Ein neuer Sex-Skandal in St. Pölten?
„Ist dies der angekündigte Neuanfang von Bischof Küng“ wird auf einem anonymen Flugblatt gefragt, das derzeit in der Diözese St. Pölten mit dem Ziel verbreitet wird, die Ernennung eines angeblich homosexuellen Priesters zum Pfarrer zu verhindern.

Gerüchten zufolge soll er in zwei Fällen fündig geworden sein. Die beiden betroffenen Priester wurden jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen. Sie standen Bischof Krenn distanziert gegenüber. Auch nachdem Mons. Küng zum Diözesanbischof aufgestiegen war, behielten beide Amt und Würden.
Zu Beginn des Jahres 2006 wurde die Sache schließlich doch ruchbar und drohte von den Medien aufgegriffen zu werden.

Mons. Küng handelte sofort. Dem einen der beiden Priester verordnete er eine Auszeit in einem deutschen Heim, das auf die psychotherapeutische Behandlung von Geistlichen spezialisiert ist.
Das Heim befindet sich in der Diözese Mainz und wird von amerikanischen Ordensfrauen geleitet, die außerdem in der Mainzer Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis betreiben.
Nach seiner Entlassung wurde der Priester, der als theologisch und liturgisch sehr liberal gilt, von Bischof Küng zum Pfarrer eines Ortes in der Diözese St. Pölten ernannt.
Zur dortigen Pfarrei gehören ungefähr 3200 Katholiken. Die Pfarrei gilt als eine der konservativsten und stabilsten Gemeinden in der Diözese St. Pölten und ist besonders für die monatlich stattfindenden Fatima-Wallfahrten bekannt.
Der bisherige Pfarrer hat die Gemeinde über 35 Jahre lang geleitet. Er ist im Mai 80 Jahre alt geworden.
Als bekannt wurde, wen Mons. Küng zum Nachfolger des bisherigen Pfarrers erkoren hat, brach im Ort ein Sturm der Entrüstung los.
Am 13. August 2006 fand wie üblich die monatliche Fatima-Wallfahrt statt, zu der viele Gläubige von auswärts angereist waren.
Als sie nach dem Gottesdienst die Kirche verließen, fanden sie unter den Scheibenwischern ihrer Autos Flugblätter festgeklemmt.
Darin wird Mons. Küng vorgeworfen, einen „Homo“ als „Fatima-Priester“ einsetzen zu wollen.
Wörtlich wird gefragt: „Ist der Priestermangel schon so groß, daß es keine anderen Priester mehr in der Diözese gibt, die für [Name] geeignet sind?“
Abschließend werden die Gläubigen aufgefordert, sich direkt bei Mons. Küng zu beschweren, dessen Adresse und Telefonnummer angegeben sind.
Das anonyme Flugblatt wurde außerdem an alle Pfarrämter der Diözese St. Pölten sowie an die Medien verschickt.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Sonntag, 27. August 2006 14:24
Alleluia: Katholisch?
So, Bischof Klaus Küng ist also katholisch? Hans Küng auch!
Donnerstag, 24. August 2006 10:39
In den letzten Tagen habe ich einige Klagen (teilweise zwischen den Zeilen) über eine massive Zensurpraxis
der Redaktion gelesen.
Ich habe dem allerdings nicht viel Beachtung geschenkt und mir gedacht, wenn man ein Posting entfernt, dann wird das wohl einen Grund haben.
Jetzt fällt mir auf, dass zwei Postings von souffleur entfernt wurden. Das erste davon habe ich gestern noch gelesen, es enthielt Angaben, die im Artikel fehlten.
Es wird zwar nichts bringen, aber trotzdem hier mal der Wink mit dem Zaunpfahl, dass es sich offenkundig um inhaltliche Zensur handelt und nicht um Entfernung von widerrechtlichem o.ä.!
Wirklich interessant dabei ist aber, dass offenbar die katholischen Nachrichten nicht nur 1) kein Interesse daran haben, zu sagen, worüber sie berichten und 2) kein Interesse daran haben, die Nachrichten verifizierbar zu machen, sondern im Gegenteil:
Es besteht offenbar massives Interesse daran, 1. den betroffenen Ort geheim zu halten und
2. die Überprüfung der Behauptungen zu verhindern.
Das spricht doch eh schon für sich!
Ich habe dem allerdings nicht viel Beachtung geschenkt und mir gedacht, wenn man ein Posting entfernt, dann wird das wohl einen Grund haben.
Jetzt fällt mir auf, dass zwei Postings von souffleur entfernt wurden. Das erste davon habe ich gestern noch gelesen, es enthielt Angaben, die im Artikel fehlten.
Es wird zwar nichts bringen, aber trotzdem hier mal der Wink mit dem Zaunpfahl, dass es sich offenkundig um inhaltliche Zensur handelt und nicht um Entfernung von widerrechtlichem o.ä.!
Wirklich interessant dabei ist aber, dass offenbar die katholischen Nachrichten nicht nur 1) kein Interesse daran haben, zu sagen, worüber sie berichten und 2) kein Interesse daran haben, die Nachrichten verifizierbar zu machen, sondern im Gegenteil:
Es besteht offenbar massives Interesse daran, 1. den betroffenen Ort geheim zu halten und
2. die Überprüfung der Behauptungen zu verhindern.
Das spricht doch eh schon für sich!
Donnerstag, 24. August 2006 00:16
souffleur: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 23. August 2006 20:54
ExBochumer †: Abwarten und Tee trinken
Warten wir es ab, bis sich Lingen zum [selbsternannten] Papst ernennen wird. Bischof will er ja schon
werden und dafür hat er bereits um Stimmen bzw. Zeugnisse geworben.
Lingen kann auf keinen Fall ernstgenommen werden.
Lingen kann auf keinen Fall ernstgenommen werden.
Mittwoch, 23. August 2006 17:03
Evelin: Besagter Priester & Psychotherapie
Bei homosexueller Neigung ist neben geistlicher Begleitung
sehr wohl eine Psychotherapie angezeigt. Das eine muss mit dem anderen nicht in Widerspruch stehen.
Wenn es um einen ganz bestimmten Priester handelt, dann kann ich dazu nur sagen, dass dieser Priester bereits von Altbischof Krenn an eine bedeutende Seelsorgestelle berufen wurde.
Hut ab, dass dieser Priester – obgleich nicht der Parade-Konservative – bereit und so demütig war, sich einer Behandlung zu unterziehen. Abgesehen davon, ist es für jemanden, der seit vielen Jahren quasi rund um die Uhr im Dienst steht, eine Auszeit nicht das Schlechteste.
Ich hoffe, dass die Auszeit auch den gewünschten Erfolg brachte. Dass die betroffenen Pfarrgläubigen Bedenken haben, verstehe ich andererseits auch.
sehr wohl eine Psychotherapie angezeigt. Das eine muss mit dem anderen nicht in Widerspruch stehen.
Wenn es um einen ganz bestimmten Priester handelt, dann kann ich dazu nur sagen, dass dieser Priester bereits von Altbischof Krenn an eine bedeutende Seelsorgestelle berufen wurde.
Hut ab, dass dieser Priester – obgleich nicht der Parade-Konservative – bereit und so demütig war, sich einer Behandlung zu unterziehen. Abgesehen davon, ist es für jemanden, der seit vielen Jahren quasi rund um die Uhr im Dienst steht, eine Auszeit nicht das Schlechteste.
Ich hoffe, dass die Auszeit auch den gewünschten Erfolg brachte. Dass die betroffenen Pfarrgläubigen Bedenken haben, verstehe ich andererseits auch.
Mittwoch, 23. August 2006 14:47
turk: Bischof Küng ist katholisch
Nugeh, „Elendester Sünder“, ein eindeutig mit aktiven homophilen Beziehungen (Mehrzahl – vom Päpstlichen Visitator schon im August 2004 unwiderrufen festgestellt) versehenes Seminar soll Kennzeichen „einer der letzten katholischen Diözesen“ sein. Ist bei Ihnen noch alles in Ordnung? Haben Sie etwa vergessen, daß Bischof Krenn gutmeinend „Gegner“ und sog. „Progressisten“ gefördert und befördert hat und daß die Diözese abgesehen von einigen Priesterweihen – nicht alle jedoch verantwortbar – nicht katholischer geworden ist? Und dann noch ein enormes philosophisches und humanwissenschaftliches Defizit bei unserem „Elendester Sünder“, der nicht weiß, daß Psychotherapie auf Basis eines christlichen Menschenbildes sehr wohl manchmal nötig ist und auch empfohlen werden kann. Wenn sich daher ein Pfarrer einer solchen Chance freiwillig stellt, so ist dies schon ein Anfang. Also, „Elendester Sünder“, nennen Sie nur einen einzigen Punkt der katholischen Doktrin, gegen die Bischof KÜng verstoßen würde. Sie werden keinen finden …
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





