11:05:36 | Montag, 21. August 2006
Die
ausgestiegene Nachrichtensprecherin Eva Herman hat die überholten Vorstellungen der Alt-68er als absurd aufgedeckt. Jetzt reagieren die Entlarvten mit Liebensentzug.
(kreuz.net) Die ehemalige Sprecherin der deutschen ‘Tagesschau’ erlebt gegenwärtig eine öffentliche
Hinrichtung durch fundamentalistische Prediger der sogenannten 68er-Revolte.
In der gestrigen Ausgabe
der Wochenzeitung ‘Welt am Sonntag’ kommentierte eine Journalistin, daß „wir“ irgendwie gedacht und gehofft
hätten, „das Thema Eva Herman“ wäre erledigt.
Der Artikel steht unter dem moralisierenden Titel ‘Der
Sündenfall der Eva H’.
Der
Beitrag von Frau Herman für die Maiausgabe des Magazins ‘Cicero’ sei so
wenig belebend „wie Pollenflug für Allergiker“. Ihre Thesen seien im
aufgeklärten Jahr 2006 alt, abgedroschen
und aufmerksamkeitssüchtig.
In ihrem Artikel entlarvte Frau Herman die Ideologie des Feminismus als
historischen Irrtum, der überwunden werden muß.
Politiker – vor allem konservative Christdemokraten –
kritisierten Frau Herman tapfer als archaisch, unvertretbar, absurd und sogar als unwirtschaftlich.
In
einem anderen Medienbeitrag beharrte eine Bürgermeisterin und Mutter dreier Kinder darauf, daß sich
Vater und Mutter die Hausarbeit teilen müßten. Wenn das nicht funktioniere, könne die Frau dennoch
nicht zurück an den Herd.
Die überzeugende Begründung: Das sei überholt und veraltert.
Frau Herman
selber äußerte sich vor der gestrigen Ausgabe der Wochenzeitung ‘Bild am Sonntag’.
Sie wundere sich,
wie viele selbsternannte Kritiker ihr Buch ‘Das Eva-Prinzip – Für eine neue Weiblichkeit’ aburteilten,
obwohl es noch nicht einmal erschienen sei.
Gleichzeitig erklärte die Journalistin, daß sie „überwältigend
viele“ Emails und Briefe, die ihr den Rücken stärkten, erhalte.
Es handle sich um die schweigende Mehrheit,
die sonst meist nicht zu Wort komme.
Frau Herman erklärte, daß sie unter den persönlichen Angriffen
leide: „Aber ich weiß, daß ich das Richtige tue.“ Sie vermutet, daß es nach dem Erscheinen ihres Buches
Mitte September auch öffentlich eine sachliche Auseinandersetzung geben werde.
Am Feminismus zweifle
sie aufgrund vieler Alltagsbeobachtungen.
Die in vierter Ehe lebende Mutter eines Sohnes sieht immer
mehr überforderte, ausgebrannte und schlicht unglückliche Frauen:
„Entweder reiben sie sich zwischen
Haushalt, Mann, Kindern und Beruf auf oder sie binden sich erst gar nicht und leben oft einsam und völlig
auf ihren Beruf fixiert.“
Der Feminismus habe behauptet, daß Frauen nur dann etwas wert seien, wenn
sie arbeiten und Geld verdienen: „Das finde ich fatal.“
Es werde gerne übersehen, daß Frauen auch dann
wertvoll arbeiten, wenn sie liebevolle und ausgeglichene Kinder heranziehen statt einen aggressiven, bindungslosen
und seelisch verwahrlosten Nachwuchs.
„Hausfrauen und Mütter dienen unserer Gesellschaft bei weitem
mehr als Karrierefrauen, die nur auf sich ausgerichtet sind.“
Frau Herman staunt über jene selbstgerechten
Damen, die mit zusammengebissenen Zähnen behaupten, ihr Lebensweg sei der einzig richtige – und das,
obwohl die Bilanz oft traurig sei.
Diese Frauen hätten weder Glück gefunden noch Liebe, Bindung oder
Vertrauen erfahren, erklärte die bisher dreifach Geschiedene.
Die Emanzipation fordere von vielen Frauen
einen hohen Preis – das habe sie selber erfahren.
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