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Beileid für eine Königin + Blutrausch 8 + Eine andere Position? + Das Seelenheil geht vor + Drei Dinge
Beileid für eine Königin

Neuseeland. Die Königin der Maori – den Ureinwohnern von Neuseeland –, Frau Te Atairangikaahu (75), ist in der vergangenen Woche gestorben. Sie regierte die rund 500.000 Maoris 40 Jahre lang. In einem von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichnetem Beileidschreiben bekundete Papst Benedikt XVI. sein tiefes Mitgefühl. Der Heilige Vater versicherte in dieser Zeit nationaler Trauer besonders für sie zu beten. Er vertraue die Verstorbene der liebenden Barmherzigkeit Gottes an. Nachfolger der Königin wird ihr 51jähriger Sohn.

Blutrausch 8

Heiliges Land. Gestern Dienstag drangen israelische Kampftruppen mit gepanzerten Fahrzeugen und Hubschraubern in den Gazastreifen vor. Bei dem Einsatz starben drei Palästinenser durch gezielte Schüsse aus dem Panzer. Das israelische Militär eröffnete das Feuer, als sich die drei der ägyptischen Grenze genähert und „verdächtig benommen“ haben sollen. Im Osten der Stadt Gaza verletzte die israelische Besatzungsarmee mindestens fünf Palästinenser.

Eine andere Position?

Frankfurter Rundschau: Vertritt Papst Benedikt XVI. jetzt andere theologische Positionen?

Karl Kardinal Lehmann: „Wer ihn kennt, wußte natürlich immer, daß man ihn nicht kleinkariert verstehen darf. Er hat als Präfekt der Glaubenskongregation zum Beispiel das Archiv der Inquisition geöffnet, was in Rom sicher keine leichte Sache war. Er war nie ein engstirniger Bürokrat. Auch wichtige Personalentscheidungen, beispielsweise, daß er als Nachfolger des mächtigen Vatikansprechers Joaquin Navarro-Valls vom Opus Dei ausgerechnet den Jesuiten Federico Lombardi bestellt hat, zeugen von Unabhängigkeit.“

Das Seelenheil geht vor

USA. Ein Priester im Neu Yorker Stadtbezirk Brooklyn parkte Ende Juli falsch vor einem Krankenhaus, um einer Sterbenden die Letzte Ölung zu spenden. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AP’. Das Bußgeld betrug umgerechnet 90 Euro. Der Priester protestierte vor Gericht erfolglos gegen die Strafe.

Drei Dinge

„Für mich ist Eva Herman jemand, die schreibt, wie Simone de Beauvoir geschrieben hätte, wenn sie nicht unter den negativen Einfluss von Jean-Paul Sartre geraten wäre. Eva Herman ist eine Frau, die zwei Dinge auszeichnet: Eine rasiermesserscharfe Intelligenz, gepaart mit einem ansprechenden Äußeren. Und sie ist in der Lage, eine eigene Meinung abseits vom Mainstream zu riskieren.“

Der deutsche Showmaster Harald Schmidt im Gespräch mit dem Westdeutschen Rundfunk
      
11 Lesermeinungen
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#11   Toby   18:42:29 | Mittwoch, 23. August 2006
@ Benedikt
Karl Kardinal Lehmann: „Wer ihn kennt, wußte natürlich immer, daß man ihn nicht kleinkariert verstehen darf.
Natürlich hat Kardinal Lehmann die Formulierung
„Altliberaler“ nicht expressis verbis benutzt. In der Vergangenheit war er es aber, der Kardinal Ratzinger als kleinkariert hinzustellen versuchte. Man denke neben dem Streit um den Beratungsschein auch an den Vorstoß der drei oberrheinischen Bischöfe Saier, Kasper und Lehmann im Jahr 1994 zur Kommunionspendung an wiederverheiratete Geschiedene. Dieser Visrtoß wurde seinerzeit von der Glaubenskongregation unter der Leitung Kardinal Ratzingers zurückgewiesen, was auf großes Unverständnis bei Lehmann & Co. führte. Es ließen sich noch genügend andere Beispiele finden. Fakt ist, dass sich die deutschen Bischöfe, allen voran Kardinal Lehmann, nicht selten an Kardinal Ratinger gerieben haben. Und nun plötzlich, da Ratzinger Papst ist, wird es so hingestellt, als ob er aus Sicht der Liberalen nie kleinkariert gewesen wäre. Warum steht man eigentlich nicht zu den auch weiterhin bestehenden theologischen und disziplinären Differenzen? Ist jetzt alles Friede, Freude, Eierkuchen, nur weil Ratzinger Papst geworden ist?
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#10   Benedikt   17:32:24 | Mittwoch, 23. August 2006
@ Toby
Ich weiß zwar auch nicht, was Kard. Lehmann hier sagen will, aber es lässt sich nun relativ leicht feststellen, dass der Kardinal auf die Frage gar nicht antwortet. Insofern wüsste ich auch nicht, woran Sie festmachen, dass er den Papst zum Altliberalen macht.
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#9   Toby   17:08:17 | Mittwoch, 23. August 2006
Noch einmal: Was will Lehmann eigentlich sagen?
Jetzt soll Ratzinger also früher gar nicht so engstirnig gewesen sein. Dabei war es Lehmann selbst, der ihn in der Vergangenheit als engstirnig hingestellt hatte. Man erinnere sich nur an das unselige Tuziehen im Streit um den Beratungsschein. Und jetzt soll Benedikt der XVI. plötzlich als Altliberaler hingestellt werden. Das ist eine unredliche interessegeleitete Instrumentalisierung zu eigenen Zwecken.
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#8   Regina Wilden   13:42:15 | Mittwoch, 23. August 2006
Der großartige Harald Schmidt …
… hat noch nie enttäuscht. So auch nicht in seiner Stellungnahme zu Eva Herman. :)3
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#7   stat crux   13:41:27 | Mittwoch, 23. August 2006
Häuptling Gespaltene Zunge
Lehmann ist sicherlich nicht so übel wie ihn manche hier machen, zumal die Kurche in Dtld. nunmal im wirklichen Dtld. existieren muss, aber was ihm da „rausrutschte“?? Wer, bitte schön, akkumuliert denn „Macht“ im dt. Katholizismus? Navarro-Valls sicherlich nicht.
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#6   duc in altum   12:12:50 | Mittwoch, 23. August 2006
Was Lehman damit sagen will?
… nichts. Oder hat jemand schon mal mitbekommen, daß Lehmann zu irgendetwas mal klar und eindeutig Stellung bezogen hätte?
Wann moderiert er endlich wieder den „Blauen Bock“?
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#5   Rudolfssohn   10:26:30 | Mittwoch, 23. August 2006
Zur Notiz „Drei Dinge“
Ein Bravissimo dem bekennenden Katholiken Harald Schmidt!
Treffend auch der Brückenschlag zu Sartres Kinderschlächter-Schlampe.
Ich freue mich schon auf das Buch von Eva Herman, das einen durchschlagenden Erfolg haben wird.
Die Alice Schwarzers, Claudia Rotz sowie die ganze links-grün-emanzipatorisch-rosarote Meute werden aufjaulen ob dieses Meilensteins auf dem Weg zur wahren Selbstfindung der Frauen, den – wie Harry es so treffend ausdrückte – eine schöne Frau mit messerscharfem Verstand aufzeigt.
Die Wunden, die die marxistischen 68er Ideologen geschlagen haben können heilen, auch wenn es dazu 2-3 Generationen braucht, bis sich dieses Gift in unserem Gesellschaftssystem abgebaut hat.
Bis dahin sei den unverbesserlich ewiggestrigen Alt- und Neolinken ein Spiessrutenlaufen beschert.
Durch das Immer-Feste-Druff-auf den-Grass-Klima stehen die Zeichen für eine konservativen Werte-Revolution, die in den Köpfen und Seelen vieler junger Menschen schon begonnen hat, zur Zeit besonders günstig.
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#4   Toby   10:19:42 | Mittwoch, 23. August 2006
@ Benedikt
Auch Kardinal Lehmann besitzt eine einmalige Interpretationsgabe. Hat der mit dem „Goldenen Schlitzohr“ Augezeichnete doch „ein bisschen gelernt, mit Texten umzugehen“. Da ist die Frage schon berechtigt, was er uns mit diesem FR-Interview eigentlich sagen will.
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#3   Benedikt   09:50:07 | Mittwoch, 23. August 2006
@ Dorothea
Woraus lesen Sie das? Offenbar besitzen Sie eine einmalige Interpretationsgabe.
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#2   Bonjour   09:18:21 | Mittwoch, 23. August 2006
„Letzte Ölung“ / legesleg…
Wieder so eine Meldung, die sich in legesleg…s herrlichen kreuz.net-Abklatsch unter dem Artikelchen „Participatio actuosa“ einweben ließe.
Machen Sie wieder mal sowas? :)3
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#1   Toby   08:29:25 | Mittwoch, 23. August 2006
„Ausgerechnet den Jesuiten Lombardi“
Zitat Kardinal Lehmann: Auch wichtige Personalentscheidungen, beispielsweise, daß er als Nachfolger des mächtigen Vatikansprechers Joaquin Navarro-Valls vom Opus Dei ausgerechnet den Jesuiten Federico Lombardi bestellt hat, zeugen von Unabhängigkeit.“
Wieso „ausgerechnet“ den Jesuiten Federico Lombardi? Was soll das bedeuten? Was will Lehmann damit sagen?
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