Alte Messe
Sein letzter Wille
Bereits 1998 bekam die Priesterbruderschaft St. Petrus die Zusage für eine Indultkirche in Amsterdam. Doch dann starb der Bischof.
(kreuz.net, Amsterdam) Ab dem 17. September ist es soweit.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus wird jeden Sonntag mittag in Amsterdam ein feierliches Hochamt im Alten Ritus zelebrieren.

Der Weg zur eigenen Indultkirche war eine langjährige Odyssee.

Das berichtete ein Mitglied des niederländischen Zweiges der Laienbewegung ‘Una Voce’ in einem Schreiben vom 26. Juli.

Die erste Messe in der eigenen Kirche wird für den 1998 verstorbenen Bischof von Haarlem, Mons. Hendrik Bomers, gelesen werden. Der damals 62jährige Bischof starb völlig unerwartet.

Amsterdam gehört zur Diözese Haarlem.

Bereits vor Jahren bat die ‘Una Voce’ den Bischof von Haarlem, in Amsterdam die Indultmesse einzuführen.

Bischof Bomers war von der Anfrage von Anfang an angetan. Doch die Suche nach einer passenden Kirche gestaltete sich als sehr schwierig.

Stadtpfarrer und Pfarrgemeinderäte legten sich quer.

Der entmutigte Bischof bat schließlich die ‘Una Voce’, selber mit den Pfarreien zu verhandeln. Doch auch hier zeigte sich der gleiche, vehemente Widerstand.

Die ‘Una Voce’ führte sogar Gespräche mit der syrisch-orthodoxen Gemeinschaft in Amsterdam um eine Benutzung der früheren Redemptoristenkirche.

Schließlich schienen die Verhandlungen fast vor dem Abschluß zu stehen. Doch dann legten sich andere – katholische – Mitbenützer der Kirche quer.

Am 9. September 1998 teilte Bischof Bomers einem Pater der Petrusbruderschaft bei einem Vortrag in Brüssel freudig mit, daß endlich ein Objekt gefunden sei. Die Details wollte der Bischof nicht zwischen Tür und Angel besprechen.

Doch drei Tage später erlag Mons. Bomers einer Herzattacke. Den Namen der Kirche, die er für die Petrusbruderschaft zugedacht hatte, nahm er mit ins Grab.

Einen Hinweis gab es zwei Tage nach dem Tod des Bischofs, als der Pfarrgemeinderat der von der Schließung bedrohten Kirche St. Agnes im Süden von Amsterdam einen Brief des toten Bischofs erhielt, der mit dem 10. September datiert war.

Mons. Bomers erklärte im Schreiben, eine Verwendung für die Kirche St. Agnes gefunden zu haben. Der Pfarrgemeinderat möge sich in dieser Sache an den Dekan von Amsterdam wenden.

Doch der Dekan wußte von nichts. Der Bischof hatte ihm offenbar vor seinem überraschenden Tod keine Anweisungen mehr geben können.

So verging die Zeit. Nach drei Jahren wurde Mons. Joseph Maria Punt (60) im Juli 2001 zum neuen Bischof von Haarlem ernannt.

Bischof Punt zeigte sich der ‘Una Voce’ genauso aufgeschlossen wie sein Vorgänger.

Sobald eine Kirche gefunden sei, werde er die Zelebration der Alten Messe erlauben. Für die Mitglieder der ‘Una Voce’ begann eine weitere Suche nach der Nadel im Heuhaufen – nur scheinbar gab es dort keine Nadel.

Im Dezember 2005 fragte man bei der Amsterdamer Kirche St. Agnes an.

Das Gotteshaus, dessen Schließung seit den 90er Jahren im Gespräch war, ist – zur Freude der Petrusbruderschaft – nie renoviert, erneuert oder verunstaltet worden.

Die Kirchgemeinde war über die Nutzung der Kirche für die Alte Messe erfreut.

Gleichzeitig erkannte man, daß die Kirche von Bischof Bomers offenbar schon vor acht Jahren diesem Zweck zugedacht war.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Pünktchen   10:24:08 | Freitag, 1. September 2006
Bernhardiner,
Du kleines Kreuz.net-Foren-Irrlicht! Hier www.kreuz.net/…ticle.3768-page.html erklärt er uns, warum er sich eigentlich zu einem Thema nicht äußern wolle, um es uneigentlich und wiederholt dann doch zu tun! Und unter diesem thread muß er sich eine Korrektur gefallen lassen und beschimpft den Korrektor, dieser interesseire sich nur für Unwichtiges und sich selbst! Überall lautet das Generalargument: es gibt doch so viel Wichtigeres zu tun / zu besprechen! (Sie wissen schon: die Weltverbesserung!) Unwichtig oder nicht: die Beißreflexe unseres – zahnlosen! – Bernhardiners funktionieren noch!
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#12   Maledica   09:58:49 | Freitag, 1. September 2006
uMSCHALTTASTE
Hier scheint so jemand nicht nur des Schreibens nicht gerade mächtig zu sein, sondern auch im Bedienen der Tastatur von Grund auf.
Die Umschalttaste ist die mit dem Pfeil nach unten auf der linken Seite
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#11   zwobbel   09:02:38 | Freitag, 1. September 2006
Lieber Athanasius
Das das „Opus Dei“ dazu neigt, sein Fähnchen in den Wind zu hängen, war aber schon längst bekannt. Das war auch schon vor Benedikt XVI. so.
Das ist in deren Sinn aber auch logisch, denn es geht ihnen hauptsächlich um Macht. Und um Macht zu erklangen muß man sich mit den Einflußreichen gut stellen und darf sie nicht kritisieren. Zumindest nicht so richtig. Deshalb kommt von denen oft keine sog. „Klartext“. Man muß schließlich „sehr sehr klug“ (O-Ton!) sein. Und dazu gehört, da man eine saubere Weste in den Augen derjenigen hat, die ebenso wie die OD-Leute stets auf ihren guten gesellschaftlichen Ruf bedacht sind.
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#10   Bernardin †   23:00:45 | Donnerstag, 31. August 2006
sAM…
SCHÖN DASS SIE IN PROMINENTER STELLUNG DABEI WAREN.UND UNS DIES MITTEILEN MÜSSEN… UM SIE GING ES JA AUCH BEI DIESER FEIER! SIE WAREN DER MITTELPUNKT!
WIE KLEIN UND WINZIG SIE SIND, DASS SIE DAS BRAUCHEN!
MÖCHTE SIE NOCH MITTEILEN, OB SIE RECHTS ODER LINKS WAREN, ODER VIELLEICHT SCHWEBTEN SIE JA AUCH!?
UEBRIGENS: WAS IST PROMINENTE STELLUNG BEI EINER FEIER DER EUCHARISTIE MIT PRIESTERWEIHE? KÖNNEN SIE MIR DAS ERKLÄREN???
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#9   Samhain   22:55:20 | Donnerstag, 31. August 2006
@Bernardin_Wenn Sie nicht lesen können
und dann auch noch herumpöbeln, gibt es von Tradionalisten“typen“ wie mir nicht mal mehr ein „Kein Kommentar“. Aber immerhin schön, daß Sie nun auch erkannt haben, daß es bei den oberen Bilden um Priesterweihe ging. Das hatte ich allerdings auch schon gewußt, weil ich damals in prominenter Stellung beteiligt war. Gute Besserung und schlafen Sie, trotz Schäfchenzählens, gut :-)
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#8   Bernardin †   22:43:30 | Donnerstag, 31. August 2006
sam…
jA TYPISCH, sIE ErbsenzÀhler!
hABEN SIE DEN ARTIKEL AUCH GELESEN?
TYPISCH FÜR EUCH TYPEN, STÜRZT EUCH AUF NEBENSÄCHLICHKEITEN! OB KAPELLE ODER KIRCHE, ES FAND DOCH EINE PRIESTERWEIHE STATT! wAS IST WICHGTIGER. sORRY, RICHTIG, WICHTIG IST, OB IN KAPELLE ODER KIRCHE!
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#7   Samhain   22:40:17 | Donnerstag, 31. August 2006
@Bernardin_Oculos habent … et non videbunt
Unter beiden Bildern, die den früheren Oberhirten von Haarlem zeigen. Ich zitiere die subscriptio unter Bild 1, damit es auch jeder lesen kann: „Bischof Hendrik Bomers spendet die Hl. Kommunion in der Seminarkapelle Wigratzbad“.
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#6   Bernardin †   22:30:41 | Donnerstag, 31. August 2006
sam…
wO IST HIER VON EINER SEMINARKAPELLE DIE REDE?
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#5   Samhain   22:25:00 | Donnerstag, 31. August 2006
Die hier zur „Seminarkapelle“ degradierte
degradierte „Herz-Jesu und Herz-Mariae-Sühnekirche“ ist mit 1200 Sitzplätzen und weiteren Stehplätzen wahrlich kein einfaches kapellenartiges Oratorium, sondern eine ausgewachsene Wallfahrtskirche! Doppelt falsch wird die Aussage schließlich im Anbetracht dessen, daß das deutsch-französischsprachige Seminar der Priesterbruderschaft tatsächlich eine eigene Seminarkapelle – innerhalb des neuen Seminargebäudes selbst – besitzt.
Iterum iterumque: Lieber zu viel Präzision als zu wenig Polemik!
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#4   Athanasius   21:31:58 | Donnerstag, 31. August 2006
@Monti
Knallhart gegen die alte Liturgie, obwohl man selber „konservativ“ wäre. Jetzt ändert man sich aber.
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#3   monti   21:19:28 | Donnerstag, 31. August 2006
Wie soll ich das verstehen?
Das Opus Dei war aber immer für die alte Liturgie knallhart und feindlich, zumindest in der Periode 1976 bis 2005.
Das OD war immer für die alte Liturgie knallhart und feindlich
oder:
Das OD war immer für die alte Liturgie, knallhart (und feindlich) aber dann feindlich gegenüber wem?
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#2   Athanasius   19:28:56 | Donnerstag, 31. August 2006
Two-way wind, two-way wind.
Doch dann legten sich andere – katholische – Mitbenützer der Kirche quer.
…lesen Sie ruhig: Opus Dei, deren Gründer selber niemals die Neue Messe lesen wollte bis zum Tode († 1975).
Das Oberhaupt des Opus Dei in den Niederlanden ist ein Neffe von einem wichtigen verstorbenen Dominikanerprofessor und Traditionalisten“führer“ in den Niederlanden. Das Opus Dei war aber immer für die alte Liturgie knallhart und feindlich, zumindest in der Periode 1976 bis 2005. Dann auf einmal, wird ein gewisser Joseph Alois Ratzinger Pontifex Maximus und dreht sich der Wind völlig auch beim Opus Dei in Rom (wie ich erfuhr). Wirklich fremd. Und Schade.
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#1   Maledica   15:24:21 | Donnerstag, 31. August 2006
Re-Missionierung der einst katholischen Süd-Niederlande
Nach Jahrzehnten stets Vorreiter für jegliche Modernismen kann nun in den Niederlanden wieder katholisch geglaubt werden und durch die modernistische Glaubenswüste vertrockneten Seelen müssen sich nicht nur von einer dubiosen Frau aller Völker in die Irre leiten lassen
home.tiscali.nl/hjmgov/page3.html
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