In seinen Tübinger Jahren verlangte das Professorenkollegium von Professor Ratzinger, daß er seine Unterschrift unter einen zweifelhaften theologischen Artikel setze.
(kreuz.net, Tübingen) Im Mai veröffentlichte die italienische Monatszeitschrift ‘30Giorni’ einen Artikel
über die Professorenzeit von Papst Benedikt XVI.
Im Artikel unter dem Titel „Die schwierigen Jahre“
geht es um die Jahre zwischen 1966 und 1969, als der jetzige Papst Dogmatikprofessor an der Universität
von Tübingen war.
Der Artikel beruft sich auf Erinnerungen ehemaliger Kollegen und Studenten des damaligen
Professors Ratzinger.
Eine der im Artikel geschilderten Begebenheiten ereignete sich am Ende von Ratzingers
Tübinger Zeit.
Im Sommer 1969 schrieben dort einige Professoren einen Artikel, im dem sie die Wahl der
Diözesanbischöfe auf acht Jahre forderten.
Vor der Veröffentlichung sollte der Text von allen Professoren –
auch von Professor Ratzinger – unterschrieben werden.
Auf den zwölf Seiten wurden angeblich wissenschaftliche
Argumente angeführt.
Sie sollten zeigen, daß sich das „Gefüge der Kirche und die Rechtsauffassung
der Kirche gegenüber dem heutigen Bild der Gesellschaft als eine fremde, vergangene Welt“ darstellten.
Man könne sich diesbezüglich nicht auf das Evangelium, auch nicht auf die Struktur der ersten christlichen
Gemeinden, sondern nur auf eine später entstandene Tradition berufen.
Die Tübinger Professoren vertraten
die Meinung, daß diese Tradition heute in vielem nicht mehr angemessen sei.
Die Amtszeit der Diözesanbischöfe
solle darum in Zukunft auf acht Jahre beschränkt werden:
„Eine Wiederwahl beziehungsweise eine Verlängerung
der Amtszeit ist nur ausnahmsweise, und zwar aus objektiven, äußeren, in der kirchenpolitischen Situation
liegenden Gründen, möglich.“
Die Verfasser stellten klar, daß der Vorschlag von den Verhältnissen
in Westeuropa ausgehe.
Professor Ratzinger zögerte zunächst mit seiner Unterschrift.
Ein damaliger
Kollege, Max Seckler, und Mitverfasser des Artikels erinnert sich vor ‘30Giorni’:
„Am Anfang war Ratzinger
der einzige, der den Text nicht unterzeichnen wollte. Seine Vorstellung von Episkopat paßte nicht zu
den Thesen, die in unserem Vorschlag aufgestellt wurden.“
Deshalb besuchte Seckler den zögerlichen Dogmatiker
zu Hause, um ihn bei einer Tasse Kaffee zu überzeugen: „Als ich wieder ging, hatte ich seine Zustimmung.“
Der Artikel wurde in der Tübinger ‘Theologischen Quartalschrift’ veröffentlicht.
Martin Trimpe, ein
Mitarbeiter von Professor Ratzinger an der Universität Tübinger und Regensburg war überrascht:
„Der
Professor vertrat seine Überzeugungen sonst mit Nachdruck. In diesem Fall hatte er vielleicht den Artikel
nicht gut gelesen oder um des lieben Friedens willen dem auf ihn ausgeübten Druck nachgegeben.“
Möglicherweise
habe er weitere Diskussionen mit seinen Kollegen vermeiden wollen.
Nach der Veröffentlichung des Artikels
gab es im Umfeld von Professor Ratzinger einige Verwunderung.
Trimpe berichtet: „Als Ratzinger sah, daß
ein paar von uns entsetzt waren, lächelte er und sagte: Wenn ihr verärgert seid, dann schreibt doch
etwas! Schreibt einen Artikel gegen diesen Vorschlag. Ich selbst werde euch helfen, ihn zu veröffentlichen.“
So verfaßten Peter Kuhn, ein damaliger Assistent von Professor Ratzinger, einen langen Gegenartikel.
Kuhn erinnert sich, daß der Artikel erst in der Zeitschrift ‘Hochland’ veröffentlicht wurde, als er
und Professor Ratzinger an die Universität Regensburg gewechselt hatten:
„In Tübingen hätten sie uns
zu Ketzern erklärt und für eine moderne Form der Hinrichtung auf akademischem Weg gesorgt.“
Email-Adressen der Empfänger
54 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#55 Malachias † 17:47:34 | Mittwoch, 6. September 2006
@C. Hüller Was Sie da erzählen, klingt ziemlich protestantisch-mystizistisch, wird aber kaum Katholizität
für sich beanspruchen können… Wofür brauchen wir eigentlich noch das kirchliche Lehramt? Kann und
soll doch jede(r) die Bibel so auslegen, wie er/sie gerade lustig ist…!
Ad Malachias Wussten Sie nicht, dass das, was in der Hl. Schrift steht, innerstes Gesetz allen Seins und
Waltens ist? Diese innerste Gesetz kann durch die äußerliche Zerstörung eines Buches nicht beseitigt
werden.
#53 Malachias † 09:52:03 | Mittwoch, 6. September 2006
@C. Hüller dass Sie hier alle Anhänger der kath. Konzilskirche als „Freimaurer“ bezeichnen Ich habe
nirgendwo alle Anhänger der Konzilskirche als FM bezeichnet. Mit meiner rhetorischen Frage „Vielleicht,
weil er der einzige Nicht-Freimaurer ist?“ wollte ich lediglich darauf hinweisen, daß eine nicht geringe
Zahl (es werden Zahlen im dreistelligen Bereich genannt) von Kurienmitgliedern einer der genannten vier
(!) Hinterlogen im Vatikan angehören. Die sonntäglichen Gottesdienste sind dann wohl Logensitzungen
Die Liturgiereform wurde maßgeblich von Montini/Paul VI. und Annibale Bugnini bestimmt. Beide waren –
zumindest zeitweise – Logenmitglieder…! Wenn der Papst eine Synagoge besucht, hat er nur das getan,
was Jesus Christus selbst auch getan hat. Jesus hat dies, als er von seinen „Glaubensgenossen“ offen verfolgt
wurde, kaum noch getan haben. Abgesehen davon hat auch das Judentum nach Christus noch eine erhebliche
Weiterentwicklung zum Bösen, d.h. zum Christus- und Christenfeindlichen, hin getan, wie der Talmud reichlich
bezeugt… Sie sollten es vielleicht auch mal tun… Nie im Leben!! Die Bibel mag brennen, aber Gott
bleibt ewig und lacht darüber. Einen größeren Zynismus haben Sie nicht zu bieten? Schämen Sie sich!!
Ad Malachias Also, dass Sie hier alle Anhänger der kath. Konzilskirche als „Freimaurer“ bezeichnen, ist
schon ein starkes Stück. Die sonntäglichen Gottesdienste sind dann wohl Logensitzungen, oder wie? Wenn
der Papst eine Synagoge besucht, hat er nur das getan, was Jesus Christus selbst auch getan hat. Haben
Sie daran schon mal gedacht? Sie sollten es vielleicht auch mal tun… Im Übrigen: Selbst wenn, wovon
ich nicht ausgehe, evtl. verteilte Bibeln von den Juden im Nachhinein verbrannt worden sein sollten, steht
der Geist Gottes wohl über einer solchen Tat. Die Bibel mag brennen, aber Gott bleibt ewig und lacht
darüber.
#51 Malachias † 19:16:43 | Freitag, 1. September 2006
@Ansgar Was wirklich überhaupt nicht geht, ist unangemessene Kritik an unserem Papst. Er ist ein brillanter
Mann, fraglos das beste Pferd im Stall des Kardinalskollegiums. Vielleicht, weil er der einzige Nicht-Freimaurer
ist? Und wie steht es mit seinem Verhältnis zum Judentum? Ist es ein Beweis von Brillanz im Sinne von
Heiligkeit, wenn man als Katholik in Synagogen rennt und dort das Neue Testament verteilt, obwohl man
unter den derzeitigen Verhältnissen davon ausgehen muß, daß es nicht lange dauert bis es von einem
dieser Heiden verbrannt wird? Herr Ratzinger sollte erst einmal den Talmud lesen und alle der Menschenwürde
widersprechenden Passagen zum Thema seines hochgelobten Dialogs machen, bevor er sich in die „Höhle der
Dämonen“ (Johannes Chrysostomus) begibt…!!
Dr. Regazzoni Leider haben Sie weitgehend recht. Doch muß man der Kirche die Treue halten. Sie würden
ja auch nicht einfach Ihre Frau verstoßen, wenn diese verrückt wird. Was wirklich überhaupt nicht geht,
ist unangemessene Kritik an unserem Papst. Er ist ein brillanter Mann, fraglos das beste Pferd im Stall
des Kardinalskollegiums. Man muß ihm vertrauen.
#49 Agiafortuni 15:03:17 | Freitag, 1. September 2006
Ansgar: zu ihrer Beruhigung ich gehe regelmässig zu den Sakramenten. Das Kreuz tragen bedeutet für mich
aber nicht, dass ich gegenüber Amtsanmassungen und Missbräuchen zu schweigen habe. Ich weigere mich
jedoch eine Obrigkeit anzuerkennen, welche die Zerstörung der katholischen Identität zum Ziele hat.
Diese Zerstört man mit Veranstaltungen wie Assisi und Schuldbekenntnissen und weiteren oekumenischen
Schwachsinn
@ Dr. Regazzoni Ja. Auch dann handelt man zumindest protestantisch. Glauben Sie mir, mir mißfallen auch
erklecklich viele Dinge im kirchlichen Alltag, da bin ich ganz an Ihrer Seite. Jedoch heißt katholisch
sein, auch demütig sein Kreuz zu tragen, und wenn es der Ärger über den liturgischen Verfall ist. Katholisch
sein bedeutet, innerhalb der Kirche und mit Petrus sich um den Glauben zu bemühen. Radikalkritik und
Verweigerung resultieren aus Selbstüberhebung und entfernen den Gläubigen vom Wesentlichen. Wie vereinbaren
Sie eigentlich Ihren Glauben mit der Verweigerung des Sakramentsempfangs? Oder: Wen halten Sie für würdig,
Ihnen die Sakramente zu spenden?
#47 Malachias † 14:45:20 | Freitag, 1. September 2006
@Ansgar und alle anderen V2-Gläubigen Krypto-Protestanten wie Sie können einem leidtun, dürsten sie
doch nach den Sakramenten, können diese aber in ihrer Verstocktheit nicht empfangen und werden ungetröstet
sterben. Besser hatten es da Ihre protestantischen Gewissens-Brüder wie Melanchthon, der Papstamt und
Heilsmächtigkeit der Sakramente im wesentlichen ablehnte. Das war konsequent. Letztendlich ist der Protestant,
der gegen die Offenbarung und die Katholische Tradition protestiert, und es ist absurd, sich dann weiter
„Katholik“ zu nennen.
#46 Agiafortuni 14:42:33 | Freitag, 1. September 2006
Ansgar Protestantismus Bin ich auch dann Protestant, wenn ich mich im Namen der unabänderlichen katholischen
Lehre, weigere das vom Oberhaupt vorgeschriebene protestantische Gedankengut nachzuvollziehen?
Traurig Die Krypto-Protestanten Malachias, „Pater“ Lingen und Co. können einem leidtun, dürsten sie
doch nach den Sakramenten, können diese aber in ihrer Verstocktheit nicht empfangen und werden ungetröstet
sterben. Besser hatten es da ihre protestantischen Gewissens-Brüder wie Melanchthon, der Papstamt und
Heilsmächtigkeit der Sakramente im wesentlichen ablehnte. Das war konsequent. Letztendlich ist der Protestant,
der gegen den Papst protestiert, und es ist absurd, sich dann weiter „Katholik“ zu nennen. Ubi Petrus,
ibi ecclesia.
@ malachias wie war das noch mit dem mond, den es nicht kümmert, wenn ihn ein wolf anheult. oder mit
der eiche, die es nicht kümmert, wenn sie ein straßenköter anbrunzt … analog könnte es sich mit
dem verhalten einiger diplomtheologen gegenüber dem hl. vater verhalten. aus einer (hier bereits empfohlenen)
buchbeschreibung des „katholischen“ verlags: Der Autor erläutert knapp und schlüssig den Zusammenhang
von Gnosis und „Ökumenischer Bewegung“, das Eindringen des antichristlichen ökumenischen Gedankens in
die Katholische Kirche und die Auswirkung dieses Prozesses auf die Glaubenslehre, wie sie sich im neuen
Weltkatechismus darbietet. Das satanische Husarenstück der Illuminierten, die Katholische Kirche im gnostisch-ökumenischen
Geist umzuformen, führt nicht nur zur weiteren Selbstzerstörung der Kirche, sondern zum klaren Bewußtsein,
daß wir Zeugen der globalen Vollendung des antichristlichen Systems sind. Wer sich dem System des Antichristen
nicht unterordnen will, der ist aufgerufen sich zu informieren und sich ihm zu widersetzen. noch fragen?
#43 Malachias † 10:07:03 | Freitag, 1. September 2006
@wiener Judäo-Masone joseph ratzinger/benedikt XVI. ist ein gigant der theologie. Allenfalls der modernistischen,
sprich multihäretischen. Pfui Daibi!! Vielleicht sollten Sie einmal die von Prof. em. Wigand Siebel
letztes Jahr als erweiterte Auflage herausgegebenen Texte „zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers“
lesen, bevor Sie sich ein Urteil über die theologischen Qualitäten eines der größten Häretiker des
20. Jahrhunderts bilden…?! Für 8 Euro kann der Sammelband über den katholischen Verlag Anton Schmid
…ww.verlag-anton-schmid.de/ (Durach) bezogen werden. was ist/sind malachias und „pater“ lingen? Wir
sind beide katholische Diplomtheologen. P. Lingen ist außerdem römisch-katholischer Priester. :(3
@ malachias ja natürlich. die kirche wird sich bei herrn lingen erkundigen, wie es um die rechtgläubigkeit
bzw. die häresie ihres papstes und seiner vorgänger bestellt ist. eine wahrhaft groteske idee. wir sollten
dann wohl auch der al-kaida die sicherung unserer flughäfen anvertrauen. oder einen triebtäter zum babysitter
machen. oder gleich den bock zum gärtner. im übrigen: joseph ratzinger/benedikt XVI. ist ein gigant
der theologie. was ist/sind malachias und „pater“ lingen? noch nicht einmal katholisch …
#41 Malachias † 20:50:50 | Donnerstag, 31. August 2006
@stat crux In Abwandlung von „L’Etat c’est moi“ könnte ich sagen „L’Eglise, c’est moi“; aber ich will
ja nicht anmaßend sein… Will Ihnen aber trotzdem ausdrücklich die Lektüre und Auseinandersetzung
mit der Website von Hochw. Herrn P. Rolf Hermann Lingen www.kirchenlehre.de www.kirchenlehre.de/ empfehlen.
Vielleicht ergibt es sich ja und Sie können Hochw. Herrn P. Lingen mal fragen, wie er über die ganze
Sache denkt…
#40 stat crux 12:21:06 | Donnerstag, 31. August 2006
Malachias und der virtuelle Katholizismus Klaus Schatz SJ hat in einem allzu wenig beachteten Beitrag
zur Dogmengeschichte herausgearbeitet, dass diese ungenügend formalistisch-juristische Definitionenakrobatik
dem wirklichen Glaubensleben nicht genügen kann. Deswegen bestimmte im Konzil zu Konstanz 1415 ausnahmsweise
(!) die Kirche, wo der Papst ist. Im übrigen bestimmt der Papst, wo die Kirche ist. Aber es muss natürlich
die wirkliche Kirche sein, kein Phantasiegebilde.
#39 Agiafortuni 09:49:08 | Donnerstag, 31. August 2006
Guldin: rechtmässig gewählt sie haben natürlich recht. Alle drei Frevler wurden rechtmässig gewählt,
aber was heisst schon rechtmässig? Nichts mehr als dass ihre Wahl nach dem damals geltenden Wahlverfahren
erfolgte. Ein Wahlverfahren ist aber weder ein Dogma noch eine Glaubenswahrheit, sondern lediglich eine
Regel, die man für die bestmögliche hält. Das heutige Wahlverfahren geht zurück auf den heiligen Gregor
VII, welcher, um Einmischungen seitens des der weltlichen Herrscher vorzubeugen, ein Wahlkollegium schuf,
dessen Mitglieder die Kardinäle sind. Bis zum Tode Pius XII brauchte ein Kardinal nicht einmal Bischof
zu sein, gab es doch Kardinal-Bischöfe, Kardinal-Priester und Kardinal-Diakone. Die Rechtmässigkeit
der Wahl der drei Frevler – und in diesem Punkt weicht meine Auffassung von derjenigen der FSSPX Oberen
erheblich ab – gewährleistet in keiner Weise den Besitz der Standesgnade und selbst wenn sie sie besitzen
sollten, dass sie sie auch richtig wahrnehmen. Dazu der heilige Vinzenz Pallotti: es gibt Päpste, die
wählt der Herr aus, andere die nimmt er an und schliesslich andere, die er einfach duldet. Die Pforten
der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen, denn Gott wird immer, gemäss dem portugiesischen Sprichwort,
auf krummen Linien gerade schreiben. Das beste Beispiel hierfür ist die FSSPX. Sie entstand im Augenblick
als der Frevler Montini daran ging, die heilige Messe durch sein Machwerk, den NOM, zu ersetzen. Damit
wollte er die katholische Identität auf ein Mindestmass reduzieren.
@Malachias Als getaufter und gefirmter Katholik habe ich aufgrund des mit der heiligmachenden Gnade verbundenen
Glaubenslichts Kompetenz in Glaubensfragen und kann Ihnen daher versichern, daß Pius XII. kein Häretiker
war. (Ach, wenn man die niedlichen Mauwurfshügel sieht, auf denen die Zwergmaulwürfe der Theologie stehen
und darüber nachsinnen, ob die Bergspitzen, die sich dort majestätisch gen Himmel recken, nicht häretisch
sind, weil ihre Gipfel so verschwenderisch vom Sonnenlicht übergossen werden.)
Weh dir, daß du ein Enkel bist! Ist schon schlimm, wenn man nichts wesentlich Neues mehr hinzufügen
kann. Aber der liebe Dr. Reganzzoni verfällt hier, trotz seines lateinischen Namens, der teutschen geringschätzung
des Epigonentums. Es ändert aber trotz allem athenischem Eulengeheul nichts an der Tatsache, dass die
von ihm gescholtenen Hirten, die rechtmässigen Päpste der kath. Kirche waren.
@Ansgar Malachias bastelt sich eine eigene Theologie, erhebt sich zum Lehramt und entscheidet in dieser
von Gott geschenkten Weitsicht und Gnade, wer rechtmässiger Papst ist und wer nicht. Naja, nächstens
wird dann der heilige Geist bei den Sedis Nachhilfeunterricht nehmen müssen, damit er beim Konklave weiss,
wo er zu wehen hat.
#32 Malachias † 18:04:55 | Mittwoch, 30. August 2006
@Ansgar 1. Sagen Sie mir bitte, an welcher Stelle ich oder andere Sedisvakantisten nicht römisch-katholisch
sind. 2. Empfehle ich Ihnen dringend, auch mal in andere Stränge, wie z.B. den sehr lesenswerten Gibson
kauft sich eine Kirche www.kreuz.net/article.3712.html, reinzuschauen, bevor Sie hier solchen Unsinn von
sich geben. Insbesondere sollten Sie sich die Beiträge von Athanasius ansehen! :)3
Malachias, der Protestant Es gibt über 24000 protestantische Kirchen und Sekten. Sie haben gerade eine
dazugebastelt. Natürlich steht es Ihnen frei, Begriffe für sich neu zu definieren und in Ihrer kleinen
Welt zur Anwendung zu bringen. Allein, es wird Sie niemand ernstnehmen. Katholiken unterstellen sich mit
freiem Willen dem Lehramt ihrer Kirche. Katholiken vertrauen darauf, daß der Papst mit Hilfe des Heiligen
Geistes handelt. Sie sind also kein Katholik und sollten dieses Diskussionsforum verlassen und in die
Niederungen des Sedisvakantismus hinabsteigen. Dort finden sich andere Protestanten Ihrer Spezies.
#30 Malachias † 17:45:52 | Mittwoch, 30. August 2006
@Wiener, stat crux 1. Jede(r) getaufte und gefirmte Katholik(in) hat aufgrund des mit der heiligmachenden
Gnade verbundenen Glaubenslichts Kompetenz in Glaubensfragen und natürlich auch die Pflicht der Bewahrung
und Weitergabe des Glaubensguts… 2. Für die Beurteilung, ob es sich bei einem Papst um einen wirklichen,
d.h. das depositum fidei in seiner ganzen Fülle verkörpernden (condition sine qua non), Papst handelt
oder nicht, gibt es ähnliche Kriterien wie für die Frage, ob ein Mensch heilig im Sinne der Kirche lebt/gelebt
hat oder nicht. (Er darf einfach keinem einzigen mit Anathema versehenen Glaubenssatz widersprechen!)
Somit werden getaufte und gefirmte Katholik(inn)en, so sie diese Kriterien konsequent anwenden, die Frage,
ob es sich bei dem aktuellen Amtsinhaber oder einem seiner Vorgänger um einen wirklichen Papst im Sinne
der Katholischen Kirche handelt/gehandelt hat oder nicht, immer ähnlich beantworten. Im Fall der genannten
fünf Pseudopäpste werden sie also zu der Auffassung kommen, daß sie unmöglich Papst sein können/konnten…
Dagegen können auch Sie nichts machen…!
Ad Malachias Hut ab vor Pacelli/P12. Super. Wusste ich noch gar nicht. Dieser wahnwitzige Ostfeldzug,
der Deutschland letztlich den Krieg verlieren ließ, war auch in keiner Weise unterstützenswert. Lebensraum
im Osten. Urxx. Braune Ideologie. Das musste untergehen.
#28 stat crux 17:14:17 | Mittwoch, 30. August 2006
Wiener, dazu kommt noch, dass alle diese Leute nicht ZUSTÄNDIG sind „in Sachen Häresie“. Ich kann für
mich irgendwas nicht kapieren oder im Dissens sein, zweifeln, aber aufstehen und den andern „Häretiker“
schimpfen. Was für eine Anmaßung! Der Hauptzweck des kirchlichen Amtes ist doch wohl, dass jede „Privatfehde“
in Glaubens- und Sittenfragen nicht statthaft ist. „Oboedientia – et pax!“
die hier verbreiteten meinungen … … über die „häresie“ der letzten 5 und des derzeitigen papstes
sind nur mehr als gipfel der pseudokatholischen absurdität anzusehen. mann mann mann macht ihr euch lächerlich.
#26 stat crux 16:20:19 | Mittwoch, 30. August 2006
„Kein Gigant der Häresie“ Über diese Zensur, die Dr. R. dem Papst Pius erteilt, wird sich P. Gumpel
SJ (der vom Seligsprechungsverfahren) aber freuen! Endlich hat das Hl. Offizium der Obödienz Pedro de
Luna sel. Anged. Nachf. späte Erben zwar nicht Grünes Licht gegeben, aber doch wenigstens „graues“ (oder
braunes??). Wäre denn Pius XII. zum Giganten der Häresie geworden, wenn er sich geweigert hätte, mit
den Enzykliken zu Kirche, Bibel und Liturgie das Vatikanum II vorzubereiten??
#25 Malachias † 16:10:00 | Mittwoch, 30. August 2006
@Dr. Regazzoni Folgende Fakten sprechen für mich dafür, daß es sich auch bei Pacelli/P12 um einen Christusleugner,
d.h. Apostaten, gehandelt hat. Die Information habe ich dem sehr lesenswerten Buch von Mary Ball Martínez
„Die Unterminierung der Kirche“ (Durach 1992) entnommen. 1. Pacelli/P12 tat alles und billigte dabei auch
so problematische Dinge wie die Ausstellung falscher Taufbescheinigungen, um Juden das natürliche Leben
zu retten, während er die Katholik(inn)en, insbesondere Osteuropas, weitgehend im Stich lies. Unter anderem
versagte er „Freiwilligen-Regimenter(n)…, die fast nur aus Katholiken bestanden und sich anschickten,
zusammen mit der deutschen Armee Sowjetrußland zu erobern“ den von Kard. Boudrillat erbetenen Segen.
Obwohl sie „von einem beachtlichen Kontingent russisch- und ukrainischsprachiger Priester begleitet (wurden),
jungen Absolventen … (des) Russicum, die hofften, entlang des Wegs lange Zeit geschlossene Kirchen wieder
zu öffnen.“ (Ball Martínez 75-76) 2. Bereits als Nuntius machte er bei privaten Verhandlungen mit den
Sowjets Zugeständnisse, über die sich sogar der Experte für die vatikanische Ostpolitik Hans-Jakob
Stehle mächtig gewundert hat: „Es sollten keine polnischen Priester nach Rußland geschickt werden und
keine Priester irgendeiner anderen Nationalität, die nicht von Moskau gebilligt würden. Bevor die Gespräche
zum Abschluß kamen, verhärtete sich die sowjetische Haltung und am Ende wurde gar nichts unternommen.“
(Ball Martínez 101)
Ich habe nicht pauschal von der Wahrheit gesprochen, sondern gefragt, ob sein Charakter der eines von
einer Sache überzeugten Kämpfers ist. Das nehme ich schon an. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er
eine Meinung vertritt, hinter der er nicht 100%-ig steht. Wie konnte er bei der Trauerfeier für Joh.
Paul II. diesen „vom Himmel aus zusehen“ lassen, ohne vorangegangenen Prozeß der Selig- bzw. Heiligsprechung.
Seit wann müssen wir selig- bzw. heiliggesprochen werden um in den Himmel zu gelangen ? ?:) Tat er es,
weil so viele begeisterte Anhänger des Verstorbenen in Rom waren, also „wieder um des lieben Friedens
willen?“ Der Heilige Vater tut sicherlich nichts nur um des „lieben Friedens Willen“. Wäre er so eingestellt,
hätte er sich bestimmt nicht so kritisch zur Stammzellenforschung und Reproduktionsmedizin geäußert.
Und der lange Kampf gegen die Befreiungstheologie zeugt nun wirklich nicht von einer Einstellung, alles
laufen lassen zu wollen, nur um Ruhe zu haben.
#22 virOblationis 15:49:59 | Mittwoch, 30. August 2006
ein eher diplomatischer Charakter? Zitat: „Eine ziemlich krasse Aussage würde ich sagen. Wenn Joseph
Ratzinger kein Kämpfer für die Wahrheit ist, dann weiß ich auch nicht weiter.“ Ich habe nicht pauschal
von der Wahrheit gesprochen, sondern gefragt, ob sein Charakter der eines von einer Sache überzeugten
Kämpfers ist. Es gibt ja auch Fragen, mit deren Beantwortung nicht unbedingt die ganze kath. Wahrheit
steht oder fällt. Obwohl die Frage, wieweit man das Amt und die Ausübung des Amtes der Nachfolger der
Apostel zeitlich begrenzen kann gewiß nicht ohne Gewicht ist. Wenn Benedikt XVI. gegen die Assisi-Treffen
Joh. Pauls II. eingestellt war, warum setzt er dann noch eine damit verbundene Tradition fort? „Wieder
um des lieben Friedens willen?“ Wie konnte er bei der Trauerfeier für Joh. Paul II. diesen „vom Himmel
aus zusehen“ lassen, ohne vorangegangenen Prozeß der Selig- bzw. Heiligsprechung. Tat er es, weil so
viele begeisterte Anhänger des Verstorbenen in Rom waren, also „wieder um des lieben Friedens willen?“
Die Erklärung seines ihm gewiß noch immer treu ergebenen ehemaligen Assistenten Martin Trimpe hat ja
diese Worte („um des lieben Friedens willen“) aufgebracht: Mir schienen sie lediglich zu bestätigen,
was ich vermutete.
@virOb Ich weiß natürlich nicht, ob ich ihn aus der Ferne recht beurteile, aber den Charakter eines
von einer Sache überzeugten Kämpfers scheint er mir nicht zu haben; eher im Gegenteil. Eine ziemlich
krasse Aussage würde ich sagen. Wenn Joseph Ratzinger kein Kämpfer für die Wahrheit ist, dann weiß
ich auch nicht weiter. Ich bezweifle stark, ob ein anderer Kardinal an seiner Stelle diese 23 knüppelharten
Jahre in der Glaubenskongregation so durchgehalten hätte wie er. Daß er in dieser Zeit unter den ewigen
Anfeindungen gelitten hat, kann ich mir gut vorstellen. Doch er hat sich deshalb glücklicherweise nicht
verbiegen lassen. :)3
@ virOb Wie können Sie einem Manne, der den 68ern die Stirn bot, die Lehmannsche Beratungspraxis stoppte
und die unsägliche Befreiungstheologie praktisch alleine niederrang, das Kämpferherz absprechen? Das
alles gegen weltweiten Widerstand? Selbst als Kritiker müssen Sie zugeben, daß kaum eine Figur des öffentlichen
Lebens so zur Haßgestalt gemacht wurde wie Joseph Ratzinger. Doch er hat den guten Kampf gekämpft. Reihen
Sie sich bitte nicht in jene Schar eitler Ankläger ein, Vir, die ohne irgendwelche Legitimation einen
Papst anpinkeln wollen.
#19 virOblationis 14:32:26 | Mittwoch, 30. August 2006
um des lieben Friedens willen Zitat: „Der Professor vertrat seine Überzeugungen sonst mit Nachdruck.
In diesem Fall hatte er vielleicht … um des lieben Friedens willen dem auf ihn ausgeübten Druck nachgegeben.“
(Daß er den Artikel nicht richtig gelesen habe, scheidet nach diesem Artikel als Möglichkeit der Erklärung
offenbar aus.) Genau so erscheint mir derselbe Mensch als Papst noch immer. Ich weiß natürlich nicht,
ob ich ihn aus der Ferne recht beurteile, aber den Charakter eines von einer Sache überzeugten Kämpfers
scheint er mir nicht zu haben; eher im Gegenteil.
#17 Malachias † 13:33:56 | Mittwoch, 30. August 2006
Mit B16 Kaffee trinken und Theologie als Wissenschaft Msgr. Fellay hätte vor einem Jahr auch Kaffee mit
dem Papst trinken sollen Vielleicht haben sie es ja – ähnlich wie seinerzeit EB Marcel Lefebvre mit JP2 –
auch gemacht? ?:) Es wäre dann nur noch zu fragen, wer dabei wen über den Tisch gezogen hat… Zur
Frage, ob „Theologie“ als Wissenschaft anzusehen ist: „catharina“ hat recht, leider vermisst sie es aber,
darauf hinzuweisen, dass sich der moderne Wissenschaftsbegriff teilweise auch in den Sprachen (z.B. im
Französischen) niederschlägt. Ich vermute, „Athanasius“ hat einen entsprechenden muttersprachlichen
Hintergrund, in dem eben „science“ mit Naturwissenschaft gleichgesetzt wird…
#16 Agiafortuni 13:32:48 | Mittwoch, 30. August 2006
Malachias Pius XII dürfen Sie nicht zu den Giganten der Häresie zählen. Zwar hat er einige Fehler begangen,
wie einen wie Bea zum Beichtvater wählen und einem Manne wie Montini zu vertrauen. Seine Fehler tasten
jedoch in keiner Weise das Glaubensgut an
#14 catharina 13:19:46 | Mittwoch, 30. August 2006
Wissenschaftsbegriff Athanasius’ Feststellung, Theologie und Philosphie seien keine Wissenschaften, geht
von einem modernen, an den Naturwissenschaften orientierten Wissenschaftsbegriff aus. Nach den klassischen
Definitionen (z.B. scientia als cognitio ex principiis certis) handelt es sich bei beiden Disziplinen
ohne jeden Zweifel um Wissenschaften. Aber man sollte es Athanasius nicht verübeln, daß ihm die Kenntnis
der philosophischen und theologischen Tradition fehlt. Nur sollte er selbst dann vielleicht ein wenig
bescheidener sein, wenn er sich in Sachen „Tradition“ zu Wort meldet.
#13 Malachias † 13:09:26 | Mittwoch, 30. August 2006
@Ansgar: Mt 11,11b …Zwerg, der puterroten Gesichtchens den Giganten ankläfft Einen Giganten der Häresie
und/oder Apostasie wie Pacelli/P12, Roncalli/J23, Montini/P6, Wojtyla/JP2? Auf sie ist das Urteil Jesu
über Johannes den Täufer anzuwenden: „Der Kleinste im Himmelreich ist größer als er(sie)!“ (Mt 11,11b)
o^/
Ad Athanasius Athanasius. Tun Sie mir einen Gefallen und lassen Sie Ihren Beitrag löschen. Ich habe das
auch einmal beantragt und dem wurde auch zugestimmt. Theologie ist keine Wissenschaft. Das schlägt ein.
Wohl ein Mitglied von „Raumschiff Enterprise“?
#11 Karl Murx 13:06:25 | Mittwoch, 30. August 2006
Theologie keine Wissenschaft? Soooooooo, Atha? Das weißt Du aber schön genau. Meines Wissens nach definiert
sich Wissenschaft nach ihrem „Objectum materiale“, „Objectum formale quod“, sowie dem „Objectum formale
quo“. Es soll also nur das Wissenschaft sein, was empirisch nachweisbar ist. Die Existenz Gottes läßt
nicht empirisch nachweisen, dem muß jeder zustimmen. Sollte man also nun schlußfolgern, daß die Vernunftbeweise
der Existenz Gottes nicht wissentschaftlich sind, nur weil, weil sie nicht empirisch sind? Abgesehen davon:
„hast Du schon einmal ein Elektron gesehen?“ Was man sieht und sichtbar machen kann, sind Effekte, die
im Rahmen der Messtechnik von einem Elektron kommen. Daß man diese Effekte mit Sicherheit dem gemessenen
Elektron zuschreiben darf, weiß man aus rein philosophischen Voraussetzungen, welche die Physik unreflektiert
benutzt. Die unveränderliche Wesenheit des Elementarteilchens bringt unter denselben Bedingungen auch
immer dieselben Wirkungen hervor. Die seinsmäßige Entsprechung von Ursache und Wirkung ist Sache der
Ontologie. Mann, da hast Du aber einen Bock geschossen. Vorgeführt, geteert und gefedert!
Die KN-Ruf-Mord-Opferliste geht inzwischen von „A“ wie Abel (siehe unten) bis „R“ wie Ratzinger Dann ist
Pfarrer Winfried Abel ja genau in der (GUTEN!) Gesellschaft in die er gehört. Er wird sich riesig freuen!
Ganz herzliches Dankeschön an die bekloppte Redaktion und an so ebensolche Leser… Da ich unter dem
Artikel „Ökumenische Sündenvergebung“ eben noch gesperrt war (siehe dort), schreibe ich freundlicherweise
hier weiter: …(aus Zeitgründen selbst gekürzt)…wie steht es dann mit unserer LIEBE zu den Heiligen?
#7 Abbé Busse 12:29:56 | Mittwoch, 30. August 2006
@Athanasius Habe ich richtig gelesen, die Theologie ( u. Philosophie) sei keine Wissenschaft? ?:) Dann
sehen Sie bitte doch einmal bei Hl. Thomas nach. STh I, 2 Utrum sit scientia. Das ist Materie des ersten
Semesters! Den Aquinaten werden Sie doch wohl akzeptieren o^/ Gruß & Segen Abbé Busse
@ Malachias Immer wieder ulkig, zuzusehen, wie sich Leute wie Sie aufplustern und den Heiligen Vater mit
„So nicht!“-Rufen bedenken. Versuchen Sie doch mal, Malachias, sich von außen zu betrachten bei Ihrem
Tun. Entweder werden Sie ob der Lächerlichkeit schamrot versinken oder sich totlachen. Über den Zwerg,
der puterroten Gesichtchens den Giganten ankläfft. Daß der Heilige Vater damals in Tübingen eingeknickt
ist – nun ja. Lange her. Vermutlich hat er als Baby auch in die Windeln gesch… So ist (war) der Mensch.
@ Athanasius: Seid klug wie die Schlangen. Das Treffen ist nunmal (ägerliche) Realität. Es einfach zu
verbieten, wäre das falsche Signal. So behält der Heilige Vater wenigstens die Kontrolle über das Ärgernis.
Warten wir ab, wie es diesmal abläuft.
#4 Malachias † 12:08:33 | Mittwoch, 30. August 2006
Typisch für den „Theologen“ der Konzilssekte! Die von Hochw. Ratzinger getätigte Unterschrift, die er
bis heute offensichtlich genausowenig wie die Veröffentlichung seiner zahlreichen Schriften mit explizit
antikatholischem Inhalt (vgl. Wigand Siebel(Hrsg.), Zur Philosophie und Theologie Joseph Ratzingers; in
rechtgläubigeren Zeiten wären sie wohl allesamt auf dem „Index“ gelandet) bereut oder gar zurückgenommen
hat, ja die Tatsache, daß er gleichzeitig die Veröffentlichung der gegenteiligen Position unterstützen
konnte, wirft ein bezeichnendes Licht auf die charakterliche Struktur dieses Mannes, der sich seit gut
einem Jahr als „Oberhaupt der Katholischen Kirche“ feiern lässt. Wie schon für seine (nach)konziliaren
Vorgänger steht für ihn der Friede – insbesondere unter den Religionen – an erster Stelle. Glaubenswahrheiten
und andere Elemente der katholischen Tradition sowie die Tatsache, daß es in etlichen der Religionen,
mit denen so ostentativ „Dialog“ und Friede gesucht werden, ausgesprochen antichristliche Elemente(z.B.
im Talmud oder im Koran) gibt, spielen dabei eine absolut untergeordnete Rolle. Das ist Irenismus in Reinkultur!
Hochw. Ratzinger wird sich die Frage gefallen lassen müssen, ob er damit nicht auch die unglaubwürdige
Haltung repräsentiert, unter der die nachkonziliare „Kirche“ sicher am meisten zu leiden hat: Die falsche
Anwendung des katholischen „Sowohl – als auch“ im Sinne von „auch der Irrtum, die Sünde, das Böse“ haben
ihre Daseinsberechtigung. So nicht, Hochwürden Ratzinger!!!
#3 Athanasius 12:06:31 | Mittwoch, 30. August 2006
Theologie ist KEINE Wissenschaft. Nochmal: KEINE Wissenschaft. Philosophie ebenfalls nicht. Wissenschaft
ist nur dás, was empirisch nachgewiesen werden kann in Untersuchung und Experiment. Übrigens fände
ich solch ‘ne Unterschrift unter Druck gesetzt, weniger schlimm, als die Absegnung des III. Assisi-Tages
„aller Religionen“ durch die synkretistische und sehr gefährliche Sant’Egidio-Gemeinschaft (die es in
Belgien auch ‘neokonservativ’ wagt ín Pfarrkirchen Dîners und Feste abzuhalten). Alle Welt ein, alle
WeltReligionen ein, das Motto. Doch diese Weltkirche wird „weder noch Dogmen noch Moral“ haben und obwohl
angeblich liebend eine „Terrorherrschaft herbeibringen“ ohne Ende (‘Notre Charge Apostolique’, Papst Pius
X., 1909). Es ist viel schlimmer, dass Papa Ratzinger dás geschehen lässt. Eine Schande ohne Ende.
Lob für späte Einsicht Hier wurde offensichtlich ein ganz erheblicher Druck seitens „netter Kollegen“
auf Ratzinger ausgeübt, um ihn konform zu machen. Er hat damals nachgegeben, aber seinen Irrtum erkannt
und später die Gegenauffassung unterstützt. Das ist lobenswert, denn Wahrheit geht vor Anpassung und
Kollektiv. Inhaltlich ist es völlig richtig und schriftkonform, den Bischof n i c h t auf Zeit zu ernennen.
Kirche ist keine Demokratie. Die Norm ist die Schrift. Einzig daran ist der Bischof zu messen – und nicht
an seiner Anpassung an zeitgeistige Strömungen. Hätte die Kirche das gemacht, wäre sie schon lange
begraben auf dem Totenacker der Geschichte.