Evolution
Zwei Parteien beim nächsten Treffen des Ratzinger-Schülerkreises
Der Papst will sich im September zusammen mit seinen Schülern Vorträge zum Thema „Schöpfung und Evolution“ anhören. Welche Referenten dabei welche Positionen vertreten werden, ist jetzt schon klar.
(kreuz.net, Castel Gandolfo) Am ersten Septemberwochenende trifft sich der sogenannte Ratzinger-Schülerkreis in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo, um das Thema „Schöpfung und Evolution“ zu diskutieren.

Der Vatikanist der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’ John Allen hat die Namen der vier Referenten ausfindig gemacht.

Es handelt sich um den Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn, den emeritierten Münchner Professor für Naturphilosophie, Pater Paul Erbrich SJ, den emeritierten Münchner Philosophieprofessor Robert Spaemann und den Präsidenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Professor Peter Schuster.

Von der Debatte unter den Ratzinger-Schülern kann man sich laut Allen zwei Dinge erwarten:

· eine Diskussion darüber, wie überzeugend die wissenschaftlichen Beweise für eine Entstehung der Schöpfung und des Menschen durch Evolution sind.

· Einigkeit darüber, daß eine Evolutionstheorie, welche die Gottursächlichkeit ausschließt, mit dem Christentum unvereinbar ist.

Der Naturphilosoph Pater Erbrich wird die sogenannte Wissenschaftlichkeit der Evolutionstheorie widerlegen.

Zur sogenannten Evolution
Ob einige Schildkröten- und Vogelarten auf den Galápagos-Inseln im Westen von Südamerika am Anfang der Evolutionstheorie standen, ist äußerst umstritten.Die Evolutionstheorie steht vor einem Durchbruch. Denn dieses sensationelle Photo beweist, daß der Wissenschaft inzwischen der seit jeher fehlende Beweis der "Missing Links" - der nicht vorhandenen Bindeglieder zwischen den einzelnen Tierarten - vorliegt.Gegenwärtig arbeiten die besten Graphiker der Welt mit wissenschaftlichen Entwürfen intensiv daran, die äußerst irritierende Darstellung der Erschaffung des Menschen in der Sixtinischen Kapelle den wissenschaftlichen Errungenschaften der Neuzeit anzupassen.

Seine Argumente gegen die Evolutionstheorie sind unter anderem die sogenannten Missing Links – die fehlenden Bindeglieder zwischen den Arten. Charles Darwin glaubte noch, daß spätere Funde von Versteinerungen sie zu Tage fördern würden. Doch das war bisher nicht der Fall.

Daß man die Missing Links im Molekularbereich gefunden habe, widerlegte Pater Erbrich in einem Aufsatz von 1985.

Er zeigte dabei auf, daß die angeblich gefundenen Bindeglieder im Molekularbereich – das heißt: Proteine von ähnlicher Funktion und Struktur – auch völlig verschiedenen Arten verbinden würden. Deshalb müßten dieselben Proteine zwei oder mehrmals und unabhängig voneinander durch Zufall entstanden sein. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei allzu gering.

Als Grund für die breite Akzeptanz der unwahrscheinlichen Evolutionstheorie nannte der Jesuit die Tatsache, daß eine naturwissenschaftlich formulierbare Alterantive fehle.

Der Molekularbiologe Peter Schuster wird beim Schülerkreis die Gegenposition darlegen und die Evolutionstheorie verteidigen.

Schuster erklärte im Gespräch mit Journalist Allen, daß er katholisch „gewesen sei“ und sich heute als „Agnostiker“ verstehe. Einen Schöpfergott könne er akzeptieren, aber mit der Vorstellung eines persönlichen Gottes habe er Probleme.

Professor Schuster schrieb im Fachjournal ‘Complexities’ eine Replik auf einen Artikel, den Kardinal Schönborn im Juli 2005 in der ‘New York Times’ zum Thema der Evolutionstheorie publiziert hatte.

Darin erklärte der Professor, daß die Evolutionstheorie von Darwin das Sichtbare ohne einen Schöpfer vollständig erklären lasse.

Es gibt in der Schöpfung – glaubt Schuster – keine klaren Hinweise auf einen Plan oder einen aktiven Designer:

„Die Darwin’sche Evolution ist ein empirisch-wissenschaftliches Faktum in derselben Klasse wie das kopernikanische Sonnensystem, die Newtonsche Mechanik oder Einsteins Quantenmechanik.“ Sie sei weder eine Hypothese unter anderen noch eine Ideologie.

Nach diesem schriftlichen Schlagabtausch begegneten sich Professor Schuster und Kardinal Schönborn bei einem Treffen von Physikern in der oberösterreichischen Ortschaft Traunkirchen, wo beide als Referenten eingeladen waren.

Der Professor erkannte dabei, daß seine Meinungsverschiedenheiten mit dem Kardinal viel geringer waren, als angenommen. Kardinal Schönborn habe seine frühere Aussage, daß die Biologen eine Ideologie verbreiteten, nicht wiederholt.

Darüber ist Schuster sehr froh. Er und der Kardinal würden beide die Evolutionslehre vertreten. Die einzige Unstimmigkeit bestehe in der Frage, ob die Evolution einen Schöpfer verlange oder nicht.

Dagegen erklärte Kardinal Schönborn Ende Februar aber in einem handgeschriebenen Brief an einen deutschen Arzt, daß das „ideologische Gebäude des Evolutionsmus zusammenbrechen“ werde: „Was von der echt wissenschaftlichen Seite der Theorie überbleibt, wird sich zeigen.“

Die Wahl Schusters als Referent beim Schülerkreis wurde diesem telephonisch mitgeteilt:

„Kardinal Schönborn bat mich, den mehr oder minder gleichen Vortrag [von Traunkirchen] auch vor dem Papst und seinen Doktoratsstudenten zu halten.“

Bei einem anschließenden, gemeinsamen Mittagessen fragte der Professor den Kardinal: „Warum ich? Es gibt bestimmt Evolutionsbiologen, die der Kirche näherstehen.“

Der Kardinal erklärte darauf, daß der Heilige Vater jemanden suche, der den Schöpfungsglauben vollständig leugne.

Schuster glaubt, daß sich der Schülerkreis der Erklärung von Johannes Paul II. im Jahr 1996 anschließen werde, wonach die Evolutionstheorie mehr als eine Hypothese sei. Er glaubt, daß Benedikt XVI. in der Frage der Evolution eine ähnliche Meinung vertritt wie Johannes Paul II.

Er selber werde darlegen, daß es im Labor möglich sei, natürliche Evolutionsprozesse nachzubauen. Das dürfte den Papst interessieren.

Nächstes Mal: Was sagt der Münchner Philosophen Robert Spaemann zu Schöpfung und Evolution?
      
46 Lesermeinungen
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#46   deusexmachina   00:53:01 | Montag, 28. August 2006
@santa rita
Da erlaube ich mir die Gegenfrage, warum Sie sich ausgerechnet auf jemanden beziehen, dessen Auffassungen sich von den Ihren sehr viel mehr unterscheiden, als sie mit ihnen gemein haben?
Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, was Flew widerfahren ist und vermute eher persönliche Ursachen. Argumentativ ist die derzeit von ihm vertretene Position extrem schwach:
Er glaubt eigentlich an gar nichts, weiß sich aber in Ermangelung von befriedigenden Erklärungen nicht anders zu helfen als an einen diffusen, unpersönlichen (und definitiv und explizit nicht den christlichen oder muslimischen) Gott zu glauben. Das ist ein merkwürdiger Rückfall in die theologischen Konstrukte der Vorzeit, als „Gott“ für jedes (noch) nicht erklärbare Phänomen herhalten musste – der berühmte „God of the Gaps“.
Mich erstaunt das, denn dieser eigentlich kluge Kopf redet wie ein typischer Teenager, der sich äußert: „Ich glaube schon irgendwie an sowas wie Gott – aber sicher nicht so, wie die Kirche das meint.“ Das ist schlecht verpackte Ratlosigkeit in Verbindung mit der naiven Hoffnung, es könne doch noch eine Erklärung für das (vielleicht nur derzeit noch) Unerklärliche geben. Inwieweit dieser Gott eine Erklärung für irgendetwas sein sollte, darüber kann Flew auch nichts sagen – Flew, der übrigens selbst eigener Aussage nach weder über profunde chemische noch biologische Kenntnisse verfügt, aber seine Ratlosigkeit auf die Komplexität der DNA stützt.
Und DEN wollen Sie als Referenz anführen? Keine gute Wahl.
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#45   Schnabeltierkönig   00:25:07 | Montag, 28. August 2006
Wahrheit
Darwin JA oder NEIN? Missing Link oder nicht? Für einen einfachen Christen sollte es Zeitverschwendung sein darüber nachzudenken! Wir müssen zugeben, dass wir Gott nicht beweisen können, denn gerade dann sind wir auf dem Weg Ihn zu beweisen. Denn könnten wir Ihn vor den Anderen erklären und beweisen, wäre Er von Menschenhand gemacht und eine Illusion. Die Wahrheit in ihren Einzelteilen ist für uns alle zu groß, doch die ganze Wahrheit kennen wir schon, Christus!
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#44   monti   23:19:24 | Sonntag, 27. August 2006
@divusKA
Sie sprechen mir ja sooo aus der Seele! Und das mein ich nicht ironisch!
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#43   Bonjour   12:20:32 | Sonntag, 27. August 2006
@santa rita
Nehmen Sie doch zuerst mal zu den Ihnen von DDL bereits gegebenen Antworten Stellung. Ihre panische Suche nach immer neuen „Beweisen“ samt Import skuriller Links mutet echt etwas kindisch an.
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#42   santa rita   11:59:53 | Sonntag, 27. August 2006
@ DDL
Und was sagen Sie zu dem weltbekannten ehemals atheistischen Philosophen Antony Flew, der aufgrund der Ergebnisse der DNA-Forschung dem Atheismus abgeschworen und sich sogar für seinen früheren Atheismus entschuldigt hat?
www.gutenachrichten.org/PDF/GN/gn05ja.pdf
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#41   divusKA   02:23:23 | Sonntag, 27. August 2006
JA zur Evolution!!
Der Mensch ist ein göttliches Wesen. Aber jene, die sich anmaßen, im Namen Gottes zu sprechen,
verneinen alles Göttliche.
Zweitausend Jahre Kirchengeschichte sind nichts weiter als zweitausend Jahre Demütigung, Ausbeutung und Kampf gegen den Fortschritt. Die Pfaffen haben Jahrhunderte riesige Dome gebaut, zur Ehre Gottes, wie sie sagten, in Wirklichkeit steckte die Idee dahinter, den Christenmenschen zu unterdrücken, ihm seine Kleinheit und Bedeutungslosigkeit vor Augen zu führen. Bedeutungslosigkeit hindert am Denken, und Denken ist Gift für die Kirche. Die Kirche wird von Befehlen am Leben erhalten. Ihre Lehre heißt schlicht befehlen und gehorchen. Und alles unter dem Motto: Glauben. Glauben ist leichter als Denken. Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, erhält unchristliche Antworten. Und das ist der Grund, warum die Kirche sich seit ihrem Bestehen dem Fortschritt und Wissen entgegenstemmt. Wissen ist das Ende des Glaubens. Alle Unsinnigkeiten, die die Kirche verbreitet, wurden bisher mit dem einen Zauberwort vom Tisch gewischt: Glauben.
Wer immer gegen die Kirche auftrat, dem wurde bescheinigt, es fehle ihm an Glauben. Und gegen den Glauben gibt es keine Beweise, nur gegen den Unglauben.
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#40   Sirilo   21:33:50 | Samstag, 26. August 2006
@santa rita
Auf 100.000 Geburten entfallen statistisch drei Fälle von „amniotischer Dysmelie“, bei der dem Neugeborenen eine Gliedmaße (meistens Hand) fehlt. Diese Fehlbildung entsteht weder durch Chemikalien (Tabletten Drogen), die die Mutter während der Schwangerschaft eingenommen hat, noch durch äußere Einwirkung (Strahlung o.ä.), sondern durch einen „Betriebsunfall“ bei der frühen Zellteilung des Embryos.
Wie ist dies mit dem Konzept des „intelligenten Designers“ in Einklang zu bringen?
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#39   DDL   12:16:44 | Samstag, 26. August 2006
@santa rita
Polemik? Nein, Verärgerung über diese Volksverblödung, die sich hinter dem von Ihnen angegebenen Link versteckt. Da werden menschen für dumm verkauft, und mit sowas kann ich nicht gut. Was Behe & Co. da schwatzen, ist schlichtweg falsch, speziell auch der Unfug mit der Maschine, die nicht ohne eines der Teile funktionieren kann und deswegen angeblich als Ganzes ersonnen worden sein muss. Das machen die Creationisten bevorzugt am menschlichen Auge fest, obwohl sie schon x-mal belehrt wurden, dass es nicht stimmt und dass diese (heute) so komplexe Apparat auf jeder Entwicklungsstufe einen Vorteil gegenüber seinem Vorgänger repräsentierte.
Behe faselt von immer perfekteren Strukturen, die entdeckt werden, und wertet sie als Beleg für „intelligent design“. Was er dabei verschweigt, ist, dass da gar nichts „perfekt“ ist, sondern nur sehr gut angepasst, und der „Intelligent designer“ allenfalls ein begnadeter Pfuscher wäre. Hunderte von Millionen von Brillenträgern geben ein pralles Zeugnis favon, was von der angeblich göttlichen „Perfektion“ zu halten ist.
Sie sagen „Polemik“? Ich sage Ihnen ‘mal, was „Polemik“ ist: Wenn man dann daherkommt wie Sie, alles mit barschen Worten abwedelt und zur Sache selbst überhaupt nichts sagt (vermutlich deshalb, weil Sie’s nicht könnten). DAS ist „Polemik“.
Eine Buchempfehlung: Richard Dawkins, „The Blind Watchmaker“. Da wird Ihnen alles aus diesem hübschen Artikelchen auseinandergenommen. Dawkins ist übrigens Biologe.
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#38   monti   22:56:13 | Freitag, 25. August 2006
@centesimus
Also, ich muss sehr bitten. Deppen gibt es auch in der Stadt!
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#37   methusalix †   22:02:29 | Freitag, 25. August 2006
@Benedikt @rita
Benedikt: @ methusalix
Jedenfalls ist das Uhlenhaut-Coupé ein schönes Beispiel der gelungen Evolution des Automobils
Aber wahrscheinlich halten auch Sie es für schön wegen der gelungenen Form der Karosserie und der Flügeltüren. Der Knackpunkt war aber das, was man nicht sieht an dem Auto. Die Flügeltüren waren eine absolute Notlösung.
santa rita: methusalix / ddl
Sie liefern einmal mehr den Beweis, das Evolutionisten mangels Argumenten immer in Polemik ausweichen. Selbst ein Polemiker würde Argumente vorziehen, wenn er welche hätte.
Tut mir leid, Rita, dass Sie mein Argument nicht verstanden haben, aber wenn Sie wirklich etwas über Evolution lernen wollen, dann ist hier der Raum zu klein, für eine umfassende Darstellung. Ich empfehle Ihnen das Buch des vor einem Jahr verstorbenen Nestors der Evolutionsbiologie zu lesen: Ernst Mayr, „Das ist Evolution“. Schauen Sie bei Amazon nach, es kostet nicht mal zehn Euro.
Was den guten Professor Behe angeht, hat er wohl nicht bedacht, dass zwar Meinungen und Glaubenswahrheiten unter Druck zum Verschwinden gebracht werden können, aber wohl kaum Forschungsergebnisse, die auf der ganzen Welt jederzeit in jedem Labor reproduziert werden können. Wie wollen Sie Tatsachen einfach verschwinden lassen? Das hat die katholische Kirche immer und immer wieder versucht und ist damit jedesmal gescheitert. Was die Beweise für den „Darwinismus“ angeht, siehe oben unter Mayr!
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#36   Christian Hüller   21:10:46 | Freitag, 25. August 2006
Ad Centesimus Annus
Wat nich’is, kann noch werden, oder?
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#35   centesimus annus   21:06:07 | Freitag, 25. August 2006
intelligent design
Zum Thema intelligent design hätte ich nur zu sagen:
Wer einmal aus der Stadt am Freitag Nachmittag in irgendein Dorf gefahren ist und vor den Augen der (meist um ein paar Mofas) versammelten Dorfjugend aus dem Auto steigen wusste, der konnte an den Gesichtern erkennen:
ES KANN KEIN INTELLIGENT DESIGN GEBEN!
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#34   matt   20:59:23 | Freitag, 25. August 2006
Wenn man
Evolution lediglich als den Hervorgang verschiedener Subarten sog. Rassen aus dem universellen Arttypus versteht, dann möchte ich es so gelten lassen. Das kann man ja nicht leugnen, dass es innerhalb einer Fortpflanzungsgemeinschaft verschiedenste rassische Ausprägungen geben kann. Bei manchen Arten vielfältiger als bei anderen. Das ist kein Thema. Es geht ja hier um diese widersprüchliche Kernbehauptung aus einer Art A käme mittels Evolution eine Art B zustande, die eben nicht Subart von A ist, sondern etwas völlig anderes, also eben -A. Wie soll denn das bitte gehen? A schließt doch -A aus, dann kann A doch wohl nicht zugleich -A beinhalten. Das ist einfach eine falsche Aussage.
Evolution kann auch nicht aus A -A machen, weil A ja eben -A ausschließt und daher für dessen Erzeugung irrelevant ist. Daher muss -A alleine aus Evolution hervorgehen ohne Beteiligung von A. Damit erweist sich Evolution aber letztlich als nichts anderes als die von Naturwissenschaft verkannte Gottheit, die letztlich auch nicht umhinkommt die Arten aus sich zu schaffen nach der Systematik der Genesis.
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#33   Christian Hüller   19:52:29 | Freitag, 25. August 2006
Ad Benedikt
Ich dacht mir’s schon, dass es aus „Faust“ sein muss, doch die Blöße einer Irrung wollt ich mir nicht geben hier…
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#32   Benedikt   19:48:37 | Freitag, 25. August 2006
@ Hüller
Das ist aus Faust I, Prolog im Himmel
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#31   Christian Hüller   19:45:34 | Freitag, 25. August 2006
Ad Nicole
Zitiert aus …?
(Sie müssen entschuldigen, bin kein Germanist und mit dem Auswendiglernen von Gedichten hatt’ich’s leider nie so).
Aber zum Gedicht selbst: Das „Wahre, Schöne und Gute“ zu erfassen, statt sich possierlichen und vergeblichen Versuchen hinzugeben, Gott zu definieren und – übler noch – anderen ihn, den selbst gemachten „Divus“ aufzuzwingen, macht das Leben erst lebenswert …
Den Teufel braucht’s auch, aber nicht als strafenden Höllenhund, sondern als den ew’gen Stachel, der die Menschen zu Denken und Widerspruch anregt.
Der Dichter gefällt mir.
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#30   Nicole   19:29:19 | Freitag, 25. August 2006
Ad Christianum
DER HERR: >>Von allen Geistern, die verneinen,
ist mir der Schalk am wenigsten zur Last.
Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen,
er liebt sich bald die unbedingte Ruh;
Drum geb ich gern ihm den Gesellen zu,
Der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen.
Doch ihr, die echten Göttersöhne,
Erfreut euch der lebendig reichen Schöne!
Das Werdende, das ewig wirkt und lebt,
Umfass euch mit der Liebe holden Schranken,
Und was in schwankender Erscheinung schwebt,
Befestiget mit dauernden Gedanken!<<
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#29   Christian Hüller   19:12:39 | Freitag, 25. August 2006
Ad Nicole
Okay. Das war jetzt die positive Verstärkung.
Hiermit liegt nun in der Tat eine sehr kreativ gestalteter Hinweis auf das vor, was man gemeinhin als „Offenbarung Gottes in der Schöpfung“ (= natürliche Offenbarung) bezeichnet.
Wirklich sehr beeindruckend.
Aber der Agnostiker sieht dies eben nicht.
Der Gläubige sieht es, der Agnostiker nicht.
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#28   Nicole   19:06:16 | Freitag, 25. August 2006
Ad rem
Weißt du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt ?
Weißt du, wieviel Wolken gehen weit hinüber alle Welt ?
Gott, der Herr, hat sie gezählet, daß ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.
Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut,
wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut ?
Gott, der Herr, rief sie beim Namen, daß sie all ins Leben kamen,
daß sie nun so fröhlich sind, daß sie nun so fröhlich sind.
Weißt du, wieviel Kindlein frühe stehn aus ihren Betten auf,
daß sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf ?
Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen,
kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb.
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#27   Christian Hüller   18:48:15 | Freitag, 25. August 2006
Ad Nicole
An dieser Stelle aber noch mal vielen Dank für dieses wirklich sehr beeindruckende Gedicht.
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#26   Benedikt   18:36:55 | Freitag, 25. August 2006
@ methusalix
Uhlenhaut-Coupe desmodromisch gesteuerte Ventile hat, der nicht weiss, was ein Rad ist?
Jedenfalls ist das Uhlenhaut-Coupé ein schönes Beispiel der gelungen Evolution des Automobils :-D
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#25   santa rita   18:35:05 | Freitag, 25. August 2006
methusalix / ddl
Sie liefern einmal mehr den Beweis, das Evolutionisten mangels Argumenten immer in Polemik ausweichen. Selbst ein Polemiker würde Argumente vorziehen, wenn er welche hätte.
Es ist genauso wie Professor Behe sagt:
„… Wenn dann eine kritische Masse von Menschen sagt, dass sie für die Idee des intelligenten Designs aufgeschlossen ist, glaube ich, dass der Darwinismus in der Tat zusammenbrechen wird. Zur Zeit wird er nur durch sozialen Druck unter den Wissenschaftlern, die eine gewisse Weltsicht haben, aufrechterhalten. Aber wenn eine massgebliche Gruppe von Wissenschaftlern von dieser Sicht abweicht, dann wird der Darwinismus gezwungen sein, sich zu beweisen – und ich glaube nicht, dass er das kann.“
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#24   Christian Hüller   18:23:42 | Freitag, 25. August 2006
Ad Nicole
Ich glaub’, Sie müsste ich mir mal nach Hause holen.
Könnte privat interessant werden zwischen Ihnen und mir.
Aber in diesem Forum – überlegen Sie sich ernsthaft, ob Sie es nicht missbrauchen… ;-)
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#23   Nicole   18:18:53 | Freitag, 25. August 2006
Ad serenissimum Dominum Christianum Hullerum
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
Hadder denn da wat
und wenn ja wat hadder da
Hadder da wat glatt oder
hadder da wat haar da
Hadder da wat wat sonst
keiner hat oder hadder dat
auf dat dat wadder da hat
Dat wadder da da hat dat
hadder nu ma da
Dabei war ja gar nich klar dat
dat dat da war
Wat dat war dat war unklar
Und darum sammer domma
bidde Wadde hadde dudde da
I am so curious i just wanna
know whadde you there have
I am so curious i just wanna
know whadde you there have
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
Wadde hadde dudde da
A ha Wadde hadde dudde da
Wadde dudde da da hat hat
ich schon vor nem Jahr
Ne ne dat war weder dat dat
oder dat da
Wie dat dat wat war ich
dachte dat dat dat war
Wat dat da war dat is noch
immer nich klar
Und ob dat matt, glatt, platt,
satt oder wat auch immer war
Dat dat wat war und wenn
wat dat da war
Bidde bidde sammer domma
wadde hadde dudde da
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#22   methusalix †   18:14:21 | Freitag, 25. August 2006
Unterricht in Molekularbiologie gibt es hier nicht, wäre auch sinnlos!
santa rita: deusexmachina …Erklären Sie und doch bitte, wie eine lebende Zelle mit der DNA im Zellkern entstanden ist.
deusexmachina:@santa rita
Fragen Sie da bitte einen studierten Biologen – meine Kenntnisse sie die des interessierten Laien
Die werden sich hüten, der heiligsten Rita irgendetwas zu erklären, oder es auch nur zu versuchen. Wer nichts lernen will, wird bei noch so gutem Unterricht nichts verstehehen. Ausserdem ist die Antwort auf die von ihr angesprochene DNS-Frage nur dann zu verstehen, wenn man über ein bestimmtes Wissen bereits verfügt. Wie wollen sie jemandem erklären, warum das Uhlenhaut-Coupe desmodromisch gesteuerte Ventile hat, der nicht weiss, was ein Rad ist?
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#21   stat crux   18:09:40 | Freitag, 25. August 2006
Vielleicht ist es für lehramtliche Aussagen zu Schöpfung und Evolution
immer noch zu früh. Die Warnungen Pius XII. vor einem ideologischen Evolutionismus jedenfalls sind noch lange nicht obsolet.
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#20   Sozialkatholisch   18:06:51 | Freitag, 25. August 2006
@ Christian Hüller
ich bewundere ihre offene Art
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#19   Christian Hüller   18:05:21 | Freitag, 25. August 2006
Ad Sozialkatholisch
Na Prost dann.
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#18   Sozialkatholisch   18:02:37 | Freitag, 25. August 2006
@ Nicole
Wat hab ich cheacht nur der ostwestfälische Humor wär chut?
Ich wiederufe öffentlich,
auch der westfälische is chut!!!!!!!’
:-) :-] :-D
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#17   Christian Hüller   17:59:36 | Freitag, 25. August 2006
Ad Nicole
Packen Sie mal lieber ihre Flasche ein und denken Sie mal über die Evolution nach.
Oder wollen Sie uns hier bildhaft demonstrieren, dass die Evolutionsgeschichte eine Degenerationsgeschichte ist?
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#16   Nicole   17:43:20 | Freitag, 25. August 2006
Ad didelidum
ey alta kannse mir ma sagen watte eigentlich wills
ich komm aus gelsenkirchen un jetz trinken wa ers mal pils
wat ich dir ma sagen wollte hör ma auf zu lästern
denn wir sind die wahren die schwarzen schwestern
packt eure dödel ein und geht zurück nach rödelheim
ene mene miste zurück in eure kiste
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#15   Christian Hüller   17:33:19 | Freitag, 25. August 2006
Ad deus ex machina
Die Gewissheit, die der Gläubige aus dem Glauben an einen Schöpfergott schöpft, hängt damit zusammen, dass derselbe Schöpfergott, an den er glaubt, sich, wie er ebenfalls glaubt, offenbarend kundgetan hat.
Diese Offenbarung ist festgehalten in der Hl. Schrift.
Als Richtschnur für das alltägliche Leben hat sich diese vielfach bewährt.
Darin liegt seine Gewissheit zumindest im hier und jetzt.
Diese Erfahrung muss freilich jeder mit sich selbst und seiner Umwelt machen.
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#14   DDL   17:32:12 | Freitag, 25. August 2006
@santa rita – das ist ja ein schöner Schmarrn, dieser Text
Und so hinterlistig: Eingestreut zwischen objektiv nachprüfbaren Erkenntnissen sind da, scheinbar gleichrangig, die absoluten Mindermeinungen von ein paar Leuten, die massive Probleme mit großen Zahlen haben und angesichts vieler Nullen fassungslos vor sich hin flüstern, da müsse ein „Wille“ hinter der DNA gesteckt haben.
Falsch ist z.B. schon einmal die flapsige Formel, DNA sei „per Zufall“ entstanden. So ein Blödsinn. Die einzelne MUTATION ist Zufall – der Auswahlprozess folgt biologischen Notwendigkeiten. Aber es klingt immer so schön, wenn man sagt „das KANN doch kein Zufall sein!“. Ist es ja auch nicht – Naturgesetze wirken nicht zufällig. Zufall ist nur das wann und wo. Der Zufall gibt eine Anzahl an (in der Tat: zufälligen) Alternativen vor, aber die Zwangsläufigkeiten treffen die Auswahl.
Oder das hier: „Zusätzlich wurde festgestellt, daß diese Art von Information auf hoher Ebene nur von einer intelligenten Quelle stammen kann.“ Unfug. Nichts dergleichen wurde „festgestellt“ – ein paar wenige klammern sich daran. Da soll mit allen Mitteln Staunen hervorgerufen werden, etwa so: „Zum Beispiel ist die Genauigkeit dieser genetischen Sprache derart, daß ein nicht gefundener Fehler im Durchschnitt nur einmal alle zehn Milliarden Buchstaben vorkommt“ – wissen Sie,wohin Sie eine handelsübliche Festplatte werfen können, wenn die pro 10 GByte Transfer „nur“ einen Fehler macht? Demnach wären wir heute also schon besser als der Schöpfer?
So ein Käse, wirklich. Verlogen hoch 3.
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#13   deusexmachina   17:15:10 | Freitag, 25. August 2006
@Christian Hüller
Für eine „Einigung“ ist es zu früh – wir können’s noch nicht wissen, und möglicherweise werden wir niemals wissen, OB wir die „letzte Ursache“ überhaupt kennen können. Festhalten kann man für den Moment, dass JETZT keinerlei Klarheit herrscht.
Was haben Sie eigentlich für ein Problem mit Zufall? Ich hab’ keines.
Im Hinblick darauf, was die ET so alles erklärt und was nicht, herrschen allerdings einige Missverständnisse (vor allem bei den Kritikern): Die ET hatte nie den Anspruch, ein allumfassendes Weltbild zu schaffen. Sie ist nur für einen Teilbereich zuständig – dass sie seitens der Religion so viel Contra erfahren hat, dürfte primär daran liegen, dass dieser Teilaspekt just der war, über den sich so manche Religion sehr explizit (und meistens falsch, jedenfalls bei wörtlicher Auffassung) ausgelassen hat. Das war halt peinlich und wurde immer peinlicher, je mehr man sich an den überkommenen, wörtlichen Deutungen festkrallte.
Die Frage nach der „letzten Ursache“ ist nicht Teil der ET. Soweit es die ET selbst betrifft, ist IHRE „letzte Ursache“ eigentlich ganz gut geklärt – was davor war, betrifft sie nicht eigentlich. Genau das ist ja für viele „moderne“ Christen auch das Rückzugsgebiet, obwohl es Gott natürlich in eine immer mittelbarere Position rückt.
Und zu „Trost und Gewissheit“: Den Trost gebe ich Ihnen zu, aber „Gewissheit“? Allenfalls eine trügerische.
@santa rita
Fragen Sie da bitte einen studierten Biologen – meine Kenntnisse sie die des interessierten Laien
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#12   santa rita   16:50:20 | Freitag, 25. August 2006
deusexmachina
Aber gewisse Bio-Legastheniker verstehen das nicht und murmeln rosenkranzartig „Missing Link, Missing Link… uh, uh…“.
Wir Bio-Legastheniker murmeln nicht nur „Missing Link, Missing Link“, sondern auch „DNA, DNA…“
www.gutenachrichten.org/PDF/GN/gn05so.pdf
Erklären Sie und doch bitte, wie eine lebende Zelle mit der DNA im Zellkern entstanden ist.
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#11   Christian Hüller   16:48:12 | Freitag, 25. August 2006
Ad deus ex machina
Nun, wenn Agnostiker und Theologen sich darauf einigen könnten, dass die „letzte Ursache“ oder Erklärung der Evolution den Charakter eines Mysteriums hat, dürften sie gar nicht so weit auseinander liegen…
Gewiss, auch die Annahme eines Schöpfergottes erklärt nichts.
Sie macht nichts „durchsichtiger“ oder „einfacher“.
Aber offensichtlich erklärt auch die Evolutionstheorie weniger, als sie vorgibt…
Der Trost der Gläubigen liegt darin, dass sie die Schöpfungsgeschichte nicht als blind und quasi zufällig betrachten müssen …und ganz nebenbei mit der
Hl. Schrift Gottes eine gute Gebrauchsanweisung für das
„Leben in kleinen Intervallen“ zur Verfügung haben.
Und wie gesagt: Da sowohl ein ewiger Kreislauf der Materie nicht beweisbar ist als auch eine letzte Ursache, ergo Gott, hat der Gläubige das Mehr das „Glaubens“:
Trost und Gewissheit.
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#10   Sozialkatholisch   16:36:30 | Freitag, 25. August 2006
Evolution ganz verkehrt?
Gewisse Thesen der Evolutionstheorie sind bestimmt nachdenkenswert, die Entstehung lebensfähiger neuer Arten durch Evolution ist nicht bewiesen. Gewiss aber hat z.B. sich der Eisbär evolutionär aus einer Bärenart entwickelt.
Als Christ ist für mich ein bestimmter Schöpfungsakt Gottes für die Welt unbestreitbar und die Evolutionstheorie wird immer mehr dahin gedrängt diesen Schöpfungsakt zu leugnen. Je mehr die Menschen sich auf diesen wissenschaftlich nicht belegten evolutionsüberbelasteten Thesen einlassen, je mehr schwindet der Glaube. Das ist oft so das das Schlechte sich mit ein Fünkchen Wahrheit seine Lügen glaubwürdiger machen will.
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#9   Benedikt   16:32:03 | Freitag, 25. August 2006
Mich würde interessieren…
…was Hr. Prof Schuster stattdessen als Ursache der Evolution ansieht.
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#8   Ansgar   16:24:46 | Freitag, 25. August 2006
Welt des Glaubens, Welt des Scheins
Auf dem dünnen Eis anderer Wissenschaftssysteme rutscht der Theologe gern aus. Auf den gleißnerischen Eis der Welt des Scheins segelt der Gläubige gerne hin. Man muß als Christ schon sehr tough sein, will man in den Elementen der Fachidioten atmen und sie mit ihren Waffen verprügeln.
Matt hat ja Recht: Denken befreit aus dem Korsett nachgeplapperter Erklärungsversuche wie der Evolutionstheorie. Beobachten auch. Und wenn es mit dem Herzen ist. Das Herrliche und Erhabene, das Demütige und Staunende sind in ihrer Realität weit mächtiger und erhellender als abgelauschte Auslese-Stümpereien. Mut zum Glauben, nicht Wissen, macht den Menschen zum Menschen.
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#7   matt   15:57:07 | Freitag, 25. August 2006
die Menschen haben es verlernt zu denken
was diese Bez. verdient, nämlich allgemein und gesamtheitlich, sie sind der Gnade des Geistes verlustig. Wiss. ist verkommen zu einem Staubaufwirbeln, zu einem Herumbuddeln, wie es Wühlmäuse und Maulwürfe tun, zu einer Dienstbotin eines zutiefst widersprüchlichen und gottlosen Welt- und Menschenbildes.
Und man muss es leider sagen: auch mit der Christenheit verhält es sich so. Und eben deshalb, weil es zwar fromme Leute, aber keine geistbegnadeten Denker mehr gibt, deshalb ist auch sie reingefallen auf die modernistischen Irrlehren. Weil sie des Geistes der Weisheit verlustig ist. Das entschuldigt die Kirche aber nicht, denn im Zweifel hätte sie sich doch auf ihren Glauben verlassen müssen und nicht Lehren annehmen dürfen, die in Gegensatz dazu stehen. Sie war somit nicht nur dumm, sondern damit zugleich auch untreu. Gott wusste auch im vorhinein, dass sie der Versucher beim Konzil zu Fall bringen würde. Weil sie senil geworden ist, ja genau das. Und das wurde ihr zum Verhängnis. Deshalb konnte es ihr auch schon im Vorfeld prophezeit werden.
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#6   deusexmachina   15:37:32 | Freitag, 25. August 2006
@Christian Hüller
Wir wissen heute (noch?) nicht, ob wir jemals die „letzte Ursache“ finden werden oder es überhaupt auch nur theoretisch könnten. Möglicherweise – nur so ein Gedanke – setzt dieses Wissen ja Allwissenheit als die Kenntnis aller Teilchen, ihrer Position und ihrer Impulse voraus, also etwas, was uns Menschen aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation ohnehin unmöglich ist. Kann sein.
Nehmen wir den für die Evolutionisten schlimmsten Fall an: Wir stellen fest, dass wir nichts feststellen können, die Frage also offen bleibt. Aber selbst dann steht da ein ehrliches Fragezeichen gegenüber einer Vielzahl völlig unbelegter Hypothesen (ja, ich meine die Religionen), die letztlich genauso große Fragezeichen beinhalten, nur mit dem Unterschied, dass sie dort als Ausrufezeichen verkauft werden (Auch „Gott“ verlagert die Ursachenfrage nur und beantwortet sie nicht – wenn das Nichtbeantworten an dieser Stelle, da den Theisten die Frage „Woher kommt Gott?“ ja geradezu ungehörig erscheint, legitim sein soll, sehe ich keinerlei Anlass, dasselbe OHNE Gott als großes Manko anzukreiden.). „Wissen“ tut da keiner was, behaupten hingegen sehr viel, und das dann auch noch gerne mit Absolutheitsanspruch und „heiligem“ Zorn und Eifer.
Ein aufrichtiges „wir wissen es nicht“ ist mir, ehrlich gesagt, sehr viel lieber als diese Hybris aus der hohlen Hand und ein paar Schriftrollen heraus, zumal sich auch noch die Menschen seit Jahrtausenden dieser Behauptungen wegen gegenseitig an die Gurgel gehen.
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#5   Navon   15:22:27 | Freitag, 25. August 2006
@ matt
Über die Evolutionstheorie (eine Erklärung zur Entstehung und Entwicklung der diversität der Lebensformen) zu reden, ohne über empirische Erkenntnisse und Biologie zu reden, ist vollkommen sinnfrei, da man dadurch das Thema und den Geltungsbereich der Theorie weglässt. Das wäre genauso unsinnig wie eine Debatte über die christliche Religion ohne dabei Jesus und Gott einbeziehen zu dürfen.
Was soll das also?
N.
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#4   Christian Hüller   15:15:45 | Freitag, 25. August 2006
Ad Matt
Die Evolutionstheorie erhellt und ist wohl in gewisser Weise auch explikativ, aber sie lässt eine Frage offen: die Frage nach der sog. letzten Ursache.
Denn „zufällige Veränderungen“ der Genstruktur haben eine Ursache, welche wiederum eine Ursache haben usw.
Derjenige, der eine unendliche Reihung begrenzter, materieller Ursachen nicht mitmachen will, postuliert als letzte Ursache eben Gott.
Beweisen kann er diese letzte Ursache nicht, aber dass es eine „Unendlichkeit in der Begrenzheit“ gibt, lässt sich eben auch nicht beweisen.
Die Theorie vom Big-Bang spricht sogar eher dagegen.
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#3   matt   14:55:57 | Freitag, 25. August 2006
es mißfällt mir…
dass auch Kreationisten es nicht verstehen allgemein logisch gegen ET zu argumentieren im Sinne der Ontologie, sondern sich immer auf empirische Forschungen stützen wollen und auf biologisierende Sichtweisen, so wie ja auch die Gegenseite, die nur verwirrend, undurchsichtig und letztlich auch überflüssig sind.
Auf diesem Niveau wird sich wohl auch der von Seiten der Kirche initiierte Diskussionsprozess abspielen. Ich erwarte mir davon keine Ergebnisse. Die Kirche wird beschämt werden durch Menschen ausserhalb ihr, die den Geist besitzen, der aus ihr gewichen ist.
Man muß die Philosophie der alten Griechen studieren, oder vielleicht auch in Hinblick auf Hegel, der allerdings schwer zu lesen ist. Die Beziehung von (Bewußt)Sein und Wesen. Es ist immerhin leichter als in der Erde herumzugraben. Aber die meisten Menschen verlieren sich lieber in sinnloser Geschäftigkeit als stillzuhalten und etwas grundsätzlich zu überdenken. Es ist eine Herausforderung für den verständigen Menschen, den Philosophen. Er muß sich in dieser Sache als Held erweisen. Ich weiß, dass seine Erkenntnis, die lange verdrängt wurde, von neuem aufkeimt und erstrahlt und er mit ihr.
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#2   deusexmachina   14:39:13 | Freitag, 25. August 2006
Ach ja, die „Missing Links“
Dazu ist zweierlei zu sagen (das kann Ihnen jeder Bio-Student des 2. Semesters bestätigen):
1. ist das „Missing link“ ohnehin fiktiv – immer, wenn ein Fossil C gefunden wurde, das sich irgendwo in der Lücke zwischen Fossil A und Fossil B befindet, schrieen die „Missing Link“-Fanatiker, dass das ja alles schön und gut sein, aber immer noch das „Missing Link“ zwischen A und C bzw. C und B fehle. Das Spiel treibt man, mit immer kleineren Abständen, endlos weiter, denn natürlich wird man nie eine lückenlose Fundkette haben können.
Braucht man allerdings auch nicht. Denn
2. findet Artentwicklung überwiegend sprunghaft statt. Das ist ja auch logisch: Eine gut angepasste Art hat wenig Evolutionsdruck; eine Mutation ist daher mit geringer Wahrscheinlichkeit erfolgreich. Erst, wenn die Umwelt sich wandelt, stellen Mutationen eine Chance der Anpassung dar, aber diese „Steilkurve“ der Entwicklung ist relativ kurz, bis sich eine neue, stabile Art, die den neuen Bedingungen besser angepasst ist, entwickelt hat, dann flacht sie wieder ab – es besteht keine (so große) Notwendigkeit zur Anpassung mehr.
Die Folge: Man findet mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit Fossilien aus den „stabilen Phasen“ als aus den Übergangszeiträumen. So gesehen, bestätigen gerade die Lücken die Folgerichtigkeit der Evolutionstheorie. Aber gewisse Bio-Legastheniker verstehen das nicht und murmeln rosenkranzartig „Missing Link, Missing Link… uh, uh…“.
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#1   Die Schaumgeborene   14:15:47 | Freitag, 25. August 2006
protestantisches Bildmaterial
Also wirklich, kreuz.net verlässt alle Prinzipien:
Böses, protestantisches Bildmaterial noch dazu aus den bösen USA …
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