Der Dom zu Speyer ist für das Christkind gerüstet
Die Fassade des Domes von Speyer ist renoviert, die berühmte Krippe ist vorbereitet. Der Heiland der Welt kann in der Christmette herabsteigen, um in seiner Gottheit als Kind im Stall angebetet zu werden. 80 Quadratmeter stehen zur Verfügung.
(kreuz.net, Speyer) Der Speyerer Dom glänzt rechtzeitig zum Geburtsfest Christi wieder ohne Gerüste.
Die romanische Kathedrale hat für das Christuskind die Westfassade erneuert. Speyer ist eine Stadt in
Rheinland-Pfalz, an der Mündung des Speyerbachs in den Rhein in Südwestdeutschland.Die Restaurateure konnten die umfassenden Sanierungs- und Sicherheitsarbeiten an der Westseite des Domes rechtzeitig zum Weihnachtsfest abschließen. Die Schauseite des mittelalterlichen Baus liegt der Stadt zugewandt. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch den bayerischen König Ludwig I. in Auftrag gegeben. Der Karlsruher Baumeister Heinrich Hübsch war damals für die Gestaltung verantwortlich.
Die heurigen Restaurierungsarbeiten waren vorwiegend um die Sicherheit der Fassade bemüht. Die Statik stand im Vordergrund. Die Fassade war mit Eisenhaken montiert, die im Laufe der Zeit durchrosteten. Die neuen Edelstahl-Spannanker sollen in Zukunft dem Auge des Betrachters einen großartigen Anblick ermöglichen, ohne daß ihm Sandsteinstücke entgegenfallen.
Die Arbeiten beschäftigten sich auch mit den Säulen und Fenstern. Eine besonders zeitaufreibende Arbeit war die Renovierung von insgesamt 3,5 Kilometer Fugen. Auch die Figuren am Hauptportal wurden ausgebessert. So erhielt das Jesuskind in den Armen der Muttergottes die zwei fehlenden Finger ergänzt. Dem besiegten Drachen zu Füßen des hl. Erzengels Michael wurde eine neue Schnauze verpaßt.
Die Arbeiten für die Sicherheit und Verschönerung der Fassade kosteten rund 650.000 Euro.
Nun ist der Dom bereit, das Christuskind zu empfangen.
Mit der heutigen Christmette wird auch die Krippe im südlichen Seitenschiff des Doms zu sehen sein. Die Krippenlandschaft im Dom zu Speyer erstreckt sich über rund 80 Quadratmeter. Auch die Krippe selber ist bereit für die Geburt Christi. Am heutigen Heiligabend, wird Weihbischof Otto Georgens um 23.00 Uhr die Christmette im Dom zelebrieren.
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