager de.wikipedia.org/…/Bad_Aibling_Station, ein
DP-Lager und ein Waisenhaus. Daß es sich bei den DPs nicht um Waffen-SS-Angehörige handelt, s.u.! (D.T. =
pünktchen)
Als DP-Lager werden die Unterkünfte für „Deplaced Persons“ bezeichnet. Diese waren i.d.R. Opfer der
nazistischen Herrschaft und sicher keine Angehörigen der Waffen-SS, Artois-Brandenburgis! Sie verwechseln
da wohl etwas. Über die DP-Lager in Bayern hier www.br-online.de/…n/nachkrieg-sub1.xml etwas! Den näheren
Umständen der Zwangsmitgliedschaft www.sueddeutsche.de/…324/81243/print.html des Joseph Ratzinger in
der HJ ist jüngst der Archivar Volker Laube nachgegangen. („Das erzbischöfl. Studienseminar St. Michael
in Traunstein und sein Archiv“. Schnell-und-Steiner Verlag 2006.) Seine Recherchen haben bestätigt, was
auch Joseph Ratzinger in seiner Autobiographie und in mehreren Interviews schon vor vielen Jahren ausgeführt
hat. Der Vergleich der Biographien von Joseph Ratzinger und Günter Grass ist mehr als erhellend: während
Joseph Ratzinger fest im Glauben verwurzelt ist und keine Anstalten macht, sich von Elternhaus und religiöser
Tradition abzulösen, hat der junge Grass den ersten Schiffbruch einer der säkularen Heilslehren miterlebt,
der er – in Ablösung vom „katholischen Mief“ – aufsitzen mußte, bevor er sich mit fliegenden Fahnen
dem nächsten trügerischen Weltbeglückungssystem verschrieb: wiederum im Gegensatz zum „katholischen
Mief“! Während J.R. seine HJ-Mitgliedschaft nie verschwiegen hatte, verheimlichte G.G. seine Waffen-SS-Mitgliedschaft
und spielte sich über Jahrzehnte als polit-moralisches Lenorgewissen auf!
Ich lese gerade folgendes: Weniger brisant, eher amüsant ist Grass’ Erinnerung an einen Jungen namens
Joseph, mit dem er im Kriegsgefangenenlager war. Auf die Frage, ob dieser 17-Jährige tatsächlich der
heutige Papst Benedikt XVI. gewesen sei, erklärt Grass: „Der wurde mein Freund und mein Knobelkumpan,
denn ich hatte einen Würfelbecher ins Lager retten können. (…) Ich wollte Künstler werden, und er
wollte in die Kirche, dort Karriere machen. Ein bisschen verklemmt kam er mir vor, aber er war ein netter
Kerl. Tatsächlich war Joseph Ratzinger wie Grass im Lager Bad Aibling inhaftiert. Ob der Vatikan zu Grass’
Erinnerungen Stellung nehmen wird, bleibt abzuwarten. Auch Joseph Ratzinger behauptete nur als Flakhelfer
bei der Luftwaffe tätig gewesen zu sein. Wirklich ?! Bad Aibling war ein sogenanntes DP-Internierungslager
der US-Army. In diesen Lagern wurden ausschließlich Angehörige der Waffen-SS interniert. Für Flakhelfer
hatte man Kriegsgefangenlager vorgesehen – keine DP-Lager !
#30 Athanasius 16:22:16 | Samstag, 19. August 2006
@obelix Während der junge Ratzinger verpflichtend eingezogen wurde, zuerst bei der Luftwaffe, dann beim
Reichsarbeitsdienst, dann bei der Wehrmacht, hat Grass sich aktiv für die Waffen-SS gemeldet. Zur Mitgliedschaft
in der Waffen-SS brauchte man einen Ahnenpass, allerhand Vorbereitungen, doktrinär sollte man sauber
NSisch sein. Ratzinger ist der Typus des katholischen Bayernjungen, der trotz der elterlichen „Isolierung“
ihrer Kinder von den NS-Organisationen eingezogen wurde, während Günther Graß aktiv für die Waffen-SS
in Dresden wählte. Auch seine erste Wahl, die Kriegsmarine (*ausser Bernhard Rogge en.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Rogge),
stand ideologisch ganz dicht am Führerkult und war völlig NS, im Gegensatz zu Luftwaffe, RAD und Wehrmacht.
@ rudolfsohn Vergleichsweise eher kleine Lichter wie dieser Rot-Schnauzi, der ein prächtiges Moralische-Instanz-Duo
Infernale mit Michel Friedman bilden könnte, jedenfalls mitnichten. Man merkt dass Sie keine Ahnung haben
und außer ihren Scheuklappen nichts von der Realität wahrnehmen. Grass ist ein Linker, Friedman ein
Rechter. Von daher sind die Ansätze die Friedman vorschlägt um „das Böse“ einzudämmen eher zu vergleichen
mit denen die bspw. stat crux vorschlägt. Hier geht es doch auch darum die Emazipation des Volkes, der
Arbeiter oder Angestellten, der Frauen, der Juden usw. zu delegitimiere indem man so tut als sei diese
Emanzipation es die die NS erst möglich gemacht hat. Grass hat bewußt nie so argumentiert. Deshalb ist
es typisch rudolfsohn den konservativen Friedman und den sozialdemokratischen Grass in einen Topf zu schmeißen.
Man merkt wirklich dass Sie keine Ahnung haben wovon Sie reden.
#28 -Agnostiker- 09:53:38 | Samstag, 19. August 2006
Gibt es nicht wichtigeres,… als sich nun darüber auszulassen, dass ein Schriftsteller als Jugendlicher
der NS-Idoelogie Propaganda folgte? Er ist damit sicherlich kein Einzelfall. Da hatten die Medien wenigstens
etwas um das Sommerloch zu füllen. Für mehr ist es allerdings nicht wert!
#27 rudolfsohn 09:21:10 | Samstag, 19. August 2006
Parzifal ist ja bekennender Kiffer … … manchmal beglückt er uns mit besonders scharfsinnigen Highlights,
mitunter auch als Blueberry. Bislang dachte ich, dass Homo Rotwangs körperkundliches wissenschaftlich
fundiertes Statement vom 19. Mai 2006 13:04 nicht zu toppen sei. rotwang wörtlich: „Auch der Popo …
wird durchaus zu den Geschlechtsteilen hinzugerechnet.“ Doch Parzifal übertrifft ihn noch bei weitem,
indem er einen aus der Handvoll linker Literaten, die jedes Land, das grösser als Liechtenstein ist,
zwangsläufig in der Chronik hat, nämlich diesen GraSS zum Genie erhebt. Ausgerechnet Blechtrommel-Günni,
diesen Hilfsbrecht oder besser benannt Berti Light. Eben vorhin, am 19. August 2006 02:08, schrieb nämlich
Parzifal: @ Hüller folgende bedeutsame Worte: …dass Grass (übrigens im Gegensatz zu Ratzinger) ein
Genie ist. Im Gegensatzzu Ratzinger?! Vielleicht kriegt man eine Handvoll in Deutschland zusammen, die
unserem Heiligen Vater intellektuell das Wasser reichen können, diesem bescheidenen, liebenswerten und
scharfsinnigen Mann aus Bayern, den Gottes Geist an exponierte Stelle gesetzt hat. Vergleichsweise eher
kleine Lichter wie dieser Rot-Schnauzi, der ein prächtiges Moralische-Instanz-Duo Infernale mit Michel
Friedman bilden könnte, jedenfalls mitnichten.
kein Intellektueller Grass scheint wohl doch kein Intellektueller zu sein, als der er sich immer selbst
gesehen hat und von vielen anderen gesehen wurde. Ein Intellektueller könnte – und würde – in der Rückschau
erkennen, dass seine Versuche der Emanzipation von der Familie ihn in die Irre und die Fänge der Waffen-SS
geführt haben. Ein nachdenklicher Intellektueller könnte seine Familie vielleicht immer noch als „im
katholischen Mief“ steckend beschreiben – und den soll es ja unbestritten gegeben haben. Ein wahrer Intellektueller
könnte heute aber auch andere Ergebnisse dieses „katholischen Miefs“ entdecken: katholische Bäcker,
die weiterhin Juden bedienten – die müssen schließlich auch essen – und kein Schild ins Fenster hingen
„Juden werden nicht bedient – wie mein Großvater, dessen 6 Kinder weder in der HJ noch im BDM waren…
und der nach dem 20. Juli 1944 einige Tage in Haft war und nur durch viel Glück und Einsatz einzelner
vor dem Abtransport bewahrt wurde. Ein wahrer Intellektueller würde seine schlechten katholischen Sozialisationserfahrungen
heute und im Vergleich differenzierter sehen und sie nachdenklicher mit seinem Beitritt zur Waffen-SS
vergleichen. Er hat leider im Blick auf seine eigene – schmerzvolle – Geschichte versagt: nicht seine
Mitgliedschaft als 17jähriger bei dieser Einheit zu Ende des Krieges ist schändlich – sondern sein Umgang
damit. ICH fühle mich betrogen … und wohl viele andere auch. Seine Bücher waren für mich höchst
unleserlich – also immer nur mal angelesen …
Ad Parzifal Unsinn. Wenn Sie wüssten, was ich am liebsten lese… Das kann ich hier gar nicht sagen.
Wissen Sie, der Grass ist wahrscheinlich schon ein anständiger Kerl, und obwohl ich kein Germanist bin
(daher die vielen Tippfehler), hab’ich sogar mal in der „Blechtrommel“ gelesen. Jetzt hat er einen Fehler
gemacht und wurde, wie ich denke, zu Recht kritisiert, von der Rechten natürlich mehr als von der Linken.
Wen soll’s auch wundern, wenn sich jemand als gefeierter Autor parteipolitisch so eindeutig positioniert…
Und irgendwann wächst Gras drüber… Ja, glauben Sie’s … Irgendwann kräht kein Hahn mehr danach…
@ Hüller Das Hauptproblem bei Grass ist seine spätes „coming out“ Sie sind genau so verlogen wie stat
crux. Warum sagen Sie nicht einfach offen und ehrlich dass Grass ihnen noch nie gefallen hat, dass Sie
seine Thematisierungen peinlich und schlimm finden, dass sie lieber was von Prinzen und Prinzessinnen
lesen würden? Das wäre wenigstens ehrlich, als so zu tun als könnten Sie Grass erst seitdem er sich
als Waffen SS Mitglied geoutet hat nicht mehr leiden.
Ad Obelix Hierzu möchte ich mich eigentlich nicht weiter auslassen, sondern Sie in aller Freundlichkeit
verweisen auf die seitenlangen Kommentare zum Artikel „Was hat die Beichte mit einer Zwiebelsuppe zu tun?“
Das Hauptproblem bei Grass ist seine spätes „coming out“, das man durchaus als Doppelmoral – im Hinblick
auf die eigene, teilweise deutlich überzogene Verurteilung verdienter Leute der Adenauer Generation –
bezeichnen kann. In diesem Punkt sind Benedikt und Grass einfach nicht vergleichbar.
@ Hüller dass die Begeisterungsfähigkeit für den NS bei beiden wohl eine deutlich unterschiedliche
Ausprägung hatte. Aha und inwiefern? Sie sollten einfach mal zur Kentniss nehmen dass Grass (übrigens
im Gegensatz zu Ratzinger) ein Genie ist. Und man kann wohl davon ausgehen dass er kein Nazi in dem Sinn
war oder geworden wäre. Er ist in unschönen Situationen aufgewachsen und in unschöne Dinge hinein geschlittert.
Er hat keine Verbrechen begangen. Ein Künstler, sofern es sich um einen wirklichen Künstler handelt,
ist meiner Meinung nach ein außergewöhnlicher Mensch der vom Schicksal oder vom Leben oder was auch
immer mit außergewöhnlichen Situationen konfrontiert wurde. Der eine besondere Wahrnehmung der Welt
hat, die Welt als problematisch wahrnimmt und diese Problematik in seinen Büchern darstellt. Zu dieser
ausergewöhnlichen Sensibilität gehört meines Erachtens auch eine außergewöhnliche Moralität, die
über die Moral von Otto Normalverbraucher weit hinaus geht. Auch Nitzsche war ein Moralist! Erst Recht
Günter Grass. Es widerstrebt mir so zu tun als sei Grass ein Irgendjemand der zu jeder Schandtat fähig
wäre. Ich bin überzeugt davon dass Grass dazu nicht fähig gewesen wäre (anders als vielleicht das
Nicht-Genie Ratzinger!) und deshalb tut es mir weh hier zuzusehen wie Grass quasi in der Luft zerissen
wird für etwas das im Grunde nur eine Bagatelle war und das Grass völlig frei zugegeben hat!
Richtig, Christian: …dass die Begeisterungsfähigkeit für den NS bei beiden wohl eine deutlich unterschiedliche
Ausprägung hatte… Grass hat sich wohl mit fünfzehn freiwillig zur U-Boot Waffe gemeldet, wurde aber
selbstverständlich noch nicht genommen. Als dann er und der Krieg im passenden Alter waren, wurde er
zur Waffen-SS eingezogen und ist ganz schnell auf dem Hosenboden der harten, blutigen Tatsachen gelandet
und war kuriert. Dass ein fünfzehnjähriger sich auf die Suche nach Heldentum macht, ist wohl eher marginal;
und glühendes Nazitum kann man Grass kaum vorwerfen, angesichts seines Wirkens für „die Linken“, „die
Sozis“ und „die Kommunisten“ und was sonst noch für Nettigkeiten im Umlauf sind unter den katholischen
Taliban.
Ad Obelix Wenn Sie die bisher in diesem Forum veröffentlichten Artikel sowie die kritischen Stimmen aus
der Presse gelesen haben sollten, werden Sie zur Kenntnis genommen haben dürfen – wow, der Satz gefällt
mir, ist der überhaupt richtig??? [kleines Selbstgespräch – muss sein]-, dass die Begeisterungsfähigkeit
für den NS bei beiden wohl eine deutlich unterschiedliche Ausprägung hatte. Und das hatte wohl etwas
mit dem „kath. Mief“ zu tun, wobei ich diesen Ausdruck jetzt von Grass einmal so übernehme, wie er dasteht
und im Hinblick auf meine Position hierzu auf schon abgesandte Postings verweisen möchte… Allmählich
meine ich, dass das Thema sich ausgeleiert hat.
Ratzinger/Grass Christian Hüller: Ad Obelix Also wir haben es zwar hier mit zwei Päpsten zu tun: den
einen für die kath. Kirche, den anderen für die Literatur, aber s o gleich, wie Sie das hier andeuten,
war das Verhältnis dieser beiden zum Nationalsozialismus s i c h e r nicht… Und warum war das so? Beide
wurden gezogen, keiner hat sich, soweit dies bekannt ist, irgendetwas zu schulden kommen lassen (anscheinend
nicht einmal etwas, das im Krieg „erlaubt“ gewesen wäre). Nach dieser Episode sind beide froh gewesen,
es hinter sich zu haben und konnten diese Schrecken, jeder auf seine Weise, verarbeiten. Dem Grass hat
es den Nobelpreis eingebracht, dem Ratzinger den Papstthron. Zwei glänzende und wohlverdiente Karrieren.
Dass jetzt der eine mit dem anderen wenig anfangen kann, ist weder der Verdienst von Ratzinger, noch der
von Grass. Derartige Karrieren waren, Gott sei’s gedankt, gar nicht so selten in der Bundesrepublik und
in der DDR. Wenn ich dagegen die von Filbinger oder Schleyer vergleiche, haben Sie das genaue Gegenteil
zu den beiden erstgenannten.
@ stat crux So bringt sich ein nobler Preisträger um den guten Ruf. Nanana, nun tun Sie mal nicht so
als hätte Grass vor seinem Geständnis bei Ihnen in einem guten Ruf gestanden. Sie versuchen Objektivität
vorzuflunkern wo es keine gibt. Der Presse nach ist die „Autobiographie“ vor allem schon textlich peinlich;
Sind nicht alle Bücher von Grass peinlich? Wo er sich doch ganz bewußt als Prolet und Arbeiterkind inszeniert?
Wo es in seinen Büchern nicht um Prinzen und Prinzessinnen geht, sondern meist einfache Leute die Hauptrolle
spielen. Peinlich sowas, nicht wahr? Und wie prollig! ohne Sinn für die Abgründe des Bösen. Das Böse
ist banal und kommt selten im Gewand Draculas daher. Meist spaziert es offen bei Sonnenschein herum und
fährt vor allen Leuten Mercedes. Aber das entspricht nicht ihrer Ideologie. Ihre Ideologie läßt sie
das Böse überall vermuten. Deshalb muss alles (und natürlich besonders die sog. „einfachen“ Leute)
eingeschnürt werden in ein Korsett. Ständestaat, Hierarchie, Autorität. Das sind die Lösungen von
statcrux um das dämonische Böse im Gewand der Einzelhandelskauffrau oder des Müllmanns zu bannen. Hindenburg
war schuld, das Kapital, der Papst, die andern, die Verhältnisse. Nein, die einfachen Leute waren schuld!
Deshalb darf es keine Gewerkschaften mehr geben! Denn dadurch wird das Korsett dass „das Böse“ in Bann
hält gelockert und dann entfleucht Dracula. Die Linken sind an allem Schuld! Grass ist ein peinlicher
Prolet und statcrux ein vornehmer Katholik.
#16 Aldo Carigiet 21:51:00 | Freitag, 18. August 2006
G.G. ist -nichts als- zu b e d a u e r n … Wer mit Steinen wirft, kann nicht erwarten, dass nicht auch
mit Steinen geworfen wird; obwohl dies wiederum nicht rechtfertigt mit Steinen zu werfen. Eigentlich kann
man G.G. wirklich bedauern, denn er weiss nicht was er tut! Ehrenbürger von Danzig, Nobelpreis…, etc.
all die guten Sachen hat er „skrupellos“ entgegen genommen, wie es sich für einen „richtigen“ LINKEN
gehört. Ausgeteilt hat er ohne Rücksicht! Mit G. Schröder und anderen Parteigenossen SPD hat er sich
nie geschämt. Natürlich auch nach dem Enthüllungsbuch, das alle Rekorde schlagen wird, gibt es für
ihn keinen Grund etwas einzusehen. Er war doch immer … Lest das Buch oder die Bücher (31) von Dr. Erik
von Kuehnelt-Leddihn, der in 6 Kontinenten Erfahrungen sammelte und sagte: „Links ist links und rechts
ist rechts“ In allen Sprachen, vorab dem Latein, englisch, französisch, etc. left, rhigt, gauche, droit,
etc. rechts ist Recht…; es ist immer der gleiche Wortstamm, wenn die Sprache nicht verhunzt wird. Also
was kümmert uns der Titel und sein Name. Er ist Vergangenheit. Schaut nach vorne. Es gibt wunderbare
Heilige, da muss man sich nicht mit Negativem befassen. Also Schluss mit linken Heuchlern, falschen Propheten
und Betrügern. Kopf hoch und zurück in die Zukunft…
#15 rudolfsohn 21:31:03 | Freitag, 18. August 2006
Eigentlich garnicht, Christian, aber wenn es um Abwatschen von Postmarxisten und Schwulen geht, kann ich
mich manchmal richtig reinsteigern. Da packt mich mitunter die kalte Wut. Ich gebe zu, dass ich oft hitzköpfig
bin und ausflippen kann, wenn ich sehe, was diese o.a. an Zinnober vollführen. In der Regel bin ich ziemlich
locker und lustig, also eher unverbissen.
Ad Obelix Also wir haben es zwar hier mit zwei Päpsten zu tun: den einen für die kath. Kirche, den anderen
für die Literatur, aber s o gleich, wie Sie das hier andeuten, war das Verhältnis dieser beiden zum
Nationalsozialismus s i c h e r nicht…
Grass und Benedikt stat crux: So bringt sich ein nobler Preisträger um den guten Ruf. Der Presse nach
ist die 2Autobiographie“ vor allem schon textlich peinlich; und „schämen“ tut sich G.G. seiner Jugend
gar nicht. War halt so… Also den gleichen Vorwurf könnte man doch auch dem Papst machen. War der nicht
auch in irgendeiner Nazieinheit unfreiwillig zugange? Hat er nicht gar in einem Kriegsgefangenenlager
den jungen Grass getroffen? Ich glaube Athanasius hat es begriffen. Wenn man weiter auf Grass eindrischt,
trifft man gleichzeitig auch Benendikt. Athanasius: Lasset… …jetzt mal den Günther Grass in Ruhe,
ihr alle! Es ist typisch deutsche Kriegsfustration über seine Mitgliedschaft weiterhin zu wittern. Lass’
doch sein. Ist ne Geschichte aus seinem Leben gewesen. Sonst nichts.
#11 rudolfsohn 21:11:37 | Freitag, 18. August 2006
Verbissenes Linkenpack Irgendwie sieht dieses linke Gesockse gleich aus. Wenn man GraSSsieht, muss man
ihn erstmal von Biermann, Degenhardt, Kienzle und den anderen schnauzbärtigen Agitatorenschnöseln unterscheiden,
die alle nicht herzhaft lachen können. Alles männliche Pendants zu der von Reinhard Mey besungenen verbiesterten,
frustrierten und verbissenen klassenkämpfenden Schreckschachtel Annabelle. Da Linke erstens dumm sind,
zweitens spiessig sind, und drittens keinen Humor haben, wurde Reinhard Mey auch prompt als rechts, faschistisch
und reaktionär undwasweissichnichtnochallessonst angeprangert. Die Linkenbrut versteht nun mal keinen
Spass …
wer ohne Sünde sei … … Das lustige daran ist, dass Grass die Steine gleich selber auf die Nazi und
damit sich selber warf. LAssEN wir den alten GRAss in Ruhe sterben, aber lernen wir noch was aus der Sache?
Nämlich dass die GRÖssTEN Moralisten oft (nicht immer) auch das andere Extrem förderten. *Ranizki war
z.B. nach dem Krieg beim Sowjet-hörigen polnischen Geheimdienst – und der war in Gulag-Zeiten eine verbrecherische
Organisation * Friedman warf und traf mit Koks das eigene Glashaus Stellt sich die Frage ob es den „Moralismus“
fördert, wenn man ihn selber nötig hat? Mal ein bisschen auf meiner Blechtrommel spielen geh …
Pace Pace Pace Jetzt lasst doch mal den armen Grass in Ruhe … Allmählich werd’ ich mitleidig. Er wurde
öffentlich gesteinigt und gerädert und wird nun in Zukunft mit einseitiger Pauschalkritik und Verunglimpfungen
hoffentlich etwas vorsichtiger sein. Oder?
Grass hätte besser später und weniger und dann nichts mehr veröffentlicht. Aber früher Ruhm verblendet.
Der brotlosen Kunst war der Genosse Günter sicherlich immer schon abgeneigt, sonst hätte er es als erfolgloser
Bildhauer versucht, für den er sich ja eigentlich hält. Sein Vorbild wäre gern Architekt geworden,
kam dann aber auch auf besser vermarktbare Ideen.
GraSS Eigentlich sollte man das Bild etwas abändern. Anstatt „Schönes leben ohne Nazis“ sollte man reinschreiben
„Schöner leben ohne Waffen-SS!“ Würde besser passen! Wollen wir mal hoffen, dass der Zeitgeist in den
nächsten Jahren keine weitere sozialistische Modebewegung hervorbringt. Sonst muss Grass in seinen alten
Tagen nochmals wechseln!
Lasset… …jetzt mal den Günther Grass in Ruhe, ihr alle! Es ist typisch deutsche Kriegsfustration
über seine Mitgliedschaft weiterhin zu wittern. Lass’ doch sein. Ist ne Geschichte aus seinem Leben gewesen.
Sonst nichts. Es beweist, dass er den Zeitgeist absorbiert, sonst nichts. Lass’ Grass in Ruhe.
ja, da kommen sie natürlich in Schwulitäten, die verkappten kommunistischen Bestien, die so selbstgerecht
anderen Wasser predigen und selber Wein gesoffen haben. Aber eine Krähe hakt der anderen das Auge nicht
aus. Der linksradikale Haßprediger Giordano hält ja dem Grass noch munter die Stange. Die Windungen
und Verrenkungen mancher Zeitgenossen, die sich einbilden in der Medienlandschaft wichtig zu sein, sind
einfach köstlich, wenn sie auf ihrem schwachsinnigen liberalistischen und linken Kurs ins schlingern
kommen. Bravo! So muß eine linke und schwachsinnig-liberale Ikone nach der anderen fallen.
So bringt sich ein nobler Preisträger um den guten Ruf. Der Presse nach ist die 2Autobiographie“ vor
allem schon textlich peinlich; und „schämen“ tut sich G.G. seiner Jugend gar nicht. War halt so. Die
„linke“ Interpretation des Hitlerunrechts ist nunmal ökonomisch-politisch-sozial, ohne jeden Tiefgang,
ohne Sinn für die Abgründe des Bösen. Hindenburg war schuld, das Kapital, der Papst, die andern, die
Verhältnisse. Aber was ist schon Schuld? Alle Bewältigung greift zu kurz, wenn man sich durch eine „Option“
für ein bestimmtes politisches „Programm“ der eigentlichen Moral entziehen kann. Lafontaine bewunderte
vordergründig einen kommunistischen Lottogewinner, der seinen Millionengewinn ohne Zweckbindung der linksextremen
MLPD spendete. Grass wäre solchem „Idealismus“ nie verfallen.
G/KraSS Was will man von einem Rot-Faschisten anderes erwarten als Lügen und Verleumdungen!!!??? Der
Sozialismus ist und bleibt eine Verblendung in der nationalen wie auch der internationalen Ausprägung.
Ob der Proletarier in einem Großdeutschen Arbeiter- und Bauernparadies sich versucht selbst zu erlösen
oder dies in einem Sowjetimperium tut, spielt keine Rolle. Verblendet sind ALLE Sozialisten Solch geistige
Einstellung spiegelt sich nun auch im Gesichtsausdruck des Rot-Faschisten GraSS wieder: Fahle Augen, leerer
Ausdruck, Hoffnungslosigkeit und Depression verbreitend- ein sich selbst erlösen wollender verblendeter
Sozialist. Welch Glanz und Sonne doch dagegen der Anführer des ewiggestrigen, weltfremden, ach so bösen
katholischen Miefs: Seine Heiligkeit Benedikt XVI., welcher stets Liebe, Güte, Freundlichkeit mit seinem
mildem Lächeln und klaren, strahlenden Augen-das Spiegelbild der Seele- väterlich beschützend ausstrahlt! www.vatican.va/…to/ph_index_ita.html