Ist die Neue Messe nur weniger gut oder gar schlecht?
Die Schlacht um die Alte Messe ist noch nicht geschlagen. Interview mit dem Verantwortlichen für eine Großaktion, welche die Messe der Jahrtausende in Deutschland neu verbreiten will.
(kreuz.net) In einem Interview mit ‘kreuz.net’ äußerte sich Pater Niklaus Pfluger von der Priesterbruderschaft
St. Pius X. über die Gründe für eine deutschlandweite DVD-Aktion.
Im Rahmen der Aktion warb die Piusbruderschaft
kürzlich bei 7.000 deutschen Priestern für die Alte Messe.
Sie offerierte dem Klerus die Bestellung
eines unentgeltlichen DVD-Films, der die Zelebration der Alten Messe detailgetreu erklärt.
Pater Pfluger,
was ist der Grund für diese Aktion?
Pater Pfluger: Der Grund für diese Aktion ist unsere Überzeugung,
daß der neue Meßritus nicht nur weniger gut ist als der alte, sondern schlecht. Das läßt uns nach
Wegen suchen, den überlieferten Ritus weltweit wieder allen Priestern der Römischen Kirche zugänglich
zu machen.
Im Bemühen um den alten Meßritus sehen wir den ersten und wesentlichsten Beitrag zur Überwindung
der Kirchenkrise. Denn wir glauben in Übereinstimmung mit dem gegenwärtigen Papst, „daß die Kirchenkrise,
die wir heute erleben, weitgehend auf dem Zerfall der Liturgie beruht“ (Josef Kardinal Ratzinger, Aus
meinem Leben, DVA 1997, Seite 174).
Aber Kardinal Ratzinger hat die Liturgiereform nie in Frage gestellt…
Pater Pfluger: Da irren Sie. In unserer Broschüre zum Film „Neue Sehnsucht nach dem alten Ritus“ haben
wir Zitate des Kardinals zusammengestellt, die belegen, daß er klar anerkennt:
1. Die Neue Messe ist
keine organische Fortentwicklung des alten, sondern ein neuer Ritus.
2. Weder die Väter des Konzils
haben einen solchen gewollt, noch die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanums.
3. Es besteht auch
inhaltlich ein Bruch mit der Tradition, der sich zerstörerisch auswirkt.
Wiederholt hat er darum zu
einer „Versöhnung“ mit der fast 2000jährigen liturgischen Tradition der Kirche aufgerufen.
Bitte geben
Sie ein Beispiel.
Pater Pfluger: In seiner Würdigung des inzwischen verstorbenen Liturgiewissenschaftlers
Mons. DDr. Klaus Gamber stellt er fest, daß das Ergebnis der liturgischen Reform „nicht Wiederbelebung,
sondern Verwüstung…“ ist. (Simandron-der Wachklopfer, W.Nyssen, Köln 1989, S.14f).
Im Hinblick auf
das Lebenswerk dieses Mannes trifft er ein Urteil, das höchst bedeutungsvoll ist: „Der Tod dieses großen
Menschen und Priesters sollte uns aufhorchen machen; sein Werk könnte uns zu einem neuen Aufbruch helfen“
(ebenda).
Kann sich Ihre Bruderschaft diesem Urteil anschließen?
Pater Pfluger: Ja. Mons DDr. Klaus
Gamber ist zwar am 2. Juni 1989 kurz nach seinem 70.Geburtstag verstorben, aber sein schriftliches Wort
zur Liturgiereform wirkt weiter und ist aktueller denn je.
In unserer Broschüre „Neue Sehnsucht nach
dem alten Ritus“ kommt er oft zu Wort. Auch er sah klar, daß die nachkonziliare Liturgiereform eine Gefahr
für den Glauben darstellt:
„Anstatt den evangelischen Christen etwas von der «Fülle des (katholischen)
Glaubens» (Hebr.10,22) zu vermitteln, ist man dabei, überlieferte Formen des Kultes und der Frömmigkeit,
ja grundlegende Dogmen, aufzugeben, um sich protestantischen Vorstellungen zu nähern.“ (Bewahre das Erbe,
Regensburg 1983, S.26).
Wen können Sie sonst noch ins Feld führen?
Pater Pfluger: Eine ganze Reihe
von Personen. Ich verweise auf die Broschüre und möchte hier nur den emeritierten österreichischen
Kurienkardinal Alfons Maria Stickler nennen. Dieser sagte über die liturgischen Änderungen der 60er
Jahre: „Hier liegt keine Reform, sondern eine Zerstörung vor (…). In der Messe Pauls VI. ist das Opfer
umgeformt worden zu etwas, das man als ein Mahl bezeichnen könnte.“ (The Latin Mass, Summer 1995, Seite
12ff).
Was schlagen Sie für eine Lösung vor?
Pater Pfluger: Die Rückkehr zu jenem Ritus, den man
als die „Messe der Heiligen“ bezeichnen könnte, weil er Heiligkeit ausstrahlt. Darauf zielt unsere Aktion
ab.
Es war stets das Anliegen von Erzbischof Marcel Lefebvre, und es ist bis heute das Anliegen der von
ihm gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X., sich der von Kardinal Ratzinger und Kardinal Stickler
festgestellten „Zerstörung“ entgegenzustellen.
Leider ist Erzbischof Lefebvre bei Bischöfen und Priestern
ein rotes Tuch, vielleicht sogar das rote Tuch…
Pater Pfluger: Vielleicht bei den Ortsbischöfen, doch
gibt es sehr viel mehr Sympathisanten des Erzbischofs, als man allgemeinhin annimmt – besonders im Vatikan.
Wenn ich noch nicht konkrete Zahlen bezüglich der Reaktionen auf unsere Aussendeaktion nennen möchte,
doch schon so viel:
Die Zahl derjenigen Priester und Seminaristen, die den Film bestellt haben – oft
mit einem Ausdruck der Dankbarkeit an die Priesterbruderschaft St. Pius X. und Erzbischof Lefebvre – übersteigt
die Zahl jener, die zur Feder gegriffen und die Liturgiereform verteidigt haben ziemlich genau 100 Mal.
Das hat uns sehr überrascht und sehr gefreut…
Die Verdienste des Erzbischofs werden mittlerweile auch
von offizieller Seite anerkannt, so erklärte beispielsweise der Diözesanbischof von Ravenna, Mons. Giuseppe
Verucchi, in seiner Predigt am Fronleichnamstag 2004:
„Wenn man heute noch vom Meßopfer spricht, so
verdanken wir das Erzbischof Lefebvre.“
Wie kommt eine so erzkonservative Gruppe wie die Piusbruderschaft
dazu, sich mit der DVD-Aktion so moderner Mittel zu bedienen?
Pater Pfluger: Man kann das Vorurteil der
„erzkonservativen Gruppe“ lange wiederholen. Vielleicht ist auch das ein Zeichen einer festgefahrenen
Konservativität. Unsere Bruderschaft ist nicht weniger Teil der kirchlichen Gegenwart als jede andere
kirchliche Gruppe auch. Doch zur Sache. Die Idee zur Entwicklung der DVD stammt von unseren englischsprachigen
Mitbrüdern.
Können Sie das erklären?
Pater Pfluger: Unsere Mitbrüder in den USA, in England und
in Australien haben in ihrem Einsatz für den alten Meßritus mit einem Film, der die Zelebration des
überlieferten Ritus im Detail erklärt, gute Erfolge erzielt.
Darum lag es nahe, auch im deutschsprachigen
Raum auf dieses Hilfsmittel zurückzugreifen.
Aber es ist ein sehr kostspieliges Unternehmen…
Pater
Pfluger: Der liebe Gott hat uns zur rechten Zeit von verschiedener Seite großherzige Seelen geschickt,
so daß die Aktion im aktuellen Rahmen möglich wurde. Wir wollen in den nächsten Monaten auch noch die
restlichen der 16.100 Priester in Deutschland anschreiben.
Auch unser Schweizer Distrikt schließt sich
der Aktion an. Bezüglich zwei weiterer Länder werden zur Zeit Überlegungen angestellt. Es gibt Mitbrüder
aus dem Diözesanklerus, die uns ihre Hilfe anbieten…
Finden Sie nicht, daß dieser Aufwand ein Luxus
ist? Könnte man nicht damit zufrieden sein, daß die Priester überhaupt die Messe lesen und die Gläubigen
an ihr teilnehmen?
Pater Pfluger: Nein. Denn wie ich eingangs betont habe, stellt der Neue Meßritus
eine Gefahr für den Glauben der Meßteilnehmer dar und muß daher als schlecht bezeichnet werden. Ich
möchte einen Vergleich anstellen, um dies zu verdeutlichen. Stellen sie sich einen Katechismus vor, der
den ganzen Glauben darlegt, nur läßt er die Beichte aus und sagen wir die Lehre über die Letzten Dinge.
Würden Sie diesen Katechismus nur für weniger gut als einen vollständigen Katechismus bezeichnen, oder
für schlecht?
Natürlich wäre ein solcher Katechismus schlecht. Was wollen Sie damit sagen?
Pater
Pfluger: Das liegt auf der Hand: Der Katechismus wäre schlecht, weil er durch Auslassung wesentliche
Glaubensinhalte entstellt. In Bezug auf die Neue Messe kommt man nun nicht umhin, ähnlich schwerwiegende
und wesentliche Auslassungen festzustellen, wenn man den objektiven Aussagegehalt des Ritus prüft.
Die
Priesterbruderschaft St. Pius X. scheint die einzige kirchliche Gruppe zu sein, die das gemerkt hat?
Pater Pfluger: Das stimmt nicht. Im Laufe der Jahre haben sich an die 30 Ordensgemeinschaften um uns geschart,
die derselben Auffassung sind und mit uns gegen die Neue Meßordnung kämpfen.
Zudem möchte ich darauf
hinweisen, daß die zwei hochrangigen Kardinäle Alfredo Ottaviani und Antonio Bacci bereits im Jahre
1969 gegenüber Papst Paul VI. ihr Entsetzen über die Neue Messe zum Ausdruck gebracht haben.
Warum?
Pater Pfluger: Die beiden Kardinäle erklärten, daß die Neue Meßordnung „sowohl im Ganzen wie in den
Einzelheiten ein auffallendes Abrücken von der katholischen Theologie der heiligen Messe darstellt, wie
sie in der 22. Sitzung des Konzils von Trient formuliert wurde“ (Kurze kritische Untersuchung des Neuen
Ordo Missae³, 1969, Seite 5, Sarto-Versandbuchhandlung).
Ob die beiden konservativen Kardinäle nicht
Dinge in den Neuen Ritus hineininterpretiert haben?
Pater Pfluger: Das kann man ehrlicherweise nicht
sagen. Ich empfehle, ihre kritische Untersuchung der Neuen Messe eingehend zu studieren!
Eine Bestätigung
gibt es aber auch noch von anderer Seite: Schon im Vorfeld der Veränderungen hat der Vater der Liturgiereform,
Mons. Annibale Bugnini, im ‘Osservatore Romano’ vom 19. März 1965 als das Ziel der Neuerungen formuliert,
„jeden Stein aus dem Weg zu räumen, der auch nur den Schatten der Gefahr eines Hindernisses oder des
Mißfallens für unsere getrennten Brüder bilden könnte.“
Aber das war nur ein einzelner Monsignore…
Pater Pfluger: Falsch. Denn man ist seinem skandalösen Grundsatz, den Gottesdienst und das Heilige Meßopfer
für den Ökumenismus zu verzwecken, in der Durchführung der Arbeiten treu geblieben. Dies wird jeder
zugeben müssen, der den Vergleich wagt.
Das sagen Sie…
Pater Pfluger: Das sagen die Protestanten.
So erklärte zum Beispiel der Dogmatikprofessor Gérard Siegwalt an der protestantisch-theologischen Fakultät
in Straßburg:
„Nichts in der Messe, wie sie jetzt erneuert worden ist, kann den evangelischen Christen
wirklich stören“ (La nouvelle messe, Paris 1981, Seite 11).
Ihre Schlußfolgerung?
Pater Pfluger: Ein
solcher, von allen spezifisch katholischen Inhalten entkleideter Ritus kann nicht mehr als würdig bezeichnet
werden, das Geheimnis der Heiligen Wandlung zu umgeben.
Er stellt objektiv eine Beleidigung Gottes dar,
weil er im Augenblick der höchsten Liebeshingabe unseres Herrn darauf verzichtet, ebendiese Liebe anzuerkennen.
Beispielhaft seien hier der Wegfall der Kniebeugen, die ja eine anbetende Anerkennung der Realpräsenz
ausdrücken, unmittelbar nach dem Aussprechen der Wandlungsworte vor der Elevation von konsekrierter Hostie
und Kelch genannt.
Was sind also Ihre Kritiken am neuen Meßritus?
Pater Pfluger: Der Ritus ignoriert
in Wort und Handlung das, was sich auf dem Altar vollzieht: das Sühneopfer für unsere Sünden und das
Geheimnis der Wesensverwandlung, durch die Christus mit Leib und Seele, mit Gottheit und Menschheit, mit
Fleisch und Blut unter den Gestalten des Brotes und des Weines gegenwärtig wird.
Warum diese Leugnung?
Pater Pfluger: Beides sind Wahrheiten, die der Protestant ablehnt. Deshalb wurden sie im Sinne des Ökumenismus
eliminiert.
So muß der Neue Meßritus seiner inhaltlichen Aussage nach objektiv als schlecht und unwürdig
bezeichnet werden: Er führt die Katholiken in eine protestantische Geisteshaltung ein und stellt somit
eine Gefahr für den Glauben dar.
Im übrigen: Muß darüber nach über 35 Jahren Neuer Messe wirklich
noch diskutiert werden? Der Rückgang der Meßbesucher seit der Einführung der Neuen Messe – man vergleiche
die Statistiken auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz – das Schließen so vieler Klöster,
das Versiegen der Berufungen offenbaren doch in evidenter Weise die glaubenszerstörende Kraft der Neuen
Messe.
Noch ein letztes Wort?
Pater Pfluger: Ja gern. Es ist mir ein Herzensanliegen, all jenen, die
sich auf das Priestertum vorbereiten bzw. einen Seminareintritt anstreben, zu sagen: Wollt ihr glückliche
Priester werden, wollt ihr die hl. Kirche wieder aufbauen helfen, so ist dies nur mit dem überlieferten
Ritus der Hl. Messe möglich, der „Messe der Heiligen“, und mit dem ehrfürchtigen Umgang mit dem Allerheiligsten
durch die ausschließliche Mundkommunion.
Wer sich des Problems bewußt und auf der Suche nach dem richtigen
Weg ist, sollte sich bezüglich der Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht mit Informationen aus zweiter
Hand begnügen, sondern es sich leisten, sich aus eigener Anschauung ein objektives Bild zu machen.
Unser
Priesterseminar Herz Jesu in Zaitzkofen, südlich von Regensburg, lädt herzlich zu einigen Kennenlern-Tagen
ein: 09451 / 94319-0
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134 Lesermeinungen
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Bildung eines Wahlkollegiums Lieber Herr Dr. C. R. natürlich ist es möglich, daß sich so ein Wahlkollegium
bildet. Aber wer legt fest, daß dessen Wahl legitim ist? Was nun aber wenn sich zwei oder mehr solcher
Wahlkollegien bilden? Dann haben wir zwei oder mehr Päpste? Natürlich nur höchstens einen legitimen
aber noch mehr Spaltung. Daher meine Frage nach passivem und aktivem Wahlrecht. Sonst gibt es Wahlanfechtungen
bis zum Abwinken. Also woher soll dann meine Sicherheit und damit zusammenhängend Heilsgewissheit kommen?
#133 Agiafortuni 11:09:22 | Dienstag, 29. August 2006
Zwobbel Für Ihre Frage bin ich Ihnen äusserst dankbar, denn sie ist pertinent und wird unausweichlich
jeden, der sich damit auseinandersetzen will, in Verlegenheit bringen. Es nützt jedoch nichts, wenn man
ihr einfach aus dem Wege geht. Ich behalte mir vor, Ihnen darüber ausführlicher zu berichten. Die Wahl
des Papstes durch die Kardinäle gibt es erst seit Gregor VII. Bis dahin waren es der römische Adel und
der Deutsche Kaiser, die es taten. Danach wurde die Wahl durch das Kardinalskollegium vorgenommen. Dieses
repräsentiert die Kirche. Nicht alle Angehörige dieses Kollegiums sind Bischöfe, auch Priester und
Diakone können es sein. So jedenfalls war es bis Pius XII. Es wäre also durchaus denkbar, dass sich
eines Tages ein Wahlkollegium bildet, das einen rechtgläubigen Papst wählen wird. Wann es geschehen
wird, weiss Gott alleine und bis dahin gilt es geduldig auszuharren im Vertrauen darauf, dass Gott derjenige
ist, der auf krummen Linien gerade schreibt.
Guten Morgen, Herr Dr. Carlo Regazzoni – Meine Frage von gestern wie steht es mit meiner Frage von gestern
vormittag? Ich verstehe nicht wie angesichts nicht vorhandener Kardinäle jemals wieder ein Papst gewählt
werden kann. Bitte seien Sie doch so freundlich und beantworten mir meine Fragen von gestern hier in diesem
Strang. Oder ist die wahre Kirche unwiederbringlich untergegangen? mfg zwobbel
#131 Agiafortuni 18:43:50 | Montag, 28. August 2006
stat crux: jetzt reichts hören Sie doch endlich einmal damit auf von Dingen zu sprechen, von denen Sie
entweder überhaupt keine Ahnung haben oder bewusst entstellen. Erstens gibt es keinen einheitlichen französischen
Katholizismus, denn seit den Religionskriegen des 16/17. Jahrhunderts sind die französischen Katholiken
gespalten in königstreue und später republiktreue und romtreue bezw. Katholiken, die auch als Ultramontanisten
bezeichnet werden. Es stimmt, dass ich mich um ein besseres Verständnis namhafter Autoren des 19. Jahrhunderts
wie Pater Giovanni Perrone SJ – übrigens der Lehrer Kardinal Newmans – und natürlich Scheeben. Von diesen
Autoren kann man mehr lernen als von den Rahner, Teilhard de Chardin, Congar und de Lubac und Sie täten
gut daran sie eingehend zu studieren. Vielleicht wäre dann Ihre Argumentation etwas mehr katholisch
Missionsbefehl ist nicht gleich Missionsbefehl. Nach Carlo R. muss die „Mission“ im 3. Jahrtausend dogmatisch,
ethisch und ästhetisch den frz. Katholizismus (Mehrheitsströmung) des Juni 1830 abbilden. Denn genau
zu diesem Zeitpunkt war sie dem Willen Jesu am ähnlichsten.
#129 Agiafortuni 15:00:14 | Montag, 28. August 2006
Benedikt: etwas mehr Redlichkeit ich habe den Missionsauftrag weder bestritten noch werde ich ihn jemals
bestreiten. Angefochten habe ich lediglich dessen Auslegung durch die sogenannten Konzilspäpste
@ Dr. Regazzoni etwas mehr Redlichkeit natürlich gibt es einen Missionsauftrag Genau das haben Sie bestritten:
seit wann gibt es einen Missionsbefehl Christi für das dritte Jahrtausend? Oder was sollte das heißen?
Wie funzt das Dr. Regazzoni??? ich habe Mühe damit, in Menschen die […] die Nachfolger unseres Herrn
und Erlösers zu erkennen. Ich wage deshalb ihre Rechtmässigkeit anzuzweifeln doch wird es die Sache
eines rechtgläubigen Papstes sein dazu Stellung zu nehmen. Wie wird jemals ein rechtgläubiger Papst
dazu Stellung nehmen können? Dazu müßte es einen solchen ja geben. Wo soll der herkommen? Sehr geehrter
Herr Dr. Regazzoni, bitte erklären Sie mir, wie das funktionieren soll, daß jemals wieder ein rechtmäßiger
und rechtgläubiger, ein gültiger und in der apostol. Suk. stehender Papst auf dieser Erde wandeln wird.
Bitte erläutern Sie mir den Modus der Wahl, und auch der Feststellung sowohl der aktiven wie der passiven
Wahlberechtigung und der (anschließenden?) Bestätigung der Rechtmäßigkeit und der Rechtgläubigkeit,
der Gültigkeit und der apostol. Suk. des Gewählten.
Zum „Geschenk des Geistes“ namens kreuz.net vgl. § 130 StGB. Ich staune, dass Psychiater Dr. R. wieder
auf mein statement einging; fasst es doch nur wieder zusammen, dass eine Betrachtung der liturg. Frage
nur nach (selbstfrisiertem) „Dogma“ nicht möglich ist. Der Blick auf die große Zahl derer, die vom Sakrament
erreicht werden sollen („heute“, also in der völlig neuen Weltsituation seit den 1. Weltkrieg), kann
der alten Messe nurmehr einen Ehrenplatz zubilligen, sie aber nicht wieder zur Norm machen. Das ist doch
Allgemeingut, über das sich R. nur aufregen kann, weil er das Messopfer umdeutet, nicht die fast 100%
NOM-Befürworter.
#122 Agiafortuni 10:22:23 | Montag, 28. August 2006
Guldin und Sirillo ich habe Mühe damit, in Menschen die sich eine derartig skandalöse Rede wie „gaudet
mater ecclesia“ leistet, die imTempel menschlicher Selbstherrlichkeit genannt UNO in die Knie gehen und
uns einen NOM bescheren sowie ständig von menschlicher Verbrüderung sprichen und die sich einen frevelhaften
Akt wie das Schuldbekenntnis vom 12.03.00 leisten die Nachfolger unseres Herrn und Erlösers zu erkennen.
Ich wage deshalb ihre Rechtmässigkeit anzuzweifeln doch wird es die Sache eines rechtgläubigen Papstes
sein dazu Stellung zu nehmen.
#118 Agiafortuni 08:40:53 | Montag, 28. August 2006
Benedikt: etwas mehr Redlichkeit Natürlich gibt es einen Missionsauftrag und dieser lautet: gehet hin
in alle Welt und verkündet das Evangelium, taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnnes und des heiligen
Geistes. Wer glaubt wird gerettet werden etc. Dieser bleibt gültig bis am Ende der Zeiten und es ist
nur zu hoffen, dass er möglichst bald den Schwachsinn Roncallis, Montini und Woytilas aus der Kirche
Gottes vertreiben wird.
#116 Agiafortuni 20:26:30 | Sonntag, 27. August 2006
stat crux: des Neurosenkavaliers neuerster Wurf seit wann gibt es einen Missionsbefehl Christi für das
dritte Jahrtausend? Es ist Ihr gutes Recht einen Glauben zu vertreten, der nicht katholisch ist. Sie beweisen
jedoch ein neurotische Gesinnung, wenn Sie so tun, als ob Sie katholisches Gedankengut verkünden würden.
@stat crux Die „alte Messe“ (…) bleibt aber Privatvorliebe einer kleinen Strömung. …und nur wenige
(=kleine Strömung) entdecken sie. Frei nach Mt 7, 13-14.
#114 stat crux 18:19:56 | Freitag, 25. August 2006
Suggestivfrage? Klare Antwort. Für mind. 99 % der 1,1 Mrd. Katholiken ist die amtliche (neue) Form der
Messliturgie des römischen Ritus nicht „weniger gut“, sondern besser; für viele sogar die einzig akzeptable
Form. Wer das ignoriert, stemmt sich dem Missionsbefehl Christi für das III. Jahrtausend entgegen. Die
„alte Messe“ kann bei guter Wiederbelebung jedoch positiv auf eine würdige Feier der „neuen“ Form ausstrahlen,
sie bleibt aber Privatvorliebe einer kleinen Strömung. Wetten dass??
#113 Benedikt 19:26:31 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Ach so, und wenn 99 Gläubige die Messe andächtig feiern udn ein Rabauke dabei ist, dann
ist gleich der ganze Laden korrumpiert einschließlich des Ritus’? Dem werde ich mich nicht anschließen.
Ein pauschales Urteil ist einfach nicht angemessen.
#112 Athanasius 19:18:48 | Donnerstag, 24. August 2006
Magna est veritas, et prevalet. Nur weil das vielleicht in ihrer Gegend so ist muss das nicht überall
so sein. Unsinn. Ist nicht nur meine Gegend, sondern auch in Tschechei, Afrika, Rom, sonstigem Italien,
China, Japan, Australien, Brasilien, Chile, Kongo. Weitverbreitet (im ‘Lateinischen Ritus’ der Katholischen
Kirche). Tun Sie nicht so naiv, Benedikt. Überall wo die Handkommunion Eingang findet, brechen Sakrilege
aus. Auch im Erzbistum Warschau des Helden Wyszinski heisst es mittlerweile: „Freie Bahn dem Sakrilegenplan!“
Dann spreche ich nur von Handlungen, nicht einmal von den Irrtümern die die Leute angenommen haben im
Gehirn. Ich bin kein Provinzieller, Benedikt. Zwar Römisch-katholisch, aber kein Provinzieller. Ich kenne
die Situation in USA, Irland, Polen, Tschechei, Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien
völlig aus erster Hand.
#111 Benedikt 19:11:30 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Aber Pius XII. bejaht doch ‘lex orandi – lex credendi’ im weiteren, oder? Würde ich auch
sagen. Er grenzt eben nur ein. aber heute ist sie völlig verschwunden. Also bitte, das ist doch ein völlig
pauschales Urteil. Nur weil das vielleicht in ihrer Gegend so ist muss das nicht überall so sein.
#110 Athanasius 19:00:23 | Donnerstag, 24. August 2006
@Benedikt Stimme zu: „andernfalls jedoch abzulehnen“ ist die falsche Meinung. Sicher. Aber das meinte
ich ja auch nicht. Z.B. steht nirgendwo exakt etwas über die Gnadenlehre oder die Hl. Schrift im Ritus,
dennoch muss und kann die Kirche dás auch dogmatisch definieren, wie auch die Sittenlehre! Aber Pius
XII. bejaht doch ‘lex orandi – lex credendi’ im weiteren, oder? Zum übrigen stimme ich zu. Nur: der Messbesuch
stieg also in den 1950er Jahren wírklich gewaltig, vor allem wo sie in den Sozialistenjahren 1920 und
NS-Jahren 1930 gefallen war (etwa Ruhrgebiet). Ja die Ehrfurcht war manchmal nicht da, aber heute ist
sie völlig verschwunden. Vergessen Sie das nicht. Damals hat man wenigstens äusserlich die ganze Ehrfurcht
im Stande gehalten und observiert und nachgefolgt, heute gibt es Sakrilege aller Seiten, jeder Art. Der
Vergleich geht also gar nicht auf. Also noch mal: ‘1954 gab es in den USA mehr Konversionen als je zuvor,
sowie mehr Seminareintritte als je zuvor, sowie mehr Priesterweihen als je zuvor. So war es in der ganzen
westlichen Welt. Die Zeit Pius’ XII. hat sowohl Apostel der Endzeit geschaffen (*Marcel Lefebvre, die
treuen Katholiken von heute usw.), aber auch viele Frommen von damals in der Konzilszeit zum Abfall kommen
lassen. Das ist aber Mysterium Gottes, nicht Konsequenz der „vorkonziliaren“ Kirche, gar im Gegenteil!
Bevor gab es auch klare Antworten und Apologetik, nachher nur Infragestellung, sogar seitens etwa Pauls
VI. Die wegnahme der wahren Messe war Prüfung.
#109 Benedikt 15:43:39 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Hm. stjosef.at: In diesem Zusammenhang glauben Wir, etwas, das euch, ehrwürdige Brüder,
sicher nicht unbekannt ist, in seinem wahren Licht zeigen zu müssen. Wir meinen den Irrtum und Trugschluß
jener, welche die heilige Liturgie gewissermaßen als ein Unterscheidungsmittel für die aus dem Glauben
beizubehaltenden Wahrheiten betrachten; das ist so zu verstehen: wenn eine bestimmte Lehre mittels der
Liturgie Früchte der Frömmigkeit und Heiligkeit gezeitigt habe, sei sie von der Kirche zu bejahen, andernfalls
jedoch abzulehnen. Daher der bekannte Ausspruch: „Lex orandi, lex credendi, das Gesetz des Betens ist
das Gesetz des Glaubens“. 248. So lehrt die Kirche jedoch nicht, so unterweist sie nicht. Ist das falsch?
Können Sie den Unterschied zur nl. Fassung – übersetzt – bringen? Zahlen der Konversionen und des Messbesuchs
stiegen bis 1959 in den Niederlanden, den USA, Deutschland und Spanien gewaltig! Konversionen lass ich
durchgehen, aber Messbesuch? Sie kennen doch sicher Schilderungen aus der damaligen Zeit, die an der Ehrfurcht
der Gläubigen zweifeln lassen. Wie Mons. Rudolf Graber sagte: die Krise der Kirche, ist eine Krise der
Bischöfe (auch von Exz. Graber selbst!). Ein richtiger Satz, aber das war praktisch schon immer so. Auch
die Krisen der Reformationszeit gingen auf die Bischöfe zurück.
#108 Athanasius 15:20:41 | Donnerstag, 24. August 2006
Dem Benedikten Die Absolutsetzung des „Lex orandi…“ ist von Pius XII. in „Mediator Dei“ verworfen worden.
Höh? Bitte um Erklärung! Denn was Sie hier behaupten wird von ‘Mediator Dei’, 1947, (niederländischer
Fassung) wídersprochen! Lex orandi, lex credendi – ist dás Adagium der ganzen Liturgie-Entwicklung (nicht:
Evolution). Den Glauben hatten die Katholiken gerade nícht vor der Liturgiereform und vor dem Konzil
verloren, denn die Zahlen der Konversionen und des Messbesuchs stiegen bis 1959 in den Niederlanden, den
USA, Deutschland und Spanien gewaltig! Vielleicht war auch die vorkonziliare Katechese mangelhaft, aber
eher wegen des Klerus, der keine Erklärungen verschaffen wollte sondern nur „Facta“ und dabei auch viel
zu wenig apologetisch war. Warum? Weil schon ab den 1930er Jahren in den Seminaren der Neo-Modernismus
die priesterliche Spiritualität vergiftete. Ohne eigenen Glauben, gibt es keine Glaubensvermittlung.
Wie Mons. Rudolf Graber sagte: die Krise der Kirche, ist eine Krise der Bischöfe (auch von Exz. Graber
selbst!). Vor allem aber auch der Priester und der Seminare. Ich sage doch auch nicht, dass nur die Liturgiereform
die ganze Krise verursachte, oder bloss „das Konzil“ dies tat. Im Gegenteil: beide waren Produkte von
häretischen Strömungen sowie Katalysatore der selben beim einfachen Volk und unter der Masse der (auch
der alten) Priester und Bischöfe!
#106 stat crux 12:32:26 | Donnerstag, 24. August 2006
Ath. I. u. II. M. Davies ist für mich nur ein eingeschränkt vernehmungsfähiger Zeuge, da er die schwachsinnige
Kolportage von Bugnini = Freimaurer unterstützt.
#105 AthanasiusII 12:10:39 | Donnerstag, 24. August 2006
Jede Möglichkeit nutzen um… …dem überlieferten Römischen Ritus zu schädigen? Ein unbedarfter Jugendlicher
wird überhaupt nichts von dem begreifen, was dort geschieht. Die meisten Akte des Priesters kann er ja
nicht mal sehen. Unsinn. Ich bin selber Jugendlicher, und jeder der mal in der hl. Messe nach altem Ritus
war, wußte direkt, daß man dort von Opfer spreche, „dem Allmächtigen Blut und Leib darbrachte“, daß
„etwas göttliches gemeint wird“ und daß „das Evangelium geheiligt angenommen wird“. Einige Aussagen
waren das. Bei der pastoralen Praxis der neuen Messe wissen die meisten ob Mahl oder Opfer, ob Feier oder
Zusammenkunft, ob Priester oder Laie. Mag man auch die Lesungen verstehen, die kann man auch aus der Bibel
selber lesen. Im neuen Lektionar sind zudem konsequent viele Hinweise auf Hölle, Verdammnis, Sünde rausgelassen
als „negative Theologie.“ Sieh dazu das Buch von CEKADA, A., ‘The Problems with the Prayers of the New
Mass’, Cincinnatti, 1985. Landessprachlich verstehen heisst längst noch nicht verstehen, daß ein Mysterium,
etwas Wundervolles geschieht. Dás vermittelt die überlieferte hl. Messe, dás erklärt auch warum so
viele anfangs Unwissende, oft nominalkatholisch erzogene, Römisch-katholische Jugendlichen etwa zur Piusbruderschaft
und deren Kapellen finden, so bald man durch Lesen den Glauben endlich mal au sérieux nimmt. Daß heute
die Katechese fehlt, damit bin ich einverstanden. Bloß Katechese hilft nichts. Lex orandi, lex credendi.
Die Generation v. 1930 gläubt auch nicht mehr.
#104 Athanasius 12:04:12 | Donnerstag, 24. August 2006
Mal Ihre… …Herabwürdigung von Afrikanern bei Seite gestellt, ist Ihre Aussage faktisch falsch und
lügnerisch. Die alte Messordnung ist dort nur für kleinste ritualistische Sondergruppen von Interesse.
Es wird wohl deswegen sein, daß Michael Davies bei einem Hochamt das ein alter Priester im tridentinischen
Ritus zelebrierte zehntausende von Nigerianern kommen sah, die alle sagten, daß sie zu dieser hl. Messe
sehnten und die neue nicht wollten. Gerade in Afrika ist jede liturgische Bewegung im Geiste der Wahrheit
verfallen. Der einzige gute Satz mag der „Zaire-Ritus“ von 1956 gewesen sein, alles was danach kam, war –
so die bäuerlichen, kaufmännischen und hausmütterlichen Gläubigen Davies gegenüber – „banalisiert
und alltäglich dumm.“ Sie mögen vielleicht herabwürdigend über Schwarzafrikaner sprechen, aber der
sensus liturgicus fehlt dort wirklich nicht bei allen. Nicht umsonst hat die FSSPX ein Pre-Seminar in
Gabon.
#103 stat crux 10:40:29 | Donnerstag, 24. August 2006
Heggi: Ratzinger hat aber bspw. immer anerkannt, dass in Asien, Afrika und Lateinamerika die liturgische
Bewegung erst mit dem „NOM“ begonnen hat. Die alte Messordnung ist dort nur für kleinste ritualistische
Sondergruppen von Interesse.
#102 Benedikt 10:28:55 | Donnerstag, 24. August 2006
@ DDL Was hätte denn eine Bezugnahme auf den Tempelberg für einen SInn haben sollen? Gar keinen. Er
wollte auch mE gar keinen Bezug herstellen. Er wollte nur das Wort einbringen. das versuche ich Ihnen
schon die ganze Zeit zu erklären. @ Stephanus stellt euch bitte einmal vor, ein mensch der überhaupt
nichts vom katholischen glauben versteht, von riten usw liest die bisher 100 niedergeschriebenen lesermeinungen
und soll danach aufschreiben was die grundvorrausetzung(en) ist (sind) um seine seele für die ewigkeit
zu retten: Diese Diskussion diente mE nicht dazu, diese Frage zu klären. fragen sie doch vor allem junge
menschen einmal was in der heiligen messe eigendlich geschieht. die erschreckenden antworten verlangen
einen eindeutigen ritus wie ihn die sogenannte tritentinische messe garantiert. Nein. Die alte Messe erfordert
im Gegenteil einen großen katechetischen Aufwand. In einer Kathedralkirche kann der Altar 10 – 15m von
der ersten Bank entfernt sein. Ein unbedarfter Jugendlicher wird überhaupt nichts von dem begreifen,
was dort geschieht. Die meisten Akte des Priesters kann er ja nicht mal sehen. Katechese ist also nötig.
Das Problem heute ist, dass man geglaubt hat, sie wäre beim erneuerten Ritus nicht mehr nötig, weil
man da ja alles sehe.
#101 Stephanus 02:15:32 | Donnerstag, 24. August 2006
für alle, hier im sinne:an alle die auf dieser seite bisher ihre meinung kundgetan haben ihr lieben leute!
stellt euch bitte einmal vor, ein mensch der überhaupt nichts vom katholischen glauben versteht, von
riten usw liest die bisher 100 niedergeschriebenen lesermeinungen und soll danach aufschreiben was die
grundvorrausetzung(en) ist (sind) um seine seele für die ewigkeit zu retten: w a s w i r d d i e s e
r a r m e m e n s c h wohl aufschreiben????? um es kurz zu machen: die babylonische sprachverwirrung wirkt
auch heute, darum ist es oberstes ziel, daß alle irgendwie verantwortlichen die irgendetwas mit der darstellung ,
der auslegung usw unseres glaubens zu tun haben, daß sie das glaubensgut usw e i n d e u t i g darstellen
usw. und das nicht nur in deutschland, in italien, in polen, nicht nur in der landessprache in holland
oder argentinien oder gabun, in alaska usw. nein an allen orten dieser welt und zu jeder zeit. überall
muß ich als besucher der heiligen messe zu dem gleichen ergebnis kommen können und das ohne eine doktorarbeit
leisten zu müssen: hier opfert sich der unendlich gnädige dreifaltige gott auf unblutige weise für
die austilgung meiner sünden!!! wenn ich da erst einmal fragen muß, was spielt sich da vorne gerade
ab, dann ist bei einigen formen der meßfeiern schon schluß, da habe ich noch keine antwort erhalten.
fragen sie doch vor allem junge menschen einmal was in der heiligen messe eigendlich geschieht. die erschreckenden
antworten verlangen einen eindeutigen ritus wie ihn die sogenannte tritentinische messe garantiert.
#100 Athanasius 23:09:06 | Mittwoch, 23. August 2006
@statcrux Mal etwas anderes das auf Lateinisch steht: www.statveritas.com.ar/INDICE.htm Stat Crux dum
volvitur orbis. Et veritas Domini manet in aeternum.
#99 deusexmachina 18:30:08 | Mittwoch, 23. August 2006
@Benedikt Also, nein, natürlich sage ich, es gäbe diese Andeutungen nicht. Mein „Ilu“-Bezug war lediglich
ein Hinweis, wo man hin käme, wenn man mit solchem „Bezügeschnüffeln“ erst einmal anfinge. Was es in
Tolkiens Werken natürlich gibt (und zwar zuhauf), ist ein Aufgreifen uralter Symbolik, auch Archetypen,
aber das sind, wenn Sie so wollen, Themen der menschheit, nicht des Christentums. Was hätte denn eine
Bezugnahme auf den Tempelberg für einen SInn haben sollen? Das tolkiensche Moria steht symbolisch für
ganz Anderes. Wenn Sie da tatsächlich einen Bezug wittern, dann würde das auf ganz böse Wege führen,
überlegen Sie doch ‘mal: Jerusalem war die Stadt des Herrn, das Zentrum des Glaubens – in Moria aber
war letztendlich die stärkste Macht ein Dämon (in der negativen Lesart), ein böser Maiar. Das wäre
ja nahezu antithetisch? Das Spielchen könnte man natürlich weiterspielen und sagen: „Fein, aber besiegt
nicht Gandalf diesen Dämon, stirbt – wie Jesus – und steht wieder auf – wie Jesus?“ Die Antwort lautet,
wie Sie wissen: Nein. Gandalf und Jesus haben wenig gemein, na, vielleicht ein bisschen, wenn man gnostisch
interessiert ist (was Sie wohl nicht sind). Aber bitte, erklären Sie doch ‘mal: Inwiefern sollte Tolkien
diesen Bezug denn gemeint haben? Als Sprachwissenschaftler hat er seine Ortsnamen mit viel Bedacht gewählt /
erfunden… also, wofür sollte das stehen (abseits von „mor“ = „dunkel“)? Zumal „Moria“ nicht der Eigenname
war, der lautete „Khazad-Dûm“ (Zwergenbinge). :O)
#97 Nanny Ogg 18:24:02 | Mittwoch, 23. August 2006
Tolkien und Allegorien Tolkien verabscheute die bewusste und beabsichtigte Allegorie. Ihm war jedoch klar,
dass man sich in jedem Versuch, den Sinn von Mythen zu erklären, einer allegorischen Sprache bedienen
musste. Tolkiens fiktionales Werk wollte von Vergleichen mit der realen Welt frei sein, auch wenn unbewusst
Motive und Berührungspunkte daraus in sein Werk eingeflossen waren. Quelle: www.wdr5.de/…erringe/script.phtml?view=menu&page…
«Die Allegorie in allen ihren Formen verabscheue ich von Herzen», so der praktizierende Katholik Tolkien,
der im Vorwort zu «Herr der Ringe» erklärte: «Ich glaube, dass Anwendbarkeit mit Allegorie oft verwechselt
wird; doch liegt die eine im freien Ermessen des Lesers, während die andere von der Absicht des Autors
beherrscht wird.»www.nzz.ch/…fe/articleDJ33M.html Tolkien lehnte Allegorien jeder Art ab. Er wollte
sein Werk weder als Allegorie auf den 2. WK noch auf das Christentum verstanden wissen. Er schuf einen
Schöpfungsmythos, nicht mehr und nicht weniger. Und das hat er unglaublich gut gemacht.
@ DDL Es war ja gerade Tolkiens literarischer Verdienst, eine solche Welt geschaffen zu haben, ohne sich
frech bei existierenden Kulten zu bedienen. Das habe ich auch nicht behaupten wollen. Ich rede lediglich
von der Einstreuung von Andeutungen. In einem Zusammenhang mit einem Kult müssen diese gar nicht stehen.
Moria in Mittelerde hat ja auch keine kultische Bedeutung. Nebenbei: Schön, „Moria“. Was machen Sie denn
aus „Illuvatar“? „Ilu“ ist akkadisch für „Gott“ und besitzt natürlich Ähnlichkeiten / ist vermutlich
die Wurzel für „Elohim“ und „Allah“… Sie behaupten doch, es gäbe keine Andeutungen.
@Benedikt Klar gibt es Gelegenheiten, bei denen ein Autor bewusst die wahren Intentionen des Gesagten
verschleiert – sowas hat man ja manchmal bei Neonazis, die vor Gericht plötzlich hochheilig schwören,
sie hätten ja nieee den Holocaust leugnen wollen. Dergleichen kann man in diesem Kontext wohl abhaken –
es besteht kein Grund zur Annahme, dass Tolkien so hätte verfahren wollen, zumal er sich ja offen zu
seinem rk Glauben bekannt hat. Es wäre nur einfach nicht sein Stil gewesen, absichtlich solche (‘mal
ehrlich: ziemlich plumpen) Anspielungen einzustreuen. Das, was sich in seinen Werken an Bezügen auf seine
religiösen Überzeugungen findet, ist ganz anders, auf einer viel höheren (oder umgekehrt: viel tieferen
i.S.v. inneren) Ebene. Eine billige Namensgleichheit – hey, das ist (wäre!) WIRKLICH stillos, hm? Es
war ja gerade Tolkiens literarischer Verdienst, eine solche Welt geschaffen zu haben, ohne sich frech
bei existierenden Kulten zu bedienen. Gewisse Ähnlichkeiten können nicht ausbleiben, aber aus seinen
Romanen könnten Sie nicht erkennen, welcher Konfession er selbst angehörte. Und das hätte er auch gar
nicht gewollt. Nebenbei: Schön, „Moria“. Was machen Sie denn aus „Illuvatar“? „Ilu“ ist akkadisch für
„Gott“ und besitzt natürlich Ähnlichkeiten / ist vermutlich die Wurzel für „Elohim“ und „Allah“…
Aus einem Forum für Sprachwissenschaftler (als Scherz): „das machen nur die Leute, die versteckte Bibelbezüge
finden, weil doch der Tempel von Jerusalem auf dem Moria-Berg stand.“
@ DDL Ich bin der Überzeugung, dass zwar jeder ein literarisches Werk interpretieren kann, wie er mag,
dass aber letztendlich der Autor die Definitionshoheit hat – wenn der sagt: „So und so ist das gemeint“
(oder eben: „nicht gemeint“), dann kann man m.E. nicht einfach hingehen und das fröhlich ignorieren.
Sie beanspruchen doch auch für das, was Sie hier schreiben, selbst am besten zu wissen, wie Sie es meinen,
oder? Sehr nett von Ihnen, dass Sie meine Beitrage als literarisches Werk einstufen . Genauer gesagt handelt
es sich aber um Kommentare, und da gilt wirklich, was Sie sagen. Bei Romanen oder Lyrik (auch bei bildener
Kunst) sehe ich das ein wenig anders. Der Autor/ Künstler kann durch Äußerungen bewusst falsche Fährten
legen. Was er sagt ist daher zwar nicht grundsätzlich unbeachtlich, zumindest aber diskutabel und daher
auch verwerfbar. vielleicht ein Glaube an etwas Größeres oder auch eine „größere Wahrheit“, aber das
ist kein alleine christliches Attribut. Bei einem Gläubigen schon. Für den gibt es kein abstraktes Größeres
oder eine „größere Wahrheit“. Hier kann immer nur Gott gemeint sein. Ihr EInwurf geht allerdings fehl,
denn ich habe gar nicht sagen wollen, dass Mittelerde ein christlicher Kult zugrunde liegt. Sondern nur,
dass Tolkien in seinem Werk Andeutungen gemacht hat.
@Benedikt, stat crux @Benedikt Naja, das war schon ein Streitpunkt zwischen meinem alten Deutsch-Lehrer
und mir: Ich bin der Überzeugung, dass zwar jeder ein literarisches Werk interpretieren kann, wie er
mag, dass aber letztendlich der Autor die Definitionshoheit hat – wenn der sagt: „So und so ist das gemeint“
(oder eben: „nicht gemeint“), dann kann man m.E. nicht einfach hingehen und das fröhlich ignorieren.
Sie beanspruchen doch auch für das, was Sie hier schreiben, selbst am besten zu wissen, wie Sie es meinen,
oder? Wie auch immer: In Tolkiens Werken tritt sein eigener christlicher Glaube nun wirklich nicht zutage –
vielleicht ein Glaube an etwas Größeres oder auch eine „größere Wahrheit“, aber das ist kein alleine
christliches Attribut. Und da emanzipiere ich mich auch ‘mal ganz einfach von der WP ;O) @stat crux Ja,
sowas gibt’s ja immer wieder, im Positiven wie (öfter) im Negativen – denken Sie an das ganze Gespinne
um vorgebliche Dämonenverherrlichung in „Harry Potter“ – meine Güte, haben Sie das Geschwurbel im kreuzforum
in dieser Sache gelesen? Man fasst es einfach nicht… oder was hat man dem guten H.P.Lovecraft nicht
alles nachgesagt… wow! Es scheint manchen völlig unbegreiflich, dass es gute und populäre Bücher
gibt, die sich NICHT (positiv od. negativ) mit dem Christentum auseinandersetzen. Bei Potter hatte ich
das Gefühl, dass manche ihm einfach sterbensübel nehmen, dass Religion dort überhaupt keine Rolle spielt –
das Motto: „Wer nicht (erkennbar) für uns ist, ist gegen uns!“.
@ DDL Wieso ist das für Sie unverständlich? Wer bitte lässt sich seine Analyse von dem Autor vorschreiben,
dessen Werk es zu analysieren gilt? Wie gesagt, ich glaube ja gar nicht, dass Tolkien zu großartigen
Allegorien ausholen wollte, oder irgendeine christliche Botschaft vermitteln wollte (btw: Die Figur eines
Hobbit, war es nicht eine Art, wie sich Tolkien selber sah?). Dass er aber sein Glaubenswissen, wenn auch
versteckt angebracht hat, das ist für mich ohne Zweifel. An solche Zufälle wie „Moria“ glaube ich einfach
nicht – nicht bei einem tiefgläubigen Menschen.
@Benedikt Dass Tolkien selbst Christ war, ist doch bekannt. Was aber ebenfalls bekannt sein sollte (und
zwar jedem Leser des LotR, in dessen Vorwort er das – in einer späteren Auflage – nämlich explizit schrieb),
ist, dass Tolkien Allegorien verabscheute. Es ist mir daher seit jeher unverständlich, wie die verschiedensten
Interessensgruppen ungeachtet dieser expliziten Gebrauchsanweisung zum Lesen des LotR doch immer wieder
der Versuchung einer allegorischen Interpretation nicht widerstehen können. Es ist doch ganz einfach:
Das Christentum hat mit großem Eifer versucht (und es zu einem guten Teil auch geschafft), möglichst
jedwede Symbolik, die es in zu missionierenden Gegenden vorfand, in sich aufzunehmen oder – wo das nicht
möglich schien – als Kontrapunkt (Dämonisches) zu adaptieren. Es ist insofern doch völlig witzlos,
auf angeblich „christlichen“ Anspielungen herumzureiten, nur, weil gewisse, starke Symbole eben AUCH (später!)
von den Christen entdeckt und verwendet wurden. Angesichts seiner eigenen Religion ist ja wohl kaum der
eine oder andere, oberflächlich christliche Bezug erstaunlich, sondern, im Gegenteil, die pralle Fülle
völlig anderer Gedanken (an Eru und den Valar ist verflixt wenig christlich). Mit Verlaub, ich halte
die Sindarin-Erklärung für treffender und Tolkien weitaus angemessener als den Tempelberg-Bezug. Im
übrigen vertrete ich da eher die Elben-Ansicht (bzgl. „Höhle“). Meine erste Tolkien-Biographie las ich
übrigens ca. 17 Jahre vor Erschaffung der WP… ;O)
@ DDL Hach, das hatte ich ja doch ein bisserl vermisst – Ihre Einwürfe bringen einen wenigstens immer
etwas ins Grübeln. Auch, wenn sie, wie hier (IMHO), nicht zutreffen. Aber werter DDL, blicken Sie doch
mal in Ihr neuestes Lieblingsspielzeug, die Wikipedia. Sie verfügt über einen Artikel über Tolkien,
der Exzellenz Status innehat. Dort heißt es: Seine Mutter, die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern
und Schwiegereltern zum Katholizismus konvertierte, erzog ihre Kinder in ihrem Glauben. Diese weltanschauliche
Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben ziehen und weitreichende Auswirkungen auf sein
Werk haben. Ich würde auch nie behaupten, dass „Der Herr der Ringe“ ein christliches Buch ist, doch hat
Tolkien ganz ohne Zweifel hier und da christliche Versatzstücke in sein Werk eingebunden. Und das noch:
Es wäre schlechter Stil, hier einen Bezug einer Höhle zu einem Berg herzustellen – das anzunehmen, ist
eigentlich eine Beleidigung Tolkiens als Schriftsteller. Schämen Sie sich, die Stadt der Zwerge als Höhle
zu bezeichnen. Tztztz . Das hier ein Zufall vorliegt, kann ich mir auch weiter kaum vorstellen.
@Benedikt Hach, das hatte ich ja doch ein bisserl vermisst – Ihre Einwürfe bringen einen wenigstens immer
etwas ins Grübeln. Auch, wenn sie, wie hier (IMHO), nicht zutreffen. Was wollte Tolkien? Er wollte eine
„britische Saga“ schaffen. Das ist alles andere als simpel, dazu braucht man Tiefe und ein Wirrwarr an
Anspielungen, Symbole, die wirken. Manche dieser Symbole sind heute primär christlich besetzt – aber
wollen Sie allen Ernstes den Osten für das Christentum vereinnahmen? Den Sonnenaufgang gab es m.W. schon
vor dem Christentum, und die Verehrung des morgendlichen Lichtes ist ja nun so heidnisch, wie es nur geht.
Stichwort „Moria“: Es ist ein bisserl gewagt, das hebräisch verorten zu wollen. Sie erinnern sich, dass
Tolkien Philologe war? „Moria“ ist eine Wortschöpfung aus der Kunstsprache Sindarin, die Tolkien seit
seiner Jugend immer weiter entwickelte. Die Silbe „Môr“ bedeutet dort „Dunkelheit“ (vgl. „Mordor“), und
sicher wählte Tolkien diese Bedeutung auch wesentlich nach dem finsteren Klang der Silbe. Dass Moria
auch der Tempelberg hieß, ist wohl eher reiner Zufall (Es wäre schlechter Stil, hier einen Bezug einer
Höhle zu einem Berg herzustellen – das anzunehmen, ist eigentlich eine Beleidigung Tolkiens als Schriftsteller.)
Wenn überhaupt realsprachliche Anspielung, dürfte Tolkien das griechische Wort für „Torheit“ weit besser
gefallen haben, denn genau das war ja die „Moral“ von Moria: Sie gruben zu tief in ihrer Gier. Sehen Sie
kein Christentum, wo keines drin ist ;O)
#86 stat crux 15:38:13 | Mittwoch, 23. August 2006
Atha I u. II Was sagen Sie denn dann zu den Ausführungen von „Marcellinus“ (Marcel) im „Kreuzforum“,
wo er doch immer wieder wiederholt, wie anstößig es ist, eine Messe in der neuen Form (desselben Ritus)
auch nur mit einem einzelnen „Amen“ zu unterstützen? „Marcel“ verheddert sich doch permanent in seiner
abgeflachten (i.e. „modernen“) Wahrnehmung der Übernatur. Schon nicht dem Traditionsgeschmack entsprechendes
liturgisches Gerät „gefährdet“ den übernatürlichen Charakter der Zelebration. Der „Defekt“, den Ihre
Freunde dem NOM unterstellen ist doch eigentlich ein Wahrnehmungsdefekt der Kritiker. Im übrigen haben
Latinist Bacci und Kirchenjurist Ottaviani zwar die „Kritische Untersuchung“ mit einem Empfehlungsschreiben
versehen, aber sich niemals und zu keinem Zeitpunkt zu den dort vertretenen Thesen bekannt. Im Gegenteil:
Ottaviani höchstpersönlich hat die Hochgebete II bis IV 1967 als einwandfrei begutachtet. Nur der Bugnini-Lieblingsentwurf
HG V scheiterte an seinem Einspruch, weil dieser Entwurf eine byzantinisch-römische Mischkonzeption befürwortete.
Die HG I („canon missae“) bis IV sind allesamt legitime Ausprägungen des römischen Liturgietyps. Von
Ottaviani bestätigt!
#85 AthanasiusII 13:50:59 | Mittwoch, 23. August 2006
@statcrux/Otterbeck aus der integralistischen Falle herauszukommen. Das ist für den seriösen Zweig der
SSPX-freaks auch die einzige Chance. Man muss sich definitiv abgrenzen von den okkulten Irren, die eine
gültige Neuordnung des römischen Ritus in „Häresieverdacht“ etc. bringen. Unitatis redintegratio! Ich
brauche als Römischer Katholik von Ihnen nicht „redintegriert“ zu werden in einer panreligiösen „Kirche“.
Ich bin Katholik und mit der FSSPX geistig verbunden, wenn auch nicht „drangenagelt“. Die FSSPX hat nie
den Novus Ordo in Häresieverdacht gezogen, nur kritisiert. Der neue Ritus ist missbraucht, ist geschwächt,
wurde zur Schwächung entworfen, und hat somit leider immer mehr einen „Geist“ an sich gezogen die man
nur abschütteln kann durch einen Rückgang zum Altbewährten Ritus der Kirche. Pius XI., Ihr vielgeliebert
Christdemokrat (sieh Skandal zum Spanischen Bürgerkrieg und die initielle Wahl für die Republikaner!),
hat als man ihm fragte ob er nicht den Heiligen Joseph ins ‘Communicantes’ bringen könne, geantwortet:
„Nein, ich bin doch nur der Papst.“ Só viel Ehrfurcht múss man dem apostolischen Kern des römischen
Ritus gegenüber zeigen. Papst Montini hat es nicht getan, und nolens volens, Neuerungen approbiert, obwohl
er (lesen Sie seine Ansprachen bei Generalaudienzen 1969) wusste und verkündete, dass man „die Sprache
der Engel“ verlasse, „dem banalen“ freien Engang geben würden und „Beunruhigung“ verursachen würde.
Die Hochmut der Konzilianten und die Ächtung den Gläubigen gegenüber!
#83 Athanasius 13:44:38 | Mittwoch, 23. August 2006
@StatCrux Gegen das „für alle“ ist nun aber auch gar nichts einzuwenden. Wer sich darüber aufregt, WÜNSCHT
andern die Hölle an den Hals (und riskiert sie somit selber). 1. Was Sie schreiben ist Unsinn. 2. Sie
wittern gegen den Katechismus des Konzils von Trient, promulgiert von Papst St. Pius V. 3. Das „für alle“
ist eine Falschübersetzung, und ein Irrtum, das in keinem apostolischen Ritus vorhanden ist, dennoch
den Ritus nicht ex se invalidiert. Das „für viele“ gehört zur Integrität der Wandlungsworte, aber das
Blut vergossen „für Euch“ reicht zur Wandlung, wie im alten Ritus auch „Hoc est enim Corpus Meum“ ausreicht
und kein „Pro Vobis“ gefordert wurde. Beim Hl. Paulus lesen wir in Kor. 11:25 auch nur „Hic est Novum
Testamentum in meo sanguine“ als Wandlungswort! 4. Das „für alle“ bleibt irrtümlich, da der Katechismus
Romanus definiert das es ‘pro multis’ heisst, um von der Frucht der Erlösung zu sprechen. 5. Häretisch
ist es wohl kaum, so lange man nicht auf Apokatastasis verharrt wie Origenes, sondern Unterscheid macht
zwischen Absicht und Frucht. Die Absicht und theoretische Möglichkeit war „für alle“ (omniumque salute
pateretur, sieh Kanon am Gründonnerstag), aber die wirkliche Frucht sind ‘nur’ viele oder eine „Menge“
(multitude auf französisch). Wenn Sie, statcrux, aber nur zur Absicht haben andere (‘Lefebvristen’) zu
verdammen und böse Absichten zu unterstellen, sind Sie, dem Worte des Herren nach schuldig vor dem Sanhedrin
(Mt 5:21-30)! Halten Sie dann die Schnauze!
#82 stat crux 13:35:39 | Mittwoch, 23. August 2006
Tatsächlich, Athanasius, Sie scheinen allmählich aus der integralistischen Falle herauszukommen. Das
ist für den seriösen Zweig der SSPX-freaks auch die einzige Chance. Man muss sich definitiv abgrenzen
von den okkulten Irren, die eine gültige Neuordnung des römischen Ritus in „Häresieverdacht“ etc. bringen.
Unitatis redintegratio!
#81 AthanasiusII 13:33:35 | Mittwoch, 23. August 2006
@Murx IV Hw. Pierre Blet SJ ist Professor für Kirchengeschichte usw. an der Päpstlichen Universität
‘Gregoriana’ zu Rom und war zeitlang auch Professor am Seminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad, Bodensee.
#80 Athanasius 13:32:11 | Mittwoch, 23. August 2006
@ III. Teil der Trilogy an Murx Mal ganz ehrlich, so wie man den NOM in den meisten französischen und
deutschen Gemeinden jeden Sonntag sieht, so hat auch JPII zelebriert. Das können also keine Mißbräuche
sein, wenn JPII tatsächlich Papst war. „Wenn“, „wenn“. Fallen Sie hier nicht in die ‘wissenschaftliche’
Vorausvernichtung? JP II. hat nicht die Handkommunion gutgehiessen (wie Benedikt XVI. mehr oder weniger
wohl tat, obwohl er die Folgen bedauerte), hat auf lateinisch in Privatmessen zelebriert (aus erster Hand
aus dem Vatikan, mir gegenüber bestätigt von einem Gläubigen der dabei war). Die Privatkapelle JP II.
hatte nur ein ad-orientem-Altar. Im Sommer 2002 zelebrierte JoPa II. in Castelgandolfo privat sogar die
‘Tridentinische’ Hl. Messe (Quelle: Hw. Pierre Blet SJ, Una Voce France, Juillet-Août 2002). Was zählt,
ist doch nicht unsere private Auslegung der Rubriken, sondern die Praxis der Kirche ist Richtschnur für
die Auslegung ihrer Gesetze. Oder hat uns da JPII in die Irre geführt? Die liturgischen Verirrungen,
Sünden, Sakrilege usw. der kirchlichen Bediener (inkl. Papst) besagen nichts über den offiziellen Ritus.
Der Ritus muss beurteilt werden. Und der Ritus kann, so Hw. Anthony Cekada sogar (sic!), nicht als in
se häretisch oder schlecht betrachtet werden. Ungültigkeit zu Unterstellen ist Unsinn, sogar beim „für
alle“. Man sollte sich mal zum Hl. Thomas von Aquin halten!
#79 stat crux 13:25:39 | Mittwoch, 23. August 2006
Murx mal wieder! Gegen das „für alle“ ist nun aber auch gar nichts einzuwenden. Wer sich darüber aufregt,
WÜNSCHT andern die Hölle an den Hals (und riskiert sie somit selber).
#78 AthanasiusII 13:25:02 | Mittwoch, 23. August 2006
@Karl Murx Teil II. Massenkommunionen mit durchgereichten Hostienkörbchen von Hand zu Hand, überhaupt
die Handkommunion, Messdienerinnen, Massenkonzelebrationen, Tanzeinlagen, synkretistische Vermischungen,
die schweizer Hochgebete. Das hat es bei päpstlichen Messen JoPa II. wohl nicht oder kaum gegeben. Weiterhin
die landessprachlichen Texte selbst, wie sie JPII selbst benutzt hatte („für alle“ statt „für viele“).
JPII hatte privat hauptsächlich auf polnisch zelebriert. Ah oui. Und auf Polnisch heisst es „za wielu“,
„für viele“. Wie auf französisch „pour la multitude“. Übrigens mag das „für alle“ irrtümlich sein,
die Gültigkeit greift es nicht an, und tatsächlich die Erwähnung dass Jesu Blut und Leiden für alle
war im Messritus nicht häretisch. Sonst wäre die wahre Römische Messe (trid. Ritus) auch ‘häretisch’.
Am Gründonnerstag heisst es ja im Kanon: „Qui pridie quam pateretur pro nostra omniumque salute hoc est
hodie…“ Das „für alle“ hatte er in „Ecclesia de Eucharistia“ ausdrücklich gutgeheißen. Stimmt war
aber eine Falschübersetzung. Originalsprache war Italienisch „per tutti“.
#77 Athanasius 13:20:18 | Mittwoch, 23. August 2006
@Karl Murx Teil I. Offizielle Texte sind auch alle Übersetzungen, die approbiert sind. Ein von der Kirche
approbierter Ritus kann weder ungültig noch schlecht sein, noch ist es möglich, daß sich die Kirche
in der Praxis durch einen schlechten Ritus landauf landab präsentiert, sonst wäre sie ja unsichtbar.
Der Ritus nicht, nein. Aber die Übersetzungen sind nicht von der Unfehlbarkeit betroffen. Ihre letzte
Zeile ist Unsinn, da dies etwa im Deutschland des 16. Jh. der Fall war. Nicht umsonst haben Pius V. und
Trient eingegriffen. Pfarrer können den Ritus missbrauchen und es kann einen häretischen liturgischen
Geist herumwehen im Zusammenhang. Das geht nicht gegen die Infallibilitas! Apropos Mißbräuche und angeblich
falsche Anwendung durch die Ortsbischöfe: Maßstab für die richtige Auslegung der Rubriken muß doch
das sein, was z.B. JoPa Zwo während der Jahrzehnte selbst praktiziert hatte: Sicher. Dazu werde ich dann
auch vieles sagen. Dennoch: nicht die Praxis des Papstes ist entscheidend, sondern die der promulgierten
Weisungen, also im lateinischen Missále Románum 1970 (Paul VI.).
#76 stat crux 13:06:46 | Mittwoch, 23. August 2006
@Bonjour Diesmal stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Sie haben die ius-Lüge auf den Punkt gebracht. P.
Pfluger wagt diese Deutlichkeit nicht. Wenn er sagt, der NOM sei „schlecht“, meint er: sündhaft, häretisch.
Das Messverständnis ist aber ganz und gar verlogen, ritualistisch und lieblos. Es trägt der alten Messe
den größten nur anzunehmenden Schaden ein, sie zur Plattform einer neu erfundenen „Tradition“ zu machen,
die nur noch ästhetisch der alten ähnlich sieht, aber ganz bitteren Wein in auf „klassisch“ getrimmte,
brandneue Schläuche abfüllt. Diese neue Religion „kann“ nicht nur abdanken, sie muss abdanken, denn
sie übt Verrat am Wesen des Christentums.
@ Möchtegern Kathole Wenn Sie so versessen auf eine Diskussion sind, eine Frage. Sie behaupten in Ihrem
ersten Beitrag, die Verlagerung des Tabernakels auf einen Seitenaltar sein die „schönste“ Häresie des
II. Vatikanums gewesen. Später räumen Sie selbst ein, dass es dies schon früher gegeben habe und auch
heute noch in gewissen Fällen sinnvoll sei. Wie passt das zusammen? @ Matt Es ist ein Stimmungsritual,
an dem sich die Gemeinde auch begeistern und entzücken kann, wenn sie es in gottwohlgefälliger Andacht
begeht. Aber es ist nicht in der Materie, sondern in der Bedeutung. Eindeutig protestantisch, wie auch
Ihre übrigen Einlassungen hier. @ DDL Die Romane J.R.R.Tolkiens haben mit dem Christentum nicht das Geringste
zu tun und sollen es auch nicht – Tolkien verabscheute Allegorien jeder Art. Da sitzen Sie aber einer
Mindermeinung auf. Wieso heißt denn die Minenstadt im Herrn der Ringe ausgerechnet Moria, wie der Tempelberg
in Jerusalem? Warum kommt bei Helmsklamm die Rettung von Osten, mit der aufgehenden Sonne? usw.
@ M. C. Sie (und denen Sie regelmäßig applaudieren) führen es einem immer wieder von neuem vor Augen.
Andere in die Psychiatrie oder gar in den Tod zu wünschen, sie in unflätigster Weise zu beschimpfen
und ihnen gar nachzustellen, gleichzeitig selber aber kein Problem damit haben, sich allsonntäglich zum
„Domine, non sum dignus“ an die Brust zu schlagen – eine solche Religion kann abdanken. Allerdings fordert
es die Ehrlichkeit den ernstzunehmenden katholischen Schreibern gegenüber, hier Ihr Pius-Sektenanhängertum
ausdrücklich zu erwähnen. Gehen Sie also ruhig weiter dorthin und wispern kniend „Bilde mein Herz nach
deinem Herzen“. Was dabei rauskommt, sieht man.
Grüß’ Dich, Aloah! Wir sind sicher, wie so oft, einer Meinung: gerne würde man mit ihm ernsthaft diskutieren,
er jedoch ist gar nicht auf Erklärung, Erläuterung, Verstehen aus, sondern auf Provokation, auf Lächerlich-Machen,
auf eitle Selbstdarstellung. Und es geht immer nach derselben Masche (was leicht nachvollziehber ist an
hand dessen, was wir hier so mit ihm erlebt haben): Provokation, diskussionsmäßig-argumentative Niederlage,
Schmerzgeschrei in Form von persönlichen Beleidigungen und dann: Geheul, wenn man zurückbekommt, was
man ausgeschickt hat (so wie 1917 die Gasangriffe bei Gegenwind!! Nur stank damals das Gas nicht so).
Ich wünsche Dir einen schönen und erfolgreichen Tag – wir hören voneinander! Maurice.
Und ich hatte gedacht, das Kerlchen sei in der Klinik und dort könne ihm geholfen werden … Immer noch
derselbe selbstverliebte Schwachsinn. Mein Vertrauen in die Psychiatrie war nie besonders groß, aber
nun …
Ich hatte das neulich schon’mal gefragt… …aber irgendwie fand sich niemand bemüßigt, das zu beantworten:
Wieso sollte es für einen ohnehin omnipräsenten Gott nötig (oder möglich!) sein, erst anlässlich
einer Zeremonie „gegenwärtig“ zu werden? Was denn nun? IST er omnipräsent oder NICHT? Und falls ja,
wie darf man sich das zusätzliche „gegenwärtig“ dann vorstellen? Ist da dann doppelt soviel Gott pro
Kubikmeter wie sonst, oder was will man damit sagen? Die katholischen Riten sind entschieden sehr merkwürdig.
@Matt Gehn’s, was soll denn das Gerede von „pseudo-christlichem Fantasy-Spuk a la LoR“ da unten? Die Romane
J.R.R.Tolkiens haben mit dem Christentum nicht das Geringste zu tun und sollen es auch nicht – Tolkien
verabscheute Allegorien jeder Art. Sie können ja gerne ‘mal erläutern, wo Sie sich da „pseudochristliche“
Elemente einbilden – ich möchte wetten, dass es sich dabei um uralte Sagenmotive handelt, die später
AUCH vom Christentum adaptiert wurden (man war biblischerseits ja recht eifrig im Aufklauben bereits vorhandener
Sagenmotive anderer Kulte und Kulturen). Sie meinen aber wahrscheinlich „Die Chroniken von Narnia“ von
C.S.Lewis, die mit dem LotR nichts zu tun haben außer dem Umstand, dass die beiden Autoren eng befreundet
waren. Diese wiederum sind allerdings nicht pseudochristlich, sondern kitschchristlich.
Falschfahrer dieses „Interview“ entlarvt mehr vom Wesen des Herrn Pfluger und seiner Gesinnungsgenossen,
als ihm wohl lieb ist. Ich erinnert mich an folgenden Witz, den wohl die meisten kennen werden: „Verkehrsdurchsage
im Radio: Vorsicht vor einem Falschfahrer auf der Axy Richtung Köln zwischen den Anschlussstellen A1
und A2. Sagt der Fahrer: was heißt hier EIN Falschfahrer?
#67 Bernardin † 23:45:14 | Dienstag, 22. August 2006
MOECHTE-GERNE Schon mal etwas von einer knieenden Theologie gehört? Beachte Deine Antwort! Ich hoffe,
dass Du Deine Argumente auch verinnerlicht hast, also dass Du sie auch lebst! Beachte Deine Antwort! Und
jetzt: Erkläre mal Deine Theologie des Altars, wenn Du eine kennst, eine hast!
Die Messe ist zunächst eine Symbolik, eine Gedächtnisfeier oder glaubst Du etwa während des Empfangs
der Kommunion werden die Menschen automatisch mit dem Geist Jesu erfüllt? Davon habe ich aber noch nichts
gemerkt. Es ist ein Stimmungsritual, an dem sich die Gemeinde auch begeistern und entzücken kann, wenn
sie es in gottwohlgefälliger Andacht begeht. Aber es ist nicht in der Materie, sondern in der Bedeutung.
Eben aus diesem Grunde, weil ich die Bedeutung kenne, brauche ich auch die Materie nicht mehr und ziehe
es persönlich vor auch keiner Eucharistiefeier mehr beizuwohnen. Ich lebe die Bedeutung einfach aus,
verstehst du, ohne Rituale. Weil die mir nämlich im Grunde lästig sind. Das ist aber nur mein Weg.
@Bernardin einer Ihrer Kommentare, viele Fehler: * „Du Hüpfer“: das ist dumme Polemik * „Gib dich nicht
so fromm“: eine theologische Diskussion hat nichts mit Frömmigkeit zu tun *„Schreibe nur das, was Du
lebst“: wie sollte man denn thologische Argumente „leben“ ? * „Kennst du Möchte-Gern die Bedeutung des
Altars?“ Vermutlich haben wir unterschiedliche Ansichten darüber, und Sie sind der Meinung, dass Ihre
richtig ist Sie haben mir vorhin geschrieben:„Du bist ein negativer Mensch, ein kranker Mensch! Wenn
Du Tiefgang hättest … „ Wollen Sie provozieren? Sind sie betrunken, dass Sie so rumpöbeln? Für heute:
Gute Nacht
@ möchtegern „die Verehrung ist die Weiterführung jenes Heilsgeschehens, das in der Messe vor sich geht,
nach der Messe. „ Und gerade deshalb soll der Tabernakel nicht auf dem Altar stehen, denn die Weiterführung
der Verehrung geht nach der Messe vor sich. „Die Erneuerung wird dadurch zeichhaft in der alten Messe
mit einem Emporheben der Hostie nach der Wandlung.“ Nicht nur in der alten Messe, diesen Brauch kennt
man, so unglaublich es klingt, auch im NOM, so gilt auch das von ihnen gesagte, für die erneuerte Liturgie: „
D.h. Christus opfert sich selbst und bleibt bis zum Ende der Welt in der Mitte der Kirche – das ist das
Zeichen.“ „Ihr Zeichen: er opfert sich und wird dann weggeräumt“, das ist falsch. Der Tabernakel hat,
wie ich durch meine Zitat unten angeführt habe, an einem würdigen Ort zu stehen, an dem er für die
Gläubigen zur Anbetung zugänglich ist.
Zitate „Anstatt den evangelischen Christen etwas von der «Fülle des (katholischen) Glaubens» (Hebr.10,22)
zu vermitteln, Hebr 10, 21f: Da wir einen Hohenpriester haben,der über das Haus Gottes gestellt ist,
²² lasst uns mit aufrichtigem Herzen und in voller Gewißheit des Glaubens hintreten, das Herz durch
Besprengung gereinigt vom schlechten Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser. Diese Art des
Zitierens sagt alles!
@Guldin und Bernardin Bernardin geht also von der Polemik zu Beleidigungen über. Polemik brachte er,
weil er keine Argumente hatte, und Beleidigungen bringt er, weil ich seine Polemik als solche bezeichnet
habe. @Guldin: es ist keine Schwierigkeit, dass Christus schon da ist, obwohl er in der Wandlung aus Brot
und Wein „neu“ gegenwärtig würde, denn: er ist in der Tat real vorhanden!!!! Genau dies muss durch eine
zeichenhafte Darstellung auch ausgedrückt werden, nichts anderes! Was ist die Lösung? Christus ist im
Tabernakel vor und nach der Messe (glaube da besteht zwischen Ihnen und mir Konsens). Was passiert in
der Wandlung? – das Messopfer – weiteres Brot wird dabei Leib unseres Herren Jesus Christus Warum soll
die Anwesenheit Christi zu Beginn dieses Messopfers das Messopfer selbst verschleiern? Schließlich ist
es auch der tatsächliche Tatbestand. Das Heilsgeschehen wird nicht vertuscht dadurch, dass man Christus
im Tabernakel verehrt – die Verehrung ist die Weiterführung jenes Heilsgeschehens, das in der Messe vor
sich geht, nach der Messe. Das Heilsgeschehen beginnt nun nicht mit der Messe (oder Wandlung) und endet
damit, sondern es bleibt kontinuierlich seit der Auferstehung bestehen und wird in der Messe erneuert.
Die Erneuerung wird dadurch zeichhaft in der alten Messe mit einem Emporheben der Hostie nach der Wandlung.
D.h. Christus opfert sich selbst und bleibt bis zum Ende der Welt in der Mitte der Kirche – das ist das
Zeichen. Ihr Zeichen: er opfert sich und wird dann weggeräumt
ad matt Matt, wenn Sie die Heilige Kommunion empfangen (die lehnen Sie doch hoffentlich nicht auch ab),
was glauben Sie ist diese Hostie?… Und genau so vehält es sich auch mit dem Allerheiligsten Sakrament
des Altares. Es ist kei- ne Versinnbildlichung, sondern die Gegenwart Christi.
@ möchtegern ich empfehele dir dringend, die Entwicklung der Aufbewahrung des Allerheiligsten zu studieren.
Und zwar ligurgiegeschichtlich, theologisch, kultur- und kunstgeschichtlich. Wenn du dies getan hast und
immer noch gleicher Ansicht bist (was ich bezweifle, wenn Du dies ernsthaft studiert), melde dich wieder
und dann nicht mit nachgebeteten Argumenten.
der Priester ist die sinnbildliche Anwesenheit Jesu Christi also wozu brauche ich dann noch dieses Ding,
dieses Stück Goldschmiedekunst. Ein lächerlicher Plunder ist das für mich ein Kirchenkitsch vom Feinsten.
nicht böse sein
#55 Bernardin † 22:53:31 | Dienstag, 22. August 2006
DU MOECHTE-GERN Dir Argumente liefern ist vergebliche Liebesmühe! Du kennst doch nur Dich und Deine Ideen!
Du bist ein negativer Mensch, ein kranker Mensch! Wenn Du Tiefgang hättest, dann würdest Du nachdenken
über die wirkliche Bedeutung des ALTARS! DER ALTAR hat seine eigene Bedeutung!
@ möchtegern Sie verdrehen mit ihrer scheinbaren Argumentation, die Aussage. Auf dem Zelebrationsaltar
wird wärend der Messe Christus gegenwärtig. Wenn Christus wärend der Eucharistiefeier schon auf dem
Altar (im Tabernakel) real gegenwärtig ist, dann verschleiert dies die zeichenhaftigkeit des Heilsgeschehens.
darum geht es. Die Autoren des NOM haben sich also durchaus etwas gedacht. Es geht gerade nicht darum
Christus in eine ecke zu stellen, sondern im Gegenteil ihn gerade als Zentrum des Heilsgeschehens sichtbar
zu machen. Ist dies so schwer zu verstehen?
@Bernardin und Guldin Bernardin geht gleich zu Polemik über und überspringt seine Agumente. Hat er keine?
Guldin zitiert das von mir kritisierte Messbuch. Darin lesen wir: Der Zeichenhaftigkeit entspricht es
mehr, dass auf dem Altar … kein Tabernakel steht Genau das wird ja kritisiert. Die Autoren geben zu,
dass es „zeichenhaft“ ist! Ja genau, zeichenhaft für die marginalisierte Stellung des Tabernakels, dem
die Mitte nicht mehr gegeben wird! Zeichhaft dafür, dass man Christus auch sonst in die Ecke stellt!
Dass die Autoren des NOM-Buches das zugeben, ist ebenfalls kein Argument. Das kritisierte Subjekt als
‘Information’ hinzustellen ist wiederum eine Verdrehung – Frage ist nicht, dass die NOM-Leute das so schreiben
und machen, sondern warum sie es so schreiben und machen! Ihr habt bis jetzt kein einziges Argument dafür
gebracht!
#52 Bernardin † 22:45:04 | Dienstag, 22. August 2006
FLATRATEPOWER Ich glaube, Sie müssen Ihre Hoffnung aufgeben! Der Kampf gegen die KREUZ.NET und den EWIGGESTRIGEN
ist ein Kampf gegen Windmühlen! Hier kann man sich fast nur ärgern und sich schämen, dass sich gewisse
Leute auch als KATHOLISCH BEZEICHNEN. Dies hier ist sehr oft ein Tummelplatz für Kranke!
ich meine ja: diese sinnbildliche Hostie… oder was das sein soll, dieses Ding, das man aufstellt um
es anzubeten. Ich finde es lächerlich dieses Ding. Man wollte einmal von mir, dass ich mich da niederwerfe
vor so einem Allerheiligsten. Das habe ich abgelehnt, weil ich es lächerlich fand mich vor so einem Ding
zu beugen. Das ist fast schon Abgötterei. War mir unliebsam.
#49 Bernardin † 22:34:35 | Dienstag, 22. August 2006
GULDIN Ihre Antwort zeigt klar und deutlich, dass es den TRADIS gar nicht um die Liturgie geht. Diese
benützen sie nur als Feigenblatt für Ihre Ideologien:
das „Allerheiligste“ ? Es widerstrebt mir seit jeher ein Stück Goldschmiedekunst anzubeten. Ich bussle
auch keine Kreuze ab oder trage Rosenkränze mit mir rum, oder Amulette, Ketterln oder ähnliches. Die
entsprechenden Gegenstände zur Durchführung der Eucharistie, bitte schön, das sind rituelle Geräte
notwendig für den Gottesdienst. Aber dieses sog. Allerheiligste nah!, dieses Stück Schmiedemetal. So
was bringt mich nicht in Stimmung. Man nimmt es aus dem Kästchen und tut es hätscheln und pflegen…nah!
lächerlich. Ich möcht gern wissen seit wanns das gibt, weil das mißfällt mir.
Zum 6.mal Werbung Zum 6.mal lese ich jetzt bei kreuz.net Werbung für diese FSSPX-Aktion. Werbung für
die „Kirche von unten“ habe ich hier noch nicht gesehen. Ob kreuz.net nicht katholisch ist? Ich meine
Piusbruderschaft und Kirche von unten sind es nicht… flatratepower
Bernardin Ich könnte problemlos über die geschichtliche Entwicklung der Aufbewahrung des Allerheiligsten
diskutieren. Da käme manch einer der Tradis aus seinem rosa Wölkenchen auf die reale Welt zurück. Denn
der Tabernakel auf dem Zelebrationsaltar ist eine neuzeitliche Entwicklung, genauso wie das als altertümlich
angeführte Sakramentshäuschen. Wenn schon, müssten wir ins 8. Jh. zurückgreifen die sogenannten „Chrismale“
wieder einführen. Wäre den Tradis aber wohl zu unwürdig.
#45 Bernardin † 22:19:58 | Dienstag, 22. August 2006
GULDIN Leider lehnen diese Typen solche Gedanken und Ordnungen, die Sie nennen, total ab. Für die hat
nur Gültigkeit, was vor 3000 Jahren mal galt!!!!!!! Gerade der Heilige des gestrigen Tages, Papst Pius
X, ist ein guter Zeuge, dass nicht ALLES BEIM ALTEN bleiben muss!
@ möchtegern Bitte informiere Dich zuerst über Liturgie und die würdige Einrichtung des Altarraumes,
bevor Du deine Privatmeinung als massgebend hinstellst. ALLGEMEINE EINFÜHRUNG IN DAS RÖMISCHE MESSBUCH
EDITIO TYPICA 3a (2002) 315. Der Zeichenhaftigkeit entspricht es mehr, dass auf dem Altar, auf dem die
Messe gefeiert wird, kein Tabernakel steht, in dem die Allerheiligste Eucharistie aufbewahrt wird. Daher
soll der Tabernakel nach dem Urteil des Diözesanbischofs seinen Platz finden: a) entweder im Altarraum,
außerhalb des Zelebrationsaltars, in angemessener Form und an geeignetem Ort; nicht ausgeschlossen ist
ein alter Altar, der nicht mehr zur Zelebration verwendet wird (vgl. Nr. 303); b) oder auch in einer für
die private Anbetung durch die Gläubigen und für das Gebet geeigneten Kapelle, die mit der Kirche organisch
verbunden und für die Gläubigen sichtbar sein soll.
#43 Bernardin † 22:09:44 | Dienstag, 22. August 2006
MOECHTE-GERNE Sire möchten gerne sein, sind es aber zum Glück nicht! Ihre primitive Antwort zeigt, dass
es Ihnen einfach passen muss! Verbohrt! Wissen Sie eigentlich, ab wann ein Tabernakel auf dem Altar einer
kath. Kirche stand? Was wissen Sie von der katholischen Liturgie, Sie Möchte-Gern!
@Sirilo und Bernardin ich habe ja auch nicht gesagt, dass der Tabernakel immer und überall in der Mitte
war. Es gibt im Einzelfall Gründe, darauf zu verzichten, z.B. wenn eine Kirche ständig auch eine andere
Verwendung hat, oder unandächtige Besuchermassen durchströmen – dass man in einer Nebenkapelle in Ruhe
beten kann, oder wenn eine Kirche renoviert wird, oder wenn eine Kapelle für die ewige Anbetung eines
Klosters nebenan existiert, architektonische Gründe können im Sonderfall etwas anderes bedingen, z.B.
wenn ein Altar sehr weit vom Volk entfernt ist und man den Tabernakel zur Anbetung näher hinbringen möchte
oder oder oder … Dann mag man ein Sakramentshäuschen bauen. Es mag auch früher schon die Boshaftigkeit
gegeben haben, Christus aus der Mitte in die Ecke zu stellen. Ergo: so ein Beispiel sagt gar nix, trägt
zur Diskussion nichts bei, ist ein Scheinargument! Problem ist und bleibt, dass der Ecken-Tabernakel zur
Regel geworden ist, auch wenn (wie es die Regel ist) für einen zentrale Position nichts spricht! So ein
Beispiel als „Gegenargument“ zu bringen zeigt höchstens, dass Ihr keine Argumente habt.
#41 Bernardin † 21:51:58 | Dienstag, 22. August 2006
SIRILO Sehrt guter Kommentar zu diesem Unsinn! Nicht nur das von Ihnen angegebene Sakramentshäuschen,
sondern alle alte Kirchen mit einem Sakramentshäuschen zeigen sehr klar und deutlich, welcher Unsinn
von diesen liturgischen Nörglern und Ewiggestrigen verzapft wird!
@möchtegern… Der Tabernakel stand in katholischen Kirchen keiswegs immer in der Altarmitte. Ein gutes
Beispiel dafür ist das Sakramentshäuschen von Adam Kraft in der Nürnberger St.-Lorenz-Kirche (1496),
das links vom Hauptaltar an einem Pfeiler steht.
#39 Karl Murx 20:52:47 | Dienstag, 22. August 2006
Tja, so ist das leider! Und dabei ist eigentlich noch nicht einmal klar, was denn die angeblich legal
promulgierte Form des NOM auf Latein sein soll: Diejenige aus der Promulgation, oder diejenige aus der
Editio typica? In erster heißt es „da his famulis tuis“ und in letzterer „da in hos famulos tuos“. Lassen
wir einmal den dogmatischen Bedeutungsunterschied zwischen dem Dativ und „in“ + Akkusativ beiseite und
betrachten das rein kanonisch: Welche Form ist den jetzt forma specifica promulgiert? Diejenige aus dem
Promulgationsbrief, die sich in den Acta Apostolicae Sedis findet, oder die aus der Editio typica? Wer
es vergleichen will: Editio typica www.angelfire.com/…s/pr1968priests.html versus Promulgation www.vatican.va/…calis-romani_lt.html
#38 Pater Lingen 20:24:36 | Dienstag, 22. August 2006
Natürlich hat Lefebvre viele Sympathisanten Lefebvre steht ja selbst für das Chaos, für die Rebellion
gegen die kirchliche Ordnung bis zum extremen Exzess: „Dem Papst muss man / darf man nicht gehorchen!“
Diese Haltung ist sowieso die Grundlage der V2-Sekte, und man sieht ja, mit welch eiserner Hand nun Ratzinger
gegen Apostaten vorgeht, die – ganz ähnlich wie Lefebvre – gegen den päpstlichen Primat rebellieren:
Z.B. lädt er Hans Küng zum Abendessen ein. Zu dieser „Alte-Messe“-Nostalgie nun s. den entsprechenden
Abschnitt in der Sammlung typischer Tradi-Häresien: »The Mass is all that matters. This group will accept
anything as long as they have their „Latin Mass“. It is as if they have started a „Latin is Lovely Club“.
These people do not care at all about the Laws of the Church or her doctrines, they are unconcerned about
Apostolicity, jurisdiction, or authority, as long as they have their ceremonies. It makes no difference
to them whether they go to the Novus Ordo (Modernist new order Church of Vatican II) „Indult Mass,“ an
apostate, or heretical one, as long as it is done in Latin. This group has made it possible for many „independent“
clergy to spring up.« friarsminor.org/xx2-12.html
eine Häresie ex opere eine der „schönsten“ Häresien der nachkonziliaren Reformen ist der Tabernakel
auf dem Seitenaltar. Katholischer Glaube: Hostie=Christus auch nach der Messe Folglich muss man der Hostie
dieselbe Ehre erweisen wie Christus. Man plaziert sie aber nur auf den Seitenaltar, oder sogar ganz woanders
(Seitenkammer habe ich schon gesehen). Damit nimmt man Christus die Ehre. Oder man leugnet damit, dass
er der Herr ist – denn Gott gebührt sicher der Platz in der Mitte. Dadurch „sagt“ der Priester, der das
macht, dass Christus nicht real präsent ist. Schade eigentlich. Warum macht man das? Weil in manchen
protestantischen Kreisen Christus nicht mehr in der Hostie sei – zumindest nach der Messe. Und weil man
diesen protestantischen Glauben weithin angenommen hat. Sicher spricht das kaum ein nachkonz-Priester
aus, aber die meisten machen es – und durch Taten kann man eben auch Häresien verbreiten. => Traue keinem
Priester, der seinen Gott, den Gott Israels, den Schöfper von Himmel und Erde, den ewigen Richter alles
irdischen, aller Seelen in den Nebenschrank stellt (und sich selber auf die Kanzel). Gott lässt seiner
nicht spotten.
Reaktionen Die Zahl derjenigen Priester und Seminaristen, die den Film bestellt haben – oft mit einem
Ausdruck der Dankbarkeit an die Priesterbruderschaft St. Pius X. und Erzbischof Lefebvre – übersteigt
die Zahl jener, die zur Feder gegriffen und die Liturgiereform verteidigt haben ziemlich genau 100 Mal.
Welcher Priester setzt sich schon hin und schreibt einen Brief in Antwort auf eine unverlangt eingehende
Werbung für eine CD …ich denke mal, die meisten Priester haben diese Post in den dafür vorgesehenen
Behaltern gelegt.
#35 Karl Murx 18:33:17 | Dienstag, 22. August 2006
@Atha: Was ist denn der offizielle Text? Oder reden wir besser von offiziellen Texten. Offizielle Texte
sind auch alle Übersetzungen, die approbiert sind. Ein von der Kirche approbierter Ritus kann weder ungültig
noch schlecht sein, noch ist es möglich, daß sich die Kirche in der Praxis durch einen schlechten Ritus
landauf landab präsentiert, sonst wäre sie ja unsichtbar. Apropos Mißbräuche und angeblich falsche
Anwendung durch die Ortsbischöfe: Maßstab für die richtige Auslegung der Rubriken muß doch das sein,
was z.B. JoPa Zwo während der Jahrzehnte selbst praktiziert hatte: Massenkommunionen mit durchgereichten
Hostienkörbchen von Hand zu Hand, überhaupt die Handkommunion, Messdienerinnen, Massenkonzelebrationen,
Tanzeinlagen, synkretistische Vermischungen, die schweizer Hochgebete. Weiterhin die landessprachlichen
Texte selbst, wie sie JPII selbst benutzt hatte („für alle“ statt „für viele“). JPII hatte privat hauptsächlich
auf polnisch zelebriert. Das „für alle“ hatte er in „Ecclesia de Eucharistia“ ausdrücklich gutgeheißen.
Mal ganz ehrlich, so wie man den NOM in den meisten französischen und deutschen Gemeinden jeden Sonntag
sieht, so hat auch JPII zelebriert. Das können also keine Mißbräuche sein, wenn JPII tatsächlich Papst
war. Was zählt, ist doch nicht unsere private Auslegung der Rubriken, sondern die Praxis der Kirche ist
Richtschnur für die Auslegung ihrer Gesetze. Oder hat uns da JPII in die Irre geführt?