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Mittwoch, 23. August 2006 15:39
Fünfzig Jahre zuviel
Ein Schundblatt, das nach Angaben des Herausgebers schon von sechsjährige Mädchen gelesen wird, feiert in Kürze ein halbes Jahrhundert moralischer Dekadenz und Jugendschädigung. Von Mathias von Gersdorff.
Die aktuelle Ausgabe des Schundblattes 'Bravo' berichtet über die Kinder-Band 'Tokio Hotel'
Die aktuelle Ausgabe des Schundblattes ‘Bravo’ berichtet über die Kinder-Band ‘Tokio Hotel
(kreuz.net) Die Jugendzeitschrift ‘Bravo’ wird am 26. August 2006 fünfzig Jahre alt. Dieses Jubiläum will der ‘Heinrich-Bauer-Verlag’ – der Herausgeber der Zeitschrift – nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Zum Anlaß sollen etliche Feierlichkeiten organisiert werden, um vor allem Werbung für das Blatt zu machen. Die Kampagne wurde auch schon von diversen Zeitungen unterstützt, die Ende 2005 über die fünfzig Jahre von ‘Bravo’ in positivem Ton berichtet haben.

Daß dahinter eine vom Verlag gesteuerte Medienkampagne steht, um die Auflagenzahl steigen zu lassen, läßt sich annehmen.

Die erste Ausgabe des Schundblattes vom 26. August 1956
Die erste Ausgabe des Schundblattes vom 26. August 1956
Wie bei der 40 Jahr-Feier, werden sicherlich mehrere Politiker bei ‘Bravo’ aufwarten und versuchen, sich bei diesem Medienkonzern Liebkind zu machen.

1995 hat die CDU-Politikerin Rita Süßmuth, damalige Bundestagspräsidentin, das Blatt in höchsten Tönen gelobt.

Anläßlich der fünfzig Jahre von ‘Bravo’ wurde sogar eine Ausstellung organisiert, die bis Anfang dieses Jahres im ‘Wilhelm-Fabry-Museum’ in Hilden bei Düsseldorf gezeigt wurde.

In den Erläuterungen zur Ausstellung steht unter anderem:

„Es gibt wohl kein zweites Jugendmagazin auf der ganzen Welt, das so intensive Zielgruppenanalysen und Zielgruppenkommunikation betreibt. ‘Bravo’ steht damit zentral für die professionelle Kommerzialisierung der jugendlichen Freizeitwelten.“

Für ernsthafte Menschen gibt es natürlich nichts zu feiern.

Obwohl ‘Bravo’ am Anfang noch nicht so unmoralisch war wie heute, war das Blatt schon polemisch, bevor es systematisch Nacktphotos und sonstige erotische Inhalte veröffentlicht hat.

‘Bravo’ war immer in der vordersten Reihe der Tendenzen, die aus Deutschland ein Land ohne Werte und Prinzipien machen wollen: ein Land, in dem das Leben der Jugend aus Geschlechtsverkehr und oberflächlichem Spaß bestehen soll, in dem Kinder schon ab sechs Jahren – laut einer Presseerklärung des Heinrich-Bauer-Verlages lesen schon sechsjährige Mädchen dieses Schundblatt – mit einer unglaublichen moralischen Dekadenz konfrontiert werden.

Jede Woche erscheint ‘Bravo’ und zeigt unter der Rubrik „Pärchen Check“ ein splitternacktes Mädchen und einen Jungen, die über ihre sexuellen Erfahrungen erzählen.

Oft werden Jugendliche mit den entsprechenden Texten beim Geschlechtsverkehr abgebildet.

Auch geht es bei den sogenannten Pop-Stars im wesentlichen um ihre sexuellen Abenteuer.

Höhepunkt der Unmoral sind die Ratschläge der sogenannten „Dr.-Sommer-Sprechstunde“, welche Kinder und Jugendliche zu einem zügellosen Leben motiviert.

Die meisten Texte von ‘Bravo’ sind in einem erotisierenden Stil geschrieben, insbesondere, wenn über Pop-Stars berichtet wird.

Oft geht es bei den Reportagen über die Musik-Szene gar nicht darum, ob die Show gut war, ob der Sänger X oder die Sängerin Y gut gesungen haben, ob das Publikum von der Show mitgerissen wurde…

Nein, das Wichtigste für ‘Bravo’ ist, ob die Show erotisch, ob die Sängerin „scharf“ war und ob sie das Publikum sexuell „angemacht hat“, ob es nach dem Konzert zu Ausschweifungen kam usw.

Woche für Woche tauchen unzählige Kinder und Jugendliche in diese absurde und unmoralische Phantasiewelt ein.

‘Bravo’ lockt die Jugendlichen mit Honoraren, ihre „erotischen Geschichten“ niederzuschreiben oder sich nackt abbilden zu lassen.

Auf eine nicht unbedeutende Anzahl von Kindern und Jugendlichen üben Jugendzeitschriften einen enormen Einfluß aus und machen somit die Erziehungsarbeit der Eltern – und in gewissem Sinne auch der Schule – völlig zunichte.

Unter den vielen Jugendzeitschriften gibt es keine, die die Mentalität der Kinder so tiefgründig verwüstet, wie das die Zeitschrift ‘Bravo’ vom Heinrich-Bauer-Verlag tut.

Deshalb ist es wichtig, solange gegen ‘Bravo’ zu protestieren, bis alle unmoralischen Inhalte der Zeitschrift verschwinden.

In der Vergangenheit ist es immer wieder gelungen, ‘Bravo’ dahin zu bewegen, die Anzahl von unmoralischen Inhalten zu reduzieren und manchmal sogar ganze Rubriken zu streichen.

Auch in Zukunft und vor allem in diesem Jahr, wenn ‘Bravo’ versuchen wird, die Auflage zu erhöhen, dürfen wir nicht locker lassen, sondern müssen gegen diese Gefahr für Kinder und für Jugendliche weiterhin protestieren.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 84 Lesermeinungen:
Mittwoch, 21. Februar 2007 21:22
Athanasius: Bravo zerstört die Jugend und Gesellschaft
Und die Bundesrepublik Deutschland unternimmt nichts dagegen. Blättchen von Altgedienten SS-Leutchen die nur von 15 Menschen gelesen werden, und Blättchen von „Holocaustleugnern“ werden mit Polizeibataillonen bekämpft und eingekreist, obwohl zahlenmässig völlig uninteressant (wenn auch manchmal rassistisch und vielleicht deswegen gefährdend für diese winzige Gruppenleut’), aber die BRAVO, eine Zeitschrift die auch nach nichtchristlichen Ärzten zur Promiskuität unter Jungendlichen anregt und beiträgt und somit rechtswidrig handelt, darf ruhig weiter machen.

Bravo ist ein typisches Produkt des Liberalsozialismus von heute (dekadent) und des Kulturmarxismus der 1960er.

Auf kreuz.net wird Bravo! vom selbsternannten Vorzeigevater „methusalix“ verbreitet und empfohlen als „Aufklärung“. Das sagt viel über das aus, was dieser „Vater“ will dass seine Kinder samstagabends so alles machen. Und wenn’s mal schiefgeht…„haben wir doch das Recht auf Abtreibung“? Bewußtes Antichristsein ist heute weitverbreitet, sogar unter angeblichen „Katholiken“.

Appelliert an die Bundesministerin!
Klick hier für Manifest.
Dienstag, 29. August 2006 00:35
St.Meyer: BRAVO <| Moral? |> BILD
Mit manchen Blättern ist’s halt meist das Gleiche:
– Keiner liest sie angeblich,
– alles Schund, was drin steht.
Aber gekauft werden sie Millionen-fach.

Muss also was drinnen stehn, was gefällt.

Kein Wunder demnach, wenn sie alt werden.
Montag, 28. August 2006 22:37
jiri: Bravo, Bravissimo
Meine Güte, die Bravo hat doch bestimmt auch mal über den Weltjugendtag berichtet. Jetzt seid doch auch mal ein bisschen locker. Bisschen Franziskaner Weißbier, das tut doch gut.
Montag, 28. August 2006 17:39
Artois †: Frau Wilden
kann wohl kaum zu einer „faschistischen Gruppierung“ gehören, da der Fascismus, gottlob, reine Männerangelegenheit war und ist.
Sonntag, 27. August 2006 04:23
Rüdiger_Keller †: Katholische Nachrichten?
Schon sehr bezeichnend für ein Portal mit obigem Titel,
welch illustrem Völkchen man hier Redefreiheit gewährt.

Personen, denen man anderswo den Garaus gemacht hat, bzw. machen würde – ob ihrer Verfehlungen, die mit dem Gesetz kaum oder so gar nicht konform gehen.

Bezeichnend auch, wie die Redaktion von KN bemüht ist,
diesem Klientel immer wieder zu dienen …

Sehr katholisch …

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Samstag, 26. August 2006 20:22
ueberflieger: Vielleicht…
…sollte man mal anmerken, dass Frau Wilden zur faschistischen Gruppierung „Pro Köln“ gehört.
Das erklärt auch ihre Kommentare und ihre
Lesermeinung!
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