In Tyrus wurden Opfer der jüngsten israelischen Massaker zu Grabe getragen. Eine Szene wie in einem Horrorfilm.
(kreuz.net, Tyrus) Die südlibanesische Küstenstadt Tyrus war am Donnerstag ein riesiger Friedhof.
Das
berichtete die libanesische Tageszeitung ‘L’Orient-Le Jour’.
230 Leichen – während der israelischen
Bombardierungen eilig in einem Massengrab beerdigt – wurden exhumiert, um sie in ihren Heimatorten zur
letzten Ruhe zu betten.
Tiefe Trauer lastete auf der Stadt. Der Überlebenskampf hat die Menschen bisher
wie unter Schock gehalten. Jetzt realisieren sie das Ausmaß der Hölle, die sie durchschritten hatten.
Der Trauertag begann mit einer Szene, die eines Horrorfilms würdig war.
Ein Massengrab in der Nähe
der Kaserne von Tyrus wurde gehoben. Särge ergreifend in ihrer primitiven Herstellungsart kamen ans Tageslicht.
Darin lagen Opfer der von der israelischen Luftwaffe verantworteten Massaker an der Zivilbevölkerung.
Die Särge waren von ungleichem Schnitt, oft schlecht geschlossen. Aus einigen von ihnen floß eine schwärzliche
Flüssigkeit.
Der Leichengeruch ist unerträglich. Schwarz gekleidete Angehörige beobachten die Szene.
Die Gesichter von Schrecken gezeichnet.
Eine Mutter, deren neunjähriges Kind im Massengrab beerdigt
wurde, will den Sarg ihres Kindes selber ausgraben. Sie sagt kein Wort. Aber ihr Blick ist so stechend
und entschlossen, daß sie niemand zurückhält.
Vor dem Regierungskrankenhaus sind bereits 112 Leichen
aufgereiht. Die Angehörigen erwarten das Zeichen zur Abfahrt.
Von Tyrus werden sie in die Bergdörfer
gebracht, über Straßen, von denen seit dem israelischen Überfall kaum noch Reste übriggeblieben sind.
Das Ausmaß der Zerstörungen ist unvorstellbar. Gelegentlich scheint es, daß irgendwo noch eine ganze
Hausfassade intakt geblieben ist. Doch hinter ihr gibt es kein Haus mehr.
Die Ortschaften sind nicht
wiederzuerkennen.
Besonders geschändet ist die Ortschaft Cana. Dort pulverisierte die israelische Armee
dreißig Kinder. Der Ort ist wie eine einzige, riesige, klaffende Wunde.
Für die am 30. Juli ermordeten
Kinder wurden in unmittelbarer Nähe des Ortes, wo sie von den Bomben getötet wurden, 29 Gräber ausgehoben.
Dort erwartete man am vergangenen Donnerstag die Kindersärge.
Das Grauen von Cana soll nicht vergessen
werden. Für die Kinder entsteht ein eigener und neuer Friedhof.
Neben jedem Kindergrab stand ein einfaches
Schild: Salma, eineinhalb Jahre, Zeinab, sechs Jahre, Ali ein Jahr und neun Monate.
Eine Frau kann ihre
Tränen nicht zurückhalten. Ihre Tochter Zeinab ist unter den Opfern. Die Mutter hält Photoalben in
der Hand:
„Mein Mann ist behindert. Wir haben uns einer fünfjährigen Behandlung unterzogen, um unser
erstes Kind zu bekommen. Das war unsere Tochter Zeinab. Heute wäre sie sechs Jahre, drei Monate und sieben
Tage alt…“
Die Mutter von Zeinab erzählt von der Nacht des 30. Juli:
„Wir wohnen in diesem Quartier.
Aber wegen der Bombardierungen in der Nähe entschlossen wir – mein Gatte und ich – uns in den Lagerraum
unserer Nachbarn zu flüchten.
Wir waren etwa vierzig Personen, die dort die Nacht verbringen wollten.
Um ein Uhr morgens geschah es. Ich habe nichts gehört, nur eine starke Druckwelle gefühlt. Mein Sohn
Hassan und ich waren mit Trümmern bedeckt.
Ich habe begonnen, meinen Sohn auszugraben. Dann habe ich
mich selber befreit. Ich wollte vor allem meine Tochter finden.
Es war stockfinster. Ich tastete in den
Trümmern um mich herum. Da berührte ich mit der Hand eine andere kalte und glatte Hand, die sich gegen
den Himmel streckte.
Ich habe begriffen, daß das die Hand meiner Tochter war. Ich habe begonnen, sie
zu küssen und aufzuwärmen. Ich wollte ihr Halt geben.
Ich sagte ihr, sie brauche keine Angst zu haben,
weil sie in den Händen ihrer Mutter sei. Ich wollte sie an meine Brust schließen.
Dann hörte ich das
Stöhnen meines Gatten, der um Hilfe rief, weil er behindert ist. Darum ließ ich meine Tochter und befreite
meinen Gatten.
Ich habe meine Tochter Zeinab nicht mehr gesehen. Ich besitze nur noch ihre Photos und
ein Herz in Fetzen.“
Der vierjährige Sohn Hassan hört die Erzählung seiner Mutter und versteckt seine
Augen mit den Händen. Er will nicht sprechen.
Vergeblich sucht sein Vater ihn dazu zu bringen, auf seine
Fragen zu antworten.
Während die Mutter sein Schwesterchen suchte, war der Kleine alleine. Die Rettungstruppen
fanden ihn, hielten ihn für tot und legten ihn zu den Leichen.
Dort merkte der Vierjährige im Halbkoma,
daß eine Katze sich ihm angenähert hatte, um seine Wunden zu lecken. Das Kind erschrak. Die Hilfstruppen
begriffen, daß das Kind nicht tot war.
Hassan wurde ins Krankenhaus gebracht und blieb dort vier Tage.
Seither hat Hassan keine Lust mehr, zu spielen.
„Die Israelis“ – sagt er mit starker Stimme – „haben
meine Schwester getötet. Wenn ich groß bin, möchte ich mir ein Gewehr beschaffen und gegen sie kämpfen.“
Der Vater im Rollstuhl wischt sich eine Träne aus dem Gesicht.
„Als meine Tochter nach fünf Jahren
Ehe geboren wurde, war das für mich eine riesige Freude“ – sagt er: „Sie war meine Königin und meine
Fee.“
„Jetzt hat Gott sie mir wieder genommen. Ich kann mich gegen seinen Willen nicht auflehnen. Aber
wenn ich in der Lage wäre, würde ich unter dem Banner der Hisbollah in den Krieg ziehen. Meine Tochter
ist tot. Aber meine Würde und die Würde des Volkes im Süden sind intakt.
Dank der Hisbollah können
wir unser Haupt aufrecht halten. Wenn wir auch geliebte Menschen verloren haben, haben wir dennoch die
Freiheit des Gedankens und unseren Stolz bewahrt.“
Vor dem Friedhof hat sich eine große Menschenmenge
versammelt.
Der Leichenzug mit den Särgen ist ins Dorf eingefahren.
Scheich Nabil Kaouk – der Verantwortliche
der Hisbollah im Südlibanon – befindet sich unter den Anwesenden, um die Bevölkerung in dieser schwierigen
Zeit zu unterstützen.
Im Himmel hört man das Geräusch eines unbemannten israelischen Aufklärungsflugzeuges.
Seit dem Ende der Militäroperationen hat es den Himmel über dem Libanon nicht verlassen. Nichts entgeht
seinen Kameras.
„Sie sehen alles“ – schreit eine schwarz angezogene Frau:
„Sie sollen darum mit ihren
Lügen aufhören. Sie wissen genau, daß die Hisbollah von Cana aus keine Raketen abgeschossen hat.“
„Sie sind Kriminelle und Mörder. Aber sie werden uns nicht überwinden. Sie haben noch nicht begriffen,
daß der Libanon ihnen immer die Stirne bieten wird.“
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51 Lesermeinungen
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@ DDL Bei Diskussionen über Physik und Maschinenbau etc. überwiegen ganz klar die Fakten, die nicht
zu leugnen sind, bei Diskussionen über Politik spielt die individuelle Grundhaltung schon eine größere
Rolle. Bei Diskussionen über Religionen muss man immer bedenken das Gott vom irdischen Standpunkt aus
gesehen nicht zu 100% beweisbar ist. Der Diskutant ist hierbei immer auf gewisse Gottesoffenbarungen angewiesen,
für mich als kath. Christ ist das die hl. Schrift und das Lehramt der Kirche. Wenn auch andere Religionen
z.T. aus der Uroffenbarung auch Teilwahrheiten haben ist die Fülle der Wahrheit für mich nur in der
hl. Kirche zu finden. Für mich ist Gott unendlich, gut und gerecht, was für den menschlichen Verstand
fast nicht unter einen Hut zu bringen ist. Wie kann ein „Guter Gott“ so viel Leid auf der Erde zulassen?
Eine wirklich schwere Frage, Ich kann sie mir nur damit beantworten, das das Leben hier auf der Erde eigentlich
nur ein Fingerschnippen im Vergleich zur Ewigkeit ist und das wir frei sind uns für und gegen Gott zu
entscheiden. Natürlich sind wir Menschen Gottes Ebenbild, leider ist der göttliche Abglanz bei uns durch
die Erbsünde (übrigens auch der Grund warum wir sterben müssen) stark in den Hintergrund getreten.
Ob Gott vor Ghandi bestanden hat? Das wollen wir doch hoffen, Ghandi konnte sich ja auch für oder gegen
ihn entscheiden.
@Sozialkatholisch Das ist es, was ich an Theologie so hasse: Man kann nie bei einem Aspekt bleiben, immer
werden sofort zehn neue aufgeworfen… Da sagen Sie so simpel, dass Gott „unendlich gut“ sei. Und sofort
denke ich: Wie KANN man ein allmächtiges Wesen auf „gut“ festlegen? In dem Moment, in dem man das tut,
versagt man ihm ja die Fähigkeit, Böses zu tun? Was heißt überhaupt „unendlich gut“? „Unendlich“ ist
uferlos, sprich: Ein „unendlich“ gutes Wesen dürfte, um keinen Preis irgendetwas Böses geschehen lassen,
sofern es in seiner Macht stünde, es zu verhindern… wir wissen wenig über diesen Gott, aber dass DAS
nicht der Fall ist, wissen wir. Er kann also sehr, meinetwegen auch „sehr, sehr“ gut sein – unendlich
gut aber nicht, denn das würde die Existenz des Bösen an sich negieren. Ob Ghandi „vor Gott bestanden
hat“, wissen wir in der Tat nicht. Aber das wissen wir ja eh’ von NIEMANDEM, insofern kürzt sich das
‘raus. Ghandi hat vor den MENSCHEN bestanden, das ist ja immerhin schon’mal mehr, als viele von sich sagen
können. Fragt sich ‘mal wieder, wie weit wir tatsächlich „Gottes Ebenbild“ sind, denn das ließe Rückschlüsse
darauf zu, wie weit unser Urteil seinem ähneln müsste. Eine interessante Frage wäre übrigens, ob umgekehrt
Gott vor Ghandi bestanden hat, nicht? Das hätte für Sie ungleich gewaltigere Konsequenzen… schade,
dass wir auch das nicht wissen. Eigentlich wissen wir ja gar nix außer dem, was ein paar Menschen gesagt
und später auf- und abgeschrieben haben…
@ DDL Ebenso Mahlzeit –- werde jetzt auch etwas speisen gehen Zuerst einmal wünsche ich jedem Menschen
das er errettet ist, leider vermute ich das es nicht so sein wird. Da Gott unendlich gut und gerecht ist
können wir ihm darüber getrost das Urteil überlassen. Natürlich können Nichtchristen errettet und
Christen verloren gehen, trotzdem darf man das große Gnadengeschenk der Taufe nicht unterbewerten. Die
Übereinstimmungen der Gebote in den verschiedenen Religionen gibt es natürlich, aber keine Religion
hat die Sündenvergebung durch Christie Blut. Als Christ brauchen wir nicht mehr zu opfern sondern können
im Geist der Buße und Reue immer wieder durch das Kreuzesopfer Vergebung finden. (Gott sei es gedankt
) Menschlich gesehen war Ghandi gut und man kann ihn in vielem als Vorbild nehmen, aber ob er vor Gott
bestanden hat wissen wir nicht, wir können es ihm nur wünschen. Die „unchristlichen“ Christen müssen
ihr Leben später vor Gott verantworten wie alle anderen Menschen auch und werden wie fast alle anderen
auch Vergebung nötig haben, ganz ohne Reue über seine Verfehlungen hat man dann bestimmt schlechte Karten
da oben.
@Sozialkatholisch Naja, Mahlzeit um diese Zeit ;O) Ich hör’ das ja schon, was Sie schreiben, aber eigentlich
haben Sie sich um die Frage herumgedrückt: Es ist doch ohne weiteres möglich, dass jemand, der kein
Christ ist, vielleicht sogar noch nie etwas von dieser Religion gehört hat, tatsächlich ein „christlicheres“
Leben führt als der frömmelnde Betbruder von nebenan, der die Maske des Bußfertigen trägt, im Inneren
aber der letzte Schweinehund ist? Immerhin weichen die Kern-Codices vieler Religionen in Sachen „Gebote“
gar nicht so weit voneinander ab (einmal abgesehen davon, dass diese ja immer wieder gerne anders interpretiert
werden). Ghandi, um ‘mal ein Extrembeispiel zu nennen, hat sicher ein für einen Christen vorbildliches
Verhalten an den Tag gelegt und war m.E. tatsächlich „christlicher“ als so mancher, der das Kreuz wie
eine Fahne vor sich herträgt, bei dem es das dann aber auch schon war. Oder nicht? Ich meine, mich erinnern
zu können, dass Ihre Kirche sogar eine Sonderregelung kennt für Menschen, die außerhalb des Christentums
gottgefällig gelebt haben…?
Mit Sozikatalysator in eine lichte Zukunft! Wenn früh am morgen die Werksirene dröhnt, und die Stechuhr
beim Stechen lustvoll stöhnt, in der Montagehalle die Neonsonne strahlt, und der Gabelstaplerführer
mit der Stapelgabel prahlt. Ja dann wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Die Krankenschwester kriegt ‘n Riesenschreck, schon
wieder ist ein Kranker weg, sie amputierten ihm sein letztes Bein, und jetzt kniet er sich wieder mächtig
rein. Ja dann wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt
wird wieder in die Hände gespuckt. Wenn sich Opa am Sonntag auf sein Fahrrad schwingt, und heimlich in
die Fabrik eindringt, dann hat Oma Angst, daß er zusammenbricht, denn Opa macht heute wieder Sonderschicht.
Ja dann wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt, ja, ja, ja, jetzt wird
wieder in die Hände gespuckt. An Weihnachten liegen alle rum und sagen pu-uh-uh-uh, der Abfalleimer geht
schon nicht mehr zu, die Gabentische werden immer bunter, und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt
den ganzen Plunder. Ja dann wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt,
ja, ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Wenn früh am morgen die Werksiere dröhnt, und
die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt, dann hat einen nach dem andern die Arbeitswut gepackt, und
jetzt singen sie zusammen im Arbeitstakt.
@ Nicole Ich hoffe das sie in der Ewigkeit später statt der Harfe eine Lötlampe in der Hand haben und
in Ewigkeit drei Schichten im Akkord arbeiten müssen.
Guten Morgen, Ihr Lieben! Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut
geschlafen, na dann ist ja alles klar. Wir schwingen unser linkes Bein behände aus dem Bett, der Bettvorleger
gibt uns Schwung bis direkt vors Klosett. Und wo wir schon mal da sind, da bleiben wir auch hier, uahh,
fertig, wo ist das Papier? Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut
geschlafen, na dann ist ja alles klar. Wenn ein Tag so wunderschön beginnt, ist alles drin, heute bleibt
die Dusche kalt, das Wasserrohr ist hin. Wir gleiten auf den Fliesen aus und prellen uns den Steiß, als
Krönung schmeckt der Kaffee heute irgendwie nach Schweiß. Die Zeitung ist geklaut, was soll’s, die schreiben
eh nur Dreck, ein Zettel auf’m Tisch für mich – aha, die Frau ist weg. Mit meinem Auto, meinem Hund –
dat nennt die nun Liebe – die Pornosammlung hat sie auch, Gelegenheit macht Diebe. Guten Morgen, liebe
Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar. Ich trink
mir einen, steig ins Auto, trete voll aufs Gas. Enten jagen macht besoffen doppelt so viel Spaß. Wieso
hat der vor mir jetzt ‘ne Vollbremsung gemacht? , denke ich noch so bei mir und dann wird es Nacht. Ich
werde wach, vor meinem Bett steht ein alter Mann und sagt: „Sie hatten einen Unfall!“ und grinst mich
blöde an. Ich sag, wieso hab ich eigentlich noch das Steuer in der Hand? Er sagt, mh, mh, das wird in
Engelskreisen Harfe genannt.
In dieser Nacht konnte man wieder einmal sehen, wie gnadenlos dumm und ausschließlich unterleibsorientiert
die Erlebniswelt unserer armen, von was auch immer berauschten rotgrünschwulen Realitätsverweigerer
doch ist. Gut, daß das nur eine verschwindend kleine, wenn auch sehr aggressive Minderheit der Bevölkerung
ist, die hier den Eindruck erwecken will, ein akzeptierter Teil der Gesellschaft zu sein. Und wenn die
Propagandamaschinerie der Homolobby und der Rauschgiftmafia auch läuft wie geschmiert, auch wenn sie
offiziell gefördert wird: die übergroße Mehrheit des Volkes empfindet nach wie vor berechtigten Abscheu.
Sollen wir einmal ausrechnen, wieviel Promille von 80 Millionen ein paar hunderttausend Zuschauer bei
diesen abstoßenden Aufzügen ausmachen? Und wieviel davon nur hingehen, um sich mal richtig zu ekeln?
Ansonsten: die Geschichte zeigt, daß eine solche, in Wirklichkeit lebensfeindliche Einstellung sich selbst
richtet.
Guten Morgen DDL Natürlich, man kann Gott vor seinen Karren spannen und merkt gar nicht das man auf dem
Holzweg ist, wobei der „Liebe Gott“ sich nicht vor einen Karren spannen lässt. Aber je mehr man sich
auf Gott einlässt umso größer ist die Chance der Wahrheit näher zu kommen. Die Nächstenliebe ist
etwas unendlich Gott wohlgefälliges und dem Heile dienliches, aber die Gottesliebe, sprich Gottes Gebote
halten ist der Nächstenliebe wenigstens gleichrangig. Lippenbekenntnisse haben immer einen geringeren
Wert als wenn man aus reinem Herzen seine Meinung sagt, denn für einen Katholiken ist man seinem Gewissen
verpflichtet selbst wenn dieses irrend ist.
@Sozialkatholisch „Ein Nichtchrist ist für euch oft dem Heil näher als ein Tradi!“ Über das „wie oft“
kann ich nichts sagen, aber halten Sie das denn für grundsätzlich ausgeschlossen? Sie sagen doch selbst,
es gäbe überall „Böcke und Schafe“… läge es da nicht nahe, anzunehmen, dass ein nichtchristliches
Schaf Ihrem Gott letztendlich wohlgefälliger ist als ein (pseudo-)christlicher Bock? Sie wollen mir doch
nicht sagen, dass Ihr Gott ein großer Fan von Lippenbekenntnissen wäre?
@ Landorganist Aus ihrem vorletzten Posting könnte man entnehmen das Tradis für sie keine Christen sind.
Ich für mein teil konnte bei den Tradis seit sehr langer Zeit endlich mal wieder richtig beten. Böcke
und Schafe, sowie gereifte und weniger gereifte Christen gibt es überall. Was mich u.A. an euch Amtskirchlern
(ich bin an der Amtskirche genauso weit dran/weg wie von der Tradition) stört, ist das ihr mit zweierlei
Maß meist. Ein Nichtchrist ist für euch oft dem Heil näher als ein Tradi! Und ihr merkt gar nicht wie
viel Wahrheit und schöne katholische Werte ihr täglich über Bord werft.
@landorganist nein Luke Skywalker ich werde mich niemals bekehren. Ich bin der böse Darth Vader! Ich
bin der dunklen Seite der Macht ganz verfallen! Hören Sie auf, Sie machen mich schwach. Ich will doch
Luke Skywalker sein. Vielleicht bin ich aber auch Han Solo, weil ich so ein Eigenbrödler bin. Aber ich
glaube ich strapaziere hier die Bilder einer Space Opera. Irgendwo enthält ja alles ein Quäntchen der
Wahrheit.
#35 landorganist 20:52:36 | Donnerstag, 24. August 2006
@matt Liebe/r Matt, wenn Sie so mal ein wenig in sich gehen, und über Ihre Postings nachdenken, meinen
Sie nicht auch, dass da etwas nicht stimmen kann? Denken Sie doch mal über Ihre eigenen Ansichten nach.
Glauben Sie wirklich, dass da noch eine Verbindung zur röm.-kath. Kirche besteht? Für mich sieht es
so aus, als seien alle Brücken längst abgebrochen. Dennoch, und das ist meine christliche Hoffnung,
sind Sie nicht aus der Gnade Gottes gefallen. Die ist größer als alles Menschenwerk. Also, nehmen Sie
diese Chance wahr. Seien Sie kein Tradi. Das treibt nur in völlige Verblendung. Seien Sie Christ! Handeln
Sie wie ein Christ! Machen Sie sich nicht gemein mit hasserfüllten Leuten, wie wir sie hier kennen lernen
dürfen (müssen). Oder wollen Sie vom Leben matt gesetzt werden? Noch ist das Spiel nicht verloren…
man hat mich aus dem kreuz.net-Forum ausgeschlossen Da treiben sich anscheinend ein paar äußerst verschrobene
Katholiken herum, die sich für toll halten und mich dort nicht wollten. Aber auch gut. Ich muß mich
ja nicht in den Kreis der Engstirnigen begeben. Ich halte nicht allzu viel von denen. Ich mag ja präpotent
sein, aber ich stehe wenigstens dazu. Manche Katholiken sind einfach nur pedantische Heuchler, die sich
in belanglosen Scheindiskussionen verlieren. Die verstehen nicht ganz, wo die Musik spielt, meine ich.
#33 deusexmachina 15:23:46 | Donnerstag, 24. August 2006
@matt Fassen wir also zusammen: Sie bezeichnen sich selbst als „Tradi“ und meinen auch noch, perfekt in
dieses Forum zu passen damit, stehen aber selbst glatt außerhalb der katholischen und christlichen Glaubensgemeinschaft
und haben so eine Art Privatreligion, „irgendwas mit Jesus“. Das hindert Sie in keinster Weise, auf der
Basis einer verschrobenen und überholten Auffassung des Katholizismus eine ganze Religion als dumme,
uneinsichtige Tölpel abzustempeln, obwohl Sie nicht das mindeste Mandat und offenbar auch nicht die Kompetenz
dazu haben. Die angesichts Ihrer ostentativ felsenfesten Überzeugung nur konsequente Frage nach den Belegen
für Ihre so große Sicherheit (vielmehr: Überheblichkeit) bringt Sie in Rage, da Sie sich des Mangels
an denselben – und damit des rein hypothetischen Charakters – Ihrer Anschauung wohl bewusst sind. Wer
nicht so denkt wie Sie (das dürften, grob geschätzt, 99,999% der Weltbevölkerung sein), den werten
Sie als dumm und uneinsichtig ab, mit so einem bräuchte man gar nicht erst zu reden. Sie sind also lediglich
auf der Suche nach spirituellen Schulterklopfern. Nun, in einer Hinsicht haben Sie Recht: Sie passen damit
exzellent in dieses Forum, jedenfalls zum „harten Kern“. Für weitere Verbalonanie empfehle ich allerdings
das kreuzforum, da treffen Sie Gleichgesinnte. Nur diese „spirituelle Eigenständigkeit“ nimmt man Ihnen
dort übel, aber das können Sie mit ein wenig Gezeter gegenüber dem Papst schnell wettmachen.
sie ist ja auch meine Kirche meine geistige Mutter mit der ich ebenso in Beziehung stehe, auch wenn ich
nicht eines Leibes mit ihr bin. Ich habe einen richtiggehenden Ödipus-Komplex. Ich kannte meine Mutter
lange Zeit nicht, bis ich die Frau sah, die mir gefiel und freite. Da stellte sich heraus: es war sie
selbst. Mal sehen, wie die liebe Mutter nun mit diesem Schock fertig wird. Mir persönlich bereitet es
ja eher eine Belustigung. so verrückt ist also der liebe matt.
Wie verkehrt ein Sohn mit seinem Vater? was glauben Sie? Doch nicht etwa so, wie seine Mutter mit ihm
verkehrt. Dann wäre es aber ein mißratener Sohn, eine tuntige Erscheinung. Wenn ich in die Kirche gehe
um Gott so zu huldigen, wie es die Gläubigen tun und mich damit eines Leibes mit ihnen erklärte, dann
würde ich darin meine wahre Beziehung zu Gott leugnen. Ich würde mit Gott so verkehren, als wäre ich
sein Weib, aber nicht so, als wäre ich sein Sohn, der ich nunmal bin. Demgemäß: auch wenns der Mutti
schwerfällt. Der Sohnemann ist eben ausgereift und nicht mehr in ihrem Leib begriffen. Er steht in einer
lebendigen Beziehung mit seinem Vater und wird diese Beziehung nicht verleugnen nur weil sie etwa zu eifersüchtig
ist es einzusehen.
#29 Benedikt 12:54:28 | Donnerstag, 24. August 2006
@ matt Was soll das heißen, Sie sind durch sich selbst von Gott her gerechtfertigt? Und was soll das
heißen, die Kirche sei durch Jesus Christus gerechtfertigt? Die Kirche ist der mytische Leib Christi.
@Benedikt Wissen Sie: dass ist wie mit den Kindern, die aus dem mütterlichen Leib geboren werden und
ihm dann zunächst auch weiterhin anhangen und sich von ihrer Brust nähren, sich erziehen und belehren
lassen. Aber wenn sie schließlich erwachsen werden lassen sie sich halt nichts mehr sagen und machen
sich selbstständig. Ich bin jetzt souverän gegen die Kirche. Ich verstehe mich als eigenständiger geistiger
Leib. Ich bin nicht durch die Kirche gerechtfertigt, sondern durch mich selbst von Gott her, ebenso, wie
Jesus ja auch nicht durch die Kirche gerechtfertigt ist, sondern sie durch ihn.
#26 Benedikt 11:26:49 | Donnerstag, 24. August 2006
@ matt …womit Sie eindeutig gegen kirchliche Gebote verstoßen haben. Zudem aufgrund einer bedenklichen
Lehrauffassung. Denken Sie mal dran, wenn Sie andere beurteilen.
@Benedikt Sie sind aber engstirnig. Ich lehne doch deshalb nicht die Kirche als notwendige Heilsorganisation
ab, nur weil ich keine Messe besuche. Es ist schließlich meine Sache, ob ich ein Bedürfnis dazu habe
und wie sehr ich davon Gebrauch mache. Das stört nicht meine Beziehung zu Gott. Und ich muss es wissen,
schliesslich war ich schon jahrelang in keiner Messe mehr.
#24 Benedikt 10:54:19 | Donnerstag, 24. August 2006
@ matt Ich begreife nicht, warum Sie permanent von „unserer Kirche“ reden, wo Sie doch erst unlängst
kund getan haben, mit den Riten dieser Kirche nichts anfangen zu können und es deshalb vorziehen „persönlich
(…) auch keiner Eucharistiefeier mehr beizuwohnen.“
@landorganist fein. im Grunde stinkt mir diese Schubladisierung mit Tradi, Fundi ja. Das habe ich auch
an anderer Stelle schon mal geschrieben. Ich wollte, ich könnte mich einfach als Christ bez. und jeder
wüsste was gemeint ist. Aber der Teufel hat ja leider über die Zeit ganze Arbeit geleistet und Spaltungen
hervorgerufen und jetzt muss man sich Sonderbez. geben um seine Position klarzumachen bei den diversen
ketzerischen Tendenzen innerhalb und ausserhalb unserer Kirche. Extra muss ich dann vielleicht noch sagen:
ich bin ein Kreationist, daher: ich glaube als Christ (selbstverständlich) auch an die Schöpfungsgeschichte/-systematik.
Selbst unter den Tradis finde ich ja solche, die den Irrlehren der Darwinisten folgen. Soll ich mich also
einen kreationistischen Fundi/Tradi nennen? Ich weiß nicht mehr. Bei all diesen Einordnungen verliere
ich langsam den gesunden Überblick. Dabei will ich mit meiner Einstellung doch nur als Christ gelten.
@maurice danke. ich wollte auch keineswegs den Eindruck wecken, ich stünde dieser Person nahe. Lieber
Freund, Freundchen, etc. war in diesem Fall als ironische Bez. zu verstehen, da ich ja bereits wusste,
was da kommen würde. Ich habe wirklich keine Illusionen im Bezug auf solche Leute, habe mich schon genug
herumgestritten.
Hallo, matt, wir kennen das schon, was mit Ihnen jetzt passiert: dieses ist das Stadium „arrogante Belehrung“,
auf Ihre nächste Reaktion folgt „Verdrehung, Beschimpfung und Beleidigung“. Deshalb reagieren die meisten
hier, die schon etwas länger dabei sind, so auf den richtig so benannten Maschinengötzen, wie wir auch
reagieren. Was soll man auch von jemandem halten, der sich selbst „Gott“ nennt (übrigens ist mir der
Begriff ansonsten bekannt, ein Rekurs darauf, von wem auch immer geplant, ist unnötig)? Prüfen Sie die
Richtigkeit meiner Aussagen nach – ansonsten: einen schönen Tag!
#19 deusexmachina 02:11:09 | Donnerstag, 24. August 2006
@matt – das war jetzt ein bisserl… naja, ganz, wie Ihr Name sagt Lieber Freund (oder jetzt doch nicht
mehr?), ich möchte doch nichts weiter, als dass Sie ihre prallen Behauptungen, für die Sie doch ohne
Zweifel einen BERG von Beweisen haben müssen (sonst könnte man sich ja gar nicht so aus dem Fenster
lehnen, oder?), BELEGEN. Wenn Sie diesen Berg aber NICHT haben, dann ist bitte genau WAS die Ursache Ihrer
Hybris, die man dann ja wohl als nichts anderes als unbegründet (im wortwörtlichen Sinn) bezeichnen
muss? ICH will gar nichts von Ihnen – SIE wollen etwas von den Juden, und zwar deren Übertritt zum Christentum.
Ein solch folgenschwerer Entschluss darf dann ja wohl eine knackige und wasserdichte Begründung erwarten,
oder würden SIE vom Christentum zu einem anderen Glauben übertreten, bloß, weil irgendein Heini sagt,
der sei aber besser und Ihrer falsch? So aus der hohlen Hand? „Wenn Sie das nicht selbst erkennen können,
dann hat es überhaupt keinen Zweck mit Ihnen zu reden.“ Mit Verlaub, das war schon immer das Motto derer,
die keine Argumente hatten. Das könnte ich problemlos über jeden behaupten, der irgendwie anderer Meinung
ist als ich – tue ich aber nicht, weil ich mir und meiner Argumentation damit ein Armutszeugnis ausstellen
würde. Im übrigen, zwei inhaltliche Korrekturen: Keineswegs alle Nichtchristen sind „Antichristen“.
Lernen Sie ‘mal Ihre eigene Lehre, ist doch peinlich, sich da von einem Agnostiker wie mir belehren lassen
zu müssen. Und zweitens haben Sie den AUFTRAG der Mission. P.S.: „deus“ = „Gott“. Nicht „Götze“.
@Maschinengötze was wollen Sie von mir? Ich soll Ihnen beweisen, dass die Juden falsch liegen? Dass Jesus
der Messias ist? Wenn Sie das nicht selbst erkennen können, dann hat es überhaupt keinen Zweck mit Ihnen
zu reden. Dann gehören Sie nicht zum Kreis der Eingeweihten. Es geht ja auch nicht darum, ihnen meine
Überzeugung zu verkaufen. Es geht lediglich um das logische Verhältnis eines Christen zu einem Juden,
oder sonst. Andersgläubigen. Aus unserer Sicht sind das alles Antichristen, insofern sie nicht an Jesus
Christus glauben, ansonsten sie ja Christen wären. Und wer nicht an Jesus glaubt, der ist aus unserer
Sicht nicht zu retten. Mehr gibts da nicht zu sagen.
#17 deusexmachina 00:15:40 | Donnerstag, 24. August 2006
@Matt „Lieber Freund“ Nanu? Wir kennen uns? Oder ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Inhaltlich:
Nun ist das Dumme (für Sie), dass Sie nicht den mindesten Beleg für Ihre Anschauung haben bzw. dafür,
dass Sie im Recht sind un die Juden irren. Man könnte vermuten, dass sogar die schiere, andauernde Existenz
des mosaischen Glaubens etwas ist, das Ihren fortwährenden Unmut hervorruft, denn es ist ja schon irgendwie
ein Makel, dass Ihr Jesus ausgerechnet von seinen eigenen Glaubensbrüdern (bzw. den meisten der damals
lebenden) nicht als Christus anerkannt wurde. Das wirkt wie ein nie beseitigter Zweifel, ein offener Widerspruch,
ausgerechnet von jenen, die ihn und seine eigene Basis am besten kannten bzw. kennen mussten – und damit
können Sie nicht gut. Na schön. Sie brauchen nichts weiter zu tun, als zu beweisen, dass die Juden irren
und Ihre Kirche die wahre ist. So überzeugt, wie Sie davon sind, müsste das ja ein Leichtes sein, oder?
Aber lassen Sie mich raten: Ihre deutliche Veärgerung rührt ja eben aus dem Umstand her, das Sie – und
auch sonst jemand – nicht im mindesten dazu in der Lage sind. Es ist nichts als eine Behauptung und ziemlich
dieselbe sandige Basis, auf der Sie gegen Hindus, Mormonen oder Muslime argumentieren – alles ein Streit
um Kaisers Bart, nie entschieden und nie zu entscheiden. Und Sie werden seit 2000 Jahren nicht müde,
diesen dummen, fruchtlosen und oft gewalttätigen Streit am Leben zu erhalten. „Suum cuique“, wie wär’s
‘mal denn damit?
#15 blueberry 21:01:05 | Mittwoch, 23. August 2006
@ Vorposterin Jaja das ist schon alles richtig. Bloß vergessen Sie dass sie die Flagge des säkularen
Israel verbrennen. Würde dort ein Gottesstaat herrschen, nach dem Gesetz der Halacha dann kann man wohl
davon ausgehen dass diese Fanatiker keine allzugroßen Probleme mehr hätten. Das Problem dieser Leute
ist weniger die Besetzung palästinensischen Bodens durch Israel, als vielmehr die säkulare und westliche
Orientierung desselben. Wahrscheinlich sind Sie Ihnen deshalb so sympathisch. Die Religiösen mögen sich
alle irgendwie. Kreuz.net zum Beispiel hasst Moslems eigentlich wie die Pest nur wenn sie streng religiös
sind dann ists was anderes. Das gleiche gilt für Juden. Und bei den Ultraorthodoxen ist das auch nicht
anders. @ Benedikt Ich bin nicht für Krieg. Ich bin Kriegsdienstverweigerer. Und wäre das hier eine
einigermaßen sachliche Seite mit einem unvoreingenommenen Standpunkt, dann würde ich das auch deutlicher
sagen. Aber kreuz.net vertritt die Linie: Die Juden haben weder ein Recht sich zu wehren, noch das Recht
auf einen Staat noch überhaupt irgendein Recht. Deren einziges Recht ist es in Ghettos zu leben die ihnen
von der Kirche freundlicherweise zugewiesen wurden. Und deshalb sehe ich nicht ein, dass ich dabei auch
noch eifrig mitmache.
Unrechtsstaat Nicht einmal Juden – die Mea Shearim – erkennen den Staat Israel an. Für sie wird erst
der Messias – in den nächsten 200 Jahren muß er kommen – den Judenstaat errichten. Die Mea Shearim sind
vom Wehrdienst befreit und verbrennen alljährlich am 14. Mai die israelische Nationalflagge.
@deusexmachina Lieber Freund, ich bin ja – wie heisst es so schön – ein Tradi-Christ, wie etliche andere
hier auch. Das ist ja gewissermaßen eine Tradi-Plattform. Wenn Sie einen Blick auf den Artikel davor
von Maurice Corvisier werfen: da steht unser Standpunkt drinnen: die katholische Kirche (in ihrer traditionellen
Form muss jetzt dazu gesagt sein) ist das wahre Israel und nicht etwa dieser Judenstaat der sich Israel
nennt. Denn sie hat ja den Messias der ursprünglich zu den Juden kam erkannt. Jene, die sich bis heute
als Juden bez. aber leider nicht. In dem Sinn liegen mir die Juden nur insofern am Herzen, als sie konvertierbar
sind, also insofern man aus ihnen Christen machen kann. Andernfalls teilen sie ja die Verstocktheit ihrer
Väter, die Jesus ans Kreuz brachten und können somit auch nicht gerettet werden, sondern werden in die
ewige Verdammnis wandern.
#12 deusexmachina 19:26:17 | Mittwoch, 23. August 2006
@matt Obwohl ich Ihnen da inhaltlich überwiegend zustimme, frage ich mich doch eins: „ich bin als Christ
wahrlich kein Freund der Juden“ Wie kommen Sie auf diesen Satz? Das klingt ganz so, als müsste man als
Christ automatisch ein Problem mit Juden haben? Warum sollte das so sein? Sind „Sie als Christ“ automatisch
„kein Freund der (irgendeine andere Religion hier einsetzen)“? Oder ist da etwas explizit Jüdisches,
von dem Sie meinen, dagegen sein zu müssen, weil Sie ja Christ sind? Soweit ich weiß, gibt es auch in
den höchsten Spitzen der RKK Ansätze, diverse Wege als „den Weg zu Gott“ anzusehen. Dass man dabei den
eigenen als den richtigen ansieht, liegt in der Natur der Sache. Man scheint sich aber doch zu bemühen,
zumindest ‘mal das Beschreiten dieses Weges – selbst, wenn es anders oder gar (subjektiv) „falsch“ erscheint –
zu würdigen. Da sehe ich eine gewisse Dissonanz zu Ihrer Aussage – nicht?
ich bin als Christ wahrlich kein Freund der Juden… aber was kreuz.net hier aufführt nach dem Motto:
die bösen Juden, die immerfort die armen Araber schlachten (und andersrum heissts dann wohl: die armen
unterdrückten Araber kämpfen mutig gegen das Joch Israel, tote Israelis werden hier dann gekonnt verschwiegen),
das ist einfach penetrant, parteiisch und dumm und eines Christen unwürdig. Ich wollte mich hiezu garnicht
mehr äußern, aber Schreiber, wie Unschuld ermutigen mich, ihnen beizupflichten und mich in dieser Sache
eindeutig gegen den Standpunkt von kreuz.net zu stellen.
Das neue Volk Israel ist die Kirche; Ihr gelten alle Voraussagen und Verheißungen diesbezüglich, eingeschlossen
die Auserwählung: der „neue Bund“. Deutlichstes Zeichen dafür ist das Zerreißen des Vorhanges im Tempel,
am Todestag Christi – das wurde theologisch immer so verstanden. Daher auch der Haß gewisser Stämme
z.B. auf den hl. Apostel Paulus.
Augapfel Interessant, daß sich ein Gott ein solches Volk (Zionisten), das sich so benimmt, ausgesucht
hat. Mir scheint es hier eher mit dem Teufel zuzugehen. Auch Jesus hat schon gesagt: „Euer Gott ist der
Satan, der Lügner von Anbeginn“.
#8 Celebration 14:18:43 | Mittwoch, 23. August 2006
Augapfel Gottes Israel wird nicht untergehen, dafür wird Gott persönlich sorgen! Seine Verheißungen
Israel gegenüber gelten heute noch und bis an das Ende der Zeit, daran wird auch kreuz.net nichts ändern!
Israel ist der Augapfel Gottes, das auserwählte Volk! Wer Israel angreift, greift Gott an!
@TomcatK / Unschuld (selbsternannte) Unschuld: „kreuz.net betreibt Haßpropaganda gegen Israel. Eine Schande!
Und die, die mit kreuz.net einstimmen, sollten sich schämen.“ Haßpropaganda ist es nicht, wenn ich über
Opfer berichte. Allerdings tut dies kreuz.net einseitig. Hass schürt jeder, der Unschuldige tötet oder
töten läßt, egal, welcher Seite er angehört. Ist der Israeli Uri Avnery – oder der jüdische Journalist
Alfred Grosser – ein Antisemit, wenn er Israels militärisches Vorgehen scharf kritisiert? Mit harten,
polemischen Vorwürfen wie „Haßpropaganda gegen Israel“ wäre ich etwas vorsichtiger. TomcatK: „Jeder
Tote ist ein Toter zuviel, aber: Heißt es nicht, wer Wind säht (Hisbollah und ihre Raketen auf Israel)
wird Sturm ernten!?“ Dann beweisen Sie mal, dass die Hisbollah (die ist durchaus terroristisch) angefangen
hat. Die Katjuscha-Raketen gegen unschuldige israelische Zivilisten kamen erst, nachdem Beirut bombardiert
wurde. Und „Beirut“, der Libanon, seine Bevölkerung ist etwas mehr als die terroristische Hisbollah.
Gerade die Hisbollah und der Iran (und auch die USA?) profitieren vom israelischen Krieg gegen den südlichen
Libanon. (Klar abzusehendes) Ergebnis des israelischen Bombardements: Dörfer sind zerstört, Zivilisten
vertrieben oder in Flucht geschlagen, viele haben alles verloren! Etliche Kinder und Frauen grauenvoll
getötet. Infrastruktur ist zerstört. Aber die Hisbollah ist nicht zerschlagen, ganz im Gegenteil: sie
blüht voll auf und bekommt z.Z. extrem viel Zulauf.
Blueberry hat Recht Liebe Zeitgenossen, kreuz.net betreibt Haßpropaganda gegen Israel. Eine Schande!
Und die, die mit kreuz.net einstimmen, sollten sich schämen.
Wer Wind säht … Jeder Tote ist ein Toter zuviel, aber: Heißt es nicht, wer Wind säht (Hisbollah und
ihre Raketen auf Israel) wird Sturm ernten!? und Wer mein Volk Volk antastet, der Tastet meinen Augapfel
an. Spricht der HERR. Golda Meir hat einmal gesagt: Wir werden so lange keinen Frieden haben solange die
Araber uns mehr hassen als das sie ihre Kinder lieben. Da ist was wahres dran. Warte mit Neugier auf den
Artikel worin über die Israelischen Opfer der arabischen Raketenangriffe berichtet wird!
@blueberry blueberry: „Mein täglicher Juden Hetz Artikel ist da! Dann ist der Tag ja gerettet!“ Ich würde
mir Sie am Kriegsschauplatz wünschen neben diesen Kindersärgen. Dann würden Sie nicht so ignorant und
dreist daherreden.
@ Blueberry: Wer Krieg führt muss sich kritische berichterstattung gefallen lassen, sogar überzogene
Berichterstattung, oder ideologisch aufgeladene Berichterstattung. Und die kommt auch von anderer Seite,
beispielsweise von Amnesty International: www.tagesschau.de/…5838924_REF1,00.html
#2 private-notes 12:05:27 | Mittwoch, 23. August 2006
Der Tod im Krieg ist nie heldenhaft, zeigt sich nie so, wie man es in verklärt schönen, patriotisch
angehauchten Publikationen sieht. Der Tod stinkt, ist ekelerregend und grausam. Jenseits aller Grenzen,
aller Kulturen und Religionen. Aber braucht es zerfetzte und verfaulende Kinderleichen, um die katholische
Position zu erklären? Oder hat dieser Artikel gar nichts mit katholischen Nachrichten zu tun? Der Tod
stinkt – egal aus welcher Richtung der Wind weht.