Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst erklärte kürzlich, daß sich auch der Papst an die liturgische Glaubenstradition zu halten hat.
(kreuz.net, Front Roayal) Am 10. August stand der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst, Francis
Kardinal Arinze, der Abschlußfeier von 17 Studenten des Christendom College vor. Dies berichtete die
Lehranstalt auf ihrer Homepage.
Das konservativ-katholische Christendom College befindet sich in der
Stadt Front Roayal im östlichen US-Bundesstaat Virginia.
Bei der Messe vor der Abschlußzeremonie unterstrich
der Kardinal den „hohen Wert“ der Messe:
„Wenn ihr jeden Tag zur Messe gehen könnt, bitte tut es. Die
Messe ist die wichtigste und schönste Feier, die wir auf dieser Seite des Himmels haben.“
Bereits am
3. August hatte der Kirchenfürst anläßlich eines Kongresses über Papst Benedikt XVI. im gleichen College
einen Vortrag gehalten. Die Veranstaltung wurde von mehr als 400 Teilnehmern besucht.
Kardinal Arinze
sprach dabei zum Thema „Benedikt XVI. und der Geist der Liturgie“.
Es sei allgemein bekannt – begann
der Kardinal –, daß die Heilige Liturgie in den Schriften von Benedikt XVI. eine große Rolle spiele.
Für den Papst sei die Liturgie im Zentrum des kirchlichen Lebens. Er sage sogar, daß die Kirche als
Liturgie und in der Liturgie existiere.
Die christliche Liturgie sei eine Liturgie der erfüllten Verheißung.
Sie sei das Ziel der religiösen Suche in der Geschichte der Menschheit. Der Höhepunkt sei die Heilige
Eucharistie.
„Der Papst legt großen Wert auf die traditionelle Eucharistiefrömmigkeit durch Hervorhebung
des Tabernakels, durch Knien und Kniebeugen als Zeichen der Anbetung, angemessene Kleidung, etc.“
Gott
offenbare, wie wir ihn anbeten sollen. Die Liturgie könne nicht aus unserer Vorstellung und Kreativität
entspringen. Dann würde sie lediglich ein Schrei der eigenen dunklen Selbstbestätigung bleiben.
Sogar
die päpstliche Autorität sei bei der Liturgie an die Glaubenstradition gebunden.
Kardinal Arinze erklärte
auch, daß in der Kirchenmusik ein hohes Niveau erhalten bleiben müsse.
Der Kirchenfürst betonte ferner,
daß zwischen der Sakramententheologie und der Liturgiewissenschaft eine unzertrennliche Beziehung herrsche.
Die Liturgie sei nicht eine Wissenschaft der Normen und Rubriken. Es handle sich nicht um eine Art juridischen
Positivismus. Die Liturgie sei vielmehr die Ausdrucksweise der Sakramente.
Eine Entwicklung könne nur
gemäß der Natur der Sakramente stattfinden und nicht nach willkürlichen Rubriken.
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33 Lesermeinungen
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Maurice Corvisier Danke erstmal für ihre Antwort. Wenn sie mehr Karten brauchen sagen sie bescheid ;)
Ich wollte mal zum katholischen Gottesdienst gehen, aber mein ehemaliger Mitbewohner war nicht sonderlich
daran interessiert, mich mitzunehmen. Können sie sich das vorstellen? Es klang so, als müsste man Vorkenntnisse
haben, um da hinzugehen… Was ich nicht glube. Für mich ist Gott nicht weit, schon alleine deswegen,
weil ich ihn direkt anbete und nicht erst über Maria und Jesus, aber das ist eine Sache, die jeder wohl
anders sieht. Auch wenn ich meine Religion (den Islam) so sehr liebe und mir eigentlich 100% sicher bin,
dass wir für unsere jetzige Zeit den Islam folgen müssen, werde ich mir den Christentum (vorgänger)
genauer anschauen. Zum einen möchte ich verstehen, wie die heutigen Christen denken zum anderen wünsche
ich mir, dass alle jeweils die andere Religion besser kennen. Ich selbst habe noch nie einen Moslem gesehen,
der Christ geworden ist. Dieses verstecken kenne ich von Christen in Libanon, die Moslems geworden sind.
Ich glaube in dieser Gegend werden sie dies auf beiden Seiten finden, leider. Was mir aber auffällt,
dass immer mehr deutsche moslems werden. Es ist schon garnichts besonderes mehr, auch wenn man sich über
jeden freut.
nein, Hajat, genau das bedeutet es nicht (übrigens auch von mir einen Dank für die vor einiger Zeit
von Ihnen verlinkten Karten!). Tun Sie sich die Liebe und besuchen Sie eine traditionelle Messe in einer
katholischen Gemeinde der FSSPX oder der FSSP (leicht zu ergooglen). Ich verspreche Ihnen viele angenehme
Überraschungen. Sie werden z.B. mit unserer gregorianischen Musik ausgesprochen gut zurechtkommen, da
sie überkulturell ist. Nur den dem Glauben ihrer Väter entfremdeten Europäern geht das nicht mehr so.
Und eines: Sie werden von Gott hören, daß er nicht, wie Ihr Allah, unerreichbar hoch ist und an uns
gar nicht interessiert, nur Gebote gibt und Verfehlungen nach dem Tode straft, obgleich wir des Kismets
halber gar nicht verantwortlich sind – sondern daß er ein Gott ist, der liebt, der uns Menschen so sehr
liebt, daß er sich ganz für uns hingegeben hat und will, daß wir nach dem Tode ganz und gar bei ihm
sind, wir sagen dazu: in seiner Anschauung leben. Das ist etwas ganz anderes als die moslemische Paradiesvorstellung,
Sie wissen das ja. Deshalb sind wir katholisch. Ich weiß übrigens von einem Ihrer ehemaligen Glaubensgenossen,
der mit dem Gedanken spielt, nachdem er schon vor einiger Zeit katholisch geworden ist, nun in ein Priesterseminar
der FSSPX einzutreten. Sie wissen, Hajat, warum ich nicht sagen kann (darf), wer oder wo das ist. Für
die Richtigkeit verpfände ich mein Seelenheil, mein Paradies.
Frage an die Christen Es geht um die Überschrift dieses Textes: Gott allein weiß, wie er angebetet werden
will. Bedeutet dies, dass Christen nicht wissen oder nicht sicher sein können, wie sie zu Gott beten
sollen? Hajat
#29 Pünktchen 09:12:40 | Freitag, 1. September 2006
Also, mich erinnern die Beiträge an die Diskussion über Art und Intensität der Annäherungen mehr oder
weniger geistlicher Herren aus dem Priesterseminar von St. Pölten, fotografisch „belegt“! Ich will aber
nicht die St.Pölten-Fan-Gemeinde auf den Plan rufen: das ist eine andere Baustelle!
#28 athanasius1957 07:23:15 | Freitag, 1. September 2006
Ring- oder Handkuß bzw. Kniebeuge an/vor den Kirchenfürsten ob hand oder ringkuß, es ist die höchste
form der ehrerbietung einem höher gestellten gegenüber. im deutschen sprachraum vor allem im bäuerlichen
hat sich dies auch dem vater gegenüber bis in die sechziger jahre gehalten. in österreich ist diese
form der ehrehrbietung der dame gegenüber, nachdem ein wenig post68 überwunden scheint, eine auch von
den spätgeborenen angewandte form der höflichkeit. wenige jedoch wissen noch, welch knie man gegenüber
den fürsten der kirche gegenüber man beugen soll. das rechte ist dem herrgott vorbehalten, somit bleibt
nur das linke übrig. und den polemikern gegenüber es würde auch eine form der ehrerbietung sein, wenn
man „si tacuisses …“ einhalten würde. Danke
Hat ihre Abneigung zwecks Busseln und Knutschen… …vielleicht auch was damit zu tun, dass da ein Weißer
einen Schwarzen die Hand küsst? Besonders bei matt würde ich eine solche Motivation keinesfalls ausschließen!
Ehrenbezeigung! Von „küss die Hand“ oder geschweige denn „abgeknutsche“ kann ich auf dem Photo mit Seiner
Eminenz nichts entdecken. Der Kardinal empfängt nicht mehr und nicht weniger als eine ihm als Bischof
zustehende Ehrung in Form des Ringkusses (Im deutschen Sprachraum weitgehend ausser Übung gekommene Gewohnheit,
in den „lateinischen Ländern“ noch stärker verbreitet. Wie es für gewöhnlich im den USA ist, wo der
Kardinal sich ja aufhielt, ist mir nicht geläufig.
Ad Matt Geht mir auch etwas zu weit, das Geknutsche. Wenn ich der Kardinal wäre, würde ich sagen: Danke,
danke. Zu viel der Ehre. Küssen Sie lieber Ihre Frau.
@Bernardin wenn Ihnen meine Beiträge plötzlich so sehr zusagen, dann habe ich offenbar etwas falsch
gemacht. Das kann doch nicht sein. Aber warten Sie nur ab: beim nächsten Mal schreibe ich wieder was
für das Sie mich bestimmt hassen werden. Das wäre doch gelacht!
#23 Bernardin † 23:52:29 | Donnerstag, 31. August 2006
MATT… gerade habe ich einen beitrag von matt über den priester gelesen und ich dachte: ich habe ihn
verkannt! jetzt lese ich hier seinen beîtrag und muss sagen: der hat recht. BRAVO
ganz schön selbstgefällig wie sich der Herr Kardinal da abbusseln lässt. Aber ist der Mensch mit den
Locken ein Mandi oder ein Weibi. Er könnte beides sein. Man sieht aber, dass es dem Herrn Kardinal nicht
unlieb ist. Ja, es scheint ihm richtiggehend zu schmecken sich von jungen Leuten abbusseln zu lassen.
Das hat schon was, das hebt doch das Selbstwertgefühl. Zuerst plappert man was von wegen Lithurgie und
dann setzt man sich hin und lässt sich beknien und abknutschen. Das nenne ich gelebtes Christentum. Gefällt
mir.
#20 athanasius1957 23:23:34 | Donnerstag, 31. August 2006
@seminarist et gotthard bzgl erstkommunion muß ich dem seminaristen recht geben: erstkommunion meienr
tochter vor einigen jahren. der zelebrant zieht vor seiner herde ein (anstatt umgekehrt, damit er die
schafe, die er weiden soll, überschauen kann). nachdem bei der altarinsel die kommunionbank bei der letzten
renovierung hinausgeflogen ist, wurden für das festliche „mahl“ turnsaalbänke in zweier reihen engstens
u-förmig um den altar gestellt (sonst hätt der platz nicht ausgereicht). dauersitzen war angesagt; stehen
oder knien seis zum gloria seis zur konsekration waren nicht state of the art. die erstkommunion war chipverteilung
marke „wer hat noch nicht, wer will noch mal“. die übrigen kleinigkeiten erspar ich den werten lesern.
für gotthard gilt: wo ist der göttliche backenstreich, der sein cerebrum wieder gleichrückt.
#19 Bernardin † 21:49:10 | Donnerstag, 31. August 2006
ORTHOPRAXIS Woher weiss dieser Typ eigentlich, was rechtgläubige Praxis ist? Ist er ein Theologe, dann
soll sein Bischof ihn supensieren, denn er arbeitet gegen die Kirche! Ist er kein Theologe, sondern vielleicht
ein Bürogummi, Taxifahrer, Lehrer, dann schweige er, denn Schuster bleib bei deinen Leisten
#17 Gotthard 21:41:27 | Donnerstag, 31. August 2006
@athanasius Orthodoxiá heisst vor allem auch Orthopraxis, die rechtgläubige Praxis, die wahre Liturgie
beibehalten In fast allen katholischen Gemeinden dieser Welt wird rechtgläubige Praxis geübt gemäß
den Vorgaben der Ritenbücher und des Messbuches … Du darfst Dich gerne nach einer anderen Praxis sehnen –
wenn Du suchst, wirst Du sie finden. Doch lass uns doch bitte mit der römisch-katholischen Praxis dieser
Zeit selig werden!!!!!! Du kannst mich und andere beschimpfen wie Du willst – DAS juckt niemanden.
(Mohammed) At(ta)hanasius: Gebissene Hunde? Na, dann warten sie nur, bis sie sich – ob der Realität,
welche sich offline einstellt – selbst in den Arsch beißen.
#15 Bernardin † 21:35:05 | Donnerstag, 31. August 2006
ATHA… DU ARMLEUCHTER Meine Eltern tauften mich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen
Geistes und gaben mir den Namen eines grossen Heiligen! Aber den kennen Sie nicht, Sie Homophober!
Die Headline hat was… Niemand weiß, wie Gott angebetet werden will. (Genau genommen weiß sogar niemand,
ob er überhaupt angebetet werden möchte.) Und diese treffende Aussage gilt auch für die katholische
Kirche, ja sogar für kreuz.net. So, das wars. DAS KIND BEIM NAMEN GENANNT…
#13 Athanasius 21:31:02 | Donnerstag, 31. August 2006
Arinze Bei allem Respekt vor seiner Eminenz, aber die Praxis ist unter seiner Liturgiepräfektur immer
weiter verschlimmert. Durchsetzen und Rechtgläubigkeit wieder herstellen ist mehr als nur Presse-Aussagen.
Das heisst Druck ausüben, Modernisten rauswerfen und validieren. Wir wollen doch, als Römische Katholiken,
Teil der einzigen, orthodoxen Kirche sein oder? Orthodoxiá heisst vor allem auch Orthopraxis, die rechtgläubige
Praxis, die wahre Liturgie beibehalten und keine Irrtümer und Häresien fördern! Seminarist hat völlig
Recht, und die gebissenen Hunde hier sind ja nur die Modernisten. Würden Gotthäretiker und Bernardin
(der sich nach dem pro-Homo Kardinal von Chicago nennt) einen nícht angreifen, erst dánn sollte man
zweifeln!
#12 virOblationis 20:42:17 | Donnerstag, 31. August 2006
sola scriptura? Ist nur wahr, was in der Hl. Schrift ausdrücklich erwähnt wird? – Außerdem: Eine schöne
Geste der Ehrfurcht kann auch später eingeführt werden und legitim sein. Mich stört an seiner Eminenz
nur, daß er spricht, als wenn es Paul VI. und Joh. Paul II. überhaupt nicht gegeben hätte.
#11 -=Richard=- 20:40:00 | Donnerstag, 31. August 2006
es gibt rettung es gibt noch eine Möglichkeit wie wir die Kirche vor dem Untergang retten können. Wir
müßen eine Katholische Theokratie in Deutschland errichten wo die Schwulen an Baukränen aufgehängt
werden wie es z.B. in Iran getan wird. Die wiessen wenigsten noch wie man mit solchen Leuten umgeht.
#9 Gotthard 20:31:26 | Donnerstag, 31. August 2006
Gott offenbare, wie wir ihn anbeten sollen. Wo finde ich diese Offenbarung? Der Kardinal gibt darauf leider
keine Antwort … und ich befürchte, dasrauf kann es keine geben.
@Gotthard Fürs Schwachsinnverzapfen sind doch hier Sie verantwortlich, oder nicht?! Der Seminarist hat
vollkommen Recht: Die Ehrfurcht schwindet und schwindet, machen wir uns nichts vor. @Bernardin Was, wenn
der Seminarist losgelassen wird? Auja, dann werden am Schluß noch die Leute katholisch, schlimm, nicht…
Wachen Sie auf und bedenken mal, was man die letzten 40 Jahre schon alles auf die Leute losgelassen hat!!
Ich würde sagen er ist ein Grünschnabel aber dieser Bernardin ist ja auch so eine Type von diesem Gotthard
ganz zu schweigen. Ist das nicht überhaupt ein Atheistenbengel?
#5 Bernardin † 20:09:04 | Donnerstag, 31. August 2006
Schwachsinn Ja, so etwas nennt sich seminarist. arme diözese, armer bischof und arme leute in den pfarren…
wenn der mal auf die leute losgelassen wird!
#4 Gotthard 20:05:54 | Donnerstag, 31. August 2006
Schwachsinn Wenn Kommunionkinder heute eine Hostie in die Hand gedrückt bekommen, haben sie halt Jesus-Chips
gegessen. ein echter Schwachsinn, den Du hier verzapfst!
#3 AthanasiusII 19:56:08 | Donnerstag, 31. August 2006
@Seminarist Sie sprechen mir aus dem Herzen. Und das für einen deutschen Diözesanseminaristen. Die Kirche
ist jedenfalls mit guten Leuten wie Sie, nicht vollständig verloren. Trótz der Sakrilege (Handkommunion
‘and similar frauds’ usw.).
#2 Seminarist 18:42:36 | Donnerstag, 31. August 2006
Theorie und Wirklichkeit Auch ich muss meinem Vorredner recht geben: Es ist einfach unerträglich, von
einer Führung, die Gehorsam einfordern sollte, immer wieder diesselben Worte zur Eucharistefrömmigkeit,
Ehrfurcht in der Kirche und Würde der heiligen Kommunion und ihres Empfangs zu hören, während in der
Realität alle möglichen Sakrilegien fröhliche Urständ feiern. Irgendwann wird die x-te Instructio
zur Liturgie folgen, aber die landet wieder bei den meisten Verantwortlichen in Ablage „P“. Bei der letzten
wurden zum Beispiel Kommunionpathenen vorgeschrieben – wo wird sowas umgesetzt? Es geht hier doch nicht
nur um theologische oder ideologische Problematiken, sondern um anthropologische bzw. psychologische Erkenntnisse:
Wenn Kommunionkinder heute eine Hostie in die Hand gedrückt bekommen, haben sie halt Jesus-Chips gegessen.
Ohne eine (BEFOHLENE) Änderung der Praxis wird das auch weiterhin so bleiben. Und der Abmarsch aus der
Kirche dauert an. Seminarist
#1 Karl Murx 18:26:06 | Donnerstag, 31. August 2006
Ja und? Welche Taten folgen jetzt? Warum reden eigentlich immer alle von der Messe? Hat man nicht alles
Sakramente geändert? Kein Problem für die Gültigkeit? Scheinheiliges Gerede o^/