„Darf ich Euch eine Kerze schenken?“ fragt eine Theologiestudentin in Freiburg mitten in der Nacht einige junge Männer. Sie waren zufällig an der Kirche vorbeigekommen.
(kreuz.net, Freiburg) Die Theologienstudentin, Frau Ingeborg Tellenbach, schloß sich am letzten Freitag
einem Straßenapostolat vor der zentral gelegenen Kirche St. Martin in Freiburg im Breisgau an.
Die Initiative
heißt ‘Weltjugendtag goes on… Nightfever’ – zu Deutsch: ‘Der Weltjugendtag geht weiter… Nachtfieber’.
Das berichteten die Organisatoren in einer Presseaussendung.
Bei der Aktion handelt es sich um eine gemeinsame
Gebetsnacht von Studenten verschiedener Fakultäten, Mitgliedern geistlicher Gemeinschaften und Priesteramtskandidaten
aus verschiedenen Bistümern.
Die Gestaltung erfolgte mit Liedern und Gebeten der charismatischen Gemeinschaft
Emmanuel.
Während die Beter in der Kirche den Himmel bestürmten, schenkten Straßenmissionare den Vorbeikommenden
eine Kerze.
„Viele Passanten folgen unserer herzlichen Einladung, gehen in die Kirche, zünden eine Kerze
in ihren Anliegen an oder formulieren Dank, Freude oder Bitten“ – erzählt Frau Tellenbach.
Die Benediktinerinnen
in Günterstal bei Freiburg werden die Anliegen im Gebet weitertragen.
Manche Passanten kommen nach einigen
Stunden – nach dem Kinofilm, dem Theater oder einem guten Abendessen – ein zweites Mal in die Kirche St.
Martin. Die Jugendlichen harren bis Mitternacht und halten die Kirche solange offen.
Ein Freiburger Priesterseminarist
erklärt, daß sich die Passanten gerne ansprechen lassen: „Sie sind verwundert, daß sie etwas geschenkt
bekommen und daß ihnen junge Menschen so freundlich begegnen!“
„Wir wollen die Freude des Weltjugendtages
weitertragen und die Liebe weiterschenken, die wir selber erfahren haben“ – betont der Kölner Seminarist
und Mitinitiator der Gebetsnacht, Andreas Süß.
In Bonn finden die monatlichen Gebetsnächte bereits
seit einem Jahr statt: „Was in Bonn sehr gut läuft, war in Freiburg erst recht ein gnadenreicher Abend!“
Am letzten Freitag kamen über 800 Besucher. Sie legten mehrere hundert Gebetsbitten zu Füßen des Allerheiligsten
nieder und zogen viele Bibelsprüche. Zur Messe um sechs Uhr abends war die Kirche St. Martin bis auf
den letzten Platz gefüllt.
Auch in Mainz und Köln möchten geistliche Gemeinschaften eine vergleichbare
Jugendanbetung mit Straßenapostolat beginnen:
„Nun wirkt der WJT nach… Zeit der Aussaat!“ – erklärt
Seminarist Süß. Er hofft, daß sich weitere Jugendliche trauen, eine Anbetungsnacht zu organisieren.
Im November wird der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, die Gebetsnacht in Bonn besuchen.
Der Kirchenfürst bezeichnete die Initiative bereits in mehreren Interviews als eine segensreiche Frucht
des Weltjugendtages.
Auf einer eigens eingerichteten Homepage gibt es noch weitere Bilder.
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42 Lesermeinungen
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Die Religionsfreiheit ist kein Dogma und es auch nicht auf dem letzten Konzil „geworden“, sondern es handelt
bei ihrer Anerkennung, als Voraussetzung des Glaubensgehorsams, um einen Erkenntnisfortschritt der christlichen
Gesellschaftslehre, vulgo kath. Soziallehre. Im Kern ist diese Doktrin (defensiv), wegen dessen antitotalitärer
Ausrichtung, sogar bereits im Syllabus von 1864 mitenthalten. Das kapieren nur Freunde des naturalistischen
Integralismus nicht.
@ Athanasius Neue Lehren, entgegengestellte Lehren, sind der Ökumenismus und die ‘Religionsfreiheit’.
Ich bitte um Nachweis, wo die Bibel oder die apostolische Tradition aussagt, der römische Staat habe
nur den Katholizismus zu fördern. Ich bitte desweiteren um eine Erklärung, wie eine Auffassung, wonach
die Religion von Staat zu protegieren ist mit Jesu Sendung der Apostel wie „Lämmer unter die Wölfe“
zusammenpasst. Der Auftrag Jesu lautet überall das Evangelium zu verkünden und die Menschen zu taufen,
und nicht: „Geht hin und guckt, dass der Staat euch protegiert und euch die Restarbeit abnimmt.“
#39 Athanasius 22:51:28 | Donnerstag, 24. August 2006
@BEnedikt Die Himmelfahrt Mariens war Teil der apostolischen Überlieferung und des Glaubens. Die anderen
neuen Lehren, die gar keine neuen Lehren sondern bloss neue Terminologie waren, wurden auch nie dogmatisiert
in jener Form, sondern wegen des Inhalts, die zum depositum fidei gehörte. Nun, (liberale) „Religionsfreiheit“
usw. gehört sicherlich nicht zum d.f. Im Gegenteil. Nur die passive Religionsfreiheit. Neue Lehren, entgegengestellte
Lehren, sind der Ökumenismus und die ‘Religionsfreiheit’. Pastorale Konzepte, aber dennoch gelehrt. Aber
ohne verbindliche Autorität, da man eher Pius XI.’ die Treue erweisen kann (durch Hinweis zu den Dogmen)
als etwa Paul VI. mit seinem Ökumenismus. Auch wenn nicht jeder Ökumenismus falsch und schlimm ist.
(1949 erlaubte der hl. Stuhl etwa das gemeinsame öffentliche Vaterunser von Protestanten und Katholiken.)
#38 Benedikt 15:37:11 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Statt langer Worte Eine neue Lehre darf es ebenfalls nicht geben, Dieser Satz ist – so wie
Sie ihn verstehen – Ihr größter Irrtum. Lehren wie etwa die von dem Verständnis des Bischofsamtes,
des Limbus, der Himmelfahrt Mariens hat es nicht vom ersten Tag an in der Kirche gegeben. Sie sind lediglich
Resultate aus dem, was man aus der Schrift erkennen kann (und das ist wirklich mit: „Es darf keine neue
Lehre geben“ gemeint). Mit der Zeit wurden Sie dann Gewissheit, manche sogar dogmatisiert. Wenn man eine
Dogmatik von vorne nach hinten durchgeht, wird man noch dutzende andere solcher Beispiel finden. Wenn
Sie fragen, was präzisiert wurde – nun, was hat denn zB der Hl. Thomas v. Aquin – bezüglich des Altarsakramentes
getan? Tun Sie doch nicht immer so, als seien alle Konzilsdokumente schon beim Pfingstereignis geschrieben
worden. Etliche Fragen sind erst viel später aufgetaucht und konnten dementsprechend auch erst später
beantwortet werden.
#37 Athanasius 15:26:58 | Donnerstag, 24. August 2006
@Benedikt Die Lehre der Kirche aber ist im Laufe der Zeit etliche Male präzisiert worden oder auch Aussagen
verworfen worden. Das Glaubensgebilde ist nichts Statisches, sehen Sie nur mal nach, wann die Feste eingeführt
wurden. Eine Lehre darf lediglich einer schon bestehenden nicht diametral entgegenlaufen. 1. Was meinen
Sie mit Präzision? 2. Das Depositum Fidei ist statisch und die Dogmen sind wohl sicher statisch und unabänderbar.
3. Die Liturgie ist zwar Fundstelle, aber nicht direkt Teil (ausser der Wandlung) des depositums, davon
bin ich mir bewusst. 4. Glauben SIe, dass man Aussagen machen kann, die Dogmen in Zweifel ziehen oder
ihre ehemalige Auslegung durch das Magisterium (also von ex-cathedra Aussagen wie Cantate Domino) verändern
kann? Das letzte geht absolut nicht. Wer so etwas behauptet, hat den Evolutionismus der Dogmen angenommen
und fällt somit unter den Verurteilungen aus Lamentabili und Pascendi. Eine neue Lehre darf es ebenfalls
nicht geben, denn dazu wurde der Hl. Geist dem Nachfolger Petri (so ‘Pastor Aeternus’, Dogmatische Bulle
von 1870) nicht versprochen um neue Lehren zu offenbaren durch Seinen Beistand, sondern um das gegebene
Glaubensgut autoritativ und wahrhaft auszlegen und zu lehren. Beispiel: Man darf nícht sagen: Früher
glaubte man wer nicht katholisch ist, geht zur Hölle, aber jetzt sagen wir jede Religion führt zum Himmel.
Dás ist Häresie und Indifferentismus, aber lediglich wohl die Orientierung der ‘Konziliaren Kirche’.
#36 Benedikt 12:42:39 | Donnerstag, 24. August 2006
@ Athanasius Die Aussagen Kardinal Suhards (…) sind, angesichts der von ihm eingeleiteten oder wenigstens
nicht verhinderten Fehlentwicklung des französischen modernen „Katholizismus“ nach 1955, nicht glaubwürdig
und schon gar nicht fachspezifisch. Kann sein oder auch nicht, ich weiß allerdings nicht, was das mit
dem Thema zu tun hat. Kard. Suhart taucht weder als Berater noch als Autor noch als Schriftleiter in der
2. Aufl. des LThK auf. Der Autor des Integralismus-Artikel lautet Oswald von Nell-Bräuning. Jaja, Schisma,
Schisma. Fällt Ihnen auch mal was vernünftiges ein? Was bedeutet es denn Ihrer Meinung nach, wenn zwei
unterschiedliche Glaubensrichtungen (alt und neu) existieren? Es gibt núr den alten Glauben, denn der
römisch-katholische Glaube íst ált, nicht neugeschaffen, sondern überliefert, erfüllt, aber überliefert.
Seit der Zeit Abrahae. Es gibt im Glauben nur Orthodoxie (Röm.-Kath.) und Heterodoxie (alles sonstige,
inkl. Modernismus und religiöser Liberalismus). Diese Aussage bestätigt einmal mehr, dass Sie wirklich
eher ein Orthodoxer, und zwar iSd Konfessionsbegriffes sind. Die Lehre der Kirche aber ist im Laufe der
Zeit etliche Male präzisiert worden oder auch Aussagen verworfen worden. Das Glaubensgebilde ist nichts
Statisches, sehen Sie nur mal nach, wann die Feste eingeführt wurden. Eine Lehre darf lediglich einer
schon bestehenden nicht diametral entgegenlaufen. Letzteres lässt sich von II. Vatikanum nur mit der
tradi-üblichen Interpretationsgabe schlußfolgern.
#35 stat crux 12:28:54 | Donnerstag, 24. August 2006
Ath. I u. II: „Sündhaft, aber wenigstens orthodox“ Sündhaft ist m.E. auch ihre verzerrte Darstellung
des Kardinals von Paris. Akzeptieren Sie doch bitte: Bis 1970 gab es integralistische Strömungen innerhalb
der römischen Systems, die aber zu keinem Zeitpunkt das Papsttum korrumpierten oder ihm seine Richtung
aufzwangen. Auch Merry del Val, Umberto Begnini etc. sind allenfalls partiell dem Phänomen zuzuschreiben
und Ottaviani ist es eigentlich GAR NICHT, denn Integralismus und römisches System sind zweierlei. Es
gibt auch heute notwendige Intransigenz (vgl. Glaubenskongregation zu Ordinatio Sacerdotalis). Erst seit
1970 entwickelt sich die Giftpflanze namens Integralismus „los von Rom“ in eigener Autonomie. Erst seither
ist der Charakter des Integralismus als Pseudo-Katholizismus eindeutig feststellbar. Und Lefebvre hat
RICHTIG erkannt, dass die Integralisten nie wieder Rom ihre Sicht werden aufzwingen können, was ja schon
1907-1909 (Modernistenstreit) NICHT glückte. Sie basteln sich eine „Tradition“, die es nie (!) gab.
#34 AthanasiusII 12:16:40 | Donnerstag, 24. August 2006
@BEnedikt Statcrux hat mit seinem Integralismus-Vorwurf vollkommen Recht. Lesen Sie meinetwegen im „vorkonziliaren“
LThK nach, die einzige Assoziation die man zur dortigen Beschreibung des I. haben kann ist: FSSPX. Die
Aussagen Kardinal Suhards und seine Konstrukte sind, angesichts der von ihm eingeleiteten oder wenigstens
nicht verhinderten Fehlentwicklung des französischen modernen „Katholizismus“ nach 1955, nicht glaubwürdig
und schon gar nicht fachspezifisch. Es gibt gar keinen alten Glauben, es gibt nur den katholischen Glauben.
Zu behaupten, es gäbe zwei Arten von (!) Glauben ist der Weg ins Schisma. Jaja, Schisma, Schisma. Fällt
Ihnen auch mal was vernünftiges ein? Ein Argu-ment z.B.? Es gibt núr den alten Glauben, denn der römisch-katholische
Glaube íst ált, nicht neugeschaffen, sondern überliefert, erfüllt, aber überliefert. Seit der Zeit
Abrahae. Es gibt im Glauben nur Orthodoxie (Röm.-Kath.) und Heterodoxie (alles sonstige, inkl. Modernismus
und religiöser Liberalismus). Ich erkläre mich, Deo gratias und dank der göttlichen Gnade, Orthodox,
aber sündhaft. Sündhaft, aber wenigstens Orthodox.
#33 Benedikt 10:40:30 | Donnerstag, 24. August 2006
@ santa rita Dieses Reich war ein in Raum und Zeit verwirklichtes Ausserraumzeitliches, weil einzig und
allein auf Gottes Gnade beruhend und durch Gottes Gnade herrschend. Was für ein Käse. In welchem Reich
hat sich denn die Reformation ereignet? Im Heiligen Röm. Reich Dt. Nation regierte immer der, der aus
dem Geschacher mit den Kurfürsten als Sieger hervorging. Spätestens mit dem Tod Friedrichs II. war die
mittelalterliche Kaiseridee sowieso tot. Danach kamen Dynastien, deren Macht durch die deutsche Kleinstaaterei
begrenzt war. Mit Ausnahme vielleicht von Maximilian I. und Karl V. gab es keine bedeutende Herrschergestalt
mehr auf dem Thron. Die meisten anderen waren vor allem damit beschäftigt, mittels Feldzüge ihre Macht
zu sichern. Ihr Bild vom Heiligen Römischen Reich basiert auf romantisierenden Vorstellungen, die mit
der Realität rein gar nichts zu tun haben. Das Reich ist schließlich nicht zerbrochen, weil es so einheitlich,
fest gefügt und von Gottes Gnade erfüllt gewesen ist.
#32 stat crux 10:34:17 | Donnerstag, 24. August 2006
Santa Rita: Der zweite Zeuge der Geheimen Offenbarung? Man könnte Ihren Beitrag, der den dt. Integralismus
vor 1806 verlegt und für Österreich vor 1918 als „Nostalgie“ abtun, wenn nicht das skurrile Wort „Reichsgnade“
auf eine ernsthafte Verwirrung schließen ließe. Die Gnade des Gottesreiches hört niemals auf! „Pax
Christi in regno Christi“ (Pius XI.), aber es ist eben Christus, der König ist, völlig unabhängig davon,
welche Verfassung die Gesellschaft annimmt. Wer behauptet, die Krone Christi sei zugleich mit der Krone
des „Offenbarungszeugen“ (des Kaisers) gestürzt, der verkürzt die Realität Christi; der Offenbarungseid
der monarchischen Systeme kann die Herrlichkeit der Erlösung allenfalls peripher tangieren.
nicht frech sein Mausi den matt wollten schon gar viele für verrückt erklären, aber der matt lebt halt
in einer durchgeknallten Zeit. Da wird man zwangsläufig für verrückt angeschaut, wenn man sich dieser
Ges.norm nicht unterwirft. „a little bit crazy“ ist der matt aber schon. Das gehört ja heute zur Lebensart.
So verrückt ist der matt garnicht wie die Leute immer sagen, auch wenn er schon mal so erregt war, dass
man ihn in die Anstalt verfrachtet hat. Dort hat der matt aber durchwegs nette Leut getroffen, richtige
Kumpeln auf Zeit. Der matt hat halt überall seine Freunde.
#27 Frl.Ilse 09:19:01 | Donnerstag, 24. August 2006
@Matt Ich spure den Geist den alten Reiches – er ist gewaltig. er ist erhaben und tief. Matt, gehen Sie
zum Arzt!! Der kann Ihnen sicher helfen (oder kommt der Arzt ohnehin jeden Tag zum gucken, weil sie gar
nicht da wegkommen, wo sie sitzen?)
Hast du etwa Angst Fritzchen? Wenn es Gott gefällt das Kaiserreich wiederzubeleben, dann gibt es absolut
nichts was Demok dagegen unternehmen kann. Mein Vorbild an Tatgewalt ist ja der kleine Dollfuß. Geht
her und übernimmt einfach die Regierung. Heute schimpft man ihn als „Austrofaschist“en, dabei hat er
das einzig Richtige getan, indem er dieses dumme Parlament auflöste und sich an die Macht setzte. Um
Österreich vor dem Hitlerismus zu bewahren. Er war der gute Sproß, Hitler war der böse. Er war der
Abel, Hitler der Kain. Kain erschlägt den Abel, aber trotzdem geht dieser als Held und Märtyrer in die
Geschichte ein. Zumindest meine Geschichte.
@ matt: Stellen wir mal wieder kindische Analogien auf? Gründen sie doch ihren eigenen Staat! Irgendwo
auf einem fremden Planeten. Die Mäuse schicken wir ihnen gerne nach…
Ich spüre manchmal den Geist des alten Reichs er ist gewaltig. er ist erhaben und tief. Ich kann es nicht
beschreiben, aber dieses Empfinden hatte ich schon immer und deshalb empfinde ich auch diese peinlichen
Demoks als Anbiederung jener harmonischen, autoritären Ordnung, die im Kaiserreich zum Ausdruck kam.
Man hat heutzutage das Gefühl: das Fußvolk herrscht. Weil die Katze aus dem Haus ist herrschen jetzt
die Mäuse. Und sie selbst wissen auch, dass sie machtlos sind und nicht die Gnade besitzen, zu der sie
sich eitel anmaßen. Sie wissen, dass sie dem Herrscherprinzip unterliegen und sich lediglich empört
haben auf bestimmte Zeit, bis er wiederkehrt und das Loch ausfüllt, das der Untergang des alten Reichs
aufgerissen hat. Es ist noch immer da und es gähnt und es zieht, wie ein schwarzes Loch.
#22 santa rita 19:21:28 | Mittwoch, 23. August 2006
stat crux Sie haben ein falsches Verständnis vom Integralismus, weil Sie immer wieder im bereits verbürgerlichten
19. Jh. ansetzen. Integralismus bedeutet nicht die Errichtung eines katholischen Zwangsstaates mit Tugendwächtern
und Sittenpolizei. Wahrer Integralismus bedeutet in Deutschland insbesondere Treue zum alten Reich, das
mit Siegmund und Siegfried als göttlich inspiriertem, noch heidnischem Gegenpol zur germanischen Gnosis
(Alberich, Hagen) begann, von Bonifatius geistig vorbereitet wurde, und mit der Kaiserkrönung Karls des
Grossen offiziell in die Weltgeschichte eintrat. Dieses Reich war ein in Raum und Zeit verwirklichtes
Ausserraumzeitliches, weil einzig und allein auf Gottes Gnade beruhend und durch Gottes Gnade herrschend.
Es bestand bis 1806 und in Österreich bis 1918. Im Werk Richard Wagners ist der Geist dieses Reiches
quasi vertont. Von der Gnosis zerstört, harrt es nunmehr seiner Wiederverwirklichung, da nach wie vor
gottgewollt. Es kann, da göttlich, von Menschen nicht wiederhergestellt werden. Vorrausetzung der Wiedererrichtung
ist ein erneutes Ausgiessen der Reichsgnade. Wahrer Integralismus ist also das genaue Gegenteil von Naturalismus.
Wahrer Integralismus in Deutschland ist auch die Treue zum zweiten Zeugen der geheimen Offenbarung neben
dem Papst, nämlich dem römisch-deutschen Kaiser. Dieser Treue kann sich die Kirche nicht rühmen, da
sie damals froh war, diesen alten Konkurrenten endlich losgeworden zu sein.
#20 aphrodite † 17:35:53 | Mittwoch, 23. August 2006
sowas … wenn österreichische Theologiestudierende das selbe gemacht hätten, dann würde jetzt im Artikel
wahrscheinlich peinlichst genau aufgezählt, welcher Priester anwesend war, der schon einmal ein Brot
konsekriert hat, wie oft sich die weiblichen Organisatorinnen beim vorbeigehen dem Tabernakel zu knapp
genähert haben und welche der Zitat:charismatischen Gesänge irgendwelche vorgeblich protestantischen
Lehren enthalten haben.
#19 stat crux 15:22:32 | Mittwoch, 23. August 2006
Atha… integer ist das nicht; das Sodalitium pianum ist nie (!) von Merry del Val geführt worden, sondern
von Msgr. Umberto Begnini, der im übrigen eine Sozialgeschichte des Katholizismus verfasst hat. Die „Sapieniere“
hatte nie mehr als 50 Mitglieder (in Dtld. nur 2 Kapläne) und wird in ihrer Wirkung weit überschätzt.
Dass ihre SSPX da geistig anknüpft ist 1.) peinlich und 2.) sachlich falsch. Denn das Sodalitium (benannt
nach Pius V., nicht nach Pius X.) sammelte eine klerikale Strömung im Umfeld des Papsttums, nicht gegen
das Papsttum. Ich habe nie bestritten, dass das Lehramt immer auch partiell notwendig intransigent vorgehen
muss. Auch Suhard warnte vor Strömungen innerhalb des frz. Klerus. Das Phänomen eines von Rom getrennten
(und erst so zur Vollblüte gelangten) Integralismus ist erst 1970 entstanden! „Rom“ kann per definitionem
nicht integralistisch agieren, da es den öfffentlichen Anspruch der Religion vertritt. Dieser muss aber
in der wirklichen Welt vertreten werden, „effizient und effektiv“. Der Integralismus tönt zwar „Christ-roi“
meint aber den Schmerz über die Abdankung Karls X. 1830 (bzw. vergleichbare Phänomene in anderen Ländern).
Sie müssen dringend mit diesen Zeitirrtümern aufräumen, dann kann ein seriöser Zweig der SSPX noch
nach Rom zurückfinden.
@ Athanasius Statcrux hat mit seinem Integralismus-Vorwurf vollkommen Recht. Lesen Sie meinetwegen im
„vorkonziliaren“ LThK nach, die einzige Assoziation die man zur dortigen Beschreibung des I. haben kann
ist: FSSPX. Der wahre Klerofaschismus ist das Verbot (…) des alten Glaubens, Es gibt gar keinen alten
Glauben, es gibt nur den katholischen Glauben. Zu behaupten, es gäbe zwei Arten von (!) Glauben ist der
Weg ins Schisma.
#17 Athanasius 14:58:50 | Mittwoch, 23. August 2006
@Otterbeck alias statcrux Ihr „Integralismus“ ist ein Konstrukt nachkonziliarer Propaganda oder Verdrehung
der Tatsachen durch Kardinal Suhard (Paris) im Jahre 1947. Übrigens wurde das ‘integralistische’ Sodalitium
Pianum von Kardinal Merry del Val erst 1941 (Frankreich) und 1943 (Italien) von den Nationalsozialisten
verboten, weil man „gegen Positives Christentum“ witterte als „Modernismus“. Der wahre Klerofaschismus
ist das Verbot der Alten Messe, des alten Glaubens, für die Schaffung einer neopolitischen mondalistischen
synkretistischen ‘Eine Welt-Kirche’, eines Gebäudes für angebliche Liebe, aber ohne Liebe, mit Terror
und Brand. Lesen Sie mal ‘Notre Charge Apostolique’, Papst Giuseppe Sarto, 1910.
@benedikt So kann man es natürlich auch machen Der alte Sünder stammt vermutlich aus der DDR und hat
zuoft Sudeledes Schwarzen Kanal geschaut. Da lernt man sowas.
#15 stat crux 13:47:11 | Mittwoch, 23. August 2006
Guldin: Die Wehrmacht verteidigt die Heimatliebe der Soldatenbräute bekanntlich hinterm Ural, die Bundeswhr
am Hindukusch. Also muss der „fromme“ Katholik auch heute noch den Vietnamkrieg billigen. Fehlt nur noch
die Verschwörungstheorie, dass Freimaurer vom Vietcong die Watergate-Affäre inszeniert haben, um Nixon
beiseitezuräumen und so an Saigon ranzukommen. Na ja.
@ stat crux Danke für den Hinweis. Nur dann frage ich mich natürlich, wie Athanasius zur Erkenntnis
kommt; „Vor 35 Jahren haben „Freiburger Seminaristen“ für anderes agiert. (…) „gegen den verbrecherischen
Vietnamkrieg!“ Jetzt aber langsam wieder für wahrhaft katholische Aktion.“? Dann waren die AKtionen ja
auch schon frührer wahrhaft katholisch
#12 stat crux 13:32:10 | Mittwoch, 23. August 2006
Mit einer kurzen Enzyklika, Guldin, vom 15. September 1966, Christi matri (fast vergessen) hat Paul VI.
für den 4. Oktober 1966 zu einem ersten Weltgebetstag der Kirche für den Frieden aufgerufen, Anlass:
Vietnam; dieser Gebetstag erinnerte an den Besuch der UNO im Vorjahr und war Vorläufer der Weltfriedenstage
seit 1968. Schon seit Benedikt XV. (1917) steht der päpstliche Internationalismus „im Verdacht“ pazifistisch
zu sein. In Dtld. wird das natürlich permanent heftigst dementiert, weiland durch Kardinal Hartmann zu
Köln, heute durch Kardinal Lehmann und, ausnahmsweise unisono, auch durch Journalisten der DT. Denn Staatsfrömmigkeit
ist die verdeckte Geschäftsgrundlage des dt. Katholizismus seit 1806.
Benedikt @ Elendester Sünder: Dein Beitrag trifft voll zu. Danke für deine Zustimmung, Benedikt. Ich
habe dich bisher immer für engstirnig, kleinkariert und mit dem Strom schwimmend gehalten. Ich muß mich
entschuldigen. stat crux: Was ist eine „integralistische Gefangenschaft“?
Athanasius, wenn Sie diwe Spur des „falschen Klerikalismus“ weiter verfolgen und durchdenken, finden Sie
vielleicht doch noch den Ausgang aus der integralistischen Gefangenschaft.
#8 Athanasius 13:11:10 | Mittwoch, 23. August 2006
@Seminarist Sehr gut. Die Professoren, vor allem die Jesuiten, glauben natürlich immer noch, dass jeder
Student(In) von ihnen alle Heterodoxie als „gut“ und „akademisch“ und sogar „wissenschaftlich“ annimmt.
Ich bin froh, dass dies nicht länger der Fall ist. Ein falscher Klerikalismus hat teilweise die kirchliche
Krise hervorgebracht, in dem Laien und Studenten ohne Nachfragen der ‘neuen Ausrichtung’ gefolgt sind.
Auch das Zeugnis auf der Strasse und das Gebet vor dem Allerheiligsten Sakrament hat mich angenehm überrascht.
Vor diesem Artikel, kannte ich nur die röm.-kath. Jugendlichen die der FSSPX www.spes-unica.de/ nahe
stehen die solche Initiativen leiteten. Hoffentlich werden die liturgischen Weisungen und evt. der überlieferte
römische Ritus auch bei diesen Initiativen Einzug erhalten. Vor 35 Jahren haben „Freiburger Seminaristen“
für anderes agiert. Für „Befreiungstheologie“, für „weitere Modernisierung“ und „gegen den verbrecherischen
Vietnamkrieg!“ Jetzt aber langsam wieder für wahrhaft katholische Aktion. Ganz gut.
So ein Quatsch Wozu studiert Fräulein Ingeborg Tellenbach eigentlich Theologie? Besser, sie ginge ins
Kloster gehen oder heiratete. Was soll mit solchen rührigen Aktionen eigentlich erreicht werden? Sollen
Berufene abgeschreckt werden oder was? Diese Jugendlichen sollten sich in die Einsamkeit zurückziehen,
wo Jesus die Möglichkeit hat, zu ihnen zu sprechen. Anschließend könnten sie mit dem Beispiel ihres
frommen Lebenswandels, Leute zum Glauben bewegen.
#5 Seminarist 12:25:38 | Mittwoch, 23. August 2006
Glaubensbekenntnis Bereits in der Vergangenheit hat die Theologiestudentin Ingeborg Tellenbach für ein
unverkürztes katholisches Glaubensbekenntnis gewirkt. In der theologischen Hochschule der Jesuiten Sankt
Georgen in Frankfurt/Main hat sie sich als Mitarbeiterin des AStA dafür eingesetzt, dass in den Vorlesungs-
und Seminarräumen des neuen Hochschulneubaus entgegen der Konzeption des Architekten und der zuständigen
Jesuiten Kreuze aufgehangen werden. Sogar ein Sitt-In wurde mit Kerzen initiert. In einer famosen Rede
legte Sie den Herren Jesuiten dar, dass es sich für eine katholische Hochschule gehöre, ein Bekenntnis
zum Glauben auch in ihren akademischen Örtlichkeiten zu geben. Diese Aktionen junger Theologiestudierender
haben viel Nachdenken bei den Professoren ausgelöst. Auch hierfür ein Dank an die Studentin Tellenbach!
#4 Benedikt78 11:47:09 | Mittwoch, 23. August 2006
Nicht schlecht! Also diese Aktion ist wirklich gut. Gefällt mir. Das Kerzenkleidchen sieht irgendwie
lustig aus. Nicht mein Geschmack, aber sonst ist das Ganze sehr gelungen. Das sollte man mal in der Schweiz
durchführen!
#3 private-notes 10:54:19 | Mittwoch, 23. August 2006
Gutes für die Kirche Ich denke, dass diese jungen Leute vor der Kirche für die Kirche und für den Glauben
in dieser Nacht mehr getan haben, als es diese Seite plus deren Protagonisten je schaffen werden. Ein
Lächeln, eine Kerze, eine Einladung, schau Dir das an Bemerkenswert, dass Gottesglaube ohne Drohgebärde,
Verleumdung, Dämonenwahn, Angst und Schrecknis auskommen kann. Nun, vielleicht können hier die Alten
von den Jungen lernen :(3
#2 Rudolfssohn 10:09:05 | Mittwoch, 23. August 2006
Die Kirche lebt! Gott segne Papst Benedikt und diese wunderbare Initiative. :(3 Und dies ausgerechnet
in Freiburg, einer Stadt, in der die unapetittlichste aller Linksparteien, die Grünen , sogar den Oberbürgermeister
stellt. Heute nachmittag habe ich geschäftlich in Freiburg zu tun, und ich werde es mir nicht nehmen
lassen, meine Solidarität mit diesen grossartigen jungen Leuten zu bekunden. Dio vi benedica, ragazzi!
:(3