Der Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie
Es gibt im Leben viele schöne Dinge. Aber das heißt noch nicht, daß sie für die Liturgie geeignet sind. Ein Wort des damaligen Kardinal Joseph Ratzinger.
(kreuz.net) Der damalige Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Joseph Kardinal Raztinger,
nimmt in seinem Buch „Geist der Liturgie“ Stellung zum sogenannten liturgischen Tanz. Er schreibt:
„Der
Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie. Gnostisch-doketische Kreise haben ihn etwa im dritten
Jahrhundert in die Liturgie einzuführen versucht.
Für sie war die Kreuzigung nur Schein.
Christus
hatte den von ihm nie wirklich angenommenen Leib vor der Passion verlassen, und so konnte an die Stelle
der Kreuzesliturgie der Tanz treten, weil ja das Kreuz nur Schein gewesen war.
Die kultischen Tänze
der verschiedenen Religionen haben unterschiedliche Richtungen – Beschwörung, Analogiezauber, mystische
Ekstase.
Keine dieser Gestalten entspricht der inneren Richtung der Liturgie des »worthaften Opfers«.
Vollkommen widersinnig ist es, wenn bei dem Versuch, die Liturgie ‘attraktiv’ zu gestalten, Tanzpantomimen –
womöglich von professionellen Tanzgruppen – eingelegt werden, die dann häufig und von ihrer Anlage her
zu Recht in Beifall münden.
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist
dies ein sicheres Zeichen, daß man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös
gemeinter Unterhaltung ersetzt hat.“
Aus Joseph Kardinal Ratzinger: Der Geist der Liturgie. Freiburg
im Breisgau 2000. Seite 170
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46 Lesermeinungen
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eine kleine Randbemerkung was ist aus dieser kleinen Randbemerkung Ratzingers abzuleiten? Eigentlich nichts…
er sagt, es habe in uralter Zeit Bestrebungen gegeben, den Tanz an die Stelle der Kreuzesliturgie zu setzen –
will auch niemand. Dass die kultischen Tänze verschiedener Religionen unterschiedliche Zielrichtungen
haben – eine Binsenweisheit. Professionelle Tanzgruppen – ist kein Thema beim liturgischen Tanz… Ratzinger
ist also keine gute Adresse beim Tradi-Kampf gegen den liturgischen Tanz … Vielleicht kontaktiert ihr
mal Afrikaner, die wissen, was „action grace“ meint … Tanz und Tanz können völlig verschieden sein …
redet doch nicht über Dinge, die ihr nicht kennt.
@Brigitte Bussmann Ich verweise hier wieder auf das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe, Selbstliebe.
Alles gehört zusammen und steht gleichwertig nebeneinander. Sie haben recht in dem Punkt, dass Gottes-,
Nächsten- und Selbstliebe zusammen gehören. Sie sind aber nicht gleichwertig. Die Gottesliebe steht
über allem und aus ihr entspringen die Nächsten- und Selbstliebe. Nächsten- und Selbstliebe gehören
sogar zwingend zu echter Gottesliebe. Aber sie sind davon abgeleitet.
Polonäse Blankenese Der ganze Saal soll heute abend brodeln, Lass jucken Jungs, die Nacht ist viel zu
kurz, Bis morgen früh soll’n hier die Elche jodeln, (jolodähihi) was danach kommt, das ist uns jetzt
ganz schnurz! Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse, Denn nun geht sie los uns’re Polonäse, Von
Blankenese bis hinter Wuppertal. (Ja wo laufen Sie denn?) Wir ziehen los mit ganz großen Schritten, Und
Erwin fasst der Heidi von hinten an die Schulter, Das hebt die Stimmung, ja, da kommt Freude auf. (Ein
Bier mit Senf, aber den Schaum unten!) Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse, Denn nun geht sie
los uns’re Polonäse, Von Blankenese bis hinter Wuppertal. (Herr Wirt, bring’se mal ein bisschen Geld,
ich möcht’ zahl’n.) Wir ziehen los mit ganz großen Schritten, Und Erwin fasst der Heidi von hinten an
die Schulter, Das hebt die Stimmung, ja, da kommt Freude auf. (Das sieht man jetzt aber!)
@ Brigitte Bussmann Lieber Benedikt, es ist eigentlich schade, dass Sie so fundamentalisch sind. Nicht
mehr als Sie. Um Gottesdienste lebendiger zu machen brauchen wir den Geist Christi. Aha. Und den erhoffen
Sie sich zB von einer bezahlten Sporttanzgruppe, deren Mitglieder vermutlich zu 99% keine Ahnung von Liturgie
haben? Sie bringen mich mit Square Dance sogar auf eine Idee, ja warum denn nicht, warum sollte das nicht
Gott wohlgefällig sein. Genau, oder ein Bierausschank in der Messe. Warum sollte das Gott nicht wohlgefällig
sein? Ernsthaft: Was hat Square Dance in einer Messe zu suchen? In wiefern nutzt das den Gläubigen in
ihrer Gottesverehrung? Wie macht das die hl. Geheimnisse erfahrbarer? Gott hat Freude daran, wenn seine
Kinder glücklich sind. Ja richtig. Ich bin auch glücklich, wenn ich mit 10 Kumpels bei gefüllten Bierkrügen
in gemütlicher Runde sitze. Die bringe ich dann mal bei der nächsten Messe mit… manche wollen sich
nicht knien, auch gut. Aha, auf einmal. Zuvor haben Sie praktisch angeordnet, dass der Fredensgruß zu
machen sei. Warum auf einmal so liberal? dann brauchen wir uns vor ihm/ihr nicht zu erniedrigen. Knien
als erniedrigen…au weia. Der Mensch ist nie größer, wie wenn er vor Gott kniet. die können wir auch
viel besser verwirklichen z.B. in dem wir Schöpfung bewahren. Wie genau mache ich das während der Messe?
Was ist denn für Sie Nächstenliebe? Hilfe.
Tanz in der Liturgie Festzuhalten bleibt, daß der liturgische Tanz in der äthiopischen Liturgie einmalig
ist. Sämtliche anderen christlichen Traditionen kennen ihn nicht. Ob man eine Verbindung zwischen dem
liturgischen Tanz der Äthiopier und unserem feierlichen Einzug bzw. einer Prozession herstellen kann,
ist eine Frage an die Liturgiewissenschaft. Ganz klar ist, daß unser abendländischer Tanz eine rein
weltliche Angelegehnheit ist, der mehr oder weniger ausschließlich dem Vergnügen dient, soweit er nicht
als Sport gegtrieben wird und so in der Liturgie nichts zu suchen hat.
Genau das trifft es, Pünktchen, denn das Hinterherhecheln hinter Zeitgeist und Modeströmungen wirkt
nur lächerlich bis peinlich. In Show und Tanz sind doch die Profis im Fernsehen besser. Und wie zerstörerisch
diese Amüsier-„Theologie“ wirkt, kann man u.a. und z.B. besonders deprimierend in der Liebfrauenkirche
in Mainz sehen, wo ein für unsere hl. Messe von unseren Vorfahren gebauter Kirchenraum zerstört wurde:
zugunsten einer Tanzfläche, von der bei Spöttern der Name „Hexentanzplatz“ umgeht. Kein Wunder, daß
der Zulauf zur hl. Messe stetig wächst! Mit bestem Gruß! M.C.
@ Corvisier Keine Ahnung, wie alt Sie sind. Aber Ihre Anspielung auf Frauen jenseits der Menopause spricht
für sich. Was soll das? Wessen Testosteronspiegel nimmt mit den Jahren kontinuierlich ab?
Richtig, Maurice, man betrachte allein die Bussmannsche Begründung für den Tanz: dieser sei erlaubt,
„um Gottesdienste lebendiger zu machen“! Wenn jemals äußere „Lebendigkeit“ Ziel und Zweck der Hl. Messe
wäre, dann hätte sie das erste Jahrhundert nicht überlebt. In den antiken Amphitheatern und Stadien
ging es doch auch schon viel „lebendiger“ zu! Hier argumentiert jemand so außertheologisch unter Verwendung
theolgischer Begriffshülsen („Gott hat Freude daran, wenn seine Kinder glücklich sind“), daß ich mir
wünschte, in den angebotenen Smilys unten gäbe es ein solches, daß sich kräftig auskotzt! Dies würde
ich hier hinsetzen! Stattdessen:
Auf Golgotha wurde nun sicher nicht getanzt – somit hat das bänderwedelnde Hüftschwingen von Frauen
jenseits der Wechseljahre während der unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers nichts zu suchen. Es ist
aber nichts dagegen einzuwenden, wenn es während der Selbstfeier einer Gemeinde stattfindet, die sich
sonntags trifft, um händeschüttelnd Friede, Freude, Eierkuchen zu verbreiten. Während einer heiligen
Messe aber: nein, danke!
Tanz in der Liturgie Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich auszudrücken: Sprache, Stimme (das Wort…!)
und auch Bewegung. Leider wird wieder einmal schwarz/weiß gemalt. Warum sollte Tanz als schlichte Untermalung
in der Liturgie nicht erwünscht sein? Wenn dem nämlich so ist, müßten auch begleitende Chöre und
Orchester verboten werden. Was wäre denn da der Unterschied? Keine Tanzgruppe der Welt würde während
einer Liturgiefeier wegen Applaus oder zur Selbstdarstellung auftreten, es geschieht alles Gott zu Ehren,
da steckt auch kein heidnischer Kult dahinter. Es ist immer die Frage wie die Choreographie aussieht,
aber da kennt sich unser sonst so gescheiter Papst nicht aus. Ich frage mich übrigens, ob ein Superaufgebot
an Priestern, Ministranten etc., ein pompöser Einzug in die Kirche, Teilung des Zuges vor dem Altar,
Prunkgewänder nicht auch bald einem „Tanz“ gleichkommen. Unter Tanz kann man nämlich viel verstehen!
Aber keine Sorge, Tanz in der Liturgie setzt sich ohnehin nicht durch. Es wird von obenschon darauf geachtet
werden, damit die Aufmerksamkeit ungeteilt bleibt.
Tanz in der Liturgie Frau Bussmann, ich hoffe mal, dass Sie Ihre Äußerungen so nicht ernst meinen. „Square
Dance“ in der Liturgie? Die Liturgie ist keine Tanzveranstaltung, keine Veranstaltung der Spaßgesellschaft,
wo man hingeht, um sich zu vergnügen. Es ist eine ernste, heilige und weihevolle Handlung. In der westlichen
Liturgie hat der Tanz nun einmal überhaupt keine Tradition. Lesen Sie mal die Ausführungen von Herrn
Guttenberger. Ihre Ausführungen zeugen leider häufiger von Naivität und einem gewissen Unverständnis
gegenüber dem Wesen und der Würde der römischen Liturgie. Wohlgemerkt: Nichts gegen den Tanz an sich,
aber in der römischen Liturgie hat dieser generell nichts verloren. Die einzige Ausnahme könnte darin
bestehen, dass man im afrikanischen-asiatischen Raum gewisse Zugeständnisse macht. Jedoch muss man natürlich
strengstens darauf achten, dass alles Anstößige vermieden wird, um nicht die immanente Würde der Hl.
Liturgie zu zerstören oder der Lächerlichkeit preiszugeben.
Tanz keine Ausdrucksform christlicher Liturgie Lieber Benedikt, es ist eigentlich schade, dass Sie so
fundamentalisch sind. Um Gottesdienste lebendiger zu machen brauchen wir den Geist Christi. Sie bringen
mich mit Square Dance sogar auf eine Idee, ja warum denn nicht, warum sollte das nicht Gott wohlgefällig
sein. Gott hat Freude daran, wenn seine Kinder glücklich sind. Knien, wenn jemand das mag, sehr gern.
Manche können sich nicht knien, weil es krankheitsbedingt ist, manche wollen sich nicht knien, auch gut.
Wenn Gott unser Vater, unsere Mutter, ist, dann brauchen wir uns vor ihm/ihr nicht zu erniedrigen. Wir
sind ihm/ihr ähnlich, schon vergessen? Wenn Sie jetzt meinen EHRFURCHT vor Gott, die können wir auch
viel besser verwirklichen z.B. in dem wir Schöpfung bewahren. Handgeben ist natürlich ein Zeichen von
Nächstenliebe, weil ich dann meinen Banknachbarn in der Kirche beachte. Was ist denn für Sie Nächstenliebe?
Was halten Sie davon, dass Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe den gleichen Stellenwert im Gebot haben?
Wahrhaftige Theologie kann weder an sich selbst, am anderen, an der Schöpfung vorbei gehen, denn nur
dort können wir uns einen Begriff von der Größe Gottes machen und durch diese Schöpfung können wir
Gott erkennen und lieben. :(3
Tanz und Beifall in der Liturgie Leider wird auch in unseren Liturgien nach einem feierlichen Hochamt,
genauso unpassend, oft Beifall für die Sänger gespendet! Die einige christliche Liturgie, deren Tradition
einen liturgischen Tanz beinhaltet, ist die äthiopische. Das ist allerdings kein Tanz in unserem Sinne,
in dem die Sexualität eine gewisse Rolle spielt, sondern ein Schreittanz, in dem die liturgischen Tänzer
eine der Liturgie angemessene Kleidung tragen. Im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen
Kölns“ Mitte der 80er Jahre wurden besagte Tänze von Mönchen in ihrer farbigen Mönchskleidung aufgeführt.
Die beiden Gruppen standen – ähnlich wie bei unserem Chorgebet – seitlich vom Altar und sind im Rhytmus
der von ihnen gespielten Schlaginstrumente aufeinander zugeschritten und entsprechend wieder zurück.
Die äthiopische Kirche ist m. W. die einzige östliche Kirche, in der Tanz und Instrumentarium zur Tradition
gehören. Bei Armeniern und Maroniten, das sind die libanesischen Christen, geht die Orgel auf lateinische
Einflüsse zurück, wobei die maronitische Kirche allerdings als einzige östiche Kirche vollumfänglich
mit Rom in Gemeinschaft steht.
Ad Benedikt Ja, ich lieeebe Ratzinger auch. Wie grausam muss er doch für die sein, die dachten, im Christentum
gehe es nur oder vorrangig um Spaß und Unterhaltung. Da sitzt er nun, der Professor auf dem Papstthron,
und holt uns alle runter von der Spaßgesellschaft in die nüchterne Realität von Schuld und Sünde.
Schon damals, als es um den Beratungsschein ging, hat er allen klar gemacht, dass Leben nicht verrechnet
werden kann …, wie jüngst – ganz nebenbei – auch das BVerfG bestätigt hat. Wie unangenehm… Wie schmerzhaft
unrealistisch… Und doch eben wahr. Das ist Theologie, Leute! Das ist Theologie …
@ aphrodite Von einem so über alle Wolken gelobten Theologen hätte ich mir schon eine griffigere Argumentation
erwartet. Die wirkliche Argumentation folgt im Buch erst auf der nächsten Seite. @ Bussmann Alles, was
mit dem Körper ausgedrückt werden kann, Beispiel Tanz, Rhythmisches Klatschen (…)(müssen in der Liturgie
stehen) Jo sicher, genau wie Square Dance, Bockspringen oder rhythmische Sportgymnastik. Kann man auch
alles mit de Körper ausdrücken. Was soll das bloß für eine „Theologie“ sein. Auch der Friedensgruß
gehört zu diesen Ausdrucksformen und ist immer noch nicht in allen katholischen Kirchen Gang und Gäbe.
Auch nicht mehr Gang und Gäbe ist das Knien in einer katholischen Kirche. Was sagen Sie dazu? Ich verweise
hier wieder auf das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe, Selbstliebe. Lächerlich. Seinem Nachbarn
den Friedensgruß zu bieten ist doch kein Akt von Nächstenliebe. Das Gleichnis vom Samariter sähe dann
wohl anders aus.
#26 Aldo Carigiet 14:24:13 | Freitag, 25. August 2006
die Heilige Messe ist ein Mysterium Wie kann man mit Tanz und anderen Kalbereien die Kirche, den Sakralraum
entweihen? Hat nicht Jesus die Händler -im Vorhof- vom Tempel vertrieben? Wir sind genau gleich weit
wie vor 2000 Jahren. wenn nicht schlimmer; schade! Wahrscheinlich ist es höchtste Zeit, dass Jesus wieder
kommt, um in der kath. Kirche wieder Ordnung zu schaffen, weil es -leider- der Papst, die Kardinäle und
Bischöfe -angeblich- nicht mehr können. Warum haben wir auch in der röm.-kath. Kirche soviele Extremisten?
Ist es nicht deshalb, weil sie in der Kirche keine Heimat mehr finden? Die Zukunft heisst: „zurück zum
Sakralen, zum Mysterium, zum Gottesdienst für Gott und nicht für die Menschen“ Im Altarraum sollte nur
der Priester sein. Die Messe versum Deo und nicht zum Volk, dann wäre mehr Andacht, Stille und Gottes-Verehrung
möglich. Schluss mit Kalbereien, Tanz, Gesang und anderen sogenannten konzertantem Theater. Die Kirche
ist kein Kongress- oder Unterhaltungsbau. Wie lange geht es bis wir Gott wieder ernst nehmen. Die Kirche
ihm zu liebe benützen?
unblutige Erneuerung des Kreuzesopfer verhöhnt Die hlg. Messe der hlg. röm. kath. Kirche ist keine Belustigung
der Massen sondern die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfer Jesus Christus. Warum also wird dieses durch
solch profane Dinge wie Tanz etc. verhöhnt. Dieser Frage sollten sich alle Priester konfrontiert fühlen!
und zwar schon hier auf der Erde – sie sind für jeder Seele verantwortlich, besonders für jene, die
durch des Priesters Verschulden / mitverschulden verloren gegangene Seele. Was für eine große Verantwortung
der Priester! Pater Pio war da vorbildlich.
Ad sozialkatholisch Nicht dass mich hier manche für einen bornierten Idioten halten, was man ja gerne
tut (und dann meistens eine kleine Überraschung erlebt). Die Schwerpunktsetzung bei der Hl. Messe kann
durchaus unterschiedlich sein: Sie kann einerseits auf der Danksagung liegen. Insofern lässt die Hl.
Messe auich Raum für Ekstatik und Tanz. Aber b i t t e erst nach der Wandlung. Sie kann zweitens auf
der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Jesu liegen. Gerade dieser Aspekt sollte in dieser Gesellschaft
der kollektiven Unschuld und der abertausenden von Unschuldslämmern wieder stärker hervorgehoben werden.
Wir machen uns tagtäglich schuldig: an Mitmenschen, an der Um welt, ja sogar den Tieren (dies an die
Schwester im Herrn, Frau Brigitte Bussmann ). Dass Messopfer bietet die einmalige Gelegenheit, sich dieser
Schuld bewusst zu werden, ohne in eine eitle Selbstdarstellung zu verfallen.
Sirilo typischer Fall von überzogenem Stolz. Der Herr ist ürlich sündenfrei und hat den Kreuzestod
nicht nötig! Was meinen Sie wieso unser Herrgott im Ölgarten Blut geschwitzt hat? Er hatte die vergangenen
Sünden (vor allem die Erbschuld), die gegenwärtigen und die zukünftigen vor Augen! Darum mußte er
das Kreuz besteigen! Dieser Vorgang ist jedoch anachronistisch zu sehen und deswegen ist die Messe die
Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi, weil wir es nötig haben! Aber wenn Sie so tadellos und
sündenfrei sind, passen Sie bloß auf, daß nicht irgendwelche „Tradis“ Ihr Haus stürmen und Ihnen die
Knochen zu entfernen, um Sie in irgendwelchen Altären zu versenken! O Magna Impietas!
@ Christian Hüller Entenmütter find ich ganz O.K. Der Tanz, besonders der Tanz mit christlicher Ausrichtung
sollte gehegt und gefördert werden, nur eben nicht in der hl. Messe.
Ad Nicole Sind Sie hier wohl die E n t e n m u t t er, oder was? Hier geht’s um die Hl. Messe und nicht
um I h r e n Ententeich, falls S i e das noch nicht bemerkt haben sollten.
Brigitte ganz befriedigt: Alle meine Entchen |: Schwimmen auf dem See, :| Köpfchen in dem Wasser, Schwänzchen
in die Höh. Alle meine Täubchen |: Gurren auf dem Dach, :| Fliegt eins in die Lüfte, Fliegen alle nach.
Alle meine Hühner |: Scharren in dem Stroh, :| Finden sie ein Körnchen, Sind sie alle froh. Alle meine
Gänschen |: Watscheln durch den Grund, :| Suchen in dem Tümpel, Werden kugelrund. … Alle meine Kinder
|: Tanzen lustig heut’ :| Tanzen voller Freude In der Sommerzeit.
Ad Benedikt78; Hyazinth Da kann ich Hyazimth und Benedikt nur zustimmen. Worum geht es im Gottesdienst
bzw. ind er hl. Messe: Um „action“, „show“ und eitle Selbstdarstellung? Gefehlt. Es geht um die Vergegenwärtigung
des Kreuzesopfers Jesu. Vielleicht weiß einer der Herrschaften ja noch, was das heißt. Jesus war bei
diesem Kreuzesopfer wahrlich nicht zum Tanzen zumute. Und wenn jemand bei dessen Vergegenwärtigung zum
Tanzen zumute sein sollte, dann sollte er oder sie sich fragen lassen, ob er nicht lieber in den nächsten
Tanzschuppen gehen sollte statt in die Kirche. Ganz rational geht es a u c h darum, im gekreuzigten Jesus
die vielen Opfer zu erkennen, die wir selbst auf dem Gewissen haben. Deshalb ist in der hl. Messe ja auch
ein Schuldbekenntnis integriert. Aus der Erkenntnis der eigenen Schuld erwächst die Kraft zur Läuterung
und damit eines neuen Anfangs …
#17 Benedikt78 09:56:58 | Freitag, 25. August 2006
WIR!!! Ich jedenfalls war damals noch nicht auf der Welt und lehne jede Kollektivschuld in dieser Hinsicht
ab. Da Jesu Christi für unsere Sünden gestorben ist, können Sie keine Erlösung erwarten, wenn Sie
nicht Ihre „Mitschuld“ anerkennen. Mea culpa! Mea culpa! Mea maxima culpa!
@Hyazinth Was meinen Sie damit, daß „WIR“ den Kreuzestod Jesu verschuldet haben? Wer ist „WIR“? Ich jedenfalls
war damals noch nicht auf der Welt und lehne jede Kollektivschuld in dieser Hinsicht ab.
@Brigitte Bussmann Ja klar, so ist es! Deswegen fühlt sich der allergrößte Teil der Gotttesdienstbesucher
auch so wohl dabei, wenn er aufgefordert wird während der Messe sich in dieser Artund Weiße körperlich
zu betätigen! Wenn jemand einen Funken ehrfurcht vor dem Hl. Meßopfer empfindet, wird er so etwas unterlassen!
Es ist ja immerhin die Kreuzigung Christi, die WIR verschuldet haben, da er unsere ganze Kreuzeslast getragen
hat. Natürlich ist da der richtige Zeitpunkt, vor allem während der Gabenbereitung, wo der Höhepunkt
der Messe spürbar nahe ist, beschwingt zu tanzen und ausgelassen zu feiern.Das ist widerlich, geradezu
sakrilegisch und auch vom Sinn her, dem Gescehen der Hl. Messe als nicht angemessen und mehr als mißverständlich!!!
Brigitte tanzt den Klerikal-tango Und sie tanzten einen Tango, alle, die davon nichts ahnen. Und sie fragen
die Kapelle: »Haben Sie nicht was Heißes da?« Denn sie können ja nicht wissen, was da zwischen Tag
und Morgen, in der nächtlichen Taverne –- bei dem Tango schon geschah. Kriminal-Tango in der Taverne:
Dunkle Gestalten, rote Laterne. Glühende Blicke, steigende Spannung –- Und in die Spannung, da fällt
ein Schuss.
Tanz keine Ausdrucksform christlicher Liturgie ich hoffe nur, dass der jetzige Papst sich von seinen Aussagen
als Kardinal Ratzinger verabschiedet. Alles, was mit dem Körper ausgedrückt werden kann, Beispiel Tanz,
Rhythmisches Klatschen, sogar der Hl. Kuss wie es in Thimotheus steht sind Ausdrucksformen des Menschen
und somit auch christlich. Sie dürfen nicht nur in der Liturgie stehen, wie es auch unter Papst Johannes
Paul II war, sondern müssen stehen, weil es immer die Ganzheit des Menschen ausdrückt. Auch der Friedensgruß
gehört zu diesen Ausdrucksformen und ist immer noch nicht in allen katholischen Kirchen Gang und Gäbe.
Ich verweise hier wieder auf das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe, Selbstliebe. Alles gehört
zusammen und steht gleichwertig nebeneinander.
in der Tat das einzige Beispiel einer tänzerischen Gottesverehrung, das mir aus der Bibel bekannt ist
bietet uns David, der vor der Bundeslade, bei ihrer Überführung nach Jerusalem, tanzt. Das Liebkind
Gottes war dabei so voll des Entzückens, dass er sogar auf seine Kleider vergaß. Eine Frau von ihm,
die Michol empörte sich darüber und verachtete ihn mit Hochmut. David wusste sich allerdings gekonnt
zu rechtfertigen und das Ganze in ein gutes Licht zu rücken. Davids Tanz war auch ein Ausdruck eines
momentanen Glücksgefühls und weniger als angemessene Form des Gottesdienstes zu verstehen. Eine Lebensfreude,
die dem besonderen Ereignis entsprechen mochte, aber mehr auch nicht. Im Offenbarungszelt und später
im Tempel des Herrn gab es soweit ich weiß keine Tanzereien. Weil diese Art von Ausgelassenheit im Rahmen
religiöser Handlungen ja auch zu assoziieren wäre mit heidnischen Kulten, die sich primär durch die
Freuden des Fleisches inspiriert sehen, wo es dann nicht mehr weit ist zu Trinkgelagen, Schlemmereien
und gar Orgien, also einer insg. gotteslästerlichen Gesinnung, die jegliche Andacht und Ehrfurcht vermissen
läßt. Bei David war dies gewiss nicht der Fall. Er handelte in der Unschuld seines Herzens und daher
waren seine Tanzereien auch nicht von Sünde motiviert.
Akrobatik Im Gottesdienst Also hl. Messopfer und Tanz, nun ja, nun ja… Mehr will ich hierzu nicht gesagt
haben. Der selige Johannes Paul hat sich auf seinen Pastoralreisen diesbezüglich schon Einiges, ja: Einiges
gegeben. Bin ja durchaus für Leibesübungen, aber das Messopfer ist halt mehr ‘was für den Geist, dachte
ich zumindest immer … Jetzt komme mir bitte keiner mit dem blöden Spruch: „Nur in einem gesunden Körper
wohnt auch ein gesunder Geist.“ (Dann müssten nämlich manche Nobelpreisträger ihren Preis abgeben).
aphrodite … … hat schließlich gar kein Argument gebracht. Sie bezieht sich überhaupt nicht auf den
Inhalt des Artikels, sondern sagt lediglich, dass man daran endlich sehen könne, dass B16 kein Denker
und Theologe sei. Das ist – leider – ein Tiefpunkt von vernünftigem Posting. Ein Argument muss man schon
bringen, wenn man ernst genommen werden will.
#4 aphrodite † 19:50:37 | Donnerstag, 24. August 2006
falsch falsch falsch falsch Der Rest sind linksabweichler Im Ernst, halten sie mich für so blöd? Von
einem so über alle Wolken gelobten Theologen hätte ich mir schon eine griffigere Argumentation erwartet.
Vielleicht liegts daran, dass der Ausschnitt schlecht gewählt ist? Müsste ich überprüfen … vielleicht
freuts mich morgen.
#3 -=Richard=- 19:50:27 | Donnerstag, 24. August 2006
@afrodite Das sie als neobolschewist und tuntenversteher die konservativen kreise als fundamentalisten
bezeichnen ist typisch für sie und ihre lobby. Andersdenkende werden sofort diffamiert.
#1 aphrodite † 18:41:56 | Donnerstag, 24. August 2006
Danke für die Wiedergabe dieses kurzen, aber vielsagenden Textauszuges. Das ist wirklich erhellend. Mir
fehlte bislang immer die Argumentationsbasis, weil selbst in fortschrittlichen Kreisen und in theologisch
durchaus gebildeten Umgebungen steht immer wieder der Stehsatz Ratzinger ist ein ausgezeichneter Denker
und Theologe. oder Ratzinger ist der Mann für die dogmatische Feinarbeit. im Raum. Dieser Textauszug
beweist endlich das Gegenteil. Ratzinger war vielleicht ausgezeichneter Theologe, bevor er Kardinal wurde.
Danach wurde er Fundamentalist und so argumentiert er auch, wie diese Textpassagen zeigen. Schön, dass
es endlich einmal etwas Nützliches auf kreuz.net zu lesen gibt!