Der Wallfahrtsdirektor von Wigratzbad erklärte kürzlich mit der angebrachten Vorsicht, daß er die Mundkommunion schätzt.
(kreuz.net, Wigratzbad) Die bayerische Gebetsstätte Wigratzbad erlebt gegenwärtig eine Flut von Jubiläen.
Der Ort wurde vor siebzig Jahren von Fräulein Antonie Rädler – die dort angeblich Marienerscheinungen
hatte – gegründet. Vor dreißig Jahren entstand eine Sühnekirche, und seit zwanzig Jahren gibt es dort
eine Rosenkranzbruderschaft.
Die Ortschaft Wigratzbad liegt im Bodenseeraum. Jährlich besucht rund eine
halbe Million Menschen die Gebetsstätte zur „Unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg“.
Anläßlich des
mehrfachen Jubiläums sprach die Regionalzeitung ‘Der Westallgäuer’ Mitte August mit dem Wallfahrtsdirektor
der Gebetsstätte, Hw. Thomas Maria Rimmel.
Der Wallfahrtsdirektor erklärt im Interview, daß Wigratzbad
für die Gläubigen eine Ergänzung zur Pfarrseelsorge darstelle.
Die Pilger seien dankbar, daß hier
versucht werde, die Wünsche der Gottesmutter von Fatima zu erfüllen. Dazu gehörten das Rosenkranzgebet
und der Herz-Mariä-Sühnesamstag.
Fräulein Rädler habe die Menschen im Gebet mitgerissen und ganze
Nächte mit ihnen durchgebetet. Daraus seien die sogenannten Sühnenächte entstanden. Deshalb trage die
große Kirche den Titel: „Herz-Jesu und Herz-Mariä Sühnekirche“.
Hw. Rimmel erklärt, daß ein offizielles
Urteil über die Marienerscheinungen von Fräulein Rädler bis heute ausstehe: „Aber im persönlichen
Gespräch vertraute der damals für Wigratzbad zuständige Bischof Dr. Josef Stimpfle meinem Vorgänger,
Mons. Rupert Gläser, an, daß er Wigratzbad für echt hält.“
Angesprochen auf die ebenfalls in Wigratzbad
ansässige Priesterbruderschaft St. Petrus, erklärte Hw. Rimmel, daß man ein gutes Miteinander pflege.
Manchmal begegne man aber der irrigen Auffassung, die Gebetsstätte sei mit der Priesterbruderschaft
identisch. Die Gebetsstätte werde jedoch seit der Weihe der Sühnekirche im Jahr 1976 im Namen des Bischofs
von Augsburg geleitet.
Seit ein paar Jahren besitze die Petrusbruderschaft ihr eigenes Priesterseminar
und sei nicht mehr in dem Pilgerzentrum untergebracht. Allerdings nütze die Bruderschaft zu festgesetzten
Zeiten die Kapellen sowie die Sühnekirche.
Drei Patres würden in der Beichtpastoral mitarbeiten, die
Kommunion austeilen, Andachten halten und hin und wieder in Gottesdiensten predigen.
Zur Frage der sogenannten
Handkommunion erklärte der Wallfahrtsdirektor, daß man sich in allem an die geltenden Normen halte:
„Deshalb hat in Wigratzbad auch jeder Gläubige selbstverständlich das Recht, frei zu wählen, wie er
die Kommunion empfangen will.“
Allerdings würden viele Pilger die Mundkommunion vorziehen. Sie seien
außerordentlich dankbar, die heilige Kommunion an der Kommunionbank kniend empfangen zu können.
„Auch
ich persönlich habe den ehrfürchtigen Empfang der Kommunion in Wigratzbad schätzen gelernt.“
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Wie geht’s mit der Petrusbruderschaft?
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Die Handkommunion wurde von Paul VI. mit sehr großen Bedenken NUR für jene Gemeinden erlaubt, in denen
„dieser Brauch“ widerrechtlich „bereits eingeführt“ (Zitat Paul VI.) worden war: Nämlich durch die Irrlehrer
des Modernismus’. In allen anderen Gemeinden darf der Brauch gar nicht eingeführt werden. Abgesehen davon,
widerspricht die Handkommunion dem althergebrachten lateinischen Ritus (und warum, das weiß jeder, der
um die Hostienpartikel und um die Hostienpatene weiß). Die Handkommunion in den Gemeinden der St. Petrusbruderschaft
ist damit widerrechtlich, da dort dieser Brauch nicht widerrechtlich bereits eingeführt worden war: Die
verantwortlichen St.-Petrus-Superioren handeln also ungesetzlich und gegen die Regelung Pauls VI., die
nur eine Regelung für Gesetzesbrecher des Kommunionausteilungsgesetzes war.
Handkommunion in Wigratzbad? Petrus Radii schrieb: 3-Weiterer Beweis der Untreue des Kaplans gegenüber
der Botschaften in Wigratzbad, und deshalb gegenüber der Wünsche des unbefleckten Herzens Mariä, ist
des Kaplans Einführung der Handkommunion (und man vermutet, auch der Stehkommunion)---die es NIE zuvor
in Wigratzbad gegeben hatte. Ist das wirklich wahr? Hat Direktor Rimmel die Handkommunion tatsächlich
eingeführt? Und wird diese von den Gläubigen auch praktiziert? Ich habe seine Interview-Äußerungen
eher dahingehend verstanden, dass in Wigratzbad nach wie vor die Praxis der Mundkommunion beibehalten
wird, da die Gläubigen das dort so wünschen. Wer kann Näheres dazu sagen?
#44 Freinsberg 11:05:56 | Freitag, 1. September 2006
Warum der Streit? Kann man sich nicht einfach nach dem Hausbrauch richten? Wo Handkommunion üblich ist,
empfange ich die Hostie auf die Hand. In manchen Kirchen meiner Stadt knien die meisten Leute bei der
Kommunion und empfangen die Hostie in den Mund. Dort mache ich es auch so. Warum muss man einander verketzern?
@Bernardin regen Sie Sich ab. Das mit dem Handaufhalten macht man nicht. Sie haben doch nur Hemmungen.
Strecken Sie gefälligst die Zunge raus, damit sie den Leib Jesu würdig empfangen können, sonst steig
ich Ihnen beim nächsten Mal von hinten ins Kreuz und helfe nach.
#41 Bernardin † 21:18:49 | Donnerstag, 31. August 2006
ATHA… Neeee, ich will nichts verfechten! Eure Argumente sind mir schlicht zu dumm, zu blöd! KRYPTO-was?
Eure Zungen und Euer Mundgeruch interessiert mich nicht! Schon mal was von HERZ gehört? Ich bin sicher,
DOMINUS FLEVIT gilt auch für Euch Wichtigtuer! Ihr fabriziert Traktate, Heftchen, um euch wichtig zu
machen! Ihr vergesst ganz, um WEN es eigentlich geht! Das Geheimnis seiner Liebe ist zu gross, um es von
euch und euren ideen in den dreck ziehen zu lassen! Was für ein Gottesbild habt ihr eigentlich??? Wer
ist Jesus Christus für Euch? Ich sage es euch Frömmlern: Gott ist nichts für euch, Jesus ist nichts
für euch, IHR KENNT NUR EUCH UND EURE IDEEN! So muss es sein und nicht anders! Und wehe es ist anders.
Ihr würdet sogar die Heilige Schrift umschreiben, ganz nach Eurem Gutdünken! GOTT SEI DANK, GOTT IST
GROESSER!
#40 AthanasiusII 20:04:53 | Donnerstag, 31. August 2006
@Bernardin Sie wittern, als „Verfechter der handkommunion“, unerlaubt über die Gläubigen die Jesus-Christus
die Ihm zukommende Ehre (die göttliche! Latria!) erweisen weiter, aber Sie selber schreien, posten ohne
Ende und schreiben konsequent in Großschreibung. Wer will hier etwas verfechten? Wohl Sie. Das Buch von
Hw. Lugmayer kann ich wärmstens empfehlen. Natürlich auch die vielen englischsprachigen Bücher die
es dazu gibt, vor allem Davies’ „Communion in the Hand and similar frauds“. Die Handkommunion wurde gegen
den Willen Roms in Flandern, den Niederlanden und Diözesen wie Aachen und Liège, schon ab 1964 eingeführt
um den Protestanten anzubiederen. Dies geschah wirklich mit falschen historischen Verdrehung und Fehlargumenten,
die sich als falsch erwiesen haben. Der Mythos „Handkommunion war der alte Brauch“ (obwohl doch keine
alte, apostolische Kirche sie praktiziert hat nach dem Arianismus!) existierte leider schon ab den 1920ern.
Hineininterpretieren war die Ursache, samt Einzelzitate, die die Unglaubwürdigen Teile angeblich „christlicher“
Texte extra verdeckten. Wie Lugmayer schreibt: hinter Handkommunion verstecken sich die Kryptoprotestanten
und Krypto-Agnostiker. Die vielen sakrilegischen Hl. Kommunionen von heute (wobei man sich auch fragen
muss, ob man wohl überall eine gültig konsekrierte Hl. Hostie empfängt, aber das mal nebenbei), sind
dank der Handkommunion. Obwohl Rom bis 1968, etwa in Mysterium Fidei (1965), die Handkommunion mehrfach
verboten hat.
#39 Bernardin † 19:29:32 | Donnerstag, 31. August 2006
PUNKT Ihre Antwort zeigt, dass Diskussionen mit Ihnen Zeitverschwendung sind. Ihre dummen Diskussionen
wurden schon in den 60-erJahren geführt! IHNEN INS STAMMBUCH GESCHRIEBEN: ICH BIN MIT MIR IM REINEN!
#38 Pünktchen 19:18:13 | Donnerstag, 31. August 2006
Bernadin der Uneigentliche „Eigentlich“ wollen Sie ja die Welt verbessern, statt an Diskussionen um die
Art des Kommunionempfangs teilzunehmen. Aber ganz „uneigentlich“ tun Sie es dann doch (und in Großbuchstaben)!
Vielleicht kommen Sie erst mal mit sich selber ins Reine!?
#36 Petrus Radii 18:52:34 | Donnerstag, 31. August 2006
Drei Anmerkungen 1-Fräulein Rädler hatte nie, m.E., Erscheinungen empfangen, sondern nur „locutiones“,
d.h., daß sie himmlische Stimmen gehört hätte. Bischof Stimpfle habe auch erzählt, wie er am Sterbebett
der Fr. Antonie gesehen habe, daß ihr Gesicht etwa zwei Stunden lang wie von innen her erleuchtet wurde,
ehe sie zum Herrn ging. 2-Es ist mehr als äußerst bedauernswert, daß der jetzige Kaplan in Wigratzbad
eine große Umdeutung der Bedeutung und des Werks der Wallfahrtsstätte vollzogen hat. Wie es mir berichtet
wird, habe er die Sühnenächte in Medjugorje-Charismatiker-Feier umgewandelt, und dadurch fast alle „Old-timers“
vertrieben. Es scheint, daß fast nichts von Sühne, Opfer, Buße, oder gar die jahrzehntelang in Wigratzbad
praktizierten Gebetsübungen übrigbleiben. Sogar scheint es, wie sich der Kaplan im ursprünglichen Artikel
i.d. „Südwestallgäuer Zeitung“ ausgedrückt hat, daß nichts von der ursprünglichen Botschaften weitergepredigt
wird, sondern nur ins große Tohuwabohu von Medjugorje und Ökumenie aufgesaugt wurde. 3-Weiterer Beweis
der Untreue des Kaplans gegenüber der Botschaften in Wigratzbad, und deshalb gegenüber der Wünsche
des unbefleckten Herzens Mariä, ist des Kaplans Einführung der Handkommunion (und man vermutet, auch
der Stehkommunion)---die es NIE zuvor in Wigratzbad gegeben hatte. Fr. Antonie hatte es durchgesetzt,
die kirchliche Tradition in diesem Punkt aufrechtzuerhalten. Die unverschämten Neuerungen sollen aufhören,
und die alte Praxis wiedereingeführt werden!
#35 Pünktchen 17:37:59 | Donnerstag, 31. August 2006
Kleinschrift zur Handkommunion, von der FSSP herausgegeben: . Martin Lugmayr: Handkommunion. Eine historisch-dogmatische
Untersuchung. Buttenwiesen: Stella-Maris-Verlag, 2001. – 61 S. (Ad rem ; 1) ISBN 2-934225-13-6. Aus dem
Vorwort von R. Spaemann: „daß zwar viele gläubige Katholiken die Handkommunion empfangen, aber auch
alle diejenigen, die den Glauben an die wirkliche Gegenwart des Herrn unter den Gestalten von Brot und
Wein verloren haben, weiterhin zur Kommunion gehen. Diese lehnen die Mundkommunion fast ausnahmslos ab.
Die Mundkommunion ist also zu einem sichtbaren Zeichen der Rechtgläubigkeit geworden. Die Handkommunion
vereinigt Gläubige und Ungläubige. Auch die vielen Katholiken, die den Stand der Todsünde nicht mehr
für ein Hindernis des Kommunionempfangs halten, finden sich fast ausschließlich in den Reihen der Handkommunikanten.
Die Mundkommunikanten halten sich, der katholischen Lehre entsprechend, in solchen Fällen für verpflichtet,
der Kommunion fernzubleiben, wenn sie nicht zuvor gebeichtet haben. Schon aus diesen pastoralen Gründen
muß die Kirche die Mundkommunion als einheitliche Form des Kommunionempfangs anstreben, zumal die Handkommunion
sich nur durch Akte des Ungehorsams gegen den erklärten Willen des Papstes und der klaren Mehrheit der
katholischen Bischöfe durchgesetzt hat.“
#34 Maledica 16:54:19 | Donnerstag, 31. August 2006
Handkommunion in Polen Ich habe die Information von einem polnischen Seminaristen. Mir ist der schreckliche
Profanisierungsschritt des Primas Poloniae auch bekannt und die Aussage in Polen sei die Handkommunion
nur in Oppeln erlaubt hat mich positiv verwundert- für die Diözese Oppeln jedoch negativ
@ Maledica Das, was Sie über die Kommunionpraxis in Polen sagen, ist sehr interessant. Es rauschte doch
vor ca. zwei Jahren durch den Blätterwald, dass Kardinal Glemp die Handkommunion freigeben wollte. Offenbar
hat sich das nicht durchgesetzt. Wissen Sie Genaueres darüber? Danke! Ansonsten bitte ich die Leser hier,
auch andere Aspekte zum Thema Gebetsstätte Wigratzbad / FSSP aufzugreifen und die Diskussion nicht nur
auf die Kommunionpraxis zu reduzieren.
#32 Maledica 14:49:19 | Donnerstag, 31. August 2006
Redemptoris Sacramentum 92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion
mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische
Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der
Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort
vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn
eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben
werden.[179] 93. Es ist notwendig, die kleine Patene für die Kommunion der Gläubigen beizuhalten, um
die Gefahr zu vermeiden, daß die heilige Hostie oder einzelne Fragmente auf den Boden fallen.[180] Nun,
besteht nicht bei jeder Handkommunion die Gefahr der Profanisierung!? Bei jeder Hl. Messe, wo ich als
Ministrant mit der Patene mitgehe, liegen hernach etliche Partikel auf dieser. Das heißt, bei der Handkommunion
fallen diese Partikel allesamt auf den Boden und werden zertreten… Wer da noch für die Handkommunion
sein kann, der muß wohl die Transsubstantiationslehre leugnen…
#31 zwobbel 14:25:00 | Donnerstag, 31. August 2006
Hinweis Es gibt noch einen Deutschen der Bischof in Oberschlesien ist. Es ist der Bischof der noch sehr
jungen Diozese Gleiwitz …ww.catholic-hierarchy.org/bishop/bwiec.html Allerdings ist mir nicht bekannt
ob es dort die Handkommunion gibt.
#30 Maledica 13:52:20 | Donnerstag, 31. August 2006
Verbot der Handkommunion gibt es durchaus! Und zwar in Polen- Ausnahme die Diözese Oppeln unter Bischof
Nossol. Am Deutschen Wesen wird die Welt halt nicht genesen…
#29 Pünktchen 12:09:23 | Donnerstag, 31. August 2006
Bernadin, darf ich Sie an Ihre Worte erinnern? >>wer die HANDKOMMUNION zum Thema macht und darüber stundenlang
und ellenlang diskutieren und schreiben kann, der zeigt schlicht und einfach, ‘wes Geistes Kind er ist!
…DIE IM ARGEN LIEGENDE WELT HAT WAHRLICH ANDERE PROBLEME UND WARTET AUF TATEN DER CHRISTINNEN UND CHRISTEN!<<
Das gilt doch sicher auch für Sie! Oder?
#28 Bernardin † 11:17:30 | Donnerstag, 31. August 2006
EIGENTLICH JA NICHT… ABER DIE MUND-FETISCHISTEN SOLLEN ES DOCH WISSEN: 1. MUNDKOMMUNION IST UNHYGIENISCH
UND UNAESTHETISCH! 2. DIE VERFECHTER DER MUNDKOMMUNION NEHMEN SICH EINFACH ZU WICHTIG, SETZEN SICH GERNE
IN SZENE, SIE WOLLEN EINFACH AUFFALLEN! 3. SIE SIND DIE, VON DEM DAS EVANGELIUM AM LETZTEN SAMSTAG SPRACH:
TRAGEN IHRE FRÖMMIGKEIT ZUR SCHAU UND BELEGEN DIE ERSTEN BÄNKE! 4. DIE VERFECHTER DER MUNDKOMMUNION
SOLLTEN DEN JAKOBUSBRIEF LESEN! 5. DIE VERFECHTER DER MUNDKOMMUNION MACHEN DIE HAUPTSACHE ZUR NEBENSACHE
UND DIE NEBENSACHE ZUR HAUTPSACHE UND NACH EINER ALTEN GESCHICHTE SIND SIE FRÖMMLER!
#27 Athanasius 11:00:47 | Donnerstag, 31. August 2006
Nun die grosse Frage Nachdem ich unten die Aussagen des Konzils von Trient präsentiert habe, die die
Mundkommunion als apostolischen Brauch bezeichnen und dabei verbieten, dass Laien selbst die Hl. Kommunion
nehmen (wie bei der Handkommunion der Fall ist), und nachdem ich hiermit auch auf die Handkommuniongefahren
die Papst Paul VI. in ‘Memoriále Domini’ (1968) anführt hinweise (Paul VI. hat in einer Zeile von MD
aber die Handkommunion wo sie schon 1964 bis 1968 gegen das Magisterium eingeführt wurde, „erlaubt“ um
den Gläubigen nicht direkt zu verfremden), frage ich hier: 1. Beweise mir, dass die Handkommunion frühchristlicher
Brauch ist. 2. Kommt nicht mit der einzigen Quelle des angeblichen Cyrillus-Textes. Dieses Manuskript
empfehlt nicht nur die Handkommunion zu empfangen, sondern auch die Augen einzureiben mit dem hl. Blute,
die Ohren und Sinnen mit der hl. Hostie „einzureiben“ und noch vieles widerliches mehr. Dás ist kaum
eine zuverlässige Quelle (die Historiker besagen ja auch, dass man es nicht Cyrillus von Jerusalem zuschreibt).
3. Auch darf nicht die „beweisende“ römische Mosaike angeführt werden von der Frau mit dem Tuch über
die Hand, auf der ein grosses Hostienbrot liegt. Diese Mosaike könnte ebenso das Offertorium darstellen,
da die Gläubigen früher selber das Brot und den Wein zu den Zelebranten brachten anstatt Geld in die
Kollekte zu geben. Also: Beweise bitte. Ich habe einige Gegenbeweise schon geliefert. Die Geschichtswissenschaft
hat immer Recht.
Pfötchen Redemptionis sacramentum (Punkt 90) empfiehlt den Gläubigen, daß „wenn sie aber stehend kommunizieren,
[…] sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen…“ Daß heißt, wenn
man unbedingt Pfötchen geben will, soll man wenigstens eine anschließende Verbeugung praktizieren. Am
Besten ist es also, man überwindet seinen luziferischen Stolz und kniet sich gleich hin.
#25 zwobbel 10:10:14 | Donnerstag, 31. August 2006
Mundkommunion ist ein Zeichen der Demut Toby hat recht. Aber Bernhardin spricht von positiven Beispielen
bei der HAndkommunion. Wo sind die denn? Wo ist etwas positiver wegen der Handkommunion als da wo die
Mundkommunion praktiziert iwrd? Und zwar positiver im Sinne von: mehr Glaubenssubstanz, mehr Gebetseifer
z.B. Anbetung, mehr Treue und Gehorsam…
Das Thema Mundkommunion wird interessanterweise immer nur von deren Gegnern aufgegriffen. Warum diese
Empörung über eine jahrhundertealte Tradition, die in Wigratzbad ohne Zwang fortgeführt wird? Auch
hat dieses Thema nur indirekt mit der FSSP zu tun, es geht hier ja um die normalen NOM-Messen in Wigratzbad.
Manche Leute glauben halt, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und reden mit über Dinge,
von denen sie nichts verstehen. Im übrigen besteht heute, von Ausnahmen wie Wigratzbad abgesehen, ein
großer Zwang und Erwartungsdruck zur Praxis der Handkommunion. Niemand wird doch heutzutage mehr zur
Mundkommunion gezwungen, während sehr wohl Zwang zur Handkommunion besteht. Man denke nur an die meisten
Erstkommunionfeiern. Den meisten Kindern wird erst gar nicht die Möglichkeit zur freuiwilligen Praxis
der Mundkommunion eröffnet. Das ist Zwang.
#23 Bernardin † 09:45:29 | Donnerstag, 31. August 2006
Wer heute noch… die HANDKOMMUNION zum Thema macht und darüber stundenlang und ellenlang diskutieren
und schreiben kann, der zeigt schlicht und einfach, ‘wes Geistes Kind er ist! Anstatt von negativen Beispielen
auszugehen, sollten die Gegner endlich mal von positiven Beispielen ausgehen! DIE IM ARGEN LIEGENDE WELT
HAT WAHRLICH ANDERE PROBLEME UND WARTET AUF TATEN DER CHRISTINNEN UND CHRISTEN!
#21 Freinsberg 08:50:06 | Donnerstag, 31. August 2006
Massenmesse Vielleicht sollte man ab einer gewissen Teilnehmerzahl keine Kommunion austeilen, d. h. auch
keine Messe feiern. So beugt man der Ehrfurchtslosigkeit (die in Massen-Gottesdiensten selbst bei Mundkommunion
vorkommen kann) vor.
#20 Aragorn 07:37:00 | Donnerstag, 31. August 2006
unzählige Sakrilegien Die Befürworter der Handkommunion wollen nicht sehen, dass diese zu unzähligen
Sakrilegien geführt hat und täglich führt. Außerdem muss man sagen, dass diese in den 60ger Jahren
schon unerlaubt praktiziert wurde und dann – notgedrungen um des lieben Friedens willen – vom Vatikan
erlaubt wurde, aber nur ad experimentum. Papst Paul VI. hat gleichzeitig betont, dass die Mundkommunion
angemessener und ehrfürchtiger ist. Wer einmal eine Massenmesse etwa WJT 2005 oder eine Messe auf dem
Petersplatz mitgemacht hat, weiß, wie es da zugeht. Ich besuche immer wenn es möglich ist, die Alte
Messe auch bei der von Gott gesegneten Piusbruderschaft und erfahre dort eine deutlich größere Ehrfurcht
im Umgang mit der Hl. Kommunion. Die Mundkommunion erzieht eindeutig besser zur Anbetung und zur Ehrfurcht
als die Handkommunion.
Handkommunion In einigen Ländern ist die Handkommunion üblich geworden. Sie wurde von einzelnen Bischofskonferenzen
erbeten und fand die Billigung des Apostolischen Stuhles.(PAPST JOHANNES PAUL II. «ÜBER DAS GEHEIMNIS
UND DIE VEREHRUNG DER HEILIGSTEN EUCHARISTIE» vom 24. Februar 1980) Würde die Handkommunion der Lehre
der Kirche widersprechen, hätte sie wohl kaum die Billigung des Apostolischen Stuhl gefunden. Die Handkommunion
steht somit auch in der apostolischen Tradition. Wer dies leugnet stellt sich gegen die Päpste dies dies
billigten und ist ausserhalb der Kirche. !:)
#18 Athanasius 01:01:17 | Donnerstag, 31. August 2006
Leugnet Wer dies leugnet, dass dies APOSTOLISCHE TRADITION ist, soll man zum christlichen Osten schauen.
Wer behauptet, daß die Mundkommunion mittelalterlich ist, soll mal daran denken, daß auch die Nestorianer
(Assyrer) die schon seit 431 mit Rom gebrochen hatten, nur die Mundkommunion erlauben. Die übrigens sog.
„Orthodoxen“ sind weitere Beispiele der Apostolizität. Es gibt nur eine Quelle die angeblich „Handkommunion“
befürwortet, und dieses umstrittene, wahrscheinlich unauthentische Manuskript befürwortet auch, dass
man die Augen mit dem hl. Blute einreibt und beschmiert. Wenn dás kein Missbrauch ist, weiss ich es nicht
mehr!
#17 AthanasiusII 00:58:21 | Donnerstag, 31. August 2006
Klerikalistisch? Auch Papst Pius X., der Heilige, hat auf seinem Sterbebett die Hl. Kommunion direkt auf
die Zunge empfangen und nicht zuvor selber angefasst, da ér nicht Zelebrant des Sakraments und der Spendung
war, sondern Gläubiger. Auch in der hl. Messe ist es so: Diakon und Subdiakon empfangen, so wie assistierende
Prälaten, die Hl. Kommunion in den Mund im Knien. Dás ist APOSTOLISCHE TRADITION.
#16 Athanasius 00:55:52 | Donnerstag, 31. August 2006
Natürlich ist die Mundkommunion „klerikalistisch“. Natürlich ist auch die unfehlbare Lehre des dogmatischen
Konzils von Trient „klerikalistisch“. Klerikalistisch, aber einzig Römisch-Katholisch. That the unvarying
practice of the Church has also been, that the faithful receive the Sacrament from the hand of the priest,
and that the priest communicate himself, has been explained by the Council of Trent; and the same holy
Council has shown that this practice is always to be scrupulously adhered to, stamped, as it is, with
the authoritative impress of Apostolic tradition, and sanctioned by the illustrious example of our Lord
himself, who, with His own hands, consecrated and gave to His disciples, His most sacred body. To consult
as much as possible, for the dignity of this so August a Sacrament, not only is its administration confided
exclusively to the priestly order; but the Church has also, by an express law, prohibited any but those
who are consecrated to religion, unless in case of necessity, to touch the sacred vessels, the linen or
other immediate necessaries for consecration. (Konzil von Trient, Sessio 13, Caput 8) Wer das leugnet,
ist ausserhalb der katholischen Kirche. Die Kritiker der Handkommunion haben Konzile, Päpste und die
apostolische Tradition hinter sich. Die Befürworter nur eine frei erfundene Version der „frühen Kirche“,
und zwar die Geschichte des Arianismus, denn nur Arianer und Protestanten praktizierten die Handkommunion
in der Vergangenheit. Im Osten nicht!
#14 antimaterie 21:13:39 | Mittwoch, 30. August 2006
Sowohl als auch… Die Priester, welche in Wigratz Kommunion bei NOM-Messen austeilen, lassen den Kommunizierenden
die Wahl ob Hand- oder Mundkommunion. Allerdings ist es gerne gesehen (und wird von sehr vielen Gläubigen
auch gerne angenommen), wenn man die Mundkommunion praktiziert. Bietet sich bei der Kommunionbank auch
besonders an!
wie es apostolischer Brauch ist Gott sei Dank, resp Anthanasius sei Dank. Jetzt wissen wir ein für alle
mal, dass Jesus seine Jünger beim letzten Abendmahl fütterte. Und diese Tradition wurde von den Aposteln
weiter geführt. Apostolischer Brauch – eben. !:)
@Dr. Enderfers Danke für die treffend ausgewählten architektonischen Beispiele. Die abgebildeten Objekte
spiegeln anschaulich gewisse Zustände wider. Theologisch: Architektur der Glaubenskrise; ästhetisch:
typische Auswüchse des schlechten Geschmacks unserer Zeit, der im günstigsten Fall gerade einmal für
eine phantasielose Reduzierung auf primitives Bauklotzdesign gut ist. Ich sehe nichts, was man „respektieren …
muss“. Wenn heutigen Architekten wirklich nichts Besseres einfällt, dann doch lieber Anlehnung an Bewährtes.
Das ist kein Ausdruck von Angst, sondern Erkenntnis der eigenen Grenzen. Auch die alten Meister standen
immer auf den Schultern ihrer Vorgänger. Das Abstoßende Ihrer Beispiele hängt nicht zuletzt mit dem
sichtbar gewollten, extra dick aufgetragenen Traditionsbruch zusammen.
#10 ottaviani 17:39:05 | Mittwoch, 30. August 2006
die kirche finde ich sehr schön in wigratzbad H.H.P Schmidberger versuchte dort ein Seminar zu gründen
in einer zeit wo noch nicht absehbar war wie total die nachkonziliare katastrophe sein würde
@ Sulpicius Sprach „abartig“ und meinte „entartet“? Die Kirche ist sicherlich schöner als die rein
funktionalistischen Betonbauten, von denen wir zuviele haben; und trotzdem zum Glück auch kein historisierendes
Gebäude, welches die Schaffenskraft unseres Zeitalters nicht berücksichtigen und die Kirche zu Recht
einer gewissen Gestrigkeit/Ängstlichkeit anklagen würde. Ich liebe unsere historischen Gotteshäuser,
bin aber auch stolz auf schöne moderne Bauten als „Beitrag“ des Volkes Gottes von heute. Hier ein paar
Beispiele: erstens ….baumewerd-architekten.de/…t/kirchen/index.html, zweitens www.bistum-regensburg.de/borPage001088.asp,
drittens www.baulinks.com/…5/i/1235-renault.jpg, viertens www.wroclaw.pl/img/galeria44-d.jpg und fünftens
www.lidomappo.ch/fotos/059.jpg. Muß nicht jeder geschmacklich teilen, doch zumindest respektieren!
von der FSSP habe ich noch nie gehört, daß sie Handkommunion austeilt. Übrigens hat Pater Franz Schmidberger
von der FSSPX schon vor 1988 versucht, in Wigratzbad ein Seminar zu gründen. Allerdings sind diese Bemühungen
fehlgeschlagen, was dann nach Zaitzkofen führte.
@matt Interessante Seite, nur möchte ich mich nicht auf (v. a. nicht anerkannte) Privatoffenbarungen
(hier V. Lueken, Bayside, USA) stützen, wenn ich für die Mundkommunion plädiere. @stat crux Was ist
das Problem, wenn eine Metzgerstochter(österreichisch würde es Fleischhauermeisterstochter) Privatoffenbarungen
erhält?
#6 Athanasius 17:25:59 | Mittwoch, 30. August 2006
Also auch Sakrilege „Deshalb hat in Wigratzbad auch jeder Gläubige selbstverständlich das Recht, frei
zu wählen, wie er die Kommunion empfangen will.“ Auch dort dringt also der Missbrauch noch immer weiter
sich auf. Glücklicherweise gibt die Petrusbruderschaft das Allerheiligste Laien nur in den Mund, wie
es apostolischer Brauch ist (so das Konzil von Trient).
Ja, Catharina, ein sehr schwacher Artikel, der die FSSP in die Nähe von Privatoffenbarungen einer Metzgerstochter
rücken will; sehr durchsichtige Absicht!
Petrusbruderschaft Jetzt darf man wohl auf die Fortsetzung der Artikelserie gespannt sein; denn auf die
Frage, wie es mit der Petrusbruderschaft geht, erhält man ja im Teil 1 noch keine Antwort. Merkwürdiger
Zugang zum Thema jedenfalls: Erst die Gebetsstätte und ihr Hintergrund, dann die Äußerungen vom Wallfahrtsdirektor.
Hätte man bei einer Artikelserie über die Priesterbruderschaft St. Petrus nicht eher mit einer Einleitung
rechnen können, in der die Entstehungsgeschichte der Gemeinschaft, auch die Entwicklungen der Priesterbruderschaft
St. Pius X. hin zu den illegal-illegitimen Bischofskonsekrationen von 1988, beleuchtet wird? Alles in
allem versteht es kreuz.net wieder einmal, die Leser in Spannung zu versetzen. Teilen die FSSP-Priester
nun Handkommunion aus oder nicht?