Gründer der Johannesgemeinschaft gestorben
Der Dominikanerpater und Gründer der neokonservativen Gemeinschaft des Heiligen Johannes, Pater Marie-Dominique Philippe, ist am Samstag 93jährig verstorben.

Er starb umgeben von vielen Mitgliedern seines Ordens.
Das Requiem wird der Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin, am 2. September lesen.
Papst Benedikt XVI. bedankte sich in einem Kondolenzschreiben für die Ganzhingabe des Dominikaners an den Herrn und an seine Brüder – verwurzelt in der Betrachtung des Wortes Gottes und in der leidenschaftlichen Suche der Wahrheit.
Pater Philippe erblickte am 8. September 1912 als achtes von zwölf Kindern das Licht der Welt.

Ab 1939 lehrte er am Ausbildungshaus der Dominikaner in Saulchoir d’Etoilles bei Paris Philosophie und Theologie. Acht Jahre später begann er, in Freiburg in der Schweiz antike Philosophie und Metaphysik zu unterrichten.
Pater Philippe gliederte seine Lehre in die drei Weisheiten – die philosophische, die theologische und die mystische. Er ermutigte jeden, immerfort nach diesen Wahrheiten zu suchen.
Entgegen dem Zeitgeist suchte er nach den Originalquellen und studierte besonders Aristoteles († 322 v. Chr.) und Thomas von Aquin († 1274).
1963 lud ihn die umstrittene französische Mystikerin Marthe Robin († 1981) ein, Exerzitien und Einkehrtage in den von ihr gegründeten „Foyers de Charité“ zu predigen. Pater Philippe hielt fast 17 Jahre lang die Exerzitien für Priester im Mutterhaus der Foyers.

Von Marthe Robin ermutigt, gründete der große Marienverehrer die Gemeinschaft des Heiligen Johannes. Das offizielle Gründungsdatum ist das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens 1975.
Die junge Gemeinschaft blühte und wuchs rasch. Schließlich übersiedelte sie in die ostfranzösische Ortschaft Rimont. Dort befindet sich heute ein Ausbildungshaus für Theologie.
In Saint Jodard bei Lyon entstand in einer ehemaligen, heruntergekommenen Jugendvollzugsanstalt das Noviziat mit dem Ausbildungshaus für Philosophie.
Pater Philippe stellte dort am Beginn der Renovierungsarbeiten eine schöne Muttergottesstatue auf – damit sich das Auge wenigstens irgendwo ausruhen könne.
Der Dominikaner unterrichtete noch bis 1982 in Freiburg. Bis zuletzt lehrte er an den Ausbildungshäusern der neodominikanischen Gemeinschaft Philosophie und Theologie.
1986 errichtete der Bischof von Autun, Mons. Armand Bourgeois († 2005) die Gemeinschaft als Kongregation diözesanen Rechts.

Einige Jahre später gründeten einige Schwestern einen zweiten apostolischen Schwesternzweig.
Pater Philipp war bis 2001 der erste Generalobere der Brüdergemeinschaft, blieb jedoch Zeit seines Lebens Dominikaner. Er wollte – in einer Zeit, da viele ihren Orden verlassen – seiner Berufung treu bleiben.
Die Gemeinschaft des Heiligen Johannes zählt heute mehr als 500 Brüder. Sie werden in Frankreich wegen ihres grauen Habits auch als „kleine Graue“ – souris grises – bezeichnet.
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Donnerstag, 31. August 2006 18:10
Evelin: Risiko und Mut
Nein, EB Lefebvre hat mit seinen Weihen Risikobereitschaft und Mut bewiesen, um den kirchlichen Notstand
zu begegnen. Immerhin ist Kardinal Castrillon Hoyos nicht der Meinung, dass die FSSPX schismatisch sei.
Die Gemeinschaft des Hl. Johannes beschäftigt sich mit hoher Theologie und tiefschürfender Philosophie. Sehr gut. Auch das braucht die Kirche.
Den Begriff „Funktion“ habe ich bewusst gewählt, weil ich den Begriff „Berufung“ eher einer Person zuordne.
Die Gemeinschaft des Hl. Johannes beschäftigt sich mit hoher Theologie und tiefschürfender Philosophie. Sehr gut. Auch das braucht die Kirche.
Den Begriff „Funktion“ habe ich bewusst gewählt, weil ich den Begriff „Berufung“ eher einer Person zuordne.
Donnerstag, 31. August 2006 13:10
Sozialkatholisch: Schiff Petri
Nach Don Bosco soll das Schiff Petri doch erst zur Ruhe kommen wenn es sich zwischen die Säulen der Eucharistie und der unbefleckten Jungfrau Maria festgemacht hat. Für mich ist dieser prophetische Traum des hl. Don Bosco vom hl. Geist und das Schiff Petri braucht noch eine gehörige Kurskorrektur. Für mich ist das Geschwader Lefèvre noch nicht über Bord gegangen sondern versieht dort noch seinen Dienst, wie viele andere auch.
Donnerstag, 31. August 2006 12:33
stat crux: Mit der Behauptung, diew SSPX habe eine Funktion,
die „erst später“ gewürdigt werden könne, begeben Sie sich, Evelin, auf extrem subjektives Glatteis. Da kann ja jeder kommen! „Meine Funktion werden spätere Generationen zu würdigen wissen.“ Katholisches Lebensprinzip ist aber, im Zweifel dem rechtmäßigen Amt nachzugeben, hier und jetzt. Anders geht’s nicht. Spätere Zeiten würdigen dann, ob der Ritenstreit richtig entschieden wurde, das Jesuitenverbot zweckdienlich war oder auch die Liturgiereform zu früh oder zu spät kam. Das Schifflein Petri schaukelt ein bisschen, aber es kentert nicht. Aus Angst vor dem Kentern ist das Geschwader Lefebvre über Bord gegangen! Eine Heidenangst, keine „Funktion“.
Dienstag, 29. August 2006 17:52
Evelin: Auch wenn das ein Dr. Otterbeck nicht glauben wird,
freut sich eine Lefebvre-Verehrerin, dass andere Orden und Bewegungen, so sie auf solides Fundament bauen,
Nachwuchs haben.
Es ist gut, wenn es mehr Gläubige und Geweihte gibt, die die Kirche lieben und das Zerstörte wieder aufbauen wollen. Wir wollen nicht, dass alles den Bach heruntergeht. Die FSSPX hat ihre Funktion für die Kirche, die erst später gewürdigt werden kann. Die anderen rechtgläubigen Bewegungen haben auch ihre Funktion.
Vor ca. 10 Jahren hörte ich zum ersten Mal die kleinen Grauen. Bis dahin war für mich Philosophie reines Gewäsch. Nachher nicht mehr.
R. i. p., Père Marie-Dominique OP!
Es ist gut, wenn es mehr Gläubige und Geweihte gibt, die die Kirche lieben und das Zerstörte wieder aufbauen wollen. Wir wollen nicht, dass alles den Bach heruntergeht. Die FSSPX hat ihre Funktion für die Kirche, die erst später gewürdigt werden kann. Die anderen rechtgläubigen Bewegungen haben auch ihre Funktion.
Vor ca. 10 Jahren hörte ich zum ersten Mal die kleinen Grauen. Bis dahin war für mich Philosophie reines Gewäsch. Nachher nicht mehr.
R. i. p., Père Marie-Dominique OP!
Dienstag, 29. August 2006 09:09
Dr. Otterbeck: 500 : 500
Es fällt doch auf, dass die „kleinen Grauen“ zahlenmäßig so stark sind wie die SSPX [v.d.Red. geändert]
. Aber sie machen keinen Lärm, sondern gehen ihren Weg.
Wenn ich es richtig weiß, war P. Philippe auch der Redakteur des Konzilsdokuments zum Ordensleben. Zu den heftigsten Statements, die Papst Montini je geäußert hat, gehört (neben dem „absolut falschen“ Traditionsbegriff der SSPX) die absolute Zurückweisung der „weichen Welle“ in den Orden (schon 1963).
Das ist Tradition.
Wenn ich es richtig weiß, war P. Philippe auch der Redakteur des Konzilsdokuments zum Ordensleben. Zu den heftigsten Statements, die Papst Montini je geäußert hat, gehört (neben dem „absolut falschen“ Traditionsbegriff der SSPX) die absolute Zurückweisung der „weichen Welle“ in den Orden (schon 1963).
Das ist Tradition.
Montag, 28. August 2006 23:35
Gotthard: hi Carlo
Wie er sich innerhalb der Konzilskirche entwickelt hat, entzieht sich meiner Kenntnis
Das Lesen des Artikels wird Deine Kenntnisse erweitern…
Das Lesen des Artikels wird Deine Kenntnisse erweitern…
Montag, 28. August 2006 23:29
möchtegern-kathole: Möge …
… Gott seine Seele von jedem verbliebenen Mangel oder Makel befreien und danach in den Himmel aufnehmen …
Montag, 28. August 2006 23:12
matt: ich war mal einen Tag zu Gast
in einer kleinen Johannesgemeinschaft in der Nähe von Wien. Ich fand die Brüder sehr gastfreundlich und hingebungsvoll in ihrer geistlichen Arbeit und Kontemplation.
Montag, 28. August 2006 23:07
Agiafortuni: Dorothea: santo subito
zu meiner Studienzeit waren derartige Hirngespinste noch nicht an der Tagesordnung.
Montag, 28. August 2006 22:16
Athanasius: Requiem…
…aeternam dona ei, Domine.
Möge Gott seine Seele sofort in den Himmel aufnehmen!
Möge Gott seine Seele sofort in den Himmel aufnehmen!
Montag, 28. August 2006 21:56
Agiafortuni: Pater M.D. Philippe
ich lernte Pater Philippe während meiner Studienzeit in Fribourg in den sechziger Jahren kennen. Er war ein äusserst liebenswürdiger Priester stets zum Gespräch mit den Studenten bereit. Seit meinem Abgang vor mehr als dreissig Jahren habe ich ihn aus den Augen verloren. Wie er sich innerhalb der Konzilskirche entwickelt hat, entzieht sich meiner Kenntnis
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